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Zur Inszenierung der Oper Frankfurt: (fünfaktige italienische Fassung)
Premiere: 30. September 07 2.Wiederaufnahme: 21. Mai 10 1. Wiederaufnahme: 13. Dezember 08
Musikalische Leitung:
Carlo Franci / Stefan Anton Reck / Carlo Franci / Roland Böer / Carlo Franci Regie: David McVicar Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Fabian von Matt / Fabian von Matt Choreografische Mitarbeit: Andrew George Bühnenbild: Robert Jones Kostüme: Brigitte Reiffenstuel
Dramaturgie: Malte Krasting Licht: Joachim Klein Chor: Alessandro Zuppardo / Matthias Köhler
Philipp II.: Kwangchul Youn / Bálint Szabó / Kwangchul Youn Elisabeth von Valois: Annalisa Raspagliosi / Danielle Halbwachs / Elza van den Heever / Annalisa Raspaglios / Annalisa Raspagliosi / Elza van den Heever (24., 29. Mai, 5., 11. Juni 2010) Don Carlo: Yonghoon Lee /
Andrew Richards / Francesco Hong / Yonghoon Lee / Carlo Ventre
Prinzessin Eboli: Michaela Schuster / Tichina Vaughn / Michaela Schuster / Tichina Vaughn / Tanja Ariane Baumgartner Rodrigo, Marquis von Posa: George Petean / Anders Larsson / Aris Argiris / Zeljko Lucic / Tassis Christoyannis
Graf von Lerma: Hans-Jürgen Lazar / Peter Marsh / Hans-Jürgen Lazar / Peter Marsh / Hans-Jürgen Lazar (29. Mai, 5., 11. Juni 2010) Tebaldo: Arlene Rolph (Vorstellungen im Oktober) /
Stella Grigorian / Paula Murrihy / Jenny Carlstedt / Jenny Carlstedt Der Großinquisitor: Gregory Frank / Gregory Frank / Magnus Baldvinsson / Hakan Tirasoglu
Ein Mönch: Bálint Szabó / Simon Bailey / Thorsten Grümbel Stimme von oben: Brenda Rae / Christiane Karg / Sun Hyung Cho Chor, Extrachor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
grün = Wiederaufnahme Saison 2008/09 violett= Wiederaufnahme Saison 2009/10
Zur Wiederaufnahme in der Saison 2009/10: Die Inszenierung des Don Carlo von Giuseppe Verdi (1813-1901) durch David McVicar feierte am 30.
September 2007 Premiere an der Oper Frankfurt. Vom Publikum wurde die aufwändige Aufführung mit den prachtvoll-historischen Kostümen von Brigitte Reiffenstuel überwiegend bejubelt, und auch
die Beurteilung der Kritiker fiel in erster Linie positiv aus: „Ein Ausstattungschinken also? Eine konventionelle Mantel-und-Degen-Produktion? In gewissem Sinne: ja, durchaus. Aber
ungewöhnlicherweise eine, an der man nichts vermisst hat.“
Nun wird diese Erfolgsproduktion der Oper Frankfurt zum zweiten Mal wiederaufgenommen, und die Besetzungsliste weist neben
den mit der Inszenierung vertrauten Künstlern auch einige neue Namen auf: Der in Uruguay geborene italienische Tenor Carlo Ventre ist erstmals in dieser Produktion in der Titelpartie zu
erleben. In der Vergangenheit war er hier vor allem in Verdi- und Puccini-Partien eingesetzt. Als Radames in Verdis Aida wird er 2010 an der Oper Leipzig, der Bayerischen Staatsoper in
München sowie der San Francisco Opera zu hören sein. Sein Frankfurt-Debüt legt der griechische Bariton Tassis Christoyannis (Rodrigo) vor. Zu seinen jüngsten Aufgaben gehören Ford in Verdis
Falstaff beim Glyndebourne Festival, Orest in Gretrys Andromaque am Théâtre des Champs-Elysées in Paris und bei den Schwetzinger Festspielen sowie Figaro in Rossinis Il barbiere di Siviglia
an der Opéra de Rouen. Neu in die Produktion steigt auch der türkische Bassist Hakan Tirasoglu (Großinquistor) vom Staatstheater Braunschweig ein. Aus dem Ensemble sind Tanja Ariane
Baumgartner (Eboli) und Thorsten Grümbel (Mönch) erstmals in dieser Inszenierung vertreten. Alle weiteren Gäste und Ensemblemitglieder haben ihre Partien im Laufe der Zeit bereits schon
einmal verkörpert. Auch der italienische Dirigent und „Altmeister“ Carlo Franci ist mit dieser Produktion bereits bestens vertraut.
Weitere Vorstellungen: 24., 29. (Oper für
Familien, 18.00 Uhr; pro Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gratis) Mai, 5., 11. Juni 2010
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 18.30 Uhr
Preise: € 12 bis 77 zzgl. 12,5% Vorverkaufsgebühr (außer an der Vorverkaufs- und Abendkasse der Oper Frankfurt) Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 erhältlich.
Zur Premiere in der Saison 2007/08: 1865 erhielt Giuseppe Verdi (1813-1901) - nach Les vepres
siciliennes 1855 - einen zweiten Kompositionsauftrag der Pariser Grand Opera und vertonte Schillers Trauerspiel Don Karlos. Die Urfassung wurde 1867 uraufgeführt und bestand aus fünf Akten in
französischer Sprache mit Ballett, was seinerzeit ein notwendiges Eingeständnis an die Gattung der Grand Opera darstellte. Siebzehn Jahre später hatte Don Carlos in einer italienischen, auf
vier Akte gekürzten Fassung (ohne Ballett und den ersten, sogenannten Fontainebleau-Akt) an der Mailänder Scala Premiere. 1886 schließlich kam die revidierte italienische Fassung in fünf
Akten in Modena zur Uraufführung. Diese Version liegt der ersten Frankfurter Neuproduktion des Werkes seit 37 Jahren zu Grunde. Zum Inhalt: Don Carlos, .Sohn des spanischen Königs Philipp
II., soll die französische Königstochter Elisabeth von Valois heiraten Die beiden verlieben sich ineinander, doch muss die junge Frau schließlich aus Gründen der Staatsraison den König selbst
zum Mann nehmen. Zudem verweigert Philipp seinem Sohn den Auftrag, dem durch Spanien unterdrückten Flandern den Frieden zu bringen und damit seinen Jugendfreund Rodrigo zu unterstützen. Durch
eine Intrige der in Carlos verliebten Prinzessin Eboli entfremden sich Vater und Sohn immer mehr voneinander. Carlos ist hin und her gerissen zwischen seiner Liebe zu Elisabeth und dem
Begehren nach politischer Anerkennung. Schließlich kommt es nach der durch den Großinquisitor geforderten Ermordung des politisch unliebsamen Rodrigo am Grab von Carlos' Großvater Karl V. zu
einem entscheidenden Zusammentreffen aller Beteiligten... Die musikalische Leitung dieser Neuinszenierung übernimmt Carlo Franci, der neben seiner internationalen Tätigkeit im September 2004
sein SOjähriges Frankfurt-Jubiläum feiern konnte. David McVicar gilt als einer der führenden Regisseure seiner Generation. Inszenierungen führten ihn an alle großen Bühnen Europas und der
USA. Sein Frankfurt-Debüt gibt der Koreaner Kwangchul Youn (Philipp). Er gastiert regelmäßig an den Opernhäusern von Berlin, Wien und New York sowie bei den Bayreuther und Salzburger
Festspielen. Die italienische Sopranistin Annalisa Raspaqliosi (Elisabeth) ist vor allem in den Werken ihrer Landsmänner Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi international gefragt. In Frankfurt
ist sie 2007/08 zudem als Amelia Grimaldi in Simon Boccanegra sowie als Desdemona in Ote//o (konzertant) zu erleben. Der an renommierten Opernbühnen erfolgreiche amerikanische Tenor Andrew
Richards (Carlos) war in Frankfurt bereits als Pinkerton in Puccinis Madama Butterfly und in der Titelpartie von Gounods Faust zu erleben. Michaela Schuster (Eboli) sang in Frankfurt u.a.
Florinda (Fierrabras) und Kundry (Parsifaf). Mit der zuletzt genannten Partie gastierte die Mezzosopranistin auch in Berlin und Amsterdam. Jüngste Frankfurter Aufgaben waren Caesonia in der
Uraufführung von Detlev Glanerts Caligula und Marta in d'Alberts Tiefland. George Petean ist Rumäne und seit 2002/03 an der Hamburgischen Staatsoper verpflichtet, von wo aus er an allen
großen europäischen Häusern gastiert. Angeführt von Gregory Frank als Großinquisitor wurden alle übrigen Partien mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt. Für die Vorstellungen im
Juni 2008 sind Umbesetzungen fast aller Hauptpartien geplant, das Dirigat übernimmt dann Frankfurts Kapellmeister Roland Böer.
Carlo Franci - Gastdirigent Carlo Franci ist
Absolvent der Accademia di Santa Cecilia in Rom. In Italien ist er als Dirigent an den wichtigsten Opernhäusern bekannt, darunter u.a. die Mailänder Scala, das Teatro La Fenice in Venedig,
das Teatro San Carlo in Neapel, die Opernhäuser von Rom und Florenz sowie die Arena di Verona. Außerhalb Italiens dirigierte er u.a. das London Symphony Orchestra, das BBC
Orchestra, die Wiener Philharmoniker, die Wiener Symphoniker und das Salzburger Mozarteum-Orchester. Als Gastdirigent war er häufig in Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Mannheim,
Wien, Madrid, Barcelona, Zürich, Tokio, Seoul, Caracas, Rio de Janeiro, Singapur und Johannesburg zu Gast. Von 1990 bis 1997 war er Chefdirigent des Transvaal Philharmonie Orchestra in
Pretoria. An der New Yorker Met stand er bei über 90 Vorstellungen am Pult, gastierte aber auch in anderen amerikanischen Städten wie Boston, Cleveland, Minneapolis, Atlanta, Detroit und
Dallas. Verdis Aida dirigierte er 1987 auch bei den Pyramiden von Gizeh. Zahlreiche eigene Kompositionen wurden u.a. an der Mailänder Scala sowie in Brüssel, Buenos Aires, Helsinki, Neapel,
Detroit und Rom aufgeführt. Im September 2004 feierte er sein 30jähriges Frankfurt-Jubiläum. Hier dirigierte er u.a. Puccinis Tosca und Verdis Nabucco. 2005/06 hatte er an der Oper Frankfurt
die musikalische Leitung bei der Übernahme von Massenets Werther aus Amsterdam inne und dirigierte 2006/07 die Wiederaufnahme dieser Produktion sowie Verdis Un ballo in maschera. In der
Spielzeit 2007/08 kehrt er für die Neuinszenierung von Verdis Don Carlos hierher zurück.
Roland Böer – Kapellmeister Seit Januar 2002 ist Roland Böer Kapellmeister an der
Oper Frankfurt. Zuvor war er dort als Solorepetitor tätig, daraufhin als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf / Duisburg engagiert und
arbeitete außerdem als persönlicher Assistent von Antonio Pappano während der Bayreuther Festspiele 1999 bis 2001, am Theatre Royal de la Monnaie in Brüssel und am Royal Opera House Covent
Garden, In Frankfurt dirigiert er ein breitgefächertes Repertoire von Haydns L'isola disabitata bis Henzes Das verratene Meer. In der Spielzeit 2005/06 übernahm er die musikalische Leitung
der Wiederaufnahmen von La Boheme, Chowanschtschina und // viaggio a Reims sowie der Neuproduktion von Smetanas Die verkaufte Braut. Als Gast dirigierte er u.a. am Theatre Royal de la Monnaie
in Brüssel Ravels L'heure espagnole und L'enfant et les sortileges sowie Neuproduktionen am Royal Opera House Covent Garden (Ullmans Kaiser von Atlantis) und der English National Opera
(Mozarts La clemenza di Tito) in London sowie der Royal Swedish Opera in Stockholm (Puccinis Manon Lescaut). Hinzu kamen Repertoirevorstellungen von Mozarts Die Zauberflöte an der Deutschen
Oper in Berlin. Roland Böer gastierte außerdem u.a. beim Oslo Philharmonie Orchestra, dem Radio-Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks, dem Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks
sowie dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg und dem Scottish Chamber Orchestra. 2006/07 standen in Frankfurt die Wiederaufnahmen von Die Meistersinger von Nürnberg und Die verkaufte
Braut sowie Repertoirevorstellungen von La Cenerentola und Un ballo in maschera auf seinem Programm. Hinzu kam u.a. eine Neuproduktion von Mozarts Cos/ fan tutte mit dem Orchestra di Santa
Cecilia in Rom, eine Neuproduktion von Le nozze di Figaro an der English National Opera in London und Fidelio in Auckland. 2007/08 folgen an der Oper Frankfurt für ihn die Wiederaufnahmen von
Nabucco und Macbeth sowie Repertoirevorstellungen von Don Carlos und Le nozze di Figaro. Zudem wird er 2008 für eine Wiederaufnahme der Zauberflöte nach London (Covent Garden) zurückkehren.
David McVicar – Regisseur Der schottische Regisseur David McVicar gilt als einer der führenden Regisseure seiner Generation. Seine Inszenierungen sind an allen großen Bühnen
Europas und der USA zu sehen, oftmals begleitet durch die Aufzeichnung für Fernsehen und DVD. Zu seinen Inszenierungen der Spielzeit 2004/05 gehörten Monteverdis L'incoronazione di Poppea am
Theätre des Champs-Elysees in Paris, Brittens A Midsummer Night's Dream am Theätre Royal de la Monnaie in Brüssel sowie Mozarts La clemenza di Tito an der English National Opera in London.
David McVicar wurde in Glasgow geboren und studierte an der Glasgow School of Art und der Royal Scottish Academy die Fächer Schauspiel, Design und Regie. Seine erste professionelle Opernregie
war Mozarts // re pastore 1993 an der Opera North in Leeds. Dorthin kehrte er für Ambroise Thomas' Hamlet, Steven Sondheims Sweeney Todd, Mozarts Don Giovanni sowie Strauss' Der Rosenkavalier
zurück. 1996 debütierte er an der Scottish Opera in Glasgow mit Mozarts Idomeneo, womit er 1997 den Barclays Theätre Award gewann. Zwischen 1999 und 2002 kehrte McVicar für den Rosenkavalier
und Puccinis Madama Butterfly nach Glasgow zurück. Zudem inszenierte er 1997 Handels Tamerlano an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf/ Duisburg, 1998 Fidelio für das New Zealand
International Festival of the Arts, 1998 Massenets Manon und 1999 Handels Alcina an der English National Opera in London (ENO) und 1998 Mozarts Idomeneo an De Vlaamse Opera in Antwerpen. 2000
führte er dort Regie bei Offenbachs Les Contes d'Hoffmann, bei Handels Agrippina in Brüssel und Paris (Champs-Elysees) sowie bei Puccinis La Boheme für die Glyndebourne Touring Opera. 2001
inszenierte er Verdis Macbeth am Mariinsky-Kirov-Theater in St. Petersburg, Brittens The Rape of Lucretia an der ENO und beim Aldeburgh Festival, Rigoletto am Royal Opera House Covent Garden
London sowie Brittens Billy Budd an der Lyric Opera Chicago. 2002 folgten Tosca an der ENO und Carmen beim Glyndebourne Festival. Bei den Salzburger Festspielen 2003 war seine Regiearbeit zu
Les Contes d'Hoffmann zu sehen. Zudem inszenierte er Neu Bartletts Stück Camille nach Alexandre Dumas am Lyric Theätre Hammersmith in London sowie Die Zauberflöte am Covent Garden. Letzte
Arbeiten beinhalteten Handels Semele in Paris (Champs-Elysees), Gounods Faust am Covent Garden, Mozarts La clemenza di Tito in Kopenhagen sowie Don Giovanni in Brüssel. Weitere
Neuproduktionen sind z.B. L'incoronazione di Poppea an der Opera National du Rhin in Straßburg, der Staatsoper in Berlin und in Brüssel sowie Handels Giulio Cesare in Glyndebourne und London,
zudem Cos/ fan tutte und Le nozze di Figaro am Covent Garden. Im Februar 2007 erfolgte im Rahmen eines geplanten neuen Wagner-R/ngs unter seiner Regie in Straßburg die Premiere von Das
Rheingold. An der Oper Frankfurt wurde 2005/06 seine Brüsseler /Agr/pp/na-lnszenierung übernommen, die hier auch 2006/07 zu sehen war. 2007/08 kehrt McVicar für Verdis Don Carlo zurück an den
Main. Eine weitere Zusammenarbeit ist geplant
[© Texte: Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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