Oper, Stückeinfo: E
 

Emilia di Liverpool
Dramma semi-serio in zwei Akten

Von Gaetano Donizetti
Uraufführung: July 28, 1824 (Neapel, Teatro Nuovo)
Deutsche Erstaufführung: 27. März 2010 (Nürnberg, Staatstheater Nürnberg)

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 27. März 10 (Deutsche Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Guido Johannes Rumstadt
Inszenierung: Andreas Baesler
Bühne: Harald Thor
Kostüme: Gabriele Heimann
Choreinstudierung: Edgar Hykel
Dramaturgie: Judith Debbeler

Besetzung:
Emilia di Liverpool:
Hrachuhí Bassénz/Leah Gordon
Claudio di Liverpool: Kurt Schober/Melih Tepretmez
Frederico: Martin Nyvall
Don Romualdo: Rainer Zaun
Il Comte: Andrew Finden/Melih Tepretmez
Luigia: Audrey Larose Zicat
Candida: Therese Fauser

www.staatstheater-nuernberg.de

Erwin, das Naturtalent
Familienoper (ab 8 Jahren)

Komposition: Mike Svoboda
Libretto: Manfred Weiss

Uraufführung: 19. November 2005 (Stuttgart, Kammertheater Stuttgart)

Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:

Premiere:
12. März 10 (Opernhaus / Drehbühne)

Musikalische Leitung: David Marlow
Inszenierung: Sabine Sterken
Bühne und Kostüme: Martin Rupprecht
Choreografie: Wolfgang Maurer

mit:
Erwin: Inga Lampert
Rosa: Susanne Thielemann
Prof. Hoggins: Matthias Winter
Amalia-Bernadette: Kerstin Randall
Giraffe Gila / Modedesignerin Schnief Seng-Loreng: Sylvia Schramm-Heilfort
Löwe Leopold / Starfrisör Massimo Calvolino / Kritike: Peter Heber
Elefant Ravi / Herr Schneider, der Schneider: Martin Gäbler
Geier / Fotograf Yasuhiko Suturobo / Komponist Gian-Carlo Bastonelli / Showmaster DWS: Ireneusz Rosinski

Projektchor der Oper Chemnitz
Musiker der Robert-Schumann-Philharmonie

Zum Inhalt:
Eine Insel – irgendwo in der südwestöstlichen Südsee. Spaß und gute Laune sind an der Tagesordnung und die „Dschangelkings“ heizen mit ihrem fetzigen Sound der Partygesellschaft ordentlich ein. Vor allem Erwin, der Frontman der Band, begeistert durch sein wahnsinniges Gesangstalent, und alle Herzen fliegen ihm zu. Auch Rosa, eine geheimnisvolle Inselbewohnerin, ist heimlich in Erwin verliebt.
Als eines Tages Professor Hoggins auf seinen Forschungsreisen die Insel betritt, ist er von Erwins Talent so begeistert, dass er ihn in die Großstadt lockt, um ihn dort gemeinsam mit Managerin Amalia-Bernadette zum Superstar aufzubauen. Erwin erobert die Welt im Sturm und füllt die größten Konzertsäle.
Doch schnell lernt Erwin auch die Schattenseite des Ruhmes kennen: Stress und Erschöpfung lassen ihn kaum schlafen, er fühlt sich einsam und bekommt Heimweh, bis er plötzlich einen Entschluss fasst ...

Die Familienoper:
Die spannend-jazzige Musik zu dieser Familienoper stammt aus der Feder von Mike Svoboda, dem derzeitigen Chemnitzer Composer-in-residence. Zu Motiven aus Volker Kriegels Kinderbuch „Erwin mit der Tröte“ hat er einen schmissigen Beat gefunden, der die Zuschauer nicht mehr los lässt. Musiker und Sänger sind zum Greifen nah und lassen die Oper in nächster Nähe entstehen: Düsenjets, Helikopter, pfeifende Heizkörper, eine Elefantenrüssel-Dusche, eine Hotelzimmer-Schlägerei mit Eifersuchts-Szene und einer sich selbst in den hysterischen Wahnsinn singende Koloratur-Managerin lassen die Spannung bis zum finalen Happy-End ansteigen.
Rasante 90 Minuten lang konkurrieren Insel- und Stadtwelt, Lärm und Ruhe, Anstrengung und Entspannung miteinander. Mittendrin (zwischen Dschungelidylle und Großstadtlärm): die Zuschauer / Drumherum: Musiker, Projektchoristen, Solisten, Scheinwerfer, Dekorationen und Geräuschkulissen – eine Abenteuerreise in die Vielfalt der Musik wird zum Spaß für Jung und Alt.

Der Komponist:
Mike Svoboda wurde 1960 auf der Pazifikinsel Guam geboren, wuchs in Chicago auf und kam 1981 nach Abschluss seiner Studien (Komposition und Dirigieren) dank eines Kompositionspreises nach England und Deutschland. Eher zufällig wurde die Posaune zu seinem Hauptinstrument als Interpret in klassischer, zeitgenössischer und populärer Musik.

Entscheidend für seine Entwicklung war die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Karlheinz Stockhausen. So verkörperte er u. a. in Stockhausens großem Opernzyklus „Licht“ die Hauptrolle des Luzifer, verbunden mit Gastspielen an der Royal Opera Covent Garden, der Mailänder Scala und anderen Opernhäusern. Svoboda, oft gleichzeitig Komponist und Interpret, überschreitet immer wieder bewusst die vermeintlichen Grenzen zwischen U- und E-Musik. Die meisten seiner Projekte realisiert er mit seinem eigenen „mike svoboda ensemble“. Außerdem spielt er in verschiedenen Jazzformationen sowie als Solist mit namhaften Orchestern (u. a. Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Orchester des Bayerischen, des Westdeutschen und des Südwestdeutschen Rundfunks, Bamberger Symphoniker, Ensemble Modern, Schönberg Ensemble, KlangForum Wien). Seit vielen Jahren arbeitet er mit dem Dramatiker Manfred Weiss zusammen, der auch die Libretti zu Svobodas Opern „Der unglaubliche Spotz“ und „Erwin, das Naturtalent“ geschrieben hat. [© Die Theater Chemnitz]

www.theater-chemnitz.de

L’espace dernier
Musiktheater in vier Teilen

Von:
Matthias Pintscher
Nach Texten und Bildern rund um das Leben und Schaffen von Arthur Rimbaud

Uraufführung: 23. Februar 2004 (Paris, Opéra Bastille)
Deutsche Erstaufführung: 17. Mai 2008 (Frankfurt, Alte Oper; in Kooperation mit der Oper Frankfurt und Köln Musik)

Zur konzertanten Aufführung am 17. Mai 08 (Deutsche Erstaufführung):
Oper Frankfurt in Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt und Köln Musik

Musikalische Leitung: Paolo Carignani
Live-Elektronik: Christian Cluxen

Bassbariton: Ashley Holland
Sopran: Anu Komsi (anstatt der erkrankten Marisol Montalvo)
Sopran: Barbara Zechmeister
Tenor: Peter Marsh
Koloratursopran: Alexandra Lubchansky
Mezzosopran: Claudia Mahnke
L’Homme: Christoph Waltz
La Femme: Isabelle Menke

SWR Vokalensemble Stuttgart (Einstudierung: Denis Comtet); Frankfurter Museumsorchester

Besprechung auf kulturfreak.de

Matthias Pintscher (* 1971) gilt als einer der erfolgreichsten Komponisten unserer Zeit. Seine Studien begleiteten so bedeutende Persönlichkeiten wie Giselher Klebe, Hans Werner Henze, Peter Eötvös, Helmut Lachenmann und Manfred Trojahn. Zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien würdigten und förderten sein Schaffen. Zudem kürten ihn bedeutende Institutionen zum „composer in residence“, während namhafte Dirigenten seine Werke zur Aufführung brachten.

L’espace dernier entstand 2002/03 und ist die Summe einer großen Anzahl von Werken Pintschers, die den Dichter Arthur Rimbaud (1854-1891) umkreisen. 2004 in Paris uraufgeführt, handelt es sich bei der konzertanten Vorstellung in Frankfurt um die Deutsche Erstaufführung. Das Werk ist groß angelegt; die Sängerbesetzung umfasst einen hochdramatischen Sopran, einen aus dem Charakterfach stammenden Bassbariton sowie einen hohen Spinto-Tenor. Hinzu treten 16 Vokalsolisten, aufgeteilt in acht Soprane und acht Mezzosoprane. Die Sprechpartien entstammen dem unmittelbaren Lebensumkreis des Dichters: „Die Frau“ verkörpert zugleich die Schwestern Vitalie und Isabelle wie auch die Mutter, Rimbauds afrikanischer Diener und Begleiter Djami ist „Der Mann“. Erinnerungen erscheinen: Rimbauds obsessive Manie des Aufbruchs, sein immerwährender Gestus des Verlassens, die Euphorie des vorübergehenden Daseins. Der Titel L’espace dernier bedeutet für Pintscher nicht nur den letzten Raum, sondern auch den „unergründlichen Raum“. Text und Musik sind autonome Schichten. Nicht der Text führt die Kommunikation herbei, einzig der musikalische Raum ist bestimmend. Das Werk setzt sich ausschließlich aus authentischen Texten zusammen. Dabei wird von Anfang an auf jede chronologische Schichtung und narrative Linie verzichtet. Kein „Lebenszusammenhang“ im Sinne einer organischen Gesamtheit wird behauptet, ebenso wenig die gegenteilige Idee des Fragments als Entsprechung eines in Augenblicke aufgeteilten Lebens. Pintscher verfolgt keine Metaebene, sondern hält sich an die pure Phänomenologie der Worte, an die nackte Tatsache, dass sie einmal gesprochen wurden.

Unter der musikalischen Leitung von Frankfurts Generalmusikdirektor Paolo Carignani sind Gäste und Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt besetzt. Angeführt werden sie von dem englischen Bassbariton Ashley Holland, dessen Verkörperung der Titelpartie von Detlev Glanerts Caligula 2006 noch in bester Erinnerung sein dürfte. Ergänzt werden sie durch die beiden renommierten Schauspieler Christoph Waltz (L’Homme) und Isabelle Menke (La Femme) sowie das SWR Vokalensemble (Einstudierung: Denis Comtet). [© Oper Frankfurt]


Vorprogramm zur konzertanten Aufführung in der Alten Oper Frankfurt:

17.00 Uhr, Mozart Saal: Aufbruch ins Innere. Der Komponist Matthias Pintscher, Film von Klaus Voswinckel (2007)
18.15 Uhr, Grosser Saal: Matthias Pintscher im Gespräch mit Norbert Abels, Chefdramaturg der Oper Frankfurt
Freier Eintritt mit Ticket für die konzertante Aufführung

Preise: € 12 bis 58 inkl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter
www.oper-frankfurt.de oder www.frankfurt-ticket.de erhältlich.

Gastspiel in der Kölner Philharmonie am Sonntag, 18. Mai 2008, um 20.00 Uhr

Eugen Onegin (Jewgeni Onegin)
Lyrische Szenen in drei Akten

Von: Peter I. Tschaikowski
Uraufführung: 17. (29.) März 1879(Moskau, Maly-Theater)

Zur Inszenierung des Theater Aachen:

Premiere:
7. Februar 10

Musikalische Leitung: Daniel Jakobi
Inszenierung: Ludger Engels
Bühne: Ric Schachtebeck
Kostüme: Julia Kaschlinski
Choreinstudierung: Frank Flade
Dramaturgie: Kai Weßler

Besetzung:
Larina: Leila Pfister
Tatjana: Irina Popola
Olga: Mélanie Forgeron
Filipjewna: Rebecca Raffell
Eugen Onegin: Hrólfur Saemundsson
Lenskij: Yikun Chung
Fürst Gremin: Randall Jakobsh
Ein Hauptmann: Johannes Piorek
Saretzkij: Jorge Escobar
Triquet: Louis Kim

Opernchor Theater Aachen
Sinfonieorchester Aachen

Die junge Tatjana braucht den dandyhaften Eugen Onegin nur einmal zu sehen, um zu wissen, dass sie ihn liebt. Doch dieser weist das unreife Mädchen freundlich aber bestimmt ab. Erst Jahre später, nach einem Duell und ziellosen Reisen, erkennt er seinen Fehler. Aber da ist es schon zu spät.

Regisseur Ludger Engels und Dirigent Daniel Jakobi bringen Peter Tschaikowskis bekannteste Oper im Februar 2010 auf die Bühne des Theater Aachen. Ein Drama der verpassten Gelegenheiten sind diese „lyrische Szenen“, ein Drama aber auch der Verlorenheit der einzelnen Figuren in einer harten und unbarmherzigen Umgebung. [© Theater Aachen]

www.theateraachen.de

Der Evangelienmann
Oper in zwei Akten

Musik: Wilhelm Kienzl (1857 - 1941)
Libretto: von Wilhelm Kienzl nach der Erzählung "Aus den Papieren eines Polizeikommissaers. Wiener Sittenbilder" von Dr. Leopold Florian Meißner

Uraufführung: 1895

Zur Inszenierung der Volksoper Wien:

Premiere:
Sonntag, 9. April 2006

Weitere Vorstellungen: 11., 23. April; 4., 11., 18., 22., 25., 31. Mai; 4., 8., 18. Juni

Einführungssoirée am: 6. April 2006
Mit Josef Ernst Köpplinger sowie Sängerinnen und Sängern der Produktion
Moderation: Christoph Wagner-Trenkwitz

Musikalische Leitung: Alfred Eschwé
Inszenierung: Josef Ernst Koepplinger

Mit:
Mathias Freudhofer, Amtsschreiber: Juergen Mueller/John Dickie
Martha, Engels Nichte: Alexandra Reinprecht/Kristiane Kaiser
Magdalena, deren Freundin: Janina Baechle/Natela Nicoli
Friedrich Engel, Justiziär: Walter Fink/Sorin Coliban
Johannes Freudhofer, Schullehrer: Wolfgang Koch/Sebastian Holecek
Xaver Zitterbart: Wolfgang Gratschmaier/Karl-Michael Ebner
Anton Schnappauf: Einar Th. Gudmundsson/Josef Luftensteiner
Friedrich Aibler: Josef Forstner
Aiblers Frau: Ulrike Pichler-Steffen
Hans: Daniel Behle/Eugene Amesmann
Nachtwächter: Markus Raab/Christian Sist
 u.a.


Eine "populaere Raritaet" feiert am 9. April 2006 Premiere an der Volksoper Wien: Die romantische Oper DER EVANGELIMANN von Wilhelm Kienzl, eine "Volksoper" um die Geschichte eines ehemaligen Amtschreibers, dem eine Intrige die buergerliche Existenz raubt und der als Evangelimann (eine Wiener Volkstype; er las gegen ein paar Kreuzer aus der Bibel vor) sein Auskommen finden muss.

Mit dem einfuehlsamen Kinderchor "Selig sind, die Verfolgung leiden …" in "Der Evangelimann" hat sich der Wagnerianer Wilhelm Kienzl Ende des 19. Jahrhunderts bleibende Popularitaet gesichert.

Es inszeniert erstmals an der Volksoper Josef Ernst Koepplinger, designierter Direktor des Stadttheaters Klagenfurt (und somit Nachfolger von Dietmar Pflegerl). Er wird die Geschichte des Evangelimanns ins Wiener Milieu um 1900 sowie der 1920er Jahre versetzen. Weiters feiert ihr Volksopern-Debuet Janina Baechle, die kuerzlich als Einspringerin fuer Agnes Baltsa als Ortrud an der Wiener Staatsoper ueberzeugen konnte.

Als Evangelimann stellt sich Jürgen Müller, Tenor der Komischen Oper Berlin, in Wien in der Titelpartie vor. Alexandra Reinprecht ist Martha, die begehrte Frau zwischen zwei Brüdern. Wolfgang Koch - umjubelter Protagonist in Schrekers "Irrelohe" - gibt den intriganten Bruder des Evangelimannes. Janina Baechle - gefeierte Ortrud an der Staatsoper - gibt ihr Hausdebüt an der Volksoper als Magdalena.


www.volksoper.at (externer Link)

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