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Oper, Stückeinfo: I

Idomeneo ~ Ré di Creta ossia Ilia et Idamante
Dramma per musica in drei Akten

Von: Wolfgang Amadeus Mozart
Text: Gianbattista Varesco

Uraufführung: 29. Januar 1781 (München, Neues Hoftheater (Cuvilliés Theater))

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
17. März 13

Musikalische Leitung: Julia Jones / Karsten Januschke
Regie: Jan Philipp Gloger
Bühnenbild: Franziska Bornkamm
Kostüme: Karin Jud
Licht: Jan Hartmann
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Idomeneo, König von Kreta:
Roberto Saccà
Idamante, sein Sohn: Martin Mitterrutzner
Ilia, trojanische Prinzessin: Juanita Lascarro
Elektra: Elza van den Heever
Arbace, Vertrauter des Königs: Julian Prégardien (Kenneth Tarver, 17. März 13)
Oberpriester des Neptun: Beau Gibson
Die Stimme: Philipp Mehr
Neptun: Olaf Reinecke

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de

Idomeneo
Oper Frankfurt
in der Bildmitte Neptun (Olaf Reinecke, mit Fahne oben stehend) und Idomeneo (Roberto Saccà, unten stehend)
sowie das Ensemble
Foto: Barbara Aumüller ~
www.szenenfoto.de

Seine Oper Idomeneo schrieb Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) für den Münchner Hof des pfälzischen Herzogs Karl Theodor von Bayern, der dem Komponisten mit seinem weltberühmten Mannheimer Orchester und einem ausgezeichneten Sängerensemble beste Arbeitsgrundlagen bot. Von geringerer Qualität war allerdings das Libretto des Salzburger Hofkaplans Giambattista Varesco, das dieser nach einer französischen Quelle sowie Vorgaben des Münchner Hofs verfertigte. Mit diesem Umstand begründen die Musikhistoriker die Schwierigkeiten, denen die Aufführungsgeschichte des Idomeneo unterworfen war. Zudem vereinigt Mozarts Komposition erstmals den durch Gluck geprägten französischen Opernstil mit den Merkmalen der italienischen Seria-Opern. Nach der Uraufführung am 29. Januar 1781 im Münchner Cuvilliés-Theater entstand eine zweite Fassung, die Mozart 1786 für eine Laienaufführung im Palais des Fürsten Auerperg zu Wien einrichtete. Darin wurde u.a. die Partie des Idamante anstatt mit einem Kastraten mit einem Tenor besetzt.
Damit liegt der aktuellen Frankfurter Aufführung eine Mischfassung beider Versionen zugrunde. Der letzte Frankfurter Idomeneo kam 1995/96 in der Regie von Johannes Schütz und Reinhild Hoffmann unter der musikalischen Leitung von Sylvain Cambreling heraus.

Zum Inhalt:
Idomeneo, König von Kreta, entkommt auf seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg nur knapp einem Seesturm, indem er in seiner Not dem Meersegott Poseidon ein Opfer gelobt: Der erste Mensch, dem er am Strand begegnet, soll für seine Errettung sterben. Das Schicksal will es, dass ihm ausgerechnet sein eigener Sohn Idamante freudig entgegentritt. Der zwischen zwei Frauen – der trojanischen Prinzessin Ilia und Agamemnons Tochter Elektra – stehende, unwissende Jüngling kann sich die Ablehnung des unglücklichen Vaters nicht erklären. Erst nachdem er von dem Schwur erfährt, beginnt er zu verstehen. Als Poseidon ein Meeresungeheuer schickt und damit auf Erfüllung des Eides drängt, ist Idamante bereit, für sein Volk zu sterben. Ilia tritt daraufhin für den Geliebten ein, worauf der Gott ein Einsehen hat. Dessen Forderung, Idamante den Thron zu überlassen, gibt Idomeneo nach – das Volk ist gerettet.

Die musikalische Leitung hat die Britin Julia Jones, die in der Vergangenheit in Frankfurt vor allem mit Opern Mozarts reüssierte. Das Dirigat zweier Vorstellungen der Serie übernimmt Solorepetitor Karsten Januschke. Mit Jan Philipp Gloger gibt der Leitende Schauspielregisseur am Staatstheater Mainz sein Debüt an der Oper Frankfurt. Bei den Bayreuther Festspielen kam im Sommer 2012 seine Sicht auf Wagners Fliegenden Holländer heraus. Die Titelpartie übernimmt mit dem Deutsch-Italiener Roberto Saccà einer der international erfolgreichsten Mozart-Tenöre unserer Zeit. Idomeneo führte ihn in der Vergangenheit bereits nach Barcelona und Berlin. Die übrige Besetzung stammt aus dem Frankfurter Ensemble und präsentiert u.a. so renommierte Sänger wie Martin Mitterrutzner (Idamante), Juanita Lascarro (Ilia) und Elza van den Heever (Elektra). [© Oper Frankfurt]

Weitere Vorstellungen: 21., 24., 30. März, 3., 5., 19., 21., 25., 28. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) April 2013
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr

Preise: € 13 bis 140 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, online unter
www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise, die Premiere ausgenommen.

Iphigenie auf Tauris (Iphigénie en Tauride)
Tragödie in vier Akten

Von: Christoph Willibald Gluck
Libretto: Nicolas-Franois Guillard
Deutsche Textfassung: Bettina Bartz und Werner Hintze

Uraufführung: 18. Mai 1779 (Paris)

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:

Premiere:
2. Juni 12

Musikalische Leitung: Anthony Bramall
Inszenierung: Peter Konwitschny
Bühne: Jörg Kossdorff
Kostüme: Michaela Mayer-Michnay
Choreinstudierung: Alessandro Zuppardo
Dramaturgie: Bettina Bartz

Besetzung:

Iphigenie:
Alexandra Coku
Orest: Gabriel Bermudez
Pylades: Filippo Adami
Thoas: Jochen Kupfer
Artemis: Soula Parassidis
Ein Aufseher des Thoas: Matthew Anchel
Erste Priesterin: Olena Tokar

Chor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester

www.oper-leipzig.de

Iris
Melodram in drei Akten

Von: Pietro Mascagni
Libretto: Luigi Illica
Uraufführung: 22. November 1898 (Rom, Teatro Costanzi,)

Irrelohe
Oper in drei Aufzügen

Von: Franz Schreker
Uraufführung: 27. März 1924 (Köln, Stadttheater)

Zur Inszenierung der Oper Bonn:

Premiere:
7. November 10

Musikalische Leitung: Stefan Blunier
Inszenierung: Klaus Weise
Bühne: Martin Kukulies
Kostüme: Fred Fenner
Choreographie: Miguel Angel Zermeno
Licht: Thomas Roscher
Choreinstudierung: Sibylle Wagner
Dramaturgie: Janine Ortiz

Besetzung:
Graf Heinrich, Herr auf Irrelohe:  Roman Sadnik      
Eva: Ingeborg Greiner    
Die alte Lola: Daniela Denschlag     
Peter, ihr Sohn: Mark Morouse    
Christobald, ein Hochzeitsspieler: Mark Rosenthal    
Ratzekah, ein Vagabund: Ramaz Chikviladze/Martin Tzonev
Fünkchen, ein Vagabund: Valentin Jar
Strahlbusch, ein Vagabund: Piotr Micinski 
Anselmus, Diener des Grafen: Giorgos Kanaris
Der Förster: Martin Tzonev
Der Müller: Johannes Marx
Ein Lakai: Josef Michael Linnek

Chor des THEATER BONN
Beethoven Orchester Bonn

Besprechung auf kulturfreak.de

Irrelohe
Oper Bonn
Eva (Ingeborg Greiner), Heinrich - Graf von Irrelohe (Roman Sadnik), Lola (Daniela Denschlag)
Foto: Thilo Beu

Mit CARDILLAC, DIE TOTE STADT und ELEKTRA bewies die Oper des THEATER BONN eindrückliches Interesse am Musiktheater des frühen 20. Jahrhunderts. Mit KRÒL ROGER und DER GOLEM kamen zwei selten gespielte Meisterwerke dieser Epoche hinzu, deren Wiederentdeckung großen Anklang fand. Die CD-Aufnahme der Bonner GOLEM -Produktion liegt inzwischen bei Dabringhaus & Grimm als erste Gesamteinspielung dieser Oper vor.

Die Tradition der Wiederentdeckung selten gespielter Werke aus den Anfängen des vorigen Jahrhunderts in Bonn wird jetzt mit der Premiere von IRRELOHE am Sonntag, den 7. November 2010 fortgesetzt werden (Musikalische Leitung: Stefan Blunier / Regie: Klaus Weise). Franz Schrekers Oper wurde 1924 unter der musikalischen Leitung des jungen Otto Klemperer mit großem Erfolg in Köln uraufgeführt. In derselben Spielzeit nahmen zahlreiche Bühnen in ganz Deutschland das Werk in den Spielplan auf, denn der Komponist war bei weitem kein Unbekannter. Die Uraufführung seiner autobiographischen Künstleroper DER FERNE KLANG 1912 in Frankfurt/Main hatte Schreker über Nacht berühmt gemacht, DIE GEZEICHNETEN und DER SCHATZGRÄBER hatten ihn Ende der 1910er Jahre als führenden Musikdramatiker neben Richard Strauss bestätigt.

IRRELOHE entstand auf dem Zenit von Schrekers künstlerischer Laufbahn in den frühen 1920er Jahren und markiert einen Wendepunkt im Schaffen des Dichterkomponisten. Das Werk verbindet erstmals die Ästhetik des Wiener fin de siècle mit der Neuen Musik, deren Entwicklung Schreker als Leiter der Berliner Musikhochschule maßgeblich mitgestaltete. Das Trauma des Ersten Weltkriegs und dessen Bewältigung durch die expressionistische Kunst stehen darüber hinaus im Zentrum der Oper.

Die nationalsozialistische Kulturpolitik und ihre Nachwirkungen sind im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass Schrekers Musik als ‚entartet’ gebrandmarkt wurde und für lange Zeit in Vergessenheit geriet. Die erfolgreichen Aufführungen und vielbeachteten wissenschaftlichen Publikationen der letzten Jahre lenkten den Blick jedoch immer wieder auf den zu Unrecht Vergessenen, so dass der Name Franz Schreker heute einem größeren Publikum bekannt ist. Im Zuge der Wiederentdeckung führte IRRELOHE bisher ein Schattendasein. Die einzigen szenischen Aufführungen nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten 1985 am Theater Bielefeld und 2004 an der Wiener Volksoper. Die Bonner Oper leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Renaissance einer vielseitigen und kreativen Komponistenpersönlichkeit. [© Theater Bonn]

www.theater-bonn.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Irrelohe_Frankfurt

© Are Musik Verlag, MainzZu Janine Ortiz “Feuer muss fressen, was Flamme gebar":

Im Mainzer Verlag Are erschien das Buch "Feuer muss fressen, was Flamme gebar" Franz Schrekers Oper "Irrelohe" von Janine Ortiz.
Paperback 245 S., 10 schw.-w. Abb., zahlr. Notenbeisp. - 21 x 14,8 cm
ISBN: 978-3-924522-29-2, Preis: EUR 38.50
www.are-musikverlag.de

Die Italienerin in Algier (L ´ítaliana in Algeri)
Dramma giocoso in zwei Akten


Von: Gioaccino Rossini
Text: Angelo Anelli
Uraufführung: 22. Mai 1813 (Venedig, teatro di San Benedetto)

Zur Inszenierung des Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz:

Premiere:
14. Januar 11

Musikalische Leitung: Lukas Beikircher
Inszenierung: Thomas Enzinger
Bühne und Kostüme: TOTO
Dramaturgie: Sonja Westerbeck

Besetzung (Premierenbesetzung unterstrichen):

Mustafa, Bey von Algerien:
Stefan Sevenich
Elvira, seine Gemahlin: Stefanie Kunschke / Ella Tyran
Isabella, eine italienische Dame: Rita Kapfhammer / Franziska Rabl
Taddeo, Isabellas Verehrer:Juan Fernando Gutiérrez / Manuel Wiencke
Zulima, Sklavin: Carolin Neukamm
Haly, Kapitän: Derrick Ballard / Sebastian Campione
Lindoro, Sklave: Karol Kozlowski

Auf dem Schiff mit der ITALIENERIN IN ALGIER - Rossini-Premiere am Münchner Gärtnerplatz
Thomas Enzinger inszeniert Rossinis temporeiche Komödie, die am Gärtnerplatz in Originalsprache mit Übertiteln auf die Bühne kommt. Premiere am 14. Januar 2011.
Mit der Premiere zu L’Italiana in Algeri am 14. Januar 2011 steht am Gärtnerplatz nach längerer Zeit wieder ein temporeicher Rossini auf dem Spielplan.
Regisseur Thomas Enzinger verlegt den Handlungsort der komischen Oper auf ein Schiff  vor der Küste von Algier. Als die schöne Isabella dort zufällig mit dem Fallschirm landet, nimmt die vielfach gewundene Handlung ihre schwungvolle Fahrt auf. Mit Leichtigkeit und viel Witz serviert das erfahrene Ensemble die rasanten Koloraturen, heißen Liebesarien und mitreißenden Ensembles. Mit hintergründigen Sinnbildern lässt Enzinger dabei die emotionalen Wellen hoch schlagen. Augenzwinkernd werden so die kulturellen Gräben zwischen Orient und Okzident genommen, aber auch die zwischen weiblicher List und männlicher Eitelkeit.
Bewährte Solisten, verstärkt durch einige neue Ensemblemitglieder, sind an Bord dieser Italienerin. Die Partie der Isabella bietet Rita Kapfhammer viel Raum, ihre komödiantischen Fähigkeiten und große Bühnenpräsenz auszuspielen. Mit ihr alterniert Franziska Rabl, die sich dem Münchner Publikum bereits als Prinz Orlowsky in der Fledermaus vorgestellt hat. Als ihr Gegenüber steht Bassbuffo Stefan Sevenich in der für ihn wie maßgeschneiderten Partie des Bey Mustafà auf der Bühne. Seine Gemahlin Elvira tritt in Gestalt von Stefanie Kunschke, alternierend mit Ella Tyran auf den Plan. Der lyrische Bariton Juan Fernando Gutiérrez singt und spielt Isabellas verschmähten Verehrer Taddeo. Für ihren Liebhaber Lindoro kommt Karol Kozlowski als Gast ans Haus.
Die Musikalische Leitung hat der neue Kapellmeister Lukas Beikircher, der sich dem Münchner Publikum hier mit seiner ersten Premiere vorstellt.

Erstmals kommt für diese Premiere österreichische Regisseur, Autor und Schauspieler Thomas Enzinger an den Gärtnerplatz. Enzinger ist im Regiefach im gesamten deutschsprachigen Raum vielfach als Spezialist für die leichteren Gattungen des Musiktheaters ausgewiesen und zeigte seine Arbeiten bislang u.a. an der Wiener Volksoper, dem Theater Bern, Staatstheater Braunschweig, Theater Baden, Komödie Dresden, Landestheater Linz, beim Operettensommer Kufstein u.v.m. Seit 1996 leitet er auch die Operettenfestspiele Schönebeck/Elbe. Immer wieder, so auch hier, arbeitet Enzinger mit dem Bühnenbildner TOTO zusammen.

Mit der Aufführung der Oper in italienischer Sprache setzt das Gärtnerplatztheater seine neu aufgenommene Reihe fort, einzelne Werke, die dies künstlerisch besonders nahe legen, in Originalsprache mit Übertiteln auf die Bühne zu bringen. Die für Rossini so bezeichnende humorvolle und raffinierte Verzahnung von Sprache und Musik kommt dadurch voll zur Geltung. Da werden Worte zu Silben, Silben zu Tönen und Sprache wird zu Musik.

Zur Handlung: Die Ankunft der schönen Italienerin Isabella sorgt in Algier für vielseitige Turbulenzen: Dem Bey von Algier, Mustafà, verdreht sie so sehr den Kopf, dass dieser sofort seine eigene Gattin an den Sklaven Lindoro weiter verheiraten und Isabella in seinen Harem aufnehmen will. Doch auch ebendiesem Sklaven, ihrem Geliebten Lindoro, bereitet die clevere Italienerin einigen Liebeskummer. Bis schließlich alle Paare standesgemäß zueinander finden, und Isabella mit den Waffen einer Frau die Flucht mit ihrem Auserwählten nach Italien einfädeln kann, sind noch einige Hürden zu nehmen. [© Staatstheater am Gärtnerplatz]


Auftakt am So, 9.1.2011, 11.00 Uhr mit Regisseur und Bühnenbildner, Dirigent Lukas Beikircher und Beteiligten der Inszenierung, Leitung: Sonja Westerbeck

www.gaertnerplatztheater.de

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