Oper: Die Frau ohne Schatten
 

Die Frau ohne Schatten

Oper von:
Richard Strauss
Text von: Hugo von Hofmannsthal

Uraufführung: 10. Oktober 1919, Staatsoper Wien

Zur Inszenierung der Oper Zürich:

Premiere:
13. Dezember 09

Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst
Inszenierung: David Pountney
Bühnenbild: Robert Israel
Kostüme: Marie-Jeanne Lecca
Lichtgestaltung: Jürgen Hoffmann
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Choreografie: Beate Vollack


Besetzung:

Kaiserin:
Emily Magee
Kaiser: Roberto Saccà
Amme: Birgit Remmert
Der Geisterbote: Reinhard Mayr
Barak, der Färber: Michael Volle
Sein Weib: Janice Baird
Der Bucklige: Martin Zysset
Der Einäugige: Valeriy Murga
Der Einarmige: Andreas Hörl
Erscheinung des Jünglings: Peter Sonn
Ein Hüter der Schwelle des Tempels: Sandra Trattnigg
Die Stimme des Falken: Sandra Trattnigg
Eine Stimme von oben: Wiebke Lehmkuhl
Stimmen der ungeborenen Kinder: Sen Guo, Rebeca Olvera, Irène Friedli, Anja Schlosser, Wiebke Lehmkuhl
Stimmen der Wächter der Stadt:  Gabriel Bermúdez, Kresimir Strazanac, Tomasz Slawinski

Franz Welser-Möst ~ Musikalische Leitung «Die Frau ohne Schatten»
Franz Welser-Möst ist Music Director des Cleveland Orchestra. Im September 2002 begann eine zunächst auf fünf Jahre festgelegte Zusammenarbeit mit dem Orchester. Schon neun Monate später wurde der Vertrag bis zur Saison 2011/12 und unlängst bis 2018, dem Jahr des 100-jährigen Orchesterjubiläums, verlängert. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Franz Welser-Möst und sein Orchester mit der New Yorker Carnegie Hall, dem Wiener Musikverein sowie dem Lucerne Festival in Form von regelmässigen Residenzen. Im Januar 2007 kam eine neue, für zehn Jahre geplante Residenz im neuen Performing Arts Centre in Miami hinzu. Im Juni 2007 wurde Franz Welser-Möst zum designierten Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper berufen – eine Position, die er mit Beginn der Saison 2010/11 antreten wird. Nach begeistert gefeierten Aufführungen von Wagners «Tristan und Isolde» leitet er gegenwärtig eine Neuproduktion des «Ring des Nibelungen». Eine lange und fruchtbare Zusammenarbeit verbindet Franz Welser-Möst mit dem Opernhaus Zürich. Von 1995 bis 2002 war er Chefdirigent, die folgenden drei Jahre Principal Conductor und von 2005 bis 2008 Generalmusikdirektor. In dieser Zeit hat Franz Welser-Möst mehr als 50 Premieren am Opernhaus Zürich dirigiert, von denen viele auch auf DVD bei EMI Classics erschienen sind. Mit dem Orchester des Opernhauses Zürich gastierte er in London, Paris und Tokio. Nach seinem Debüt beim London Philharmonic Orchestra 1986 war Franz Welser-Möst dem Orchester von 1990 bis 1996 als Musikdirektor verbunden. 1985 debütierte er bei den Salzburger Festspielen. Als Gastdirigent arbeitet er regelmässig mit den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gustav-Mahler-Jugendorchester und den namhaften US-amerikanischen Orchestern zusammen.
Zu den Auszeichnungen, mit denen Franz Welser-Mösts CD- und DVD-Einspielungen prämiert wurden, gehören der Gramophone Award, der Diapason d’Or, der Japanese Record Academy Award und zwei Grammy-Nominierungen. Bei EMI erschienen die Zürcher Produktionen «Der Rosenkavalier», «La Bohème», «Fierrabras», «Don Giovanni » und «Peter Grimes» auf DVD. Auf CD erschienen unlängst Beethovens Neunte Sinfonie (Deutsche Grammophon) sowie eine fünf Doppel-CDs umfassende «Welser-Möst Edition» seiner Einspielungen mit dem London Philharmonic Orchestra (EMI). Auf DVD erschien im Juni 2008 der Mitschnitt von Bruckners Sinfonie Nr. 9 mit dem Cleveland Orchestra aus dem Wiener Musikverein (Euroarts). 2003 wurde Franz Welser-Möst von «Musical America » zum «Conductor of the Year» gekürt. Er ist Mitautor des 2007 erschienenen Buches «Kadenzen: Notizen und Gespräche».


David Pountney studierte in seiner Heimatstadt OxfoDavid Pountney ~ Inszenierung «Die Frau ohne Schatten»rd und an der Universität Cambridge. Sein internationaler Durchbruch als Regisseur gelang ihm 1972 mit «Katja Kabanova» am Wexford Festival. 1975-80 war er Szenischer Leiter der Scottish Opera, wo er – in Zusammenarbeit mit der Welsh National Opera – mit seinem Janác˘ek-Zyklus Aufsehen erregte. Als Szenischer Leiter der English National Opera inszenierte er 1983-93 neben vielen anderen Werken «Dr. Faustus», «Rusalka», «Hänsel und Gretel», «The Fairy Queen» und «Lady Macbeth von Mzensk». In seiner Regie wurden Glass’ «Satyagraha» (Rotterdam) und «The Voyage» (New Yorker Met) sowie Werke von Maxwell Davies, Holloway, Harvey, Blake und Osborne uraufgeführt. Regelmässig arbeitet er an der Wiener Staatsoper («Rienzi», «Guglielmo Tell», «Jenu°fa», «La forza del destino»), Zürich («La fanciulla del West», «Boris Godunow», «Simplicius», «L’Amore dei tre re», «Macbeth», «Benvenuto Cellini», «Der fliegende Holländer», «Peter Grimes», «L’Étoile», «La Juive» und demnächst «Agrippina») und bei den Bregenzer Festspielen. Beim Orkney Festival führte er bei «Mrs Emmet Takes a Walk» Regie, einem neuen Musiktheater von Peter Maxwell Davies, wofür David Pountney das Libretto verfasste. Für seine Martinu° -Inszenierungen von «Julietta» (Opera North) und «Griechische Passion» (Bregenz/London) wurde er in Prag mit der Martinu° -Medaille ausgezeichnet. Zu den Inszenierungen der jüngsten Zeit gehören «Aus einem Totenhaus» in Palermo, «Carmen» am Moskauer Bolshoi-Theater sowie «Tristan und Isolde» in Köln. Für seine Tätigkeit wurden David Pountney die Titel «Commander of the British Empire» und «Chevalier des Arts et Lettres» verliehen. David Pountney ist Intendant der Bregenzer Festspiele.

Robert Israel ~ Bühnenbild «Die Frau ohne Schatten»
Robert Israel lebt in Los Angeles. Er ist Professor an der University of California in Los Angeles und wurde mit dem Guggenheim Fellowship ausgezeichnet. Als Bühnenbildner für Oper und Schauspiel arbeitet er an renommierten Häusern in aller Welt. So wirkte er mehrfach an der Metropolitan Opera New York («Katia Kabanova», «Wozzeck»), an der Wiener Staatsoper («Jenu°fa», «Rienzi»), in Seattle («Der Ring des Nibelungen», «Parsifal», «Macbeth») und an der English National Opera («The Fairy Queen»). Ausserdem schuf er die Bühnenbilder für fünf Uraufführungen von Philip Glass. Einige seiner Bühnenbild- und Kostümentwürfe («Satyagraha» von Philip Glass) sind im Museum of Modern Art in New York ausgestellt. Robert Israel gehörte zu den Gestaltern des neuen Millenium Parks in Chicago.

Marie-Jeanne Lecca ~ Kostüme «Die Frau ohne Schatten»
Marie-Jeanne Lecca wurde in Bukarest geboren; dort studierte sie an der Akademie der Schönen Künste. Heute lebt sie in London und arbeitet als Bühnen- und Kostümbildnerin vor allem im Bereich Oper. Ausstattungen schuf sie u.a. in Dallas (Uraufführung «Thérèse Raquin»), an der English National Opera («Falstaff», «Pelléas et Mélisande », «Der steinerne Gast») sowie an den Opernhäusern von Minnesota, Houston, und Seattle («Carmen»). Kostüme entstanden für «Chowanschtschina» an der Welsh National Opera, Zimmermanns «Die Soldaten» bei der RuhrTriennale, «Carmen» am Moskauer Bolshoi-Theater, Martinu° s «Griechische Passion» (Olivier Award), «Wozzeck » und den «Ring des Nibelungen» am Royal Opera House Covent Garden, «Julietta», «Der Zwerg» und «Die sieben Todsünden» an der Opera North (South Bank Show Award), «Moses und Aron» und «Katja Kabanova» an der Bayerischen Staatsoper in München, «Maskerade» und «West Side Story» bei den Bregenzer Festspielen, «Turandot » bei den Salzburger Festspielen, «La Juive», «L’Étoile», «Peter Grimes» und «Macbeth» in Zürich, «Jenu°fa» und «Rienzi» an der Wiener Staatsoper, «Salammbô» und «Guillaume Tell» an der Opéra de Paris, «Die Nase» in Amsterdam, «The Turn of the Screw» am Théâtre de la Monnaie in Brüssel sowie «Der Freischütz» und «Die Ausflüge des Herrn Broucek» an der English National Opera. Für «Julietta» und «Griechische Passion» wurde sie mit der Medaille der Martinu° -Gesellschaft ausgezeichnet. Für «Maskerade» erhielt sie in der Zeitschrift «Opernwelt» eine Nominierung als «Kostümbildnerin des Jahres». 2003 gehörte sie zum britischen Team, das bei der Prager Triennale mit der «Goldenen Triga» ausgezeichnet wurde.

[© Oper Zürich]

www.opernhaus.ch

Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
2. Februar 03
Wiederaufnahme in der Saison 2009/10: 18. Oktober 09

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie: Christof Nel
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Orest Tichonov
Szenische Analyse: Martina Jochem
Bühnenbild: Jens Kilian
Kostüme:
Ilse Welter
Dramaturgie: Norbert Abels
Licht:
Olaf Winter
Chor: Michael Clark

Besetzung:

Kaiser:
Michael König 
Kaiserin: Silvana Dussmann
Amme:
Tanja Ariane Baumgartner
Geisterbote: Johannes Martin Kränzle
Jüngling: Peter Marsh
Falke/Hüter d. Schwelle: Britta Stallmeister
Stimme von oben: Katharina Magiera / Eniko Boros
Barak: Terje Stensvold / Franz Grundheber (15. November 2009)
Färberin: Caroline Whisnant
Einäugiger: Franz Mayer
Einarmiger: Dietrich Volle
Buckliger: Hans-Jürgen Lazar
Drei Wächter: Franz Mayer, Johannes Martin Kränzle, Dietrich Volle
u.a.

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Die Frau ohne Schatten von Richard Strauss (1864-1949) in der Regie von Christof Nel aus der Spielzeit 2002/03 – der ersten Saison von Bernd Loebe – erlangte unbestreitbar eine besondere Bedeutung für die Oper Frankfurt, ihren Intendanten sowie sein gesamtes Team. Zum einen entwickelte sie sich schnell zu einer der Erfolgsproduktionen der Oper Frankfurt und wurde seinerzeit von Presse und Publikum gleichermaßen mit Begeisterung aufgenommen. „Mit der schier überwältigenden Leistung der Gäste und Ensemble-Mitglieder festigt Frankfurts Opern-Intendant Bernd Loebe einmal mehr seinen Ruf als Vokal-Gourmet und beschert seinem Haus einen großen Abend.“ Zum anderen prophezeite ein weiterer Rezensent die später tatsächlich eingetretene Auszeichnung durch das internationale Fachmagazin Opernwelt: „Wenn das Musiktheater in Frankfurt am Main den eingeschlagenen Glückskurs hält, könnte es am Ende der Spielzeit – nach Jahren der Dürre – sogar zum Opernhaus des Jahres gekürt werden.“ Und nicht zuletzt wurde drittens das Dirigat von Sebastian Weigle frenetisch akklamiert und brachte dem späteren Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt in der gleichen Kritikerumfrage mit fünf Nennungen die Würdigung als „Dirigent des Jahres“ ein. Und Weigle ist es auch, der bei dieser dritten Wiederaufnahme am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters steht, diesmal als GMD der Oper Frankfurt. Bei der Aufführung am 18. Oktober 2009 handelt es sich übrigens um die 22. Vorstellung dieser Produktion insgesamt.

Zum Inhalt: Auch ein Jahr nach ihrer Vermählung wirft die Kaiserin noch keinen Schatten; sie ist unfruchtbar und muss deshalb zurück ins Geisterreich, von dem sie einst in die Menschenwelt ausgezogen war. Geplagt und voller Angst überredet sie die arme Färberin dazu, ihr ihren Schatten zu verkaufen. Das Leid und Unglück jedoch, das sie im Leben der einfachen Frau auslöst, kann sie nicht aushalten. Im Verzicht wird ihr Erlösung zuteil.

Wie in der Premiere am 2. Februar 2003 sind die österreichische Sopranistin Silvana Dussmann (Kaiserin) und der Norweger Terje Stensvold (Barak) auch in dieser Wiederaufnahme besetzt. Mit dem zuletzt Genannten alterniert in der Vorstellung am 15. November 2009 der renommierte Bariton Franz Grundheber, den nicht nur die Partie des Färbers an zahlreiche Opernbühnen der Welt geführt hat. Als Kaiser steigt Michael König erstmals in die Produktion ein, nachdem er in der Spielzeit 2009/10 am Main einen großen Erfolg als Wagners Lohengrin feiern konnte. In die Kleider der Färberin schlüpft erstmals in dieser Inszenierung die amerikanische Sopranistin Caroline Whisnant. Zum Frankfurter Repertoire der dem Ensemble des Nationaltheaters Mannheim angehörenden Sängerin zählt u.a. die fulminant verkörperte Elektra von Richard Strauss. Aus dem Ensemble komplettieren die Besetzung zum ersten Mal Johannes Martin Kränzle als Geisterbote und „Neuzugang“ Tanja Ariane Baumgartner als Amme. Die Künstlerin war kürzlich in der letzten Wiederaufnahme von Verdis Nabucco als Fenena zu erleben. Unter den Neubesetzungen der mittleren und kleineren Partien sind gleichfalls eine Reihe Ensemblemitglieder der Oper Frankfurt .

Preise: € 11 bis 77 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr (außer an der Vorverkaufs- und Abendkasse der Oper Frankfurt)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter
www.oper-frankfurt.de oder per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gilt ein Frühbucherrabatt von 10% auf die oben angegebenen Preise.

Alle Angaben ohne Gewähr
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