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Oper, Stückeinfo: M

Macbeth
Nach: “The Tragedy of Macbeth” von William Shakespeare

Fassung von:
Ernest Bloch
Fassung von:
Salvatore Sciarrino
Fassung von:
Giuseppe Verdi

Zu Macbeth von: Ernest Bloch
Oper in sieben Szenen

Text: Edmond Fleg nach William Shakespeares Macbeth
Uraufführung: 30. November 1910 (Paris, Operá-Comique)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
7. November 2004
Wiederaufnahme Saison 2006/07: Samstag, 30. Dezember 06

Musikalische Leitung: Martyn Brabbins
Inszenierung: Keith Warner
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Wally Sutcliffe, James McNamara
Bühnenbild und Kostüme: Es Devlin
Dramaturgie: Tom Sutcliffe
Lichtdesign: Wolfgang Göbbel
Videodesign: Thomas Gray
Chor: Alessandro Zuppardo

Besetzung Wiederaufnahme 2006/07:

Macbeth:
Daniel Sumegi  
Lady Macbeth: Taina Piira  
Macduff: Johannes Martin Kränzle 
Banquo: Dietrich Volle 
Duncan / First Apparition: Hans-Jürgen Lazar
Malcolm: Peter Marsh  
Lennox: Michael McCown  
A Porter: Franz Mayer
An old Man: Carlos Krause
A Murderer: Gérard Lavalle
A Servant / A second Murderer: Viktor Tsevelev
Lady Macduff / Third Apparition: Barbara Zechmeister
Witches: Sonja Mühleck, Michaela Friedrich, Enikő Boros
Son of Macduff: Solist der Aurelius Sängerknaben Calw


Zur Wiederaufnahme in der Saison 2006/07:
„Beeindruckter Jubel im Publikum. Die Frankfurter Oper setzt mit diesem hochexpressiven Abend ihren Höhenflug fort.“ – „Blochs Macbeth - eine lohnende Entdeckung!“ – „Das Publikum bejubelte eine packende Aufführung.“ So beurteilte die Presse in der Spielzeit 2004/05 die Neuinszenierung von Macbeth, der einzigen Oper des Schweizer Komponisten Ernest Bloch (1880-1959).

Das Werk feierte am 7. November 2004 in der Regie von Keith Warner an der Oper Frankfurt Premiere. Warner, einer der bedeutendsten britischen Regisseure unserer Zeit, inszenierte hier u.a. Rossinis La Cenerentola und Brittens Death in Venice. Die musikalische Leitung dieser ersten Wiederaufnahme liegt nun bei dem Engländer Martyn Brabbins. In Frankfurt leitete er 2004 Dallapiccolas Volo di notte und Il prigioniero, gleichfalls in der Inszenierung von Keith Warner. Die Titelpartie des Macbeth übernimmt – wie bereits in der Premieren-Serie – der Bass-Bariton Daniel Sumegi. Er gastierte in der Vergangenheit an der New Yorker Met und an zahlreichen weiteren amerikanischen Opernhäusern sowie in Paris, London und Wien. Daneben weist die Besetzungsliste einige Neuerungen auf: In der Premierenserie sang Taina Piira noch eine der Hexen, nun übernimmt sie die Partie der Lady. Die Finnin war 2004/05 kurzzeitig Frankfurter Ensemblemitglied. Aus dem Ensemble ist Johannes Martin Kränzle als Macduff neu besetzt. Der Bariton fügte kürzlich mit überragendem Erfolg seinem großen Repertoire den Grjasnoi in Rimski-Korsakows Zarenbraut hinzu. Ensemblemitglied Peter Marsh ist erstmals vom Diener und Mörder zum Königssohn Malcolm „aufgestiegen“. Sein Rollendebüt als Porter gibt Kammersänger Franz Mayer. Zudem sind Ensemblemitglied Sonja Mühleck als Hexe und Chorsolist Viktor Tsevelev als Diener und Mörder erstmals in dieser Produktion besetzt. Alle weiteren Sänger haben ihre Partien bereits in der Premieren-Serie verkörpert.

Macbeth ist die einzige Oper Ernest Blochs, der einer in Genf ansässigen jüdischen Familie entstammt. Die Oper wurde am 30. November 1910 an der Opéra-Comique in Paris zur Uraufführung gebracht. Die Handlung ist hinlänglich bekannt, nicht zuletzt durch die ältere Vertonung Verdis: Angespornt durch seine machtgierige Ehefrau strebt Macbeth nach der schottischen Königskrone und schreckt dabei auch vor Mord nicht zurück. Doch sein Plan geht nicht auf – er selbst findet den Tod auf dem Schlachtfeld, und seine Frau endet im Wahnsinn. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zu Macbeth von: Salvatore Sciarrino
Musiktheater in drei Akten

Uraufführung: 2002

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
(in Kooperation mit der Hochschule für Musik Mainz)

Premiere: 21. Mai 11

Musikalische Leitung: Clemens Heil
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühne: Stefan Heyne
Kostüme: Sigi Colpe

Mit Mitgliedern des Jungen Ensembles

www.staatstheater-mainz.de

Zu Macbeth von: Giuseppe Verdi

Text von:
Francesco Maria Piave

Uraufführung: 14. März 1847 (Florenz, Teatro della Pergola)
Revidierte Fassung: 21. April 1865 (Paris, Théatre-Lyrique)

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:
Koproduktion mit Nikikai Opera Foundation Tokyo

Premiere: 10. Dezember 11

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer / William Lacey (15.12.)
Inszenierung: Peter Konwitschny
Bühne: Jörg Kossdorff
Kostüme: Michaela Mayer-Michnay
Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo
Dramaturgie: Bettina Bartz, Bernd Krispin

Besetzung:

Macbeth:
Marco di Felice
Lady Macbeth: Amarilli Nizza
Banquo: James Moellenhoff
Macduff: Giuseppe Varano
Duncan, König von Schottland: Bert Franzke
Malcolm: Norman Reinhardt
Kammerfrau der Lady: Jean Broekhuizen
Ein Arzt: Milcho Borovinov

Chor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester

Shakespeares berühmtes schottisches Königsdrama bekommt in seiner Vertonung durch den italienischen Musikdramatiker eine rasante Lebendigkeit, die verblüfft, amüsiert und unterhält, aber auch tief im Herzen anrührt. Verdi räumt den Hexen noch mehr Raum ein als Shakespeare. Alle mächtigen Könige müssen im Laufe der Handlung erfahren, wie schwach sie sind. Ihr Aufstieg und Untergang ist lange schon in der Hexenküche vorbereitet worden. Eigentlich ist »Macbeth«, da 1847 uraufgeführt, ein Frühwerk, aber Verdi sagte von dieser Oper, dass er sie mehr liebe als alle anderen. Als er 1865 die Gelegenheit bekam, sie noch einmal in Paris herauszubringen, änderte er sehr wenig. Die berühmte Schlafwandelszene der Lady Macbeth beispielsweise ließ er unangetastet.

Peter Konwitschny inszeniert die Doppelgesichtigkeit der Weltgeschichte: Spuk findet nicht nur in der Hexenküche statt, sondern ist allgegenwärtig. Durch die Anwesenheit der Hexen werden perfide Mechanismen entlarvt, werden berechnende Politik und skrupelloses Machtstreben lächerlich gemacht, gleichzeitig aber auch die Tragik der Menschen gezeigt, die sich dem mörderischen Geschehen nicht entziehen können. Der berühmte Chor »Patria oppressa« (Unterdrücktes Vaterland) wirkt wie ein Innehalten im permanenten Schlachtfieber. Nicht große Generäle und Politiker sind für Verdi die Hoffnungsträger. Dieses ergreifende Musikstück zeigt auch deutlich, dass Verdis Sympathien bei den Opfern der Weltpolitik liegen. Und wie in »Aida«, »Traviata« und »Rigoletto« plädiert Verdi auch hier für die humanen und liebenswerten Seiten gerade in den Figuren, die von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Kein Wunder, dass die Hexen bei ihm wenig Dämonisches haben und eher wie außer Rand und Band geratene Hausfrauen wirken. Die Ausstattung stammt vom selben Team, mit dem Peter Konwitschny auch »Così fan tutte«, »Aida«, »Alkestis« und »Iphigenie in Aulis« kreiert hat. Jörg Kossdorff entwarf das Bühnenbild und Michaela Mayer-Michna die Kostüme. Unter der Leitung von Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer singen und spielen der Chor der Oper Leipzig und das Gewandhausorchester. In den Hauptrollen zu erleben sind Amarilli Nizza und Marco di Felice als skrupelloses Ehepaar Macbeth, Bert Franzke (Duncan), James Moellenhoff (Banquo), Giuseppe Varano (Macduff) und Norman Reinhardt (Malcolm). [© Oper Leipzig]

www.oper-leipzig.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
22. Mai 05

Wiederaufnahmepremiere Saison 2005/06: 6. Januar 06


Musikalische Leitung:
Premiere: Paolo Carignani
Wiederaufnahme 05/06: Pier Giorgio Morandi
Wiederaufnahme 06/07: Martyn Brabbins
Inszenierung: Calixto Bieito
Bühnenbild: Alfons Flores
Kostüme: Nicola Reichert
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Frank Keller
Chor: Alessandro Zuppardo


Besetzung: 
Premiere 04/05 / Wiederaufnahmepremiere 05/06

Macbeth:
Željko Lučić / Marco Vratogna
Banquo: Magnus Baldvinsson / Gregory Frank
Lady Macbeth: Caroline Whisnant / Caroline Whisnant
Kammerfrau der Lady Macbeth: Lina Tetruashvili / Barbara Zechmeister /
Macduff:
Mathias Zachariassen / Edgaras Montvidas
Malcolm: Edgaras Montvidas / Hans-Jürgen Lazar (2. und 4.6.) / Peter Marsh
Ein Arzt: Florian Plock / Florian Plock /
Ein Diener Macbeths / Ein Mörder / Ein Herold:
Gérard Lavalle / Gérard Lavalle
Drei Erscheinungen: Michaela Friedrich, Bockyoung Kim, Zoltan Winkler / Jadranka Petrovič, Bockyoung Kim, Zoltan Winkler /
König Duncan:
Wilfried Elste / Wilfried Elste

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper


Besprechung auf kulturfreak.de

Neben seinen Arbeiten nach Vorlagen Schillers nehmen die Vertonungen der Dramen Shakespeares einen wichtigen Platz im Schaffen von Giuseppe Verdi (1813-1901) ein.
Die Uraufführung seines Macbeth fand 1847 in Florenz statt, vom Publikum mit Befremden aufgenommen. Hatte doch Verdi hier erstmals die Kompositionsmuster der traditionellen Nummernoper hinter sich gelassen und den Weg zur „durchkomponierten“ Form eingeschlagen. Diesen Weg ging er achtzehn Jahre später noch konsequenter, als er den Auftrag einer Umarbeitung des Werkes für Paris erhielt. Jene Fassung des Macbeth wurde schließlich 1865 erstmals herausgebracht und liegt der Neuproduktion der der Frankfurt zugrunde.

Angetrieben von seiner machtgierigen Ehefrau erlangt der ehrgeizige Feldherr Macbeth durch die Ermordung des rechtmäßigen Herrschers die Krone Schottlands. Doch findet er durch seine Gegner den Tod auf dem Schlachtfeld, Lady Macbeth – geplagt von ihrem schlechten Gewissen – stirbt im Wahnsinn.

Die musikalische Leitung der Neuproduktion lag bei Generalmusikdirektor Paolo Carignani.

Seit mehreren Spielzeiten hält der spanische Regisseur Calixto Bieito die europäische Theaterszene in Atem und kehrte nach Massenets Manon (2002/03) zurück nach Frankfurt. Kurz zuvor sorgte er mit seiner umstrittenen Sicht auf Mozarts Entführung in Berlin und das Verismo-Doppel Cavalleria rusticana / I Pagliacci in Hannover für Aufsehen.

Das kurzfristiges Einspringen der Amerikanerin Caroline Whisnant als Probencover für Susan Bullocks Elektra machte letzte Saison großen Eindruck in Frankfurt und zog ihr Hausdebüt als Lady Macbeth nach sich.
Die Sängerin ist fest am Nationaltheater Mannheim engagiert.

„Es ist leicht, Bieito der Effekthascherei zu bezichtigen. Es ist jedoch schwierig, die innere Stringenz seines überrealistischen und visionären Universums abzustreiten.“ So beurteilte die italienische Tageszeitung La Repubblica die Neuinszenierung von Verdis Macbeth aus der Spielzeit 2004/05, die am 22. Mai 2005 in Frankfurt Premiere feierte. Der sogenannte spanische „Skandalregisseur“ Calixto Bieito hatte das erwartungsfroh gestimmte Publikum nicht enttäuscht: Eine fast ausverkaufte Aufführungsserie nach der Premiere spricht hier eine deutliche Sprache. Nun wird diese Produktion zum ersten Mal wiederaufgenommen, und der Programmzettel weist einige Umbesetzungen auf: Die Titelpartie übernimmt der italienische Bariton Marco Vratogna, der erst kürzlich in Frankfurt mit seiner Darstellung des Renato in Claus Guths Sicht auf Verdis Maskenball einen weiteren großen Erfolg verbuchen konnte. Zuvor hatte er sich hier u.a. als Scarpia in Tosca sowie Verdis Nabucco präsentiert. Wie in der Premiere ist Caroline Whisnant als Lady Macbeth zu erleben. Aus dem Ensemble übernehmen erstmals in dieser Inszenierung Gregory Frank den Banquo, Barbara Zechmeister die Kammerfrau und Peter Marsh den Malcolm. Die zuletzt genannte Partie hatte in der Premierenserie Edgaras Montvidas gesungen; nun übernimmt er den Macduff. Alle übrigen Partien sind hinsichtlich der Premiere unverändert mit Ensemblemitgliedern und Chorsolisten der Oper Frankfurt besetzt, wobei auch der Schauspieler Wilfried Elste wieder als König Duncan zu erleben ist. Am Pult des Museumsorchesters steht Pier Giorgio Morandi, dem Frankfurter Opernpublikum bekannt als Dirigent von Puccinis Tosca und Madame Butterfly sowie Boitos Mefistofele. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de
 

Madame Butterfly
Tragedia giapponese in drei Akten
 
Von: Giacomo Puccini
Libretto von: Luigi Illica und Giuseppe Giocosa (nach dem Schauspiel von David Belasco)
Deutsche Fassung von: Joachim Herz und Klaus Schlegel

Uraufführung: 17. Februar 1904 (Mailand, Teatro alla Scala)
Zweitfassung: 28. Mai 1904 (Brescia, Teatro Grande)

Zur Inszenierung des Theater Aachen:

Premiere:
19. September 10

Musikalische Leitung:  Daniel Jakobi
Inszenierung: Alexander von Pfeil
Bühne: Piero Vinciguerra
Kostüm: Sabine Blickenstorfer
Dramaturgie: Kai Weßler
Choreinstudierung: Andreas Klippert
 
Besetzung:

Cio-Cio- San: 
Irina Popova
Pinkerton: Yikun Chung
Suzuki:  Leila Pfister
Kate Pinkerton: Foteini-Niki Grammenou
Sharpless Hrólfur: Saemundsson
Goro: Patricio Arroyo
Yamadori: Louis Kim
Priester: Pawel Lawreszuk
Kommissar: Jorge Escobar
Onkel: Johannes Piorek
Standesbeamter: Manfred Reiner
Mutter:  Margarita Dymshits
Tante: Corinna Heller
Cousine: Antonella Schiazza

Opernchor Theater Aachen, Extrachor Theater Aachen
sinfonieorchester Aachen

www.theater-aachen.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
15. Januar 10

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Katharina Wagner
Szenische MItarbeit: Alexander Busche
Bühnenbild und Licht: Monika Gora
Kostüme: Thomas Kaiser
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Garsten Jenß
Dramaturgie-Hospitanz: Claudia lsabel Martin
Übertitelung: Bettina Hentschel
Regie-Assistenz: Holger Liebig
Bühnenbild-Assistenz: Caroline Jarczyk
Kostüm-Assistenz: Susanne Reul
Inspizienz: Eckhard Wagner
Souffleuse: Iris Conradi
Hospitanz Soufflage: Bettina Hentschel
Textfassung Übertitel: Garsten Jenß

Besetzung:

Cio-Cio San, genannt Butterfly:
Abbie Furmansky
Suzuki: Patricia Roach
Kate Pinkerton: Cornelia Langhals
Pinkerton: Sergio Blazquez
Sharpless: Patrick Pobeschin
Goro: Alexander Kröner
Der Fürst Yamadori: Patrick Hörner
Onkel Bonzo: Hans-Otto Weiß
Yakuside: Soung-Teak Moon
Kaiserlicher Kommissar: Ion Grigorescu
Standesbeamter: Si Jae Lee
Die Mutter Cio-Cio Sans: Ewa Wargin
Die Tante: Katja Ladentin
Die Kusine: Elisabeth Stradalski

Statisterie des Staatstheaters Mainz (Leitung Dieter Rößier)
Chor des Staatstheaters Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

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MadameButterfly_StaatstheaterMainz_11©MartinaPipprich
Madame Butterfly
Staatstheater Mainz
Alexander Kröner, Sergio Blazquez, Abbie Furmansky, Hans-Otto Weiß, Patricia Roach, Chor
Foto:
Martina Pipprich

Giacomo Puccini schuf mit Madame Butterfly eine “japanische Tragödie”, die durch ihre subtile Verarbeitung musikalischer Motive besticht. Anstelle einer wirklichen Begegnung zweier Menschen behauptet am Ende die Tradition ihr tödliches Recht.

www.staatstheater-mainz.de

Manon Lescaut
Oper in vier Akten

Von: Giacomo Puccini
Uraufführung: 1. Februar 1893 (Turin; Teatro Regio)

Zur Inszenierung des Theater Freiburg:

Premiere:
26. November 11

Musikalische Leitung: Gerhard Markson
Regie: Yona Kim
Bühne: Evi Wiedemann
Kostüme: Hugo Holger Schneider
Chor: Bernhard Moncado
Dramaturgie: Dominica Volkert
Studienleitung: Thomas Schmieger
Musikalische Assistenz: Norbert Kleinschmidt
Korrepetition: Johannes Knapp, Alison Luz
Regieassistenz und Abendspielleitung: Tim Jentzen
Inspizienz: Brigitte Schäfer
Bühnenbildassistenz: Wolfram Jantsch
Kostümassistenz: Annika Kneusslin
Bühnenbildhospitanz: Katja Pech
Kostümhospitanz: Eleonora Arnold
Übertitel: Norbert Eßer / Sigrid Winter
Sprachcoaching: Maria Luigia Wigand

Besetzung:

Manon Lescaut:
Jana Havranová / Christina Vasileva
Lescaut: Juan Orozco
Des Grieux: Gaston Rivero / Ricardo Tamura
Geronte: Jin Seok Lee
Edmond Christoph: Waltle
Musiker: Susana Schnell*
Wirt: Kyungmin Cha
Ballettmeister: Volker Stief
Lampenanzünder: Christoph Waltle
Sergeant: Marcelo de Souza-Felix
Kapitän: Lorenz Minth

Philharmonisches Orchester Freiburg
Opern- und Extrachor des Theater Freiburg
Statisterie des Theater Freiburg
*Stipendiatin der TheaterFreunde 2011/2012

Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge

Das Leben als ständige Flucht, die Zukunft ein nie zu erreichendes Sehnsuchtsziel: Vier Akte, vier Orte, die es jeweils vorschnell zu verlassen gilt, markieren den tragischen Weg der Manon auf ihrer Suche nach wahrem Leben. Amiens, Paris, Le Havre heißen diese Stationen, bevor es nach Amerika geht, in dessen Wüste der Lebenstraum zerplatzt, die Titelheldin buchstäblich verdurstet. Ein starkes Selbstbewusstsein und erstaunlich arglose Liebesgefühle, knallhartes Kalkül und naive Vertrauensseligkeit zeichnen diese höchst schillernde Frauengestalt gleichermaßen aus, mit der Giacomo Puccini 1893 zielstrebig seine eigene Erfolgsgeschichte zu schreiben beginnt. Umrundet von Männern, deren Motivationen und Lebensmaximen genauso undurchsichtig sind wie ihre eigenen, stellt Manon einen Prototyp des modernen Menschen an der Schwelle zum neuen Jahrhundert dar: hoffnungsvoll und angstbesessen im Angesicht von Zeitenwenden. [© Theater Freiburg]

Mit Unterstützung der EXCELLENCE-Initiative der TheaterFreunde Freiburg

www.theater.freiburg.de

Zur Inszenierung der Oper Bonn:

Premiere:
25. September 11

Musikalische Leitung:  Stefan Blunier/Christopher Sprenger
Inszenierung: Christine Mielitz
Bühne: Hartmut Schörghofer
Kostüme: Corinna Crome
Video: Thomas Zengerle
Choreinstudierung: Sibylle Wagner

Besetzung:
Manon Lescaut:
Katrin Kapplusch/Galina Shesterneva
Lescaut, Sergeant: Mark Morouse
Renato Des Grieux: Michael Ende
Geronte de Ravoir: Ramaz Chikviladze
Edmondo: Tansel Akzeybek/Mark Rosenthal
Ein Musiker: Kathrin Leidig

Chor des THEATER BONN
Beethoven Orchester Bonn

www.theater-bonn.de

Maria de Buenos Aires
Operita in zwei Teilen

Von:
Astor Piazzolla
Text: Horacio Ferrer

Maria Stuarda

Von:
Gaetano Donizetti
Uraufführung: 30. Dezember 1835 (Mailand, Teatro alla Scala)

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere:
24. April 10

Musikalische Leitung:  Martin Lukas Meister
Inszenierung: Alfonso Romero Mora
Bühne: Dirk Hofacker
Kostüme: Gabriela Salaverri
Choreinstudierung: André Weiss

Besetzung:

Maria Stuarda:
Adréana Kraschewski
Elisabetta: Katrin Gerstenberger
Roberto, Conte di Leicester: Angelo Scardina
Lord Guglielmo Cecil: Oleksandr Prytolyuk
Giorgio Talbot: John In Eichen
Anna Kennedy: Margaret Rose Koenn
Elisabeth: Stephanie Theiß

Besprechung auf kulturfreak.de

Maria Stuarda
Staatstheater Darmstadt
Elisabetta (Katrin Gerstenberger), Elisabeth (Stephanie Theiß)
Foto:
Barbara Aumüller

Elisabeth I., Königin von England, und Maria Stuart, Königin von Schottland, sind Rivalinnen, nicht nur um den Thron, sondern auch in der Liebe. Beide lieben den Grafen Leicester . Elisabeth hält ihre Kontrahentin Maria schon seit Jahren gefangen, kann sich jedoch nicht zu einer endgültigen Entscheidung über ihr Schicksal durchringen. Durch Vermittlung Leicesters kommt es zu einer direkten Begegnung der beiden Rivalinnen, die in eine offene Konfrontation ausartet: Elisabeth bezichtigt Maria des Ehebruchs und des Verrats, Maria nennt Elisabeth einen Bastard.

Maria Stuarda (1834) gehört ebenso wie Anna Bolena (1830) und Roberto Devereux (1837) zur Königinnen-Trilogie Donizettis. Schillers Trauerspiel Maria Stuart bildete die Vorlage. Donizetti geht es in seiner Fassung jedoch weniger um die Staatsintrige. Er konzentriert sich vielmehr auf die beiden außergewöhnlichen Charaktere. Mit der eskalierenden Begegnung und Konfrontation der beiden Königinnen gelingt Donizetti dabei eine der eindrucksvollsten musikalischen Szenen seines Schaffens. [© Staatstheater Darmstadt]

www.staatstheater-darmstadt.de

Ein Maskenball (Un Ballo in Maschera)
Oper in drei Akten

Von: Giuseppe Verdi
Text: Antonio Somma, nach dem Drama Gustave III von Eugène Scribe

Uraufführung: 17. Februar 1859 (Rom, Teatro Apollo)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
14. Januar 12

Musikalische Leitung: Andreas Hotz
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühne und Kostüme: Marc Weeger / Silke Willrett
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez Laverny
Dramaturgie: Carsten Jenß

Besetzung:

Graf Richard von Warwick, Gouverneur von Boston Riccardo:
Zurab Zurabishvili / Sergei Dobrishevskiy
Renato: Heikki Kilpeläinen
Amelia: Ruth Staffa
Ulrica: Sanja Anastasia
Oscar: Tatjana Charalgina
Silvano, Matrose: Patrick Pobeschin
Samuel, Verschworener: José Gallisa
Tom, Verschworener: Ks. Hans-Otto Weiss
Ein Richter: Ks. Jürgen Rust
Ein Diener Amelias: Chorsolo


Alles ist Maske,nur der Tod nicht. – E. M. Cioran –

Riccardo, Gouverneur von Boston, wird von einer Verschwörung bedroht. Außerdem setzt er sein Leben durch die Liebe zu Amelia, der Frau seines engsten Vertrauten Re nato, aufs Spiel. Als die Wahrsagerin Ulrica verbannt werden soll, will sich Riccardo selbst ein Bild von ihr machen. Inkognito, als Fischer verkleidet, lässt er sich von ihr die Zukunft vorhersagen. Ulrica erkennt in ihm einen Mächtigen, und ihre Prognose ist finster. Renato, durch die Liebe zwischen Riccardo und seiner Frau verletzt, wird zum erbitterten Feind des Gouverneurs. Das Los bestimmt ihn zum Attentäter, der Maskenball wird zum Ort der Abrechnung. Giuseppe Verdis „Maskenball“ wurde 18 59 in Rom aufgeführt. Der Weg zur Uraufführung war durch Eingriffe der Zensur erschwert und verleidete Verdi zwischenzeitlich ganz die Arbeit an dem Werk: Im Mittelpunkt sollte ursprünglich der schwedische König Gustav I I I. stehen, ein Königsmord auf offener Bühne schien den Behörden in Anbetracht des Attentats auf Napoleon I I I. in Neapel im Jahre 18 49 zu gefährlich. So wurde die Handlung schlussendlich nach Boston verlegt und ein Gouverneur zum Protagonisten. In dieser „Maskierung“ erlebte die Oper ihre Uraufführung. Gelächter und Verzweiflung liegen in diesem unvergleichlich dichten Werk Giuseppe Verdis eng beieinander.

Andreas Hotz, der sein Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt „Mit Auszeichnung“ abschloss, wurde 2008 als bis dato einziger deutscher Dirigent Preisträger des renommierten Dirigier-Wettbewerbs „Sir Georg Solti“. Seither gastiert er regelmäßig bei vielen Orchestern im In- und Ausland wie der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, der Jenaer Philharmonie, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, den Nürnberger Sinfonikern, der Polnischen Kammerphilharmonie und dem Melbourne Victoria Symphony Orchestra. Nach ersten Engagements an der Oper Frankfurt und dem Staatstheater Darmstadt wechselte er 2006 als 1. Koordinierter Kapellmeister ans Pfalztheater Kaiserslautern. Seit der Saison 2010/2011 ist Andreas Hotz als 1. Kapellmeister am Staatstheater Mainz engagiert, wo er in dieser Saison u. a. Smetanas „Verkaufte Braut“, Szymanowskis „König Roger“ und Mozarts „Idomeno“ sowie das 3. Sinfoniekonzert leitet. Der mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnete Dirigent ist daneben seit 2005 als Dozent für Orchesterleitung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt tätig.

Tatjana Gürbaca, mehrfach in der Zeitschrift Opernwelt für ihre Produktionen nominiert und Preisträgerin des „Ring Award“, studierte Regie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Ihre Ausbildung wurde ergänzt durch Meisterkurse u. a. bei Ruth Berghaus und Peter Konwitschny. Es folgten Engagements an Häusern wie der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper Berlin, der Wiener Volksoper, der Oper Graz, der Oper Leipzig, der Deutschen Oper am Rhein, dem Theater Bremen, am Festspielhaus Baden-Baden, der Opera Novosibirsk, beim Lucerne Festival u. v. a. Für die Vlaamse Opera erarbeitet sie derzeit einen Tschaikowsky-Zyklus. Ab Beginn der Spielzeit 2011/12 ist Tatjana Gürbaca Operndirektorin am Staatstheater Mainz, wo sie bereits mehrfach inszenierte. [© Staatsthater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de

Zur Inszenierung des Theater Freiburg:

Premiere:
13. März 10

Musikalische Leitung: Gerhard Markson
Regie: Joan Anton Rechi
Bühne: Alfons Flores
Kostüme: Moritz Junge
Video & Animation: Martin Urrigshardt
Chor: Bernhard Moncado
Dramaturgie: Dominica Volkert
Studienleitung: Thomas Schmieger
Musikalische Assistenz: Norbert Kleinschmidt
Korrepetition: Jimmy Chiang, Johannes Knapp
Regieassistenz: Benjamin Glück
Ausstattungsassistenz: Marta Ormian
Dramaturgiehospitanz: Rebecca Metzger
Soufflage: Gudrun Mühlen-Nitzsche
Sprachcoaching: Maria Luigia Wigand
Inspizienz: Petra Deißler-Benoit

Besetzung:
Riccardo:
Germán Villar
Renato: Juan Orozco
Amelia: Rossella Ragatzu
Ulrica: Anja Jung
Oscar: Lini Gong
Silvano: Matthias Flohr / Pascal Hufschmid
Samuel: Jin Seok Lee
Tom: Gary Jankowski
Richter: Volker Stief
Diener: Ulrich Himmelsbach

Philharmonisches Orchester Freiburg

Mit Unterstützung der EXCELLENCE-INITIATIVE der TheaterFreunde.de

Nannte Richard Strauss seine »Salome« ein »Scherzo mit tödlichem Ausgang«, so trifft dieses Spiel mit Kontrasten erst Recht auf Giuseppe Verdis »Ein Maskenball« zu: Galanterie, Komödie und Leichtsinn stehen unmittelbar neben hoffnungsloser Leidenschaft, gefährlicher Eifersucht und eiskaltem Mord. Unentrinnbar ist das Schicksal, das von Anbeginn als prophetische Weissagung über der Handlung liegt: Das Leben ein tödliches Spiel – unvorhersehbar und vielschichtig verwoben sind die Ereignisse, die zum tragischen Ausgang führen. »Dramatische Charaktere, gemischte Farben und Lebendigkeit der Motivationen« fordert Verdi in den fünfziger Jahren von den neuen Opern, und: keine l’art pour l’art, sondern die Wahrheit der Gefühle. Auch wenn die Zensur 1859 verlangte, dass die historisch brisante Handlung des schwedischen Königsmordes ins ferne Amerika verlegt wird, konnte das der inneren Dynamik dieses Schicksalsdramas nichts anhaben. [© Theater Freiburg]

www.theater.freiburg.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
2. Oktober 05

Wiederaufnahmepremiere Saison 2008/09: 30. August 08
Wiederaufnahmepremiere Saison 2006/07: 9. Februar 07


Musikalische Leitung: Paolo Carignani / János Ács /
Carlo Franci / Roland Böer / Julia Jones / Hartmut Keil (Februar, März 2009)
Regie: Claus Guth
Bühnenbild: Christoph Sehl
Kostüme: Anna Sofie Tuma
Dramaturgie: Hendrikje Mautner
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo


Besetzung:

Amelia:
Silvana Dussmann / Micaela Carosi /
Silvana Dussmann / Ann-Marie Backlund / Elena Zelenskaja / Eva-Maria Westbroek (Februar, März 2009)
Riccardo: Carlo Ventre /
Boiko Zvetanov /Carlo Ventre / Tito Beltran / Héctor Sandoval
Renato: Marco Vratogna / Zeljko Lucic / Zeljko Lucic / Boaz Daniel / Sungkon Kim (Februar, März 2009)
Ulrica: Ildikó Szönyi / Brigitte Pinter / Elzbieta Ardam / Tanja Ariane Baumgartner / Meredith Arwady (Februar, März 2009)
Oscar: Anna Ryberg / Britta Stallmeister / Britta Stallmeister / Anna Ryberg / Simona Šaturová / Brenda Rae (Februar, März 2009)
Silvano: Nathaniel Webster / Michael Nagy / Nathaniel Webster / Sungkon Kim / Mitglied des Opernstudios (Februar, März 2009)
Samuel: Magnus Baldvinsson / Bálint Szabó / Florian Plock / Matias Tosi / Magnus Baldvinsso (Februar, März 2009)
Tom: Michail Schelomianski / Gregory Frank / Simon Bailey / Gregory Frank  / Florian Plock
Richter: Christian Dietz / Michael McCown / Michael McCown

grün = Wiederaufnahme Saison 2006/07
blau = Wiederaufnahme Saison 2008/09

Mit Ein Maskenball von Giuseppe Verdi (1813-1901) gab der 1964 in Frankfurt geborene Regisseur Claus Guth 2005/06 sein erfolgreiches Hausdebüt an der Oper Frankfurt. Ein begeisterter Rezensent fragte sich: „In welchem Milieu ließe sich schließlich Verdis Oper über die fatalen Folgen des Verbergens und Verkennens, über Täuschungen und Enttäuschungen besser ansiedeln als in der Umgebung von Politikern, die für die Teilhabe an der Macht oft bereit sind, Überzeugung, Glaubwürdigkeit und Moral zu verraten?“ Guth gilt als einer der renommiertesten Regisseure der jüngeren Generation. Zu seinen letzten Arbeiten gehören Puccinis Il trittico an der Oper Frankfurt und Wagners Das Rheingold an der Hamburgischen Staatsoper als Auftakt seiner Inszenierung des Ring des Nibelungen. Zur Handlung: Riccardo liebt heimlich Amelia, die Frau seines besten Freundes Renato. Als dieser das Geheimnis entdeckt, beschließt er, den vermeintlichen Nebenbuhler zu töten. Auf einem Maskenball teilt der reuige Riccardo Amelia mit, dass ihre Liebe keine Erfüllung finden könne. Er plant, Renato und seine Frau außer Landes zu schicken. Die Situation missdeutend, begeht Renato den Rachemord. Die Prophezeiung der Wahrsagerin Ulrica hat sich erfüllt: Riccardo stirbt durch die Hand eines Freundes. In der zweiten Wiederaufnahme dieser Produktion sind fast alle Hauptpartien neu besetzt: Die russische Sopranistin Elena Zelenskaja ist seit 1995 Mitglied des Bolschoi Theaters in Moskau und verkörperte Amelia u.a. auch an der Seite von Placido Domingo an der Metropolitan Opera in New York. Puccinis Tosca führt sie 2009 an die Opéra de la Bastille in Paris. Héctor Sandoval (Riccardo) ist Mexikaner und gehört zu den vielversprechendsten Tenören der jüngeren Generation. In dieser Inszenierung stellt er sich erstmals dem Frankfurter Opernpublikum vor. Seit 1998 ist der Israeli Boaz Daniel (Riccardo) Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper und kehrt nun nach einem Einspringen als Marcello in Puccinis La Bohème 2007/08 an den Main zurück. Tanja Ariane Baumgartner (Ulrica), Ensemblemitglied am Luzerner Theater, übernahm in Paolo Carignanis letztem Konzertdirigat an der Oper Frankfurt den Altpart in Beethovens 9. Sinfonie, während Simona Šaturová (Oscar) das Frankfurter Opernpublikum vor allem als Madama Cortese in Rossinis Die Reise nach Reims begeisterte. Am Pult steht erstmals bei dieser Produktion die Engländerin Julia Jones. Bei den Vorstellungen im Februar / März 2009 kommen auf der Bühne sowie im Graben die jeweiligen Alternativbesetzungen zum Einsatz. [© Oper Frankfurt]

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline oder online unter
www.oper-frankfurt.de (externer Link) erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10%

Mazeppa
Oper in drei Akten

Von:
Piotr I. Tschaikowsky
Uraufführung: 18. Februar 1884 (Moskau, Bolschoi-Theater)

Zur Inszenierung des Theater Bremen:

Premiere:
6. November 10

Musikalische Leitung: Daniel Montané 
Regie: Tatjana Gürbaca 
Bühne: Klaus Grünberg 
Kostüme: Silke Willrett 
Chor: Daniel Mayr
Dramaturgie: Juliane Luster
 
Besetzung:
Mazeppa:
Jacek Strauch
Maria: Nadine Lehner
Ljubow L. Kotschubey: Tamara Klivadenko
Wassili L. Kotschubey: Loren Lang
Andreij: Michael Baba
Iskra: Randall Bills
Filipp Orlik: Chrisitian Hübner
Betrunkener Kosak: Alexander Gamiev

Bremer Philharmoniker

Als zweite Opernproduktion in dieser Spielzeit feiert die Tschaikowsky-Oper „Mazeppa“ am 6. November im Theater am Goetheplatz Premiere. Regisseurin Tatjana Gürbaca inszeniert damit nach „Eugen Onegin“ den zweiten Teil der Tschaikowsky-Kooperation mit der Vlaamse Opera Antwerpen. Zusammen mit „Le Grand Macabre“ ist „Mazeppa“ ihre dritte Produktion am Theater Bremen. Die selten gespielte Oper des Komponisten knüpft an die politischen Ereignisse in Russland um 1700 an. Ins Zentrum stellt Tschaikowsky die junge Maria, die ihre die gesellschaftlichen Konventionen sprengende Liebe zu dem viel älteren Mazeppa über alles stellt. Als Folgen dieser kompromisslos gelebten Liebe stehen Verrat, Folter, Mord und nicht zuletzt die in den Wahnsinn abdriftende Maria.
Der Bariton Jacek Strauch übernimmt nach Engagements an der Bayerischen Staatsoper, der Komischen Oper Berlin und an der English National Opera die Titelrolle des Mazeppa.
Publikumsliebling Nadine Lehner die bereits seit 2004 am Haus ist wird als Maria auf der Bühne zu sehen sein. In der vergangenen Spielzeit feierte sie in der Partie der Tatjana aus „Eugen Onegin“ bereits große Erfolge in Bremen. Verantwortlich für die Bühne zeichnet, wie schon bei der Bremer Inszenierung von Ligetis „Le Grand Macabre“, Klaus Grünberg. [© Theater Bremen]
 

www.theaterbremen.de

Medea
Von: Aribert Reimann

Uraufführung: 28. Februar 2010 (Wien, Staatsoper Wien)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere: 5. September 10

Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Regie, Bühnenbild und Licht:
Marco Arturo Marelli
Kostüme:
Dagmar Niefind

Besetzung:

Medea:
Claudia Barainsky
Gora, ihre Amme:
Tanja Ariane Baumgartner
Jason:
Michael Nagy
Kreon, König von Korinth:
Michael Baba
Kreusa:
Paula Murrihy
Ein Herold:
Tim Severloh

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de

Medea
Oper Frankfurt
Medea (Claudia Barainsky), Kreusa (Paula Murrihy) und Jason (Michael Nagy)
Foto:
Barbara Aumüller

Aribert Reimann, 1936 in Berlin geboren, zählt zu den bedeutendsten und gefragtesten Komponisten der Gegenwart. Er begann bereits im Alter von zehn Jahren mit dem Komponieren von Klavierliedern. Knapp zwanzig Jahre später wurde seine erste Oper Ein Traumspiel nach dem gleichnamigen Schauspiel von August Strindberg in Kiel uraufgeführt. Weitere Bühnenwerke nach bedeutenden literarischen Stoffen folgten (u.a. Strindbergs Die Gespenstersonate, Kafkas Das Schloß, Lorcas Bernarda Albas Haus). Auch mit seiner achten Oper, der am 28. Februar 2010 an der Wiener Staatsoper uraufgeführten Medea, bleibt er dieser Linie treu. Hierbei verwendete er das Schauspiel Franz Grillparzers als Vorlage einer – wie die Presse konstatierte – „Opernuraufführungssternstunde“.
Die Deutsche Erstaufführung dieser Produktion in neuer Besetzung ist nach Troades (1992) und Lear (2008) bereits das dritte Werk Reimanns, das an der Oper Frankfurt aufgeführt wird.

Zum Inhalt: Medea unterstützte Jason beim Raub des zuvor von ihrem Vater entwendeten Goldenen Vlieses und musste daher zusammen mit dem Geliebten die Heimat verlassen. Mit ihren beiden Kindern und der Amme Gora suchen sie nun Schutz in Jasons Heimat am Hof des korinthischen Königs Kreon. Dort trifft Jason auf Kreusa, seine Jugendliebe und Tochter des Königs, die ihn und seine Kinder freundlich aufnimmt. Medea hingegen fühlt sich als Fremde, die noch dazu von ihrem Mann aufgefordert wird, sich in seine Kultur einzufügen und das Kopftuch abzulegen. Ein Herold kommt an den Hof und erläutert dem König die Gründe für die Verbannung der beiden. Daraufhin sagt sich Jason von Medea los, um sein Bleiben in Korinth zu sichern. Medeas Kinder werden ihr weggenommen. Sie fühlt sich von ihrem Mann verraten und beauftragt die Amme, ihre Nebenbuhlerin zu beseitigen. Ein vernichtendes Feuer lässt den Palast in Flammen aufgehen, wobei Kreusa umkommt. Auch Medeas Kinder müssen sterben. Am Ende jedoch bringt sie das Goldene Vlies nach Delphi zurück, um ihr Vergehen zu sühnen.

Die musikalische Leitung liegt bei Kapellmeister Erik Nielsen, der demnächst an der Dresdner Semperoper und der New Yorker Met debütieren wird. Seine Karriere als Ausstatter führte Marco Arturo Marelli seinerzeit auch an die Oper Frankfurt. Inzwischen hat er sich als einer der renommiertesten Regisseure seiner Generation international etabliert. Die Neue Musik nimmt im Repertoire der Sopranistin Claudia Barainsky (Medea) einen hohen Stellenwert ein. So sang sie u.a. Reimanns Melusine und in Zimmermanns Die Soldaten. Weitere Gäste in dieser Produktion sind der Tenor Michael Baba (Kreon) und der Countertenor Tim Severloh (Herold). Mit Tanja Ariane Baumgartner (Gora), Michael Nagy (Jason) und Paula Murrihy (Kreusa) sind alle übrigen Partien mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung der Wiener Staatsoper:

Premiere:
28. Februar 10 (Uraufführung)

Dirigent: Michael Boder
Inszenierung und Licht: Marco Arturo Marelli
Bühnenbild: Marco Arturo Marelli
Kostüme: Dagmar Niefind
Bühnenbildassistenz: Ludwig Stang
Kostümassistenz: Isolde Binsteiner

Besetzung:

Medea:
Marlis Petersen
Kreusa: Michaela Selinger
Gora: Elisabeth Kulman
Kreon: Michael Roider
Jason: Adrian Eröd
Herold: Max Emanuel Cencic

www.wiener-staatsoper.at

Médée
Musikalische Tragödie in fünf Akten

Von: Marc-Antoine Charpentier (1643 - 1704 )
Text: Thomas Corneille
Uraufführung: 4. Dezember 1693 (Paris, Palais Royal)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
13. Juni 11 (Bockenheimer Depot; Frankfurter Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Andrea Marcon
Inszenierung:
David Hermann
Bühnenbild und Kostüme:
Christof Hetzer
Licht:
Joachim Klein
Chor: Christian Rohrbach
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

Médée:
Anne Sofie von Otter
Créon:
Simon Bailey
Jason: Julian Prégardien
Créuse:
Christiane Karg
Nérine:
Eun-Hye Shin *
Cleone:
Sharon Carty
Oronte: Sebastian Geyer
La Vengeance:
Vuyani Mlinde
La Jalousie: Simon Bode

Frankfurter Opern- und Museumsorchester / Ensemble Barockk Vokal

* Mitglied des Opernstudios

Besprechung auf kulturfreak.de

Médée
Oper Frankfurt
Créuse (Christiane Karg), Jason (Julian Prégardien)
Foto:
Barbara Aumüller

Die laufende Spielzeit 2010/11 der Oper Frankfurt wurde mit einer Neudeutung des mythologischen Medea-Stoffes durch den zeitgenössischen Komponisten Aribert Reimann im Opernhaus eröffnet. Nun folgt als letzte Premiere der Saison im Bockenheimer Depot die Vertonung der gleichen Vorlage durch den französischen Barockkomponisten Marc -Antoine Charpentier (1643-1704). Nur wenige Komponisten konnten sich gegen die Monopolstellung Jean-Baptiste Lullys am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. durchsetzen. Und so scheint auch der Aufbau von Charpentiers Werk nach einem Libretto Thomas Corneilles, eines Bruders des berühmten Dramatikers Pierre Corneille, der vorherrschenden Tradition verhaftet. Bei näherer Betrachtung erweist sich allerdings der Opernstil des eigentlich auf geistige Werke spezialisierten Komponisten als höchst individuell, da er die italienische mit der französischen Opernästhetik zu vereinen suchte. So entstand eine enorm theatralische, psychologisch motivierte Musik, aus der vor allem die Eifersuchts- und Racheszene der Médée sowie die bekannte Wahnsinnsszene des Créon hervorstechen. Die Handlung folgt weitestgehend der antiken Vorlage: Médée und Jason leben am Hof König Créons von Korinth. Dort verliebt sich Jason in dessen Tochter Créuse. Trotz einer Ahnung will Médée die Untreue ihres Gatten nicht wahrhaben. Als sie unter dem Vorwand, das Volk fürchte sich vor ihren zauberischen Fähigkeiten, vom Hof verbannt werden soll und ihre Dienerin Jasons Betrug bestätigt, ruft Médée die Geister und Dämonen der Unterwelt zu Hilfe. Nach dem Mord an ihren Kindern lässt sie bei ihrer Flucht auf einem Drachenwagen Tod und Zerstörung zurück.

Die Musikalische Leitung dieser Frankfurter Erstaufführung liegt bei einem gern gesehenen Gast: Andrea Marcon gilt als einer der wichtigsten Barockinterpreten unserer Zeit. Für die Inszenierung kehrt David Hermann ins Bockenheimer Depot zurück, wo er u.a. bereits mit dem dreiteiligen Monteverdi-Zyklus erfolgreich war. Die Titelpartie verkörpert mit der schwedischen Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter eine der großen Sängerpersönlichkeiten der heutigen Klassikszene. Zu Hause an den wichtigsten Musikzentren weltweit , kehrt sie nach einem stark akklamierten Liederabend in der Saison 2008/09 nun mit einem Rollendebüt, das gleichzeitig auch ihr Hausdebüt in einer szenischen Partie darstellt, an den Main zurück. Im April wird ihr der Frankfurter Musikpreis 2011 verliehen. Die übrige Besetzung stammt aus dem Ensemble und dem Studio der Oper Frankfurt, darunter Vuyani Mlinde als Créon und Julian Prégardien als Jason. Während der zuerst Genannte kürzlich im Opernhaus als Angelotti in der neuen Frankfurter Tosca erfolgreich war, erwies sich Julian Prégardien 2009/10 im Bockenheimer Depot als Holofernes in de Almeidas La Giuditta als stilsicherer Interpret des barocken Repertoires. Christiane Karg (Créuse) war im Januar 2011 als Télaïre in Rameaus Castor und Pollux am Theater an der Wien erfolgreich; an ihrer Seite sang übrigens Anne Sofie von Otter die Partie der Phébé. [© Oper Frankfurt]
 
www.oper-frankfurt.de

Das Medium (The Medium)
Monooper für Mezzosopran

Von: Peter Maxwell Davies
Uraufführung: 21. Juni 1981 (Stromness, Orkney, USA; Academy Hall)

Mefistofele
Oper in einem Prolog, vier Akten und einem Epilog

Von: Arrigo Boito
Dichtung: vom Komponisten nach Johann Wolfgang Goethes Faust I und II
Uraufführung: 5. März 1868 (Mailand, Teatro alla Scala )

Zur Inszenierung des Musiktheaters im Revier, Gelsenkirchen:

Premiere:
24. September 10

Musikalische Leitung: Rasmus Baumann
Regie: Michael Schul
Bühne: Dirk Becker
Kostüme: Renée Listerdal
Chor: Christian Jeub

Mephisto: Andreas Macco / Dong-Won Seo
Faust: Ray M. Wade, Jr.
Margarete: Petra Schmidt
Wagner: Piotr Prochera
Martha: Almuth Herbst
Helena: Majken Bjerno
Pantalis: Almuth Herbst
Nereus: Piotr Prochera

Opernchor und Extrachor des Musiktheaters im Revier
Gelsenkirchener Kinderchor
Neue Philharmonie Westfalen

www.musiktheater-im-revier.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
16. Mai 04
Wiederaufnahme: 16. Januar 10
Weitere Vorstellungen: 22., 30. Januar, 5., 12. Februar 2010 (zum letzten Mal)

Musikalische Leitung: Carlo Montanaro
Inszenierung: Dietrich Hilsdorf
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Fabian von Matt
Bühnenbild und Kostüme: Johannes Leiacker
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Olaf Winter
Chor und Kinderchor: Michael Clark

Besetzung der Wiederaufnahme:

Mefistofele:
Askar Abdrazakov
Faust: Gustavo Porta
Margherita: Julie Makerov
Elena: Sophie Angebault
Martha: Tanja Ariane Baumgartner
Pantalis: Katharina Magiera
Wagner: Hans-Jürgen Lazar
Neréo: Michael McCown
Chor, Kinderchor und Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Neben die metaphysische Universaltragödie vom Fall des hybriden Wissenschaftlers trat in Goethes Faust I und II die Gretchentragödie nach dem Schicksal der Susanna Margaretha Brandt, die 1772 als Kindsmörderin in Frankfurt hingerichtet wurde. In der Opernvertonung dieses Stoffes von Arrigo Boito (1842-1918) wird die Handlung um Gretchen ins Zentrum gerückt und im Titel Mefistofele die Rolle des stets verneinenden Geistes hervorgehoben. Die Uraufführung der ersten Fassung an der Mailänder Scala 1868 geriet zu einem desaströsen Misserfolg. Erst 1875 gelang der Oper in einer umgestalteten und deutlich gekürzten Fassung in Bologna der Durchbruch.

„Eine in jeder Beziehung respektable Faust-Adaptation. In der Oper Frankfurt jetzt ein weiterer Leistungsnachweis, der das Prädikat ‚Opernhaus des Jahres’ eindringlich bestätigt.“, so urteilte ein Kritiker nach der Premiere am 16. Mai 2004. Nun wird die Produktion des durch aufsehenerregende Inszenierungen von sich reden machenden Regisseurs Dietrich Hilsdorf im Bühnenbild von Johannes Leiacker zum zweiten und letzten Mal mit wichtigen Neubesetzungen wiederaufgenommen.

Der russische Bassist Askar Abdrazakov (Mefistofele) gastierte hier bereits in Mussorgskijs Chowanschtschina sowie in Rimski-Korsakows Die Zarenbraut. Weitere Engagements führten ihn an die Mailänder Scala und die Metropolitan Opera in New York sowie in die Arena di Verona. Der Argentinier Gustavo Porta (Faust) verkörperte in Frankfurt bisher Cavaradossi in Puccinis Tosca und Paco in de Fallas Das kurze Leben. Zudem gastiert er regelmäßig an der Deutschen Oper Berlin. 2007/08 feierte die amerikanische Sopranistin Julie Makerov (Margeritha) in Frankfurt ihr Europa-Debüt als Puccinis Tosca. Sie gastiert häufig an den Opernhäusern ihres Heimatlandes, darunter auch an der New Yorker Met. Aus dem Ensemble sind Tanja Ariane Baumgartner (Martha) und Katharina Magiera (Pantalis) neu besetzt; Sophie Angebault (Elena) ist Mitglied des Frankfurter Opernstudios. Mit der Produktion seit der Premiere vertraut sind Hans-Jürgen Lazar (Wagner) und Michael McCown (Neréo). Die musikalische Leitung übernimmt erstmals bei dieser Inszenierung Carlo Montanaro, der 2007/08 mit Puccinis La Bohème an der Oper Frankfurt debütierte. Der Italiener arbeitet regelmäßig an den Bühnen seiner Heimat, darunter auch an der Mailänder Scala. [© Oper Frankfurt]

Preise: € 11 bis 77 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr (außer an der Vorverkaufs- und Abendkasse der Oper Frankfurt) Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter
www.oper-frankfurt.de oder per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gilt ein Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise.

Die Meistersinger von Nürnberg

Musik und Text:
Richard Wagner
Uraufführung: 21. Juni 1868 (München, Königliches Hof- und Nationaltheater)

Zur Inszenierung der Oper Zürich:

Premiere:
22. Januar 12

Musikalische Leitung: Daniele Gatti
Inszenierung: Harry Kupfer
Bühnenbild: Hans Schavernoch
Kostüme: Yan Tax
Lichtgestaltung: Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger

Besetzung:

Hans Sachs:
Michael Volle
Walther von Stolzing: Roberto Saccà
Eva: Juliane Banse
Veit Pogner: Matti Salminen
Magdalene: Wiebke Lehmkuhl
Sixtus Beckmesser: Martin Gantner
David: Peter Sonn
Konrad Nachtigal: Kresimir Strazanac
Kunz Vogelsang: Martin Zysset
Fritz Kothner: Cheyne Davidson
Balthasar Zorn: Peter Straka
Ulrich Eisslinger: Andreas Winkler
Agustin Moser: Boguslaw Bidzinski
Hermann Ortel: Giuseppe Scorsin
Hans Schwarz: Pavel Daniluk
Hans Foltz: Reinhard Mayr
Nachtwächter: Andreas Hörl

www.opernhaus.ch

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:

Premiere:
15. Oktober 11

  Musikalische Leitung: Marcus Bosch
 Inszenierung: David Mouchtar-Samorai
 Bühne: Heinz Hauser
 Kostüme: Urte Eicker
 Choreographie: Joshua Monten
 Chor: Tarmo Vaask
 Dramaturgie: Kai Weßler

Besetzung:

Hans Sachs –Schuster:
Albert Pesendorfer
Veit Pogner – Goldschmied: Guido Jentjens
Kunz Vogelgesang – Kürschner: Christoph Wittmann
Konrad Nachtigall – Spengler: Kurt Schober
Sixtus Beckmesser – Stadtschreiber: Jochen Kupfer
Fritz Kothner – Bäcker: Martin Berner
Balthasar Zorn – Zinngießer: Martin Platz
Ulrich Eißlinger – Würzkrämer: Philip Carmichael
Augustin Moser – Schneider: Martin Nyvall
Hermann Ortel – Seifensieder: Yong Jae Moon
Hans Schwarz – Strumpfwirker: Vladislav Solodyagin
Hans Foltz – Kupferschmied: Daeyoung Kim
Walther von Stolzing: Michael Putsch
David - Lehrbube von Hans Sachs: Tilman Lichdi
Eva - Tochter von Veit Pogner: Michaela Maria Mayer
Magdalena – Amme: Leila Pfister
Ein Nachtwächter: Randall Jakobsh

Lehrbuben: Chor Staatstheater Nürnberg

Live-Übertragung der Premiere auf BR-Klassik

www.staatstheater-nuernberg.de

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:

Premiere:
9. Oktober 10

Musikalische Leitung: Axel Kober
Inszenierung:
Jochen Biganzoli
Bühne:
Helmut Brade
Kostüme:
Heike Neugebauer
Choreografie: Silvia Zygouris
Choreinstudierung
Sören Eckhoff

Besetzung:

Hans Sachs:
Wolfgang Brendel
Veit Pogner:
James Moellenhoff
Kunz Vogelgesang:
Martin Petzold
Konrad Nachtigall:
Jürgen Kurth
Sixtus Beckmesser:
Dietrich Henschel
Fritz Kothner:
Tuomas Pursio / Jochen Kupfer (6.11., 11.12.)
Balthasar Zorn: Timothy Fallon
Ulrich Eisslinger: Keith Boldt
Augustin Moser:
Tommaso Randazzo
Hermann Ortel:
Tomas Möwes
Hans Schwarz:
Zoltán Nagy
Hans Foltz:
Miklós Sebestyén
Walther von Stolzing:
Jeffrey Dowd (11.12.) / Stefan Vinke
David:
Dan Karlström
Eva:
Michaela Kaune (11.12.) / Meagan Miller
Magdalena:
Karin Lovelius
Nachtwächter:
Roman Astakhov

Chor der Oper Leipzig
Kinder-, Jugend- und Zusatzchor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester

Verachtet mir die Meister nicht!
Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ zum 50jährigen Jubiläum des Leipziger Opernhauses am 9. Oktober 2010

Auf den Tag genau 50 Jahre, nachdem am 9. Oktober 1960 das Leipziger Opernhaus mit den „Meistersingern von Nürnberg“ eingeweiht wurde, feiert die Neuinszenierung ihre festliche Premiere. Mit dem Weltspitzenorchester im Graben, dem klangstarken und spielfreudigen Chor und den hochkarätigen Solisten auf der Bühne wird das Ensemble einmal mehr zeigen, mit welcher enormen Hingabe das Werk des großen Sohnes der Stadt auch in ökonomisch schwierigen Zeiten gepflegt wird.

Am Pult des Gewandhausorchesters steht mit dem Düsseldorfer GMD Axel Kober ein erfahrener Wagnerspezialist, der als Gastdirigent für Wagners einzige Komödie nach Leipzig zurückkehrt. Jochen Biganzoli, einer der beiden einzigen Meisterschüler von Chefregisseur Peter Konwitschny, übernimmt die Regie und forscht gemeinsam mit Bühnenbildner Helmut Brade und Kostümbildnerin Heike Neugebauer den genialen Aspekten in Wagners Geschichte über Liebe, Kunst und Verantwortung nach.

Die Besetzung der Meistersinger von Nürnberg ist mehr als jubiläumswürdig. Wolfgang Brendel ist derzeit der Hans Sachs überhaupt. Er hat diese Partie an allen großen Opernhäusern der Welt gesungen, u. a. an den Opernhäusern von München, Wien und Berlin. Brendel gehört zu den meist gefragten Bariton-Sängern seiner Generation und ist in seinem breit gefächerten Repertoire an allen großen Opernhäusern der Welt zu Gast. Von ihm existieren zahlreiche Einspielungen auf CD und Video-Aufzeichnungen. 1995 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Seit 1997 hat er neben seiner Sängertätigkeit eine Professur an der Musikhochschule in München inne. International nicht minder gefragt ist der Bariton Dietrich Henschel. Sein Repertoire umfasst Partien von Monteverdi, Mozart, Rossini, Wagner und Strauss bis hin zur Oper des 20. Jahrhunderts. Gastspiele führten ihn bisher u.a. nach Berlin, Amsterdam, Genf, Zürich, Paris, zu den Festspielen in Aix-en-Provence und Salzburg sowie zum Maggio Musicale Fiorentino. Durch die enge Zusammenarbeit mit Chefregisseur Peter Konwitschny verbindet ihn eine besondere künstlerische Freundschaft mit der Leipziger Oper, an der er sein Rollendebüt als Beckmesser geben wird und auch als Don Alfonso Mozarts Così fan tutte zu erleben sein wird. Ebenfalls in Rollendebüts zu sehen sind Meagan Miller als Eva und Stefan Vinke als Stolzing. Seit ihrem Europa-Debüt an der Wiener Volksoper in der Titelpartie von Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos ist die preisgekrönte junge Amerikanerin Meagan Miller die Entdeckung für das Strauss- und Wagner-Repertoire. Ensemblemitglied Stefan Vinke, der unlängst bei den Pfingstfestspielen in Salzburg als Siegfried gastierte, fügt seinem Repertoire an Wagnerhelden mit Walther von Stolzing eine weitere Partie hinzu. Dan Karlström, seit 2001 an unserem Haus, steht zum ersten Mal als David auf der Bühne, und Ensembleneuzugang Karin Lovelius stellt sich als Magdalene dem Publikum vor. Als veritable Wagnersänger reüssierten bereits an diesem Haus die Ensemblemitglieder Tuomas Pursio und James Moellenhoff, die die Partien von Fritz Kothner und Veit Pogner übernehmen werden.

Die Handlung der „Meistersinger von Nürnberg“ ist noch heute für jedermann leicht nachvollziehbar: Da nimmt ein Gesangsverein seine kulturelle Aufgabe so ernst, dass der Chef sogar seine Tochter als Preis im Singewettbewerb einsetzt. Aus dieser gut gemeinten Preisstiftung müssen jedoch Verwicklungen entstehen, wenn sich ein Bewerber von außen findet, der zwar schön, aber nicht ganz nach den festgefahrenen Regeln der Tradition singt. Der revolutionäre Komponist Wagner schuf in dieser Parabel zwei Figuren, mit denen er sich identifizierte. Da ist der junge Rebell Walther von Stolzing, der trotz seines neuartigen Stils den Wettbewerb gewinnt und sich dann aber mit der Braut aus dem Staub machen will. Und da ist der reife Künstler Hans Sachs, der seinen jüngeren Rivalen erst zum „Meistersinger“ macht, ihm am kritischen Punkt aber auch klar die Leviten liest. Und nicht zuletzt ist diese Oper ein Hohelied auf die geglückte Verbindung von Kunst und Volk, die nach Wagners Willen in seinem fiktiven Nürnberg den Sieg davon tragen soll und die bis heute erklärtes Ziel jeder Musiktheateraufführung ist.

[© Oper Leipzig]

www.oper-leipzig.de

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere:
26. September 10

Musikalische Leitung: Patrick Lange
Inszenierung: Andreas Homoki
Bühnenbild: Frank Philipp Schlößmann
Kostüme: Christine Mayer
Dramaturgie: W erner Hintze
Chöre: Robert Heimann
Licht: Franck Evin

Besetzung:

Hans Sachs:
Tómas Tómasson
Veit Pogner: Dimitry Ivashchenko
Kunz Vogelgesang: Christoph Schröter
Konrad Nachtigall: Carsten Sabrowski
Sixtus Beckmesser: Tom Erik Lie
Fritz Kothner: Günter Papendell
Balthasar Zorn: Peter Renz
Ulrich Eißlinger: Stephan Spiewok
Augustin Moser: Thomas Scheler
Hermann Ortel: Karsten Küsters
Hans Schwarz: Hans-Peter Scheidegger
Hans Foltz: Hans-Martin Nau
Walther von Stolzing: Marco Jentzsch
David: Thomas Ebenstein
Eva: Ina Kringelborn
Magdalene: Karolina Gumos
Ein Nachtwächter: Jan Martinik

sowie der Ernst Senff Chor, die Chorsolisten und das Orchester der Komischen Oper Berlin

www.komische-oper-berlin.de

Zur Inszenierung des Landestheater Linz:

Premiere:
19. September 10

Musikalische Leitung: Dennis Russell Davies / Ingo Ingensand
Inszenierung: Olivier Tambosi
Bühne: Bengt Gomér
Kostüme: Inge Medert
Dramaturgie: Felix Losert

Besetzung:

Hans Sachs, Schuster:
Klaus-Dieter Lerche / Albert Pesendorfer
Veit Pogner, Goldschmied: Dominik Nekel / Nikolai Galkin
Kunz Vogelgesang, Kürschner: Iurie Ciobanu / Jacques le Roux
Konrad Nachtigall, Spengler: Martin Achrainer
Sixtus Beckmesser, Stadtschreiber: Bjørn Waag
Fritz Kothner, Bäcker: Seho Chang
Balthasar Zorn, Zinngießer: Daniel Jenz
Ulrich Eißlinger, Gewürzkrämer: Hans-Günther Müller
Augustin Moser, Schneider: Clemens Kerschbaumer
Hermann Ortel, Seifensieder: Franz Binder
Hans Schwarz, Strumpfwirker: William Mason
Hans Foltz, Kupferschmied: Leopold Köppl
Walther von Stolzing, ein junger Ritter aus Franken: Michael Ende / Pedro Velázquez Díaz
David, Sachsens Lehrbube: Matthäus Schmidlechner / Iurie Ciobanu
Eva, Pogners Tochter: Katrin Adel / Christiane Boesiger
Magdalena, Evas Amme: Karen Robertson
Ein Nachtwächter: Nikolai Galkin

www.landestheater-linz.at

Zur Inszenierung der Bayreuther Festspiele 2008:

Premiere:
27. Juli 08

Dirigent: Sebastian Weigle
Inszenierung: Katharina Wagner
Bühnenbild: Tilo Steffens
Kostüme: Michaela Barth


Besetzung:

Hans Sachs:
Franz Hawlata
Veit Pogner: Artur Korn
Kunz Vogelgesang: Charles Reid
Konrad Nachtigall: Rainer Zaun
Sixtus Beckmesser: Michael Volle
Fritz Kothner: Markus Eiche
Balthasar Zorn: Edward Randall
Ulrich Eisslinger: Hans-Jürgen Lazar
Augustin Moser: Stefan Heibach
Hermann Ortel: Martin Snell
Hans Schwarz: Andreas Macco
Hans Foltz: Diógenes Randes
Walther von Stolzing: Klaus Florian Vogt
David: Norbert Ernst
Eva: Amanda Mace
Magdalene: Carola Guber
Ein Nachtwächter: Friedemann Röhlig


Meistersinger_DVD_Bayreuth_mDVD „Die Meistersinger von Nürnberg“
Seit dem 2. Dezember 2008 ist die Doppel-DVD „Die Meistersinger von Nürnberg“ im Bayreuther Festspiel Shop und im Fachhandel erhältlich. Damit gibt es erstmals eine aktuelle Inszenierung der Bayreuther Festspiele als Live-Mitschnitt einer Aufführung. Aufgezeichnet wurde die Aufführung am 27. Juli 2008, die gleichzeitig auch als Livestream im Internet und in der Siemens Festspielnacht als Public Viewing auf dem Bayreuther Festplatz gezeigt wurde. Fast 40.000 begeisterte Besucher nahmen daran teil.
Nach mehreren Festspieljahren ohne audiovisuelle Aufzeichnungen ergriff die neu gegründete BF Medien die Initiative und fand in der Video- und Filmproduktionsfirma United Motion den geeigneten Partner für die künstlerisch und technisch aufwändige Umsetzung des Projekts eines Live-Mitschnitts aus dem Festspielhaus.

Die fertige DVD beinhaltet neben dem vollständigen Werk Bonusmaterial zur Entstehung der Inszenierung (Making of) und zur Siemens Festspielnacht. Sie kostet 29,90 Euro.
Als Weihnachtsaktion gibt es im Bayreuther Festspiel Shop bei einer DVD Bestellung bis 1.1.2009 den Festspielkalender 2009 gratis dazu. Einen ersten Eindruck von der DVD gibt es hier:
http://podcast.bayreuther-festspiele.de/

www.bayreuther-festspiele.de 

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
6. Juni 1993

Wiederaufnahme in der Saison 2006/07: 3. September 06 (17 Uhr)

Musikalische Leitung: Roland Böer
Inszenierung: Christof Nel
Regie-Beratung: Martina Jochem
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Axel Weidauer
Bühnenbild: Christof Nel, Dorien Thomsen, Max von Vequel-Westernach
Kostüme: Ilse Welter
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo
Choreographie: Irene Klein

Hans Sachs: Wolfgang Koch
Ulrich Eisslinger: Hans-Jürgen Lazar
Veit Pogner: Magnus Baldvinsson
Augustin Moser: Michael McCown
Kunz Vogelgesang: Christian Dietz
Hermann Ortel: Gérard Lavalle
Konrad Nachtigall: Carlos Krause
Hans Schwarz: Jacques Does
Sixtus Beckmesser: Johannes Martin Kränzle
Hans Foltz: Florian Plock
Walther von Stolzing: Raymond Very 
Eva: Juliane Banse
David: Carsten Süß  
Magdalena: Claudia Mahnke
Fritz Kothner: Franz Mayer 
Nachtwächter: Gregorij Kulba
Balthasar Zorn: Christoph Kayser 

u.a.
Chor, Extrachor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de


Christof Nels aufsehenerregende Inszenierung der Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner (1813-1883) feierte am 6. Juni 1993 Premiere an der Oper Frankfurt (Spielzeit 1992/93) und kehrte erstmals 2001/02 in einer Überarbeitung des Regisseurs auf den Spielplan zurück. Nun wird diese Fassung der Produktion nach längerer Pause wiederaufgenommen. Nel versuchte konsequent, die politische und künstlerische Problematik dieses deutschen, ins 16. Jahrhundert zurückführenden Festspiels zu zeigen. Das Fachmagazin Opernwelt sah diese Inszenierung seinerzeit als „bitterböse politische Parabel auf die deutsche Geschichte der letzten hundert Jahre (...), als tief pessimistische Groteske ohne Butzenscheibenromantik und heimeligen Nürnberger Gässchen.“ Nel selbst formulierte seine Sicht so: „Dieses Meistersinger-Nürnberg ist für mich ein Ort, wo Regeln nicht nur eine Art Gebrauchsanweisung zum Singen sind, sondern eine Art Dechiffrierung von Leben. Mich interessiert der Druck, der dadurch entsteht, und was durch die Regeln mit den einzelnen Menschen geschieht. Wie verfährt das Regelwerk mit Fremden, mit Juden, mit Minderheiten? Wie geht überhaupt die Gesellschaft mit dem Fremden um?“ Die musikalische Leitung dieser Wiederaufnahme hat Kapellmeister Roland Böer, und auch sonst weist die Besetzungsliste zahlreiche neue Namen auf: Als Gäste steigen u.a. Wolfgang Koch (Hans Sachs), Raymond Very (Rollendebüt als Stolzing), Carsten Süß (David) und Juliane Banse (Rollendebüt als Eva ) neu in die Produktion ein. Aus dem Ensemble feiert Johannes Martin Kränzle mit dem Beckmesser ein wichtiges Rollendebüt, und Claudia Mahnke – neues Mitglied der Oper Frankfurt ab 2006/07 – gibt in der Partie der Magdalena ihr Hausdebüt. Den Hans Foltz übernimmt erstmals Florian Plock. Lediglich Magnus Baldvinsson (Veit Pogner), Carlos Krause (Konrad Nachtigall), Michael McCown (Augustin Moser) und Jacques Does (Hans Schwarz) waren bereits bei früheren Aufführungen mit dabei. [Text: Oper Frankfurt]

Preise: € 11 bis 70 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter
www.oper-frankfurt.de oder per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise.

Mikropolis
Die abenteuerliche Insektenoper

Musik:
Christian Jost
Libretto: Michael Frowin
Auftragswerk der Komischen Oper Berlin
Uraufführung: 30. Oktober 2011 (Berlin, Komische Oper)

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere: 30. Oktober 11 (Uraufführung)
ab 6 Jahren

Musikalische Leitung: Christian Jost
Inszenierung: Nadja Loschky
Bühnenbild und Kostüme: Esther Bialas
Choreographie: Zenta Haerter
Dramaturgie: Bettina Auer
Licht: Franck Evin

Besetzung:

Grille Gesine:
Katharina Sato
Ameise Annabelle: Klara Dovzhik
Kreuzspinne Natalie: Mareike Heenemann
Stubenfliege Kostas: Andrej Bach
Marienkäfer Kung (Kurt): Daniel Kok
Bremse Erdal: Fabian Friedrich
Tausendfüßler Olli: Marko Spehar
Glühwürmchen Finn: Anna Borchers
Gottesanbeterin: Caren van Oijen

© Schott
Das Magazin “schott aktuell” informiert in der Ausgabe 5/2011 über die Uraufführung der Oper “Mikropolis”
und stellt weitere Bühnenwerke mit “Stage Animals” vor.

So ein Leben in der Großstadt ist herrlich, vor allem für Ameisen und Tausendfüßler. Das Futter liegt auf der Straße, immer ist was los, und der schönste Sport für coole Jungs wie Stubenfliege Kostas und Erdal, die Bremse, ist Rückspiegelsurfen. Ameise Annabelle, Kreuzspinne Natalie, Marienkäfer Kurt, der eigentlich Kung heißt und aus China stammt , und ihre Freunde könnten es so schön haben in ihrer Insektenkolonie, wenn nicht plötzlich Gesine, die Grille vom Lande, auftauchte. Als sie wehmütig von ihrer duftenden Sommerwiese erzählt, bekommen Annabelle und Natalie Sehnsucht nach dem grünen Idyll. Die ganze Stimmung ist hin, so dass die Jungs Gesine kurzerhand in den Laubsauger schubsen, was Annabelle und Natalie wiederum empört. Nun müssen sich die so unterschiedlichen Freunde bewähren, denn nur gemeinsam können sie Gesine retten und vielleicht auch das Wiesen-Paradies finden.

Mikropolis ist bereits das zweite Libretto für eine Kinderoper, das Michael Frowin im Auftrag der Komischen Oper Berlin geschrieben hat. Christian Josts vielfarbige und humorvolle Musik groovt im Rhythmus der Großstadt, durch den lyrische Momente schimmern und der »Eintagsfliegen-Blues« weht. Die Oper zeigt auf witzige und spannende Weise, wie schwierig es sein kann, Fremde in eine stabile Gruppe aufzunehmen, ihr Anderssein zu akzeptieren und mit den Folgen der Veränderungen, die sich für alle daraus ergeben, fertigzuwerden. Sie zeigt aber auch, wie solche Probleme überwunden werden können und welche wichtige Rolle dabei Eigenschaften wie Vertrauen, Mut, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalten mit anderen spielen.
Mit Mikropolis gibt die junge Regisseurin Nadja Loschky, Absolventin der Regieklasse an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin, ihr Debüt an der Komischen Oper Berlin . Sie gilt als Vertreterin einer neuen Generation von Regisseuren, die gerade dabei ist, sich an den Opernhäusern ihren Platz zu erobern. In Osnabrück hat sie mehrere unkonventionelle Opernprojekte herausgebracht, in der vergangenen Saison mit einer bildstarken, symbolisch aufgeladenen Traviata begeistert. Und in Kassel hat sie einen geistreichspielerischen Gounod-Faust inszeniert. In dieser Spielzeit inszeniert sie neben Mikropolis an der Komischen Oper Berlin, in Heidelberg Bizets Carmen (Premiere 21. Januar 2012) und in Kassel Benjamin Brittens A Midsummer Night’s Dream (2. Juni 2012).*

Mit Mikropolis hat die Komische Oper Berlin in der Intendanz von Andreas Homoki die vierte Neukomposition einer Kinderoper in Auftrag gegeben: Der Reiter mit dem Wind im Haar (Frank Schwemmer) wurde in der Spielzeit 2004/05 uraufgeführt, die Abenteueroper Robin Hood 2008/09 (ebenfalls Frank Schwemmer), Die Schneekönigin (Pierangelo Valtinoni) 2010/11. Zudem wurden Pierangelo Valtinonis Pinocchio und Die rote Zora von Elisabeth Naske jeweils als deutsche Erstaufführung an der Komischen Oper Berlin gezeigt.
[© Komische Ope Berlin]

www.komische-oper-berlin.de www.schott-musik.de 

Mosè in Egitto
Azione tragico-sacra in 3 Akten (6 Bildern)

Von: Gioachino Rossini (1792-1868)
Libretto: Andrea Leone Tottola, nach der Tragödie „L’Osiride“ (1760) von Francesco Ringhieri
Uraufführung:
1. Fassung: 5. März 1818 (Neapel, Teatro San Carlo)
2. Fassung: 7. März 1819 (Neapel, Teatro San Carlo)

Moses und Aaron

Musik & Text:
Arnold Schönberg

Oper in drei Akten (unvollendet)

Uraufführungen:
1. Konzertant: 12. März 1954 (NWDR, Hamburg, ohne den 3. Akt)
2. Szenisch: 6. Juni 1957 (Opernhaus Zürich, ohne den 3. Akt)
3. Szenisch: 4. Oktober 1959 (Deutche Oper Berlin; mit Text des fragmentarischen 3.Aktes, mit Musik aus dem 1. Akt)

Moses und Pharao (oder Die Durchquerung des Roten Meeres (Moise et Pharaon, ou Le passage de la Mer Rouge)
Oper in vier Akten

Von: Gioacchino Rossini
Libretto: Victor-Joseph-Etienne de Jouy und Luigi Balocchi
Uraufführung: 26. März 1827 (Paris, Théâtre de l'Académie Royale de Musique)

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:

Premiere:
30. Januar 10
In frz. Sprache mit dt. Übertiteln

Musikalische Leitung: Guido Johannes Rumstadt
Inszenierung: David Mouchtar-Samorai
Bühne: Heinz Hauser
Kostüme: Urte Eicker
Choreinstudierung: Edgar Hykel
Choreographie: Christiane Milenko
Dramaturgie: Johann Casimir Eule

Besetzung:
Moïse:
Nicolai Karnolsky
Moïse (Schauspieler): Sebastian Dominik
Pharaon: Melih Tepretmez
Aménophis: David Yim
Éliézer: Richard Kindley
Osiride: Vladislav Solodyagin
Aufide: Kalle Kanttila
Sinaide: Ezgi Kutlu
Anai: Hrachuhí Bassénz
Marie: Teresa Erbe
Une Voix mistérieuse: Vladislav Solodyagin

www.staatstheater-nuernberg.de

La Muette de Portici (Die Stumme von Portici)
Große Oper in fünf Akten

Von: Daniel-François-Esprit Auber (1782 – 1871)
Dichtung: Eugène Scribe und Germain Delavigne
Uraufführung: 29. Februar 1829 (Paris, Grand Opéra)

Zur Inszenierung des Anhaltischen Theater Dessau:
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 24. April 10
Weitere Vorstellungen: 30. April, 2., 16., 22. Mai und 4. Juni 10

Musikalische Leitung: GMD Antony Hermus
Inszenierung: André Bücker
Bühne: Jan Steigert
Kostüme: Suse Tobisch
Dramaturgie: Heribert Germeshausen
Chor: Helmut Sonne

Besetzung:
Elvire:
Angelina Ruzzafante
Masaniello: Diego Torre
Fenella: Gabriella Gilardi
Alphonse: Eric Laporte/ Oscar de la Torre
Pietro: Wiard Witholt
Lorenzo: Angus Wood
Selva: Ulf Paulsen
u.a.

Mit diesem Werk kehrt nach jahrzehntelanger Abwesenheit eine der erfolgreichsten Opern des 19. Jahrhunderts auf die Dessauer Opernbühne zurück. Das diesjährige Spielzeitmotto des Anhaltischen Theaters – „Utopie und Wahnsinn“ in politischer Grundierung – konkretisiert sich nach Andrea Moses aufregender „Lohengrin“ - Neuinszenierung wahrscheinlich in keinem Werk besser als in diesem Werk Aubers, dass 1830 als einziges Werk der Operngeschichte tatsächlich eine Revolution und die Realisierung eines damals als für utopisch gehaltenen Zustandes, die Unabhängigkeit Belgiens als demokratisch verfasster Nationalstaat auslöste.
Generalintendant André Bücker stellt sich mit dieser Inszenierung, die auch auf DVD aufgezeichnet wird, in Dessau erstmalig als Opernregisseur vor. In der zentralen Rolle des Masaniello gibt der 30 jährige Tenor Diego Torre sein Europadebüt. Torre ist einer der vielversprechendsten dramatischen Tenöre seiner Generation. 2008/2009 war er Mitglied des Domingo-Thornton Young Artist Program der Los Angeles Opera, an der er im Dezember 2008 mit triumphalem Erfolg in „Carmen“ als José debütierte. Diego Torre nahm 2003 in Mexiko an zahlreichen Wettbewerben teil und gewann den 2. Preis beim Nicolás Urcelay Wettbewerb, den 3. Preis beim Carlo Morelli Wettbewerb und den 1. Preis beim Francisco Araíza Wettbewerb. 2007 gewann er den 3. Preis bei „Neue Stimmen“. Diese Spielzeit debütierte er bereits an der Metropolitan Opera New York.
In weiteren zentralen Rollen sind Angelina Ruzzafante, Wiard Witholt und Eric Laporte/ Oscar de la Torre zu hören.

„La Muette de Portici“ gilt als die erste Grand Opéra mit allen typischen Merkmalen dieser Gattung: Eine tragische Liebesgeschichte in historischem Umfeld, Massenszenen mit großem Aufwand von Maschinerie, Bühnenbild und Kostüm. Auber zitierte die Revolutionsmusiken von 1789 in diese Partitur, ein Umstand der erheblich zu ihrer Popularität in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beitrug.

Zur Handlung: Fenella, die stumme Schwester Masaniellos, wird von Alphonse, dem Sohn des Vizekönigs von Neapel, kurz vor dessen standesgemäßer Heirat mit Elvire verführt und daraufhin vom Vizekönig ohne Alphonses Wissen eingekerkert. Fenella gelingt die Flucht. Als Masaniello von der Entführung erfährt, gibt er das von seinen Anhängern lange ersehnte Zeichen für den Aufstand. [© Anhaltisches Theater Dessau]

www.anhaltisches-theater.de

Murder in the Cathedral (Assassinio nella cattedrale)
Tragedia musicale in zwei Akten und einem Intermezzo

Von: Ildebrando Pizzetti (1880 – 1968)
Text: Ildebrando Pizzetti nach dem Drama Murder in the Cathedral (1935) von Thomas Stearns Eliot, englische Fassung: Geoffrey Dunn
Uraufführung: 1. März 1958 (Mailand, Teatro alla Scala)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
(Frankfurter Erstaufführung)

Premiere: 1. Mai 11

Musikalische Leitung: Martyn Brabbins
Inszenierung: Keith Warner
Bühnenbild: Tilo Steffens
Kostüme: Julia Müer
Licht: Olaf Winter
Dramaturgie: Norbert Abels
Chor: Michael Clark

Besetzung:

Erzbischof Tommaso / Thomas Becket:
John Tomlinson
Ein Herold: Michael McCown
1. Priester: Hans-Jürgen Lazar
2. Priester: Dietrich Volle
3. Priester: Vuyani Mlinde
1. Versucher / 1. Kavalier: Beau Gibson
2. Versucher / 2. Kavalier: Simon Bailey
3. Versucher / 3. Kavalier: Brett Carter
4. Versucher / 4. Kavalier: Magnus Baldvinsson
1. Koryphäe: Britta Stallmeister
2. Koryphäe: Katharina Magiera

Chor, Kinderchor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper.

Besprechung auf kulturfreak.de

Die Oper Assassinio nella cattedrale von Ildebrando Pizzetti (1880-1968) basiert auf der italienischen Bearbeitung des Versdramas Murder in the Cathedral (1935) von T.S. Eliot. Ihre äußerst erfolgreiche Uraufführung erfolgte am 1. März 1958 an der Mailänder Scala unter Gianandrea Gavazzeni und in der Regie von Margarethe Wallmann. Der italienische Bariton Nicola Rossi-Lemeni übernahm die männliche Hauptpartie, welche er in der Folgezeit auch an weiteren internationalen Opernhäusern verkörperte. Das Werk stellt Pizzettis Versuch dar, der in die Jahre gekommenen italienischen Musiktheaterästhetik durch die Rückbesinnung auf die Oper des 17. Jahrhunderts sowie die Anlehnung an das Schauspiel neue Impulse zu verschaffen. Diese Bemühungen schlugen jedoch fehl, und das Musikleben Italiens orientierte sich auch weiterhin an der in Europa vorherrschenden neoklassizistischen Kompositionsweise.

Kernpunkt der 1170 im englischen Canterbury spielenden, historisch verbürgten Handlung ist der Widerstreit von weltlicher und kirchlicher Macht: Thomas Becket, einstiger Lordkanzler Heinrich II., hat sich nach seiner Ernennung zum Erzbischof durch sein Beharren auf die Unabhängigkeit der Kirche gegenüber staatlichen Einflüssen den König zum Feind gemacht. Allen an ihn herangetragenen Versuchungen widersteht er standhaft. Nur die Möglichkeit, als Märtyrer in die Geschichte einzugehen, lässt ihn in seiner Überzeugung schwanken, hat er sich doch bereits des Öfteren damit auseinandergesetzt. Gleichwohl unterwirft er sich auch in dieser Frage dem Willen Gottes. Als der Erzbischof schließlich nach dem Gottesdienst in seiner Kirche einem Attentat durch vom König gedungene Mörder zum Opfer fällt, stimmt die Gemeinde das Gloria für den neuen Märtyrer an.

Für die Frankfurter Erstaufführung, welche auf Englisch – der Sprache des Dichters Eliot – gesungen wird, kehren zwei Briten an die Oper Frankfurt zurück, wo sie in jüngster Zeit große Erfolge feiern konnten: Martyn Brabbins (Musikalische Leitung) und Keith Warner (Regie) haben hier bereits u.a. 2003/04 das Opern-Doppel aus Dallapiccolas Volo di notte und Il prigioniero gemeinsam erarbeitet, dessen Rückkehr auf den Spielplan geplant ist. 2006/07 übernahm der Dirigent die erste Wiederaufnahme von Blochs Macbeth in Warners Inszenierung. Ebenfalls aus England stammt Sir John Tomlinson, einer der großen Sänger unserer Zeit, welcher in der männlichen Hauptpartie des Erzbischofs Thomas Becket sein Debüt an der Oper Frankfurt feiern wird. Der an allen wichtigen Musikzentren der Welt beheimatete Bariton wurde 2005 von der englischen Königin in den Adelsstand erhoben. Alle weiteren Partien sind überwiegend mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt. [© Oper Frankfurt]

Premiere / : Sonntag, 1. Mai 2011, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 5., 8., 12., 15., 21., 27., 29. (15.30 Uhr; mit kostenloser Kinderbetreuung) Mai 2011
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 12 bis 130 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter
www.oper-frankfurt.de erhältlich.

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