kulturfreak

Oper, Stückeinfo: A

Aci, Galatea e Polifemo
Von:
Georg Friedrich Händel

Zur Inszenierung im Rahmen von “Barock am Main”:

Premiere:
13. August 09
Vorstellungen in 2010: 14./15./16. und 17. Juli 10

Eingerichtet von: Stefan Rath und Michael Quast
Es musiziert die BATZDORFER HOFKAPELLE
Eine Koproduktion der Fliegenden Volksbühne Frankfurt und der Batzdorfer Hofkapelle

Aci (Sopran): Marie Friederike Schöder
Galatea (Alt): Britta Schwarz
Polefemo (Bass): Raimund Nolte
Erzähler: Michael Quast

BaM_Oper_Batzdorferhofkapelle
Batzdorfer Hofkapelle
Foto: www.batzdorfer-hofkapelle.de

Barockoper von Georg Friedrich Händel für 16köpfiges Orchester u nd drei Gesangssolisten, zu denen sich als Erzähler Michael Quast gesellt, der mit gebotener Ironie, humorvoll und nicht ohne aktuelle Bezüge die dramatische Handlung erläutert: eine zeitlos gültige Dreiecksgeschichte. Ein Mann drängt sich zwischen ein Liebespaar, weil er glaubt, die angebetete Frau unbedingt besitzen zu müssen. Bei Händel ist es der Zyklop Polifemo, der sich wollüstig und angriffslustig zwischen die schöne Galatea und ihren Geliebten Aci stellt.
Rasend vor Eifersucht zerstört er das Liebesglück des Paares, indem er den Rivalen erschlägt. Am Ende jedoch bleibt er allein und in tiefer Traurigkeit zurück. Die Götter sorgen dafür, dass das Paar Aci und Galatea sich glücklich als Flußgott und Nymphe im Meer vereinigen.
Ein früher Geniestreich des 23jährigen Händel, der mit dieser „serenata a tre“ ein Meisterwerk schillernder Barockmusik geschaffen hat. [© Barock am Main]

www.barock-am-main.de

Admeto, König von Thessalien
Opera seria in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Text: unbekannten Autor nach „L’Antigona delusa da Alceste“ von Aurelio Aureli |
Deutsche Textfassung: Bettina Bartz und Werner Hintze
Uraufführung: 31. Januar 1727 (London, King's Theatre)

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:

Premiere:
19. März 10

Musikalische Leitung: Federico Maria Sardelli
Inszenierung: Tobias Kratzer (Team ATEF)
Ausstattung: Rainer Sellmaier (TEAM ATEF)
Dramaturgie: Christian Geltinger

Besetzung:
Admeto:
Hagen Matzeit
Alceste: Soula Parassidis
Ercole: Miklós Sebestyén
Orindo: Kathrin Göring
Trasimede: Axel Köhler
Antigona: Elena Tokar
Meraspe: Lars Arvidson

Team ATEF: Florian Appel, Martin Wettges, Jochen Neurath, Stefan Temmingh, Cheng Jie Zhang
Gewandhausorchester Leipzig

Weitere Aufführungen: 25.03.10, 19:30 Uhr; 23.04.10, 19:30 Uhr; 30.05.10, 18:00 Uhr; 01.06.10, 19:30 Uhr; 17.06.10, 19:30 Uhr

Um ihren kranken Gatten Admeto vor dem bevorstehenden Tod zu retten und das Königreich vor dem Verlust seines Königs zu bewahren, beugt sich Alkestis dem göttlichen Schicksalsspruch und ist bereit, an seiner Stelle zu sterben. Als Admeto davon erfährt, bittet er Herkules, in die Unterwelt hinab zu steigen und Alkestis den Schatten der Unterwelt zu entreißen.
Soweit wird uns die Geschichte von Euripides überliefert. Dieser hätte sich vermutlich im Grabe umgedreht, hätte er gesehen, was die Librettisten des Barock daraus gemacht haben. Denn bei Händel kommen unversehens andere Töne ins Spiel. Untreue, Eifersucht, Hoch- und Tiefstapelei bis hin zum Terroranschlag des ewig zu kurz gekommenen Bruders auf den König spielt die ganze Palette niederster Beweggründe ins antike Pathos hinein.
Kurz: Aus den Geschichten der Opern Georg Friedrich Händels ließe sich so manche gute Soap Opera basteln. Seine Opere serie für die Royal Academy of Music lassen neben dem Bröckeln der aristokratischen Fassade jene Art von grotesken Humor erkennen, den die Briten als „spleeny“ oder „crazy“ bezeichnen würden. Eine solche Geschichte liegt auch Händels „Admeto“ zugrunde, die am 31. Januar 1727 am Londoner King's Theatre am Haymarket uraufgeführt wurde. Obwohl die Handlung im antiken Griechenland spielt, geht es hier zu wie bei den Royals von heute. Kein Wunder also, dass Regisseur Tobias Kratzer, der 2008 mit seinem Team ATEF beim Grazer RING AWARD, einem der renommiertesten Nachwuchspreise für Opernregisseure, den Jury-, Kritiker- und Publikumspreis abgeräumt hat, sich ausgerechnet diese Oper für sein Leipziger Debüt ausgewählt hat.
Der Dirigent dieser Produktion, Federico Maria Sardelli, ist ein regelrechter Allrounder. Er ist nicht nur ein ausgewiesener Barockspezialist, angesehener Vivaldi-Herausgeber, Komponist und Flötist, sondern zeichnet in seiner Freizeit leidenschaftlich gern Comics. Der Vorschlag des Regieteams, die Klangwelt der Händelschen Partitur um andere Klangfarben zu erweitern, um die schroffen Übergänge von Gesang und Orchester, von Arie und Rezitativ, von Bühne und Orchestergraben fließender zu gestalten, stieß bei ihm sogleich auf offene Ohren. Bei Euripides hätte der Chor diese übergeordnete Perspektive zwischen Innen- und Außenansicht, zwischen Anteilnahme und Kommentar übernommen. In der Leipziger Inszenierung gibt es stattdessen eine Gruppe von fünf Melodica-Spielern, die mit ihren teils absurd, teils archaisch anmutenden Klängen den griechischen Chor parodieren und mal als Unheil verkündende Schicksalsgöttinnen, mal als groteske Erinnyen in Erscheinung treten. [© Oper Leipzig]

www.oper-leipzig.de

Adriana Lecouvreur

Oper von:
Francesco Cilea
Uraufführung: 6. November 1902 (Mailand, Teatro Lirico)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
4. März 12 (Frankfurter Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Carlo Montanaro
Inszenierung: Vincent Boussard
Bühnenbild: Kaspar Glarner
Kostüme: Christian Lacroix
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Video: Bibi Abel
Chor: Matthias Köhler

Besetzung:

Adriana Lecouvreur:
Micaela Carosi
Maurizio: Frank van Aken
Fürst von Bouillon: Federico Sacchi
Abbé von Chazeuil: Peter Marsh
Michonnet: Davide Damiani
Quinault: Florian Plock
Poisson: Julian Prégardien / Francisco Brito
Fürstin von Bouillon: Tanja Ariane Baumgartner
Haushofmeister: Michael McCown
Fräulein Jouvenot: Anna Ryberg
Fräulein Dangeville: Maren Favela

Der italienische Komponist Francesco Cilea (1866-1950) gilt als Vertreter des Verismo, des Naturalismus auf der Opernbühne, wobei er sich jedoch auch von der impressionistisch gefärbten französischen Musik seiner Zeit inspirieren ließ. Von seinen lediglich fünf Werken für das Musiktheater ist Adriana Lecouvreur das einzige, welches sich im Repertoire halten konnte. Die Oper basiert auf dem gleichnamigen Schauspiel von Eugène Scribe und Ernest Legouvé aus dem Jahre 1849 und erhebt eine Reihe historischer Persönlichkeiten zu ihren Protagonisten. So war Adrienne Lecouvreur eine der großen Schauspielerinnen des 18. Jahrhunderts an der Pariser Comédie Française. Die stark akklamierte Uraufführung von Cileas Oper erfolgte 1902 am Teatro Lirico in Mailand, und kein Geringerer als Enrico Caruso sang die männliche Hauptrolle. Trotzdem überarbeitete Cilea das Werk in den 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts, und diese Fassung erklingt auch in Frankfurt. Die Titelpartie gehört bis heute zum Repertoire der großen Diven und bietet mit ihren beiden Arien und den im deklamatorischen Stil gehaltenen Szenen die Möglichkeit, für maximalen Effekt zu sorgen.

Zudem präsentiert die in der Welt des Theaters angesiedelte Handlung einen der spektakulärsten Tode der Opernliteratur: Die Schauspielerin Adriana Lecouvreur und Maurizio, Graf von Sachsen, lieben sich. Doch die Gräfin von Bouillon möchte ihren ehemaligen Günstling mit allen Mitteln zurückgewinnen. Nachdem sie auf einem Ball von der eifersüchtigen Adriana als Rivalin erkannt und im Zuge eines doppeldeutig vorgetragenen Monologs aus Racines Phädra bloßgestellt wird, schwört sie furchtbare Rache. Sie sendet der Schauspielerin ein vergiftetes Veilchenbouquet, an dessen Duft die sich verlassen glaubende Adriana qualvoll zu Grunde geht. Als Maurizio eintrifft, ist es bereits zu spät – sie stirbt in seinen Armen.

Seit 2007/08 gehört der Italiener Carlo Montanaro zu den regelmäßigen Gastdirigenten der Oper Frankfurt. Hier erarbeitete er zuvor bereits La Bohème und Mefistofele. Gleich der Titelheldin in Cileas Oper wirkte der französische Regisseur Vincent Boussard an der Comédie Française, bevor er u.a. mit Bellinis I Capuleti e i Montecchi in München sowie mit Bersteins Candide in Berlin erfolgreich war. Für die Kostüme zeichnet dort wie hier der als Modedesigner bekannt gewordene Christian Lacroix verantwortlich. In der Titelpartie kehrt die italienische Sopranistin Micaela Carosi an den Main zurück, wo sie als Puccinis Tosca sowie 2006/07 anlässlich der konzertanten Aufführungen in der Alten Oper als Maddalena in Giordanos Andrea Chenier gastierte. Vor allem das italienische Repertoire führt sie regelmäßig an die Opernhäuser von Wien, Paris, Mailand, London und New York. Zu den jüngsten Aufgaben des italienischen Bassisten Federico Sacchi (Fürst von Bouillon) gehört u.a. die Partie des Roucher bei den Bregenzer Festspielen 2011. Bis 1999 war Davide Damiani (Michonnet) Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper; seither ist er freischaffend tätig. Angeführt von Frank van Aken (Maurizio) und Tanja Ariane Baumgartner (Gräfin Bouillon) sind alle übrigen Partien mit Mitgliedern des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt.
[© Oper Frankfurt]

Weitere Vorstellungen: 9., 15., 17., 23., 25. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 30. März 2012
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 13 bis 140 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

www.oper-frankfurt.de

Zur Inszenierung des Theater Freiburg:

Premiere:
27. November 10

Musikalische Leitung: Fabrice Bollon
Regie: Joan Anton Rechi
Bühne: Alfons Flores
Kostüme: Moritz Junge
Chor: Bernhard Moncado
Dramaturgie: Dominica Volkert

Besetzung:

Adriana Lecouvreur:
Jana Havranová / Rossella Ragatzu
Moritz von Sachsen: Germán Villar
Prinzessin Bouillon: Anja Jung / Sang Hee Kim
Prinz Bouillon: Jin Seok Lee
Michonnet: Juan Orozco / Kartal Karagedik
L´Abate: Christoph Waltle
Jouvenot: Lini Gong
Dangeville: Sally Wilson
Poisson: Jörg Golombek
Quinault: Alejandro Lárraga Schleske
Haushofmeister: N.N.

Philharmonisches Orchester Freiburg
Opernchor des Theater Freiburg

Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge

Kunst als Machtinstrument, Theater als Repräsentation von Herrschaft: 1902, zwei Jahre nach dem grandiosen Erfolg von Puccinis »Tosca«, eroberte erneut ein Werk die Opernbühnen Europas, das eine Theaterkünstlerin in den Mittelpunkt eines Polit-Krimis stellt – diesmal die historisch verbürgte Schauspielerin Adriana Lecouvreur, Tochter einer Wäscherin und eines Rockmachers. In der Comédie Française reüssierte sie als Racines und Corneilles Hauptdarstellerin. Mit Voltaire war sie befreundet, zahlreiche Liaisons öffneten ihr die Türen zu den Herrscherhäusern Europas. Moritz von Sachsen, Sohn von August dem Starken, war einer ihrer Geliebten. Adrianas plötzlicher Tod, so munkelte man, konnte nur Ergebnis eines Giftanschlags sein. Kunst, Politik und private Affären sind die brisante Mischung, aus der Francesco Cilea eine nicht minder emotionale Variante zu Puccinis »Tosca« kreierte – beide entstanden im langen Schatten, den der aufkeimende Faschismus in Italien vorauswarf. [© Theater Freiburg]

www.theater.freiburg.de

Agrippina
Oper in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Text von: Vincenzo Grimani
Uraufführung: Ende 1709 oder Anfang 1710 (Venedig, Teatro Giovanni Grisostomo)

Zur Inszenierung an der Oper Frankfurt:

Premiere:
23. Juni 06
Wiederaufnahme in der Saison 2006/07: 24. August 06

Musikalische Leitung: Felce Venanzoni
Inszenierung: David McVicar
Bühnenbild und Kostüme: John Macfarlane
Licht: Paule Constable
Beleuchtungseinrichtung: Robert Brasseur
Bewegungscoach: Andrew George

Besetzung:

Agrippina:
Juanita Lascarro
Nerone: Malena Ernman (Wiederaufnahme Saison 2006/07 auch Kristina Hammarström (8., 10., 14., 16., 22. & 25. September 06))
Poppea: Anna Ryberg
Claudio: Simon Bailey
Ottone: Lawrence Zazzo (bei der Wiederaufnahme in der Saison 2006/07 alternierend mit William Towers)
Pallante: Soon-Won Kang (Wiederaufnahme Saison 2006/07: Florian Plock)
Narciso: Christopher Robson
Lesbo: Gérard Lavalle

Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Museumsorchester und Orchester-Gäste

Neueinstudierung einer Produktion des Théâtre Royal de la Monnaie, Brüssel, mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper.

Besprechung auf kulturfreak.de


Agrippina ist die zweite und letzte Oper, die Georg Friedrich Händel (1685-1759) während seiner Italienreise von 1706 bis 1710 schrieb. Mit ihrer kompositorischen Eindringlichkeit und ihren sinnlichen Facetten gilt das am 26. Dezember 1709 in Venedig uraufgeführte Werk nicht nur als Höhepunkt von Händels erster Schaffensperiode, sondern auch als „Motivdepot“ für die späteren, in London komponierten Opern.

Zum Inhalt: Um ihrem Sohn Nerone den Kaiserthron zu sichern, ist Agrippina jedes Mittel recht. Sie lässt ihren Ehemann Claudio für tot erklären und spielt ihre beiden Verehrer Pallante und Narciso gegeneinander aus. Noch dazu versucht sie, die schöne, von Claudio und Nerone ebenso wie von Claudios General Ottone begehrte Poppea vor den Karren einer Intrige zu spannen. Am Ende verzichtet Claudio zugunsten Nerones auf den Kaiserthron. Ottone entsagt der Macht und heiratet Poppea. Agrippina hat ihr Ziel erreicht.

Die Inszenierung des international erfolgreichen schottischen Regisseurs David McVicar feierte ihre Premiere am 2. Mai 2000 am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. Er zeigt das Werk als aktuelles Satyrspiel, ohne in die bei Händel-Inszenierungen beliebten Albernheiten abzugleiten. Fachpresse und Publikum waren sich einig: Moderner und intelligenter kann man Barockoper kaum spielen. Im Anschluß an die umjubelte Premiere begeisterte die Produktion am Théâtre des Champs-Elysées auch die Pariser Opernfans. Nach der Frankfurter Premieren- und einer Wiederaufnahmen-Serie im Herbst wird die Produktion an der English National Opera gezeigt.

Juanita Lascarro, seit 2002 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, beweist in der Titelpartie einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit. Aus dem Frankfurter Opernensemble sind zudem Simon Bailey (Claudio), Soon-Won Kang (Pallante), Gérard Lavalle (Lesbo) und Anna Ryberg (Poppea) besetzt. Zu den Gästen dieser Produktion gehören Malena Ernman, die in diesem Sommer u.a. als Annio in Mozarts La clemenza di Tito bei den Salzburger Festspielen auftreten wird. Die beiden Countertenöre Lawrence Zazzo und Christopher Robson singen die großen Barockpartien an den wichtigsten Musikzentren der Welt. Robson gilt als einer der bedeutendsten Vertreter seines Fachs und ist besonders der Bayerischen Staatsoper in München künstlerisch verbunden. Dort wurde er 2003 zum Kammersänger ernannt. Die musikalische Leitung dieser letzten Premiere der Spielzeit 2005/06 hat Frankfurts GMD Paolo Carignani.

www.oper-frankfurt.de

Albert Herring
Komische Oper in drei Akten (5 Bildern)

Von: Benjamin Britten
Text: Eric Crozier
Frei gestaltet nach einer Novelle von: Guy de Maupassant

Uraufführung: 20. Juni 1947 (Glyndebourne, Opera House)

Zur Inszenierung des Theater Aachen:
Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln

Premiere: 8. Juli 11

Musikalische Leitung: Prof. Herbert Görtz
Inszenierung: Tibor Torell
Bühne: Esther van de Pas
Kostüm:  Dominique Muszynski
Dramaturgie: Michael Schmitz-Aufterbeck
 
Besetzung:

Lady Billows
: Vera Maria Kremers, Mine Yücel
Florence Pike: Lena Meuser
Miss Wordsworth: Katrin Stösel, Aisha Tümmler
Mr Gedge: Kyo Seob Yoon, Hyunbong Choi
Mr Upfold: Sang Min Lee
Mr Budd: Il-Hoon Kim, Mikhail Smigelsky
Sid: Sebastian Seitz
Albert Herring: Louis Kim, Georgios Iatrou
Nancy Waters: Kanako Sakaue
Emmie: Yirin Kim, Margit G. Fodor
Mrs Herring: Anna Wagner
Cis: Jooa Jang, Ines Vinkelau
Harry:  Juri Leander Westendorf, Felix Marti Bautista

Orchester der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Abteilung Aachen

In »Albert Herring« beschreibt Benjamin Britten ein enges »Kleinstadtidyll«. Lady Billows, eine selbst ernannte Tugendwächterin überwacht gemeinsam mit ihrer Haushälterin Florence die Moral der überschaubaren Einwohnerschaft. Gemeinsam mit den übrigen »Stüzen« der Gesellschaft soll die neue Maikönigin bestimmt werden. Aber keines der vorgeschlagenen Mädchen wird ihren Ansprüchen gerecht. Und so schlägt Polizeichef Budd einen männlichen Kandidaten vor, Albert Herring, einen naiven und fleißigen jungen Mann, der mit seiner Mutter einen Laden führt. Niemand ahnt, dass die Aussicht auf diese Ehrung sich für Albert zu einem Initiationserlebnis ganz anderer Art entwickeln wird. Denn am 1. Mai ist Albert verschwunden und als er einen Tag später zurückkehrt, hat sich seine Welt gründlich verändert.

»Albert Herring« ist Brittens komödiantisches Pendant zur Tragödie »Peter Grimes«, in der eine Kleinstadtbevölkerung einen Einzelgänger in den Tod treibt. »Albert Herring« ist ein unglaublich lebendiges und farbenreiches Kammerspiel, ein ideales Werk, junge, außerordentlich begabte Sänger der Hochschule für Musik und Tanz Köln/Aachen/Wuppertal auf unserer Bühne vorzustellen. [© Theater Aachen]

www.theater-aachen.de

Alceste (Alkestis)
Tragedia messa in musica / Tragédie-opéra in drei Akten

Von: Christoph Willibald Gluck
Text: Raniero de´ Calzabigi nach Euripides/Marie Francois Louis Grand-Leblanc du Roullet, nach Calzabigi
Uraufführung italienisch: 26. Dezember 1767 (Wien, Burgtheater)
Uraufführung französisch: 23. April 1776 (Paris, Académie Royale)

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:

Premiere:
17. April 10

Musikalische Leitung: George Petrou
Inszenierung: Peter Konwitschny
Bühne: Jörg Koßdorff
Kostüme: Michaela Mayer-Michnay
Choreinstudierung: Sören Eckhoff |
Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer
Choreographie: Mirko Mahr
Video: fettFilm Momme Hinrichs und Torge Møller

Alkestis: Chiara Angella
Admetos: Yves Saelens
Evandros: Norman Reinhardt
Herkules: Ryan McKinny
Apoll: Tomas Möwes
Oberpriester Apollos: Jürgen Kurth
Ismene: Viktorija Kaminskaite
Eumelo, Aspasia: Mitglieder des Kinderchores

Chor und Kinderchor der Oper Leipzig
Leipziger Ballett
Gewandhausorchester


George Petrou erhielt seine musikalische Ausbildung am Konservatorium in Athen sowie am Royal College of Music und der Royal Academy of Music in London. Ergänzend zu Auftritten als Klavier- oder Cembalosolist und als Dirigent u.a. beim Philharmonia Orchestra London, beim Orchestre National du Capitole du Toulouse, beim Tchaikovsky Symphony Orchestra in Moskau und bei der Basel Sinfonietta hat er sich in den letzten Jahren zunehmend als Operndirigent profiliert. Zu nennen sind Produktionen mehrerer Händel- und Monteverdi-Opern, Paisiellos „L’Olimpiade“ (in einer selbst angefertigten Edition) Glucks „Alceste“ und „Orphée et Eurydice“, Vivaldis „Il Giustino“ und „Juditha triumphans“, Mozarts „Le nozze di Figaro“ sowie Donizettis „Anna Bolena“ insbesondere an der Griechischen Nationaloper Athen. Am Staatstheater Saarbrücken dirigierte er im April 2009 „Il Tigrane“ von Alessandro Scarlatti. Für das deutsche Label MDG nahm er Händels Opern „Oreste“, „Arianna in Creta“, „Tamerlano“ und „Giulio Cesare“ auf und erhielt hierfür u. a. die Schallplattenpreise „Echo Klassik 2008“, „Choc du Monde de la Musique“ und „Gramophone Editor’s Choice“.

Peter Konwitschny folgt in der eigens für die Leipziger Neuinszenierung erarbeiteten Partitur aus Glucks Wiener (1. und 2. Akt) und Pariser Fassung (3. Akt) dem antiken Opfermythos und stellt in den ersten zwei Akten die Unerbittlichkeit der Umfeld von Alkestis heraus. Deutlich wird die Einsamkeit der Ehepartner angesichts des Todes: Admetos liebt zwar Alkestis, seine Schuldgefühle ihr gegenüber schlagen aber in Misstrauen und zuletzt in Wut um. Sein Rollenverständnis lässt es nicht zu, dass eine Frau eine eigene, existentielle Entscheidung trifft. Alkestis hingegen sieht das Opfer als einzige Möglichkeit, aus dem Schatten der Geschichte zu treten. Das Verhältnis Mann – Frau hat einen ersten Riss bekommen. Mit dem dritten Akt aus Glucks Pariser Fassung der „Alkestis“ inszeniert Peter Konwitschny dann ein „ironisches Satyrspiel“, das von der antiken Realität mit seinen Wettkampf-arenen und Theatern nicht weit entfernt ist und gleichzeitig die moderne Medienwelt im Fernsehstudio mit „Hercool TV“ dabei als grausame und oberflächliche Fortsetzung des antiken Spiel-Kultes entlarvt.

Christoph Willibald Gluck zeichnet in seiner 1767 für Wien in italienischer Sprache entstandenen und 1776 für Paris in französischer Sprache bearbeiteten Oper „Alkestis“ das ergreifende Porträt einer Frau und Mutter, die mit ihrem Opfer hofft, das Schicksal ihres Mannes und ihres Volkes retten zu können. Zwei Akte lang steht in Glucks Oper der Prozess des Sterbens im Mittelpunkt – ein singulärer Vorgang in der Musiktheatergeschichte bis weit ins 19. Jahrhundert hinein:

Höhere Mächte haben entschieden – nur der Tod eines anderen Menschen kann König Admetos vor dem drohenden Lebensende bewahren. Als einzige willigt seine Frau Alkestis ein, sich für ihren geliebten Mann zu opfern. Denn ohne ein männliches Staatsoberhaupt sind das Land, aber auch ihre Kinder, schutzlos dem Chaos ausgeliefert. Ihre Opferbereitschaft führt allerdings zu einem ausgedehnten Ehestreit: Vom Tode gezeichnet, muss sich Alkestis auch noch die Klagen und Vorwürfe ihres Mannes gefallen lassen, der sie nicht loslassen will.
Im anschließenden 3. Akt der Pariser Fassung erscheint Herkules als strahlender Held. Bringt er Alkestis und Admetos die Rettung oder ist ihre Zeit doch abgelaufen? [© Oper Leipzig]

www.oper-leipzig.de

Alcina
Oper in drei Akten

Von: Georg Friedrich Händel
Uraufführung: 16. April 1735 (London)

Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:

Premiere:
9. Oktober 10

Musikalische Leitung: Jos van Veldhoven
Inszenierung: Dominik Wilgenbus
Choreografie: Catherine Habasque
Bühnenbild: Udo Vollmer
Kostüme: Andrea Fisser
Chor: Mary Adelyn Kauffman

Es singen:

Alcina:
Maria Laura Martorana
Ruggier: Tiina Penttinen
Morgan: Guibee Yang
Bradamant: Thomas Lichtenecker
Oront: Uwe Stickert
Melisso: Martin: Gäbler
Oberto: Susanne Thielemann

Chor der Oper Chemnitz, Ballett Chemnitz, Robert-Schumann-Philharmonie

Zum Inhalt der Oper
Die Zauberin Alcina lebt auf einer Insel und verführt mit ihren magischen Kräften alle Männer, die sich in ihren Bannkreis verirren. Sobald sie ihrer Liebhaber überdrüssig ist, verwandelt sie sie in Felsen, Bäche und wilde Tiere. Das Spiel funktioniert so lange, bis ein Mann kommt, in den sich Alcina ernsthaft verliebt. Dies ist Ruggiero, ein Ritter, der dafür bekannt ist, öfter in brenzlige Situationen zu geraten, aus denen er sich regelmäßig nur mit Hilfe seiner Braut Bradamante befreien kann. Auch diesmal ist Bradamante aufgebrochen, den Geliebten zu retten. Doch die Befreiung gestaltet sich schwierig, weil Ruggiero durch Alcinas Zauber die Erinnerung an Bradamante verloren hat. Außerdem gibt es noch weitere Liebesverwicklungen, denn Bradamante hat sich zu ihrem eigenen Schutz als Mann verkleidet und erregt nun das Liebesverlangen von Alcinas Schwester Morgana, was wiederum Morganas Geliebten, den Feldherrn Oronte, zur Verzweiflung treibt. Am Schluss wird aller Zauber gebrochen - doch es bleibt die Frage, ob die Liebe wirklich gesiegt hat …

Händel und seine „Alcina“
Georg Friedrich Händels künstlerisches Schaffen erstreckte sich auf alle musikalischen Genres seiner Zeit. Außerdem war er gleichzeitig als Opernunternehmer tätig. In Halle an der Saale geboren, zog er mit 18 Jahren nach Hamburg, und einige Jahre später eroberte er bereits Italien und England. Im 1732 eröffneten Covent Garden Theatre (einem der Vorgängerbauten des heutigen Covent Garden Opera House), das sehr schnell große Bedeutung vor allem als Schauspieltheater erlangte, brachte er ab 1735 mit großem Erfolg auch Opern heraus. „Alcina“, seine dreißigste italienische Oper, hatte dort am 16. April 1735 Premiere und erlangte auf Anhieb eine große Popularität. Mit dem Genre der Zauberoper traf Händel offensichtlich den Zeitgeschmack. Wie schon bei der Uraufführung, als Händel die von Marie Sallé geleitete französische Balletttruppe in „Alcina“ integrierte, wird auch in der Chemnitzer Produktion das Ballett einen entscheidenden Part übernehmen.

Das Sujet
Die Stoffvorlage lieferte Ludovico Ariostos Versepos „Orlando furioso (Der rasende Roland)“ aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Epos, welches Opernkomponisten immer wieder als Inspirationsquelle diente, entführt den Leser durch einen fantasievollen Episodenreichtum in Raum und Zeit und verschmilzt die Karlssage und den Sagenkreis um König Artus und den Zauberer Merlin. Italo Calvino, der im Jahr 2004 eine Nacherzählung verfasste, äußerte dazu: „Das einzigartige Werk ist ein Universum für sich, in dem man kreuz und quer umherreisen, aus- und eingehen und sich verlieren kann.“ Die Episode um die Zauberin Alcina ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem 46 Gesänge umfassenden Mammutwerk. Ihre Parallele hat sie in der Circe-Gestalt der griechischen Mythologie.

Die Musik
Die musikalische Form dieser Oper wird fast ausschließlich durch den Wechsel zwischen Rezitativen und Arien geprägt. Darüber hinaus gibt es nur ein Terzett sowie einige rein instrumentale Teile. Händel nutzte die Da-capo-Form der Arien, bei der einem Hauptteil ein kürzerer Mittelteil folgt, wonach der erste Teil variiert wiederkehrt, um die Charaktere psychologisch tief auszuloten. Gedanken können mit dem erneuten Hauptteil entweder verstärkt oder aber auch in Frage gestellt oder sogar widerrufen werden. Beispiel Alcina: Während sie bei Ariost noch als bösartige Hexe agiert, erleben wir sie bei Händel zwar als Magierin, aber sie ist auch die Frau, die zum ersten Mal das Glück der Liebe erfährt, ernsthaft um diese Liebe kämpft und schließlich daran zugrunde geht. Der Komponist zeichnet Alcina musikalisch auf vielschichtige Weise und erreicht dabei eine große emotionale Tiefe der Figur.

Das Regieteam
Der holländische Dirigent Jos van Veldhoven leitet seit 1976 den von ihm gegründeten „Utrechts Barok Consort“. Außerdem ist er seit 1983 Künstlerischer Leiter der Niederländischen Bachvereinigung (Nederlandse Bachvereniging) und der Cappella Figuralis, einem Ensemble von Solisten der Niederländischen Bachvereinigung, das sich auf Musik des 17. Jahrhunderts spezialisiert hat. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine Aufführungen insbesondere der Passionen von Johann Sebastian Bach und dessen Zeitgenossen. Jos van Veldhoven ist häufig zu Gast an deutschen Opernhäusern, u. a. an der Oper Bonn mit einem Händel-Zyklus sowie am Aalto-Theater Essen.

Dominik Wilgenbus studierte von 1987 - 1991 Regie an der Münchner Hochschule für Musik in der Klasse Prof. Everding / Prof. Franz. Seitdem ist er als Regisseur im Musik- und Sprechtheater, als Autor, Übersetzer, Schauspieler und Komponist freischaffend tätig. Außerdem arbeitet er als Dozent an der Musikhochschule Nürnberg-Augsburg und gehört zu den Gründern des Metropol-Theaters München und der Kammeroper München. In Chemnitz hat er 2009 bereits Antonín Dvořáks Lyrische Oper „Rusalka” als Gemeinschaftsproduktion der Oper und des Figurentheaters inszeniert und wird sich nun fantasievoll diesem Barockspektakel nähern. Gleich im Anschluss bringt er im Figurentheater den „Zauberer von Oz“ heraus.

Die Choreografin
Catherine Habasque stammt aus Paris. Sie wurde von renommierten Ballettlehrern wie Gilbert Mayer und Raymond Franchetti unterrichtet. Als Solo-Tänzerin hat sie mit Jean-Louis Barrault, Maurice Béjart, Nacho Duato, Jiri Kylian, Mats Ek, William Forsythe und anderen gearbeitet. Zahlreiche Rollen wurden für sie kreiert, die sie in den größten Theatern der Welt getanzt hat (Opera de Paris, Lincoln Center New York, Bellas Artes Mexico, Staatsoper Berlin, Teatro Real Madrid). Seit 2002 ist sie auch als Choreografin tätig, seit 2007 selbständig. Unter den Namen „L’Experience” produziert sie eigene Tanzprojekte.

Udo Vollmer absolvierte von 1987 - 1992 ein Bühnenbildstudium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien in der Meisterklasse für Bühnenbild bei Axel Manthey, Klaus Zehelein und Frida Parmeggiani. Seit 1992 ist er freiberuflich tätig als Ausstellungsgestalter und Bühnenbildner. Theaterarbeiten führten ihn mit dem Regisseur Dominik Wilgenbus u. a. ans Pfalztheater Kaiserslautern, zum Klangbogenfestival Wien, ans Staatstheater Meiningen, ans Stadttheater Klagenfurt, ans Stadttheater Pforzheim, an die Musikalische Komödie Leipzig und zum Haager Theatersommer. In Chemnitz hat er bereits das Bühnenbild zur Oper „Rusalka“ entworfen.

Andrea Fisser, geboren in München, führte die erste Kostümassistenz für „Alcina“ 1994 ans Staatstheater am Gärtnerplatz München. Sie arbeitete als Kostümbildnerin bereits bei mehr als zehn Produktionen mit Dominik Wilgenbus zusammen. Darüber hinaus entwarf sie Kostüme für Produktionen mit Regisseuren wie Karsten Wiegand am Nationaltheater Weimar, Jochen Schölch am Staatstheater am Gärtnerplatz München sowie mit Jörg Hube und Michael Lerchenberg zu den Luisenburg Festspielen. Sie entwarf in Chemnitz die Kostüme für die Oper „Rusalka“.

Die Hauptpartien

Maria Laura Martorana (Alcina)
studierte Gesang in Paris und Rom. Sie debütierte 2003 in der Partie der Elvira in Rossinis „Italienerin in Algier“ und sang seitdem an renommierten Opernhäusern ihrer Heimat Italien sowie in Deutschland, Russland und Spanien. Ihr breit gefächertes Repertoire reicht von der Titelpartie in der Händel-Oper „Alcina“ bis zur Partie der Nachtigall in der Oper „Die Vögel“ von Walter Braunfels. Sie war auch mehrfach als Solistin zu Gast bei internationalen Barockfestivals. Außerdem ist sie Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und war an diversen CD-Einspielungen beteiligt, u. a. bei der Aufzeichnung einer konzertanten Aufführung von Rossinis „La Cenerentola“ im Münchner Gasteig.

Neu im Ensemble der Oper Chemnitz ist die südkoreanische Sopranistin
Guibee Yang (Morgana). Sie studierte zunächst in Seoul Gesang, dann ab 2006 an der Hochschule für Musik und Theater in München, wo sie ihr Studium im Juni 2010 beendete. In den letzten beiden Jahren ist Guibee Yang mehrfach am Münchner Prinzregententheater zu hören gewesen, u. a. als Rose („Dornröschen“ / Humperdinck), als Fairy Queen (Purcell) und als Rezia („Die Pilger von Mekka“ von Chr. W. Gluck). 2009 sang sie in Mozarts „Il re pastore“ die Partie der Aminta am Theater Augsburg. Guibee Yang arbeitete u. a. mit Orchestern wie dem Münchner Rundfunkorchester, dem WDR Sinfonieorchester, dem Münchner Kammerorchester und der Neuen Hofkapelle München und ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe.

Tiina Penttinen (Ruggiero) stammt aus Finnland und debütierte 2004 als Annina an der Finnischen Nationaloper Helsinki. Sie sang Sesto an der Sibelius-Akademie, Emilia in Tampere, die Kaufmannsfrau („Ratsumies“ / Sallinnen) beim Savonlinna Opernfestival und Mary in Turku. Als Konzertsolistin ist Tiina Penttinen mit mehreren großen finnischen Orchestern aufgetreten und hat auch viele sakrale Werke gesungen. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist sie in Chemnitz engagiert und sang hier bereits Partien wie Carmen, Cherubino, Dorabella, Rebecca („Il Templario“ / Nicolai), Orlofsky, Mary, Rotelse („Rose vom Liebesgarten“ / Pfitzner), Zweite Dame, Hänsel, Marzelline („Barbier von Sevilla“), Dominga („Love and Other Demons“ / Eötvös) und Gräfin („Wildschütz“).

Der Countertenor
Thomas Lichtenecker (Bradamante) stammt aus Wien. Mit neun Jahren debütierte er am Theater an der Wien im Musical „Elisabeth“. Seitdem nahm er an zahlreichen Fernseh-, Musical, Theater- und Opernproduktionen teil. Seit 2004 studiert Thomas Lichtenecker an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien bei Prof. Gabriele Lechner Gesang und schloss 2008 das 2. Diplom mit Auszeichnung ab. Seither setzt er sein Studium bei KS Edith Lienbacher fort und absolviert den Lehrgang „Lied und Oratorium“ bei KS Robert Holl. Neben seinem Studium hatte er zahlreiche Konzert- und Opernauftritte, u. a. im Wiener Musikverein, am Badener Stadttheater, in Kopenhagen, am Landestheater Linz, im Schönbrunner Schlosstheater, an der Kammeroper München sowie am Teatro Nacional de Sao Carlos Lissabon.

Uwe Stickert (Oronte) erhielt bereits mit sieben Jahren Klavier- und Gesangsunterricht, u. a. am Spezialgymnasium für Musik „Schloss Belvedere“ Weimar. Sein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar bei Prof. Mario Hoff schloss er mit Auszeichnung ab. Stationen seiner Opernlaufbahn waren u. a. die Komische Oper Berlin, das Aalto-Theater Essen, die Städtischen Bühnen Heidelberg, das Nationaltheater Weimar, das Nationaltheater Mannheim und das Theater Bielefeld, wo er vor allem in Opern von Händel, Rossini und Mozart zu hören war. Im Konzertfach ersang sich Uwe Stickert einen hervorragenden Ruf als Oratorien- und Liedsänger und gastierte u. a. mit den großen Bach-Passionen in Israel, Italien, China, der Schweiz und Frankreich. [© Theater Chemnitz]

www.theater-chemnitz.de

L’Amico Fritz (Freund Fritz)
Lyrische Komödie in drei Akten

Von: Pietro Mascagni
Uraufführung: 31. Oktober 1891 (Rom Teatro Costanzi)

Zur konzertanten Aufführung der Oper Frankfurt in der Alten Oper Frankfurt:
(Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt )

Aufführungen: 11. und 13. März 12

Musikalische Leitung: Carlo Montanaro
Chor: Matthias Köhler

Fritz Kobus: Joseph Calleja
Suzel: Grazia Doronzio
Beppe, Zigeuner: Tanja Ariane Baumgartner
David, Rabbiner: Željko Lučić
Federico: Francisco Brito
Hanezò: Vuyani Mlinde
Caterina, Wirtschafterin bei Fritz: Katharina Magiera

Auch 2011/12 setzt die Oper Frankfurt ihre Reihe mit konzertanten Aufführungen in Koproduktion mit der Alten Oper fort: L’amico Fritz ist das zweite Bühnenwerk von Pietro Mascagni (1863-1945), dem Schöpfer des kurz zuvor entstandenen veristischen Einakters Cavalleria rusticana (1890). Nach dem Erfolg seines Erstlings war Mascagni nun bestrebt, ein Werk in gegensätzlichem Stil vorzulegen. Um diesmal der Musik zu voller Geltung zu verhelfen, machte er sich auf die Suche nach einem eher schlichten Stoff. Fündig wurde der Komponist bei dem 1877 in Paris uraufgeführten pastoralen Idylle L’Amie Fritz des Autorenduos Erckmann-Chatrian. Neben vier Librettisten versuchte sich auch Mascagni selbst als Textdichter, so dass der Name des Urhebers schließlich mit dem Anagramm T. Suardon angegeben wurde. Der Erfolg nach der Uraufführung am 31. Oktober 1891 am Teatro Costanzi in Rom stellte übrigens auch die vorab erfolgte negative Beurteilung durch Giuseppe Verdi in den Schatten. In den Jahren nach dem II. Weltkrieg geriet L’amico Fritz jedoch bald in Vergessenheit. Zu Unrecht, denn das kurze Werk präsentiert eine Fülle eingehender Melodien, darunter vor allem das sogenannte „Kirschen-Duett“ der beiden Hauptpartien Fritz und Suzel aus dem zweiten Akt.

Der reiche Gutsbesitzer Fritz ist ein überzeugter Gegner der Ehe. Daher wettet er mit seinem Freund, dem Rabbiner David, dass er ewig Junggeselle bleiben werde. Sollte er sich jedoch wirklich, wie David behauptet, in naher Zukunft verlieben, wolle er gerne einen seiner Weinberge hergeben. Tatsächlich wirft Fritz schon bald ein Auge auf die junge Suzel, Tochter seines Pächters. Da das Mädchen seine Gefühle erwidert, flieht der Gutsbesitzer zurück in die Stadt. Dort muss er schließlich erfahren, dass die Angebetete nach dem Willen ihres Vaters in Kürze die Ehe mit einem ungeliebten Mann eingehen soll. Als die herbei geeilte Suzel ihre wahren Gefühle aufdeckt und den Geliebten bittet, bei ihrem Vater ein gutes Wort einzulegen, hält auch Fritz nicht mehr mit seiner Zuneigung hinter dem Berg. Der erfreut hinzutretende David gibt der jungen Frau den gewonnenen Weinberg als Mitgift mit in die Ehe.

Die musikalische Leitung dieser konzertanten Aufführung liegt bei dem Italiener Carlo Montanaro, der kurz zuvor für Cileas Adriana Lecouvreur ins Haus am Willy-Brandt-Platz zurückkehrt. Die Titelpartie übernimmt mit Joseph Calleja einer der erfolgreichsten Tenöre der jüngeren Generation. Die Liste seiner Frankfurter Auftritte ist lang – kein Wunder, bezeichnet er doch Intendant Bernd Loebe als einen seiner frühen Förderer. Grazia Doronzio (Suzel) war bis vor kurzem Lindemann-Stipendiatin an der New Yorker Metropolitan Opera und gibt in L’amico Fritz ihr Frankfurt-Debüt. In Deutschland gastierte sie bereits in Düsseldorf und an der Deutschen Oper Berlin. Nach seinen jüngst erfolgten Auftritten als Scarpia in Puccinis Tosca im Opernhaus ist Publikumsliebling Željko Lučić (David) auch hier mit von der Partie. Zehn Jahre lang gehörte er zum Frankfurter Ensemble und ist – inzwischen freiberuflich – immer wieder als Gast am Main zu hören. Angeführt von Tanja Ariane Baumgartner (Beppe) sind alle übrigen Partien mit Mitgliedern des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt. [© Oper Frankfurt]

Preise am 11. März 2012: € 13 bis 100 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Preise am 13. März 2012: € 29,50 bis 89,50 (inkl. aller Gebühren)

www.oper-frankfurt.de

Angels in America

Komponist:
Peter Eötvös
Autor: Tony Kushner
Librettist: Mari Mezei
nach dem gleichnamigen Theaterstück von Tony Kushner

Uraufführung: 23. November 2004 (Paris, Théâtre du Châtelet; Musikalische Leitung: Peter Eötvös, Inszenierung: Philippe Calvario, Bühnenbild: Richard Peduzzi, Kostüme: Jan Morrell)
Deutsche Erstaufführung: 23. Juni 2005 (Hamburg, Hamburgische Staatsoper)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
21. März 09 (Bockenheimer Depot)

Musikalische Leitung: Erik Nielsen
Inszenierung: Johannes Erath
Bühnenbild und Kostüme: Stefanie Pasterkamp
Dramaturgie: Agnes Eggers, Francis Hüsers
Licht: Joachim Klein

Besetzung:
The Angel / Voice:
Nina Bernsteiner
Harper Pitt, Josephs Frau / Ethel Rosenberg / Angel Antarctica: Jenny Carlstedt
Hannah Pitt, Josephs Mutter / Rabbi Chemelwitz / Henry / Angel Asiatica: Christin-Marie Hill
Joseph Pitt / Ghost 2 / Angel Europe: Nathaniel Webster
Prior Walter, Louis’ Freund: Michael McCown
Louis Ironside, Priors Freund / Angel Oceania: Peter Marsh
Belize, schwarzer Krankenpfleger / Mr. Lies / Woman / Angel Africanii: Jeffrey Kim
Roy Cohn, Rechtsanwalt / Ghost 1 / Angel Australia: Dietrich Volle
Vokaltrio: Anja Fidelia Ulrich, Diana Schmid, Leszek Solarski
Statisterie der Oper Frankfurt; Mitglieder des Frankfurter Museumsorchesters und Gäste

Mit freundlicher Unterstützung der Speyer’schen Hochschulstiftung
Die Produktionen im Bockenheimer Depot werden gefördert von der Aventis Foundation

Peter Eötvös (* 1944) gehört zu den renommiertesten Komponisten der Gegenwart. Lag am Anfang seiner Karriere der Schwerpunkt seiner Arbeiten im Konzertbereich, so hat er sich in den letzten Jahren verstärkt dem Musiktheater zugewandt. Angels in America nach dem mit dem Pulitzer-Preis und einem Tony Award ausgezeichneten Theaterstück von Tony Kushner (* 1956) ist seine dritte Oper und wurde am 23. November 2004 am Théâtre du Châtelet in Paris uraufgeführt. Ihr folgten 2008 Lady Sarashina in Lyon und Love and other Demons beim Glyndebourne Festival (Deutsche Erstaufführung 2009 in Chemnitz). Eötvös hat dabei die musikalische Trennung zwischen ernster und unterhaltender Musik weit hinter sich gelassen. Er liebt Monteverdi ebenso wie die Beatles, Musicals und die elektronische Avantgarde. Und so kommen gerade in Angels in America – trotz des ernsten Themas – durchaus auch komische Momente zum Tragen.

Im Mittelpunkt der in New York angesiedelten Handlung stehen homosexuelle Männer aus unterschiedlichen sozialen Schichten und deren Familien, die auf ebenso unterschiedliche Weise mit ihrer Veranlagung und der in den 1980er Jahren aufkommenden Bedrohung durch die Krankheit AIDS umgehen. Vor diesem Hintergrund versteigt sich einer von ihnen in absurde Allmachtsphantasien, ein anderer fühlt sich von einem Engel verfolgt, der ihm aufträgt, die Welt zu retten...

Die musikalische Leitung dieser Neuproduktion im Bockenheimer Depot liegt bei Erik Nielsen, der seit Beginn der Spielzeit 2008/09 an der Oper Frankfurt als Kapellmeister tätig ist. Johannes Erath, einer der interessantesten Nachwuchsregisseure der deutschsprachigen Opernszene, zeichnet für die Inszenierung verantwortlich. Für seine Sicht auf Massenets Cendrillon 2007/08 am Stadttheater Bern wurde er kürzlich mit dem begehrten Götz-Friedrich-Preis ausgezeichnet. Zur Besetzung gehören sowohl Gäste als auch Mitglieder des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt.

Die Produktion wird begleitet von Aktionen der AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. Dabei entsteht mit freundlicher Unterstützung der Speyer’schen Hochschulstiftung eine Dokumentation zum aktuellen Sachstand der HIV-Erkrankungen sowie eine Ausstellung im Foyer des Bockenheimer Depots während der Aufführungsserie.

Weitere Vorstellungen: 23., 25., 27., 29. März, 1., 3. April 2009
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 50 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter
www.oper-frankfurt.de erhältlich. [© Oper Frankfurt]

Zur Inszenierung der Hamburger Staatsoper:

Premiere: Juni 05 (Deutsche Erstaufführung)

Dirigent: N.N.
Inszenierung:  Benedikt von Peter
Kostüme: Saskia Zschoch
Bühnenbild: Saskia Zschoch
Veranstalter:  Hamburgische Staatsoper
Premiere: 23. Juni 05

The Angel: Julia Sukmanova
Harper Pitt: Renate Spingler
Hannah Pitt: Hellen Kwon
Joseph Pitt: Christoph Pohl
Prior Walter: James Bobby
Louis Ironson: Jonas Olofsson
Belize: Brian Asawa
Roy Cohn: Tomas Möwes
Vokalterzett 1: Gabriele Rossmanith
Vokalterzett 2: Katja Pieweck
Vokalterzett 3: Martin Berner

www.hamburger-staatsoper.de

Anna Bolena
Tragedia lirica in zwei Akten

Von: Gaetano Donizetti (1797 - 1848)
Text: Felice Romani nach dem Drama Henri VIII (1791) von Marie-Joseph de Chénier
Uraufführung: 26. Dezember 1830 (Mailand, Teatro Carcano)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Koproduktion mit der Alten Oper Frankfurt
Konzertant in der Alten Oper

Vorstellungen: Freitag, 23. Oktober 2009, und Dienstag, 27. Oktober 2009, jeweils um 19.00 Uhr in der Alten Oper Frankfurt
Einführungsvortrag im Großen Saal, 18.15 Uhr

Musikalische Leitung: Giuliano Carella
Chor: Matthias Köhler

Enrico VIII, König von England: Paul Gay
Anna Bolena, seine Germahlin: Elza van den Heever
Giovanna Seymour, Annas Hofdame: Claudia Manke
Lord Riccardo Percy: Ismael Jordi
Lord Rochefort, Annas Bruder: Wenwei Zhang
Smeton, Page und Spielmann der Königin: Jenny Carlstedt
Sir Hervey, Offizier des Königs: Michael McCown

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester 


Auch 2009/10 setzt die Oper Frankfurt ihre Reihe mit konzertanten Aufführungen in Koproduktion mit der Alten Oper fort: Bei Anna Bolena von Gaetano Donizetti (1797-1848) handelt es sich um eines der zentralen Werke der Epoche des Belcanto, des „schönen Gesangs“. Neben Vincenzo Bellini – dem Schöpfer der in der letzten Saison erklungenen Norma – gilt der aus Bergamo stammende Donizetti als wichtigster Vertreter dieser Gattung, welche sich durch die Weiterentwicklung des Stils Rossinis unter stärkerer Betonung des Lyrischen etablierte. Der Erfolg seiner am 26. Dezember 1828 am Teatro Carcano in Mailand uraufgeführten 35. Oper nach einem Libretto von Felice Romani machte Donizetti schlagartig weltbekannt und sicherte ihm neben Bellini den Ruf des führenden italienischen Opernkomponisten. Entstanden für die berühmte Sängerin Giuditta Pasta, kehrte das zwischenzeitlich vergessene Werk nach triumphalen Auftritten von Maria Callas an der Mailänder Scala in den 1950-er Jahren wieder ins Repertoire zurück – und das nicht nur als Vehikel für koloraturmächtige Primadonnen.

Die Handlung folgt in groben Zügen den historisch verbürgten Vorgängen: König Heinrich VIII. (Enrico) von England ist seiner zweiten Frau Anne Boleyn (Anna Bolena) überdrüssig und will deren Hofdame Jane Seymour (Giovanna) zu seiner neuen Gattin machen. Eine Intrige des Königs und seiner Vertrauensleute bringt Anna auf das Schafott, doch kurz vor ihrem Tod verzeiht sie Enrico und der Nebenbuhlerin.

Die musikalische Leitung hat der Italiener Giuliano Carella, ein anerkannter Spezialist für das Belcanto-Repertoire, der momentan als Generalmusikdirektor der Opéra de Toulon in Frankreich wirkt. Zu seinen aktuellen Engagements zählen Auftritte in Wien, Straßburg und Barcelona. In Frankfurt wird er 2009/10 auch die Wiederaufnahme von La Traviata leiten. Die Titelpartie verkörpert Ensemblemitglied Elza van den Heever, deren internationale Karriere die südafrikanische Sopranistin seit ihrem Frankfurter Auftritt als Giorgetta in Puccinis Il trittico an die großen Häuser dieser Welt führt. Am Main konnte sie kürzlich als Elsa in Wagners Lohengrin einen enormen Triumph feiern. Paul Gay (Enrico) sang in Frankfurt bereits den Tierbändiger und den Athleten in Lulu, Leporello in Don Giovanni sowie Klingsor in Parsifal. Zudem ist er u.a. an zahlreichen großen, französischsprachigen Häusern ein gern gesehener Gast. Der spanische Tenor Ismael Jordi (Percy) tritt an den wichtigen Opernbühnen seiner Heimat auf, gastiert aber auch regelmäßig in Hamburg, Berlin (Deutsche Oper), Dresden, Zürich und Amsterdam. Nach Silla in Pfitzners Palestrina 2008/09 und der Titelpartie von Hartmanns Simplicius Simplicissimus 2009/10 präsentiert sich Ensemblemitglied Claudia Mahnke (Giovanna) hier von einer völlig anderen musikalischen Seite. Gleichfalls aus dem Ensemble sind Jenny Carlstedt (Smeton) und Michael McCown (Hervey) besetzt; ein neues Mitglied des Opernstudios ist Wenwei Zhang (Rochefort).  [© Oper Frankfurt]
 
Preise am 23. Oktober 2009: € 12 bis 93 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr (außer an der Vorverkaufskasse der Oper Frankfurt sowie der Abendkasse der Alten Oper)
Preise am 27. Oktober 2009: € 13,20 bis 85 inkl. aller Gebühren
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter
www.oper-frankfurt.de oder www.frankfurt-ticket.de erhältlich.

www.oper-frankfurt.de

Ariadne auf Naxos
Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel

Von: Richard Strauss
Libretto: Hugo von Hofmannsthal
Uraufführung:
1. Fassung: 25. Oktober 1912 (Stuttgart, Kleines Haus des Hoftheaters)
2. Fassung: 4. Oktober 1916 (Wien, Hofoper)

Zur Inszenierung des Festspielhaus Baden Baden:

Premiere:
18. Februar 12
Weitere Vorstellungen: 22. und 25. Februar 12

Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Regie und Bühnenbild: Philippe Arlaud
Kostüme: Andrea Uhmann
    
Ein Musiklehrer: Eike Wilm Schulte
Der Komponist: Sophie Koch
Ariadne / Primadonna: Renée Fleming
Bacchus / Der Tenor: Robert Dean Smith
Zerbinetta: Jane Archibald
Harlekin: Nikolay Borchev
Scaramuccio: Kenneth Roberson
Truffaldin: Stephen Humes
Brighella: Kevin Conners
Ein Tanzmeister: Christian Baumgärtel
Lakei: Roman Grübner
Perückenmacher: David Jerusalem
Offizier: Michael Ventow
Najade: Christina Landshamer
Dryade: Rachel Frenkel
Echo: Lenneke Ruiten

Der Haushofmeister (Sprechrolle): René Kollo

Dresdner Staatskapelle

Die Vorstellung vom 25. Februar 12 wird live zeitversetzt auf 3sat übertragen. Mehr Info

www.festspielhaus.de 

Ariodante

Von:
Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Text nach dem Libretto: Ginevra, Principessa di Scozia von Antonio Salvi
Uraufführung: 8. Januar 1735 (London, Covent Garden Theatre)

Zur Inszenierung des Badischen Staatstheater Karlsruhe im Rahmen der 33. Händelfestspiele:

Premiere:
19. Februar 10

Musikalische Leitung: Michael Hofstetter
Regie und Ausstattung: Peer Boysen
Dramaturgie: Annabelle Köhler

Il Rè di Sozia: Mika Kares
Ginevra: Kirsten Blaise
Ariodante: Franco Fagioli
Lurcanio: Bernhard Berchtold
Dalinda: Diana Tomsche
Polinesso: Ewa Wolak
Zwei Geistliche des Königs: Barbara de Koy / Benito Marcelino

www.staatstheater.karlsruhe.de

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
28. März 04
Wiederaufnahme: 25. Mai 07

Musikalische Leitung:
Felice Venanzoni
Inszenierung: Achim Freyer / Friederike Rinne-Wolf
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: James McNamara / Alan Barnes
Bühnenbild: Claudia Doderer / Achim Freyer
Kostüme und Figurenentwürfe: Amanda Freyer
Kostüme und Figurengestaltung: Barbara und Günter Weinhold
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Licht: Achim Freyer
Chor: Alessandro Zuppardo

Ariodante:
Nino Surguladze
Polinesso: Daniela Pini
König: Soon-Won Kang
Ginevra: Svetlana Doneva
Lurcanio: Nicholas Phan
Dalinda: Britta Stallmeister
Odoardo: Jussi Myllys

Ariodante, das 1734 nach Ariost verfasste „dramma per musica“ von Georg Friedrich Händel (1685-1759) behandelt das Thema der zu Unrecht verleumdeten Frau. Die Inszenierung von Theateraltmeister Achim Freyer aus der Spielzeit 2003/04, die nun zum zweiten Mal wiederaufgenommen wird, war nicht nur beim Publikum ein großer Erfolg: „Einen vitaleren und packenderen Händel hat man kaum gesehen“ und „Ein musikdramatisch hochklassiger Händel-Abend“ – so war in der Presse nach der Premiere am 28. März 2004 zu lesen.

Zum Inhalt: Ginevra, die Verlobte Ariodantes, wird durch den von ihr abgewiesenen Polinesso der Untreue bezichtigt. Dieser überredet Dalinda, ihm in Ginevras Kleid nachts die Tür ihrer Kammer zu öffnen. Ariodante ist verzweifelt über die vermeintliche Treulosigkeit seiner Geliebten und flieht. Lurcanio berichtet, dass er sich ins Meer gestürzt habe. Der König beweist durch ein Gottesgericht die Unschuld seiner Tochter Ginevra: Lurcanio verwundet Polinesso tödlich. Ariodante, dem Dalinda den Betrug gestanden hat, kehrt zurück. Der sterbende Polinesso gesteht seine Schandtat, die Liebenden finden endlich wieder zusammen.

Die musikalische Leitung der Produktion liegt erstmals bei Studienleiter Felice Venanzoni, der sich bereits mit seinen Frankfurter Monteverdi-Dirigaten sowie mit Händels Agrippina einen Namen als vorzüglicher Interpret barocker Musik gemacht hat. In dieser Saison führen ihn zudem Repertoirevorstellungen von Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria zurück ins Bockenheimer Depot. Die georgische Mezzosopranistin Nino Surguladze sang in der Premiere noch den Bösewicht Polinesso und kehrt nun in der Titelpartie desselben Werkes an den Main zurück. Doch weist die Besetzungsliste dieser Wiederaufnahme-Serie auch neue Namen auf: Die italienische Mezzosopranistin Daniela Pini (Polinesso) präsentierte sich hier u.a. in der Titelpartie von Rossinis Cenerentola. Die aus Bulgarien stammende Sopranistin Svetlana Doneva (Ginevra) war in Frankfurt auch als Verdis Traviata erfolgreich, während Nicholas Phan (Lurcanio) am Ende der vergangenen Saison als Don Polidoro in Mozarts La finta semplice im Bockenheimer Depot zu erleben war. Ensemblemitglied Jussi Myllys, dem Opernpublikum als Wenzel (Die verkaufte Braut), Tamino (Die Zauberflöte) und Egeo / Sole (Giasone) vertraut, übernimmt nun die Partie des Odoardo. Wie in der Premiere singen Soon-Won Kang den König und Britta Stallmeister die Dalinda. [© Oper Frankfurt]

Preise: € 11 bis 65 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter
www.oper-frankfurt.de oder per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Oper in drei Akten

Musik: Kurt Weil
Text: Bert Brecht
Uraufführung: 9. März 1930 (Leipzig)

Zur Inszenierung der Oper Leipzig:

Premiere:
28. April 12

Musikalische Leitung: Ulf Schirmer
Inszenierung: Tobias Kratzer
Bühne: Jo Schramm
Kostüme: Ingo Krügler
Choreinstudierung: Stefan Bilz
Dramaturgie: Marita Müller

Besetzung:

Leokadja Begbick:
Karin Lovelius
Fatty, der »Prokurist«: Timothy Fallon / Martin Petzold
Dreieinigkeitsmoses: Jürgen Kurth
Jenny Hill: Soula Parassidis /Jennifer Porto
Jim Mahoney: Stefan Vinke
Jack O´Brien: Norman Reinhardt / Keith Boldt
Bill, genannt Sparbüchsenbill: Morgan Smith
Joe, genannt Alaskawolfjoe: Matthew Anchel
Tobby Higgins: Dan Karlström

Chor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester

www.oper-leipzig.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
12. Januar 08
Weitere Vorstellungen: 14., 19. Januar, 6., 17. Februar (14 Uhr), 16. März, 5. April, 2., 9., 17. und 25. Mai (14 Uhr), je 19.30 Uhr, Großes Haus

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Matthias Fontheim
Bühne und
Kostüme: Susanne Maier-Staufen
Choreographie: Richard Weber
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Video: Christoph Schödel

Leokadja Begbick: Edith Fuhr
Fatty, der Prokurist: Ks. J
ürgen Rust (in der Premiere Timo Päch als Gast)
Dreieinigkeitsmoses: Patrick Pobeschin
Jenny
Hill: Abbie Furmansky / Kerrie Sheppard
Jim Mahoney: Alexander Spemann (in der Premiere Kor Jan Dusseljee als Gast)
Jakob Schmidt - Tobby Higgins: Martin Erhard
Bill, genannt Sparb
üchsenbill: Richard Morrison
Joe, genannt Alaskawolfjoe: Hans-Otto Weiß
Sprecher: Joachim Mäder / Lukas Piloty
Sechs Mädchen von Mahagonny*:
Elisabeth Stradalski /
Anja Rabsilber / Susanne Thomas
Irina Sokolovskyi / Klaudia Berg
Claudia Sasse / Anna Matyuschenko
Alexandra Bernd / Cornelia Langhals
Miriam Lenz / Annette Kempen
Katja Ladentin / Annette Vosteen
Ein Klavierspieler: Clemens Heil / Erika Le Roux
Die M
änner von Mahagonny: Herren des Chores des Staatstheaters Mainz

Philharmonisches Staatsorchester Mainz
Statisterie des Staatstheaters Mainz (Leitung Dieter Rößler)
*Damen des Chores des Staatstheaters Mainz

Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge

Besprechung auf kulturfreak.de

mahagonny5m_Mainz_©MartiniaPipprich
Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Staatstheater Mainz
Leokadja Begbick (Edith Fuhr) und Verehrer (Herrenchor)
Foto:
Martina Pipperich

Drei Kriminelle gründen in einer einsamen Gegend eine Stadt: Mahagonny, Hochburg einer vergnügungssüchtigen Spaßgesellschaft, für deren Befriedigung die Prostituierte Jenny mit ihren Mädchen zu Diensten steht. Doch zu viele Gäste verlassen den Ort, bevor sie ihr letztes Geld ausgegeben haben. Als ein bedrohlicher Hurrikan kurz vor der Stadtgrenze die Richtung wechselt, werden alle Regeln und Gebote aufgehoben. Erlaubt ist nun alles, was gefällt - allerdings nur, wenn man es bezahlen kann. Die Konjunktur blüht auf, das Geld beginnt sein Regiment. Schließlich kann sich sogar ein Mörder freikaufen, während ein mittelloser Zechpreller zum Tode verurteilt wird. Diese Unmenschlichkeit provoziert Widerstand. Das Ende Mahagonnys naht...

Kurt Weills und Bertolt Brechts 1930 uraufgeführte Oper über die fiktive Paradies-Stadt Mahagonny zählt zu den bedeutendsten Bühnenwerken der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - eine vieldeutige Parabel auf eine Gesellschaft, in der Angebot und Nachfrage die Grenzen der Freiheit bestimmen und eine schonungslose Analyse der Mechanismen menschlicher Zivilisation, aber auch ein unterhaltsames Spiel mit verschiedensten Stilen vom barocken Oratorium bis zur Salon- und Unterhaltungsmusik und nicht zuletzt ein vitales Musiktheater voller Kraft und Aktualität.

Matthias Fontheim, der
bisher vor allem mit zahlreichen Schauspielinszenierungen im deutschsprachigen Raum als Regisseur hervorgetreten ist, inszeniert mit diesem Abend seine zweite Oper am Staatstheater Mainz. Er gehörte zu den Leitungsteams des Niedersächsischen Staatsschauspiels Hannover und des Bayerischen Staatsschauspiels München. Von 2000 bis 2006 war er Intendant am Schauspielhaus Graz. Seit der Saison 2006/07 leitet er in gleicher Funktion das Staatstheater Mainz.

Catherine Rückwardt (Musikalische Leitung)
Catherine R
ückwardt, in Los Angeles geboren, erhielt ihre Ausbildung an der Musikhochschule Hamburg. Nach Engagements am Bremer Theater und der Oper Frankfurt/Main wurde sie 2001 Generalmusikdirektorin am Staatstheater Mainz. Seit 2006 leitet sie das Philharmonische Staatsorchester Mainz außerdem als Intendantin. Der von ihr geprägte „Mainzer Klang", ihre innovativen Programmgestaltungen sowie ihr besonderes Engagement in der Arbeit für Kinder und Jugendliche haben die Fachwelt immer wieder aufhorchen lassen. Neben den Premieren „Der Rosenkavalier", „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny", „La Boheme" sowie Programm XXVI von ballettmainz dirigiert Catherine Rückwardt in der Spielzeit 2007/08 zahlreiche Sinfonie-, Kinder- und Jugendkonzerte.

Matthias Fontheim (Inszenierung)
Matthias Fontheim, in Krefeld geboren, studierte an der Schauspielakademie Z
ürich. Nach einem Engagement als Schauspieler am Düsseldorfer Schauspielhaus erarbeitete er seit Anfang der 1980er Jahre zahlreiche eigene Inszenierungen u. a. an den Theatern in Freiburg, Darmstadt, Krefeld/Mönchengladbach, Kiel, Kassel, Essen, Hamburg und Zürich. Festengagements führten ihn als Regisseur und Leitungsmitglied an die Staatsschauspiele Hannover und München. Zur Saison 2000/01 übernahm er die Intendanz des Schauspielhauses Graz, wo er u. a. für seine Inszenierung von Das weite Land für den Österreichischen Theaterpreis NESTROY 2003 nominiert wurde. Seit 2006/07 ist Matthias Fontheim Intendant des Staatstheaters Mainz. Auf dem Spielplan stehen zur Zeit seine Inszenierungen von Strauss' „Rosenkavalier", Stephens' „Christmas" sowie ab April 2008 O'Neills „Ein Mond für die Beladenen".

Susanne Maier-Staufen (Bühne und Kostüme)
Susanne Maier-Staufen, geboren in Freiburg, studierte B
ühnenbild an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Jürgen Rose. Nach Hospitanzen und Assistenzen am Schauspielhaus Bochum, der Niederländischen Oper Amsterdam und dem Staatstheater Hannover konnte sie als freischaffende B ühnenbildnerin eigene Arbeiten an den Theatern in München, Saarbrücken, Bremen und Stuttgart präsentieren. Von 2000 bis 2006 war sie Ausstattungsleiterin am Schauspielhaus Graz, seit 2006 ist sie in gleicher Funktion am Staatstheater Mainz engagiert. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit Matthias Fontheim. Neben den Ausstattungen zu seinen Inszenierungen wie zuletzt „Der Rosenkavalier" sowie „Christmas", schuf sie in dieser Saison die Kostüme zu Scarlattis „La Giuditta".

Richard Weber (Choreographie)
Richard Weber, geboren in Wien, erhielt
seine Ausbildung zum Tänzer in Wien, bei der Heinz Bosl Stiftung München sowie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Er war Mitglied der Jungen Ballettkompanie Hessen, des Ensembles des Stadttheaters Nordhausen sowie des Staatstheaters Mainz und gründete 1996 die Pick up dance Company. Seine Choreographien waren am Staatstheater Mainz, in den Mainzer Kammerspielen sowie auf Tanzfestivals in Frankfurt, Gotha und Eisenhüttenstadt zu sehen. Darüber hinaus ist er Dozent an der Schauspielschule Mainz und der Stage and Musical School Frankfurt, leitet Tanz-Workshops in Frankfurt, Salzburg, Kiel sowie an der Wiener Volksoper und ist seit 2003 Gasttrainingsleiter für zeitgenössischen Tanz bei der Tanzcompany des Theaters Gießen. 

 [© Texte Staatstheater Mainz]

www.staatstheater-mainz.de 

Aus Deutschland
Liederoper

Von: Mauricio Kagel
Uraufführung: 9. Mai 1981 (Berlin, Deutschen Oper)

Zur Inszenierung des Theater Freiburg:

Premiere:
29. Januar 11

Musikalische Leitung: Fabrice Bollon
Regie: Calixto Bieito
Bühne: Rebecca Ringst
Kostüme: Ingo Krügler
Licht: Markus Bönzli
Dramaturgie: Dominica Volkert
Chor: Bernhard Moncado

Besetzung:

Kartenlegerin, Sprecherin, Sprecher, Stimme, Double:
Leandra Overmann
Leiermann: Alejandro Lárraga Schleske
Edward, 2. Grenadier: Gabriel Urrutia
Dichterin, Mutter, Kammersängerin: Sigrun Schell
Die Nacht, Leiermannfrau: Anja Jung
Schubert, Schwarzer König, Unsichtbarer Sänger: Roberto Gionfriddo
Rüstung, Bursche, Kammersänger, Tod: Jin Seok Lee
Goethe, Hyperion: Neal Schwantes
Rattenfänger, 1. Grenadier, Schiffer: Christoph Waltle
Mädchen, Nachtigall: Lini Gong
Jüngling: Carina Schmieger
Mignon: Xavier Sabata
Die Musik, Unsichtbare Sängerin: Jana Havranová
Drei Hunde: Roberto Gionfriddo, Neal Schwantes, Jin Seok Lee
Vierstimmiger Frauenchor ( Bild 4): S: Lini Gong, Jana Havranová; A: Anja Jung, Sally Wilson
Chor der Ratten (Bild 13): A: Anja Jung, Sally Wilson; B: Alejandro Lárraga Schleske, Jin Seok Lee
Frauen-Kammerchor (Bild 23/24): S: Lini Gong, Jana Havranová, Sigrun Schell; A: Anja Jung, Leandra Overmann, Sally Wilson
Pianist Flügel 1: Urs Liska
Pianist Flügel 2: Jimmy Chiang
Pianist Flügel 3: Johannes Knapp


Philharmonisches Orchester FreiburgÜber 70 Liedtexte von Heine, Hölderlin, Goethe, Eichendorff, Chamisso und anderen nimmt Mauricio Kagel als Ausgangsmaterial für seine instrumentale, nichtsdestotrotz hoch theatralische Reflexion über die deutsche Romantik. Die Zerrissenheit zwischen einer normierten Realität und der heiß ersehnten und dennoch bang gefürchteten Grenzüberschreitung in die Tiefen und Untiefen der Psyche, der Metaphysik, der Traum- und Naturwelten kreierte neben aller lyrischen Poesie auch Ironie und Sarkasmus – Bestandteile, die Kagel lustvoll in diese seine Romantik-Hommage aufnimmt. Gleich den Romantikern begibt sich auch Kagel auf eine Reise, deren Ziel nie ganz sicher sein kann, um Erwartungshaltungen zu brechen, Traditionsformen zu hinterfragen, zu neuen Welten aufzubrechen und trotzdem kulturelles Wissen nicht über Bord zu werfen. Nach dem »Mündlichen Verrat« blicken wir ein weiteres Mal mit den scharfen Augen des Deutsch-Argentiniers Kagel auf ein folgenreiches kulturelles Erbe. [© Theater Freiburg]

www.theater.freiburg.de

Aus einem Totenhaus (Z mrtvého domu)
Oper in drei Akten

Von: Leoš Janáček
Nach dem Roman: Aufzeichnungen aus einem toten Hause (Zapiski iz mertvogo doma) von Fjodor Michaeilowitsch Dostojewskij (1862)

Uraufführung: 12. April 1930 (Brünn, Nationaltheater)

Zur Inszenierung der Oper Zürich:

Premiere:
4. Juni 11

Dirigent: Ingo Metzmacher
Inszenierung: Peter Konwitschny
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Johannes Leiacker
Lichtgestaltung: Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Orchester: Orchester der Oper Zürich
Chor
Zusatzchor

Besetzung:

Alexander Petrowitsch Gorjantschikoff: Pavol Remenár
Aleja, ein junger Tartar: Ilker Arcayürek
Luka Kusmitsch: Reinaldo Macias
Der grosse Sträfling: Miroslav Christoff
Der kleine Sträfling: Morgan Moody
Kommandant: Pavel Daniluk
Der ganz alter Sträfling: Ernst Dieter Suttheimer
Skuratow: Peter Straka
Tschekunoff: Kresimir Strazanac
Der betrunkene Sträfling: Simon Wallfisch
Der Koch: Jonathan Sells
Der Schmied: Joa Helgesson
Der junge Sträfling: Pablo Ricardo Bemsch
Dirne: Susanne Grobholz
Don Juan: Thomas Tatzl
Kedril: Andreas Winkler
Schapkin: Raimund Wiederkehr
Schischkow: Matjaz Robavs
Tscherewin: Boguslaw Bidzinski
1. Wache: Armando Pina
2. Wache: Aaron Agulay
Stimme hinter der Szene: Miroslav Christoff

www.opernhaus.ch

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