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Oper & Musik~Theater: Kurzinfos M - R
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Mooshammeroper
Musik: Bruno Nelissen Libretto: Ralph Hammerthaler Uraufführung:
23. August 07 (Berlin, Neuköllner Oper) Gewinner des BERLINER OPERNPREIS 06
Zur Inszenierung der Berliner Neuköllner Oper:
Premiere: 23. August 07 (Uraufführung)
Musikalische Leitung und Einstudierung: Frank Zacher / Roland Vieweg Inszenierung: Robert Lehmeier Bühne: Markus Meyer Kostüm: Amanda Freyer
Ensemble:
LUDWIG, Herrenschneider: Hubert Wild VON KLUNKER, Präsidentin (einer Tischgesellschaft): Friederike Harmsen KLETTE, Klatschkolumnistin: Leigh Adoff
ENGEL, Spielfigur (Wahrsagerin, Mutter, Schluckerin): Regine Gebhardt BENGEL, Spielfigur (Fußgänger, Vater, Kunde, Mörder): Markus Vollberg
Orchestre: Violine 1:
Chatschatur Kanajan Violine 2: Wolf Bender Bratsche: Chang-Yun Yoo Cello: Uwe Christian Müller Trompete: Ulf Marcus Behrens
Tausende
gaben ihm sein letztes Geleit – so wurden früher Könige und Heilige zu Grabe getragen. Wer war dieser Rudolph Moshammer, dessen Leben und vor allem dessen gewaltsamer Tod im Januar 2005 so
viele bewegt hat? Sicher: Moshammer war eine Person der vielen Gesichter, die sich und ihr Leben zu inszenieren wusste. Bekannt als Modedesigner, beliebt als Star in der Münchener High
Society, geachtet für sein soziales Engagement und berüchtigt für seine – zumindest öffentlich nie thematisierte - Rolle im Strichermilieu der Stadt. Die Show seines fast barocken Lebensstils
und die Versuche, zugleich eine andere, nichtöffentliche Privatsphäre zu leben, machten ihn zum illustren Schauspieler und Prototypen der Medien- und Eventgesellschaft. Was aber ist Moshammer
über das hinaus, was er inszenierte bzw. die Medien mit ihm gemacht haben? Und was könnte es sein, was die Menschen in ihm sahen und liebten? Der junge niederländische Komponist Bruno
Nelissen, Gewinner des Berliner Opernpreis 06, und der Autor Ralph Hammerthaler zeichnen in ihrer Kammeroper das subjektive Bild eines rigorosen Selbstinszenators. Ist Moshammer auf
unerwartete Weise einer der letzten Freigeister unser Zeit? Als künstlerisches Leitungsteam arbeiten miteinander - wie auch schon bei den anderen Zeitopern (Angela – eine Nationaloper,
Friendly Fire) - Robert Lehmeier und Markus Meyer sowie erstmals für die Neuköllner Oper die Kostümbildnerin Amanda Freyer.
Die Moshammeroper ist als Auftragswerk der Neuköllner Oper
Bestandteil des 1. Preises aus dem gemeinsam mit der GASAG seit 10 Jahren und als BERLINER OPERNPREIS 06 zum siebten Mal ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb. Neben der Unterstützung
durch die GASAG wurde die Produktion freundlich unterstützt durch die Botschaft des Königreichs der Niederlande sowie durch den Prins Bernhard Cultuurfonds und den Fonds Amateurkunst
Podiumkunsten.
Die Autoren:
Bruno Nelissen – Musik Bruno Nelissen studierte Komposition
bei Alexandre Hrisanide am Brabants Conservatorium. Zudem belegte er Meisterkurse in Komposition u. a. bei Menachem Wiesenberg und Jan-Peter Wagemans. Neben dieser Ausbildung schloss er
sein Masterstudium im Fach klassische Gitarre bei Hein Sanderink am Brabants Conservatorium mit der Auszeichnung „Cum Laude“ ab. Meisterkurse bei Zoran Dukic, Carlo Marcione, Thomas
Müller-Pering und Michael Langer vervollständigten sein Gitarren Studium. Als Komponist schrieb er im Jahr 2005 für das internationale Festival „November Music“ und gewann im Jahr 2004 den
„Antjer Muziekprijs“ auf dem Festival „Traces of Voices“. Er arbeitete bereits mit verschiedenen Dirigenten zusammen wie Jac van Steen, Louis Buskens, Romain Bisschoff, Hans Casteleijn, sowie
mit verschiedenen Ensembles und Orchestern wie dem „Quatuor Danel“, „Quink vocal ensemble“, „Egidius kwartet“, Nederlands Vocaal Laboratorium, Tri-Dali, „Zephyr kwartet“, „Ricciotti
ensemble“, dem Orchester „de Volharding“, „het Amsterdams Promenade Orkest“ und dem „Farkas kwintet“. Bruno Nelissen schrieb 2002 und 2003 verschiedene Opern für die „Buffo operamakers“, die
auf verschiedenen Festivals wie dem „Oerol festival“ und dem „YO international youth opera festival“ aufgeführt wurden. Er nahm bereits 2002 am „Brabants componisten festival“ teil. Bruno
Nelissen trat in verschiedenen Formationen als Gitarrist unter anderem auf Festivals in den Niederlanden, Frankreich, und Italien auf. Als Solist konzertierte er mit Orchestern, wie dem
Kammerorchester des Brabants Conservatorium und dem „Regionaal Symfonie orkest Oss“. Bruno Nelissen lebt in Tilburg, Niederlande.
Ralph Hammerthaler – Libretto geboren am 2. Dezember 1965 in Wasserburg am Inn, lebt als Autor in Berlin. Er studierte in München, Berlin und Jena; schrieb seine
Doktorarbeit in Soziologie über „Politische Öffentlichkeit“. 1999 war er Kurator des Symposiums „Räumungen - Von der Unverschämtheit, Theater für ein Medium der Zukunft zu halten“ am
Bayerischen Staatsschauspiel in München; außerdem Alleinjuror der Autorentheatertage am Schauspiel Hannover. In den Jahren 2000 bis 2002 arbeitete er als Kulturredakteur für die Süddeutsche
Zeitung in Berlin. Er veröffentlichte eine Reihe von Sachbüchern. 2000 erhielt er das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste in Berlin. 2002 erschien sein erster Roman Alles bestens. 2004 wurde sein Stück Hier ist nicht Amerika in Düsseldorf uraufgeführt, 2005 sein Stück Schnappräuber in München. Sein Libretto Die Bestmannoper wurde von Alex Nowitz vertont und 2006 in Osnabrück uraufgeführt. Ferner ging er 2006 als Gastdramaturg an die Berliner Schaubühne (Die Katze auf dem heißen Blechdach von Tennessee Williams in der Regie von Thomas Ostermeier).
2007 erschien sein zweiter Roman Aber das ist ein anderes Kapitel.
Er ist Socio Honorario des Teatro Sombrero Azul in Mexico City.
Das künstlerisches Leitungsteam:
Frank Zacher – Musikalische Leitung und Einstudierung Nach dem Studium im Hauptfach Orchesterdirigieren an der HfM „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bei MD Prof.
Zettl von 1989 bis 1998 am Vogtlandtheater Plauen, zuletzt als geschäftsführender musikalischer Oberleiter tätig. Seit Oktober 2000 Engagement am LT Neustrelitz, seit Juni 2001
Stellvertretender GMD/1.Kapellmeister der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburger Philharmonie/Landestheater Mecklenburg – Strelitz, seit August 2004 freiberuflich tätig. Gastdirigate:
Berliner Symphoniker, Orchester des Landestheaters Wittenberg, Orchester der Theater Plauen-Zwickau GmbH, Kammerphilharmonie Schönebeck, ständiger Gastdirigent des Preußischen
Kammerorchesters Prenzlau seit 2001, Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz. Von November 2005 bis Dezember 2006 Chefdirigent „Neues Sinfonieorchester Berlin“ MUSIKFORUM-KLASSIK e.V., seit
2007 Dirigent des „Orchester 91 Hamburg“, seit 1.Febr. 2007 Chefdirigent „Preußisches Kammerorchester Prenzlau“. Masterclasses unter GMD Prof. Nissen, GMD Prof. Reuter, Prof. Schumacher,
Jorma Panula, Gennady Rozhdestvensky. Mit der musikalischen Leitung der Moshammeroper debütiert Frank Zacher an der neuköllner oper.
Roland Vieweg – Musikalische Leitung und Einstudierung Der gebürtige Berliner studierte seit 1997 an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in den
Hauptfächern Orchesterdirigieren, Opernkorrepetition und Klavier. Zunächst führten ihn Gastverträge an das Landestheater Mecklenburg, Neustrelitz (Einstudierung des Musicals Revolution in
Pümpelhagen, UA 1998; Einstudierung der Opern Wozzeck und Le Nozze Di Figaro, beide 2000), wo er von 2000 bis 2005 in festem Engagement als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung, später
Studienleiter und Schauspielkapellmeister, tätig war. Seit 2005 ist er als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung am Theater Hagen engagiert. Im gleichen Jahr studierte er – als Gast
erstmals an der neuköllner oper – die Uraufführung von Wischen – No Vision (Musik: Gerd Noack/Marc Seitz, Text: Andreas Bisowski), dem preisgekrönten Werk der Gewinner des Neuköllner
Opernpreises 2004, ein.
Robert Lehmeier – Inszenierung In München Studium der Theaterwissenschaft,
Kunstgeschichte und Philosophie. Stipendiat des ITT, Assistent von Harry Kupfer in Amsterdam, Hamburg und Bayreuth (Ring des Nibelungen). Produktionsleiter an den Vereinigten Bühnen Wien
(Elisabeth). Oberspielleiter Musiktheater am Theater Vorpommern Stralsund/ Greifswald 1996 bis 1998.
Repertoire-Schwerpunkte: 19./20. Jahrhundert und Uraufführungen.
Opern-Inszenierungen u.a. Fidelio, Don Giovanni, Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte, Tosca, Jenufa, Der Palast (Dt. Erstaufführung, Oper von Aulis Sallinen und
Hans-Magnus-Enzensberger/Irene Dische), Salome, Das schlaue Füchslein, K.-Projekt 12/14 (Uraufführung zur Eröffnung der Münchner Opernfestspiele 2002), Lulu, The Rake´s Progress. Die Fassung
der Così fan tutte für die neuköllner oper gastierte bei den Wiener Festwochen 2004 und nach der Neuinszenierung für das Schauspielhaus Hamburg in der Schweiz und in Spanien (El Liceu
Barcelona). 2006 Nominierung in der Kategorie „beste(r) Inszenierung/Regisseur“ für Ariadne auf Naxos. Debut an der Nationalen Reisopera in den Niederlanden 2004 mit der Fledermaus, gefolgt
von Boris Godounov im Frühjahr 2007. Inszenierungen für die neuköllner oper: The Sound of Music, Hundeherz, Angela - eine Nationaloper, Così fan tutte, Friendly Fire.
Markus Meyer – Bühne absolvierte von 1991 bis 1997 ein Bühnenbild- und Kostümstudium an der Hochschule der Künste Berlin und war Meisterschüler von
Prof. Martin Rupprecht. Assistenzen führten ihn an die Deutsche Oper und das Deutsche Theater Berlin, die Staatsopern in Wien und Hamburg sowie die Semperoper Dresden. Seit 1988 ist er
freischaffend tätig und arbeitet u.a. mit den Regisseuren Jakob Peters-Messer und Robert Lehmeier an den Theatern Kassel, Oldenburg, Nürnberg, Wiesbaden, Hamburg (Deutsches Schauspielhaus),
den Opern in Wuppertal und Chemnitz, dem Festspielhaus Baden-Baden, der Nationalen Reisopera (Niederlande), dem Teatro Nacional de Sao Carlos Lissabon und den Musikfestspielen Potsdam
Sanssouci. Gastspiele führten ihn u.a. an das Gran Teatro del Liceu Barcelona, das Théatre des Champs-Élysées Paris, die Stadsschouwbourg Amsterdam, zum Spoleto Festival und zu den Wiener
Festwochen. Schwerpunkte seiner Arbeiten liegen zum einen bei Werken des 18. Jahrhundert wie z.B. Orfeo ed Euridice von J. Haydn, Alessandro nell’Indie von J.C. Bach und Cleopatra e Cesare
von C.H. Graun, zum anderen bei Opern des 20. Jahrhunderts wie z.B. Die Nase von D. Schostakowitsch, The Rake’s Progress von I. Stravinsky und Lulu von A. Berg.
Amanda Freyer – Kostüme Die gebürtige Berlinerin studierte von 1993 bis 2000 im Fachbereich Kostümbild an der Hochschule der Künste Berlin, seit
1997 in der Bühnenbild-Klasse ihres Vaters Prof. Achim Freyer, und diplomierte bei Prof. Martin Rupprecht. Während des Studiums entwickelte sie u.a. die Kostüme für Robert Schumanns Genoveva
an der Staatsoper Leipzig (Regie: Achim Freyer) und war mit dieser Produktion zu Gast bei den Wiener Festwochen. Als freischaffende Kostümbildnerin arbeitet sie für Werke der Genres Ballett,
Oper und Schauspiel sowie für den Film und war in diesen Zusammenhängen tätig für Häuser wie das Staatstheater Saarbrücken (Der grüne Ritter, Ballett, Choreographie: Bernd R. Bienert. UA
2001), das „Zeitgenössische Museum“ in Wien (Ballett nach Die Entfernung des Mondes von Italo Calvino, Choreographie: Bernd R. Bienert. UA 2002), die Schwetzinger Festspiele (L’anima del
filosofo ossia Orfeo ed Euridice von Joseph Haydn, 2001; Macbeth von Salvatore Sciarrino, 2002, beides Regie: Achim Freyer), die Städtischen Bühnen Frankfurt a.M. (Ariodante von G.F. Händel,
Regie: Achim Freyer, 2004. Gastspiel als Wiederaufnahme am Gran Teatro del Liceu Barcelona 2006) sowie derzeit die Los Angeles Opera (Co-Kostümbildnerin für Ring des Nibelungen von Richard
Wagner, Regie und Ausstattung: Achim Freyer).
Das Ensemble:
Leigh Adoff – Klette, klatschkolumnistin stammt aus New York und studierte Gesang an der Manhattan School of Music. Sie besuchte Meisterklassen bei Birgit Nilsson, Daniel Ferro, Marlena Malas und George Shirley und war
Finalistin bzw. Preisträgerin der Licia Albanese Foundation, des Puccini Foundation Competition, des Orlando Opera Competition und des Opera Columbus Competition. Darüber hinaus wurde sie mit
dem John O. Crosby Award for Excellence in Opera der Manhattan School of Music in New York ausgezeichnet. Erste wichtige Bühnenpartien sang sie bereits während ihres Studiums – u. a. Ann
Trulove in The Rake’s Progress. Sie gab ihr professionelles Debüt an der Houston Grand Opera als Helga in Piazzollas Maria de Buenos Aires. Anschließend wurde sie in das begehrte Glimmerglass
Program aufgenommen. Die Sopranistin gastierte seither an diversen amerikanischen und internationalen Opernbühnen: an der Oper von El Paso, an der Berkshire Opera, an der Manhattan Opera,
an der Whitewater Opera - Sorg Opera, an der Augusta Opera, bei den American Opera Projects, an der Sarasota Opera, an der Oper in Delaware, am Philamlife Theater (Manila) sowie an der Wiener
Kammeroper. In diesem Jahr war sie zudem in der Show Human Voices des Oscarpreisträgers Pepe Danquart in seiner ersten Bühnenproduktion in Berlin zu sehen. Zu Ihren wichtigsten Partien zählen
neben Traviata und Lucia die Gretel, Susanna, Madame Herz, Lauretta und Musetta.
Zuschauer der neuköllner oper erlebten Leigh Adoff bereits in der Uraufführung von Wischen – No Vision (2005).
Regine Gebhardt – Engel, spielfigur (wahrsagerin, mutter, schluckerin) Regine Gebhardt studierte Gesang an der UdK Berlin, wo sie heute als Dozentin tätig ist.
Sie gastierte bei den Schwetzinger Festspielen, den Berliner Festwochen, am Theater des Westens, bei den Dresdener Musikfestspielen, an der Berliner Kammeroper und an der neuköllner oper,
zuletzt bei der Vorstellung Tod eines Schneiders anlässlich der Verleihung des Berliner Opernpreises 2006. Als Liedsängerin widmet sie sich mit Vorliebe unentdeckten oder vergessenen
Werken, etwa in der Reihe „musica reanimata“ im Konzerthaus Berlin und beim Schweriner Meisterkurs und Wettbewerb „Verfemte Musik“. 2004 hatte in Berlins „Langer Nacht der Museen“ ihr
heiterer Liederabend Blumen sind nicht seelenlos, sind geheime Wesen... von Robert Stolz Premiere. Vor einigen Jahren begann ihre Arbeit für Film und Fernsehen. Zuletzt drehte sie für das
ZDF den Thriller „Der fremde Gast“ nach dem gleichnamigen Roman von Charlotte Link. Mit ihrem Soloprogramm Du hörtest mein Gras wachsen, einer musikalisch-literarischen Hommage an Mascha
Kaléko in der Regie von Michael Hoffmann, gastiert sie zur Zeit mit großem Erfolg am Berliner Renaissance Theater. Eigens für sie und dieses Programm haben die Komponisten Winfried Radeke und
Frank Schwemmer ausgewählte Gedichte Mascha Kalékos in der Besetzung Mezzosopran und Vibraphon vertont. Die Uraufführung von Frank Schwemmers Oper Angela – eine Nationaloper war es auch, die sie 2002 erstmals mit dem Regisseur Robert Lehmeier zusammenführte.
Friederike Harmsen – von Klunker, präsidentin (einer tischgesellschaft) Friederike Harmsen, Sopran, geboren in
Hamburg, trat schon in früher Jugend als Solistin und in Ensembles auf. Später studierte sie an der Hochschule der Künste Berlin bei Inge Uibel. Ihre Studien erweiterte sie u.a. bei Agnes
Giebel, David Jones und Janet Williams. Bereits während ihres Studiums begann sie regelmäßig im In- und Ausland aufzutreten, u.a. in den USA, in Italien, Frankreich, in der Schweiz und den
Niederlanden. In der Konzertreihe „Saitenblicke“ bringt sie seit 2004 mit der Leiterin und Gitarristin Juliane Tief regelmäßig zeitgenössische Musik zur Aufführung. Sie wirkte bei
mehreren Uraufführungen mit, u.a. von Joseph Dorfman (...dass sie leben), Christoph Funabashi (In my place, 2007) und Mayako Kubo (Mirlitonnades, 2006; Am Anfang war das Meer, 2007). Sie
verfügt über ein klassisches Lied- und Opernrepertoire, trat sowohl im Tanztheater (Venus und Adonis von B. Söll) wie bei Performances (u.a. Beethovens Neffe oder So kocht man in Wien von
B.Söll) auf.
Markus Vollberg – Bengel, spielfigur (fußgänger, vater, kunde, mörder) wurde in Wipperfürth
geboren. Seit 2002 nimmt er Gesangsunterricht bei KS Peter Maus und studiert seit 2003 Musikwissenschaft und Romanistik an der Humboldt – Universität Berlin. Markus Vollberg wirkte seither
bereits in einer Vielzahl von Musiktheaterproduktionen mit. An der neuköllner oper debütierte er in BizetLounge:Perlenfischer (2005) und gab hier ebenfalls den Meno in Aleko. Eine
Zigeunerhochzeit (2007). Als Tamino und als Monostatos stand er für die Opernwerkstatt Berlin in einer Zauberflöte für Kinder auf der Bühne. Am Prinzregententheater München sang er unter der
Regie von Christof Nel H.W. Henzes Das Wundertheater, Der Landarzt, Das Ende einer Welt. Außerdem war er auf dem Deutsch-Französischen Forum junger Kunst 2006 in Der Ring an einem Abend
(Regie: Philippe Arlaud) sowie im gleichen Jahr an der Musikakademie Rheinsberg in Joseph Haydns l’incontro improvviso (Regie: Birgit Scherzer) zu erleben, des Weiteren in Musiktheaterwerken
von Detlev Glanert und Olga Neuwirth.
Hubert Wild – Ludwig, herrenschneider studierte Gesang an der
Musikhochschule Köln/Aachen bei Prof. Rudolf Bautz sowie an der HdK in Berlin in der Liedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau. Seit 1995 banden ihn zahlreiche Gastverträge an verschiedene
Opernhäuser und Festivals in Deutschland (Aachen,Essen,Hamburg,Schwetzingen,Rheinsberg u.a.), den Niederlanden (Maastricht) und Italien (Treviso, Rovigo, Trento), und von 2000 bis 2002
gehörte er dem Ensemble des Theaters Vorpommern Stralsund/Greifswald an. Zu den von ihm am meisten gesungenen Partien gehören Mozarts Figaro und Papageno, aber auch als Guglielmo, Demetrius
in Brittens Sommernachtstraum, Ottokar im Freischütz sowie in zahlreichen anderen Rollen war er erfolgreich zu erleben. Im Jahre 2004 war er an drei Uraufführungen von Opern in Berlin,
Rheinsberg und Nürnberg beteiligt. 2005 sang er die eigens für ihn komponierte Rolle des Heinrich Heine in der Oper Idilia von Mark Moebius in einer Koproduktion des Staatstheaters Mainz mit
dem Festival „Singing Summer“ in der Inszenierung von George Delnon. In der Spielzeit 2006/2007 war er am Theater Heidelberg in Hans Zenders Chief Joseph zu erleben sowie in Lübeck, wo er die
Hauptrolle des Adolf Wölfli in Per Norgards Oper Der göttliche Tivoli übernahm.In seinem Debüt an der neuköllner oper 2005 gab Hubert Wild die Hauptpartie des Roderick Usher (Der Fall des
Hauses Usher von Claude Debussy, Regie: Michael von zur Mühlen).
[© Texte: Neuköllner Oper]
Spielort: neuköllner oper, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin Verkehrsanbindung:
U 7 - Karl-Marx-Straße, S 41/42/46/47 – Neukölln, Bus 104 Karten 9-21 Euro, Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter tickets@neukoellneroper.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen
www.neukoellneroper.de
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Mozart und Salieri - Ein Requiem Nikolai Rimski-Korsakow - Wolfgang Amadeus Mozart
Koproduktion der Oper Frankfurt mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main im Rahmen der Hessischen Theaterakademie
Premiere: 10. März 07
Weitere Vorstellungen: 12. März, 6., 8., 10. (15.30 Uhr) Juni 2007 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
In deutscher und lateinischer Sprache Besprechung
Musikalische Leitung: Hartmut Keil
Inszenierung: Benjamin Schad Bühnenbild: Robert Varga Kostüme: Constanze Walldorf Dramaturgie: Norbert Abels Licht: Frank Keller
Vokalensemble der HfMDK: Simon Pettite
Mitwirkende: Mozart / Tenor: Peter Marsh Salieri / Bass: Bálint Szabö Sopran: Tamara Weimerich
Alt: Katharina Magiera
Orchester und Vokalensemble der HfMDK mit Unterstützung des Frankfurter Museumsorchsters sowie des Extrachores der Oper Frankfurt.
Umstritten und
andauernd sind die Gerüchte um den Tod Mozarts. Alexander Puschkin (1799-1837) glaubte an den Giftmord und lässt in seinem Dramolett Mozart und Salieri von 1830 Mozart und seinen Rivalen, den
Komponisten und vermeintlichen Giftmischer Antonio Salieri, aufeinandertreffen. Auf der Basis von Zeitungsmeldungen schuf Puschkin ein für ihn charakteristisches, aus einzigartiger
Gedankenfülle entwickeltes Bühnenfragment, das von Nikolai Rimski-Korsakow (1844-1908) vertont und 1898 in Moskau uraufgeführt wurde. In jüngerer Zeit erhielt die These, dass Salieri Mozart
vergütet habe, durch Milos Formans fulminanten Spielfilm Amadeus von 1985 neue Nahrung. Zur Handlung: Neid und Missgunst lassen Salieri monologisch darüber sinnieren, ob er eine Berechtigung
hat, Mozart umzubringen. Der Ahnungslose kommt zu Besuch, wird zum Abendessen eingeladen und erzählt von einem Schwarzen Mann, der ihn verfolgt, seit er an seinem Requiem komponiert. Arglos
trinkt Mozart das tödliche Gift, das ihm sein Widersacher in den Wein gemischt hat. Nach vollbrachter Tat befallen Salieri plötzlich Zweifel über sein eigenes Genie, weil Genialität und
Verbrechen unvereinbar sind. In dieser Koproduktion der Oper Frankfurt mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main im Rahmen der Hessischen Theaterakademie
erarbeiten Angehörige beider Institute einen Theaterabend, in dessen Verlauf nicht nur Rimski-Korsakows „Dramatische Szenen" aufgeführt werden, sondern auch das Fragment des Requiem, wie
es von Mozarts eigener Hand überliefert ist. Hierbei werden also alle Bearbeitungen, die nach Mozarts Tod an dieser Messe vorgenommen wurden, ausgeklammert. Die musikalische Leitung dieser
Neuproduktion hat Hartmut Keil, seit 2002 Solorepetitor an der Oper Frankfurt. Er dirigierte hier u.a. Marc Neikrugs Musikdrama Through Roses im Bockenheimer Depot sowie Vorstellungen von Die
Entführung aus dem Serail, Die Zauberflöte, Don Giovanni und Die verkaufte Braut. Im Sommer 2007 wird er für Die Meistersinger von Nürnberg als Assistent Sebastian Weigles zu den Bayreuther
Festspielen zurückkehren, wo er in der Vergangenheit als Studienleiter und Assistent von Pierre Boulez an Parsifal mitarbeitete. Benjamin Schad studiert seit 2002 Theaterregie mit Schwerpunkt
Musiktheater an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Zu seinen Lehrern gehören u.a. Hans Hollmann, Christof Loy und Jürgen Tamchina. In der vergangenen Spielzeit
inszenierte er u.a. Cesar A. Cuis Kinderoper Der gestiefelte Kater am Stadttheater Gießen und Henry Purcells Dido und Aeneas am Teatro Poliziano in Montepulciano. Die Partie des Mozart
verkörpert der amerikanische Tenor Peter Marsh. Seit 1998 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, nahm er in jüngster Vergangenheit neben seinen Frankfurter Aufgaben auch Gastengagements an der
Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf-Duisburg, den Staatsopern von Hamburg und München sowie der Semperoper in Dresden wahr. Mozarts Gegenspieler Salieri singt der in Rumänien geborene Ungar
Bälint Szabö, der seit der Spielzeit 2005/06 zum Frankfurter Opernensemble gehört. Zu seinen letzten Partien zählen u.a. die Titelpartie von Mozarts Don Giovanni und Sarastro in Die
Zauberflöte. Für die Zukunft ist u.a. der Fiesco in Verdis Simon Boccanegra geplant. Tamara Weimerich (Sopran) und Katharina Magiera (Alt) ergänzen das Ensemble; die beiden Absolventinnen der
Frankfurter Musikhochschule sind regelmäßige Gäste an der Oper Frankfurt. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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Niemandsland Kammeroper
Musik: Winfried Radeke Text: Ulrike Gondorf und Michael Frowin Uraufführung:
1. März 2007 (Berlin, Neuköllner Oper)
Zur Inszenierung der Berliner Neuköllner Oper:
Premiere: 1. März 07 (Uraufführung) Spieltermine:
4., 7., 10./11., 15.-17., 23./24., 31. März sowie 4., 6., 10./11., 17. 21./22. April, 20 Uhr
Inszenierung: Ulrike Gärtner Bühne: Wolf Gutjahr Kostüme:
Wiebke Horn Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Ensemble: Sebastian: Michael Johannes Berner Georg: Alexander Mildner Vater: Eckhard Strehle
Schlagwerk: Olaf Taube
Diese Kammeroper – die erste Zusammenarbeit des Gründers der Neuköllner Oper Winfried Radeke mit dem Librettisten der 2002 uraufgeführten
Nationaloper Angela - ist eine generationsübergreifende Suche nach Elementen gemeinsamer Wahrheit. Sie ist der Versuch der Verortung der unterschiedlichen Erinnerungen einer Familie, deren
Wege und Überreste Fragen der Verantwortlichkeit aufgeworfen haben und nun letztlich ein Zusammentreffen erzwingen, zu dem – endlich! – Gemeinsamkeiten gefunden und ein denkbarer Weg für die
Zukunft entworfen werden soll. Zukunft als Bedingnis einer belasteten Vergangenheit ist (neben der globalen Thematik, die uns und unsere Erben mehr und mehr beschäftigen wird) eben auch ein
privates Thema der mit ihrer Existenz beschäftigten Familien. Steht zu befürchten, dass uns in Zeiten zunehmender Belastungen aus der Vergangenheit eben auch die einst beschworene
„Keimzelle unserer Gesellschaft“ in der Zukunft nurmehr ödes „Niemandsland“ wird?
Die Neuköllner Oper platziert diesen spannungsgeladenen Kraftakt ins möblierte und damit familiär
anwesende Gedächtnis, die eng zusammengestellt im Studio der Karl-Marx-Straße vier Vergangenheiten atmen – die von Vater, Mutter und den Söhnen. Die verschiedenen Zeitebenen werden auch
musikalisch/akustisch repräsentiert: Hörbilder, die eine Erinnerung oder aber andere Gedanken „spiegeln“, begegnen den in „Realzeit“ mitgeteilten Worten. Beides muss zusammenstimmen, um die
Zukunft denkbar zu machen...
Ulrike Gondorf - Text
verbrachte unvergessliche Nachmittage zu Hause in Düsseldorf auf einem weichen Teppich vor einer grün leuchtenden Radioskala und wurde da zum Ohrenmenschen fürchtete eine Zeitlang, dass
das Studium der Germanistik und Geschichte unweigerlich im Lehrberuf enden müsse, fand aber nach dem Staatsexamen einen Abzweig ins Redaktionsvolontariat bei der Westdeutschen Zeitung und
dort dann auch den Weg ins Feuilleton wechselte kurz entschlossen die Seiten und lernte das Theater von innen kennen: als Dramaturgin für Musiktheater und Schauspiel u.a am Theater
Krefeld/Mönchengladbach und am Saarländischen Staatstheater kam nach Köln und riskierte 2000 die freiberufliche Existenz: mit gelegentlichen Rückfällen in die Theaterarbeit, u.a. als
Autorin von Opernlibretti, und mit Rundfunkbeiträgen für andere Ohrenmenschen.
Michael Frowin - Text 1969 in Marburg an der Lahn geboren
Mit Schafen, Kaninchen und einem Rauhaardackel aufgewachsen worden. Erster Berufswunsch: Pfarrer. Daher heute Kabarettist. Bühnenstart mit sechzehn Jahren.
Frühe Erfolge als Blockflötenspieler in ALI BABA UND DIE VIERZIG RÄUBER. Danach sofortiges Engagement ans Düsseldorfer „Kom(m)ödchen“.
Beschluss, nie wieder komisch sein zu wollen. Stattdessen hehre Schauspiel - und Musicalrollen
in verschiedenen Städten und auf Tournee. 1993 verlieh man ihm ungefragt einen Preis im Bundeswettbewerb Gesang. Daraufhin Unterricht bei Gisela May als Meisterschüler. Dann beschlossen
andere, dass er wieder komisch sein sollte. Seitdem Texter u. a. für die Kabaretts „Herkuleskeule“ Dresden, „Distel“ Berlin, „Renitenztheater“ Stuttgart, den WDR und Thomas Freitag.
Quotenwessi im Ensemble der Dresdner „Herkuleskeule“, wo er spielt, schreibt und Regie führt (zuletzt Mönche mögens heiss/Juli 2005). Dort sitzt er auch in seinem neuen Soloprogramm
Schlaflos im Sattel. Außerdem paukt er anderen die Flötentöne ein und unterrichtet am Europäischen Theaterinstitut Berlin Chanson-Interpretation. Heimlich schreibt er Opern (u.a. Angela, eine
Oper über Angela Merkel für die Neuköllner Oper Berlin/2002) Revuen (Münchhausen Junior für den Friedrichstadtpalast Berlin/2004) und Theaterstücke (Frauen für Napoleon UA
Rheinisches Landestheater Neuss/2005). Daneben ein Jahr lang Radio-Comedy für HIT-Radio RTL und 15 Folgen Kabarett für N24. Neuste Projekte: Regie des Soloprogramms Bölck gibt Stoff
mit Lothar Bölck, Duo-Programm zur Fußball-WM (Premiere Nov. 2005). Die CDs leben! – jazz trifft chanson, Schlaflos im Sattel und Münchhausen junior (Michael Frowin als Erzähler) kann man
kaufen.
Winfried Radeke - Musik Komponist, Kapellmeister und Kirchenmusiker. Gründer und Direktoriumsmitglied der neuköllner oper. Werke: Eine Symphonie für Chor und
großes Orchester; eine Messe (2000), ein Requiem, drei Oratorien, Chormusik, Bühnenwerke (u. a.): Die Vögel, Krabat, Die Nacht des Cherub, Bracke, Niemandsland(UA März 2007). Umfangreiche
Bearbeitungen, u. a. Die Gans von Kairo von W.A. Mozart; Amphitryon von F. Doelle; Die Bettleroper nach J.C. Pepusch; The Sound of Music von Richard Rodgers, Così fan tutte von W.A. Mozart,
Macbeth von Verdi, Aleko von S. Rachmaninow. Kinderopern (Hexe Hillary und der beleidigte Kontrabass, Arme Ritter, Pechvogel und Glückskind), ein Kinderliederbuch Paula heißt meine Ente
(2000). Regie und/oder Musikalische Leitung u. a. in: Mahagonny von K. Weill; Der Kaiser von Atlantis von V. Ullmann, Molière – Der eingebildete Kranke mit Originalmusik von Charpentier und
Lully, Die falschen Fuffziger von Pigor/Radeke. Regiearbeiten am Opernhaus Halle (1990, 1992, 1999). Deutscher Kritikerpreis 1995; B.Z. Kulturpreis 1997; Kritikerpreis der Berliner Zeitung
1998.
Ulrike Gärtner - Regie geboren in Rostock / 1990-94 Studium der Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg / Regieassistenzen bei den
Rheinsberger Schlossfestspielen und an der Hamburgischen Staatsoper / zwischen 1991-1997 Inspizientin und Regieassistentin von Achim Freyer / 1996-2001 Regieassistentin an den Vereinigten
Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach // Inszenierungen, u.a. Benjamin Britten: Peter Grimes (Neuinszenierung nach der Regie von Uwe Schwarz) am Staatstheater Mainz / Frid: Das Tagebuch
der Anne Frank am Theater Krefeld/Mönchengladbach / Jacques Offenbach: Die Insel Tulipan und Ritter Eisenfraß am Theater Krefeld/Mönchengladbach / Albert Lortzing: Der Wildschütz am Theater
Krefeld/Mönchengladbach / Jacques Offenbach: Orpheus in der Unterwelt am Theater Krefeld/Mönchengladbach / Jacques Offenbach: Daphnis und Chloe und Franz von Suppé: Die schöne Galathee am
Theater Passau / Paul Lincke: Frau Luna am Anhaltischen Theater Dessau.
Wolf Gutjahr - Bühne Geboren 1968 in Landstuhl / Pfalz. Schreinerlehre in München.
Bühnenbildassistent am Schauspielhaus Bochum, an der Oper Frankfurt am Main und bei der Toneelgroep Amsterdam. Szenographiestudium an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Seit 1995 freier Bühnenbildner u.a. am Theater Basel, Stadttheater Konstanz, Schauspielhaus Graz, Schauspiel Bonn, Theater Bremen, Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Köln, Teatr Russkoj
Drami Kiew (auf Einladung des Goethe Institut InterNationes), Freie Kammerspiele Magdeburg, Staatstheater Stuttgart und Schauspiel Hannover. Festivaleinladungen u.a. Bonner Biennale,
Internationale Schillertage Mannheim, Heidelberger Stückemarkt, Stücke Mühlheim. 1999 / 2000 Artdirektion für den EXPO-Pavillon des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
(ausgezeichnet mit dem ADAM-Award 2001 bin Silber) im Auftrag der Agentur Milla & Partner Stuttgart.
Wiebke Bruns - Kostüme Ausbildung zur Damenschneiderin in der
Kostümwerkstatt am Deutschen Theater in Göttingen, 1992-94 als Kostümassistentin am Grips- Theater und Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte an der FU Berlin. 1995
Wechsel zum Bühnenbildstudium an die Kunsthochschule in Berlin- Weißensee. Langjährige Assistentin von Frank Philipp Schlößmann, u.a. an der Deutschen Oper, Komischen Oper, der Staatsoper in
Berlin und der Lyric Opera Chicago. Seit 2001 freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin für Oper, Tanz und Schauspiel: u.a. Botschaften des entschlafenen Fräuleins R. V Trussova (György
Kurtág) Neue Opernbühne Berlin, Hoffmanns Erzählungen (Offenbach) und Fidelio (Beethoven) Internationale Opernfestspiele im Chiemgau, Der Freischütz (Weber) Theater Annaberg, La Bohème
(Puccini) Mittelsächisches Theater Freiberg, Margarethe (Gounod) und Die Macht des Schicksals (Verdi) Theater Halberstadt. Bettina Owczarek Dance Company: Der Dreispitz (Manuel de
Falla/Ludger Vollmer) Kunstfest Weimar/ Mexico-City, Karneval der Tiere (Saint-Saens) und Das Goldene Kalb (UA Helmut Zapf) Schlosstheater Rheinsberg, The Voice Berliner Waldbühne. Unterm
Birnbaum (Fontane/Abend) und Oscar Wilde. Im Kreuzverhör (Holland/Ranisch) im Theater im Palais, Berlin.
Bernhard Glocksin - Dramaturgie Studium der Musikwissenschaft,
Germanistik und Politik an den Universitäten Köln, Tübingen und Marburg. Seit 1986 Dramaturg für Musiktheater, Schauspiel und Tanztheater, zunächst an den Niedersächsischen Staatstheatern
Hannover, dem Theater am Neumarkt Zürich, dem Salzburger Landestheater. Ab 1995 Chefdramaturg / persönl. Referent des Intendanten am Staatstheater Mainz, 1999 – 2002 Chefdramaturg und
Stellvertreter des Intendanten in künstlerischen Fragen am Deutschen Theater in Göttingen. Künstlerische Leitung / Bereich Programmgestaltung und Chefdramaturg an der neuköllner oper seit
Januar 2004. Stückentwicklung und Fassungen u.a. von BizetLounge:Perlenfischer, Die gelbe Prinzessin, Create your life!. Aleko. Eine Zigeunerhochzeit. Daneben freischaffend Projekte
(Berlinale Talk 2004; Mach die Augen zu und flieg..., Koproduktion Armin Petras / Haus der Kulturen der Welt / schauspielfrankfurt 2004) sowie Libretti für Tanz (Salzburg 1995) und
Musiktheater (u.a. Julie & Jean, Musik Gerhard Schedl, Uraufführung Wien 2003; HesseIndia, Musik Raffael Reina, Uraufführung Amsterdam/Stuttgart/Wien 2007).
Michael Johannes Berner - SEBASTIAN Der Tenor Michael Berner wurde in Sindelfingen geboren. Er begann seine musikalische Laufbahn bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben, dort erhielt er
auch den ersten Gesangsunterricht und sammelte vielfältige musikalische Erfahrungen. Michael Berner studierte bei Prof. Klaus-Dieter Kern an der Staatlichen Musikhochschule in Karlsruhe.
Er ist Preisträger u.a. beim internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg und war im letzten Sommer Stipendiat des Richard Wagner Verbandes. Er ist Ensemblemitglied
(Internationales Opernstudio) am Badischen Staatstheater Karlsruhe. In jüngster Vergangenheit war Michael Berner zu Gast beim Europäischen Musikfest Stuttgart, den Klosterkonzerten Maulbronn,
sowie den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Im Sommer wird er als Gast bei den Opernfestspielen in Heidenheim zu hören sein. Bühnenerfahrung sammelte er am Stadttheater Pforzheim, dem
Badischen Staatstheater in Karlsruhe, an der Kammeroper Schloss Rheinsberg und als Gast an der neuen Megaron Oper in Athen. Erste CD- und Rundfunkaufnahmen in Zusammenarbeit mit dem SWR und
dem Carus-Verlag sind entstanden.
Alexander Mildner - GEORG In Ostwestfalen geboren absolvierte der Wahlberliner ein Studium in den Bereichen Schauspiel, Gesang und
Tanz sowie Musikpädagogik und „Elementare Musikpädagogik“ an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig „Felix Mendelssohn-Bartholdy“. Bühnenerfahrung sammelte er bereits am Schauspielhaus
Leipzig, dem Opernhaus Chemnitz, der Staatsoperette Dresden und den Landestheatern Eisenach und Neustrelitz. Dort stand er u. a. in Hauptrollen von Musicalproduktionen (als Stine in City of
Angels, Bäcker in Into the Woods) auf der Bühne; darüber hinaus wirkte er an zahlreichen Musical- und Schauspielprogrammen mit. Des weiteren zeigt Alexander Mildner eigene Chanson- und
Literaturabende auf großen und kleinen Bühnen und ist als Spielpädagoge im Bereich des Kindertheaters tätig. Mit der Rolle des Box stellte er sich erstmals dem Berliner Publikum im Rahmen der
Uraufführung der Triumviretta Cox & Box in der Neuköllner Oper vor. Parallel zu seiner Bühnentätigkeit nimmt er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig im Fach
„Schauspielpädagogisches Seminar” wahr und koordiniert u.a. Projekte mit dem Gewandhaus zu Leipzig.
Eckhart Strehle - VATER Eckhart Strehle besuchte von 1956 bis 1959
die Staatliche Schauspielschule Berlin (heute Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“). Seine Laufbahn führte ihn an die Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt / Chemnitz (1959-1964), das
Theater der Stadt Cottbus (1964-1968) und hernach an das Maxim Gorki Theater, wo er bereits mehrfach unter der Regie von Bernd Mottl arbeitete (Sieben Türen von Botho Strauß, Glückliche Reise
nach Künneke). Neben seiner Bühnentätigkeit (u.a. Vor Sonnenuntergang, Regie: Volker Hesse; Dreigroschenoper, Regie: Johanna Schall; Die Möwe, Regie: Katharina Thalbach; Alexanderplatz,
Regie: Uwe-Eric Laufenberg; Die Wanze, Regie: Peter Lund; Lulu, Regie: Uwe-Eric Laufenberg; Ratten, Regie: Uwe-Eric Laufenberg; Don Juan, Regie: Katharina Thalbach; Vater, Regie: Martin
Meltke) ist Eckhart Strehle vielfach für Film und Fernsehen tätig (u.a. Tal der Ahnungslosen, Ganz und gar, Löwenzahn, Die Camper – Der Neue, Dreckiger Tod, Quandt, Prinzgemahl, Für alle
Fälle Stefanie, Zirkus, Wolfs Revier, Nikolaikirche sowie etliche Produktionen für DFF und DEFA). Als Held Müller ist Eckhart Strehle ab April im gleichnamigen Musical von Thomas Zaufke und
Peter Lund erneut auf der Bühne der Neuköllner Oper zu sehen.
Olaf Taube - Schlagwerk ist gebürtiger Berliner. Er bekam Instrumentalunterricht in Klavier, Orgel und
Schlagzeug und studierte 1988-1993 im Fach klassisches Schlagzeug an der Hfm „Hanns-Eisler“ Berlin. Seitdem arbeitet er als freischaffender Schlagwerker, u.a. Orchester der Komischen Oper,
Musikakademie Rheinsberg und Kammersymphonieorchester Berlin. Schlagzeuger der Gruppe Danilloff (Alzheimer Chaussee, Winterreise) Arbeit in Jazzprojekten
Verschiedene Theater-, Opern-, Operetten- und Musicalproduktionen, z.B. Deutsches Theater, Maxim Gorki Theater, theater 89, Weillfest in Dessau
Seit 1997 an zahlreichen Produktionen der neuköllner oper beteiligt, zuletzt in Assassins, Angela, Es fliegt was in die Luft, Elternabend, Licht. [© Texte: Neuköllner Oper]
neuköllner oper, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin – Saal Verkehrsanbindung: U 7 - Karl-Marx-Straße; S 41/42/46/47 – Neukölln; Bus 104
Karten
9-18 Euro, Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter tickets@neukoellneroper.de
sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen
www.neukoellneroper.de
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Nijinskys Tagebuch Für zwei Sänger, zwei Schauspieler, zwei Tänzer und Instrumente
Von: Detlev Glanert
Texteinrichtung: Carolyn Sittig (nach den Tagebüchern von Waslaw Nijinsky in der deutschen Übersetzung von Alfred Frank) Uraufführung: 6. April 2008 (Aachen, Theater Aachen)
Zur Inszenierung des Theater Aachen:
Premiere: 6. April 08 (Uraufführung)
Musikalische Leitung:
Daniel Jakobi Inszenierung: Ludger Engels Bühne: Ric Schachtebeck Kostüme: Moritz Junge Dramaturgie: Kai Weßler
Besetzung: Sängerin:
Eva Bernard Sänger: Martin Berner Schauspielerin: Anne Wuchold Schauspieler: Matthias Bernhold Tänzerin: Unita Galiluyo Tänzer:
Felix Bürkle
Bis heute ist Waslaw Nijinsky Synonym für perfekte Tanzkunst, atemberaubende Sprungtechnik, Grazie und Virtuosität. Zwischen 1888 und 1890 geboren, ist Nijinsky mit
knapp zwanzig Jahren weltberühmt und gefeiert. Wenig später beginnt sein geistiger Verfall. Das Anfang 1919 über einen Zeitraum von ca. sechs Wochen verfasste Tagebuch von Waslaw Nijinsky ist
die detaillierte Selbstbeschreibung des Tänzers zwischen seinem letzten öffentlichen Auftritt und seiner Einlieferung in eine geschlossene Anstalt. Diagnose: Schizophrenie.
Detlev
Glanert, einer der bekanntesten und meistgespielten Komponisten unserer Zeit, schrieb für das Theater Aachen eine Oper für Sänger, Tänzer und Schauspieler. Dieses, nach »The Fairy Queen«,
nächste große spartenübergreifende Projekt wird von Chefregisseur Ludger Engels inszeniert. [© Theater Aachen]
www.theater-aachen.de
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Orlando Furioso Dramma per musicain in drei Akten
Von: Antonio Vivaldi Text:
Grazio Braccioli nach dem gleichnamigen Versepos (1516) von Ludovico Ariosto Uraufführung: 1727 (Venedig, Teatro Sant´ Angelo)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt: In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Premiere: 14. Februar 10 (Frankfurter Erstaufführung) Wiederaufnahme Saison 2010/11: 14. November 10
Musikalische Leitung: Andrea Marcon / Felice Venanzoni Regie: David Bösch
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Alan Barnes Bühnenbild: Dirk Becker Kostüme: Meentje Nielsen Dramaturgie: Zsolt Horpácsy Licht:
Olaf Winter
Besetzung: Alcina: Daniela Pini / Daniela Pini Angelica: Brenda Rae / Brenda Rae Astolfo: Florian Plock / Simon Bailey Bradamante:
Katharina Magiera / Renata Pokupic Medoro: Paula Murrihy / Paula Murrihy Orlando: Sonia Prina / Mary-Ellen Nesi Ruggiero: William Towers / Valer Barna-Sabadus
Frankfurter Opern- und Museumsorchester Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
grün = wiederaufnahme Saison 2010/11
Besprechung auf kulturfreak.de
Zur Wiederaufnahme Saison 2010/11: Orlando furioso (Der rasende Roland) von Antonio
Vivaldi (1678-1741) wurde in der Saison 2009/10 erstmals in Frankfurt aufgeführt, dabei zeichnete sich die Inszenierung durch ihren unkonventionell-frischen Zugriff auf das Werk aus. Publikum
und Presse waren überwiegend begeistert, und so sei an dieser Stelle aus einer der nach der Premiere am 14. Februar 2010 erschienenen Kritiken zitiert: „Regisseur David Bösch macht aus dem
fast 300 Jahre alten ‚Dramma per musica’ einen witzig-frechen Theaterspaß mit durchaus ernsten Momenten.“
Nun wird die Produktion zum ersten Mal wiederaufgenommen, wobei die
anspruchsvolle Titelpartie sowie drei Nebenrollen neu besetzt sind: Die griechische Mezzosopranistin Mary-Ellen Nesi (Orlando) gilt als eines der vielversprechendsten Talente auf dem Gebiet
der Barockmusik. In der Vergangenheit war sie zu Gast bei den Händel-Festspielen von Göttingen und Halle. Auch die kroatische Mezzosopranistin Renata Prokupic (Bradamante) stellt sich
erstmals dem Frankfurter Opernpublikum vor. Zu ihren jüngsten Engagements gehören u.a. Irene in Händels Tamerlano am Royal Opera House Covent Garden in London. Alle weiteren Sängerinnen haben
ihren Part bereits in der Premierenserie verkörpert. Zu den neubesetzten Herren: Der rumänisch-deutsche Countertenor Valer Barna-Sabadus (Ruggiero) gibt sein Hausdebüt an der Oper Frankfurt.
2009 erfolgte sein Einstand bei den Salzburger Pfingstfestspielen als Adrasto in Jomellis Demofoonte unter der Musikalischen Leitung von Riccardo Muti. Die zweite Neubesetzung bei den Herren
stammt mit Simon Bailey (Astolfo) aus dem Ensemble. Die Musikalische Leitung übernimmt Studienleiter Felice Venanzoni – ein Dirigent, der nicht nur an der Oper Frankfurt mit unterschiedlichen
Barockproduktionen, darunter der Monteverdi-Zyklus im Bockenheimer Depot, beeindruckte.
Weitere Vorstellungen: 19., 27. November, 3., 9. (Oper für Familien, 18.00 Uhr; pro
Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gratis) Dezember 2010 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr
Preise: € 12 bis 77 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4
Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise.
Zur Premiere: Antonio Vivaldi (1678-1741), venezianischer Komponist und Geigenvirtuose, zählt zu den bedeutendsten Größen der
Spätbarockzeit. Bekannt wurde er durch seine Instrumentalwerke, die ihm in ganz Europa Ruhm einbrachten. Mit der Hinwendung zum Musiktheater entstanden zahlreiche Opern, die ihm jedoch – zu
Unrecht – den Anschluss an seine instrumentalen Erfolge verwehrten. Die im November 1727 im Teatro Sant’ Angelo in Venedig uraufgeführte Oper Orlando furioso machte dennoch großen Eindruck.
Der Text stammt von Grazio Braccioli nach dem gleichnamigen Epos von Ludovico Ariosto (1516). Bei der Premiere der Oper Frankfurt handelt es sich um die Frankfurter Erstaufführung.
Zum Inhalt: Orlando ist unglücklich in Angelica verliebt, deren Herz bereits an Medoro vergeben ist. Bei einem Schiffsunglück wird das
Paar getrennt und Angelica strandet auf der Insel der Zauberin Alcina. Auch Orlando gelangt dorthin, und neben ihm findet sich gleichfalls Bradamante auf der Suche nach ihrem Bräutigam
Ruggiero ein. Dieser fällt indes Alcinas Verführungszauber zum Opfer, doch gelingt es Bradamante, den Bann zu lösen. Medoro, der schwer verwundet an Land gespült wird, kann geheilt werden.
Angelica versucht vergeblich, Orlando zu beseitigen, der, nachdem er von Angelicas Vermählung mit Medoro erfährt, dem Wahnsinn verfällt. Rasend vor Wut dringt er in den Tempel Alcinas ein.
Die Zauberinsel verwandelt sich in eine Wüste, Alcinas Macht ist endgültig gebrochen. Verzweifelt versucht sie sich an Orlando zu rächen, wird aber von Bradamante und Ruggiero daran
gehindert. Orlando ist von seinem Wahnsinn geheilt.
Die musikalische Leitung liegt bei Andrea Marcon. Der anerkannte Spezialist für Alte Musik und Gründer des Venice Baroque Orchestra
dirigierte in Frankfurt bereits 2003/04 Händels Ariodante und 2006/07 Cavallis Giasone. David Bösch ist Hausregisseur am Schauspiel Essen. Zu seinen Arbeiten in 2009/10 gehören
Grillparzers Das goldene Vließ am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und Dea Lohers Adam Geist am Wiener Burgtheater. Seine erste Opernregie legte er im Dezember 2009 mit Donizettis L’elisir
d’amore an der Münchner Staatsoper vor. Mit einer raren Altstimme gesegnet ist die Italienerin Sonia Prina (Orlando), was sie für die großen Partien des Barockrepertoires prädestiniert.
Zu Gast an allen großen Opernhäusern gehören zu ihren aktuellen Aufgaben Händels Rinaldo beim Glyndebourne Festival und Händels Orlando am Théâtre des Champs Elysée in Paris. Ihr zur Seite
steht Daniela Pini (Alcina), die sich in Frankfurt bereits 2006/07 mit der Titelpartie von Rossinis La Cenerentola sowie als Polinesso in Händels Ariodante vorstellte. Zukünftige Aufgaben der
Italienerin sind Partien in Mozarts La clemenza di Tito in Bologna und La Cenerentola in Seattle. Mit William Towers (Ruggiero) kehrt ein Countertenor nach Frankfurt zurück, der hier
bereits 2005/06 als Apollo in Brittens Death in Venice und 2006/07 als Ottone in Händels Agrippina erfolgreich war.
Neben Brenda Rae (Angelica) sind auch die übrigen Partien mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
Zur Inszenierung des Theater Bonn:
Premiere: 19. Oktober 08, 18 Uhr, Opernhaus
Musikalische Leitung:
Rubén Dubrovsky Inszenierung: Aurelia Eggers Bühne: Andreas Wilkens Kostüme: Birgitta Lohrer-Horres Choreinstudierung: Sibylle Wagner Licht:
Thomas Roscher Orlando: Mariselle Martinez a.G. Angelica: Anna Virovlansky Alcina: Susanne Blattert Bradamante: Katrin Wundsam a.G. Medoro:
Julia Kamenik / Julia Novika Ruggiero: Terry Wey a.G. Astolfo: Lee Poulis / Martin Tzonev Chor des THEATER BONN, Beethoven Orchester Bonn
Orlando hat sich in
Angelica verliebt und hofft, sie für sich zu gewinnen. Sie aber liebt den Sarazenenfürsten Medoro und als sie sich mit diesem vermählt, verfällt Orlando dem Wahnsinn. Ein Zauberer schickt
Orlando zu Alcinas Zauberinsel. Dort soll er Merlins Urne rauben, um damit Glück in der Liebe zu erlangen. Nach einem Schiffsunglück stranden auch Angelica und Medoro auf Alcinas Insel.
Die Inszenierung übernimmt Aurelia Eggers, die zu den profiliertesten Regisseurinnen der jüngeren Generation zählt. Sie war Assistentin von Peter Mussbach, Ruth Berghaus, Christoph Marthaler,
Nigel Lowery und Calixto Bieito, Oberspielleiterin an der Staatsoper Hannover und inszenierte wiederholt an der Oper Kiel und dem Theater St. Gallen. Gerade im Bereich der Barockoper hat die
Regisseurin mit II GIASONE (Hannover 2002), OTTONE IN VILLA (Kiel 2003) und PLATEE (Kiel 2005) Aufsehen erregt. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählen CARMEN (Kiel 2008) und ARIADNE AUF NAXOS
(Linz 2008). Es dirigiert der Barockspezialist Rüben Dubrovsky, den Orlando singt die bekannte Sopranistin Mariselle Martinez. [© Theater Bonn]
Am 5. Oktober 2008, 11 Uhr, im Opernhaus-Foyer, stellen Regieteam und Solisten die Inszenierung bei einer Matinee dem Publikum vor.
www.theater-bonn.de
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Piero – Ende der Nacht Hörstück für ein Theater der wandernden Gedanken und Klänge
Von: Jens Joneleit (* 1968) Uraufführung:
30. April 2008 (München)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 29. September 08, um 19.30 Uhr im Bockenheimer Depot
Musikalische Leitung: Yuval Zorn Regie: Katharina Thoma
Mitwirkende:
Piero; singende Stimme: Johannes M. Kösters Piero; sprechende Stimme:
Michael Autenrieth Mezzosopran: Niina Keitel
Ensemble Modern, Projektchor der Münchener Biennale (Einstudierung: Andreas Puhani), Experimentalstudio des SWR
Kompositions- und Librettoauftrag der Oper Frankfurt und der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale
Koproduktion: Oper Frankfurt, Münchener Biennale und xperimentalstudio für akustische Kunst e.V., Freiburg Mit freundlicher Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung
Die Produktionen im Bockenheimer Depot werden gefördert durch Aventis Foundation
Das „Hörstück für ein Theater der wandernden Gedanken und Klänge“ unter dem Titel Piero – Ende der
Nacht des 1968 in Offenbach geborenen Jens Joneleit wurde am 30. April 2008 zum Abschluss der 11. Biennale für zeitgenössisches Musiktheater in München uraufgeführt. Nun wird die in
Koproduktion mit der Oper Frankfurt und dem Freiburger Experimentalstudio für akustische Kunst e.V. entstandene Inszenierung mit vier Vorstellungen auch im Bockenheimer Depot zu erleben sein.
Die literarische Vorlage des von Michael Herrschel in freier Adaption eingerichteten Librettos ist der 1960 erschienene Roman Die Rote von Alfred Andersch (1914-1980), der wie die gesamte
Prosa dieses Nachkriegsautors vom Grundmotiv der Flucht des Menschen als existenzielle Notwendigkeit ausgeht. Ohne einer dramatischen Handlung im herkömmlichen Sinne zu folgen, löst Herrschel
die Gedanken des Reusenfischers Piero aus dem Roman heraus und formt sie zu einem inneren Monolog des Alten, der am Ende seines Lebens noch einmal den Hafen vor Venedig verlässt und
hinausfährt aufs Meer, wo er nichts mehr anderes erwartet als den Tod. Ergänzt wird dieser Gedankenfluss durch italienische Originaltexte des Librettisten, die durch die Romanvorlage
inspiriert wurden. Die Produktion verzichtet auf einen klassischen Bühnenraum und lässt das Werk vielmehr auf einem zwischen zwei gegenüberliegenden Zuschauertribünen verlaufenden Steg
spielen. Diese Raumlösung beinhaltet eine unkonventionelle Positionierung des Orchesterapparates unter und hinter den ansteigenden Sitzreihen, was einen einmaligen Raumklang erzeugt und das
Publikum auf suggestive Art und Weise in das Geschehen einbindet. Die Musik wird somit neben der realen Gestalt des Piero zur eigentlichen Hauptdarstellerin. Sie fordert in ihren Extremen die
akustische Konzentration des Publikums ein und erinnert dabei stark an die Kompositionen des Italieners Luigi Nono, der das Ohr als das eigentlich kritische Organ des Menschen
charakterisierte.
Die Süddeutsche Zeitung berichtete nach der von Katharina Thoma inszenierten Uraufführung: „Piero geriet, hervorragend gespielt vom Ensemble Modern unter Yuval Zorn,
zu einem außerordentlich kraftvollen, vielschichtig inspirierten musikalischen Ereignis. Die tragenden Klänge, stille, über weite Strecken an einem hohen Fixton aufgehängte Geflechte mit
eruptiven Entladungen und Anstößen entwickelten die von Joneleit gewünschte Sogwirkung. Man soll von der Musik umhüllt werden, um so die Gedanken schweifen zu lassen.“ Die Titelpartie teilen
sich ein Sänger und ein Sprecher und werden in dieser Uraufführungsproduktion von dem Bariton Johannes M. Kösters und dem Schauspieler Michael Autenrieth verkörpert. Zur Besetzung der
Produktion gehören zudem die Mezzosopranistin Niina Keitel, der Projektchor der Münchener Biennale (Einstudierung: Andreas Puhani) sowie das Experimentalstudio des SWR. Konzeptstark, eruptiv
und eigenwillig – das sind hervorstehende Eigenschaften einer Musik, mit der sich der 1968 in Offenbach am Main geborene Jens Joneleit auf beiden Seiten des Atlantiks einen Namen gemacht hat.
Das Jahr 2008 steht im Zeichen der Uraufführung von drei größeren Werken des Komponisten: So wurde bei der Münchener Biennale 2008 nicht nur sein zweites Musiktheaterwerk Piero, sondern auch
die Komposition Feld für Orchester uraufgeführt. Im Oktober dieses Jahres wird am Jeugdtheater Sonnevanck Enschede seine Kinderoper Schneewittchen erstmals gezeigt – in Koproduktion mit dem
Nationaltheater Mannheim. Unabhängig von ästhetischen Schulen spielt Joneleit mit Raum, Klangfarbe und -geflecht auf höchst erfinderische Weise. Sein Arbeitsfeld ist vielseitig: Neben
Orchester-, Kammermusik- und Vokalwerken entstehen Kompositionen für Musiktheater, Filme oder Hörspiele. Je nach Besetzung und Interpreten versteht er es, jedem Auftragswerk eine individuelle
Grundidee und Sprachform zu geben. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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Pinocchios Abenteuer Oper in zwei Akten
Musik: Jonathan Dove Libretto:
Alasdair Middleton nach Carlo Collodi
Deutschsprachige Erstaufführung: 28. Juni 2008 (Chemnitz, Theater Chemnitz)
Auftragswerk der Opera North, Leeds und Sadler’s Wells, London, Koproduktion der Opera North, Leeds und der Theater Chemnitz
Der englische Komponist Jonathan Dove und sein Landsmann
und Librettist Alasdair Middleton haben die beliebte Pinocchio-Geschichte des italienischen Autors Carlo Collodi ausgesucht, um daraus die Familienoper „The Adventures of Pinocchio“ zu
kreieren. Nach der erfolgreichen Weltpremiere im Dezember 2007 an der Opera North in Leeds wird das Stück nun unter dem Titel „Pinocchios Abenteuer“ in Chemnitz seine deutschsprachige
Erstaufführung erleben.
Zur Produktion der Theater Chemnitz:
Premiere: 28. Juni 08 (Deutschsprachige Erstaufführung)
Musikalische Leitung: David Marlow Inszenierung: Martin Duncan Bühne & Kostüme: Francis O’Connor Choreografie: Nick Winston Chor:
Mary Adelyn Kauffman Lichtdesign: Davy Cunningham
Besetzung: Pinocchio: Inga Lampert Blaue Fee: Judith Kuhn Geppetto: Matthias Winter
Grille / Papagei: Jana Büchner Feuerschlucker / Affenrichter /Großer Grüner Fischersmann /Zirkusdirektor / Bauer: Kouta Räsänen Kater: Philipp Hoferichter
Fuchs / Kutscher: Gerson Luiz Sales Taube / Schnecke: Monika Straube Lampwick / Arlecchino: André Riemer Ausrufer: Andreas Kindschuh Rosaura:
Susanne Thielemann Pantalone / Dr. Eule /Kohlenhändler: Martin Gäbler Dr. Krähe / Maurer: Jürgen Mutze Dr. Käfer: Heidrun Göpfert Trommelmacher:
Thomas Mäthger
Als letzte Premiere der Spielzeit 2007/2008 hat sich die Oper Chemnitz etwas Besonderes für ihr Publikum aufgehoben. Nach der erfolgreichen Weltpremiere der Oper „The
Adventures of Pinocchio“ von Jonathan Dove (Musik) und Alasdair Middleton (Libretto) im Dezember 2007 in Leeds wird das Stück ab dem 28. Juni 2008 nun als Deutschsprachige Erstaufführung in
Chemnitz zu erleben sein. Als Auftragskomposition der Opera North in Leeds und Sadler’s Wells in London schrieb Jonathan Dove eine vielseitige und abwechslungsreiche Musik. Als Koproduktion
zwischen der Opera North in Leeds und der Oper Chemnitz entstand dann die aufwändige Produktion von Martin Duncan (Inszenierung) und Francis O’Connor (Bühne und Kostüme). Während die
britischen Partner sich um die Herstellung der unzähligen fantasievollen Kostüme kümmerten, waren parallel zum eigenen Spielplan die Werkstätten der Theater Chemnitz damit beschäftigt, das
detailreiche, verspielte Bühnenbild herzustellen. Für die erste Aufführungsserie wurde dann alles per Container nach Leeds gebracht, wo alle Einzelteile zu einem großen Ganzen zusammengefügt
wurden. Nach einer Tournee durch mehrere britische Theater (Grand Theatre Leeds, Theatre Royal Nottingham, „The Lowry“ Salford Quays, Grand Opera House Belfast, „Sadler’s Wells“ London und
Theatre Royal Newcastle) sind nun Dekorationen und Kostüme wieder in Chemnitz angekommen.
Pinocchios Abenteuer als Oper für die ganze Familie „Pinocchios Abenteuer“
bietet Unterhaltung für Groß und Klein und kann als Oper für die ganze Familie betrachtet werden. Die verspielte Inszenierung stammt von Martin Duncan, der sie mit den Chemnitzer Künstlern
nun auf deutsch erneut einstudiert. Die fantasievollen Kostüme und das Bühnenbild wurden von Francis O’Connor entworfen, der nicht nur durch raffinierte Klappen und versteckte Türen, sondern
auch durch den Einsatz vieler barocker Theatertricks das Publikum verblüffen wird. Choreograf Nick Winston hat für die vielen Tier-Charaktere im Stück ganz unterschiedliche Bewegungsmuster
entwickelt, um jedem eine individuelle Note zu geben. Die abwechslungsreiche Musik von Jonathan Dove konfrontiert den Hörer keinesfalls mit ganz fremden, neuen und unbekannten Klängen,
vielmehr verschmelzen Musikstile von der Romantik bis zum Musical und zu Minimal Music miteinander und bilden einen Klang, der voller Überraschungen steckt. Von Richard Wagner über Giuseppe
Verdi, Leos Janacek, Benjamin Britten, Carl Orff und Phillip Glass bis hin zu Stephen Sondheim erstreckt sich das musikalische Spektrum (wenn man Vergleiche ziehen wollte), allerdings klingt
alles im ganz eigenen Stil Jonathan Doves. Gemeinsam mit Librettist Alasdair Middleton ist auf diese Weise eine spannende Opern-Geschichte entstanden, die Kinder ebenso fesselt wie
Erwachsene. Die Handlung bleibt dabei viel dichter an Collodi und wird bei allen Fans des Walt Disney- Zeichentrick-Klassikers für Überraschung sorgen, da Disney viele der düsteren Szenen in
seinem Film aus dem Jahre 1940 ausgespart hat und die Geschichte streckenweise extrem verniedlicht hat. Der in der Originalgeschichte vorhandene, teilweise sekundenschnelle Wechsel von
Heiterkeit in düstere Stimmung erzeugt eine Spannung, die auch Middleton und Dove zur Grundlage ihrer Oper gemacht haben, was das Werk zu einem beeindruckenden Ereignis für Groß und Klein
werden lässt. Schließlich muss Pinocchio ja unzählige Abenteuer bestehen und viele Gefahren trotzen, bevor er endlich ein echtes Kind werden kann. Dove hat neben einigen Hauptrollen
(Pinocchio beispielsweise steht fast pausenlos in den gut zweieinhalb Stunden auf der Bühne) eine Vielzahl kleiner Rollen geschrieben, die nahezu das ganze Chemnitzer Opernensemble auf der
Bühne versammeln. Doch auch im Orchestergraben wird es ziemlich eng. Zusätzlich zum großen Sinfonieorchester (mit großem Bläser-Apparat) sind auch zwei Akkordeon-Spieler sowie drei
Schlagzeuger, die eine Vielzahl von Percussion-, Schlag- und Effektinstrumenten bedienen, vorgeschrieben.
Carlo Collodi Als der italienische Schriftsteller und Journalist
Carlo Collodi (1826 – 1890) im Jahre 1880 die ersten kleinen Episoden seiner Fortsetzungsgeschichte über die Holzpuppe Pinocchio in der ersten italienischen Wochenzeitung für Kinder, „Il
Giornale dei Bambini“, unter dem Titel „Le Avventure Di Pinocchio: Storia Di Un Burattino“ („Pinocchios Abenteuer: Geschichte einer Holzpuppe“) veröffentlichte, war der Erfolg seiner
Geschichten noch nicht abzusehen. Nach einer Reihe von Episoden verlor Collodi das Interesse an seinen Geschichten und ließ Pinocchio im letzten Teil einfach von Räubern erhängen. Dies löste
jedoch bei den Lesern eine Welle der Empörung aus, die Collodi dazu bewegte, weitere Episoden zu schreiben.
Das Regieteam:
Martin Duncan (Inszenierung) Geboren in London, erhielt er seine Ausbildung als Stage Manager an der dortigen Academy of Music and Dramatic Art. Er war über 20 Jahre als
Schauspieler für Film, Fernsehen und Theater in ganz England tätig, schrieb zahlreiche Werke für das Schauspiel, komponierte über 50 Schauspielmusiken und war als Chroeograf tätig. Als
Co-Autor entwickelte er gemeinsam mit Matthew Bourne das Szenarium zu dessen Erfolgsproduktion „The Nutcracker“ und war für die Inszenierung der Spielszenen zuständig. Als Leiter des
Nottingham Playhouse (1994-1999) inszenierte er u. a. Werke von Brecht, Beckett, Gogol, Molière und Goldoni, die auf Gastspielreisen in Rumänien, Italien, Frankreich, Deutschland, Irland und
Japan zu sehen waren. Von 2002 bis 2005 war er stellvertretender künstlerischer Leiter des Chichester Festival Theatre. Seine dortige Produktion des Musicals „How To Succeed In Business
Without Really Trying“ erhielt den TMA-Preis in der Kategorie „Bestes Musical“. Engagements als Regisseur führten ihn im Bereich Schauspiel zur Royal Shakespeare Company und an das National
Theatre of Brent, im Bereich Musiktheater seit 1990 u. a. zum Edinburgh Festival („Ariadne auf Naxos“), an die Scottish Opera und das Londoner Royal Opera House, Covent Garden („Die
Zauberflöte“), an das Royal Lyceum Edinburgh („Man of La Mancha“), die Canadian Opera („Albert Herring“), das Market Theatre in Johannesburg („The Blacks“), die D’Oyly Carte Opera („Die
Fledermaus“ / „H.M.S. Pinafore“), die Bayerische Staatsoper in München („Xerxes“ / „La clemenza di Tito“ / „The Rake’s Progress“ / „Die Entführung aus dem Serail“), das Maxim-Gorki-Theater
Berlin („The Comedy of Errors“), die Staatsoper Berlin (Uraufführung von Harrison Birtwhistles „The last Supper“), die Oper Köln („Die Liebe zu den drei Orangen“) sowie an die Opera North in
Leeds („L’heure espagnole“ / „Gianni Schicchi“ / „Orphée aux enfers“ / „La gazza ladra“ / „The Adventures of Pinocchio“ / „A Midsummer Night’s Dream“). Im Dezember 2008 wird seine
Inszenierung der Oper „Adriana’s Fall“ von Elke Heidenreich und Marc-Aurel Floros an der Oper Köln Premiere feiern.
David Marlow (Musikalische Leitung) Der gebürtige Brite
studierte in Detmold und Wien und war von 2003 bis 2007 am Theater Aachen engagiert. Als Kapellmeister und Assistent des GMD dirigierte er u.a. „Lohengrin“, „Otello“, „La Bohème“, „Idomeneo“,
„Die Entführung aus dem Serail“ sowie mehrere Operetten, Musicals und Familienkonzerte. Einen besonderen Schwerpunkt bildet bei ihm die zeitgenössische Musik. Er dirigierte in Aachen Benjamin
Brittens „Peter Grimes“, eine der wichtigsten Opern des 20. Jahrhunderts, und war musikalischer Leiter verschiedener Uraufführungen wie auch Leiter der vielbeachteten Neuproduktion von John
Cages „Europeras“. Als Assistent von Nicholas Kraemer hat er sich darüber hinaus auch intensiv mit Fragen der historischen Aufführungspraxis auseinandergesetzt. Seit Beginn der Spielzeit
2007 / 2008 ist er als 1. Koordinierter Kapellmeister in Chemnitz engagiert. Hier ist er musikalischer Leiter der Operette „Im Weißen Rössl“ und des Musicals „West Side Story“ und dirigierte
außerdem auch mehrere Vorstellungen der Opern „Carmen“, „Hänsel und Gretel“ und „Così fan tutte“ sowie des Balletts „Romeo und Julia“. In seiner freien Zeit widmet er sich intensiv der
Kammermusik und dem Liedgesang und konzertiert als Klavierbegleiter in Deutschland, Belgien, Lettland und Großbritannien.
Francis O’Connor (Bühne und Kostüme) Geboren in
Teeside, erhielt er seine Ausbildung an der Wibledon School of Art. Als Designer arbeitete er für Schauspiel, Musical und Oper in Großbritannien, Europa, Asien, Canada und in den USA. Eine
regelmäßige, intensive Zusammenarbeit mit der Regisseurin Garry Hynes – vor allem bei der von ihr mitbegründeten Druid Theatre Company im irischen Galway – brachte auch mehrere Auszeichnungen
und Preise für verschiedene Projekte, darunter auch „The Beauty Queen of Leanne“, das insgesamt 4 Tony Awards erhielt. Die Folgeproduktion „The Lonesome West“ („Der einsame Westen“) wurde
ebenfalls für den Tony nominiert. Beide Stücke liefen auch in London und am Broadway. Gemeinsam mit Martin Duncan arbeitete er vor allem beim Chichester Festival an Produktionen wie Cole
Porters „Out Of This World“ und „How To Succeed In Business Without Really Trying“. Als Bühnen- und Kostümbildner war er darüber hinaus u. a. am Regent’s Park Open Air Theatre („Romeo and
Juliet“ / „As You Like It“), am Young Vic („Andorra“ / „The Daughter in Law”), am West Yorkshire Playhouse („The Madness of George III“), am Royal National Theatre („The Wonder of Sex” /
„Peer Gynt”), am Abbey Theatre Dublin („The House of Bernarda Alba” / „Iphigenia” / „Big Maggie”) und am Londoner Savoy Theatre („Peter Pan”) tätig. Im Bereich Musiktheater schuf er
Ausstattungen für die Produktionen „Der Vogelhändler“ (Komische Oper Berlin), „La Cava” (Victoria Palace Theatre, London), „Little Shop of Horrors” (Singapore Repertory Theatre), „Der Barbier
von Sevilla” (English Touring Opera), „Maometto II“ (Opéra National du Rhin, Strasbourg), „Fortunio“ und „Iolanthe” (Grange Park Opera), „Manon“ (Opera North Leeds) und „The Pirates of
Penzance“ (Savoy Theatre, London). In den Jahren 1997 und 2000 erhielt er den „Irish Times / ESB Irish Theatre Award“ in der Kategorie „Bester Ausstatter“.
Nick Winston (Choreografie) Nach seiner Ausbildung an der Royal Academy of Dance und am Laine Theatre Arts arbeitete er zunächst als Musicaldarsteller in Produktionen wie „Cats“,
„Chicago“, „Fosse“, „Kiss Me, Kate“, „West Side Story“, „The Boyfriend“ und Disney’s „Die Schöne und das Biest“. Für die letztgenannte Produktion war er in Wien auch als choreografischer
Assistent tätig. Im Jahre 2001 begann er seine Laufbahn als freischaffender Regisseur und Choreograf, die ihn inzwischen in die ganze Welt führte. So war er in dieser Doppelfunktion u. a.
tätig für Produktionen wie „Tomorrow. Morning“ (New End Theatre, London), „The Music of Dirty Dancing“ (England- und Europa-Tournee), „Another Kind of Magic” (Scandinavian Arena Tour), „Ain’t
Misbehavin’” (Harrogate Theatre), „Manhattan Nights” (Tour), „Grease – In Concert” (London) und „Starting Here, Starting Now” (Mountview Theatre). Als Choreograf zeichnet er verantwortlich u.
a. für die Produktionen „Follies“ (Royal & Derngate, Northampton), „Stepping Out“ (Derby Theatre), „Alfie” (Watford Palace), „By Jeeves“ (England-Tournee), „Forbidden City: Portrait of an
Emperess”, „A Twist of Time” und „The Snow Queen” (alle am Esplanade Theatre in Singapur), „Parade” (Edinburgh Festival), „The Thing About Men”, „Dorothy Fields Forever” und „Let Us Fly”
(alle am King’s Head Theatre, London), sowie „Putting It Together”, „Side-by-Side-by-Sondheim”, „The Fantasticks”, „Aladdin”, „Mother Goose” und „Bouncers” (alle am Harrogate Theatre).
Außerdem choreografierte er für die Firma „Redken“ (Astoria London) mehrere Shows für das Unternehmen des Starfriseurs Paul Mitchell (London und Paris) sowie für den „Dubai World
Cup“ (Dubai). Im Winter 2008 wird er gemeinsam mit Martin Duncan an der Oper „Adriana’s Fall“ (Heidenreich/Floros) für die Oper Köln arbeiten.
Davy Cunningham (Lichtdesign)
Geboren in Schottland, studierte er zunächst Philosophie an der Stirling University. Als Lichtdesigner hat er weltweit für über 200 Opern- und Schauspielproduktionen gearbeitet und
ist Preisträger der Bohuslav Martinuů-Gesellschaft in der Tschechischen Republik. Im Bereich Schauspiel arbeitete er für zahlreiche Produktionen im Londoner West End („Ivanov“ / „Much
Ado About Nothing“), für die Royal Shakespeare Company („The Taming of the Shrew“), für das National Theatre, das Old Vic, für The Abbey und The Gate in Dublin und für The Druid in Galway. Im
Bereich Musiktheater war er als Lichtdesigner u. a. am Londoner Royal Opera House, Covent Garden, London („Greek Passion“), an der English National Opera („Manon Lescaut“ / „Nabucco“ / „A
Midsummer Night’s Dream“), an der Bayerischen Staatsoper in München („Die Ausflüge des Herrn Broucek“ / „Katja Kabanova“ / „Faust“ / „I puritani“), an der Staatsoper Berlin („Don Carlos“), an
der Metropolitan Opera in New York („Roméo et Juliette“ / „Macbeth“), an der Oper Leipzig („Les Troyens“ / „Fidelio“ / „Der Freischütz“), am Aalto Musiktheater Essen („Wozzeck“ / „La
Fanciulla del West“ / „Cavalleria rusticana – I Pagliacci“), an der Nederlandse Opera („Norma“ / „L’Elisir d’Amore“), bei den Bregenzer Festspielen („Tosca“ / „Greek Passion“ / „Fidelio“ /
„Der fliegende Holländer“ / „Nabucco“), am Théâtre La Monnaîe in Bruxelles („Lady Macbeth“ / „La Cenerentola“ / „Turn of the Screw“), beim Istanbul International Music Festival im Topkapi
Museum („Die Entführung aus dem Serail“), an der Oper Monte Carlo („Der Rosenkavalier“), an der Opéra National de Paris („Manon Lescaut“) sowie in Antwerpen, Barcelona, Basel, Belgrad,
Bologna, Bruxelles, Frankfurt, Göteborg, Hamburg, Kopenhagen, Lausanne, Los Angeles, Lyon, Mannheim, Montpellier, Nancy, Oslo, Sydney und Wien tätig. [© Theater Chemnitz]
www.theater-chemnitz.de
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Proserpina Oper in einem Akt von Joseph Martin Kraus (1756 - 1792)
Libretto:
Johan Henrik Kellgren nach einer Skizze Gustavs III. von Schweden Deutsch: Johannes Weigand
Zur Inszenierung am Staatstheater Mainz:
Premiere: Samstag 20. Mai 2006, 20 Uhr, Kleines Haus
Koproduktion mit den Schwetzinger Festspielen und den Wuppertaler Bühnen Mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz
Musikalische Leitung: Michael Millard Inszenierung: Georges Delnon Bühne und Kostüme: Georges Delnon und Marie-Therese Jossen Choreinstudierung:
Sebastian Hernandez-Laverny
Mit: Alexandra Coku, Johanna Stojkovic, Silvia Weiss, Nikolay Borchev, Johannes Chum, Thomas Jakobs, Thomas Laske.
Chor und Statisterie des Staatstheaters Mainz, Philharmonisches Staatsorchester Mainz.
Die Nymphe Cyane liebt Atis, doch der hat nur Augen für die schöne Proserpina. Kein Wunder,
denn die Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Ceres ist sogar dem Gott der Unterwelt, Pluto, einen Besuch auf Erden wert. Kurzerhand und mit Hilfe der rachsüchtigen Cyane entführt er sie, doch
Atis ist über ihren Verlust so verzweifelt, dass er sich in den Ätna stürzt. Pluto hält sein Versprechen und lässt Atis ins Leben und zu Cyane zurückkehren, während die zornige Ceres
Göttervater Jupiter vorwirft, sich zu wenig um seine Tochter Proserpina gekümmert zu haben. Jupiter trifft einen weisen Entschluss: Pluto soll Proserpina nur zur Frau nehmen, wenn er bereit
ist, sie halbjährlich in die Welt und zu ihrer Mutter Ceres zu entlassen.
Das Jahr 2006 ist nicht nur ein allerorts gefeiertes Mozartjahr, sondern auch das Jubiläumsjahr von Joseph
Martin Kraus, den man mit seinen fast identischen Lebensdaten auch den „Odenwälder Mozart" nennt. 1756 in Miltenberg am Main geboren, aufgewachsen in Buchen, musikalisch erzogen in
Mannheim, starb er am 15. Dezember 1792 in Stockholm an der Schwindsucht. Kraus war der gefeierte Hofkapellmeister von König Gustav III. in Stockholm und als Dirigent maßgeblich am Ruf der
Stockholmer Oper als eine der hervorragendsten Opernbühnen Europas beteiligt. Seine Oper „Proserpina" wurde 1781 uraufgeführt und war gewissermaßen Kraus' Aufnahmeprüfung für sein
Engagement am schwedischen Hof.
Mit „Proserpina" inszeniert der scheidende Intendant Georges Delnon seine letzte Oper in Mainz, bevor er im Sommer 2006 als Direktor an das Theater
Basel wechselt. [Text: Staatstheater Mainz]
Kostprobe Proserpina: Univ.-Prof. Dr. Reinhard Wiesend, Präsident der Internationalen Joseph Martin
Kraus-Gesellschaft und Leiter des Musikwissenschaftlichen Instituts der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hält einen Vortrag über das Werk. Anschließend besteht die Möglichkeit, eine Probe
zu besuchen. 10. Mai 2006, 20 Uhr, Großes Haus Der Eintritt ist frei, Einlasskarten sind notwendig und an der Theaterkasse erhältlich.
www.staatstheater-mainz.de
Informationen zum Kraus Gedenkjahr 2006 unter: Internationale Joseph Martin Kraus Gesellschaft (externe Links)
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The Rape of Lucretia („Die Schändung der Lucretia“) Oper in zwei Akten
Musik: Benjamin Britten Text:
Ronald Frederick Henry Duncan (nach der Tragödie Le Viol de Lucrèce (1931) von André Obey) Uraufführung: 12. Juli 1946 (Glyndebourne, Mr. and Mrs John Christie's Opera House)
Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:
Premiere: 15. Oktober 11 (Kleines Haus)
Musikalische Leitung: Clemens Heil Inszenierung: Freo Majer Bühne: Raimund O. Voigt Kostüme: Nicole von Graevenitz Dramaturgie: Barbara Gräb
Male Chorus: Alexander Kröner Female Chorus: Tatjana Charalgina/Saem You
Besetzung:
Collatinus: José Gallisa Lucretia: Sanja Anastasia
Tarquinius: Patrick Pobeschin Junius: Richard Logiewa Bianca: Katja Ladentin/Julia Ostertag Lucia: Alexandra Samouilidou/Radoslava Vorgic
Besprechung auf kulturfreak.de
The Rape of Lucretia Staatstheater Mainz Lucretia (Sanja Anastasia), Tarquinius (Patrick Pobeschin) © Martina Pipprich
Clemens Heil studierte Klavier und Dirigieren an den Hochschulen Stuttgart und Freiburg. Erste Engagements führten ihn an die Staatsopern Stuttgart und Hannover. Seit 2004 ist
er als Kapellmeister und Solorepetitor am Staatstheater Mainz engagiert, wo er zahlreiche Repertoirevorstellungen dirigierte. In der Saison 2006/07 war er Assistent von Simone
Young bei der deutschen Erstaufführung von Henzes Oper „L’Upupa“ an der Hamburgischen Staatsoper, 2007/08 Dirigent der Internationalen Ensemble Modern Akademie
Frankfurt. Er ist Gastdirigent des Ensemble Modern, mit dem er u. a. als Einspringer für den unerwartet verstorbenen Mauricio Kagel in zwei Konzerten mit Werken des
Komponisten in der Alten Oper Frankfurt als Dirigent zu erleben war. Darüber hinaus ist er als Pianist, Kammermusikpartner und Liedbegleiter aktiv. Am Staatstheater Mainz hatte
er u. a. die musikalische Leitung von Scarlattis szenisch aufgeführtem Oratorium „La Giuditta“, der Uraufführung „Die versunkene Stadt“ von Violeta Dinescu, der szenischen
Erstaufführung von Riehms „Schrecklich-gewaltigen Kindern“ sowie zuletzt von Sciarrinos „Macbeth“ inne. 2010 gab er sein Debüt bei der Jungen Deutschen Philharmonie.
Kommende Engagements führen ihn u. a. zur Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.
Freo Majer, geboren in Heidelberg, studierte nach dem Abitur Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der FU Berlin und arbeitete als Dramaturg für verschiedene
freie Opernproduktionen und Orchester. Sein Regiestudium absolvierte er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Er war Assistent bei Ruth Berghaus und arbeitete
als Regieassistent am Bremer Theater u. a. mit Christof Loy, Alfred Kirchner, Konstanze Lauterbach und Hans Kresnik. Eigene Inszenierungen führten ihn u. a. zum Kurt-Weill
-Fest Dessau, an das Staatstheater Kassel, das Bremer Theater, die Oper Kiel, das Theater Heidelberg, die Oper Halle, das Theater Augsburg, das Staatstheater Oldenburg und
das Luzerner Theater. In dieser Spielzeit inszeniert Freo Majer "The Rape Of Lucretia". [© Staatstheater Mainz]
www.staatstheater-mainz.de
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 16. März 08 (Bockenheimer Depot)
Musikalische Leitung:
Maurizio Barbacini Inszenierung: Dale Duesing Bühnenbild: Boris Kudlička Kostüme: Nicky Shaw Dramaturgie: Norbert Abels Licht:
Olaf Winter
Male Chorus: Peter Marsh Female Chorus: Anja Fidelia Ulrich Collatinus: Simon Bailey Junius: Andrew Ashwin Prince Tarquinius:
Nathaniel Webster Lucretia: Claudia Manke Bianca: Arlene Rolph Lucia: Krenare Gashi
Frankfurter Museumsorchester
Mit freundlicher Unterstützung der Credit Suisse / Gefördert von der Aventis Foundation
Besprechung auf kulturfreak.de
The Rape of Lucretia Oper Frankfurt
Female Chorus (Anja Fidelia Ulrich), Lucia (Krenare Gashi), Lucretia (Claudia Mahnke) und Bianca (Arlene Rolph) Foto: Barbara Aumüller
Nach der für großes Orchester und Ensemble konzipierten Oper Peter Grimes (1945) legte der britische Komponist Benjamin Britten (1913-1976) seine dritte Arbeit für das
Musiktheater mit der Kammeroper The Rape of Lucretia vor, die am 12. Juli 1946 im Festspielhaus von Glyndebourne uraufgeführt wurde. Der berühmten Altistin Kathleen Ferrier
gewidmet, bemühte sich Britten in diesem Werk, die Vielfalt des britischen Opernschaffens zu repräsentieren. Der englische Barockkomponist Henry Purcell (um 1659-1695) und
dessen Oper Dido and Aeneas (1689) dienten ihm hierbei als Vorbild. Britten lässt den Ablauf der Handlung durch einen weiblichen sowie einen männlichen Erzähler aus einer
christlichen Perspektive kommentieren und steuern, was im Gegensatz zu der heidnisch geprägten Geschichte steht. Wegen dieses scheinbaren Widerspruchs wurde der
Komponist oft von seinem Publikum kritisiert.
Das Libretto von Ronald Duncan (1914-1982) greift auf die Tragödie Le Viol de Lucrèce (1931) von André Obey zurück: Rom, 500 v. Chr.; Prinz Tarquinius, Sohn des
etruskischen Tyrannen Tarquinius Superbus, erörtert mit seinen Generälen Collatinus und Junius die Untreue der römischen Frauen. Einzig Lucretia, die Gattin des Collatinus, gilt
als Ausbund an Tugend. Um ihre Standhaftigkeit auf die Probe zu stellen, nähert sich ihr Tarquinius unter einem Vorwand und vergewaltigt sie in ihrem eigenen Haus. Die so
gedemütigte Lucretia sieht keinen anderen Ausweg und ersticht sich vor den Augen ihres inzwischen heimgekehrten Gatten. Beide Erzähler verweisen auf die Erlösung Christi durch das Kreuz.
Die musikalische Leitung dieser Neuproduktion liegt bei dem international tätigen Maurizio Barbacini, der kürzlich mit Rossinis Il turco in Italia an der Bayerischen Staatsoper in
München gastierte. In Frankfurt stellte er sich bereits mit Puccinis Manon Lescaut, Donizettis L’elisir d’amore und Rossinis Il viaggio a Reims vor. Die zuletzt genannte Produktion
war gleichzeitig die erste Frankfurter Regiearbeit des renommierten amerikanischen Baritons Dale Duesing, der auch für diese aktuelle Neuinszenierung verantwortlich zeichnet.
2007 feierte er einen großen Erfolg als Alberich in Wagners Der Ring des Nibelungen unter Sir Simon Rattle bei den Festivals von Aix-en-Provence und Salzburg. Angeführt von
Claudia Mahnke (Lucretia) sind aus dem Ensemble Peter Marsh (Male Chorus), Nathaniel Webster (Prince Tarquinius) und Simon Bailey (Collantinus) besetzt. Die deutsche
Sopranistin Anja Fidelia Ulrich (Female Chorus) wurde an der Würzburger Musikhochschule ausgebildet und sang an der Oper Frankfurt bisher kleinere Partien in Strauss’ Elektra
, Zemlinskys Der Zwerg, Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria und L’Orfeo sowie Barbarina in Mozarts Le nozze di Figaro. Weitere Gäste sind Andrew Ashwin (Junius),
Arlene Rolph (Bianca) und Krenare Gashi (Lucia). [© Oper Frankfurt]
Preise: € 15 bis 50 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.
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Il Ritorno d´Ulisse in Patria (Die Rückkehr des Odysseus ins Vaterland)
Oper in drei Akten mit Prolog
Von:
Claudio Monteverdi Text: Giacomo Badoaro (nach Homers Odyssee)
Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:
Premiere: 23. Juni 07 (im Bockenheimer Depot) Weitere Vorstellungen:
25., 27., 30. Juni, 2., 4., 6., 8. Juli 2007
Musikalische Leitung: Paolo Carignani / Felice Venanzoni (30. Juni, 6., 8. Juli 2007) Inszenierung:
David Hermann Bühnenbild und Kostüme: Christof Hetzer Dramaturgie: Zsolt Horpácsy Licht: Jürgen Koß
Besetzung: Penelope: Christine Rice
Telemaco: Peter Marsh Ulisse: Kresimir Spicer Amore / Melanto: Katharina Magiera Antinoo / Tempo / Nettuno: Magnus Baldvinsson Giove / Anfinomo:
Christian Dietz Fortuna / Ericlea: Jenny Carlstedt Minerva: Anja Fidelia Ulrich Eurimaco: Robert Gardiner Pisandro: Dimitry Egorov Eumete:
Jussi Myllys Iro: Danilo Tepša
Statisterie der Oper Frankfurt; Mitglieder des Frankfurter Museumsorchesters und Gäste mit historischer Spielweise
Gefördert von der Aventis Foundation
Mit L’Orfeo von Claudio Monteverdi (1567-1643) eröffnete die Oper Frankfurt 2004/05 im Bockenheimer Depot einen dreiteiligen Zyklus mit Werken des
Italieners, der – in Nachfolge des Künstlerkreises „Florentiner Camerata“ – als einer der ersten Opernkomponisten der Musikgeschichte gilt. In der Spielzeit 2005/06 wurde die Reihe mit
Combattimenti fortgeführt. Publikum und Presse zeigten sich begeistert. Karten für Vorstellungen dieser Produktionen waren sehr gefragt und die überwiegende Zahl der Abende ausverkauft. Ein
Kritiker konstatierte begeistert: „Monteverdis L’Orfeo ist unbeschadet im Rockzeitalter angelangt.“ Die Combattimenti empfand ein anderer Rezensent „herrlich bizarr und keineswegs albern.
Eigentlich ein Wunder.“ Nun wird der Zyklus in der laufenden Spielzeit mit Il ritorno d’Ulisse in patria abgeschlossen.
Die musikalische Leitung übernimmt auch diesmal Frankfurts
Generalmusikdirektor Paolo Carignani, alternierend mit Studienleiter Felice Venanzoni. Die szenische Umsetzung liegt wieder bei dem jungen Regisseur David Hermann, einem Schüler von Hans
Neuenfels, und seinem Ausstatter Christof Hetzer, deren Mannheimer Inszenierung von Mozarts Ascanio in Alba 2006 bei den Salzburger Festspielen im Rahmen der Feierlichkeiten zu Mozarts 250.
Geburtstag gezeigt wurde.
Zum Inhalt des Ulisse: Nach Beendigung des trojanischen Krieges und einer jahrelangen Irrfahrt durch mediterrane Gefilde ist es Odysseus (italienisch: Ulisse)
endlich vergönnt, auf seine Heimatinsel Ithaka zurückzukehren. Um nicht sofort von seinen Rivalen, die den Thron und seine treue Gemahlin Penelope belagern, getötet zu werden, schleicht er
sich unbemerkt in den Palast und gewinnt mit Hilfe der Göttin Minerva sowohl die geliebte Gattin als auch seine Macht zurück.
Der kroatische Tenor Kresimir Spicer gastierte im
vergangenen Jahr als Mozarts Titus an der Oper Frankfurt. Monteverdis Ulisse führte den Sänger bereits nach Berlin, Wien, London und New York. Die englische Mezzosopranistin Christine Rice
(Penelope) gibt in dieser Produktion ihr Frankfurt-Debüt. Zudem gastiert sie regelmäßig am Royal Opera House Covent Garden London, am Teatro Real Madrid und an der Bayerischen Staatsoper
München. Angeführt von Peter Marsh als Telemaco sind alle übrigen Partien mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt und weiteren Gästen besetzt. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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