Oper: Il Trittico
 

Il Trittico (Das Triptychon) = die drei einaktigen Kurzopern:
- Il Tabarro
(Der Mantel)
- Sour Angelica (Schwester Angelica)
- Gianni Schicchi

Von:
Giacomo Puccini

Librettos:
- Il Tabarro: Giuseppe Adami
- Sour Angelica: Giovacchino Forzano
- Gianni Schicchi: Giovacchino Forzano

Uraufführung: 14. Dezember 1918 (New York, Metropolitan Opera)

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
13. Januar 08
Wiederaufnahme: 4. April 09

Musikalische Leitung: Nicola Luisotti / Yuval Zorn (14., 22. Februar 2008)
Inszenierung: Claus Guth
Bühnenbild: Christian Schmidt
Kostüme: Anna Sofie Tuma
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht: Olaf Winter
Chor: Alessandro Zuppardo
Kinderchor: Apostolos Kallos

Il tabarro
Michele: Željko Lučić / Anooshah Golesorkhi
Luigi: Carlo Ventre / Frank van Aken (14., 22. Februar 2007) / Frank van Aken
Tinca: Hans-Jürgen Lazar / Hans-Jürgen Lazar
Talpa: Carlos Krause / Carlos Krause
Giorgetta: Elza van den Heeve / Oksana Dyka
Frugola: Julia Juon / Julia Juon
Liederverkäufer: Daniel Behle / Daniel Behle

Suor Angelica 
Suor Angelica: Angelina Ruzzafante / Danielle Halbwachs  / Juanita Lascarro
La zia principessa, Fürstin: Julia Juon /
Julia Juon
La badessa, Äbtissin: June Card / Margit Neubauer
La suora zelatrice: Claudia Manke / Jenny Carlstedt
Suor Genovieffa: Sylvia Hamvasi / Angelina Ruzzafante / Brenda Rae

Gianni Schicchi:
Gianni Schicchi: Željko Lučić / Donato di Stefano
Lauretta: Juanita Lascarro / Britta Stallmeister
Zita: Julia Juon / Julia Juon
Rinuccio: Massimilian Pisapia / Daniel Behle / Jussi Myllys (18., 26. April, 2., 6. Mai 2009)
Gherardo: Daniel Behle /
Chad Graham
Nella: Angelina Ruzzafante / Brenda Rae
Gherardino: Jimmy Mosebach / Jemmy Mosebach
Betto di Signa: Franz Mayer / Franz Mayer
Simone: Carlos Krause / Carlos Krause
Marco: Nathaniel Webster / Sungkon Kim
Ciesca: Claudia Manke / Jenny Carlstedt
Notaio: Dietrich Volle / Dietrich Volle

grün = Wiederaufnahme April 09


Besprechung auf kulturfreak.de
Besprechung der Wiederaufnahme auf kulturfreak.de

Die Inszenierung der unter dem Titel Il trittico zusammengefassten drei Einakter von Giacomo Puccini (1858-1924) aus der Spielzeit 2007/08 stammt von Claus Guth und war einer der großen Publikumserfolge dieser Saison. Die Presse rühmte nach der Premiere am 13. Januar 2007 die „hinreißende Theatralität“ der Produktion und sprach wieder einmal vom „Frankfurter Musiktheater-Glück“.

Zum Inhalt: Il tabarro (Der Mantel) erzählt die Dreiecksgeschichte zwischen der jungen Giorgetta, deren älterem Ehemann Michele – dem Kapitän eines Schleppkahns – und dessen Nebenbuhler Luigi, welche für diesen tödlich endet. Suor Angelica (Schwester Angelica) ist in einem Kloster angesiedelt. Die Heldin nahm einst auf Druck ihrer adeligen Familie nach der Geburt ihres unehelichen Kindes den Schleier und muss nun durch ihre hartherzige Tante erfahren, dass ihr Sohn bereits vor Jahren verstorben ist. Daraufhin begeht die verzweifelte Angelica Selbstmord. Heiter verläuft die Geschichte des florentinischen Schlitzohres Gianni Schicchi, der von der raffgierigen Familie Donati angeheuert wird, um das Erbe des kürzlich verstorbenen Buoso zu sichern. Durch einen Trick gelingt es ihm, sowohl das Vermögen des Alten an sich zu bringen als auch das Liebesglück seiner Tochter Lauretta zu sichern.

Im Zuge der ersten Wiederaufnahme dieser Produktion sind zahlreiche Umbesetzungen zu vermelden: Anooshah Golesorkhi, international gefragter Amerikaner mit persischen Wurzeln, legt als Michele in Il tabarro sein Hausdebüt vor. An seiner Seite ist – gleichfalls erstmals in Frankfurt – die junge ukrainische Sopranistin Oksana Dyka als Giorgetta zu erleben. Aus dem Ensemble gibt Juanita Lascarro ihr Rollendebüt als Suor Angelica, und in Gianni Schicchi präsentieren sich erstmals Britta Stallmeister (Lauretta) und Daniel Behle (Rinuccio), der zuletzt Genannte alternierend mit Jussi Myllys. In der Titelpartie dieses dritten Teils des Triptychons gastiert der Italiener Donato di Stefano nach Auftritten als Bartolo in Rossinis Il barbiere di Siviglia 2003 erneut an der Oper Frankfurt. Abgesehen von der Neubesetzung einiger mittlerer und kleinerer Partien führt Julia Juon – als Frugola, La zia principessa und Zita in allen drei Teilen vertreten – die Riege der mit der Produktion bereits vertrauten Sängerinnen und Sänger an. Am Pult steht mit Yuval Zorn einer der drei Frankfurter Kapellmeister, der bereits Repertoirevorstellungen der Inszenierung dirigiert hat.

Preise: € 11 bis 77 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter
www.oper-frankfurt.de erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise, die Premiere ausgenommen.

Zur Inszenierung der Deutschen Oper Berlin:

Premiere. Sonntag, 8. Januar 06
Weitere Vorstellungen. 12., 16., 20., 29. Jan. & 1. Feb. 06 (im Rahmen der
Puccini-Festwochen 06)

Musikalische Leitung: Stefano Ranzani
Inszenierung: Katharina Wagner
Bühne: Kostüme Alexander Dodge
Dramaturgie: Robert Sollich
Chöre: Ulrich Paetzholdt


Katharina Wagner, 1978 in Bayreuth geboren, hat an der Freien Universität Berlin Theaterwissenschaften studiert und lebt in Berlin. Neben dem Studium absolvierte sie zahlreiche Regieassistenzen unter anderem bei Keith Warner sowie bei Harry Kupfer an der Staatsoper Unter den Linden und am New National Theatre Tokio. Zu ihren Inszenierungen zählen DER FLIEGENDE HOLLÄNDER in Würzburg [2002], LOHENGRIN in Budapest [2004] sowie DER WAFFENSCHMIED am Staatstheater am Gärtnerplatz München [2005]. Mit der Inszenierung von Giacomo Puccinis IL TRITTICO gab Katharina Wagner ihr Berlin-Debüt.

Fast 20 Jahre lang verfolgte Puccini seinen Plan, drei voneinander unabhängige Kurzopern zu einem Triptychon zusammenzufassen und an einem Abend aufzuführen. Zur Eröffnung der Puccini-Festwochen 2006 präsentiert die Deutsche Oper Berlin am Sonntag, 8. Januar 06, 18.00 Uhr, eine Neuinszenierung des selten gespielten Einakter- Zyklus’ IL TRITTICO in der Regie Katharina Wagners. Die musikalische Leitung hat Stefano Ranzani.

»Während des Arbeitsprozesses haben wir schnell gemerkt, dass die drei provozierend unterschiedlichen Stücke – jeder Einakter erzählt ja eine von den anderen Teilen des Triptychons völlig unabhängige Kurzgeschichte – durchaus auch gewisse Gemeinsamkeiten aufweisen. In allen Stücken geht es beispielsweise um unterschiedliche Formen der Gläubigkeit: Steht bei SUOR ANGELICA die absolute Gläubigkeit mit all den darin verborgenen Konsequenzen im Mittelpunkt, geht es bei GIANNI SCHICCHI um eine vorgetäuschte Gläubigkeit, um Schein-Heiligkeit. Bei IL TABARRO wiederum ist der gänzlich fehlende Glaube der eigentliche Auslöser der Konflikte.« KATHARINA WAGNER

Die drei Kurzopern überzeugen aber auch durch ihre auf die Spitze getriebene äußerste Verdichtung: SUOR ANGELICA, die tragische Geschichte einer Nonne, die meisterhafte Komödie GIANNI SCHICCHI, in deren Mittelpunkt eine Episode aus Dantes Inferno steht, sowie IL TABARRO, ein sozialkritisches Drama im Milieu der Pariser Seine-Schiffer.
Ganz bewusst hat sich das Regieteam dazu entschlossen, die gängige Reihenfolge zu verändern und mit SUOR ANGELICA zu beginnen, gefolgt von GIANNI SCHICCHI und IL TABARRO.
»Gleich zu Beginn der Arbeit kamen wir relativ spontan auf diese Reihenfolge. Die tiefergehende Beschäftigung mit den drei Stücken bestärkte uns dann nur in diesem Entschluss. SUOR ANGELICA ist vom Stoff und der Anlage als Erlösungsoper ganz am Ende des 19. Jahrhunderts verankert. Die Problematik von IL TABARRO ist eine heutige. Dazwischen bewegt sich die Komödie GIANNI SCHICCHI. Im Grunde handelt es sich also um eine chronologische Anordnung der drei Opern.« KATHARINA WAGNER [Texte: Deutsche Oper Berlin]


Besetzungen:

SUOR ANGELICA

Suor Angelica:
Cristina Gallardo-Domas
La Zia Principessa: Marina Prudenskaja
La Badessa: Ute Walther
La Suora Zelatrice: Ulrike Helzel
La Maestra delle Novizie: Ceri Williams
Suor Genovieffa: Melissa Shippen
Suor Osmina: Fionnuala McCarthy
Suor Dolcina: Lucy Peacock
La Suora infermiera: Cheri Rose Katz
Le Cercatrici: Tina Scherer, Marianne Doren-Goedhart
La Novizie: Stephanie Weiss
Le Converse: Irene Maas, Saskia Klumpp

GIANNI SCHICCHI

Gianni Schicchi:
Alberto Rinaldi
Lauretta: Fionnuala McCarthy
Zita: Marina Prudenskaja
Rinuccio: Kenneth Tarver/Felipe Rojas Velozo
Gherardo: Clemens Bieber
Nella: Melissa Shippen
Gherardino: Schöneberger Sängerknabe
Betto di Signa: Harold Wilson
Simone: Piér Dalàs
Marco: Bernd Valentin
Ciesca: Cheri Rose Katz/Ceri Williams
Maestro Spinelloccio: Tadeusz Milewski
Amantio di Nicolao: Hyung-Wook Lee
Pivellino: Imma Nague Jun
Guccio: Miomir Nikolić

IL TABARRO

Michele:
Paolo Gavanelli
Luigi: Vincenzo La Scola
Der Stockfisch: Jörg Schörner
Der Maulwurf: Harold Wilson
Giorgetta: Chiara Taigi
Frugola: Cheri Rose Katz/Ceri Williams
Ein Liedverkäufer: Yosep Kang
Ein Liebespaar: Angelika Nolte, Olli Juhani Rantaseppä
Das Sopranstimmchen: Andrea Schwwarzbach
Das Tenorstimmchen: Yosep Kang                          
   www.deutscheoperberlin.de (externer Link)

Zur Inszenierung des Staatstheater Mainz:

Premiere:
18. September 05
Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt
Inszenierung: Anouk Nicklisch
Bühnenbild: Roland Aeschlimann
Kostüme: Anouk Nicklisch
Choreinstudierung: Sebastian Hernandez-Laverny
Dramaturgie: Jón Philipp von Linden
Licht: Ernst Schießl

IL TABARRO

Michele: 
GKarsten Mewes
Luigi: Alexander Spemann
Tinca: Ks. Jürgen Rust
Talpa: Tobias Schabel
Giorgetta: Elizabeth Hagedorn
Frugola: Patricia Roach
Ein Liedverkäufer: John Carlo Pierce
Ein Liebespaar/Zwei Stimmen: AJanice Creswell / John Carlo Pierce

SUOR ANGELICA

Suor Angelica:
Kerrie Sheppard
La Zia Principessa: Edith Fuhr
La Badessa, La Maestra delle Novizie: Patricia Roach
La Suora Zelatrice: Elizabeth Hagedorn
Suor Genovieffa: Janice Creswell
Suor Osmina, La Suora infermiera: Sarah Kuffner / Susanne Thomas
Suor Dolcina: Danaila Dimitrowa / Irina Sokolovskij
La prima Cercatrice, La prima Conversa, Novizia: TJasmin Etezadzadeh / Mareen Knoth
La seconda Cercatrice, La seconda Conversa: SKatja Bördner / Jung-Yi Oh
Sour Lucilla: Elisabeth Stradalski

GIANNI SCHICCHI

Gianni Schicchi:
Karsten Mewes
Lauretta: Janice Creswell
Zita:
Edith Fuhr
Rinuccio: John Carlo Pierce
Gherardo: Ks. Jürgen Rust
Nella: Kerrie Sheppard
Gherardino: SKonrad König / Sebastian Hartmann / Carlo Löhr
Betto di Signa: Hans-Otto Weiß
Simon: Tobias Schabel
Marco: Richard Morrison
Ciesca: Patricia Roach
Maestro Spinelloccio: Patrick Hörner
Amantio di Nicolao: Jens Pokora
Pinellino: Ion Grigorescu
Guccio: Miljan Milovic
Seele des Buoso Donati: Peter Knieser
Höllenvogel: Karolina Walkowicz

(Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge)

Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Mainz
Chor des Staatstheaters Mainz
Statisterie des Staatstheaters Mainz (Ltg. Dieter Rößler)                    
www.staatstheater-mainz.de (externer Link)
 

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