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Oper: Aida
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AIDA Oper in vier Akten und sieben Bildern
Von: Guiseppe Verdi: Text: Antonio Ghislanzoni
Uraufführung:
24. Dezember 1871 (Kairo, Dar Elopera Al Misria)
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Zur Inszenierung der Oper Hamburg:
Premiere: 16. Mai 10
Musikalische Leitung:
Carlo Montanaro Inszenierung: Guy Joosten Bühnenbild: Johannes Leiacker Kostüme: Jorge Jara Licht: Davy Cunningham Chor: Florian Csizmadia
Besetzung:
Il Re: Wilhelm Schwinghammer Amneris: Laura Brioli Aida: Latonia Moore Radamès: Franco Farina Ramfis:
Diogenes Randes Amonasro: Andrzej Dobber Un Messagero: Dovlet Nurgeldiyev Una Sacerdotessa: Maria Markina
Es spielen die Philharmoniker Hamburg.
Es singt der Chor der Hamburgischen Staatsoper
www.hamburgische-staatsoper.de
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Zum „Spiel auf dem See 2009/10“ der Bregenzer Festspiele:
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© Bregenzer Festspiele / andereart
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Premiere: 22. Juli 09 Wiederaufnahme 2010: 22. Juli 10 Weitere Aufführungen 2010:
23., 24., 25., 27., 29., 30. und 31. Juli - 21.15 Uhr 1., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 11., 12., 13., 14., 15., 17., 18., 19., 20., 21., und 22. August - 21.00 Uhr
Musikalische Leitung: Carlo Rizzi, Gareth Jones Inszenierung: Graham Vick Bühne & Kostüme: Paul Brown Choreographie: Ron Howell Licht:
Wolfgang Göbbel Akustik: Wolfgang Fritz Chorleitung: Anna Szostak, Wlodzimierz Siedlik Chorleitung Bregenzer Festspielchor: Benjamin Lack
Der König
: Bradley Garvin, Kevin Short, Keel Watson / Kevin Short / Bradley Garvin Amneris: Maria José Montiel, Iano Tamar, Guang Yang /
Iano Tamar / Liuba Sokolova / Guang Yang Aida: Catherine Naglestad, Tatiana Serjan, Indra Thomas / Maria José Siri / N.N. / Indra Thomas Radames: Rubens Pelizzari, Arnold Rawls, Philip Webb / Rubens Pelizzari / Arnold Rawls / Philip Webb Ramphis: Sorin Coliban, Andrew Gangestad, Tigran Martirossian / Sorin Coliban / Andrew Gangestad / Tigraen Martirossian Amonasro: Quinn Kelsey, Iain Paterson, Vittorio Vitelli / Quinn Kelsey / Dimitri Platanias / Vittorio Vitelli Ein Bote: Joseph Guyton, Ronald Samm / David Danholt Eine Priesterin: Elisabetta Martorana, Talia Or / Elisabetta Martorana / Talia Or
grün = Besetzung 2010 grün = Besetzung 2010
Wiener Symphoniker Sängerensemble der Stadt Katowice - „Camerata Silesia“ Polnischer Rundfunkchor Krakau Bregenzer Festspielchor
Bühnenmusik: Kooperation mit dem Vorarlberger Landeskonservatorium Tänzer Statisterie
Aida von Giuseppe Verdi Regisseur Graham Vick und Bühnenbildner Paul Brown haben Verdis monumentale Wüstenoper Aida am Bodensee im Sommer 2009 kurzerhand ins Wasser versetzt und mit ihrer
eigenwilligen Interpretation Besucher und Kritiker begeistert. Aida ist auch im Sommer 2010 wieder am Bodensee zu sehen, Premiere ist am 22. Juli 2010.
Sänger im Wasser Vick und Brown war es ein großes Anliegen, den Bodensee für Aida nicht nur als grandiose Kulisse, sondern als integralen Bestandteil der Inszenierung zu nutzen: Schließlich
liegt und lebt Ägypten seit Jahrtausenden am Nil. Sie erschufen Schiffe und Plattformen, Bühnenteile, die sich aus dem Wasser erheben, Auftrittsorte für Sänger, Choristen und
Statisten, die nicht nur am, sondern stellenweise auch im Wasser liegen.
Die aus Teilen einer zerborstenen Statue bestehende Bühne am Bodensee wird mittels zweier riesiger Kräne allabendlich vor den Augen des Publikums zusammengesetzt – was
im Sommer 2009 nicht nur knapp 200.000 Besucher, sondern auch die Kritiker begeisterte: „Man fragt nicht, man staunt, und wird von der Wucht der live und gigantoman sich
zusammensetzenden Opernbilder bezaubert und überwältigt“, hieß es etwa in der Zeitung „Die Welt“.
Eine Oper der Superlative Die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der äthiopischen Prinzessin Aida – einst als Sklavin an den Nil verschleppt – und dem ägyptischen Feldherrn Radames begeisterte
schon bei der Premiere 1871 in Kairo das Publikum. Seitdem ist sie zu einem der beliebtesten und meistgespielten Werke der Opernliteratur avanciert.
Verdi hatte Aida von Anfang an als eine Oper der Superlative konzipiert, die alle Elemente der Gattung perfekt in sich vereint: Prunkvolle Chorszenen und mitreißende
Marschrhythmen, lyrische Naturschilderungen, prächtige Arien und romantische Duette stehen harmonisch nebeneinander, in ihrer Wirkung noch vertieft durch das exotische
Kolorit der Musik. Der bekannte Triumphmarsch mit seinen schmetternden Fanfaren und prächtigen Chören markiert musikalisch wie szenisch einen der Höhepunkte der "Großen
Italienischen Oper".
Liebe bis in den Tod Lebendig eingemauert als Strafe für ihre Liebe und seinen Verrat – so enden die schöne Aida und der stolze Radames. Ein Tod, wie er erbarmungsloser nicht sein könnte, und
doch ein Ende erfüllt von Klängen, die das grausame Schicksal, das die beiden erwartet, nicht ahnen lassen. Denn genau in diesem Moment erhebt sich der Schlussgesang "O
terra addio, addio valle di pianti" – "Leb wohl, o Erde, o du Tal der Tränen" – so zart, so rein, so lichterfüllt und strahlend, als könne nichts und niemand dieser Liebe etwas
anhaben. Der gemeinsame Tod trägt Aida und Radames hinfort, ein letztes Mal vereint in ewiger Umarmung.
Große Leidenschaften, tragische Konflikte Dass er auf Puccini wieder Verdi folgen lasse, habe triftige Gründe, erklärt Intendant David Pountney: "Es kommt natürlich nicht von ungefähr, dass ich mich entschlossen habe,
nach Tosca wieder eine Oper von Giuseppe Verdi auf die Seebühne zu bringen. Denn sie ist einfach ein grandioser Ort für all das, was dieser Komponist am besten beherrschte:
große Leidenschaften und tragische Konflikte in mitreißende Musik zu verwandeln. Aber Aida ist auch eine sehr moderne Parabel über Nationalismus, Kriegslust und Feindeshass
und ein Stück, das zeigt, dass es in einem Krieg nur Verlierer geben kann."
Einzigartige Verdi-Serie David Pountney selbst hat mit seiner packenden, begeistert aufgenommenen Inszenierung von Verdis Nabucco in den Sommern 1993 und 1994 die einzigartige Serie von
Aufführungen dieses Komponisten auf der Seebühne begründet. Spätestens seit das Bild des Maskenballs mit seinem im Buch des Lebens blätternden Skelett 1999 um die Welt
ging, war klar, dass die Bregenzer Seebühne und Giuseppe Verdi perfekt zueinander passen: Die Atmosphäre und Umgebung des Spiels auf dem See scheint wie geschaffen für
die Werke des berühmten Italieners, die mit ihren großen Chören, feierlichen Massenszenen und dramatischen Duetten schon immer dieser großen Bühne mit ihren imposanten
Bühnenskulpturen zugedacht gewesen zu sein scheinen.
Ein Italiener, drei Briten – und ein erfahrener Seebühnen-Profi Die musikalische Leitung von Aida liegt beim italienischen Dirigenten Carlo Rizzi, es inszeniert der bekannte britische Regisseur Graham Vick, die Ausstattung stammt von seinem
Landsmann Paul Brown. Für die Choreographie zeichnet Ron Howell verantwortlich und für das Licht der bereits mehrfach "seebühnenerprobte" Wolfgang Göbbel.
[© Babette Karner]
Preise So - Do: EUR 272*/190*/112*/90/70/48/28 Preise Fr & Sa: EUR 288*/205*/132*/110/90/70/48
*Karten dieser Kategorien sind bei Absage oder einer Spielzeit der Seeaufführung unter 90 Minuten für die halbszenische Version von Aida im Festspielhaus gültig und werden
nicht rückerstattet.
Inhalt:
Erster Akt Die Äthiopier sind wieder in Ägypten eingefallen, um die dort als Gefangene am Hof lebende Tochter ihres Königs zu befreien. Diese liebt unerkannt Radames, der von den
Priestern zum Feldherrn gegen die Eindringlinge bestimmt wird. Radames hofft, durch einen Sieg Aidas Hand erlangen zu können. Aber auch Amneris, die Königstochter, liebt den
jungen Feldherrn und vermutet in Aida eine Rivalin. Ein Bote verkündet, dass die Äthiopier bereits nach Theben vorrücken, der König ernennt Radames zum Feldherrn. Während
alle zum Tempel des Phta, des höchsten Gottes, eilen, um Radames feierlich das heilige Kriegsschwert zu überreichen, bleibt Aida verzweifelt allein und weiss nicht, wem sie den
Sieg wünschen soll.
Zweiter Akt Amneris lässt sich von ihren Sklavinnen zum Empfang des Siegers Radames schmücken und erfährt von Aida, die sie geschickt ausforscht, dass die Sklavin Radames liebt. Dann
gibt sie sich als ihre Rivalin zu erkennen. Drohend befiehlt Amneris Aida, sie zum Triumphzug des Feldherrn zu begleiten.
Radames wird vor den Toren Thebens von König, Priestern und Volk begeistert empfangen. Amneris reicht ihm den Lorbeerkranz. Amonasro, der König von Äthiopien, befindet
sich unter den vorbeiziehenden Gefangenen, aber nur Aida erkennt ihn. Amonasro, der sich als Offizier ausgibt, behauptet, der äthiopische König sei getötet worden und bittet mit
seinen Kriegern um Gnade Radames, durch die Tränen seiner Geliebten gerührt, erbittet vom König die Freilassung der Gefangenen. Ramphis und die Priester erheben Bedenken.
Sie können schliesslich erreichen, dass Aida und Amonasro als Geiseln in Ägypten bleiben müssen. Der König verlobt seine Tochter mit Radames, das Volk jubelt.
Dritter Akt Am Ufer des Nils, einen Tag vor der Trauung mit Radames, begibt sich Amneris mit Ramphis in den Tempel, um Glück für ihre Liebe zu erflehen. In der Nähe wartet Aida auf ein
heimliches Zusammentreffen mit Radames. Zuvor erscheint aber Amonasro und macht seiner Tochter Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat und auf eine Zukunft mit Radames.
Er kann sie überreden, von Radames den neuen ägyptischen Kriegsplan in Erfahrung zu bringen. Als sich Radames nähert, kann ihn Aida durch Klagen und Bitten zur Preisgabe
des Kriegsplans und Flucht verleiten. Amonasro stürzt aus seinem Versteck und will mit beiden fliehen. Radames erkennt entsetzt, dass er sein Vaterland verraten hat. Amneris,
die mit Ramphis den Tempel verlassen hat, belauscht den letzten Teil der Auseinandersetzung und hört, dass ihr Verlobter Heimat, Götter und sie selbst verriet. Sie ruft die
Wachen. Amonasro, der sich mit dem Dolch auf Amneris stürzt, wehrt Radames ab. Aida und ihr Vater fliehen, Radames lässt sich widerstandslos festnehmen.
Vierter Akt Amneris ist verzweifelt: Ihre Rivalin ist entflohen, der Geliebte wurde des Landesverrats angeklagt und soll sich vor dem Gericht der Priester rechtfertigen. Sie bietet Radames an,
ihn zu retten, wenn er auf Aida verzichte. Dieser lehnt ab, weil ihm ein Leben ohne Aida undenkbar ist. Er wird von den Priestern, weil er sich nicht verteidigen kann und will,
verurteilt, lebend unter dem Tempel eingemauert zu werden. Umsonst versucht die verzweifelte Amneris, die Priester zur Milde zu bewegen.
Radames ist in einem Gewölbe des Phta-Tempels eingeschlossen worden, es gibt kein Entkommen. Er denkt an Aida, da löst sich aus dem Dunkel ein Schatten: Aida hat sich
unbemerkt in das Gebäude eingeschlichen, um mit dem Geliebten zusammen zu sterben. Beide nehmen Abschied vom Leben, während oben im Tempel die Triumphgesänge der
Priester ertönen, die sich mit den Bitten von Amneris, die dem Geliebten Frieden wünscht, vermischen. [ © Bregenzer Festspiele]
www.bregenzer-festspiele.com
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Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:
Premiere: 31. Januar 09
Musikalische Leitung: Guido Johannes Rumstadt Inszenierung: Jens-Daniel Herzog Bühne und Kostüme: Mathis Neidhardt Choreinstudierung: Edgar Hykel
Dramaturgie: Johann Casimir Eule
Besetzung: Der König: Guido Jentjens/Vladislav Solodyagin Amneris, seine Tochter: Jordanka Milkova
Aida, äthiopische Prinzessin: Mardi Byers Radames, Hauptmann der Wache: David Yim Ramphis, Oberhaupt der Priester: Guido Jentjens/Nicolai Karnolsky
Amonasro, König von Äthiopien und Vater von Aida: Mikolaj Zalasinski Ein Bote: Jeong-Kyu Kim Eine Tempelsängerin: Leah Gordon/Maria Kostraki
www.staatstheater-nuernberg.de
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Zur Inszenierung des Theater Aachen:
Premiere: 31. August 08
Musikalische Leitung:
Marcus R. Bosch Inszenierung: Ewa Teilmans Bühne: Oliver Brendel Kostüme: Sandra Münchow Choreinstudierung: Frank Flade Dramaturgie:
Michael Schmitz-Aufterbeck
Besetzung: Der König: Pawel Lawreszuk Amneris: Sanja Anastasia Aida: Irina Popova Radamès: Yikun Chung
Ramphis: Woong-jo Choi Amonasro: Bastiaan Everink Ein Bote: Sung-Jin Kim Eine Tempelsängerin: Michaela Maria Mayer
und der Opernchor Theater Aachen, Extrachor Theater Aachen und das sinfonieorchester Aachen und Statisterie Theater Aachen
Ewa Teilmans und marcus R. Bosch erarbeiten nach “La Bohéme”
und “Rigoletto” Verdis zeitlos aktuelle Geschichte: IN großen Tableaus und als dramatisches Kammerspiel wird die monumentale Oper um Macht, Liebe und Tod erzählt.
www.theater-aachen.de
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Zur Inszenierung des Opernhaus Zürich in der Saison 2005/06:
Premiere: 28. Mai 06
Dirigent:
Adam Fischer Inszenierung: Nicolas Joel Bühnenbild: Ezio Frigerio Kostüme: Franca Squarciapino Lichtgestaltung: Hans-Rudolf Kunz
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger Choreographie: Stefano Giannetti
Mit:
Aida: Nina Stemme Amneris: Luciana d Intino Una sacerdotessa:
Christiane Kohl Radames: Salvatore Licitra Amonasro: Juan Pons Ramfis:
Matti Salminen 28. Mai, 2., 5., 8. und 11. Juni sowie vom 7. Juli 2006 / Pavel Daniluk (31. Mai und 15. Juni 06) Il Re: Günther Groissböck Un messagero:
Miroslav Christoff
Opernhaus Zürich (externer Link)
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Verdis Meisterwerk als Arena-Produktion 2006:
15.&16. April - München 19.-21. Mai - Mannheim
2. September - Düsseldorf
Wahrscheinlich kennen Sie Giuseppe Verdis AIDA – schließlich zählt sie zu einer der meistaufgeführtesten Opern der Welt! Aber so wie in dieser spektakulären Inszenierung
werden Sie die tragische Liebesgeschichte der Titelheldin und des ägyptischen Feldherrn Radames vermutlich noch nicht erlebt haben: Im Rahmen dieser Opernevents werden
die Pyramiden für einen Tag nach Deutschland versetzt: Die Arenen und Stadien verwandeln sich in eine ägyptische Provinz, ihr gesamter Innenraum wird zentimeterhoch von Sand bedeckt sein. Wo sonst Eishockey-Spieler dem Puk oder Fußballer dem Ball hinterher jagen, werden sich Palmen und Tempelbauten in einer mystischen Landschaft aus
künstlichen Seen und Flüssen spiegeln, statt Sportlern tummeln sich Sklaven, Handwerker, Krieger, Bogenschützen, Priester, Könige und Prinzessinnen auf der Fläche - bis zu
1000 Mitwirkende werden diese gigantischen „In-The-Round“-Produktionen zählen. So wird AIDA zum unvergesslichen Opernereignis, das seine Zuschauer um 2500 Jahre in
der Zeit zurückversetzt - an den Ort, den der Pharao für seine Pyramide ausgewählt hat. Das Publikum erlebt eine großartige Kulisse, in der Fischer ihre Netze flicken, Arbeiter
mit ihren Kindern spielen, ägyptische Priester ihre Zeremonien halten und Soldaten beim täglichen Drill für den Kampf trainieren.
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In dieser Atmosphäre bieten die Inszenierungen ein perfektes Zusammenspiel von Größe und Intimität und schaffen eine synergetische Verbindung zwischen musikalischem
Hochgenuss und opulentem visuellen Schauspiel.Dies ist die Kulisse für eine AIDA-Inszenierung, die trotz aller optischer Superlative mehr ist als eine reine Bilderflut – diese
Elemente machen sie zu einem besonderen sinnlichen Erlebnis, ohne die Oper in den Hintergrund zu drängen. Die donnernden Galopp-Jagden zwei-spännigen Kriegswagen
sollen nicht bloßer Augenschmaus, sondern mit-reißende Plattform sein, die die Solo-Stimmen und Chorpassagen unterstützt und erweitert. Für den entsprechenden
akustischen Genuss garantieren erstklassige Solisten, Orchester und Dirigenten sowie namhafte Opern-Chöre.
Üppig, prächtig, mächtig – einfach riesig, diese „Aida“
BILD Hannover
„AIDA“ GIGANTISCH: Große Oper auf der Sandbahn Neue Presse Hannover
500 Tonnen Wüstensand, Sklaven, Krieger, Könige, Feuer, Pferde und Geier: … die fulminante Großoper Aida in der TUI-Arena Hannoversche Allgemeine
Mitreißendes Erlebnis von großer Dichte Cellesche Zeitung
„Auch Masse kann mitunter Klasse haben, sogar in der Oper. Verdienter Jubel am Ende für alle.“ Die Welt
„Große Oper im wahrsten Sinne des Wortes!“ Hamburger Abendblatt
„Pompöse, bildgewaltige Oper: AIDA begeisterte das Publikum.“ Hamburger Morgenpost
Termine: 15. & 16. April 2006, München, Olympiahalle 19. - 21. Mai 2006, Mannheim, SAP ARENA 02. September 2006, Düsseldorf, LTU arena
Weitere Informationen und Tickets unter www.arena-oper.de (externer Link)
Z ur Entstehung
Der damalige Vizekönig von Ägypten, Ismail Pascha, war nicht nur sehr am Fortschritt interessiert;
er war auch sehr reich. Er ließ den Suezkanal bauen und ein weitverzweigtes Eisenbahnnetz erstellen. Und er errichtete in nur einem halben Jahr das erste Opernhaus auf afrikanischem Boden.
Dieses wurde am 6. November 1869 mit Verdis Oper "Rigoletto" eröffnet.
Um das Ansehen seiner Oper noch zu steigern, hatte Ismail Pascha eine Idee: Er wollte eine Oper
mit ägyptischem Inhalt bei einem angesehenen europäischen Komponisten in Auftrag geben. Paschas Berater und Chefarchäologe Auguste Mariette Bey schrieb eine Art "Drehbuch" zu einer
altägyptischen Legende namens AIDA. Von dieser Abhandlung wurden einige Exemplare gedruckt. Eines schickte Mariette im April 1870 an einen Freund, den französischen Librettisten Camille du
Locle. Dieser sollte den Entwurf an Verdi weiterleiten. Falls der Maestro ablehnen würde, kämen noch Gounod oder Wagner als Komponisten in Frage. Verdi allerdings war an der ägyptischen
Handlung sehr interessiert.
Im Frühsommer 1870 begann er mit der Übersetzung des AIDA-Entwurfs. Er teilte du Locle mit,
dass er den Auftrag annehmen würde. Allerdings forderte er 150.000 Franken allein für die Aufführungsrechte in Ägypten - eine bis dahin einmalige Gagenforderung für eine
Auftragskomposition. Am 10. Juni 1870 telegraphierte der Vizekönig Ismail Pascha Verdi seine Zusage. Das Werk sollte im Januar 1871 aufgeführt werden.
Verdi bearbeitete den Entwurf zusammen mit Camille du Locle. Dann schickte er ihn an einen befreundeten Librettisten, Antonio Ghislanzoni. In einem Treffen zwischen ihm und
Verdi wurden alle Einzelheiten des AIDA-Projektes besprochen. Danach fand jeder weitere Austausch nur noch brieflich statt.
Am 26. August 1870 nahm Verdi den endgültigen Vertrag an. Eine Einschränkung behielt sich der Maestro allerdings vor: Das Recht, die Oper an einem Ort seiner Wahl
uraufführen zu lassen, wenn es ohne sein Verschulden zu einer Verzögerung der Kairoer Uraufführung käme. Ferner sollte das Honorar in Gold gezahlt werden, da die
wirtschaftliche Lage durch den Deutsch-Französischen Krieg recht unsicher schien.
Obwohl Verdi seine Komposition AIDA bereits im November 1870 fertiggestellt hatte, konnte die Aufführung noch nicht stattfinden: Die von Mariette Bey entworfenen Kostüme
und Dekorationen waren im von Preußen belagerten Paris eingeschlossen. Um Ägypten nicht um das Recht der Uraufführung zu bringen, verschob Verdi auch die europäische
Erstaufführung. Die hätte im Februar 1871 an der Mailänder Scala stattfinden sollen.
Die unfreiwillige Pause nutze der Komponist, um sein Werk noch einmal zu überarbeiten. (Ein vierstimmiger Priesterchor im 3. Akt wurde zum Unisono, die Romanze der Aida
wurde zu Beginn des 3. Aktes hinzugefügt). Am 20. September 1871 übergab Verdi die handschriftliche Kopie seiner AIDA-Partitur dem Direktor der Kairoer Oper und nahm seine Gage in Empfang.
Am 24. Dezember 1871 kam AIDA mit einem Jahr Verspätung in Kairo zur Uraufführung. Verdi hatte nicht an den Proben teilgenommen. Der Dirigent und Kontrabassist Giovanni
Bottesini informierte Verdi via Telegraph über den Stand der Dinge. Auch bei der Uraufführung war der Maestro nicht zugegen. Sie war für ihn lediglich ein Test für die
europäische Premiere am 08. Februar 1872. Diese allerdings hatte der damals 58jährige Verdi sehr gut vorbereitet – sie wurde zu einem überwältigenden Erfolg.
Inhalt:
Ägypten zur Zeit der Pharaonen an dem Ort, den der herrschende König für den Bau seiner
Pyramide auserwählt hat. In den Dörfern ringsum leben die Handwerker sowie deren Frauen und Kinder. Es ist Sommer und der Pharao in Begleitung seiner Tochter Amneris sowie einem Gefolge
von Priestern und Sklaven ist gekommen, um das Modell seiner Pyramide zu besichtigen. Aida, die Tochter des äthiopischen Königs Amonasro, dient seit einem Sieg Ägyptens über ihr Vaterland
unerkannt als Sklavin der Pharaonentochter Amneris. Beide, Amneris und Aida, lieben leidenschaftlich Radames, den jungen Offizier der Palastwache, der aber nur die Gefühle von Aida erwidert.
Erster Akt
Erste Szene Ein bewaffneter Konflikt zwischen Ägypten und Äthiopien steht unmittelbar bevor und Radames
wird zum Oberbefehlshaber der ägyptischen Truppen ernannt. Amneris entdeckt, dass Radames nicht sie, sondern ihre äthiopische Sklavin Aida liebt.
Die Äthiopier sind ins Niltal eingefallen. In der ägyptischen Hauptstadt werden voller Geschäftigkeit
Vorbereitungen zu einer Gegenoffensive getroffen. Im Atrium des Königspalastes zu Memphis gibt Oberpriester Ramfis bekannt, dass die Göttin Isis bereits einen
Oberbefehlshaber für die Truppen bestellt habe und dass sein Name schon bald bekannt gegeben werde.
Radames, der Befehlshaber der Wachhabenden, hofft, dass er der Auserkorene Mann sein wird: „Se quel guerrier io fossi!“ (Wenn ich der Feldherr sein dürfte!). Im Falle eines
Sieges könnte er stolz und lorbeergekrönt zu seiner angebeteten Aida zurückkehren: „Celeste Aida“ (Holde Aida).
Als Amneris, die Tochter des Pharaos, erscheint, erzählt ihr Radames von seinem innigen Wunsch, zum Feldherrn ernannt zu werden. Amneris fragt ihn, ob er keine anderen,
romantischeren Verlangen habe. In Gedanken reagiert Radames mit den Worten: „Qual’ inchiesta!“ (Welch unverschämte Frage!). Doch Radames’ Gefühle sind deutlich von
seinem Gesicht abzulesen, als er Aida näher kommen sieht. Amneris ahnt ziemlich sicher, dass Radames nicht sie, sondern ihre äthiopische Sklavin Aida liebt.
Eine Fanfare kündet das Kommen des Pharaos und seines Gefolges an. Ein Bote bringt den Bericht, dass die Äthiopier unter der Führung ihres Königs Amonasro den Angriff
begonnen haben. Niemand in Ägypten weiß, dass Aida die Tochter dieses Feindes ist.
Der Pharao gibt bekannt, dass Radames den Feldzug gegen die Äthiopier leiten wird. Amneris überreicht Radames eine Fahne mit den Worten: „Ritorna vincitor!“ (Kehre als
Sieger zurück!). Alle stimmen mit diesem Wunsch überein, dann begleitet Oberpriester Ramfis Radames zum Tempel, wo er geweiht werden soll. Aida bleibt allein zurück. Sie ist
sich darüber im klaren, dass ihr innigster Wunsch – die unversehrte Rückkehr von Radames – gleichzeitig das Todesurteil für ihr Volk und ihre Familie ist.
Zweite Szene Im Tempel
Radames wird zum Oberbefehlshaber der ägyptischen Truppen geweiht.
Im Tempel beschwören Priesterinnen die Gottheit Pthà und beten um einen Sieg. Während eines heiligen Tanzes der Priesterinnen wird Radames hereingeführt. Im Namen der
Gottheit und Ägyptens wird er zum Oberbefehlshaber der Truppen geweiht: „Nume, custode e vindice“ (Gott, der unser Beschützer ist). Am Ende des Rituals wird Radames
das heilige Schwert überreicht. Damit endet das Ritual, und er ist offiziell zum Feldherrn gekürt.
Zweiter Akt
Erste Szene In den Gemächern der Amneris
Amneris macht sich in ihren Gemächern fein. Radames und seine Truppen werden jeden Augenblick zurückerwartet. Durch eine List vermag Amneris ihrer Sklavin Aida zu
entlocken, dass sie Radames liebt.
Radames hat die Äthiopier geschlagen und wird in Kürze an der Spitze seines siegreichen Heeres eintreffen. In den Gemächern von Amneris wird eine Ode auf den Sieg
gesungen, während Amneris sich schön macht und sich für die Heimkehr des Radames glanzvoll kleidet. Dabei träumt sie von dem angebeteten Radames: „Ah! Vieni amor mio,
m’inebria… fammi beato il cuor!“ (Oh, komm, mein Geliebter, berausche mich…beglücke mein Herz!). Als Aida die Gemächer betritt, wird allen von Amneris Schweigen auferlegt:
“Silenzio! Aida verso noi s’avanza, figlia de’vinti… il suo dolor m’è sacro“ (Still! Da kommt Aida, die zu den Besiegten gehört… ihr Kummer ist mir heilig). Mit geheucheltem
Mitgefühl sagt Amneris zu ihrer Sklavin Aida, wie schrecklich es für sie sein müsse, dass ihr Volk die Schlacht verlieren musste. Doch versichert ihr Amneris, dass die Zeit und
vor allem die Liebe (!) schließlich alle ihre Wunden heilen werden. Als es Amneris nicht gelingt, Aida mit diesen Worten aus der Reserve zu locken, erzählt sie ihr, dass Radames
während des Feldzuges gestorben sei. Aidas Tränen sprechen für ihre Gefühle. Als Aida vor Glück strahlt, nachdem Amneris ihre Lüge gesteht: „lo t’ingannava… Radamès
vive!“ (Ich habe Dich betrogen… Radames lebt!), ist Amneris überzeugt, dass sie und Aida Rivalinnen sind.
Aida bekennt nun offen ihre Liebe zu Radames und fleht Amneris an, sie, die schon so viel Glück und Reichtum in ihrem Leben kennt, ihr wenigstens diese Liebe zu lassen.
Amneris schlägt dies rundweg ab. Mehr noch: voller Hass und Eifersucht macht ihr Amneris klar, dass, wenn Aida es wagen sollte, sich zwischen sie und Radames zu
drängen, sie dies mit dem Tode bezahlen werde. Triumphierend befiehlt Amneris ihrer Sklavin zu allem, im Staub zu ihren Füßen, Radames und seine Truppen willkommen zu heißen.
Zweite Szene
Vor den Toren von Memphis
Radames und seine Truppen ziehen mit ihren Gefangenen und erbeuteten Schätzen triumphierend in die Stadt ein. Einer der Gefangenen ist Aidas Vater Amonasro, der König
von Äthiopien. Im Tausch gegen seinen Sieg darf Radames die gefangenen Äthiopier freilassen. Außerdem schenkt der König ihm die Hand seiner Tochter Amneris.
Eine große Menschenmenge hat sch versammelt, um den siegreichen Einzug von Radames und seinen Truppen zu feiern. Auch der Pharao und alle amtlichen und religiösen
Würdenträger sind anwesend, wie auch Amneris und Aida. Begleitet vom Triumphmarsch „Gloria all’Egitto“ (Hoch lebe Ägypten), marschiert Radames in die Stadt ein. Hier wird
er vom Pharao ehrenvoll mit den Worten „Salvator della patria“ (Retter des Vaterlands) willkommen geheißen und von Amneris mit einem Lorbeerkranz gekrönt. Jeder Wunsch,
so gelobt der Pharao, soll Radames erfüllt werden.
Die gefangenen Äthiopier werden vorgeführt. Unter ihnen befindet sich auch König Amonasro, als äthiopischer Offizier verkleidet. Als Aida ihn unter den Gefangenen entdeckt,
läuft sie auf ihn zu. Die beiden umarmen sich, und Amonasro flüstert schnell: „Non mi tradir!“(Verrate mich nicht!). Dann erkundigt sich der Pharao, wer Amonasro sei. Amonasro
antwortet, dass er Aidas Vater sei, ein Soldat, der vergeblich für seinen König und sein Land kämpfte.
Radames ist tief bewegt: Welch schreckliches Spiel des Schicksals, dass seine geliebte Aida ausgerechnet dann mit ihrem Vater vereint wird, als dieser ein zum Tode
verurteilter Gefangener ist. Dann aber fällt Radames ein, dass er beim Pharao einen Wunsch frei hat, und bittet um die Freiheit aller äthiopischen Gefangenen.
Die Bevölkerung begrüßt jubelnd Radames Wunsch, aber nicht jeder ist darüber glücklich. Amneris fürchtet, dass, wenn Aida freigelassen wird, der Weg für Aida und Radames
frei ist. Auch die Priester sind dagegen. Als jedoch Radames erklärt, dass seitens der Äthiopier doch keine Gefahr mehr drohe, nachdem ihr König Amonasro geschlagen
worden ist, beugt sich der Oberpriester Ramfis dem Wunsch, macht aber zur Bedingung, dass Aida und ihr Vater als Unterpfand für den Frieden in Ägypten zurückbleiben müssen.
Liebe als Friedensgarantie
Der Pharao verkündet, dass er seinem Volk ein noch viel besseres Unterpfand für den Frieden geben will: nämlich Radames. Der Pharao schenkt Radames die Hand seiner
Tochter Amneris, auf dass beide über Ägypten herrschen werden. Diese Verbindung zwischen dem Königshaus und dem ruhmreichen Feldherrn soll Ägypten den Frieden
garantieren. Amneris ist außer sich vor Freude, glaubt sie doch, Radames für sich gewonnen zu haben. Radames hingegen sagt sich, dass Ägyptens Thron nicht das Herz
Aidas aufzuwiegen vermag. Aida fragt sich verzweifelt, wie sie ohne Radames weiterleben soll. Die ägyptischen Gefangenen werden freigelassen.
Dritt er Akt
Erste Szene
An den Ufern des Nils, vor dem Isis-Tempel
Amneris bereitet sich im Tempel auf ihre Hochzeit vor. Draußen treffen sich Aida und Radames zum
letzten Mal. Durch ihren Vater aufgestachelt, entlockt Aida Radames ein wichtiges militärisches Geheimnis. Ohne es zu wollen, verrät Radames sein Land. Amneris ist Zeugin dieser Szene:
Radames wird gefangen genommen, Aida und Amonasro gelingt die Flucht.
Zu den Klängen von „O tu che sei d’Osiride madre immorata e sposa“ (Du, die Du die unsterbliche
Mutter und Frau des Osiris bist) nähert sich ein Boot auf dem Nil, dem Amneris und Oberpriester Ramfis entsteigen. Amneris wird die Nacht vor ihrer Hochzeit wachend und betend im Tempel
verbringen. Hier taucht auch Aida auf, weil sie sich mit Radames verabredet hat. Aida ist todunglücklich, dass sie Radames an Amneris verlieren wird. Trotzdem freut sie sich auf dieses
Treffen mit Radames. Sie möchte ihn noch ein einziges Mal sehen, bevor sie endgültig vom Leben Abschied nimmt. Sie will nicht ohne Radames leben und daher ihr Grab und ihre Ruhe in den
dunklen Tiefen des Nils suchen:„ O patria mia“ (Oh, mein Vaterland).
Plötzlich erscheint Aidas Vater Amonasro: „Ciel, mio padre!“ (Himmel, mein Vater!) und erzählt seiner Tochter eine List, mit deren Hilfe Aida und Radames für immer
zusammenbleiben könnten und in ihrem Vaterland Äthiopien Frieden herrschen könne. Er müsse dazu nur wissen, welchen Weg die ägyptischen Truppen auf ihrem neuen
Feldzug nach Äthiopien nehmen werden. Aida fragt ihren Vater voller Glück und Hoffnung, wie sie das in Erfahrung bringen kann. Amonasro weist seine Tochter auf ihr Treffen
mit dem ägyptischen Heerführer hin, der alle strategischen Pläne kenne. Aida wird klar, welchen Verrat an Radames sie begehen soll. Sie weigert sch. Amonasro droht, dass
durch Aidas Entscheidung von neuem Ströme von Blut durch Äthiopien fließen werden.
Aida fleht ihren Vater um Erbarmen an, der aber verflucht sie mit den Worten: „Non sei mia figlia! Dei Faraoni tu sei la schiava!“ (Du bist meine Tochter nicht! Du bist die Sklavin
der Pharaonen!). Nun gibt Aida der Forderung ihres Vaters nach. Tief unglücklich singt sie „O patria! O patria… quanto mi costi!“ (Vaterland, Vaterland… wie hoch ist dein Preis!).
Amonasro spricht seiner Tochter Mut zu und versteckt sich.
Aidas hoher Preis für das Vaterland
Radames erscheint vor dem Tempel der Isis. „Pur ti riveggio mia dolce Aida…” (Endlich seh’ ich dich wieder, meine holde Aida…). Voller Bitterkeit weist Aida diese Worte zurück.
Radames versichert Aida, dass er sie liebt, erzählt vom geplanten Feldzug und dass er den Pharao bitten wird, ihm Aida als Siegestrophäe zu schenken. Doch Aida weist
Radames auf die Tatsache hin, dass sie in dem Fall Amneris’ Rache zu fürchten hätten. Aida gemäß gibt es nur eine Möglichkeit, für immer vereint zu sein: nach Äthiopien zu
fliehen! Schließlich gibt Radames nach: „Sì, fuggiam da queste mure“ (Ja, verlassen wir dieses Land). Auf Aidas Frage, wie sie Ägypten heimlich verlassen können, antwortet
Radames arglos: „Le gole di Napata“ (Der Napata-Pass).
Amonasro ruft daraufhin aus seinem Versteck: „Beim Napata-Pass werden meine Krieger sein!“ Auf Radames’ Frage, wer sie belausche, zeigt sich Amonasro und antwortet: „
D’Aida il padre e degli Etiopi il Re!“ (Der Vater Aidas und der König Äthiopiens!). Radames wird klar, dass er sein Land verraten hat. Vergeblich versuchen Amonasro und Aida,
ihn zu beruhigen und zur Flucht anzustiften. In diesem Augenblick kommt Amneris aus dem Tempel und ruft: „Traditor!“ (Verräter). Amonasro sieht seinen Plan scheitern und
stürzt sich mit dem Dolch auf Amneris. Radames hält ihn jedoch zurück. Er ruft Aida und Amonasro zu, sie sollten fliehen, und ergibt sich dem Oberpriester Ramfis: „Sacerdote,
io resto a te“ (Priester, ich bleibe hier). Als letztes sieht Radames die von Soldaten verfolgten Amonasro und Aida.
Vierter Akt
Erste Szene
Vor den Türen des Gerichts im königlichen Palast
Radames wird von den Priestern wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Amneris bietet an, ihn als Gegenleistung für seine unbedingte Liebe zu retten. Radames weigert sich. Als
er abgeführt wird, sieht Amneris ein, dass sie selbst mit ihrer Eifersucht am Tode des Menschen, den sie liebte, schuld ist.
Im königlichen Palast geht Amneris vor den Türen des unterirdischen Gerichtssaals auf und ab. Drinnen haben sich die Priester versammelt, um ein Urteil über Radames zu fällen.
Widerstreitende Gefühle von Hass und Liebe wüten einem Orkan gleich in Amneris: Töten muss man den Verräter, er wollte mit Aida fliehen… stirb! stirb! „L’abborrita rivale a me
sfuggia“ (Die verhasste Rivalin ist mir entkommen). Aber dann sieht Amneris ein, dass sie Radames noch immer von Herzen liebt. Sie beschließt, ihn zu retten, und befiehlt der
Wache, Radames vorzuführen. Amneris macht Radames das Angebot, sich für seine Freiheit einzusetzen. Das einzige, was er tun müsse, sei seine Taten vor den Priestern zu
rechtfertigen. Radames gibt zur Antwort, dass er das nicht möchte. Zwar war ihm in einem unglücklichen Augenblick ein Geheimnis entschlüpft, aber in seinem Herzen war er
stets aufrecht und seinem Land treu geblieben. Amneris versucht, ihn zu überreden, da diese Haltung mit Sicherheit sein Todesurteil zur Folge haben werde. Das ist Radames
egal, denn ohne seine geliebte Aida will er gar nicht weiterleben. Um ihm seine Hoffnung zurückzugeben, erzählt ihm Amneris, dass Aida noch lebt, obwohl sie unauffindbar ist.
Radames ist entzückt. Er hofft, dass Aida ihren Weg nach Hause findet und nichts von seinem Schicksal erfährt. Was aber seine Verurteilung betrifft, so ändert er seine Haltung
nicht. Amneris fleht ihn an, Aida zu vergessen, eine Liebe, die nur seinen Tod bedeuten könne. Amneris bietet ihm an, zu leben, zusammen mit ihr, in Freiheit, wenn er Aida aus
seinem Herzen und seinen Gedanken verbanne. Aber Radames stirbt lieber, als seine Liebe zu Aida zu verleugnen. Die Wachen führen ihn ab, und Amneris fällt voller Verzweiflung zu Boden.
Amneris ist ratlos. „Ohime! ... morir mi sento… Oh! Chi lo salva?“ (O weh! ... ich sterbe! ... Wer wird ihn retten?). Als Diener des Todes beschimpft sie die Priester, als diese mit
Radames im unterirdischen Gerichtssaal verschwinden: „Ecco i fatali, gl’inesorati ministri dei morte!“ Doch Amneris begreift sehr wohl, dass sie selbst es war, die Radames den
Priestern ausgeliefert hat. Sie allein, mit ihrer verfluchten Eifersucht, wird Radames’ Tod auf dem Gewissen haben.
Im Gerichtssaal rufen die Priester: „Radames! Radames! Radames! Tu rivelasti della patria i segreti allo straniero… Discolpati!“ (Radames! Radames! Radames! Du hast
Geheimnisse Deines Landes dem Fremdling verraten… Verteidige Dich!). Radames schweigt. Die Priester setzen ihre Beschuldigungen fort; Radames schweigt. Dann fällen die
Priester das Urteil: „Traditor!“ (Verräter!). Radames wird wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Er soll bei lebendigem Leib begraben werden. Amneris verflucht die Priester.
Zweite Szene
Ein Tempel mit einer Krypta
Radames ist lebend eingemauert worden. Im Grabkeller findet er seine geliebte Aida wieder. Aida zieht es vor, lieber mit ihm zu sterben, als ohne ihn zu leben.
Während Radames in einem unterirdischen Gewölbe eingemauert ist, hofft er, dass Aida inzwischen in Äthiopien in Sicherheit ist. Wie gerne würde er sie noch einmal sehen.
„La fatal pietra, sovra me si chiuse“ (Der verhängnisvolle Stein schließt sich über mir). Dann vernimmt er einen Seufzer, sieht einen Schatten und erkennt Aida. Sie fallen
einander in die Arme. Aida ist bei Tagesanbruch in die Krypta geschlichen, um mit ihm zusammen sterben zu können. Über den Köpfen von Radames und Aida singen die
Priester einen Lobgesang auf die Gottheit Pthà. In Radames’ Ohren klingt dies wie eine triumphierende Bestätigung des durch sie vollstreckten Todesurteils. Wütend versucht
Radames, den Stein zu verrücken, der den Grabkeller abschließt, doch vergeblich. Aida sagt ihm, dass ihr Leben auf Erden zu Ende sei. Da fügt sich auch Radames in sein
Schicksal: „O terra, addio, addio, valle di pianti“ (Lebwohl, Erde, lebwohl, lebwohl, Tal der Tränen). Aida stirbt in den Armen Radames.
Vor der Krypta erscheint Amneris und wünscht Radames ewigen Frieden und Ruhe.
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