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Zur Inszenierung der Oper Frankfurt im Bockenheimer Depot:
Premiere: Sonntag, 13. Februar 05
Wiederaufnahme-Premiere: 9. Februar 07
Musikalische Leitung: Erik Nielsen Inszenierung und szenische Leitung der Wiederaufnahme: Axel Weidauer
Bühnenbild und Kostüme: Moritz Nitsche Dramaturgie: Deborah Einspieler
Besetzung: Die Verrückte: John Mark Ainsley Abt: Soon-Won Kang
Reisender: Robin Adams Fährmann: Simon Bailey Stimme des Jungen: Maverick Nawson Mönche:
Sascha Glintenkamp, Kai Florian Bischoff, Christian Dietz, Christopher Gärtner, Sebastian Kitzinger, Georg Poplutz Erscheinung des Jungen: Christian Holper / David Schestag
Flöte: Eric Lamb Horn: Milen Boubbov Viola: Christoph Klein Kontrabass: Wolfgang Güntner Harfe: Jenny Ruppik Schlagzeug:
Simon Bernstein Orgel: Michael Schneider
Vokal- und Instrumentalensemble der Hochschule für Musik- und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
„Ein Stück wie geschaffen
(...) für Frankfurts Kulurkathedrale, das Bockenheimer Depot“. So stand 2004/05 in einer Premierenkritik zu Curlew River von Benjamin Britten (1913-1976) zu lesen. Die Inszenierung stammt von
Axel Weidauer, der seit 1999 als Spielleiter an der Oper Frankfurt engagiert ist. Nun wird das Werk zum ersten Mal wiederaufgenommen, wobei es im Vergleich zur Premierenbesetzung keine
Neuerungen zu verzeichnen gibt: Unter der musikalischen Leitung von Solorepetitor Erik Nielsen singen wieder John Mark Ainsley (Wahnsinnige Frau), Soon-Won Kang (Abt), Robin Adams (Reisender)
und Simon Bailey (Fährmann) sowie verschiedene Nachwuchskünstler (Mönche). Zudem ist auch das Instrumentalensemble der Frankfurter Musikhochschule erneut mit von der Partie.
Die
Uraufführung der „Kirchenparabel“ fand am 12. Juni 1964 in der Pfarrkirche Orford im Rahmen von Brittens eigenen Festspielen in Aldeburgh (Suffolk) statt. Die Ursprünge des Werkes gehen auf
einen Aufenthalt des Komponisten in Japan 1956 zurück, wo Britten ein Nō-Spiel mit dem Titel Sumidagawa besuchte und von der Intensität dieses altjapanischen Dramas tief beeindruckt war.
Er ließ sich von diesem Erlebnis schöpferisch inspirieren und stellte sich die Aufgabe, den Stoff in einer europäisch-christlichen Interpretation als Kirchenoper neu zu vertonen. Der
Herausforderung, Sumidagawa nicht als reine Persiflage neu zu gestalten, sind Britten und sein Librettist, der Dichter William Plomer, dadurch gerecht geworden, dass Sie die Handlung von
einer Mönchsgesellschaft spielen lassen. Der Stoff wird also als Spiel innerhalb eines Spiels dargestellt.
Zur Handlung: Ein Abt zieht mit seinen Mönchen in die Kirche ein und kündigt
ein Mysterienspiel an. Drei Mönche stellen eine wahnsinnige Frau, einen Fährmann und einen Reisenden dar. Das Spiel beginnt am Fluss der Möwen: Der Fährmann will Pilger über den Fluss zu
einem Heiligtum bringen. Die Wahnsinnige, auf der Suche nach ihrem entführten Sohn, bittet darum, mitgenommen zu werden. Der Fährmann erzählt, wie ein Jahr zuvor ein kranker Junge am anderen
Ufer starb und dort begraben wurde. Die Mutter erkennt, dass es sich dabei um ihren Sohn handeln muss, und schließt sich den Pilgern an. Am Grab des Jungen erscheint dessen Geist und
vertröstet sie auf ein Wiedersehen am Auferstehungstag. Das Kind segnet die Mutter und kehrt in sein Grab zurück. Die Wahnsinnige wird dadurch gesund. Das Spiel ist aus, der Abt erklärt die
Offenbarung Gottes, durch dessen Gnade der Wahnsinn der Mutter geheilt wurde. [© Oper Frankfurt]
www.oper-frankfurt.de
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