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Oper: Death in Venice

Death in Venice (Tod in Venedig)
Oper in zwei Akten

Musik von: Benjamin Britten (1913 – 1976)
Libretto von: Myfanwy Piper nach der Novelle von Thomas Mann

Uraufführung: 16. Juni 1973 (Snape, Snape Maltings Concert Hall, im Rahmen des Aldeburgh Festivals)

Zur Inszenierung des Theater an der Wien:

Premiere:
17. September 09

Musikalische Leitung: Donald Runnicles
Inszenierung: Ramin Gray
Bühne: Jeremy Herbert
Kostüme: Kandis Cook
Choreografie: Thomas Stuart
Licht: Adam Silverman

Besetzung:

Gustav von Aschenbach:
Kurt Streit
The Traveller: Russell Braun
The Voice of Apollo: Christophe Dumaux
Hotel Porter: Erik Årman
English Clerk: Klemens Sander
Chor: Vokalensemble NOVA
Orchester: ORF Radio-Symphonieorchester Wien

www.theater-wien.at

Zur Inszenierung des Münchner Gärtnerplatztheaters:

Premiere:
20. Juni 2009

Musikalische Leitung: David Stahl
Regie: Immo Karaman
Choreografie: Fabian Posca
Bühnenbild: Kaspar Zwimpfer
Kostüme: Nicola Reichert

Besetzung (in alphabetischer Reihenfolge):

Gustav von Aschenbach:
Hans-Jürgen Schöpflin
The Traveller/The Elderly Fop/ The Old Gondolier/ The Hotel Manager/ The Hotel Barber/The Leader of the Players/The Voice of Dionysos: Gary Martin
Voice of Apollo: Yosemeh Adjei
Hotelporter/Youth: Florian Simson
Youth/ Guide/Priest/Young English clerk: Holger Ohlmann
Youth/ Boatman/Restaurant Waiter/Hotel Waiter: Daniel Fiolka
Strawberry Seller/ Newspaper Seller/Strolling Player: Sybilla Duffe
Strolling Player/ Youth/ 3.Gondolier/ Glass Maker): Robert Sellier
English Lady/ Lace Seller/ Strawberry Seller: Frances Lucey
Tadzio: Anton Bolvashenkov / Michael Langner (Ballettakademie)
Jaschiu: Onur Birsoy / Indra della Porta (Ballettakademie)
Chor, Orchester, Extraballett und Statisterie des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Benjamin Brittens letzte Oper, die vertonte Auseinandersetzung mit Thomas Manns Novelle Der Tod in Venedig, uraufgeführt 1973 bildet am 20. Juni 2009 die letzte Musiktheaterpremiere der Spielzeit 2008/09 am Gärtnerplatztheater. Regisseur Immo Karaman setzt gemeinsam mit Fabian Posca als Choreograf dieses konzentrierte Werk in Szene, das durch eine enge Verzahnung von Regie und Tanz gekennzeichnet ist. Die musikalische Leitung liegt in der Hand von Chefdirigent David Stahl.
So vielschichtig und reich an antiken und geistesgeschichtlichen Bezügen Thomas Manns literarische Vorlage, so farbenreich, komplex und nuanciert ist Brittens kompositorische Umsetzung. In seiner unverwechselbaren Klangsprache formuliert Britten Aschenbachs Welt, die über weite Strecken ein unerbittlicher, nach innen gerichteter Monolog ist. Die Oper wird so zur Parabel auf schöpferische Vorgänge einerseits und psychischphysischen Verfall andererseits.
In der Rolle des Aschenbach kommt als Gast der für diese Partie bereits mehrfach ausgezeichnete Tenor Hans-Jürgen Schöpflin ans Haus. In der Siebenfachrolle des Reisenden singt Gary Martin. Die Countertenorpartie der Stimme des Apollo übernimmt als Gast Yosemeh Adjei. Für die stummen Tänzerrollen des Tadzio und des Jaschiu wurden vier Schüler der Ballettakademie der Münchner Hochschule für Musik und Theater gewonnen.

Death in Venice / Der Tod in Venedig wird in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln aufgeführt. Die Oper wird empfohlen ab 14 Jahren. Eine Stückeinführung 30 Minuten vor jeder Vorstellung erweitert den Zugang zu Werk und Musik.

Eine Besonderheit stellt ein zusätzliches stückbegleitendes Programm dar, welches das Verständnis für den Bezug dieses Stückes zur Stadt München vertieft: Ein Spaziergang auf den Spuren Thomas Manns und seines Protagonisten Gustav von Aschenbachs mit dem Vorsitzenden des Thomas Mann-Förderkreises München, Dr. Dirk Heißerer, vermittelt Hintergründe zur Novelle und somit auch zu Brittens Oper. Termine und Details werden auf
www.gaertnerplatztheater.de bekannt gegeben.

Zur Inszenierung der Staatsoper Hamburg:

Premiere:
19. April 09
Vor der Premiere: Death in Venice: 5. April 09 (11:00 Uhr)

Musikalische Leitung: Simone Young
Inszenierung: Ramin Gray
Bühnenbild: Jeremy Herbert
Kostüme: Kandis Cook

Chor: Florian Csizmadia

Besetzung:

Gustav von Aschenbach:
Michael Schade
The Traveller: Nmon Ford
Voice of Apollo: David DQ Lee
Lido Boatman, Clerk, Hotel Waiter: Moritz Gogg
Russian Mother, Strolling Player: Miriam Gordon-Stewart
French Girl - Lace Seller: Trine Wilsberg Lund
Newspaper Seller: Vida Mikneviciute
German Mother: Chorsolist
French Mother: Chorsolist
Danish Lady: Chorsolist
Russian Nanny - Beggar Lady: Deborah Humble
First Gondolier: Chorsolist
Hotel Porter - Third Gondolier: Benjamin Hulett
First American: Chorsolist
Second American - Glass Maker - Strolling Player: Jun-Sang Han
Ship's Steward - Polish Father - Second Gondolier: Hee-Saup Yoon
Russian Father .- Guide in Venice: Wilhelm Schwinghammer
German Father - Restaurant Waiter - Priest in St. Mark`s: Kyung-Il Ko
Tadzio: N.N.

Hamburger Erstaufführung von »Death in Venice«
Der Schriftsteller Gustav von Aschenbach steckt in einer künstlerischen Krise. Auf einer Reise nach Venedig sucht er neue Inspiration. Dort sieht er den polnischen Jungen Tadzio – eine Begegnung, die ihm alles zu geben scheint, was er ersehnt: Schönheit, Jugend, Leben. Aschenbach fühlt, wie seine schöpferische Kraft zurückkehrt. Doch immer tiefer verstrickt er sich in seine Gefühle zu Tadzio, seine Neigung wird zu einer todbringenden Obsession. Benjamin Brittens letzte Oper »Death in Venice« ist sein künstlerisches Testament und gleichzeitig ein Lebensbekenntnis – das Werk summiere »alles, wofür Peter und ich gestanden haben«, so der Komponist mit einer Reverenz an den Tenor Peter Pears, seinen langjährigen Lebensgefährten. Für ihn komponierte er auch die Rolle des Aschenbach. Bei der Hamburger Neuproduktion führt der englische Schauspielregisseur Ramin Gray Regie. Er betrachtet das Werk nicht nur als philosophisches Stück über den Wert der Liebe und den Dialog zwischen Antike und Moderne: »Es geht auch um Unschuld, Korruption, sogar Missbrauch«, sagt er. »Aschenbachs Amour fou ist nicht nur schöngeistige Verklärung, sondern eine existenzielle Angelegenheit auf Leben und Tod.« Das Bühnenbild stammt von Jeremy Herbert, die Kostüme kreiert Kandis Cook.

Für die anspruchsvollen Partien hat die Intendantin und Musikalische Leiterin Simone Young einige an der Staatsoper Hamburg bereits sehr erfolgreich auftretende Sänger für ein Rollendebüt gewinnen können: Alle voran den deutsch-kanadischen Tenor Michael Schade in der quasi ununterbrochen präsenten Erzählerrolle des Aschenbach. Nmon Ford, im Hamburger Britten-Zyklus bereits als Demetrius und Billy Budd gefeiert, übernimmt den Part seines Widersachers, und der Countertenor David DQ Lee wechselt für diese Neuproduktion von Händel zu Britten. Für den Tadzio haben Ramin Gray und sein Choreograf Thom Stuart mit dem Italiener Gabriele Frola einen jungen Tänzer aus der Ballettschule John Neumeier auf der Besetzungsliste. Es singen außerdem: Moritz Gogg, Miriam Gordon-Stewart, Trine W. Lund, Vida Mikneviciute, Deborah Humble, Benjamin Hulett, Jun-Sang Han, Hee-Saup Yoon, Wilhelm Schwinghammer und Kyung-Il Ko. Die Einstudierung des Chores übernimmt Florian Csizmadia. [© Staatsoper Hamburg]

Karten sind an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper, unter der Telefonnummer
040 / 35 68 68, im Internet unter
www.staatsoper-hamburg.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

www.staatsoper-hamburg.de


Tod in Venedig
Bregenzer Festspiele 2007
© Bregenzer Festspiele / Freude

Zur Inszenierung der Bregenzer Festspiele 2007:

Premiere:
18. Juli 07

Musikalische Leitung: Paul Daniel
Inszenierung: Yoshi Oida
Bühnenbild: Tom Schenk
Kostüme: Richard Hudson
Licht: Paule Constable
Choreographie: Daniela Kurz
Chorleitung: Philip Sunderland

Britten Festival Chorus
Wiener Symphoniker

Gustav von Aschenbach:
Alan Oke
Der Reisende, der auch singt; der ältliche Geck; der alte Gondoliere; der Hotelmanager, der Coiffeur des Hauses; der Führer der Strassensänger; die Stimme des Dionysos: Peter Sidhom
Die Stimme des Apollos: Will Towers


Das Alter, die Jugend, die Kunst: Brittens Tod in Venedig als Oper im Festspielhaus 2007

Tod in Venedig, die letzte Oper des britischen Komponisten Benjamin Britten (1913-1976) wird im Sommer 2007 als Oper im Festspielhaus zu erleben sein. Premiere dieser Kooperation mit dem englischen Aldeburgh Festival ist am 18. Juli 2007, für die Inszenierung zeichnet der japanische Schauspieler und Regisseur Yoshi Oida verantwortlich.

Uraufgeführt am 16. Juni 1973 im Rahmen des Aldeburgh Festivals, orientiert sich der Handlungsablauf von Tod in Venedig an der 1912 erschienenen, gleichnamigen Novelle von Thomas Mann. Mit deren Hauptfigur, dem Schriftsteller Gustav von Aschenbach, der von seinem Wohnort München nach Venedig flieht, sich seiner schwindenden Lebenskraft bewusst und verzweifelt auf Inspiration hoffend, hat sich Benjamin Britten mit großer Wahrscheinlichkeit stark identifiziert. In seltsamen Tagträumen gefangen verbringt Aschenbach die Urlaubstage in Venedig rastlos zwischen Hotel und Strand und verlebt die Stunden mit dem Beobachten der übrigen Gäste. Als er sich in den 12-jährigen polnischen Knaben Tadzio verliebt, beginnt Aschenbach, die Grenzen seiner bisherigen Welt zu überschreiten. Er glaubt, in Tadzio die Möglichkeiten vollkommener Form zu erkennen, um die er als Schriftsteller sein Leben lang gekämpft hat.

Brittens letztes großes Meisterwerk
„Tod in Venedig ist Brittens letztes großes Meisterwerk. Diese ergreifende Beschreibung der Lebens- und Schaffenskrise eines alternden Autors trägt dabei natürlich offensichtlich autobiographische Züge des Schriftstellers Thomas Mann“, erklärt Intendant David Pountney, „Britten war absolut klar, dass Tod in Venedig sein letztes großes Werk werden würde, und so beschwor er in dieser Oper das vielleicht zentrale Problem seines künstlerischen und persönlichen Lebens herauf: die Beziehung zwischen kreativer Inspiration und Sexualität. Es fällt schwer, sich eine bessere Übereinstimmung zwischen einem Künstler und seinem Thema vorzustellen.“

Bewusste Zusammenfassung seines Lebenswerks
Thomas Manns Novelle weist zahlreiche dramatische Motive auf, die sich auch in Benjamin Brittens Leben und Arbeit wiederfinden: Die Oper Tod in Venedig erscheint damit auch als ein Versuch Brittens, selbst eine bewusste Zusammenfassung seines Lebenswerks zu schaffen. Darüber hinaus ist Tod in Venedig aber auch ein Tribut an die Stimme und die Fähigkeiten von Brittens langjährigem Partner, dem Tenor Peter Pears, dem das Werk auch gewidmet ist.

Obwohl die Musik von Tod in Venedig eher zurückhaltend und ihre Strukturen eher sparsam sind, wird das Werk dennoch von einer sehr markanten und bewegenden Atmosphäre beherrscht. Die Nicht-Beziehung zwischen Aschenbach und Tadzio unterstreicht Britten, indem er alle Personen rund um Tadzio als Tänzer ohne Gesangspart erscheinen lässt, begleitet von gleissend-farbenfrohen Schlagwerk-Klängen, die die offensichtliche Entrücktheit Tadzios noch verstärken.

Zweite Koproduktion mit dem Aldeburgh Festival
Sehr erfreut zeigt sich Intendant David Pountney auch über die Zusammenarbeit mit dem Aldeburgh Festival, das bereits im Sommer 2004 Festspiel-Koproduktionspartner für Sir Harrison Birtwistles The Io Passion war: „Wir sind sehr stolz darauf, dass Tod in Venedig eine Koproduktion mit dem Aldeburgh Festival ist. Schließlich hat Britten dieses Festival selbst gegründet – es ist durchdrungen von seiner Musik, seiner Kultur und seiner Tradition. Tradition bedeutet aber nicht Versteinerung: Die Mitwirkung des japanischen Schauspielers und Starregisseurs Yoshi Oida wird der Produktion einen großartigen Input an künstlerischer Innovation verleihen. Oida ist selbst ein Veteran seines Berufs und wird sich diesem Projekt mit einer ähnlichen autobiographischen Sensibilität nähern. Mit seinem erlesenen ästhetischem Gespür wird er Brittens bewegende Beschreibung des Endspiels eines Künstlers auf bemerkenswerte und einzigartige Weise zum Leben erwecken.“ [Q. & ©: Bregenzer Festspiele]. Weiterer Kooperationspartner ist die Staatsoper Prag.


Die Bregenzer Festspiele 2007 finden vom 18. Juli bis zum 19. August 2007 statt. Tickets und Infos gibt es unter +43 (0)5574 407-6 und
www.bregenzerfestspiele.com .


Zur Inszenierung beim 60. Aldeburgh Festival:

Premiere:
8. Juni 07

Inszenierung: Yoshi Oida
Bühne: Tom Schenk
Kostüme: Richard Hudson
Licht: Paule Constable
Tanztheater Nürnberg, Choreografie: Daniela Kurz
Britten–Pears Orchestra, Musikalische Leitung: Paul Daniel

Gustav von Aschenbach: Alan Oke
The Traveller: Peter Sidhom
Voice of Apollo: William Towers


Zur Inszenierung der Oper Frankfurt:

Premiere:
25. Februar 06
Weitere Vorstellungen: 5., 16., 19., 24. März; 28. April; 4., 6., 12. Mai 06

Wiederaufnahmepremiere: 2. Juni 07
Weitere Vorstellungen: 16., 21., 23. (Benefiz-Vorstellung zugunsten der AIDS-Hilfe Frankfurt e.V.) Juni, 4. & 7. Juli 07


Musikalische Leitung: Karen Kamensek / Mark Shanahan
Regie: Keith Warner
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Katharina Thoma
Bühnenbild: Boris Kudlicka
Kostüme: Kaspar Glarner
Licht: Davy Cunningham
Video: Evita Galanou, Ueli Nüesch, Thomas Wollenberger
Dramaturgie: Norbert Abels
Chor: Alessandro Zuppardo
Choreografie: Irene Klein

Besetzung:
Aschenbach:
Kim Begley /
Nigel Robson
Traveller, älterer Dandy, Gondoliere, Hotelmanager, hotelfriseur, Anführer der Straßensänger, Dionysos, Aschenbachs Vater^: Johannes Martin Kränzle / Nathaniel Webster
Apollo: William Towers / Steve Wächter
Tadzio^ : Laurenz Johannis Leky / Laurenz Johannis Leky
Apollo: Steve Wächter / Steve Wächter
Lido-Bootsmann, englischer Angestellter, Kellner: Florian Plock / Florian Plock
Russische Mutter, Straßensängerin: Barbara Zechmeister / Barbara Zechmeister
Französisches Mädchen, Spitzenverkäuferin: Alketa Hoxha / Alketa Hoxha
Englische Dame, Erdbeerverkäuferin, Zeitungsverkäuferin, Tourist: Sonja Mühleck / Britta Stallmeister
Deutsche Mutter: Christiana Maria Waschk / Christiana Maria Waschk
Französische Mutter: Claudia Grunwald / Claudia Grunwald
Dänische Dame, Bettlerin, Tourist: Annette Stricker / Annette Stricker
Russische Gouvernante: Margit Neubauer / Margit Neubauer
Straßensänger, 1. Gondoliere: Fernando Dam Wang / Fernando Dam Wang
Hotelportier, 3. Gondoliere: Michael McCown / Michael McCown
1. Amerikaner, Tourist: Kent Carlson / Kent Carlson
2. Amerikaner, Glasbläser: Hans-Jürgen Lazaar / Ralf Simon
Schiffssteward, polnischer Vater, 2. Gondoliere: Franz Mayer / Franz Mayer
Russischer Vater, fremdenführer, Tourist: Gérard Lavalle / Gérard Lavalle
Deutscher Vater, Restaurantkellner, Priester: Soon-Won Kang / Soon-Won Kang
Tadzios Mutter^: Barbara Luft / Barbara Luft
Tadzios Gouvernante^: Donna Zielinski / Donna Zielinski
Tadzios Schwestern^: Rachel Ullrich, Maja Sänger / Rachel Ullrich, Maja Sänger
Schattentänzer^: Ricardo Peireira, Alexandre Karl-Da-Silva / Ricardo Peireira, Alexandre Karl-Da-Silva

Flügel auf der Bühne (Junger Aschenbach): Erik Nielsen / Hilko Dumno
Flügel im Orchestergraben: Francesca Zamponi / Francesca Zamponi

^ = stumme Rolle
grün = Wiederaufnahme Saison 06/07

Death in Venice ist die letzte Oper des englischen Komponisten Benjamin Britten (1913-1976) und wurde am 16. Juni 1973 im Rahmen des Aldeburgh Festivals uraufgeführt. Für Britten bot diese Komposition die Möglichkeit, die Arbeit schöpferischen Geistes – zwischen dem apollinischen und dem dionysischen Prinzip – deutlich zu machen.
Brittens Librettistin Myfanwy Piper hat sich bei der Konzeption des Dramas im äußeren Handlungsablauf an der 1912 erschienenen, gleichnamigen Novelle Thomas Manns orientiert: Der sich in einer Schaffenskrise befindende Schriftsteller Gustav Aschenbach reist nach Venedig, wo er sich in den 12-jährigen polnischen Knaben Tadzio verliebt und damit die Grenzen seiner bisherigen Welt überschreitet. Er glaubt, in Tadzio die Möglichkeiten vollkommener Form zu erkennen, um die er als Schriftsteller sein Leben lang gekämpft hat, fällt aber schließlich der in Venedig grassierenden Cholera zum Opfer.

Zum Inhalt: Der sich in einer Schaffenskrise befindende Schriftsteller Gustav Aschenbach reist nach Venedig, wo er sich in den 12-jährigen polnischen Knaben Tadzio verliebt und damit die Grenzen seiner bisherigen Welt überschreitet. Er glaubt, in Tadzio die Möglichkeiten vollkommener Form zu erkennen, um die er als Schriftsteller sein Leben lang gekämpft hat, fällt aber schließlich – alle Anzeichen des nahenden Unglücks ignorierend – der in Venedig grassierenden Cholera zum Opfer.

Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme 2006/2007 wird diesmal Mark Shanahan übernehmen, der sich dem Frankfurter Opernpublikum bereits 2004/05 mit Puccinis Tosca vorstellte. Nigel Robson gibt in der Partie des Aschenbach sein Debüt an der Oper Frankfurt. Der Engländer gilt als einer der vielseitigsten lyrischen Tenöre seines Heimatlandes und gastierte als Interpret zahlreicher Werke Benjamin Brittens an vielen bedeutenden Opernhäusern. Auch der junge deutsche Countertenor Steve Wächter (Apollo), ausgebildet an der Dresdner Musikhochschule, singt erstmals in Frankfurt, nachdem er Intendant Bernd Loebe 2005 in der Endrunde des Bertelsmann-Wettbewerbs „Neue Stimmen“ in Gütersloh aufgefallen war. Weitere Partien werden wieder von Sängerinnen und Sängern des Frankfurter Ensembles übernommen, angeführt von Nathaniel Webster, der mit der anspruchsvollen Partie des Traveller sein Rollendebüt vorlegt. In Frankfurt war der amerikanische Bariton zuletzt als Dandini in La Cenerentola sowie als Albert in Werther zu erleben.

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, per Ticket-Hotline 069 – 13 40 400 oder online unter
www.oper-frankfurt.de (externer Link) erhältlich. Bei Buchung von Vorstellungen bis 4 Wochen vor dem Aufführungstermin gibt es einen Frühbucherrabatt von 10% .

    [© Text: Oper Frankfurt]

Zur Inszenierung des Theater Vorpommern:

Premiere:
am 4. März 2006 in Greifswald
am 7. April 2006 in Stralsund (Theater am Knieperwall)

Musikalische Leitung: GMD Prof. Mathias Husmann
Inszenierung und Choreographie: Ralf Dörnen
Bühne und Kostüme: Klaus Hellenstein
Chöre: Thomas Riefle

„Death in Venice" ist Benjamin Brittens (1913 – 1976) letzte Oper. Myfanwy Piper hat sich bei der Konzeption des Librettos im äußeren Handlungsablauf eng an der Novelle „Der Tod in Venedig" (1912) von Thomas Mann orientiert. Hier wie dort ist die Stadt Venedig ein deutliches Todessymbol. Inspiriert wurde Mann sicher von eigenen Erlebnissen während eines Venedig-Aufenthalts im Frühling 1911. Die Figur des von Aschenbach weist Züge Gustav Mahlers, August Graf von Platens, Richard Wagners sowie solche eines Selbstporträts auf. Mit seiner Verschmelzung von Oper und Ballett – einzelne Figuren sind konzeptionell als Tänzer angelegt – verlangt dieses Werk nach einer Personalunion von Regisseur und Choreograph.

Weitere Infos unter:
www.theater-vorpommern.de (externer Link)
 

Zur Inszenierung des Theater Krefeld-Mönchengladbach:

Premiere:
26. Mai 06
Weitere Aufführungen: 28. Mai, 3., 6., 9. 11., 21. und 25 Juni 06

Musikalische Leitung: Graham Jackson
Inszenierung: Andreas Baesler
Bühne: Harald Thor
Kostüme: Susanne Hubrich
Choreografie: Michael Langeneckert

Gustav von Aschenbach: Hans-Jürgen Schöpflin
The Traveller, Elderly Fop, Old Gondolier,Hotel Manager, Hotel Barber, Leader of the Players, Voice of Dionysos: Simon Pauly
Voice of Apollo: Frank Valentin *
Hotel Porter: Markus Heinrich
Strawberry Seller, Lace Seller, Strolling Player: Debra Hays, Jeannette Wernecke
Strolling Player: Kairschan Scholdybajew
Lido Boatman, Guide in Venice, Clerk: Matthias Wippich, Tobias Pflb
Beggar Woman: Kerstin Pajic-Dahl
Glass Maker: Reiner Roon
Newspaper Seller: Marianne Thijssens
Hotel Waiter: Jong-Ho Park
Restaurant Waiter: Jeong-Han Lee

www.theater-krefeld-moenchengladbach.de (externer Link)
 

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