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Oper, Stückeinfo: K
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Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung Spiel in einem Akt
Von: Viktor Ullmann Libretto: Peter Kein
Zur Inszenierung des Landestheater Linz:
Premiere: 18. Februar 10 (Kammerspiele)
Musikalische Leitung: Ingo Ingensand / Daniel Linton-France Inszenierung: Rainer Mennicken Bühne und Kostüme: Silke Fischer Dramaturgie: Julia Zirkler
Besetzung:
Kaiser Overall: Martin Achrainer Der Lautsprecher: Leopold Köppl Der Tod: Nikolai Galkin Harlekin: Hans-Günther Müller
Ein Soldat: Iurie Ciobanu Bubikopf: Teresia Bokor Der Trommler: Elsa Giannoulidou
www.landestheater-linz.at
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Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat? Szenisches Musikpanorama für 12 Musikerdarsteller
Eine Produktion im Rahmen des
Fonds Experimentelles Musiktheater – Eine gemeinsame Initiative des NRW KULTURsekretariats und der Kunststiftung NRW in Zusammenarbeit mit dem Theater Bielefeld
Uraufführung:
6. Juni 2008 (Bielefeld, Theater am Alten Markt)
Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:
Premiere:
6. Juni 08 (Uraufführung)
Musikalische Leitung: Titus Engel Inszenierung: Leo Dick Szenographie: Tassilo Tesche Textarbeit, Szenarium:
Felizitas Ammann Dramaturgie: Jón Philipp von Linden, Thomas Witzmann
Besetzung:
Kandidat / »Hotel«-Glocken: Titus Engel
Dete / Musikglocken, Schwyzerörgeli u.a.: Barbara Berger Klara / Gesang, große Flöte: Danielle Bonito Salès
Rottenmeier / Klavier, Toy-Piano, Melodika, Flaschenspiel u.a.: Annekatrin Klein Sebastian / Klavier, Toy-Piano, Melodika: Daniele Pintaudi
Brigitte / Violine, Zither, singende Säge: Swantje Tessmann Peter 3 / Kontrabass, singende Säge: Martin Klein Peter 2 / Alphorn, Gesang u.a.: Samuel Stoll
Peter 1 / Alphorn, Gesang, Englischhorn, Oboe: Mathias Bühler Alpöhi / Musikglocken, Maultrommel, Gesang: Helmuth Westhausser
Doktor Stefan Imholz Großmutter / Musikglocken, Gesang: Christín Mollnar
Johanna Spyris Heidi – das sind schneebedeckte Berggipfel vor betörend blauem Himmel, meckernde
Ziegen, die mit dem Geißenpeter bergauf ziehen, ein knorriger Großvater in seiner höhenluftumwehten Holzhütte, der im Grunde herzensgut ist, kurzum: Idylle pur. Zurück zur Natur, back to the
roots, deine Welt sind die Berge: Heidi steht – nicht nur für Schweizer – für ein ungetrübtes Heimatbild und eine unbeschwerte Kindheit, in die wir uns alle manchmal zurücksehnen. Und doch
bevölkern die beiden Heidi-Romane eine Reihe von Gestalten, die äußerlich oder innerlich versehrt sind, angefangen bei der kleinen Klara, die im fernen Frankfurt an den Rollstuhl gefesselt
ist, über des Geißenpeters blinde Großmutter, die »das Heidi« so gern frische weiße Brötchen mitbringen würde, bis hin zum Alpöhi selbst, den ein dunkles Geheimnis einst in seine Einsamkeit
trieb.
Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat? macht sich auf die Suche nach dem verlorenen Heimatbegriff: Mit Alphörnern, Kuhglocken und weiteren einschlägigen Instrumenten befragt
es die Figuren des Romans nach dem Vakuum, das Heidi bei ihnen hinterlassen hat, dabei stets den Diskurs zwischen »wirklicher Heimat« und ihren Klischees auslotend. Angesichts des
Bekanntheitsgrades des Kinderbuches wird dabei auf eine lineare Nacherzählung verzichtet, zugunsten einer frei assoziativen, quasi kompositorisch-sprachlichen Gestaltung der Thematik: Die
Gegensatzpaare Natur – Kultur, Wildnis – Zivilisation, Ungebundenheit – Verantwortung, Instinkt – Erziehung prägen die Textgestaltung. Musikalisch fließen zwei Auffassungen ineinander: Musik
als Ausdruck eines künstlerischen Individuums, basierend auf der Umsetzung einer differenzierten Partitur, und Musik im Sinne einer kollektiven Musizierpraxis, basierend auf der Pflege und
Weiter-entwicklung überlieferter Lieder und Verse. Das NRW KULTURsekretariat und die Kunststiftung NRW gründeten im Mai 2005 den Fonds Experimentelles Musiktheater. Ziel ist es,
zeitgenössische Musiktheater-Produktionen zu initiieren, zu erproben und zu fördern, die das Wechselverhältnis von Sprache, Musik und Theater-Raum neu befragen und experimentell erkunden. Von
besonderer Bedeutung ist dabei der Entwicklungsprozess, der sich frühzeitig auf den spezifischen Aufführungsraum der Uraufführung beziehen soll.
MUSIKALISCHE LEITUNG Titus
Engel ist Initiator der Akademie Musiktheater Heute sowie der Ligerzer Opernwerkstatt und Herausgeber der Anthologie Generation Oper – 15 junge Kommentare zur Situation der Oper (Saarbrücken
2001) sowie von Libretto – zeitgenössische Positionen (Saarbrücken 2006). Seit 2004 erarbeitet Titus Engel mit dem Regisseur Andreas Bode und dem Ensemble Resonanz jährlich eine
Opernproduktion. Dabei kamen bereits Aufführungen wie Webers Freischütz, Mozarts Don Giovanni und Monteverdis Orfeo zustande. 2003 war er Fellow von David Zinmans American Academy of
Conducting at Aspen. Von 2002 bis 2005 wurde er vom DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrats gefördert. Als Assistent von Marc Albrecht und Peter Rundel war er an der Deutschen Oper Berlin,
der Opéra de Paris und am Teatro Real Madrid tätig. Neben der Oper ist die zeitgenössische Musik der zweite Arbeitsschwerpunkt von Titus Engel. Im Jahr 2000 wurde er zum musikalischen
Leiter des Ensemble Courage Dresden ernannt, das sich seither zu einem der profiliertesten jungen Ensembles Deutschlands entwickelt hat. Als Gast leitete er u. a. die musikFabrik NRW, die
Ensembles »Recherche«, »Ascolta« und »Modern« sowie das Kammerensemble Neue Musik Berlin. Er hat zahlreiche Werke für Rundfunk und CD-Aufnahmen eingespielt und über 30 Werke uraufgeführt,
darunter Kompositionen von Wolfgang Rihm, Benjamin Schweitzer, Olga Neuwirth, Enno Poppe und Klaus Lang.
Titus Engel studierte Musikwissenschaft und Philosophie in Zürich und Berlin sowie Dirigieren an der Hochschule für Musik Dresden.
INSZENIERUNG Der Schweizer Leo Dick
erhielt 2007 den Förderpreis des Fonds Experimentelles Musiktheater NRW für das Projekt Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat? Im selben Jahr schloss er sein Studium in der Meisterklasse
Komposition/Musiktheater von G. Aperghis an der Hochschule der Künste Bern ab. Außerdem studierte er Komposition an der Universität der Künste Berlin (Diplom 2004) sowie Regie an der
Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin (2000-2006, Diplomprüfung 2008). Während des Studiums war er als Lehrer für Musiktheorie an der Musikschule Konservatorium Bern sowie als
Regieassistent am Theater Luzern tätig und absolvierte Produktionshospitanzen beim Festival Rümlingen (2005) und beim Berliner Festspielhaus (2003). 2003 erhielt er den ersten Preis im
Kompositionswettbewerb der Hochschule für Musik und Theater Zürich für Farblichtflügel.
TEXTARBEIT, SZENARIUM Felizitas Ammann arbeitet als freischaffende Journalistin und
Kritikerin (u.a. für Tages-Anzeiger Zürich, Schweizer Radio DRS2 und nachtkritik.de) sowie als freie Dramaturgin im Theater- und Tanzbereich, zuletzt für Sandra Schöll (corporeal. prod.) in
Basel. Sie studierte Germanistik, Theater- und Kunstwissenschaft in Basel, Bern und Berlin und schloss 2002 mit Lizentiat ab. Während des Studiums führte sie Regie bei
Jugendtheaterproduktionen und absolvierte Hospitanzen am Theater Basel. 2002 bis 2003 war sie wissenschaftliche Assistentin und Dozentin am Deutschen Seminar der Universität Basel.
SZENOGRAPHIE Seit 2005 arbeitet Tassilo Tesche freischaffend und gestaltete Bühne und Kostüme u.a. für Untergrundkrieg an den Münchner Kammer-spielen, drei Uraufführungen bei den
World New Music Days am Luzerner Theater, Rossignol und Mavra am Theater Aachen und zuletzt Gift am Schlachthaustheater Bern und dem Theater an der Winkelwiese. Von 2003 bis 2005 war er als
Bühnenbildassistent am Luzerner Theater. Er arbeitete u.a. mit Robert Wilson, Daniel Libeskind und Christoph Schlingensief zusammen. Tassilo Tesche studierte an der Accademia di Belle
Arti in Venedig Bühnenbild und an der Hochschule der Künste in Berlin Architektur. Schon während seines Studiums war er mit kleineren Arbeiten als Ausstatter an der Schaubühne am Lehniner
Platz und am Berliner Ensemble vertreten.
[© Theater Bielefeld]
www.theater-bielefeld.de
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Karneval der Tiere (Le carnaval des animaux ~ Grande fantaisie zoologique) Musikalische Suite für Kammerorchester
Von:
Camille Saint‐Saëns
Zur Inszenierung von Barock am Main:
Premiere: Fr. 12. August 11 (Geeignet ab 5 Jahren; Dauer: ca. 50 Minuten.)
In Versen neu erzählt von: Michael Quast Musikalische Fassung von: Rhodri Britton Bühnenausstattung:
Daniel Groß und Esther Himmighoffen Kostüme: Petra Strassburger Maske: Katja Gieß Musikalische Leitung: Rhodri Britton Regieassistenz:
Christian Gnasmüller Regiehospitanz: Maurice Lenhard Kostümassistenz: Raphaela Rose, Mara Scheibinger Schneiderinnen: Aileen Weis, Simone Louis
Technische Leitung: Daniel Groß Bühnenmeister: Uwe Dittrich Requisite: Esther Himmighoffen
Besetzung:
Wellensittich: Judith Quast/Darleen Krämer
Maus: Mia Frey Frosch: Ole Schwarz Kuh: Fritz Groß, Christian Gnasmüller Mops: Maurice Lenhard Kartoffelkäfer: Alexander J. Beck
7. Pinguin: Kaspar Quast Schwein: Christian Gnasmüller Violine: Raimund Wartenberg Klarinette: Ates Yilmaz Gitarre: Cameron Nelson Bayan:
Mirjana Petercol Fagott: Victor Gutu Kontrabass: Thomas Bronkowski Schlagzeug: Viktor Bajlukow Regie:
Fritz Groß und Michael Quast
Der Karneval der Tiere ist ein Vergnügen für die ganze Familie! Das neue Arrangement der berühmten Musik von Saint-Saëns ist witzig
und anspruchsvoll zugleich. Ganz abgesehen davon, was vor der Fassade des Bolongaropalastes passiert, wenn die Tiere einen Karneval veranstalten: Enten marschieren unter Löwenfellen herein,
die Kuh verkleidet sich als Elefant, eine Maus geht tauchen und Nilpferd und Kamel lernen fliegen. Die Rahmenhandlung, von Michael Quast in Versen neu erzählt, bringt nicht nur die Kinder,
sondern auch die Eltern und Großltern zum Lachen. Vorhang auf für ein farbenfrohes Spektakel! Vor der Vorstellung werden im Bolongarogarten zwei Jongleure ihre Späße treiben und die
Gastronomie hat sich etwas ganz besonderes für das junge Publikum ausgedacht. Kommen Sie, bringen Sie Kind und Kegel mit und lassen Sie sich überraschen! [© Barock am Main]
12. August 2011 – 4. September 2011 immer freitags, samstags 15.00Uhr und sonntags 11.00Uhr Die Zuschauertribüne ist überdacht! Karten: www.barock-am-main.de oder per Telefon 069 07 662 580 und an vielen Vorverkaufsstellen.
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Katja Kabanova
Oper in drei Akten von: Leoš Janáček Text:
Leoš Janáček (nach dem Schauspiel Das Gewitter (1859) von Alexandr Nikolajewitsch Ostrowski)
Uraufführung: 23. November 1921 (Brünn, Nationaltheater)
Zur Inszenierung des Landestheater Coburg:
Premiere: 21. Januar 12
Musikalische Leitung:
Roland Kluttig Inszenierung: Alessandro Talevi Bühnenbild und Kostüme: Annemarie Woods
Besetzung:
Sawjol Prokofjewitsch Dikoj: Michael Lion
Boris Grigorjewitsch: Roman Payer Marfa Ignatjewna Kaban (Kabanicha): Gabriela Künzler Tichon Iwanytsch Kabanow: Karsten Münster Wanja Kudrjasch:
Milen Bozhkov Katherina (Katja): Betsy Horne Barbara: Verena Usemann Kuligin: Martin Trepl Glascha: Juliana Parra / Hayley Sugars
Fekluscha: Eva-Maria Fischer / Juliana Parra
* Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge
Wenn in der Oper Gewitterwolken aufziehen, bedeutet das im
Orchestergraben Arbeit für die Trommler, die den Wind peitschen lassenden Geiger und eine Etage höher auf der Bühne meist Drama pur. Wenn gegen Ende der Oper „Katja Kabanowa“, die zwischen
1919 und 1921 entstanden ist, nach langen, lähmenden russischen Sommertagen die ersten Tropfen fallen, meint man das Blut vom Kreuze rinnen zu hören – und die Revolution am Horizont
aufmarschieren zu sehen. Katja, die Unterdrückte, die Zerrissene zwischen Liebe, Gehorsam und eigenen Ansprüchen, opfert sich für die Wahrheit und bringt doch kaum Erlösung, sondern
Erschrecken und eine Fassungslosigkeit. Allein daran mag man erkennen, wie vielschichtig und wie lebensnah diese Oper des Komponisten Leoš Janáček ist. Das Leben wollte der Künstler aus
Mähren immer abbilden, seine Figuren zeichnete er mit der Genauigkeit eines Skalpells und schrieb Musik, an der sich die Seele feine Schnitte holt. Die großen Gefühlsausbrüche seiner
Protagonisten aber haben heilende Wirkung und sind hoffnungsvolle Hymnen auf das Leben, auf unsere Schwächen und auf die Individualität. Erwarten Sie Onkel Wanja, Doktor Schiwago und Eugen
Onegin an einem Abend? Hier werden Ihre Erwartungen übertroffen.
Gleich zwei Preisträger des Europäischen Opernregie-Preises konnte Bodo Busse, Intendant des Landestheaters Coburg,
für die Neuinszenierung der Oper Katja Kabanowa gewinnen.
Mit Alessandro Talevi kommt ein ebenso junger wie prominenter Opernregisseur für die Neuinszenierung von „Katja Kabanowa“ ans Landestheater Coburg. In London ist Talevi längst kein unbekanntes Talent mehr: Ihm bescheinigte der Sunday Telegraph die ergreifendste Neuinszenierung der Britten-Oper „The Turn of the Screw“ in den vergangenen Jahren. Der im südafrikanischen Johannesburg geborene Künstler wird aber nicht nur deshalb in London als eines der großen Regie-Talente gehandelt und arbeitet bereits an entsprechend hochkarätigen Häusern. Ob Kapstadt, Tel Aviv oder Leeds: die Opernhäuser, an die Alessandro Talevi eingeladen wird, werden immer größer und prominenter. 2007 erhielt der Regisseur für seine Konzeption der Oper „Rusalka“ den Europäischen Opernregie-Preis in Wiesbaden, wo Coburgs Intendant Bodo Busse auf ihn aufmerksam wurde. 2008 fand sich Talevis Inszenierung von „Pelléas et Mélisande“ am traditionsreichen Londoner Sadler’s Wells Theatre auf der Nominierten-Liste für den Royal Philharmonic Society Award wieder. Dass sich Coburg gerade im „Albert-Jahr“ ein solches britisch geprägtes Talent für eine Operninszenierung angeln konnte, darf als besonderer Glücksfall bezeichnet werden.
Annemarie Woods zählt zu den jungen britischen Bühnen-und Kostümbildnerinnen, in die große Hoffnungen gelegt werden. Nachdem die Britin 2001 das Studium an Wimbledon School of Art erfolgreich abgeschlossen hatte, erarbeitete sie Bühnenbilder und Kostüme in schneller Folge für verschiedene Theaterproduktionen in Großbritannien und Irland. In den ersten Jahren schuf sie unter anderem Ausstattungen für Shakespeare-Stücke und machte mit Bühnenbildern und Kostümen für zeitgenössische Werke auf sich aufmerksam. Ob in Manchester oder London: immer wieder wurden die Kritiker auf die junge Kreative aufmerksam und nominierten sie für Preise oder zeichneten sie gleich mit einem aus, beispielsweise mit dem Manchester Evening News Award oder auch dem Edingburgh Fringe First Award. In diesem Jahr wurde sie von der Jury des Europäischen Opernregie-Preises mit dem 1. Preis für ihre Konzeption der Bellini-Oper „I capuleti e i Montecchi“. ausgezeichnet.
Derzeit verlegt sich Annemarie Woods auf Opern-Ausstattungen. Nach verschiedenen Assistenzen – unter anderem beim Bregenzer Seebühnen-Ausstatter Antony McDonald – stehen in den kommenden
Monaten erste Aufträge für britische und schottische Opernhäuser auf ihrem Terminplan. Wer die Internetseite von Annemarie Woods besucht, merkt rasch, dass hier eine Künstlerin nach Coburg
kommt, die ihr Handwerk beherrscht und neugierig auf den Einsatz neuer Techniken für zeitlose Themen ist. [© Landestheater Coburg]
www.landestheater-coburg.de
Zur Inszenierung der Oper Bonn:
Premiere: 2. Mai 10
Musikalische Leitung: Will Humburg
Inszenierung: Balázs Kovalik Ausstattung: Csaba Antal
Besetzung:
Dikoj: Ramaz Chikviladze Boris: George Oniani Kabanicha:
Daniela Denschlag/Anjara I. Bartz Tichon: Mark Rosenthal Katja: Irina Oknina/Julia Kamenik Barbara: Susanne Blattert Wanja: Tansel Akzeybek
Kuligin: Martin Tzonev
Chor des THEATER BONN Beethoven Orchester Bonn
www.theater-bonn.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt: (in deutscher Sprache)
Premiere: 19. September 09
Musikalische Leitung: Martin Lukas Meister Inszenierung: John Dew Bühne: Heinz Balthes Kostüme: José-Manuel Vázquez Choreinstudierung:
André Weiss
Besetzung:
Sawjol Prokofjewitsch Dikoj: Andreas Daum Boris Grigorjewitsch: Norbert Schmittberg Marfa Ignatjewna Kaban:
Sonja Borowski-Tudor Tichon Iwanytsch Kabanow: Andreas Wagner Katherina: Susanne Serfling Wanja Kudrjasch: Lucian Krasznec Barbara:
Viola Zimmermann Kuligin: Werner Volker Meyer Glascha: Margaret Rose Koenn Fekluscha: Niina Keitel Eine Frau aus dem Volk: Barbara Haber
www.staatstheater-darmstadt.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Wiederaufnahme: 11. November 05
Musikalische Leitung:
Lothar Zagrosek Inszenierung: Anselm Weber Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Katharina Thoma / Alan Barnes Bühnenbild: Hermann Feuchter Kostüme:
Bettina J. Walter Dramaturgie: Werner Hintze / Hendrikje Mautner Licht: Olaf Winter Chor: Alessandro Zuppardo
Besetzung Wiederaufnahme Saison 05/06:
Dikoj: Magnus Baldvinsson Boris: Michael König Kabanicha: Elzbieta Ardam Tichon: Hans-Jürgen Lazar Katja:
Ann-Marie Backlund Kudrjáš: Peter Marsh Varvara: Jenny Carlstedt u.a.
„Ich habe eine neue Oper angefangen“, schrieb Leoš Janáček (1854-1928) im Januar 1920
an seine Geliebte Kamila Stösslová, die als Vorbild die großen Frauengestalten seiner späten Opern prägte. „Die Hauptfigur ist eine Frau von so sanftem Gemüt, dass eine leichte Brise sie
schon davonwehen würde, geschweige denn der Sturm und das Gewitter, das über sie hereinbricht.“
Von ihrem Ehemann Tichon und dessen Mutter Kabanicha gekränkt, vertraut Katja Varvara
an, dass sie einen anderen Mann, Boris, liebe. Als Tichon auf Geschäftsreise geht, trifft sich Katja heimlich mit Boris, wird jedoch nach Tichons Rückkehr von ihrem schlechten Gewissen
gequält. Durch ein Gewitter in Aufruhr versetzt, gesteht sie schließlich ihren Ehebruch. Von allen Menschen verachtet, wünscht sie sich den Tod. Bei einem letzten Treffen mit Boris müssen
beide die Unerfüllbarkeit ihrer Liebe erkennen. Katja stürzt sich in die Wolga. Erst nach ihrem Tod findet Tichon die Kraft, sich gegen seine Mutter aufzulehnen.
Zum ersten Mal
wird Anselm Webers Inszenierung vom Januar 2004 in den Spielplan der Oper Frankfurt wiederaufgenommen. Inzwischen bekleidet der Regisseur seit der Saison 2003/04 die Position des Intendanten
am Schauspiel Essen. Seine Sicht auf die Geschichte einer jungen Frau, die an der Kälte und Gleichgültigkeit ihrer Umwelt scheitert, fand bei Publikum und Presse gleichermaßen großen Anklang.
„Die lyrische Spannung einer hochkonzentrierten Aufführung bewegt sich bis zum tödlichen Ende auf höchstem Niveau“, konnte man in einer der Kritiken lesen. Die Wiederaufnahme weist drei
Neubesetzungen aus dem Ensemble der Oper Frankfurt auf: So gibt Ann-Marie Backlund, umjubelte Jenufa der letzten Spielzeit, nun auch ihr Rollendebüt als Katja. Peter Marsh singt in dieser
Produktion erstmals den Kudrjáš; Hans-Jürgen Lazar übernimmt den Tichon. Die musikalische Leitung dieser Wiederaufnahme liegt, wie bereits bin der Premierenserie, bei Lothar Zagrosek, seit
1997 GMD in Stuttgart. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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Kein Ort. Nirgends
Oper nach Christa Wolf von: Anno Schreier Libretto von:
Christian Martin Fuchs Uraufführung: 22. September 2006 (Oestrich-Winkel, Bentano-Scheune)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz in der Saison 2006/07:
Uraufführungspremiere 1: 22. September 06, Oestrich-Winkel (Brentano-Scheune)(Geschlossene Veranstaltung des „Singing Summer")
Uraufführungspremiere 2: 14. Oktober 06, Staatstheaters Mainz (Kleines Haus ) Weitere Vorstellungen: 22. (15 Uhr), 19. Oktober 2006 um 19.30 Uhr
Musikalische Leitung: Thomas Dorsch Inszenierung: Anna Malunat Bühne und Kostüme: Janina Janke
Mit:
Sonja Gornik, Sarah Kuffner, Diana Schmid; Daniel Jenz, Arthur Pirvu, Patrick Pobeschin, Florian Rosskopp. Statisterie des Staatstheaters Mainz.
Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz.
Zum Stück: Salon Merten in Winkel am Rhein im Juni 1804. Es trifft sich eine ebenso illustre wie weltgewandte
Gesellschaft: Friedrich Carl von Savigny, Clemens Brentano mit Schwester Bettine und andere. Dazwischen zwei Dichter, beide der Welt abhanden gekommen: Heinrich von Kleist und Karoline von
Günderrode. Es entspinnt sich ein einsamer Dialog, „Gesprächsinseln in einem Meer von Fremde", in denen „das Wort als Feld der Hoffnung" erscheint (C. M. Fuchs). In
musikdramatischen Momentaufnahmen leuchtet Anno Schreier in seiner Oper „Kein Ort. Nirgends" nach der gleichnamigen Erzählung von Christa Wolf die „inneren Räume" seiner Figuren
aus. Vergangenheit erscheint als produktive Gegenwart, der „Projektionsraum Romantik" wird zum Analogiemodell für unsere Zeit.
Anno Schreier, 1979 in Aachen geboren, studierte
Komposition bei Manfred Trojahn in Düsseldorf, am Royal College of Music London und ist seit 2005 Meisterschüler Hans-Jürgen von Böses. Er ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, darunter
„Schüler komponieren" der Jeunesses Musicales, Saarbrücker Komponistenwerkstatt, Uuno-Klami-Wettbewerb Finnland und wurde vom „ensemble eleven composers" Manchester und dem
Tactus-Forum Brüssel ausgezeichnet.
Die junge Regisseurin Anna Malunat (*1980) studierte in Bonn Germanistik und Komparatistik sowie in München Schauspiel- und Musiktheaterregie. Am
Prinzregententheater inszenierte sie Schillers „Kabale und Liebe", am Staatstheater Saarbrücken das Musiktheater „Der Herr Gevatter" sowie am Staatstheater Cottbus „Die
Zauberflöte". 2005 gewann sie den Grazer „Ring-Award" für Regie- und Bühnenbild.
In Kooperation mit der Internationalen Sommerschule
„Singing Summer" an der Hochschule für Musik Mainz. - Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und der Brentano-Scheune Oestrich-Winkel.
www.staatstheater-mainz.de
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King Arthur Semi-Oper in fünf Akten und einem Vorspiel
Von: Henry Purcell (zu einem Schauspiel von John Dryden)
Urauffürung: 1691 (London, Queen's Theatre, Dorset Garden)
Zur Inszenierung des Theater Aachen:
Premiere: 1. April 12
Musikalische Leitung:
Volker Hiemeyer Inszenierung: Albrecht Hirche Bühne: Albrecht Hirche Kostüm: Franziskae Grau Dramaturgie:
Inge Zeppenfeld, Michael Dühn Choreinstudierung: Andreas Klippert
Besetzung:
King Arthur: Karsten Meyer Oswald, King of Kent:
Thomas Hamm King Arthur/ Gesang,Conon, Duke of Cornwal u.a.: Pawel Lawreszuk Emmeline: Julia Brettschneider Emmeline/ Gesang, Priesterin, u.a.:
Katharina Hagopian Philidel, Schäferin, Sirene u.a.: Astrid Pyttlik Grimbald: Robert Seiler Grimbald/ Gesang: Jorge Escobar
Aurelius, Sachsenpriester, Britenkrieger u.a.: Patricio Arroyo Merlin, Zauberer: Joey Zimmermann Osmond, Magier der Sachsen: Elke Borkenstein
Matilda, Schäferin, Sirene u.a.: Katrin Stösel Bote: Lynn Borok-Melton
Opernchor Theater Aachen, Extrachor Theater Aachen sinfonieorchester Aachen
Statisterie Theater Aachen
Die barocke Üppigkeit der Musik des britischen Komponisten Henry Purcell und John Drydens überbordende Spielhandlung im shakespeareschen Stil finden zu einer
besonderen Mischform aus Schauspiel, Musiktheater und Tanz zusammen.
Der Ort der Handlung ist gleichermaßen ein Kriegsschauplatz wie eine zauberhafte Märchenwelt: Als der Sachsenkönig
Oswald zum Kampf gegen den legendären britischen König Arthur antritt, können sich beide auf magische Kräfte stützen, doch die Zauberer Merlin und Osmond, der Erdgeist Grimbald und der
Luftgeist Philidel kommen sich immer wieder gegenseitig in die Quere, vor allen Dingen, wenn es um die blinde Emmeline geht, die King Arthur liebt, die aber auch von Oswald begehrt wird. Sie
wird durch Täuschung und Verkleidung zum heiß umkämpften Spielball der gegnerischen Parteien … [© Theater Aachen]
www.theater-aachen.de
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Der König Kandaules Oper in drei Akten
Von: Alexander Zemlinsky Text:
Alexander Zemlinsky nach dem Drama Le Roi Candaule von André Gide Partitur rekonstruiert und Instrumentation vervollständigt von: Antony Beaumont Uraufführung:
6. Oktober 1996 (Hamburg, Hamburgische Staatsoper)
Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:
Premiere: 19. Juni 10 (Stadttheater)
Musikalische Leitung: Peter Kuhn Inszenierung: Birgit Kronshage Bühne und Kostüme: Marina Hellmann Dramaturgie: Uwe Sommer
Besetzung:
Kandaules:
Luca Martin Nyssia: Sabine Passow Gyges: Alexander Marco-Buhrmester Trydo, seine Frau: Ilknur Özcan (stumme Rolle) Koch/Philebos: Torben Jürgens
Phedros: Meik Schwalm Simias/Syphax: Dirk Mestmacher Nicomedes: Jacek Janiszewski Pharnaces: Lutz Laible Sebas: Eric Laporte Archelaos:
Sebastian Pilgrim
Gefördert durch den Alexander-Zemlinsky-Fonds bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Peter Kuhns letzte Opern-Premiere als Bielefelder GMD ist
ein berührendes, tiefgründiges und zugleich dramatisch ungemein bühnenwirksames Abschiedsstück: Alexander Zemlinskys letzte Oper Der König Kandaules. Komponiert in Wien 1935-38 ist sie ein Dokument aus letzter Zeit – bezogen sowohl auf die Lebenszeit des Komponisten als auch auf die Entstehungszeit, die Jahre der Agonie vor dem Einmarsch Hitlers und dem bald folgenden Kriegsausbruch. Zemlinsky hat die Oper zwar im Particell (Partiturskizze) vollendet, die Instrumentation aber nur zu etwa einem Drittel fertig stellen können. Im März 1938 floh der 67-Jährige mit seiner Frau in die USA, wo er – vermutlich mit Recht, schließlich sieht das Libretto eine kurze Nacktszene vor – keine Zukunft für das Werk sah. Der Dirigent und Musikologe Antony Beaumont hat in den 90er Jahren die Partitur vervollständigt. 1996 wurde Der König Kandaules in Hamburg mit großem Erfolg uraufgeführt und seitdem an vielen Häusern nachgespielt.
Ist Kandaules glücklich? Man könnte es meinen – hat er doch Macht und Reichtum ohne Ende, viele Freunde und die schönste Frau an seiner Seite. Doch wenn einer soviel über sein Glück
spricht, wie Kandaules, wird man stutzig. Und in der Tat hat der König ein Problem, denn er fühlt sein Glück nur, wenn er es mit anderen teilt. So kommt er auf die perfide Idee, den armen
Fischer Gyges zu überreden, eine Liebesnacht mit seiner Frau Nyssia zu verbringen. Dabei kommt ihm ein geheimnisvoller Ring zu Hilfe, der seinen Träger unsichtbar macht. Gyges kann nicht
widerstehen, Nyssia erbebt in ungeahnter Ekstase, und Kandaules wird zum ersten Mal eifersüchtig…
Die Handlung geht zurück auf die schon bei Platon und Herodot erzählte Geschichte
über den lydischen König Kandaules und dessen Nachfolger Gyges, der als erster Tyrann in die Historie einging. In der Dramatisierung von André Gide und in der expressiven Vertonung Zemlinskys
wird die Geschichte zu einem psychologisch feinsinnigen Krimi um Liebe, Besitz und Begehren. Zemlinsky hat in dieses typische Spätwerk die ganze Erfahrung seines reichen Schaffens
hineingelegt und noch einmal sein immens vielgestaltiges Ausdrucksvermögen unter Beweis gestellt. Die Hauptfiguren sind so vielschichtig angelegt, dass jedes Schema von »Gut« und »Böse« an
ihnen scheitert. Die Musik schlägt einen Bogen von der Spätromantik Mahlers und des frühen Schönberg über den Songstil eines Kurt Weill bis zur Komplexität eines Alban Berg, wobei Zemlinsky
in der Partitur immer wieder einen Spiegel auf seine eigenen Werke wirft: Sein ohnehin zum privaten Bekenntnis neigenden Tonfall wird in dieser Oper noch persönlicher.
Musikalische Leitung: Peter Kuhn, seit 1998 Generalmusikdirektor des Theater Bielefeld, dirigierte hier u.a. Turandot, die Uraufführung von Claus
Kühnls Die Geschichte von der Schüssel und vom Löffel, Carmen, Hoffmanns Erzählungen, Idomeneo, Rusalka, Lulu, Otello, Così fan tutte, Madama Butterfly, Jenufa, Margarethe, Un Ballo in
Maschera, Die Meistersinger von Nürnberg, Amerika, Der fliegende Holländer, Norma, Don Carlos, Il Viaggio a Reims, Der Rosenkavalier, Pelléas und Melisande, Die Hochzeit des Figaro, Oedipe,
Aida, Luisa Miller, Der Baum der Diana, Tristan und Isolde, Don Pasquale, Capriccio, Falstaff und Der Stern. Im Jahr 2000 erhielt Peter Kuhn zusammen mit den Bielefelder Philharmonikern die
Auszeichnung des Deutschen Musikverleger-Verbandes für das beste Konzertprogramm der Saison 1999/2000. Der gebürtige Karlsruher begann sein Dirigierstudium 1985 bei Hans Herbert Jöris und
Lutz Köhler an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover, das er 1992 mit dem Konzertexamen abschloss. 1990 erhielt er den Förderpreis des Niedersächsischen Kultusministeriums. Sein
erstes Theaterengagement hatte Peter Kuhn von 1990 bis 1995 als Repetitor und Kapellmeister am Theater Dortmund, 1995 wurde er 1. Kapellmeister am Luzerner Theater und 1998 wechselte er zum
Theater Bielefeld.
Inszenierung: Birgit Kronshage ist seit der Spielzeit 2002/03 Spielleiterin am Theater
Bielefeld, wo sie zuvor schon bei einigen Produktionen als Regieassistentin gearbeitet hat. In der Spielzeit 2003/04 inszenierte sie für das Theater am Alten Markt mit sehr großem Erfolg
Monteverdis szenisches Madrigal Combattimento di Tancredi e Clorinda. Für das OPERN.STUDIO setzte sie bereits den Monteverdi-Abend Orpheus oder Umdrehen zwecklos, Viktor Ullmanns Die Weise
von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke, das musikalische Märchen Des Kaisers neue Kleider und den Operetten-Abend In Sachen Gasparone frei nach Carl Millöcker in Szene. Zuletzt
inszenierte sie in Bielefeld La Bohème, den Liederabend Schlachten / Tanten / Grausamkeiten und Im Anblick der Rose. Von 1991-93 war Birgit Kronshage als Dramaturgin für Musiktheater und
Konzert am Stadttheater Gießen tätig, wechselte dann als Regieassistentin an die Bühnen der Stadt Kiel und war dann von 1994-98 als Spielleiterin und Regieassistentin am Stadttheater
Bremerhaven engagiert. In Bremerhaven inszenierte sie Frau Diavolo von Auber, Der Liebestrank von Donizetti, Zwei Witwen und Die verkaufte Braut von Smetana. Für das Nordharzer
Städtebundtheater/ Harzer Bergtheater Thale übernahm sie die Co-Regie bei Das Schwarzwaldmädel von Jessel und inszenierte Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer von Berg/Wecker. Birgit
Kronshage studierte Romanistik (Französisch, Italienisch), Musikwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur in Göttingen und Bonn.
Bühne und Kostüme Die aus Serbien stammende Bühnenbildnerin Marina Hellmann
studierte Architektur in Belgrad. In ihrer Heimat stattete sie über 100 Produktionen aus und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 1991 wechselte sie an das Theater an der Ruhr, 1993 an die
Wuppertaler Bühnen. Seit 1994 ist sie freischaffend tätig, u.a. in Düsseldorf, Bremen, Antwerpen, Lübeck, Kiel, Rostock, Hamburg, Hannover, Mainz, Weimar, Berlin, Linz und Klagenfurt. Auch
nach Übersee – Seoul, Bogota, Damaskus – führte sie ihre Arbeit. Neben ihrer Tätigkeit als Bühnenbildnerin veröffentlichte sie verschiedene Beiträge in Fachzeitschriften und unterrichtete am
Institut für neue Theaterformen in Belgrad. 2007 war sie für die Raumgestaltung der Freilichtspiele Das große Welttheater in Einsiedeln (Schweiz) mit seinen rund 500 Teilnehmern
verantwortlich. An der Staatsoper Hannover stattet sie seit 2007 die jährlichen Opernbälle aus. Seit 2009 unterrichtet sie außerdem als Gastdozentin Bühnenbild im Fachbereich Theaterregie an
der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
[© Theater Bielefeld]
www.theater-bielefeld.de
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König Roger / Der Hirte (Król Roger / Pasterz) Oper in drei Akten
Von: Karol Szymanowski
Libretto: Jaroslaw Iwaszkiewicz / Karol Szymanowski Uraufführung: 19. Juni 1926 (Warschau, Teatr Wielki)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 15. Januar 11
Musikalische Leitung:
Andreas Hotz Inszenierung: Joan Anton Rechi Bühne: Alfons Flores Kostüme: Moritz Junge Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Carsten Jenß
Besetzung:
König Roger: Heikki Kilpeläinen Roxane: Susanne Geb Edrisi: Alexander Kröner Der Hirte:
Ryszard Minkiewicz Erzbischof: Ryszard Minkiewicz Diakonssin: Katherine Mariott Chorsolisten:,Igor Loseev, Irina Sokolovskij
Chor und Extrachor des Staatstheater Mainz Knabenchor des Mainzer Domchors Philharmionisches Staatsorchester Mainz
Besprechung auf kulturfreak.de
König Roger Staatstheater Mainz Der Hirte (Ryszard Minkiewicz), Roxane (Susanne Geb), König Roger (Heikki Kilpeläinen) © Martina Pipprich
Bilder vom Produktionsprozess www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung der Bregenzer Festspiele:
Premiere: 23. Juli 09 (Festspielhaus)
Musikalische Leitung: Sir Mark Elder Inszenierung: David Pountney Bühne: Raimund Bauer Kostüme: Marie-Jeanne Lecca Choreographie: Beate Vollack
Licht: Fabrice Kebour Chorleitung: Anna Szostak, Wlodzimierz Siedlik Chorleitung Kinderchor: Wolfgang Schwendinger
Wiener Symphoniker
Sängerensemble der Stadt Katowice - "Camerata Silesia" Polnischer Rundfunkchor Krakau Kinderchor Tänzer
Koproduktion mit dem Gran Teatre del Liceu Barcelona
www.bregenzer-festspiele.com
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Königskinder Märchenoper in drei Aufzügen
Von: Engelbert Humperdinck Uraufführung:
28. Dezember 1910 (New York, Metropolitan Opera)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 30. September 12
Musikalische Leitung:
Sebastian Weigle Regie: David Bösch Bühnenbild: Patrick Bannwart Kostüme: Meentje Nielsen Licht: Frank Keller Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Chor: Matthias Köhler
Besetzung:
Der Königssohn: Daniel Behle Die Gänsemagd: Amanda Majeski Der Spielmann: Nikolay Borchev
Die Hexe: Julia Juon Der Holzhacker: Magnús Baldvinsson Der Besenbinder: Martin Mitterrutzner Der Ratsälteste: Franz Mayer Der Wirt:
Dietrich Volle Die Wirtstochter: Nina Tarandek Der Schneider: Beau Gibson Die Stallmagd: Katharina Magiera
u.a.
Besprechung auf kulturfreak.de
Nach dem Erfolg seiner Märchenoper Hänsel
und Gretel (1893) wählte Engelbert Humperdinck (1854-1921) für die Königskinder das Genre des „gebundenen Melodrams“, das von den Darstellern auf orchestraler Basis einen in Tonhöhe und
Rhythmus festgelegten Sprechgesang forderte. Diese schwierig zu realisierende Umsetzung trug 1897 im Münchner Hoftheater zum mäßigen Erfolg des Werkes bei. Humperdinck entschloss sich daher
zehn Jahre später, den Stoff zur Oper umzuarbeiten und vermischte dabei erneut einen volksliedhaften Ton mit seiner an der Musiksprache seines verehrten Vorbildes Richard Wagner orientierten
Kompositionsweise. Die Uraufführung am 28. Dezember 1910 an der New Yorker Metropolitan Opera geriet zum durchschlagenden Erfolg. Rasch wurde die Oper an internationalen Bühnen nachgespielt,
geriet jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit, der sie hierzulande erst während der letzten Jahre entrissen wurde.
Die Handlung von Humperdincks Oper setzt sich aus
Motiven verschiedener Märchen zusammen: Die Gänsemagd lebt von Kind auf bei einer Hexe im Wald, den sie wegen eines Zaubers nicht verlassen kann. Als sie sich in einen Königssohn verliebt,
ist es ihr wegen des Banns unmöglich, ihm zu folgen. Der junge Mann verlässt sie enttäuscht, nicht ohne ihr vorher seine Krone zu überlassen. Die zurückkehrende Hexe trifft bei ihrer Hütte
auf den Spielmann, der sie um Rat bittet. Im nahen Dorf Hellabrunn ist der Königsthron verwaist. Wie solle man einen geeigneten Herrscher finden? Die Hexe antwortet, dass derjenige, der punkt
Mittag durch das Stadttor schreitet, König werden solle. Zur Überraschung aller Versammelten ist es die Gänsemagd, die den Zauberbann überwinden konnte und nun – die Königskrone auf dem Kopf
– dem Prinzen gegenüber tritt. Das enttäuschte Volk jagt das junge Paar zurück in den Wald. Der Spielmann macht sich auf die Suche nach den beiden, denn er hat von Anfang an im Wesen der
jungen Frau trotz ihres niederen Standes eine wahrhaft königliche Würde erkannt. Doch er kommt zu spät. Hungrig hat das ahnungslose Paar bei den Bewohnern der Hütte der zwischenzeitlich
verstorbenen Hexe die Krone gegen ein von der Alten vergiftetes Brot eingetauscht. Tot sinken sie in den Schnee, der Spielmann hofft auf eine glückliche Vereinigung der beiden im Jenseits.
Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Sebastian Weigle zeichnet für die Inszenierung der junge Regisseur David Bösch verantwortlich, der an der Oper Frankfurt
2009/10 mit Vivaldis Orlando furioso debütierte. In der Partie des Königssohns kehrt mit dem Tenor Daniel Behle ein ehemaliges Frankfurter Ensemblemitglied an den Main zurück. Als Gänsemagd
debütiert die amerikanische Sopranistin Amanda Majeski nach beachtlichen Erfolgen an der Dresdner Semperoper in Frankfurt. Zu den bereits bekannten Gästen gehören Nikolay Borchev (Spielmann)
und Julia Juon (Hexe), die hier u.a. als Dandini in Rossinis Cenerentola bzw. als Amme in Strauss’ Frau ohne Schatten zu erleben waren. Alle weiteren Partien sind mit bewährten sowie neuen
Mitgliedern des Frankfurter Ensembles besetzt.
Weitere Vorstellungen: 3., 6., 11., 14. (Oper für Familien, 18.00 Uhr; pro Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und
Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre gratis, empfohlen ab 8 Jahren), 19., 25. 27. Oktober 2012
[© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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Kullvervo Oper in zwei Akten
Von: Aulis Sallinen (* 1935) Text: Aulis Sallinen nach dem Epos Kalevala (1835 / 1849) und einem Schauspiel von Aleksis Kivi (1859)
Auftragswerk der Finnischen Nationaloper
Uraufführung: 25. Februar 1992 (Los Angeles, Dorothy Chandler Pavilion)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 5. Juni 11 (Frankfurter Erstaufführung)
Musikalische Leitung: Hans Drewanz / Karsten Januschke Regie: Christof Nel Szenische Analyse: Martina Jochem Bühnenbild: Jens Kilian Kostüme:
Ilse Welter Dramaturgie: Malte Krasting Licht: Olaf Winter Chor: Matthias Köhler
Kullervo: Ashley Holland Mutter: Heidi Brunner
Kalervo: Alfred Reiter Kimmo: Peter Marsh Schwester: Barbara Zechmeister Des Schmieds junge Frau: Jenny Carlstedt Jäger: Frank van Aken
Unto: Franz Mayer Untos Frau: Katharina Magiera
Chor der Oper Frankfurt Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Besprechung auf kulturfreak.de
Aulis Sallinen (* 1935) gehört zu den bedeutendsten Komponisten seines Heimatlandes Finnland. Seine vierte Oper Kullervo, ein Auftragswerk der Finnischen Nationaloper, wurde am 25.
Februar 1992 im Dorothy Chandler Pavillon in Los Angeles uraufgeführt. Das Libretto stammt vom Komponisten und basiert auf der Kalevala, dem finnischen Nationalepos, welche während der ersten
Hälfte des 19. Jahrhunderts von dem Schriftsteller, Philologen und Arzt Elias Lönnrot zusammengetragen wurde. Ähnlich dem Nibelungenlied in Deutschland bildet die Kalevala, angelegt zur
Wahrung des finnischen Liederschatzes, das gedanklich-kulturelle Fundament der jungen Nation. Eine weitere literarische Vorlage der Oper ist ein Schauspiel von Aleksis Kivi aus dem Jahre
1859: Die Brüder Unto und Kalervo sind heillos zerstritten. Als Unto das Haus seines Bruders anzündet, scheint dessen Familie in den Flammen umzukommen. Nur Kullervo, Kalervos Sohn, bleibt
unversehrt. Zusammen mit seinem Jugendfreund Kimmo wächst er nun wie ein Sklave bei seinem Onkel auf. Kullervo sinnt auf Rache. Um ihn loszuwerden, verkauft ihn Kalervo an einen Schmied als
Hirten. Als dessen Frau ihn zu verführen sucht, versagt er; ihre weiteren Annährungsversuche missdeutet er als Schikane, lässt seine Herde von Wölfen zerfleischen und ersticht die Frau. Auf
der Flucht erfährt er, dass seine Eltern seinerzeit den Mordanschlag überlebt haben. Kimmo führt die Familie wieder zusammen; als der Vater jedoch von dem Mord hört, verstößt er seinen Sohn.
Nur die Mutter hält zu ihm. Als Kullervo schließlich seine Rache an Unto und dessen Familie vollzieht, verliert Kimmo darüber den Verstand und meint, in seinem Freund den Erlöser zu erkennen.
Die musikalische Leitung dieser Frankfurter Erstaufführung liegt beim ehemaligen Darmstädter Generalmusikdirektor Hans Drewanz, der bereits 2006 für die musikalische Leitung der
Schweizer Erstaufführung von Kullervo in Bern verantwortlich zeichnete. Für die Inszenierung kehrt Christof Nel nach Frankfurt zurück, wo u.a. seine Produktionen von Strauss’ Die Frau ohne Schatten und Wagners Tristan und Isolde aus dem Jahre 2003 noch in bester Erinnerung sind. Die Titelpartie singt der britische Bariton Ashley Holland. 2006 sang er hier in der Uraufführung von Detlev Glanerts Caligula, 2008 gefolgt von seiner Mitwirkung als Francesco in Verdis Die Räuber. Die Schweizerin Heidi Brunner begann ihre Karriere als Mezzosopranistin, bevor sie sich ab der Spielzeit 2004/05 auch Partien des Sopranfachs zu Eigen machte (u.a. Marta in d’Alberts Tiefland). Mit der Partie der Mutter in Kullervo gibt sie ihr Frankfurt-Debüt. Alle weiteren Partien sind mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt und einem Gast aus dem Schauspiel Frankfurt besetzt. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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Das kurze Leben (La vida breve) Drama lyrique in zwei Akten
Musik: Manuel de Falla (1876-1946) Text:
Carlos Fernández Shaw Uraufführung: 1. April 1913 (Nizza, Theatre du Casino)
Zur Inszenierung des Theater Freiburg:
Premiere: 9. Mai 09
Musikalische Leitung: Lutz Rademacher
Regie: Calixto Bieito Bühnenbild: Rebecca Ringst Kostüme: Marian Coromina Dramaturgie: Dominica Volkert Chor: Bernhard Moncado
Besetzung:
Salud: Sigrun Schell Abuela: Leandra Overmann Carmela: Sang Hee Kim Paco: Christian Voigt Sarvaor: Neal Schwantes Manoel:
Matthias Flohr Stimme aus der Ferne: Christian Voigt Verkäufer: Jörg Golombek 1. Verkäuferin: Kyoung-Eun Lee 2. Verkäuferin: Christiane Klier-Tetah
3. Verkäuferin: Junko Nishi Gitarre und Gesang: Jörg Hofmann Philharmonisches Orchester Freiburg Opernchor des Theater Freiburg
Calixto Bieito inszeniert
diese Tragödie einer kurzen, hoffnungslosen Leidenschaft, die unter dem Fluch steht. Es handelt sich um die zweite Freiburger Regiearbeit des Katalanen, der im Februar 2007 im Großen Haus
Richard Strauss’ »Elektra« inszeniert hatte. Das Philharmonische Orchester Freiburg spielt unter der Musikalischen Leitung von Lutz Rademacher.
»Unselig der Mensch, der zu düsterem
Geschick geboren wird. Unselig, wer zum Amboss bestimmt ist, anstatt zum Hammer.« Leitmotivisch durchzieht dieser Klagegesang das Werk, mit dem sich Manuel de Falla 1913 seinen Platz im
Opernrepertoire sichert und das ihn zu einem spanischen Nationalkomponisten avancieren lässt. Mit dieser Oper dient er aber nicht einem Spanienklischee, sondern dem existenziellen Kampf von
Menschen, die das Schicksal nicht auf die Sonnenseite des Lebens gestellt hat. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Salud, die an ihrer Liebe zu dem leichtlebigen Paco zerbricht – dabei hätte
ihr von Anbeginn an klar sein können, worauf sie sich einlässt.
Der Kampf um die Liebe ist gleich dem Kampf ums Leben – de Fallas Zugriff ist von ähnlich eindringlicher Konsequenz wie
die Texte von Federico García Lorca, seinem Landsmann und guten Freund. Mit ihm zusammen organisierte er 1922 das »Festival de Cante Jondo«, (ursprünglicher, tiefer Flamenco-Gesang), –
musikalische Wurzeln, die sich auch in »La vida breve« wiederfinden.
»Musik wird nicht gemacht und sie sollte nie gemacht werden, damit man sie versteht, sondern damit man sie
erlebt.« Diesem Diktum unterstellte sich Manuel de Falla, 1876 in Cádiz geboren, auf seiner Suche nach einer eigenen musikalischen Sprache, die fern jeglichen Konstruktivismus-Gedankens ist,
die vielmehr nach der Intensität eines überzeitlichen Gefühls strebt. Wie eine antike Tragödie will die heftige und düstere Geschichte erschüttern, kann dann die Musik kathartische Kraft
entwickeln. Pittoresker Realismus und gezähmte Folklore dagegen sind ihm fremd. Nicht von ungefähr sucht de Falla sein Sujet am Rand der Gesellschaft, denn hier sieht er wie in einem
Brennglas grundsätzliche Bedingungen menschlicher Verhaltensweisen, die Fähigkeit oder Unfähigkeit eines Miteinanders – hierin entwickelt seine Kunst ihre Symbolkraft.
Unübersehbar
sind dabei die Nähe, aber auch die sukzessive Abgrenzung zu den wichtigen Künstler-Kollegen, die er vor allem in seiner Pariser Zeit von 1904 bis 1914 kennen gelernt hat: Claude Debussy,
Gabriel Fauré, Maurice Ravel, Paul Dukas sind in diesem Zusammenhang genauso zu nennen, wie die Gruppe »Generation 1927«, Luis Buñel, Salvador Dalí oder eben immer wieder Lorca. Dessen
Ermordung durch die Faschisten zu Beginn des Bürgerkrieges hat de Falla schwer erschüttert – und die Gewissheit, dass sein Land, nach dessen kulturellen Wurzeln er so intensiv grub, keinen
Raum fürs Leben bot, hat ihm mehr als zugesetzt. 1939 zog er die Konsequenz und emigrierte nach Argentinien, wo er 1946 starb.
Zum ersten Mal bietet das Theater außerdem ein
spartenübergreifendes Publikumsgespräch an. Neben »La vida breve« handelt auch »Die heilige Johanna der Schlachthöfe« von Armut und Existenzangst. Beteiligte beider Produktionen werden sich
am 14. Mai 2009 im Anschluss an die Vorstellung von »La vida breve« den Fragen des Publikums stellen. [© Theater Freiburg]
www.theater.freiburg.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 22. Februar 09
Musikalische Leitung:
Johannes Debus Inszenierung: David Hermann Bühnenbild: Christof Hetzer Kostüme: Irina Bartels Dramaturgie: Zsolt Horpácsy Licht:
Olaf Winter Chor: Matthias Köhler Choreografie: Nir De Volff
Salud: Barbara Zechmeister La Abuela: Elisabeth Hornung Carmela:
Katharina Magiera Paco: Gustavo Porta Bailey Sarvaor: Simon Bailey El Cantaor: José Parrondo u.a.
Besprechung auf kulturfreak.de
Die Oper Frankfurt zeigt „Das kurze Leben“ gemeinsam mit „Die spanische Stunde“:
Das kurze Leben Oper Frankfurt v.l.n.r.: v.l.n.r. Tänzer; an den Stangen (Jochum de Boer, Satya Roosens, Hyoung min Kim),
Hochzeitsgesellschaft; im Hintergrund (Chor der Oper Frankfurt) Foto: Barbara Aumüller
L’heure espagnole, die musikalische Komödie in einem Akt von Maurice Ravel (1875-1937), wurde als Gegenentwurf zum symbolistisch-impressionistischen Stil Debussys
konzipiert und erlebte im Anschluss an ihre Uraufführung am 19. Mai 1911 an der Opéra-Comique in Paris vorerst nur wenige Vorstellungen. Dies mochte an der praktischen
Schwierigkeit gelegen haben, Ravels Einakter mit einem geeigneten zweiten Bühnenwerk zu einem abendfüllenden Opernabend zu kombinieren. An der Oper Frankfurt wird
Ravels Uhren-Lustspiel nun in Verbindung mit der Liebestragödie La vida breve von Manuel de Falla (1876-1946) zu erleben sein, die hier bisher noch niemals gezeigt wurde.
L´heure espagnole hingegen war in Frankfurt zuletzt 1964 in der Regie von Wolfgang Müllner und unter der musikalischen Leitung von Hans Löwlein zusammen mit Ravels Ballett
Daphnis et Chloë zu sehen. Zwar konnte de Falla mit seiner ersten vollendeten Oper La vida breve 1905 den ersten Preis eines Wettbewerbs der Academia de Bellas Artes in
Madrid erlangen, jedoch wurde das prämierte Werk – komponiert als spanischer Beitrag zum internationalen Opernrepertoire – erst am 1. April 1913 im Théâtre du Casino
Municipal in Nizza mit großem Erfolg uraufgeführt.
Beide Kurzopern beleuchten die Thematik der Untreue aus unterschiedlichen Perspektiven: In L´heure espagnole nutzt Concepción, die Ehefrau eines Uhrmachers, die beruflich
bedingte Abwesenheit ihres Mannes für zärtliche Stunden mit ihrem Liebhaber. Als zwei weitere Verehrer erscheinen, kommt es zu einem schweißtreibenden Versteckspiel in
den Standuhren des Geschäfts. Als in La vida breve das leidenschaftlich liebende, einfache Mädchen Salud von der Hochzeit ihres Geliebten Paco mit der wohlhabenden
Carmela erfährt, eilt sie auf das ausgelassene Hochzeitsfest, um Pacos Betrug aufzudecken. Doch dieser leugnet die Liebschaft, und Salud bricht tot zusammen.
Angeführt von Claudia Mahnke (Concepción) und Aris Argiris (Ramiro) sowie Barbara Zechmeister (Salud) sind fast alle Partien aus dem Ensemble und dem Opernstudio der
Oper Frankfurt besetzt. Einzige Gäste sind der argentinische Tenor Gustavo Porta (Paco), der sich bereits 2007/08 dem Frankfurter Opernpublikum als Cavaradossi in Puccinis
Tosca vorstellte, und die Mezzosopranistin Elisabeth Hornung, seit 1984 Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt. Die musikalische Leitung liegt bei Johannes Debus, dem
früheren Kapellmeister der Oper Frankfurt, der ab der Spielzeit 2009/10 den Posten des Generalmusikdirektors der Canadian Opera Company in Toronto bekleiden wird. David
Hermann, Regisseur u.a. des Monteverdi-Zyklus’ im Bockenheimer Depot während der vergangenen Spielzeiten, zeichnet für die Inszenierung verantwortlich.
Preise: € 12 bis 130 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4
Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise, die Premiere ausgenommen.
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