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Oper Stückeinfo: O

O Ewigkeit, du Donnerwort
Kantate von Johann Sebastian Bach

Premiere: 29. Mai 10 (Kellertheater der Oper Leipzig)

Musikalische Leitung: Johannes Harneit
Inszenierung: Peter Konwitschny
Bühne, Kostüme: Helmut Brade

Sopran: Jennifer Porto 
Alt: Lena Belkina
Tenor: Martin Petzold
Bass: Tomas Möwes

Sinfonietta Leipzig

In Verbindung mit
Tagebuch eines Wahnsinnigen

Peter Konwitschy setzt sein Vorhaben, in jeder Spielzeit an der Oper Leipzig eine Bach-Kantate zu inszenieren, fort. Dieses Mal hat er sich zusammen mit Bühnenbildner Helmut Brade die Bach-Kantate „O Ewigkeit, du Donnerwort“ (BWV 60) vorgenommen. Kombiniert wird Bachs Werk mit Manuel Durãos Vertonung von Gogols „Tagebuch eines Wahnsinnigen“. Manuel Durão, in Lissabon geboren, studiert derzeit Komposition an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“. Bereits 2007 vertonte er Gogols „Tagebuch eines Wahnsinnigen“. Für die Oper Leipzig überarbeitete er seine Komposition. In erschütternden und grotesken Bildern schildert Gogol 1835 in seiner Erzählung den Einbruch des Irrationalen in die reale und erbarmungslose Alltagswelt der Namenlosen und Einsamen. Inszeniert wird das „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ von der Regisseurin Claudia Forner, die den Leipzigern durch ihre Hochschultätigkeit bereits mit Inszenierungen wie „Die spanische Stunde“ von Ravel bekannt ist. Das Thema der Gogolschen Erzählung korrespondiert hervorragend mit Bachs Kantate „O Ewigkeit, du Donnerwort“ (BWV 60), die Bach selbst als „Dialog zwischen Furcht und Hoffnung“ bezeichnet hat. Damit ist ihr Thema beschrieben: jener seelische Zwiespalt, der dem Menschen angesichts des eigenen Sterbens nicht erspart bleibt. Zwischen Furcht und Hoffnung gibt es keinerlei Konsens. Die Hoffnung kann die Furcht weder überzeugen noch trösten. Bekannt wurde die Bach-Kantate vor allem durch den abschließenden Choral „Es ist genug“, den Alban Berg 1935 in sein Violinkonzert aufnahm. [© Oper Leizig]

www.oper-leipzig.de

Oberon
Romantische Oper in drei Akten

Von:
Carl Maria von Weber
Textbuch von: James Robinson Planché, nach Christoph Martin Wielands epischer Dichtung „Oberon" und William Shakespeares “Sommernachtstraum” und “Sturm”
Uraufführung: 12. April 1826 (London, Royal Theatre Covent Garden)

Zur Inszenierung des Theater Freiburg:

Premiere:
7. November 09

Musikalische Leitung: Patrick Peire
Regie: Michael Kloss und Manfred Roth
Bühnenbild & Puppenentwurf: Thomas Rump
Kostüme: Esther Dandani
Puppenbau: Hagen Tilp
Dramaturgie: Dominica Volkert
Licht: Bernhard Oesterle
Chor: Bernhard Moncado

Besetzung:
Oberon:
Mathias Lodd, Schauspiel; Christian Voigt, Gesang; Vanessa Valk, Puppenspiel
Titania: Johanna Eiworth, Schauspiel; Anja Jung, Gesang; Dorothee Metz, Puppenspiel
Rezia: Sigrun Schell
Hüon: Gunnar Gudbjörnsson
Fatima: Sang Hee Kim
Scherasmin: Christoph Waltle
Meermädchen: Kyoung-Eun Lee, Yulianna Vaydner

Philharmonisches Orchester Freiburg
Opernchor des Theater Freiburg

Oberon und Titania – Inbegriff des ewigen Ehestreits, wer beständiger in der Liebe sei: Mann oder Frau? Den Beweis sollen nun Menschen antreten, der stolze Ritter Hüon und die schöne Prinzessin Rezia. Und so schickt das Elfenpaar Hüon auf Abenteuerreise ins Morgenland, wo er auf Rezia trifft und sich in sie verliebt. Entführung, Flucht, Schiffbruch, Gefangennahme und beinahe Selbstmord: Nichts bleibt den beiden und ihrem Dienerpaar erspart. Hilft das Zauberhorn in höchster Not? Bleibt Titania das letzte Wort oder erweist sich Oberon als Sieger? Carl Maria von Weber entführt uns mit seiner letzten Oper in eine romantische Zauberwelt voller Sehnsüchte und spielerischer Leichtigkeit. Martin Mosebach hat dieses überreiche Werk in eine schwebende Theaterwelt versetzt, in der sich Sänger, Schauspieler und Puppen begegnen bei dieser immerwährenden Frage, was denn die Liebe sei. [© Theater Freiburg]

Weitere Vorstellungen, jeweils um 19.30 Uhr:
Samstag, 7.11.2009
Donnerstag, 12.11.2009
Mittwoch, 18.11.2009
Freitag, 20.11.2009
Donnerstag, 26.11.2009
Sonntag, 20.12.2009
Sonntag, 27.12.2009
Samstag, 16.01.2010
Freitag, 22.01.2010
Freitag, 12.02.2010
Sonntag, 07.03.2010

www.theater.freiburg.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz in der Spielzeit 2006/07:

Uraufführung der neuen deutschen Textfassung von Gert Jonke

Premiere:
14. September 06

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Philip Tiedemann
Bewegungsregie ballettmainz: Martin Schläpfer
Bühne und Kostüme: Etienne Pluss
Choreinsstudierung: Sebastian Hernadez-Laverny
Dramaturgie: Anne do Paco
Licht: Ernst Schießl

Mit:

Oberon, König der Elfen: Martin Erhard
Hüon von Bordeaux: Alexander Spemann
Scherasmin, sein Knappe: Richard Morrison
Rezia, Tochter des Kalifen von Bagdad: Kerrie Sheppard
Fatima, ihre Vertraute: Patricia Roach
Erstes Meermädchenmädchen: Ana Durlovski/Mareen Knoth
Zweites Meermädchen: Tatjana Charalgina/Nina Schubert
Die Pucks: Inga Lampert/Regina Paetzer, Stefanie Jansen, Ninja Reichert, Bartholomäus Martin Kleppek, Joachim Mäder
Die Halben: Marlücia do Amaral, Yuko Kato, Julie Thirault, Antoine Jully, Jörg Weinöhl

Chor des Staatstheaters Mainz
Statisterie des Staatstheaters Mainz (Leitung: Dieter Rößler)
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Besprechung auf kulturfreak.de

Es ist ein makabrer Spaß, den sich das Elfenkönigspaar Titania und Oberon zur Schlichtung seines Streits über die Frage nach der Treue leistet: Versöhnung kann es erst geben, wenn sich zwei Menschen finden, die allen Versuchungen zum Trotz unerschütterlich zueinander halten. Ausersehen für dieses Experiment werden Hüon und Rezia und - von einer Katastrophe in die andere getrieben -zu Spielbällen uneinsichtiger Willkür.

Webers Phantasie entzündete sich in seiner letzten, 1826 für London komponierten Oper an der für die englische Bühne typischen revueartigen Dramaturgie mit ihrer farbigen Mischung aus Musik, Tanz und Sprache. Zur Eröffnung der Intendanz von Matthias Fontheim eine spartenübergreifende Produktion des Opern-, Schauspiel-und Ballettensembles, für die der österreichische Autor Gert Jonke eine eigene Textfassung geschrieben hat.

Philip Tiedemann, 1969 in Gießen geboren, trat mit ersten Inszenierungen am Wiener Burgtheater hervor und war drei Jahre Oberspielleiter am Berliner Ensemble, wo er unter der Intendanz von Claus Peymann Stücke von Brecht, Turrini, Bernhard, Heiner Müller u. a. inszenierte. Es folgten Regiearbeiten an den Theatern in Stuttgart, Leipzig, Düsseldorf, Graz und Hamburg.

Staatstheater Mainz, Gutenbergplatz 7, 55116 Mainz
www.staatstheater-mainz.de

Offene Wunden
Ein Projekt des Ensemble Modern mit zwei Songspielen und Film
Mahagonny Songspiel von Kurt Weill, Text von Bertolt Brecht
Die WUNDE Heine Kleines episches Songspiel mit Interludien von Helmut Oehring (* 1961), Textbuch von Stefanie Wördemann nach Texten von Heinrich Heine u.a.

Erstaufführung: 26. Februar 2010 (Dessau, Kurt Weil Fest 2010)

Zu den Aufführungen der Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot:
Produktion des Ensemble Modern in Koproduktion mit der Oper Frankfurt, dem Kurt Weill Fest Dessau / Anhaltisches Theater Dessau und der MusikTriennale Köln Auftragskomposition von Ensemble Modern, Oper Frankfurt, Kurt Weill Fest Dessau und MusikTriennale Köln

Premiere: 27. Juni 10 (Frankfurter Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Hartmut Keil
Inszenierung und Ausstattung: Stefanie Wördemann und Helmut Oehring
Film / Grafik / Bühne: Hagen Klennert
Harry (E-Gitarre, Gesang / Sprecher): Jörg Wilkendorf

Jessie / M(athilde): Salome Kammer
Bessie / H.: Sylvia Nopper
Charlie / E.: Oliver Uden
Billy / I.: Philipp Neumann
Bobby / N.: Martin Schubach
Jimmy / E’.: Frank Schwemmer
Harry: Jörg Wikendorf (E-Gitarre, Gesang und Sprecher)

Ensemble Modern
Die Produktionen im Bockenheimer Depot werden gefördert von der Aventis Foundation
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper

Besprechung auf kulturfreak.de

In dem Projekt OFFENE WUNDEN wird das Mahagonny Songspiel von Kurt Weill (1900-1950) mit Die WUNDE Heine des 1961 in Berlin geborenen Komponisten Helmut Oehring kombiniert.
Weill gilt als einer der vielseitigsten und bedeutendsten Theaterkomponisten des 20. Jahrhunderts. Das Mahagonny Songspiel basiert auf Bertolt Brechts Gedichtsammlung Hauspostille. Es wurde vom Musikfest Baden-Baden in Auftrag gegeben und dort am 17. Juli 1927 uraufgeführt. Der kammermusikalische Rahmen des Werkes wurde später von Weill und Brecht zu ihrer 1930 in Leipzig herausgebrachten Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny erweitert.
Oehrings international aufgeführte Werke hingegen sind vor allem für ihre auf die Beziehung von Wort, Bewegung, Raum und Klang ausgerichtete musikalische Sprache bekannt. Die WUNDE Heine, am 26. Februar 2010 beim Kurt Weill Fest in Dessau uraufgeführt, wurde als Pendant zum Mahagonny Songspiel konzipiert und basiert auf Texten von Helmut Oehring und Heinrich Heine, der wie Brecht Poesie und Politik eng miteinander verband. Als wichtiges Element der Dessauer Inszenierung von Stefanie Wördemann und Helmut Oehring, die nun ins Bockenheimer Depot übernommen wird, tritt die Gebärdensprache hinzu. Nicht als Illustration, sondern als „verzeichnete, wortlose Gestalten“ der Sprache Heines: Oehring selbst hat als Kind gehörloser Eltern erst im Alter von vier Jahren sprechen gelernt und bezeichnet die Gebärdensprache als seine Muttersprache.

Das u.a. vom Ensemble Modern in Auftrag gegebene Werk wird im Bockenheimer Depot von Kapellmeister Hartmut Keil musikalisch geleitet. Zu den Mitwirkenden gehören neben dem Gitarristen und Sänger Jörg Wilkendorf, durch den in Form von Rio Reiser-Liedern die gesellschaftlich engagierte Rockmusik Eingang in das Stück findet, das Berliner Männervokalquartett Atrium Ensemble sowie die Sopranistin Sylvia Nopper. Ihre Partnerin ist die bei Frankfurt aufgewachsene Schauspielerin und Stimmkünstlerin Salome Kammer, die u.a. durch Edgar Reitz’ TV-Epos Die zweite Heimat einem breiten Publikum bekannt geworden ist.

Weitere Vorstellungen: 28. Juni, 1., 2., 4. Juli 2010
Beginn jeweils um 19.30 Uhr
Preise: € 12 bis 50 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr (außer an der Vorverkaufs- und Abendkasse der Oper Frankfurt)
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter
www.oper-frankfurt.de erhältlich.

www.ensemble-modern.de

L'Oracolo (Das Orakel)

Von: Franco Leoni
Text: Camillo Zanoni nach “The Cat and the Cherub” (1896) von Chester Bailey Fernald
Uraufführung: 28. Juni 1905 (London, Royal Opera House Covent Garden)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
4. Oktober 09
Weitere Vorstellungen: 8., 11., 17., 29., 31. Oktober, 5., 8., 13. November 2009, 3., 8., 17. April 2010

Musikalische Leitung: Stefan Solyom / Hartmut Keil
Regie: Sandra Leupold
Bühnenbild und Kostüme: Heike Scheele
Dramaturgie: Malte Krasting
Licht: Joachim Klein
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Uin-Sci, ein gelehrter Arzt:
Ashley Holland
Cim-Fen, Inhaber einer Opiumhöhle: Peter Sidhom / Bastiaan Everink
Hu-Tsin, ein reicher Kaufmann: Franz Mayer
San-Lui, Uin-Scis Sohn: Carlo Ventre / Yonghoon Lee
Ah-Joe, Nichte Hu-Tsins: Annalisa Raspagliosi / Barbara Zechmeister
Hua-Qui, Kindermädchen: Katharina Magiera

Die Oper wird gemeinsam mit Giacomo Puccinis “
Le Villi” gegeben.

Besprechung auf kulturfreak.de

Sowohl Franco Leoni (1864-1949) als auch Giacomo Puccini (1858-1924) waren Schüler von Amilcare Ponchielli am Mailänder Konservatorium. Beide konzipierten ihre im Rahmen dieser Frankfurter Neuinszenierung miteinander kombinierten Opern als Einakter, wobei Puccini seinen Erstling später in eine zweiaktige Fassung umarbeiten sollte. Während sich in Leonis am 28. Juni 1905 in London uraufgeführter Kurzoper die grellen Stilelemente des Verismo – des Naturalismus auf der Opernbühne – bereits etabliert zu haben scheinen, ist der stilistische Eindruck von Puccinis Werk, das der Komponist erfolglos bei einem der Wettbewerbe des Verlegers Sozogno eingereicht hatte, weniger eindeutig. So vermittelte sich nach der Uraufführung am 31. Mai 1884 in Mailand der Eindruck, dass hier zwar ein äußerst talentierter Komponist auf der Suche nach einem neuen, zeitgemäßen Stil sei, er den richtigen Weg jedoch noch nicht gefunden habe. Das Werk Leonis wurde vor allem von Antonio Scotti, dem Cim-Fen der Uraufführung, propagiert und oft auch an der New Yorker Met aufgeführt, nach seinem Tode aber geriet es schnell in Vergessenheit.

In L’oracolo versucht Cim-Fen, Inhaber einer Opiumhöhle in San Franciscos Chinatown, seinen gesellschaftlichen Aufstieg durch eine kriminelle Intrige zu beschleunigen. Doch wird er von dem gelehrten Arzt Uin-Scî durchschaut, dessen Prophezeiung von Cim-Fens Untergang sich am Ende der Handlung bewahrheitet. In Le Villi stirbt Anna aus Gram über die Untreue ihres Geliebten Roberto und rächt sich mit Hilfe der Willis, der Geister verlassener junger Bräute.

Die musikalische Leitung der Produktion liegt bei Stefan Solyom, der zuletzt 2007/08 anlässlich der Wiederaufnahme von Gounods Faust in Frankfurt gastierte und seit 1. September 2009 die Position des Generalmusikdirektors am Deutschen Nationaltheater Weimar bekleidet. Nach Dukas’ Ariane et Barbe-Bleue 2007/08 kehrt mit Sandra Leupold eine der interessantesten jungen Regisseurinnen an den Main zurück. Für beide Opern sind mit Annalisa Raspagliosi, Carlo Ventre und Peter Sidhom internationale Gastsänger engagiert, die sich dem Frankfurter Opernpublikum während der vergangenen Spielzeiten bereits in den unterschiedlichsten Partien präsentiert haben. Auch mit Ashley Holland als Uin-Scî kehrt in L’oracolo kein Unbekannter zurück nach Frankfurt. Komplettiert wird die Besetzung durch bewährte Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt. Während des zweiten Teils der Aufführungsserie im April 2010 kommen zahlreiche Alternativbesetzungen zum Einsatz, die musikalische Leitung hat dann Kapellmeister Hartmut Keil. [© Oper Frankfurt]


www.oper-frankfurt.de

Orest
Pasticcio-Oper in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Nach einem Libretto von: Giovanni Gualberto Barlocci
Deutsche Textfassung von: Werner Hintze und Bettina Bartz
Uraufführung: 18. Dezember 1734 (London, Covent Garden Theatre)

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

»Es gehört zur Funktion des Opfers, interne Gewalttätigkeiten zu besänftigen und das Ausbrechen von Konflikten zu verhindern.«
René Girard, Das Heilige und die Gewalt

Premiere: 26. Februar 06

Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock
Inszenierung: S ebastian Baumgarten
Bühnenbild: Robert Lippok, Ronald Lippok
Kostüme: Valerie von Stillfried
Video: Stefan Bischoff
Licht: Franck Evin
Dramaturgie: Ingo Gerlach

Besetzung:

Orest, Sohn des Agamemnon:
Charlotte Hellekant
Hermione, Orests Frau: Valentina Farcaş
Iphigenie, Orests Schwester und Oberpriesterin der Göttin Artemis: Maria Bengtsson
Pylades, Freund Orests: Finnur Bjarnason
Thoas, tyrannischer König von Tauris: James Creswell
Philoktet, Hauptmann des Thoas: Maria Streijffert

Besprechung auf kulturfreak.de

 
www.komische-oper-berlin.de

 

Orlando
Opera seria in drei Akten

Von: Georg Frierich Händel
Libretto nach: Carlo Sigismondo Capece
Uraufführung: 27. Januar 1733 (London, Kings Theatre)

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere:
26. Februar 10

Musikalische Leitung: Alessandro De Marchi
Inszenierung: Alexander Mørk-Eidem
Bühnenbild: Erlend Birkeland
Kostüme: Maria Gyllenhoff
Dramaturgie: Bettina Auer
Licht: Franck Evin

Besetzung:

Orlando:
Mariselle Martinez
Angelica: Brigitte Geller
Medoro: Elisabeth Starzinger
Dorinda: Julia Giebel
Zarathustra: Wolf Matthias Friedrich
Isabella, Zarathustras Assistent: Bernd Stempel
und das Orchester der Komischen Oper Berlin.

In Skandinavien ist er ein Regiestar, hat die wichtigsten Theaterpreise in Norwegen, Schweden und Dänemark erhalten. Mit seiner Hamlet-Inszenierung wurde 2008 das Königliche Theater in Kopenhagen eröffnet, am Stadsteater Stockholm läuft seine Inszenierung von Tschechows Die drei Schwestern vor ausverkauftem Haus, seine Fassung von Alexandre Dumas‘ Die drei Musketiere als Pop-Revue erlebte dort bereits 100 Vorstellungen. Jetzt gibt er ein doppeltes Debüt an der Komischen Oper Berlin: Der norwegische Regisseur Alexander Mørk-Eidem inszeniert mit Händels Orlando zum ersten Mal eine Oper und arbeitet gleichzeitig zum ersten Mal in Deutschland. Andreas Homoki: »Er zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Originalität aus. Er ist innovativ, phantasie- und kraftvoll und vergisst darüber nie das Stück, das es zu erzählen gilt.«
Alessandro De Marchi wurde 2009 in der Nachfolge von René Jacobs die Künstlerische Leitung der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik übertragen. Er dirigiert in Dresden, Hamburg, Essen, Lyon, Turin oder bei den Händel-Festspielen in Halle. Alessandro De Marchi, der vor zwei Jahren an der Komischen Oper mit großem Erfolg Händels Theseus dirigierte, will: »die ungeheuer farbenreiche, packende Orlando-Musik in ihrer ganzen Dramatik zum Leuchten bringen«. Händels tragikomische Oper über den legendären Krieger Orlando – der vor Eifersucht und Rachedurst den Verstand verliert – beleuchtet die Macht der Gefühle in all ihren Facetten: von zarter Entdeckung ersten Verliebtseins bis zum rasenden Liebeswahn. Orlando und seinen drei Liebes- und Leidesgenossen steht der Magier Zarathustra gegenüber oder auch mal im Weg, während er immer wieder ins Geschehen eingreift und heimlich alle Fäden in der Hand hält. Bis sein Experiment aus den Fugen gerät …

Zu Händels Zeiten wurden die Männerrollen in der Oper mit Kastraten besetzt. Alessandro De Marchi: »Aus der Frage, was männlich und was weiblich ist, entstand damals absichtlich eine Kunst der Konfusion. Daher finde ich es toll, wie Alexander mit den Travestierollen, den Kriegern Orlando und Medoro, umgeht. Es ist szenisch wie musikalisch nämlich egal, ob es Frauen oder Männer sind, denn es geht um die Liebe an sich.«
Alexander Mørk-Eidem: »Genau! Da hier die Liebe grundsätzlich diskutiert wird, spielt es keine Rolle, ob sie zwischen Mann und Frau oder zwischen zwei Frauen stattfindet. Normalerweise verwenden Sängerinnen viel Energie darauf, glaubhaft einen Mann auf der Bühne darzustellen. Ich halte das für überflüssig.«
Das skandinavische Team situiert die Handlung in einem Flower-Power-Ambiente der 60er-70er-Jahre, in einem nordischen Nadelwald, fernab der Zivilisation. In dieser Umgebung sorgt Orlando in seinem Liebeswahnsinn nicht nur für die Zerstörung einer Natur-Idylle, sondern wird zur akuten Gefahr für Leib und Leben seiner Mitmenschen.

Zum Inhalt:
Der Magier Zarathustra will mit Hilfe seiner Kunst den in grenzenloser Liebe zu Angelica entbrannten Orlando dazu bringen, sein Leben wieder dem ruhmreichen Kriegerdasein zu widmen. Orlando hingegen glaubt, Liebe und Kampfesruhm miteinander in Einklang bringen zu können, was er sogleich mit der Rettung einer Prinzessin aus Feindeshand demonstriert. Dabei beobachtet ihn Dorinda, die ebenso an ihrer unglücklichen Liebe zu Medoro verzweifelt wie Orlando an Angelica. Denn Angelica liebt Medoro und ihre Liebe wird erwidert. Dorinda kommt ihnen auf die Schliche und ist wenig begeistert. Schlimmer aber ist, dass auch Orlando hinter die geheime Verbindung der beiden kommt und sie nun mit seinem gefährlichen Zorn bedroht. Sie beschließen die gemeinsame Flucht, die Orlando aber verhindert. Zarathustra kann Angelica im letzten Moment aus den Händen des Rasenden erretten, Orlando aber verfällt dem Wahnsinn. In seiner Raserei zerstört er Dorindas Hütte, in der sich Medoro versteckt hielt, der dem Angriff zum Opfer zu fallen scheint. Erneut richtet sich der Zorn des Irren gegen Angelica, die wiederum nur durch das Eingreifen des Magiers vor dem sicheren Tod gerettet werden kann. Dann sinkt er ermattet in Schlaf und wird von Zarathustra geheilt. Der erwachte Orlando gerät über seine vermeintlichen Morde in höchste Verzweiflung. Als er aber zu seiner Erleichterung erfährt, dass Zarathustra das Schlimmste verhindert hat, ist er bereit, auf Angelica zu verzichten und sich wieder dem Kriegerdasein zuzuwenden.

Alessandro De Marchi (Musikalische Leitung)
Alessandro De Marchi studierte am Konservatorium in Rom und an der »chola Cantorum Basilensis. Er tritt regelmäßig in den renommiertesten Theatern und bei den wichtigsten Festivals auf. Bislang dirigierte er an der Staatsoper in Berlin, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, an der Hamburgischen Staatsoper, am Teatro Regio in Turin, beim Maggio Musicale Fiorentino, an der Sächsischen Staatsoper Dresden, am Essener Aalto-Theater, an der Opéra National in Lyon, beim MDR in Hannover, am Prager Estates Theater, beim Rossini-Festival in Bad Wildbad, beim Montreux Festival, den Händel-Festspielen in Halle, das Orchestre de Chambre de Genève, das Accademia Santa Cecilia Orchester in Rom, unter anderem Il matrimonio Segreto, Don Pasquale Haydns L‘isola disabitata, Rossinis Der Barbier von Sevilla, La Cenerentola, Glucks Don Juan, Mozarts Il re Pastore, Nozze di Figaro, Così fan tutte, Don Giovanni, Clemenza di Tito, Entführung aus dem Serail, Monteverdis Incoronazione di Poppea, Reinhard Keisers Der lächerliche Prinz Jodelet, Händels Julius Cäsar in Ägypten, Alcina und Hasses Cleofide.
Er ist Erster Dirigent des Accademia Montis Regalis Orchesters, mit dem er unter anderem Vivaldis Juditha Triumphans, Orlando finto pazzo (beide aufgenommen für Naïve), L’Olimpiade auf einer Konzerttour beim Paris Théâtre des Champs-Elysées und in Lyon aufführte, sowie Il re pastore für die Innsbrucker Festwochen einstudierte. Außerdem wirkte er bei Aufnahmen für Naïve, Opus 111, Harmonia Mundi France, Accord, Symphonia, K617, Auvidis, WDR, Radio France, Radio Classique und Amadeus mit.
2009 wurde Alessandro De Marchi in der Nachfolge von René Jacobs die Künstlerische Leitung der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik übertragen.
In der Spielzeit 2007/08 leitete Alessandro De Marchi an der Komischen Oper Berlin musikalisch die Aufführungen von Händels Theseus.

Alexander Mørk-Eidem (Inszenierung)
Alexander Mørk-Eidem wurde in Oslo geboren. Nach Umwegen über Jura, Geschichte und Medienwissenschaft absolvierte er sein Regiestudium an der Staatlichen Theaterhochschule in Oslo. Seit 1998 ist er als Theaterregisseur auch über die Grenzen Norwegens hinaus in den skandinavischen Ländern tätig. Unter anderem inszenierte er 2004 Ibsens Die Kronprätendenten und 2008 Shakespeares Hamlet am Königlichen Theater in Kopenhagen. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören Die drei Musketiere nach Alexandre Dumas und Brechts Herr Puntila und sein Knecht Matti, beide am Stadsteater Stockholm. Für mehrere seiner Arbeiten ist er mit Preisen ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem norwegischen Hedda-Preis für seine Umsetzung von Aber nichts von Nachtigallen von Tennessee Williams im Jahr 2000 am Osloer Nationaltheater. An der Komischen Oper Berlin inszeniert er in der Spielzeit 2009/10 mit Händels Opera seria Orlando zum ersten Mal eine Oper.

Einführungsmatinee: Sonntag, 14. Februar 2010, 12:00 Uhr
Weitere Aufführungen in der Spielzeit: 7. März, 19:00 Uhr, sowie 13./18./27. März, 3./18. April, jeweils 19:30 Uhr und am 16. Juli 2010, 20:00 Uhr

Karten: Kartentelefon Komische Oper Berlin +49 (30).47 99 74 00
Montag bis Samstag 9:00 bis 20:00 Uhr, Sonntag 14:00 bis 20:00 Uhr
Preise: So – Do: 8,00 – 62,00 €, Fr + Sa: 10,00 – 72,00 €, Premiere: 12,00 – 93,00 €

www.komische-oper-berlin.de

Oskar und die Groschenbande
Kinderoper

Von: Christoph Reuter und August Buchner
Uraufführung: 10. März 2012 (Dessau, Anhaltischen Theater)

Zur Inszenierung des Anhaltischen Theater Dessau:
Gemeinschaftsproduktion des Anhaltischen Theaters mit dem K.I.E.Z. e.V. | Unterstützt durch das Kurt Weill Fest Dessau | Ausgezeichnet mit dem Bürgerpreis der Stadtsparkasse Dessau | Gefördert von der Lotto Toto GmbH, der Stadt Dessau und dem Land Sachsen-Anhalt

Premiere: 10. März 12 (Uraufführung)

Musikalische Leitung: Stefan Neubert
Inszenierung: Silke Wallstein
Bühne: Nicole Bergmann
Kostüme: Katja Schröpfer
Choreografie: Gabriella Gilardi
Video: Barbara Janotte
Dramaturgie: Sophie Walz
Kinderchoreinstudierung: Dorislava Kuntscheva

Besetzung:

ERWACHSENE
Erzähler, Zweiter Herr (Tram), Erich Ponto, Kommissar Braun: Patrick Rupar
Schaffner, Kurt Gerron, Bankdirektor: Sebastian Müller-Stahl
Vater Hobusch, Erster Herr (Tram), Pit Schumm, Harald Paulsen: Frank Roder
Dame im Zug, Zweite Dame (Tram), zweite Bankangestellte: Kristina Baran

KINDER
Oskar Hobusch: Conrad Papesch / Tim Keddi
Kaiser Georg: Hans Höpfner
Dietrich mit dem Dietrich: Moritz Barth
Polly Braun: Hannah Fricke
Bertolt: Matthias Wendenburg
Kurt: Eva-Julia Nielebock
Hakenfinger Senior: Paul Groß
Hakenfinger Junior: Julius Brück
Robin Hut: Tim Keddi
Karl Lauer: Carl von Wolffersdorff
Münzmaria: Anja Eckert
Groschengretel: Emma Teichert
Holly Molly: Laetitia Hippe
Penny-Jenny: Charlotte Antal
Leo Poldi: Marvin Christoph
Minimax: Leopold Peter
erstes Kind: Mark Vincent Wodner
zweites Kind: Karolina Tolmachev

Kinderchor und Kinderballett des Anhaltischen Theaters, Kinder und Jugendliche aus Dessau und Umgebung
Kinder und Jugendliche der Musikschule Dessau und Mitglieder der Anhaltischen Philharmonie

Oskar und die Groschenbande
Anhaltisches Theater Dessau
Kinder und Jugendliche aus Dessau
© Claudia Heysel

Nachdem im Rahmen des fünften Kongresses „Kinder zum Olymp!“ im Juni 2011 erste Ausschnitte aus der Kinderoper „Oskar und die Groschenbande“ gezeigt  wurden, es eine Voraufführung zum Theatertreffen der Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg im September 2011 gab, gelangt die mit großer Spannung erwartete Kinderoper am 10. März zur Uraufführung und Premiere.
„Oskar und die Groschenbande“ erzählt die Geschichte des kleinen Jungen, Oskar, der sich in die 1920er Jahre träumt, wo er sich einer Bande von Waisen und Obdachlosen anschließt, die als Kleinkriminelle von einem Verbrecher auf Diebestour geschickt wird. Eine Geschichte voller Abenteuer und spannender Erlebnisse entspinnt sich. Mit Hilfe von Oskar schafft es die Gruppe sich aus der Abhängigkeit des Verbrechers zu lösen und diesen an die Polizei auszuliefern.
Die Handlung verarbeitet Elemente der „Bettleroper“ von John Gay, die Bertolt Brecht und Kurt Weill als Vorlage für ihren Sensationserfolg der „Dreigroschenoper“ diente. Die Musik von Christoph Reuter ist für großes Streichorchester, Bläser und Schlagzeug im Grenzbereich zwischen Jazz, Tango, Chanson und Musik der 1920er Jahre, aber mit Einflüssen aus der heutigen musikalischen Welt.

Durch die Voraufführungen wurden die Kinder an die Situation der Aufführung herangeführt und durch Erfolgserlebnisse weiter für die Probenarbeit begeistert. Eine Oper für Kinder von Kindern. Ca. 50 Kinder und Jugendliche agieren hier auf der Bühne wie auch im Orchester und stellen gemeinsam mit Erwachsenen die Geschichte von Oskar dar.  Um die Verbundenheit zu Kunst und Kultur auch bei nicht direkt an der Aufführung beteiligten Kindern zu stärken, sind zahlreiche Schulen in die Vermittlungsarbeit eingebunden – ebenfalls nach dem Prinzip junge Menschen bringen jungen Menschen Kunst nahe. So sind ca. 40 Schüler an der Erarbeitung einer Werkeinführung, der Gestaltung der Werbemittel, Erstellung des Programmheftes und der Herstellung des Bühnenbildes aus verschiedenen Bildungseinrichtungen beteiligt. [©
Anhaltisches Theater Dessau]
 
www.anhaltisches-theater.de

Otello
Oper in vier Akten

Von: Giuseppe Verdi
Dichtung von: Arrigo Boito
Uraufführung: 5. Februar 1887 (Mailand, Teatro alla Scala)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
4. Dezember 11

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Erik Nielsen (25., 27. Mai, 16., 20., 29. Juni 2012)
Regie: Johannes Erath
Bühnenbild:
Dirk Becker
Kostüme:
Silke Willrett
Licht:
Joachim Klein
Dramaturgie:
Norbert Abels
Chor:
Matthias Köhler
Kinderchor:
Michael Clark

Besetzung:

Otello:
Carlo Ventre / Frank van Aken (Januar, Mai 2012)
Jago: Marco Vratogna / Marco di Felice (26. Dezember 2011, Januar 2012) / Željko Lučić (Mai, Juni 2012)
Desdemona: Elza van den Heever
Emilia: Claudia Mahnke / Tanja Ariane Baumgartner (Januar, Mai 2012)
Cassio: Teodor Ilincai / Wookyung Kim (Mai, Juni 2012)
Rodrigo: Simon Bode
Lodovico: Thorsten Grümbel / Magnús Baldvinsson (16., 21. Dezember 2011, 1. Januar, Juni 2012)
Montano: Franz Mayer
Herold: Kihwan Sim

Besprechung auf kulturfreak.de

Sechzehn Jahre lang hatte Giuseppe Verdi (1813-1901) seit der Uraufführung seiner Aida nichts veröffentlicht, bevor Otello am 5. Februar 1887 an der Mailänder Scala als vorletzte seiner Bühnenschöpfungen erstmals einem gespannten Publikum präsentiert wurde. Der damals berühmteste Opernkomponist Italiens hatte hier endlich mit großem Erfolg sein erklärtes Ziel, die durchkomponierte musikalische Großform, realisiert. Unterstützt wurde er dabei von seinem Librettisten Arrigo Boito, der ihm die Vertonung des Shakespeare-Stoffes nahegelegt und sich bei seiner Arbeit weitestgehend an die literarische Vorlage gehalten hatte, ohne die für die Gattung erforderlichen Gesetze außer Acht zu lassen. Die kongeniale Zusammenarbeit der beiden Künstler gipfelte schließlich im Falstaff (1893), Verdis letzter, erneut auf Shakespeare zurückgehende Oper. Zum Inhalt: Otello, der Statthalter Venedigs auf Zypern, hat sich seinen Fähnrich Jago zum Feind gemacht, indem er ihn anlässlich einer Beförderung übergangen hat. Durch eine geschickt eingefädelte Intrige kann Jago den eifersüchtigen Otello von der angeblichen Untreue seiner Gattin Desdemona überzeugen. Blind gegenüber deren Beteuerungen ihrer Unschuld erwürgt er sie auf dem gemeinsamen Lager und stürzt sich schließlich – als er seine Verblendung bemerkt – in sein Schwert. Gespannt darf man sein, wie sich Generalmusikdirektor Sebastian Weigle – sonst eher in der Welt Wagners und Strauss’ beheimatet – im italienischen Fach bewährt. Die Inszenierung stammt von Johannes Erath, der sich in Frankfurt 2008/09 mit Angels in America von Peter Eötvös im Bockenheimer Depot als Regisseur vorstellte. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehört u.a. Verdis Aida an der Oper Köln. Als Otello gibt Carlo Ventre sein Rollendebüt, nachdem er im Haus am Willy-Brandt-Platz bereits u.a. als Verdis Don Carlo und Maskenball-Riccardo sowie als Puccinis Pinkerton in Madama Butterfly und Cavaradossi in Tosca zu erleben war. Der Bariton Marco Vratogna (Jago) sang in Frankfurt u.a. Nabucco und Macbeth sowie Renato im Maskenball und Scarpia in Tosca. Zu den jüngsten Aufgaben des rumänischen Tenors Teodor Ilincai (Cassio) gehört Ismaele in Verdis Nabucco an der Wiener Staatsoper. Angeführt von Elza van den Heever, die als Desdemona ihr Rollendebüt gibt, sind alle weiteren Partien mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt. Der koreanische Bassist Kihwan Sim (Herold) ist seit dieser Saison im Frankfurter Opernstudio engagiert. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung der Oper Zürich:

Premiere:
20. Oktober 11

Musikalische Leitung: Daniele Gatti
Inszenierung: Graham Vick
Ausstattung: Paul Brown
Lichtgestaltung: Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung: Jürg Hämmerli

Besetzung:

Otello:
Peter Seiffert / José Cura
Jago: Thomas Hampson
Desdemona: Fiorenza Cedolins
Cassio: Stefan Pop
Rodrigo: Benjamin Bernheim
Lodovico: Pavel Daniluk
Montano: Tomasz Slawinski
Emilia: Judith Schmid

Mit der Unterstützung von UBS

www.opernhaus.ch

Zur Inszenierung der Deutschen Oper Berlin:

Premiere:
30. Mai 10

Musikalische Leitung: Patrick Summers
Inszenierung: Andreas Kriegenburg
Bühne: Harald Thor
Kostüme: Andrea Schraad
Licht: Stefan Bolliger
Dramaturgie: Katharina John
Chöre: William Spaulding
Künstlerische Produktionsleitung: Christian Baier
Kinderchor: Dagmar Fiebach
Choreographie: Zenta Haerter

Besetzung:
Othello:
José Cura
Jago: Zeljko Lucic
Cassio: Yosep Kang
Rodrigo: Gregory Warren
Lodovico: Hyung-Wook Lee
Montano: Jörn Schümann
Desdemona: Anja Harteros
Emilia: Liane Keegan
Ein Herold: Lucas Harbour
Chor der Deutschen Oper Berlin
Kinderchor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin

www.deutscheoperberlin.de

Owen Wingrave
Oper in 2 Akten op. 85 von Benjamin Britten
Libretto von Myfanwy Piper nach einer Novelle von Henry James
Arrangement für Kammerorchester von David Matthews

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Frankfurter Erstaufführung

Premiere: 24. Januar 10 (Bockenheiemr Depot)
Weitere Vorstellungen: 28., 31. Januar, 3., 4., 7. Februar 10

Musikalische Leitung: Yuval Zorn
Regie: Walter Sutcliffe
Bühnenbild und Kostüme: Kaspar Glarner
Dramaturgie: Agnes Eggers
Licht: Frank Keller

Besetzung:
Owen Wingrave, der Letzte der Wingraves: Michael Nagy
Spencer Coyle, Leiter der Militärakademie: Franz Mayer
Lechmere, Student der Militärakademie: Julian Prégardien
Miss Wingrave, Owens Tante: Sonja Mühleck
Mrs. Coyle: Barbara Zechmeister
Mrs. Julian, Witwe: Anna Ryberg
Kate, ihre Tochter: Jenny Carlstedt
General Sir Philip Wingrave, Owens Großvater / Erzähler, der Balladensänger: Richard Cox
Spencer Coyle, Leiter der Militärakademie: Dietrich Volle
General Sir Philip Wingrave, Owens Großvater: Hans Schöpflin


Benjamin Britten (1913-1976) gilt als einer der bedeutendsten englischen Komponisten und als Wegbereiter der Moderne. Eine besondere Station innerhalb seines Schaffens war die Uraufführung des Zweiakters Owen Wingrave. Das im Auftrag der BBC entstandene Werk wurde als Fernsehoper konzipiert und erreichte dadurch mit der Erstausstrahlung am 16. Mai 1971 ein breites Publikum. Die erste Bühnenaufführung fand zwei Jahre später im Royal Opera House Covent Garden in London statt. Basierend auf einer Gespenstergeschichte von Henry James – dem Autor der literarischen Vorlage von Brittens The Turn of the Screw – ist Owen Wingrave eine spannende Oper über Pazifismus und Selbstverwirklichung. Als der britische Komponist mit der Arbeit begann, tobte der Krieg in Vietnam. Neben diesem aktuellen äußeren Anlass trieb ihn aber auch Selbsterlebtes an: die eigene Vergangenheit als Kriegsdienstverweigerer.

Zum Inhalt: Owen Wingrave ist der jüngste Spross einer stolzen, 300 Jahre alten Offiziersdynastie. Doch Owen verabscheut den Krieg und beendet seine militärische Ausbildung. Ausgerechnet sein Pazifismus provoziert den seelisch wohl grausamsten aller Kriege, den Familienkrieg. Auf Paramore, dem unheimlichen Landsitz der Wingraves, kommt es zum erbitterten Kampf um die Tradition. Die Konsequenz, mit der sich Owens Schicksal erfüllt und sein unaufhaltsamer Gang in den Tod sind so typisch für Horrorgeschichten wie für klassische Tragödien. Schritt für Schritt folgt der Letzte der Wingraves der Spur seiner Ahnen, den Geistern der Vergangenheit.

Bei der aktuellen Neuinszenierung im Bockenheimer Depot handelt es sich um die Frankfurter Erstaufführung, mit der Intendant Bernd Loebe den lose gestalteten Zyklus mit Werken Benjamin Brittens fortsetzt. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Kapellmeister Yuval Zorn, der kürzlich einen großen Erfolg mit der Wiederaufnahme von Mozarts La clemenza di Tito feierte. Sein Hausdebüt gibt der englische Regisseur Walter Sutcliffe, der sich in Frankfurt als Assistent von Keith Warner vorstellte und mittlerweile mit eigenen Produktionen international auf sich aufmerksam macht. Die Titelpartie der fast ausschließlich mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzten Produktion im Bockenheimer Depot übernimmt Michael Nagy, der 2009/10 zudem in den Partien Frank und Fritz in Korngolds Die tote Stadt zu erleben ist. Kürzlich gab er an der Oper Frankfurt einen stark akklamierten Liederabend mit Werken von Schumann, Schoeck und Korngold. Als General Wingrave gastiert der Tenor Hans Schöpflin erstmals in Frankfurt. 2008 sang er unter der musikalischen Leitung von Sebastian Weigle den Aschenbach in Brittens Death in Venice am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. [© Oper Frankfurt]

Preise: € 12 bis 50 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr (außer an der Vorverkaufs- und Abendkasse der Oper Frankfurt)
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter
www.oper-frankfurt.de erhältlich.

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