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Oper, Stückeinfo: J
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Jenufa Oper aus dem mährischen Bauernleben in drei Akten
von: Leoš Janáček (1854 – 1928)
Nach dem Schauspiel: Jeji pastorkyňa (Ihre Ziehtochter) von Gabriela Preissová
Uraufführung: 21. Januar 1904 (Brünn, Nationaltheater)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 19. Juni 05
Wiederaufnahme 06/07: 20. April 07 Weitere Vorstellungen: 22., 29. April, 13. (OPER für FAMILIEN, 18.00 Uhr) & 19. Mai 07
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Musikalische Leitung: Shao-Chia Lü / Christian Arming
Inszenierung: Tilman Knabe Bühnenbild: Alfred Peter Kostüme: Brigitta Lohrer-Horres Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Licht: Joachim Klein Chor: Alessandro Zuppardo
Die alte Buryja: June Card / June Card
Laca Klemeň: Stuart Skelton / Frank van Aken Števa Buryja: Yves Saelens / Yves Saelens
Die Küsterin: Nadine Secunde / Nadine Secunde Jenufa: Ann-Marie Backlund / Danielle Halbwachs Altgesell: Franz Mayer / Franz Mayer
Dorfrichter: Jacques Does / Gérard Lavalle Seine Frau: Margit Neubauer / Margit Neubauer
Karolka: Lisa Wedekind / Stella Grigorian Eine Magd: Gunda Boote / Gunda Boote Barena: Birgit Treschau / Birgit Treschau Jano, ein Junge:
Anna Ryberg / Elin Carlsson Tante: Hiromi Mori 1. Stimme: Alketa Hoxha 2. Stimme: Lars Rößler
grün = Wiederaufnahme 06/07
Jenufa ist eine Oper aus dem mährischen Bauernleben, aber keine Bauernoper, durchsetzt
von eingeschliffenen Folklorismen. Nicht eine einzige fremde Note, nicht einmal aus dem Volk, so schrieb der Komponist, sei in seinem Werk zu finden, und noch so gängige und stereotyp
erscheinende Nummern wie das Rekrutenlied oder das Hochzeitslied seien höchst eigene Schöpfungen. Radikal präsentiert sich der Wirklichkeitsbezug der vielleicht ersten Oper der Moderne.
Janáčeks Realismus unterschied sich vom italienischen Verismus in einem Punkte gravierend: Bei Janáček besaßen die Tatsachen der Wahrnehmung und des Bewusstseins den gleichen
Stellenwert wie die puren Fakten der Außenwelt und ihrer Geschehnisse. Janáčeks Verismus lebte von der Gratwanderung zwischen Innen- und Außenwelt, Seele und Form.
Gabriela
Preissovás Schauspiel von 1890, das der Oper vorausging, war durchaus nicht frei von allen Elementen der Kolportage; darunter das verlassene Mädchen, der Bruderzwist, die Eifersuchtstragödie,
der Kindsmord und die spektakuläre Entdeckung des Leichnams unterm Eis am Tage der Hochzeit des Vaters mit einer anderen Frau. In Janáčeks Oper aber verfleischlicht der
psychologisierende Zugriff der Musik das blutleere Klischee. Sie entwirft mit äußerster kompositorischer Dichte das Panorama einer Wirklichkeit, in der die Menschen Gefangene sind, allesamt
bestimmt durch Herkunft, Stand, Geschlecht und Fatum.
Wenn jemand ein noch nicht verlobtes Mädchen verführt und bei ihm schläft, dann soll er das Brautgeld zahlen und sie zur Frau nehmen. Exodus 22,15
Jenufa in der Regie von Tilman Knabe feierte am 19. Juni 2005 – also am Ende der Spielzeit 2004/05 – Premiere an der Oper Frankfurt. Nun wird die Produktion, von der
Kritik als „idyllischer und hochemotionaler Augen- und Ohrenschmaus“ bejubelt, zum ersten Mal wiederaufgenommen.
Leoš Janáček (1854-1928) vertonte 1904 mit diesem Werk ein
Bühnendrama von Gabriela Preissová: Um die Ehre ihrer Stieftochter Jenufa zu retten, ertränkt die Küsterin deren heimlich geborenes, uneheliches Baby. Vom Kindsvater Stewa verlassen, findet
Jenufa Halt bei dessen Halbbruder Laca, obwohl dieser sie einst aus Eifersucht mit dem Messer entstellte. Die Kinderleiche wird entdeckt und Jenufa des Mordes angeklagt. Daraufhin gesteht die
Küsterin die Tat. Jenufa erkennt, dass diese nur aus Liebe gehandelt hat und vergibt ihr. Auch Laca und Jenufa verzeihen einander, eine gemeinsame Zukunft vor Augen.
Wie in der
Premiere verkörpert die international erfolgreiche Wagner- und Strauss-Sängerin Nadine Secunde die Partie der Küsterin. Auch Yves Saelens (Stewa), die Kammersängerinnen June Card (Alte
Buryja) und Margit Neubauer (Frau des Dorfrichters) sowie Lisa Wedekind (Karolka) und Anna Ryberg (Jano) sind mit dieser Produktion bereits vertraut. Zu den ausschließlich aus dem Ensemble
vorgenommenen Neubesetzungen gehört Frank van Aken als Laca, der in dieser Partie kürzlich an der Staatsoper Stuttgart in der Regie von Calixto Bieito gastierte. Als Jenufa präsentiert sich
erstmals in dieser Inszenierung Danielle Halbwachs, die neulich ihrem Frankfurter Repertoire Elisabeth in Wagners Tannhäuser hinzugefügt hat. Zudem sind Kammersänger Franz Mayer (Altgesell)
und Gérard Lavalle (Dorfrichter) erstmals in dieser Produktion zu erleben. Am Pult steht der 1971 in Wien geborene Christian Arming, Chefdirigent des New Japan Philharmonic Orchestra, der in
Frankfurt bereits mit Wagners Fliegendem Holländer und Mozarts Don Giovanni gastierte. [© Oper Frankfurt]
Besprechung auf kulturfreak.de
www.oper-frankfurt.de
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Joseph Süß Oper in dreizehn Szenen
Musik: Detlev Glanert Libretto: Werner Fritsch und Uta Ackermann
Uraufführung: 13. Oktober 1999 (Bremen, Bremer Theater)
Zur Inszenierung des Staatstheater am Gärtnerplatz (München):
Premiere: 3. März 12 (Münchner Erstaufführung)
Musikalische Leitung: Roger Epple Inszenierung: Guy Montavon Bühne und Kostüme: Peter Sykora
Besetzung:
Joseph Süß Oppenheimer:
Gary Martin Herzog: Stefan Sevenich Naemi, Tochter von Süß: Carolin Neukamm Weissensee: Mark Bowman-Hester Magus: Juan Fernando Gutiérrez
Magdalena: Thérese Wincent Graziella: Karolina Andersson Henker: Thomas Peters Haushofmeister: Florian Wolf
Joseph Süß Staatstheater am Gärtnerplatz (München)
Stefan Sevenich als Herzog, Karolina Andersson als Graziella, Gary Martin als Joseph Süß, Ensemble © Hermann Posch
Joseph Süß - Münchner Erstaufführung für Glanert-Oper
Das 1999 uraufgeführte Opernwerk über den historischen Justizmord an Joseph Süß Oppenheimer kommt zum ersten Mal in München auf die Bühne.
Der Komponist Detlev Glanert begleitet die Endproben persönlich.
Das Schicksal des 1738 in Stuttgart hingerichteten „Hofjuden“ Joseph Süß Oppenheimer hat viele Literaten wie u.a. Feuchtwanger zu Auseinandersetzungen aus
unterschiedlichen Perspektiven bewegt. Unter den Filmemachern hat nicht nur Veit Harlan mit seinem verfemenden Propagandafilm „Jud Süß“ dieses Thema aufgegriffen.
In die Musikgeschichte fand das Thema erst durch Detlev Glanert Eingang. Seine 1999 in Bremen uraufgeführte Oper Joseph Süß lässt der nicht nur historisch, sondern auch
posthum zu Unrecht verurteilten und geschmähten Figur Gerechtigkeit zuteilwerden, ohne ihre Schattenseiten auszusparen.
Detlev Glanert gehört heute mit Hans Werner Henze und Wolfgang Rihm zusammen zu den am häufigsten aufgeführten lebenden Opernkomponisten. Zu seinen meist beachteten
Werken zählen neben Joseph Süß: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (1999/2000), Theatrum bestiarum (2004/05) und Das Holzschiff (2010).
Mit der Premiere am 3. März 2012 im Staatstheater am Gärtnerplatz wird Joseph Süß nun zum ersten Mal in München aufgeführt. Es ist zugleich die erste Aufführung eines
Werkes des Komponisten am Haus. Detlev Glanert wird während der Endprobenwoche und zur Premiere selbst anwesend sein und die Proben begleiten.
Mit der musikalischen Einstudierung und Leitung des in vokaler wie orchestraler Hinsicht ausgesprochen anspruchsvollen Werkes ist Roger Epple betraut, der dem Gärtnerplatz
-Publikum bereits durch seine hochgelobte Arbeit für den Freischütz (Sept. 2010) bekannt ist. Der ehemalige Generalmusikdirektor des Opernhauses Halle arbeitete bereits mit
über 70 internationalen Klangkörpern, darunter die meisten deutschen Staatsorchester, die Rundfunksinfonieorchester von Paris, Berlin oder Amsterdam, das Gewandhaus
-orchester Leipzig oder auch das National Symphonyorchestra Taiwan und das Shanghai Symphony Orchestra. Zur Saison 2012/13 wird Roger Epple neuer GMD am Staatstheater Oldenburg.
Als ausgewiesener Spezialist für zeitgenössische Oper inszeniert Guy Montavon das Werk und kommt dafür erstmals an den Gärtnerplatz. Der international tätige Regisseur
Guy Montavon ist seit 2002 Generalintendant des Theaters Erfurt, wo er mit der Initiierung eines Uraufführungszyklus von sich reden machte. Seiner Inszenierung sind intensive
Gespräche mit dem Komponisten vorausgegangen. Den Bühnenraum und die an ein barockes Habit angelehnten Kostüme hat der international gefragte Bühnenbildner Peter Sykora entworfen.
Sieben gleichwertig anspruchsvolle Solopartien kennzeichnen die musikalischen Herausforderungen des Werkes. Die Partie des Joseph Süß übernimmt Gary Martin. In der Rolle
des Herzogs ist Stefan Sevenich zu erleben.
Zur Handlung: Eine Zeitlang ist Joseph Süß als jüdischer „Hoffaktor“ Garant des höfischen Prunks des württembergischen Herzogs Karl Alexander - und zugleich Nutznießer
von dessen Unersättlichkeit. Im Kraftfeld von Macht, Finanzpolitik, Religionsrivalität und Eros einerseits und der Liebe zu seiner Tochter Naemi und jüdischen Traditionen
andererseits wird Süß Opfer einer Intrige, weil er einen Staatsstreich angezettelt und schließlich verraten haben soll. Nach dem gescheiterten Umsturz erleidet der Herzog einen
Schlaganfall. Süß wird als Sündenbock ins Gefängnis geworfen und zum Tod durch den Strang verurteilt. Hier setzt die Handlung der Oper ein. Wie ein Alptraum bedrängen Süß
in seiner Kerkerzelle die Stimmen der Lebenden und der Toten. Sie verdammen ihn, rufen Erinnerungen an seine Erfolge wach oder wollen ihn aus seiner jetzigen Lage befreien.
Joseph Süß jedoch schlägt alle Möglichkeiten, sich zu retten, aus.
Detlev Glanert beschreibt seine Oper selbst als ein „süffiges, pralles, schreckliches und provozierendes Barockbild unserer jüngsten Vergangenheit. Es soll rühren und
schockieren, aber es kommt von Herzen und soll wieder zu Herzen gehen“ (frei nach Beethoven) [©Staatstheater am Gärtnerplatz (München)]
www.gaertnerplatztheater.de
Zur Inszenierung des Theater Krefeld und Mönchengladbach:
Premiere: 16. April 11 (TiN Mönchengladbach)
Musikalische Leitung: Kenneth Duryea Inszenierung: Jan-Richard Kehl Bühne und Kostüme: Frank Hänig Choreinstudierung: Maria Benyumova
Choreografi e: Annett Scholwin Dramaturgie: Ulrike Aistleitner
Besetzung:
Joseph Süß Oppenheimer: Igor Gavrilov
Karl Alexander, Herzog von Württemberg: Christoph Erpenbeck Magus, Rabbiner: Tobias Scharfenberger Naemi, Tochter von Süß: Eva Maria Günschmann
Graziella, italienische Opernsängerin: Debra Hays Magdalena, Tochter von Weissensee: Isabelle Razawi Weissensee, Sprecher der Landstände: Walter Planté
Henker / Haushofmeister / Stimme des Gerichts: Tobias Wessler *
Chor und Statisterie des Theaters Krefeld und Mönchengladbach Die Niederrheinischen Sinfoniker
www.theater-krefeld-moenchengladbach.de
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Julius Cäsar (Giulio Cesare in Egitto) Dramma per musica in drei Akten
Von:
Georg Friedrich Händel (23. Februar 1685 - 14. April 1759) Text: Nicola Francesco Haym, nach dem Libretto von Giacomo Francesco Bussani zu dem dramma per musica von Antonio Sartorio
Uraufführung: 20. Februar 1724 (London, King´s Theatre, Haymarket)
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