kulturfreak

Oper, Stückeinfo: E

Elektra
Tragödie in einem Aufzug

Von: Richard Strauss
Dichtung von: Hugo von Hofmannsthal nach Sophokles

Uraufführung: 25. Januar 1909 (Dresden - Hoftheater)

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:

Premiere:
16. April 11

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer
Inszenierung: Peter Konwitschny
Bühne, Kostüme: Hans-Joachim Schlieker
Licht: Manfred Voss
Choreinstudierung: Stefan Bilz

Besetzung:
Elektra:
Janice Baird
Chrysothemis: Gun-Brit Barkmin
Klytämnestra: Doris Soffel / René Morloc (13.6.)
Orest: Tuomas Pursio
Aegisth: Viktor Sawaley
Pfleger des Orest: Roman Astakhov
Die Vertraute: Olena Tokar
Die Schleppträgerin: Ines Reintzsch / Eliza Rudnicka
Junger Diener: Keith Boldt / Hans Kittelmann (24.4.)
Alter Diener: Bernd Zettisch / Alois Treml
Aufseherin: Ulrike Helzel
Erste Magd: Claudia Huckle
Zweite Magd: Lena Belkina
Dritte Magd: Jean Broekhuizen / Elisabeth Halling
Vierte Magd: Viktorija Kaminskaite
Fünfte Magd: Soula Parassidis

Chor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester

Die Richard Strauss Oper erzählt die Familiengeschichte der fluchbeladenen Atriden weiter und passt damit im Spielplan der Oper Leipzig genau zwischen Glucks „Iphigenie in Aulis“ und „Iphigenie auf Tauris“. Strauss kannte beide Werke gut – letzteres hatte er 1889 für die Weimarer Hofoper bearbeitet und damit ein von Liszt mit Wagner für Weimar geplantes Projekt endlich ausgeführt.
Musikalisch entfernt sich seine „Elektra“ jedoch weit von Gluck und ist am ehesten mit „Salome“ vergleichbar in ihrer Modernität, die alle überkommenen Normen sprengt. Ganz modern sind auch die explodierenden Aggressionen und Ängste aller Figuren am Königshof von Mykene, für die der von Hans-Joachim Schlieker entworfene Bühnenraum ein luxuriöses, aber beklemmendes Gefängnis darstellt. Peter Konwitschnys Regieansatz für „Elektra“ ist wie immer ein gesellschaftspolitischer, in diesem Fall gleichzeitig aber auch ein tiefenpsychologischer, legt er doch besonderes Augenmerk auf die in der Oper selbst nicht thematisierte Vorgeschichte der Protagonistin: Als Kind wurde Elektra Zeugin der Ermordung ihres Vaters Agamemmnon, angezettelt von der eigenen Mutter Klytämnestra. Von dieser traumatischen Erfahrung wird sie sich nicht mehr erholen, ein normales Familienleben ist für sie nicht lebbar. Als einziges Lebensziel bleibt ihr die Rache an ihrer Mutter und all denjenigen, die in irgendeiner Form mit ihr in Verbindung stehen.
Den Abend leitet GMD Ulf Schirmer, der sich mit Opern- und CD-Produktionen bereits einen Namen als Strauss-Experte machte. Das Gewandhausorchester und das exzellente Sängerensemble versprechen eine Aufführung der Spitzenklasse, wenn die in Städten wie. Paris, Berlin, Wien, Tokio gefeierte Janice Baird als Elektra neben Grun-Brit Barkmin auf der Bühne steht, welche als ihre Schwester Chrysothemis an die Oper Leipzig zurückkehrt, wo sie in der letzten Saison als Elsa im „Lohengrin“ allgemein bewundert wurde. Ebenfalls hochkarätig besetzt ist die Partie der Klytämnestra, für die mit Doris Soffel und Renée Morloc gleich zwei international bekannte Sängerinnen verpflichtet wurde. [© Oper Leipzig]

Weitere Aufführungen: 24. April / 1. Mai / 13., 18. Juni 2011

www.oper-leipzig.de 

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere:
10. April 11

Musikalische Leitung: Alexander  Vedernikov
Inszenierung: Thilo Reinhardt
Bühnenbild: Paul Zoller
Kostüme: Katharina Gault
Dramaturgie: Ingo Gerlach
Licht: Rosalia Amato

Besetzung:

Herodes:
Andreas Conrad
Herodias: Christiane Oertel
Salome: Morenike Fadayomi
Jochanaan: Egils Silins
Narraboth: Joska Lehtinen
Ein Page der Herodias: Karolina Gumos
Erster Jude: Christoph Schröter
Zweiter Jude: Peter Renz
Dritter Jude: Matthias Siddhartha Otto
Vierter Jude: Thomas Ebenstein
Fünfter Jude: Marko Spehar
Erster Nazarener: Jan Martinik
Zweiter Nazarener: Chorsolist
Erster Soldat: Hans-Peter Scheidegger
Zweiter Soldat: Adam  Cioffari
Ein Kappadozier: Ipca Ramanovic

www.komische-oper-berlin.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:

Premiere:
1. Mai 10 (Eröffnung der Internationalen Maifestspiele Wiesbaden)

Musikalische Leitung: Marc Piollet
Regie: Rebecca Horn
Kostüme: Amélie Haas
Licht: Andreas Fuchs
Video: Dirk Schulz
Choreinstudierung: Christof Hilmer
Dramaturgie: Bodo Busse

Die Galagäste sind:

Elektra:
Lisa Livingston
Klytämnestra: Renée Morloc
Chrysothemis: Janice Dixon

Mit:
Orest: Bernd Hofmann
Aegisth: Eberhard Francesco Lorenz
Der Pfleger des Orest: Hye-Soo Sonn
Die Vertraute: Petra Urban
Die Schleppträgerin: Alma De Lon
Ein junger Diener: Jonas Gudmundsson
Ein alter Diener: Axel Wagner
Die Aufseherin: Annette Luig
1. Magd: Merit Ostermann
2. Magd: Simone Brähler
3. Magd: Ute Döring
4. Magd: Sharon Kempton
5. Magd: Betsy Horne
Ein Tänzer: Antonio Paucar

Orchester, Chor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

www.staatstheater-wiesbaden.de

Zur Produktion der Bayerischen Staatsoper München im Festspielhaus Baden Baden im Rahmen der Winterfestspiele 2010:

Aufführungen:
Freitag, 29. Januar 2010, Montag, 1. Februar 2010, 20 Uhr und Donnerstag, 4. Februar 2010

Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme: Herbert Wernicke

Besetzung:
Elektra:
Katarina Dalayman
Klytämnestra: Jane Henschel
Chrysothemis: Manuela Uhl:
Aegisth: René Kollo
Orest: Albert Dohmen

Philharmonia Chor
Münchner Philharmoniker

Im Festspielhaus Baden-Baden ist der Star-Dirigent Christian Thielemann alles andere als ein Unbekannter. Hier war er bereits mehrmals, unter anderem mit den Wiener Philharmonikern zu erleben. Zuletzt war Christian Thielemann, der sich kompromisslos für den echten deutschen Orchesterklang einsetzt, im Festspielhaus bei den Winterfestspielen 2009 mit einem umjubelten „Rosenkavalier“ am Pult der Münchner Philharmoniker zu erleben. In den Hauptrollen sorgten unter anderen Renée Fleming und Diana Damrau für unvergessliche Momente. Kaum ist diese Produktion auf DVD bei Unitel erschienen, hat sie auch schon Kultstatus erreicht und wird von den Kritikern als Referenzeinspielung hoch gehandelt. Nun kehren Thielemann - mittlerweile designierter Chefdirigent der Staatskapelle Dresden – und die Münchner Philharmoniker mit „Elektra“ zurück an die Oos. Die Produktion stammt von der Bayerischen Staatsoper München, wird aber für Baden-Baden komplett neu einstudiert. Wie im „Rosenkavalier“ handelt es sich bei dieser „Elektra“ um eine Inszenierung des verstorbenen Regisseurs Herbert Wernicke, der auch das Bühnenbild und die Kostüme entworfen hat. Man kann mehr als nur gespannt darauf sein, wie Thielemann und seine Münchner die „Elektra“ angehen werden, diese Komposition, die ihre ungeheure Wucht aus der äußersten Konzentration von Gegensätzen gewinnt. Blut und Psyche, Ordnung und Ekstase, kalte Rache und Hysterie, antiker Mythos und die Überspanntheit des fin de sciècle, ein riesiger Orchesterapparat in einer bis zum Bersten kompakten Partitur: Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, die gemeinsam insgesamt 6 Opern schufen, haben der Opernwelt mit der „Elektra“ um einen Thriller, eine Hochspannungsoper par excellence bereichert. Uraufgeführt wurde die „Elektra“ am 25. Januar 1909 an der Hofoper Dresden. Die Handlung spielt auf Mykene, direkt nach dem Trojanischen Krieg. Grundmotiv der Handlung ist Rache –  Blutrache. Elektra will ihren Vater Agamemnon rächen. Dieser wurde von Elektras eigener Mutter Klytämnestra und deren Geliebten, Aegisth heimtückisch ermordet. Ausführen soll die Tat Orest, der Bruder Elektras. Tatwaffe: Ein Beil, das vorher ausgegraben wird. Besser hätte sich diese Handlung auch ein Alfred Hitchcock oder Stephen King nicht ausdenken können. Und am Ende bricht Elektra selbst tot zusammen, nachdem sie einen ekstatischen Tanz vollführt hat. – Ein Psychothriller vom Feinsten! Große Fürsprecher der „Elektra“ waren nach dem zweiten Weltkrieg bedeutende Dirigenten wie Sir Georg Solti, Fritz Reiner und Erich Kleiber. Heute gehört das Werk längst zu den Klassikern jedes großen Opernhauses und gilt als eine der besten Partituren von Richard Strauss. Das musikalische Geschehen ist so komplex und dicht verwoben, dass man als Hörer den Eindruck gewinnt, die Musik entsteigt einem brodelnden Hexenkessel, der jeden Augenblick zu explodieren droht. Richard Strauss selbst sagte über seine beiden Opern „Salome“ und „Elektra“ im Vergleich: „Beide Opern stehen in meinem Lebenswerk vereinzelt da: ich bin in ihnen bis an die äußersten Grenzen der Harmonik, psychischer Polyphonie (Klytämnestras Traum) und Aufnahmefähigkeit heutiger Ohren gegangen.“ Für Hochspannung auf höchstem künstlerischem Niveau ist gesorgt bei den Winterfestspielen 2010 des Festspielhaus Baden-Baden. Auch das Sängerensemble ist prominent besetzt: Katarina Dalayman als Elektra, Jane Henschel als Klytämnestra, Manuela Uhl als Chrysothemis, der unvergleichliche René Kollo als Aegisth sowie Albert Dohmen in der Rolle des Orest. Und last but not least wird wie beim „Rosenkavalier“ und beim „Freischütz“ auch diesmal der unvergessliche Philharmonia Chor Wien mit von der Partie sein. Dieser sorgte bei den Pfingstfestspielen 2009 mit Carl Maria von Webers Jägerchor immerhin für Standing Ovations im Festspielhaus Baden-Baden. [© Festspielhaus Baden Baden]
 
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.
www.festspielhaus.de

Zur Inszenierung der Oper Zürich:

Premiere:
23. Januar 10

Musikalische Leitung: Daniele Gatti
Inszenierung: Martin Kusˇej
Bühnenbild: Rolf Glittenberg
Kostüme: Heidi Hackl
Lichtgestaltung: Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger

Besetzung:
Elektra:
Eva Johansson
Klytämnestra: Agnes Baltsa
Chrysothemis: Emily Magee
1. Magd: Wiebke Lehmkuhl
2. Magd: Katharina Peetz
3. Magd: Irène Friedli
4. Magd: Liuba Chuchrova
5. Magd: Sen Guo
Die Aufseherin: Margaret Chalker
Orest: Martin Gantner
Aegisth: Rudolf Schasching
Der Pfleger des Orest: Reinhard Mayr
Ein junger Diener: Peter Sonn

Daniele Gatti (Musikalische Leitung)
Daniele Gatti übernahm im Herbst 2008 von Kurt Masur die Leitung des Orchestre National de France. Seit 1996 ist er Chefdirigent des Royal Philharmonic Orchestra. Von 1992 bis 1997 war er Musikdirektor des Orchesters der Accademia di Santa Cecilia in Rom. Von 1994 bis 1997 wirkte er als Principal Guest Conductor am Royal Opera House Covent Garden und von 1997 bis 2007 als Musikdirektor des Teatro Comunale di Bologna. 2005 gewann er den renommierten Kritikerpreis Premio Franco Abbiati. Daniele Gatti leitet die weltweit wichtigsten Klangkörper und steht als Gastdirigent regelmässig am Pult der Wiener Philharmoniker, des Concertgebouworkest Amsterdam, der Staatskapelle Dresden, der Münchner Philharmoniker, des Bayerischen Rundfunks, des Orchestra Filarmonica della Scala, der New Yorker Philharmoniker sowie des Boston und des Chicago Symphony Orchestra. Im Bereich der Oper leitet er regelmässig Produktionen an der Wiener Staatsoper («Simon Boccanegra», «Moses und Aron», «Otello», «Boris Godunow») und an der Mailänder Scala («Lohengrin», «Wozzeck»). 2008 eröffnete er die Bayreuther Festspiele mit «Parsifal», im Dezember desselben Jahres leitete er die Eröffnungspremiere «Don Carlo» an der Scala di Milano. Zu Beginn der Spielzeit 2008/2009 dirigierte Gatti sein erstes Konzert als Chefdirigent des Orchestre National de France am Théâtre des Champs-Elysées in Paris. Als Gastdirigent eröffnete er die Konzertsaison des Teatro alla Scala in Mailand; eine Europa-Tournee mit diesem Orchester, die ihren Höhepunkt im Wiener Musikverein fand, folgte. Im Juni 2009 gibt er mit «Aida» sein Debut an der Bayerischen Staatsoper München. Aufnahmen für Sony BMG/RCA Red Seal mit Werken von Rossini, Mahler, Prokofjew, Bartok und Respighi sowie für Harmonia Mundi mit Sinfonien von Tschaikowski dokumentieren sein umfangreiches Schaffen. [© Oper Zürich]

www.opernhaus.ch

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
3. Februar 06
Wiederaufnahme Saison 2008/09: 11. April 09
Wiederaufnahme Saison 2006/07: 2. Februar 07

Musikalische Leitung: Lothar Zagrosek /
Michael Boder
Inszenierung: Falk Richter
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Orest Tichonov
Bühnenbild: Alex Harb
Kostüme: Martin Kraemer
Dramaturgie: Hendrikje Mautner
Licht: Olaf Winter

Besetzung:

Elektra:
Caroline Whisnant /
Susan Bullock -Caroline Whisnant / Caroline Whisnant / Jeanne-Michèle Charbonnet (19. April 2009)
Klytämnestra: Ingrid Tobiasson / Renée Morloc (3. & 9. Feb. 06) / Ingrid Tobiasson / Elzbieta Ardam (ab 18. Feb.07) / Tichina Vaughn
Chrysothemis: Ann-Marie Backlund / Ann-Marie Backlund / Sonja Mühleck
Ägisth: Hans-Jürgen Lazar / Frank van Aken / Richard Cox
Orest: Peteris Eglitis / Gregory Frank / Simon Bailey
Pfleger des Orest: Gérard Lavalle / Gérard Lavalle / Dietrich Volle
Junger Diener: Peter Marsh / Michael McCown (9., 23. Februar 06) / Peter Marsh / Peter Marsh
Aufseherin: Sonja Mühleck / Sonja Mühleck / Sophie Angebault / Barbara Zechmeister (9. Mai 2009
Mägde: Hiromi Mori, Annette Stricker, Jenny Carlstedt, Katharina Kutsch, Barbara Zechmeister / Stella Grigorian, Annette Stricker, Jenny Carlstedt, Elin Carlsson, Barbara Zechmeister / Katharina Magiera, Yvonne Hettegger, Jenny Carlstedt, Katrin Frey, Anna Ryberg

grün = Wiederaufnahme 06/07
lila = Wiederaufnahme 08/09

Besprechung WA 2009
Besprechung WA 2006

Elektra_OperFFM_03©BAumüller
Elektra
Oper Frankfurt
Chrysothemis (Ann-Marie Backlund; 2004)
Foto: Barbara Aumüller

„Diese fantastisch besetzte Aufführung macht Gänsehaut.“ So wurde in einer Rezension über die Neuinszenierung der Elektra von Richard Strauss (1864-1949) aus der Spielzeit 2004/05 berichtet. In der Tat konnte Falk Richter, der zu den wichtigsten Regisseuren und Autoren der jüngeren Generation zählt, mit seiner ersten Frankfurter Inszenierung einen überragenden Erfolg verbuchen.

Zum Inhalt: König Agamemnon wurde heimtückisch von seiner Frau Klytämnestra und deren Liebhaber Ägisth ermordet. Seither ist Elektra besessen vom Gedanken an Rache. Sie gräbt das Beil aus, mit dem ihr Vater erschlagen wurde, kann jedoch ihre Schwester Chrysothemis nicht überreden, ihr zu helfen. Schließlich erkennt sie in einem Boten den tot geglaubten Bruder Orest. Als dieser die Rache vollzieht, hat Elektra ihr Ziel erreicht. In ekstatischem Taumel tanzt sie sich zu Tode.

Anlässlich ihrer dritten Wiederaufnahme nach der Premiere am 2. Oktober 2004 kehrt in der Titelpartie die Amerikanerin Caroline Whisnant nach Frankfurt zurück, wo sie alternierend mit Susan Bullock die Elektra bereits mehrfach gesungen hat. Zum Frankfurter Repertoire der dem Ensemble des Nationaltheaters Mannheim angehörenden Sängerin zählen zudem Verdis Lady Macbeth und Regan in Aribert Reimanns Lear. In der zuletzt genannten Produktion war auch Jeanne-Michèle Charbonnet als Goneril zu erleben; nun ist die international gefragte Amerikanerin alternierend auch erstmals als Elektra am Main besetzt. Zudem weist der Programmzettel weitere Neubesetzungen auf: So steigt Tichina Vaughn als Klytämnestra neu in die Inszenierung ein, nachdem sie sich kürzlich dem Frankfurter Opernpublikum als Eboli in Verdis Don Carlo vorgestellt hat. Nach langjähriger Zugehörigkeit zum Ensemble der Staatsoper Stuttgart unter Klaus Zehelein ist sie inzwischen freischaffend tätig. Aus dem Ensemble verkörpern erstmals in dieser Produktion Sonja Mühleck – nachdem sie zuvor bereits die Partie der Aufseherin übernommen hatte – Elektras Schwester Chrysothemis sowie Richard Cox die Partie des Ägisth. Ensemblemitglied Simon Bailey hingegen ist erneut als Orest zu erleben, nachdem er diese Partie in Repertoirevorstellungen der Oper Frankfurt bereits mehrfach verkörpert hat. Der britische Bassbariton gastierte im Sommer 2008 als Zuniga in Bizets Carmen beim Glyndebourne Festival, gefolgt von Auftritten als Mozarts Figaro an der Mailänder Scala im Herbst desselben Jahres. Neben verschiedenen Neubesetzungen kleinerer Partien sind auch wieder zahlreiche mit der Inszenierung vertraute Sängerinnen und Sänger zu erleben. Die musikalische Leitung übernimmt Michael Boder, der seine Karriere in den achtziger Jahren als Assistent Michael Gielens in Frankfurt begann. Ab 2008/09 ist er Nachfolger von Sebastian Weigle auf der Position des Generalmusikdirektors am Gran Teatre del Liceu in Barcelona. [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Emilia di Liverpool
Dramma semi-serio in zwei Akten

Von Gaetano Donizetti
Uraufführung: July 28, 1824 (Neapel, Teatro Nuovo)
Deutsche Erstaufführung: 27. März 2010 (Nürnberg, Staatstheater Nürnberg)

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 27. März 10 (Deutsche Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Guido Johannes Rumstadt
Inszenierung: Andreas Baesler
Bühne: Harald Thor
Kostüme: Gabriele Heimann
Choreinstudierung: Edgar Hykel
Dramaturgie: Judith Debbeler

Besetzung:
Emilia di Liverpool:
Hrachuhí Bassénz/Leah Gordon
Claudio di Liverpool: Kurt Schober/Melih Tepretmez
Frederico: Martin Nyvall
Don Romualdo: Rainer Zaun
Il Comte: Andrew Finden/Melih Tepretmez
Luigia: Audrey Larose Zicat
Candida: Therese Fauser

www.staatstheater-nuernberg.de

Die Entführung aus dem Serail
Deutsches Singspiel in drei Aufzügen KV 384

Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
Text: Johann Gottlieb Stephanie d. J.
Uraufführung: 16. Juli 1782 (Wien, Burgtheater)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
19. Oktober 03

Wiederaufnahme Saison 2010/2011: 18. März 11
Wiederaufnahme Saison 2005/2006: 18. November 05

Musikalische Leitung der Wiederaufnahmen: Johannes Debus / Hartmut Keil /
Michael Güttler
Regie: Christof Loy
Szenische Leitung der Wiederaufnahme:
Ute M. Engelhardt
Bühnenbild und Kostüme: Herbert Murauer
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo /
Matthias Köhler

Besetzung:

Konstanze:
Diana Damrau / Laura Aikin (1., 4., 21., 31. Dezember 2005) /
Brenda Rae
Blonde: Alexandra Lubchansky / Mari Eriksmoen
Belmonte: Shawn Mathey / Edgaras Montvidas (21., 31. Dezember 2005) / N.N.
Pedrillo: Peter Marsh / Julian Prégardien / Peter Marsh
Osmin: Andreas Hörl / Gregory Frank (26. November, 12., 16., 31. Dezember 2005) / Thorsten Grümbel
Bassa Selim: Edgar M. Böhlke (18., 20. November 2005) / Christoph Quest / Christoph Quest

grün = Wiederaufnahme Saison 2010/2011

Zur Wiederaufnahme in der Saison 2010/2011:
Einer der Höhepunkte der Intendanz von Bernd Loebe an der Oper Frankfurt war die Inszenierung der Entführung aus dem Serail von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) in der Spielzeit 2003/04. Presse und Publikum zeigten sich nach der Premiere am 19. Oktober 2003 gleichermaßen überzeugt ,,Bravo für ein Musiktheaterereignis von Rang", war in einer der begeisterten Kritiken zu lesen. Nun wird die Erfolgsproduktion von Christof Loy, der sowohl 2003 als auch 2004 als ,,Regisseur des Jahres" ausgezeichnet wurde, zum vierten Mal wiederaufgenommen. Die damalige Übertragung im Radioprogramm des Hessischen Rundfunks sowie ein TV-Mitschnitt des HR - auch auf DVD erhältlich — in Zusammenarbeit mit dem Kultursender Arte sprechen für die Qualität dieser Arbeit. Christof Loy legte in der Zwischenzeit zahlreiche weitere akklamierte Frankfurter Produktionen vor, darunter Gounods Faust, Mozarts La clemenza di Tito, La finta semplice und Cosi fan tutte sowie Verdis Simon Boccanegra und Strauss’ Arabella. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören Verdis Les vepres siciliennes und Lehárs Die lustige Witwe am Grand Theatre de Geneve sowie Strauß´ Die Fledermaus an der Oper Frankfurt; zudem wird er 2011 für Strauss’ Die Frau ohne Schatten zu den Salzburger Festspielen zurückkehren.

Mozart komponierte sein Singspiel 1782 für das Wiener Burgtheater: Der junge spanische Edelmann Belmonte möchte seine Braut Konstanze, deren Zofe Blonde und seinen Diener Pedrillo aus dem Serail des hohen türkischen Würdenträgers Bassa Selim befreien. Die Flucht scheitert im letzten Augenblick und die Gefangenen werden vor den Bassa geführt. Dieser schenkt ihnen jedoch, statt Rache zu nehmen, die Freiheit. Seinem widerstrebenden Aufseher Osmin erklärt er, dass es keinen Sinn habe, Andersdenkende gegen ihren Willen überzeugen zu wollen.

Die Wiederaufnahme wartet mit einer Reihe von Neubesetzungen aus dem Ensemble auf: Brenda Rae fügt mit der Konstanze ihrem Frankfurter Repertoire eine weitere Partie hinzu, nachdem sie kürzlich als Angelica in Vivaldis Orlando furioso sowie als Olympia in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Seit 2010 ist Simon Bode Mitglied des Frankfurter Opernstudios. Als Belmonte verkörpert er erstmals eine Hauptpartie auf der Bühne des Großen Hauses. Thorsten Grümbel hat sich 2010/11 bisher als Philipp ll. in Verdis Don Carlo sowie als Sarastro in Mozarts Die Zauberflöte präsentiert und darf nun als Osmin auch sein komisches Talent zur Geltung bringen. Die norwegische Koloratursopranistin Mari Eriksmoen gastiert als Blonde erstmals an der Oper Frankfurt. Ausgebildet in ihrer Heimat sowie in Paris und Kopenhagen gehören zu ihren jüngsten Engagements Barbarina in Mozarts Le nozze di Figaro an der Königlichen Oper von Kopenhagen sowie Mallika in der Uraufführung von Gisle Kverndokks Around the world in 80 days an der Norwegischen Staatsoper in Oslo. Zerbinetta in Strauss’ Ariadne auf Naxos in der Regie von Harry Kupfer führte sie kürzlich an das Theater an der Wien.
Wie in der Premiere sind Christoph Quest als Bassa Selim und Peter Marsh als Pedrillo besetzt. Michael Güttler, Sohn des Trompeters Ludwig Güttler, gibt als Dirigent dieser Wiederaufnahme sein Debut an der Oper Frankfurt. Seit 2002 ist er Permanent Guest Conductor des Marijnski-Theaters in St. Petersburg, wo er ein umfangreiches Repertoire dirigiert. Mit Verdis Rigoletto debütierte er im November 2010 an der Wiener Staatsoper, wo er später auch die musikalische Leitung von Rossinis ll barbiere di Siviglia übernimmt. Eine regelmäßige Tätigkeit als Gastdirigent verbindet ihn außerdem mit zahlreichen renommierten Orchestern und Theatern im In- und Ausland.
 [© Oper Frankfurt]

www.oper-frankfurt.de

Koproduktion mit Théâtre Royal de la Monnaie, Brüssel

 


Erwin, das Naturtalent
Familienoper (ab 8 Jahren)

Komposition: Mike Svoboda
Libretto: Manfred Weiss

Uraufführung: 19. November 2005 (Stuttgart, Kammertheater Stuttgart)

Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:

Premiere:
12. März 10 (Opernhaus / Drehbühne)

Musikalische Leitung: David Marlow
Inszenierung: Sabine Sterken
Bühne und Kostüme: Martin Rupprecht
Choreografie: Wolfgang Maurer

mit:
Erwin: Inga Lampert
Rosa: Susanne Thielemann
Prof. Hoggins: Matthias Winter
Amalia-Bernadette: Kerstin Randall
Giraffe Gila / Modedesignerin Schnief Seng-Loreng: Sylvia Schramm-Heilfort
Löwe Leopold / Starfrisör Massimo Calvolino / Kritike: Peter Heber
Elefant Ravi / Herr Schneider, der Schneider: Martin Gäbler
Geier / Fotograf Yasuhiko Suturobo / Komponist Gian-Carlo Bastonelli / Showmaster DWS: Ireneusz Rosinski

Projektchor der Oper Chemnitz
Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie

Zum Inhalt:
Eine Insel – irgendwo in der südwestöstlichen Südsee. Spaß und gute Laune sind an der Tagesordnung und die „Dschangelkings“ heizen mit ihrem fetzigen Sound der Partygesellschaft ordentlich ein. Vor allem Erwin, der Frontman der Band, begeistert durch sein wahnsinniges Gesangstalent, und alle Herzen fliegen ihm zu. Auch Rosa, eine geheimnisvolle Inselbewohnerin, ist heimlich in Erwin verliebt.
Als eines Tages Professor Hoggins auf seinen Forschungsreisen die Insel betritt, ist er von Erwins Talent so begeistert, dass er ihn in die Großstadt lockt, um ihn dort gemeinsam mit Managerin Amalia-Bernadette zum Superstar aufzubauen. Erwin erobert die Welt im Sturm und füllt die größten Konzertsäle.
Doch schnell lernt Erwin auch die Schattenseite des Ruhmes kennen: Stress und Erschöpfung lassen ihn kaum schlafen, er fühlt sich einsam und bekommt Heimweh, bis er plötzlich einen Entschluss fasst ...

Die Familienoper:
Die spannend-jazzige Musik zu dieser Familienoper stammt aus der Feder von Mike Svoboda, dem derzeitigen Chemnitzer Composer-in-residence. Zu Motiven aus Volker Kriegels Kinderbuch „Erwin mit der Tröte“ hat er einen schmissigen Beat gefunden, der die Zuschauer nicht mehr los lässt. Musiker und Sänger sind zum Greifen nah und lassen die Oper in nächster Nähe entstehen: Düsenjets, Helikopter, pfeifende Heizkörper, eine Elefantenrüssel-Dusche, eine Hotelzimmer-Schlägerei mit Eifersuchts-Szene und einer sich selbst in den hysterischen Wahnsinn singende Koloratur-Managerin lassen die Spannung bis zum finalen Happy-End ansteigen.
Rasante 90 Minuten lang konkurrieren Insel- und Stadtwelt, Lärm und Ruhe, Anstrengung und Entspannung miteinander. Mittendrin (zwischen Dschungelidylle und Großstadtlärm): die Zuschauer / Drumherum: Musiker, Projektchoristen, Solisten, Scheinwerfer, Dekorationen und Geräuschkulissen – eine Abenteuerreise in die Vielfalt der Musik wird zum Spaß für Jung und Alt.

Der Komponist:
Mike Svoboda wurde 1960 auf der Pazifikinsel Guam geboren, wuchs in Chicago auf und kam 1981 nach Abschluss seiner Studien (Komposition und Dirigieren) dank eines Kompositionspreises nach England und Deutschland. Eher zufällig wurde die Posaune zu seinem Hauptinstrument als Interpret in klassischer, zeitgenössischer und populärer Musik.

Entscheidend für seine Entwicklung war die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Karlheinz Stockhausen. So verkörperte er u. a. in Stockhausens großem Opernzyklus „Licht“ die Hauptrolle des Luzifer, verbunden mit Gastspielen an der Royal Opera Covent Garden, der Mailänder Scala und anderen Opernhäusern. Svoboda, oft gleichzeitig Komponist und Interpret, überschreitet immer wieder bewusst die vermeintlichen Grenzen zwischen U- und E-Musik. Die meisten seiner Projekte realisiert er mit seinem eigenen „mike svoboda ensemble“. Außerdem spielt er in verschiedenen Jazzformationen sowie als Solist mit namhaften Orchestern (u. a. Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Orchester des Bayerischen, des Westdeutschen und des Südwestdeutschen Rundfunks, Bamberger Symphoniker, Ensemble Modern, Schönberg Ensemble, KlangForum Wien). Seit vielen Jahren arbeitet er mit dem Dramatiker Manfred Weiss zusammen, der auch die Libretti zu Svobodas Opern „Der unglaubliche Spotz“ und „Erwin, das Naturtalent“ geschrieben hat. [© Die Theater Chemnitz]

www.theater-chemnitz.de

L’espace dernier
Musiktheater in vier Teilen

Von:
Matthias Pintscher
Nach Texten und Bildern rund um das Leben und Schaffen von Arthur Rimbaud

Uraufführung: 23. Februar 2004 (Paris, Opéra Bastille)
Deutsche Erstaufführung: 17. Mai 2008 (Frankfurt, Alte Oper; in Kooperation mit der Oper Frankfurt und Köln Musik)

Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt:
Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt und Köln Musik

Aufführung: 17. Mai 08 (Deutsche Erstaufführung):

Musikalische Leitung: Paolo Carignani
Live-Elektronik: Christian Cluxen

Bassbariton: Ashley Holland
Sopran: Anu Komsi (anstatt der erkrankten Marisol Montalvo)
Sopran: Barbara Zechmeister
Tenor: Peter Marsh
Koloratursopran: Alexandra Lubchansky
Mezzosopran: Claudia Mahnke
L’Homme: Christoph Waltz
La Femme: Isabelle Menke

SWR Vokalensemble Stuttgart (Einstudierung: Denis Comtet); Frankfurter Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de

Matthias Pintscher (* 1971) gilt als einer der erfolgreichsten Komponisten unserer Zeit. Seine Studien begleiteten so bedeutende Persönlichkeiten wie Giselher Klebe, Hans Werner Henze, Peter Eötvös, Helmut Lachenmann und Manfred Trojahn. Zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien würdigten und förderten sein Schaffen. Zudem kürten ihn bedeutende Institutionen zum „composer in residence“, während namhafte Dirigenten seine Werke zur Aufführung brachten.

L’espace dernier entstand 2002/03 und ist die Summe einer großen Anzahl von Werken Pintschers, die den Dichter Arthur Rimbaud (1854-1891) umkreisen. 2004 in Paris uraufgeführt, handelt es sich bei der konzertanten Vorstellung in Frankfurt um die Deutsche Erstaufführung. Das Werk ist groß angelegt; die Sängerbesetzung umfasst einen hochdramatischen Sopran, einen aus dem Charakterfach stammenden Bassbariton sowie einen hohen Spinto-Tenor. Hinzu treten 16 Vokalsolisten, aufgeteilt in acht Soprane und acht Mezzosoprane. Die Sprechpartien entstammen dem unmittelbaren Lebensumkreis des Dichters: „Die Frau“ verkörpert zugleich die Schwestern Vitalie und Isabelle wie auch die Mutter, Rimbauds afrikanischer Diener und Begleiter Djami ist „Der Mann“. Erinnerungen erscheinen: Rimbauds obsessive Manie des Aufbruchs, sein immerwährender Gestus des Verlassens, die Euphorie des vorübergehenden Daseins. Der Titel L’espace dernier bedeutet für Pintscher nicht nur den letzten Raum, sondern auch den „unergründlichen Raum“. Text und Musik sind autonome Schichten. Nicht der Text führt die Kommunikation herbei, einzig der musikalische Raum ist bestimmend. Das Werk setzt sich ausschließlich aus authentischen Texten zusammen. Dabei wird von Anfang an auf jede chronologische Schichtung und narrative Linie verzichtet. Kein „Lebenszusammenhang“ im Sinne einer organischen Gesamtheit wird behauptet, ebenso wenig die gegenteilige Idee des Fragments als Entsprechung eines in Augenblicke aufgeteilten Lebens. Pintscher verfolgt keine Metaebene, sondern hält sich an die pure Phänomenologie der Worte, an die nackte Tatsache, dass sie einmal gesprochen wurden.

Unter der musikalischen Leitung von Frankfurts Generalmusikdirektor Paolo Carignani sind Gäste und Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt besetzt. Angeführt werden sie von dem englischen Bassbariton Ashley Holland, dessen Verkörperung der Titelpartie von Detlev Glanerts Caligula 2006 noch in bester Erinnerung sein dürfte. Ergänzt werden sie durch die beiden renommierten Schauspieler Christoph Waltz (L’Homme) und Isabelle Menke (La Femme) sowie das SWR Vokalensemble (Einstudierung: Denis Comtet). [© Oper Frankfurt]


Vorprogramm zur konzertanten Aufführung in der Alten Oper Frankfurt:

17.00 Uhr, Mozart Saal: Aufbruch ins Innere. Der Komponist Matthias Pintscher, Film von Klaus Voswinckel (2007)
18.15 Uhr, Grosser Saal: Matthias Pintscher im Gespräch mit Norbert Abels, Chefdramaturg der Oper Frankfurt
Freier Eintritt mit Ticket für die konzertante Aufführung

Preise: € 12 bis 58 inkl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter
www.oper-frankfurt.de oder www.frankfurt-ticket.de erhältlich.

Gastspiel in der Kölner Philharmonie am Sonntag, 18. Mai 2008, um 20.00 Uhr

Eugen Onegin (Jewgeni Onegin)
Lyrische Szenen in drei Akten

Von: Peter I. Tschaikowski
Uraufführung: 17. (29.) März 1879(Moskau, Maly-Theater)

Zur Inszenierung des Nationaltheater Mannheim:

Premiere:
12. Februar 11

Musikalische Leitung: Dan Ettinger
Inszenierung: Regula Gerber
Bühne: Sandra Meurer
Kostüme: Sabine Blickenstorfer
Chor: Tilman Michael

Besetzung:

Larina:
Edna Prochnik/Heike Wessels
Tatjana: Ira Bertman
Olga: Niina Keitel
Filipjewna: Emma Sarkisyan
Eugen Onegin: Lars Møller
Lenski: Maximilian Schmitt
Saretzki: Martin Busen/Johannes Wimmer
Triquet: David Lee/Benedikt Nawrath
Hauptmann: Stephan Somburg/Junchul Ye

www.nationaltheater-mannheim.de

Zur Inszenierung des Theater Aachen:

Premiere:
7. Februar 10

Musikalische Leitung: Daniel Jakobi
Inszenierung: Ludger Engels
Bühne: Ric Schachtebeck
Kostüme: Julia Kaschlinski
Choreinstudierung: Frank Flade
Dramaturgie: Kai Weßler

Besetzung:
Larina: Leila Pfister
Tatjana: Irina Popola
Olga: Mélanie Forgeron
Filipjewna: Rebecca Raffell
Eugen Onegin: Hrólfur Saemundsson
Lenskij: Yikun Chung
Fürst Gremin: Randall Jakobsh
Ein Hauptmann: Johannes Piorek
Saretzkij: Jorge Escobar
Triquet: Louis Kim

Opernchor Theater Aachen
Sinfonieorchester Aachen

Die junge Tatjana braucht den dandyhaften Eugen Onegin nur einmal zu sehen, um zu wissen, dass sie ihn liebt. Doch dieser weist das unreife Mädchen freundlich aber bestimmt ab. Erst Jahre später, nach einem Duell und ziellosen Reisen, erkennt er seinen Fehler. Aber da ist es schon zu spät.

Regisseur Ludger Engels und Dirigent Daniel Jakobi bringen Peter Tschaikowskis bekannteste Oper im Februar 2010 auf die Bühne des Theater Aachen. Ein Drama der verpassten Gelegenheiten sind diese „lyrische Szenen“, ein Drama aber auch der Verlorenheit der einzelnen Figuren in einer harten und unbarmherzigen Umgebung. [© Theater Aachen]

www.theateraachen.de

Europeras 1&2

Von:
John Cage
Uraufführung: 15. November 1987 (Frankfurt/M, Oper Frankfurt)

Zur Produktion der Ruhrtriennale:

Premiere:
17. August 12 (Jahrhunderthalle Bochum)

Szenische Einrichtung: Florian Bilbao, Willi Bopp, Stephan Buchberger, Harry Curtis, Florence von Gerkan, Heiner Goebbels, Klaus Grünberg, Hubert Machnik

Mit: Yosemeh Adjei, Paolo Battaglia, Benjamin Bernheim, Nikolay Borchev, Ilse Eerens, Asmik Grigorian, Karolina Gumos, Susanne Gritschneder, Liliana Nikiteanu, Frode Olsen.

John Cage komponierte 1987 „Europeras 1&2“ – als Negation der Oper aus dem Geist der Oper. John Cage bestand auf der radikalen Unabhängigkeit der Musik von allen anderen Elementen der Bühne und knüpfte – nicht nur in seiner Kompositionstechnik – an das von Marcel Duchamps entwickelte Konzept eines ‚objet trouvé’ an: alle Materialen werden nicht durch eine neue Komposition erzeugt, sondern kommen aus dem 200 Jahre alten Fundus der europäischen Opernliteratur.
Der Anspruch des langjährigen Teams um Heiner Goebbels besteht darin, den experimentellen Ansatz von John Cage mit den heutigen Möglichkeiten neu zu realisieren. Der Aufführungsort Jahrhunderthalle Bochum mit ihrer extremen Raumtiefe eignet sich hervorragend als Erfahrungsraum, in dem Gesang, Bild, Licht, Geste, Kostüme immer wieder neu zueinander in Beziehung treten. Im Titel „Europeras“ klingen sowohl „Your Operas“ als auch „Europe’s operas“ mit an. Der europäische Aspekt dieser Oper findet bei der internationalen Besetzung der Sänger wie bei der Auswahl ihres musikalischen Materials besondere Beachtung.
„Europeras 1&2“ steht für ein Konzept kultureller Offenheit und einer Vielstimmigkeit von künstlerischen Ausdrucksformen. [© Ruhrtriennale]

Beginn des Vorverkaufs: April 2012

www.ruhrtriennale.de

Der Evangelienmann
Oper in zwei Akten

Musik: Wilhelm Kienzl (1857 - 1941)
Libretto: von Wilhelm Kienzl nach der Erzählung "Aus den Papieren eines Polizeikommissaers. Wiener Sittenbilder" von Dr. Leopold Florian Meißner

Uraufführung: 1895

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