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Oper: Aida

AIDA
Oper in vier Akten und sieben Bildern

Von: Guiseppe Verdi:
Text: Antonio Ghislanzoni

Uraufführung: 24. Dezember 1871 (Kairo, Dar Elopera Al Misria)

Yasou Aida!
Ein deutsch-griechisches Freundschaftstreffen
Verdis Aida neu gefasst

Arrangement: Kharálampos Goyós
Text: Dimitris Dimopoulos
Idee: Alexandros Efklidis
Uraufführung: 19. Januar 2012 (Berlin, Neuköllner Oper)

Koproduktion der Neuköllner Oper und der Thessaloniki Concert Hall "Megaron" und The Beggars Operas, Athen

Yasou Aida!
Neuköllner Oper, Berlin
Lydía Zervanos (li) und Elpiniki Zervou, Darstellerinnen der Elpida
Foto: Matthias Heyde

Premiere:19. Januar 12 (Uraufführung)
Premiere / Thessaloniki Concert Hall "Megaron": 9. März 12


Regie: Alexandros Efklidis
Musikalische Leitung: Kharálampos Goyós / Hans-Peter Kirchberg / Lam Tran Dinh
Ausstattung: Andrea Nolte
Dramaturgie: Bernhard Glocksin

Ensemble:

Boss:
Michael Brieske
Krista: Mária Devitzaki
Anna Riche I / Choraltus: Sirin Kilic
Rainer Mess II / Chortenor: Fabian Martino
Rainer Mess I / Chortenor: Alexander Sascha Nikolić
Emmanouil Manos Stavrou I / Chorbass: Arkadios Rakopoulos
Emmanouil Manos Stavrou II / Chorbass: Vassilis Tsanaktsidis
Anna Riche II / Choraltus: Anna Warnecke
Elpida II / Chorsopran: Lydía Zervanos
Elpida I / Chorsopran: Elpiniki Zervou

Orchester:
Flöte / Alt-Saxophon / Melodika / Blockflöte:
Katja Reinbold / Stefan Klemm
Violoncello: Anja-Susann Hammer
Violoncello / Blockflöte / Bouzouki: Petra Kießling
Keyboard / Harmonium: Alexandra Hofrichter
Piano / Melodika: Kharálampos Goyós / Hans-Peter Kirchberg

Alles könnte so schön sein! Aida - eigentlich Elpida, aber das kann hier ja wieder keiner aussprechen - ist jung, attraktiv und erfolgreich. Ihr Auslandsstudium, absolviert mit summa cum laude, hat sie mit einem der begehrten Trainee-Plätze veredelt, was ihr beste Aufstiegschancen überall, nur nicht in ihrer Heimat eröffnet. Und jetzt hat sie auch noch Rainer Mess alias Radames kennen- und liebengelernt, den Shootingstar unter den deutschen EU-Spar-Kommissaren. Wären da nur nicht die verdammte Politik, Misswirtschaft, Korruption, die EZB und die vielen Hohepriester und Währungshüter. Und wäre da nicht die Vorladung von Manos Stavrou alias Amonasro, dem griechischen Finanzminister...
Yasou Aida – sei willkommen! Gemeinsam mit befreundeten griechischen Theatermachern haben wir einen durchaus humortauglichen Krisengipfel inszeniert, allerdings ohne Elefanten und Nilufer. Sorry. Dafür aber mit der originalen Musik und als Oper über eine Jugend, die etwas in der Gesellschaft bewegen will. Hier wie in Hellas, das unterzugehen einfach zu schön und zu wertvoll ist.
A propos Politik: bei uns zählt jede Stimme, auch Ihre! In Yasou Aida! wird unser Publikum zur Abstimmung und damit zu Einsätzen im Extrachor gebeten. Damit wir’s nicht vergessen: Demokratie heißt ja auch Bürgerengagement und Volksentscheid.
Als binationale Produktion wird Yasou Aida! im März auch in Thessaloniki / Griechenland zu sehen sein.

Kharálampos Goyós - Arrangement, Musikalische Einstudierung und Leitung
wurde 1977 in Athen geboren. Er studierte bei den Komponisten Philippos Tsalahouris und Dimitris Lionis und ist des Weiteren Absolvent der Musikfakultät der Athener Universität (Abschluss mit Bestbenotung). Der viermalige Stipendiat des IKY (staatliche Stipendienstiftung) schrieb folgende Opern: Little Red Riding Hood and the (Good) Wolf (I Kokkinoskoufitsa kai o (kalos) lykos, 1998) – Uraufführung 1998 im “Polytechno” Theater, Athen; Damage, an Opera in Seven Meals (Pligi, opera se epta gevmata, 2004), nach der Novelle Damage von Josephine Hart – Uraufführung 2008, Athens Festival; A Body (Ena soma, 2007), nach der Kurzgeschichte von Camillo Boito, Auftragswerk der Greek National Opera – Uraufführung 2008, Greek National Opera; Anthony’s Death (O thanatos tou Antony, in Kürze), Reminiszenz an die TV-Serie Candy Candy und nach einem Text von Slavoj Cizek. Seine Werke wurden aufgeführt u. a. durch die Greek National Opera, National Theatre, Athens Festival, Orchestra of Colours, Greek Contemporary Music Ensemble und das DissonArt Ensemble. Als Korrepetitor arbeitete er u. a. mit dem Greek Art Theatre und dem Greek Open Theatre für Produktionen in ganz Griechenland (u. a. Ancient Theatre of Epidaurus) sowie für diverse Amateurtheatergruppen. Kharálampos Goyós ist Preisträger des First International Composing Competition der britischen Zeitschrift "Classic CD" (Spezialpreis, 1997) sowie des Jihlava 2000 Choral Competition des tschechischen Kulturministeriums (3. Preis) und erhielt den 1. Preis der griechischen Komponistenvereinigung während der Workshops für junge Komponisten 2002.
Als Schriftsteller arbeitete er u. a. für die griechischen Zeitschriften "Highlights" (Chefredaktion Musik 2005-2009) und "konteiner", die Online-Publikationen "classicalmusic.gr" und "Senses of Cinema", sowie für das Hellenic Festival. Er übersetzte Éric Rohmers From Mozart to Beethoven ins Griechische (unveröffentlicht).
Kharálampos Goyós ist Mitbegründer (gemeinsam mit dem Bühnenbildner Constantinos Zamanis und der Produzentin Gabriella Triantafyllis) und Künstlerischer Direktor der Musiktheater-Formation "The Beggar's Operas", die auf die Erstellung moderner Low-Budget - Musiktheaterproduktionen an ungewöhnlichen Aufführungsorten spezialisiert ist.

Dimitris Dimopoulos – Text
begann seine Bühnenlaufbahn 1996 als Stand-up-Comedian des Comedy-Ensembles "Comedy Nights". Seit 2009 hat er zwei Soloshows geschrieben und in einer Reihe von Theatern und Bar-Theatern der größeren griechischen Städte aufgeführt. Als Schauspieler und Sänger wirkte er in diversen Kinderoper-Produktionen der Greek National Opera sowie anderer Theaterkompanien und Synchronsprecher-Agenturen mit. Für die Spielzeit 2010/2011 schrieb er die Musical-Comedy The Look, die er auch inszenierte. Mit "The Beggar's Operas" arbeitete er bereits mehrfach zusammen: Trovatore (Regieassistenz, 2008), Silence, the King is listening (Schauspieler und Sänger, 2009-2011), Evening Songs (Dramaturgie und Regie, 2011), Daughter of the Storm (Mitproduzent, aufgeführt auf dem Athens Festival 2011). Er arbeitete als Übersetzer für SDI Media (Übersetzung für Untertitel) und die Sierra Studios (Synchronstudio), spricht griechisch, deutsch, englisch, spanisch und russisch, hat einen Abschluss in Schauspiel (Lasmos Acting School) sowie in Tourismus (Technical Education Institution of Athens) und besuchte die Deutsche Schule Athen (1994 Abitur).

Alexandros Efklidis - Idee und Regie
Geboren 1975 in Thessaloniki begann Alexandros Efklidis seine musikalische Ausbildung im Alter von vier Jahren. 1995 erhielt er das Diplom im Fach Blockflöte. Er trat auf mit dem State sowie dem Municipal Orchestra of Thessaloniki. Er studierte an der Theaterfakultät der Aristotle University of Thessaloniki und erhielt einen Postgraduierten-Abschluss des Institut d'Études Théâtrales der Paris III-Sorbonne Nouvelle. Seinen Doktor der Philosophie machte er an der Aristotle University, unterstützt durch ein staatliches Stipendium. Er veröffentlichte Artikel in griechisch, französisch, rumänisch und russisch. Alexandros Efklidis beteiligte sich an Forschungsprojekten des Performing Arts Laboratory of the CNRS in Frankreich. Gegenwärtig ist er Gastdozent an der Theaterfakultät der Aristotle University sowie an der Fakultät für Musikwissenschaft und Künste der Macedonia University. Ebenso lehrte er an der Theaterschule des National Theatre, Athen, und an der Fakultät für Theaterwissenschaften der Universität in Patras. Er arbeitete als Dramaturg am National Theatre of Northern Greece (2002-2004) und lehrte zugleich auch an der dortigen Theaterschule. Seine Hauptbetätigung war die Regie (u. a. Leoncavallos I Pagliacci und Donizettis Rita (Greek National Opera, 2009), Puccinis La Bohème (2009), Leoncavallos I Pagliacci sowie Edipo Re (2008) für die Thessaloniki Opera, Sakellaridis' Operette The Godson (Thessaloniki "Megaron" Concert Hall 2011), Stravinskys Soldiers Tale (National Theatre of Northern Greece 2003), Händels Acis and Galatea (2002) am Kalamaria Municipal Theatre). Er beteiligt sich vielfach an zeitgenössischen Musikprojekten, wie Yanni Christous Strychnine Lady (Athens Concert Hall, 2005), The Barytone (Athens Festival , 2007), Epiciycle (Music Village Aghios Lavrentios, 2011). Regelmäßig arbeitet er mit dem DissonArt Ensemble zusammen, so z. B. in Yiorgos Koumendakis' Unknown dialects: 8 conferences in music, einem Musiktheater-Auftragswerk des Athens Festival (2010).

Hans-Peter Kirchberg - Musikalische Leitung
Thomasschule Leipzig. Dirigierstudium Dresden (Gülke), zusätzlich Unterricht bei Jochum, Kempe und Masur, Meisterkurse bei Markevitch und Masur. 1988-90 Assistent bei Bernstein, Eschenbach und Rostropovitch. Seit 1992 über 60 Werke an der Neuköllner Oper aus der Taufe gehoben (Uraufführungen u. a.: Krabat, Wunder von Neukölln, Angela - Eine Nationaloper, Friendly Fire, Elternabend, Held Müller, Leben ohne Chris; Mein Avatar und ich). Bearbeitungen: Messeschlager Gisela, Blume von Hawaii, Assassins, Macbeth, Piraten, Der Fall Rigoletto u.a.). Lehraufträge an beiden Berliner Musikhochschulen, seit 2002 Musikalischer Direktor der Neuköllner Oper, 2005 die europäische Erstaufführung der "Shomyo Symphony II" des Japaners Maki Ishii dirigiert. 2010 erste musikalische Arbeit bei den Bayreuther Festspielen („Wagner für Kinder“). Hans-Peter Kirchberg erhielt im Oktober 2009 den Ehrenpreis „Silbernes Blatt“ der Dramatiker-Union für die Förderung und Pflege des zeitgenössischen musikdramatischen Schaffens.

Lam Tran Dinh - Musikalische Einstudierung und Leitung
1982 in Kaiserslautern geboren, studierte Lam Tran Dinh Dirigeren bei Mark Stringer und Uros Lajovic an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. In Meisterkursen u .a. bei Jorma Panula, Daniel Harding, Kenneth Kiesler, Iván Fischer und Reinhard Goebel, sowie 2009 bei der 7. Dirigenten-Werkstatt „Interaktion“ der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin vertiefte er seine dirigentische Ausbildung. 2011 war er Assistant Conductor für Iván Fischer beim Budapest Festival Orchestra. Dazu sammelte er dirigentische Praxis am Pult von Orchestern wie dem Radiosymphonieorchester Wien, der Lutosławski-Philharmonie Breslau, den Bamberger Symphonikern, dem Schleswig-Holstein Festival Orchester oder dem Orchestre de la Francophonie Canadienne. 2009 leitete er eine Vorstellung von Humperdincks Hänsel & Gretel im Schloßtheater Schönbrunn in Wien und wurde 2010 von Pinchas Zukerman als Fellow Conductor zum National Arts Center nach Kanada eingeladen. An der Neuköllner Oper leitete er die uraufgeführten Opern Der Freischuss von Jan Müller-Wieland sowie Rheingold Feuerland von Simon Stockhausen. Tran Dinh ist Stipendiat der Richard Wagner Stiftung Bayreuth, Preisträger des Schleswig Holstein Festivals und wurde beim 2. Operettenpreis für Junge Dirigenten in Leipzig mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Andrea Nolte – Ausstattung
studierte Architektur, Bühnenbild, Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und North Carolina State University, USA und erhielt 1995 den Rudolf-Müller-Preis für Architektur. Von 1996 bis 2002 war sie als Architektin in Berlin und Rotterdam beschäftigt und hat eigene Entwürfe realisiert. Anschließend (2002-2004) studierte sie Bühnenbild und Kostüm an der TU Berlin (Master). Seither arbeitet Andrea Nolte für Bühne, Film und Fernsehen. 2004 entstand die Ausstattung für „Banküberfall“ (sat 1), 2005 schuf sie die Ausstattung für die Rossini-Produktion Gelegenheit macht Diebe (Regie: Florian Lutz). Es folgte 2006 das Kostümbild für den Spielfilm „Goldjunge“. Anschließend war sie Mitarbeiterin bei Es Devlin (Bühnenbild) am Gran Teatre del Liceu, Barcelona sowie an der Oper Leipzig. An der Neuköllner Oper war sie erstmals 2007 als Ausstatterin tätig. Es entstanden Bühne und Kostüm für Major Dux (2007. Regie: Volker Schmidt), für die BeBerlinette Piraten (2008. Regie: Andreas Gergen) sowie für Peer lügt! (2010. Regie: Wiederum Volker Schmidt) und Changemakers (2011. Regie: Jiří Adámek). Ebenfalls 2010 gestaltete sie die Räume (Innen- und Außengestaltung) für das europäische Festival für anderes Musiktheater „Open Op“ an der Neuköllner Oper.

Bernhard Glocksin – Dramaturgie
Künstlerische Leitung / Programmgestaltung an der Neuköllner Oper seit 2004.
Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Politik an den Universitäten Köln, Tübingen und Marburg. Seit 1986 Dramaturg für Musiktheater, Schauspiel und Tanztheater, zunächst an den Niedersächsischen Staatstheatern Hannover, dem Theater am Neumarkt Zürich, dem Salzburger Landestheater. Ab 1995 Chefdramaturg / persönlicher Referent des Intendanten am Staatstheater Mainz, 1999 – 2002 Chefdramaturg und Stellvertreter des Intendanten am Deutschen Theater in Göttingen.
An der Neuköllner Oper diverse Adaptionen, Stoffentwicklungen sowie Stück und Inszenierung von Die getauschte Schule und Der Fall Rigoletto. Entwicklung und Leitung des Autoren-Workshops Schreiben über Differenz mit Feridun Zaimoglu (2010, 2012); gemeinsame Festivalleitung des „Europäischen Festivals für alternatives Musiktheaters OpenOP".
Nebenher freischaffend tätig als Juror, Projektmacher (Berlinale; Haus der Kulturen der Welt / schauspielfrankfurt) sowie als Autor für Musiktheater (mit Uraufführungen in Salzburg, Wien, Stuttgart und Amsterdam).

Ensemble:

Michael Brieske - Boss (König Ramphis)
stammt gebürtig aus Osnabrück. Schon als Kind sang er im Domchor seiner Heimatstadt und erhielt hier auch seinen ersten Gesangsunterricht. Anschließend studierte er an der Hochschule der Künste in Berlin und gab sein Operndebut 1995 an der Kammeroper Schloss Rheinsberg unter der Leitung von Christian Thielemann. Ein festes Engagement band Michael Brieske von 2000 bis 2005 an das Landestheater in Eisenach, als Gast hat er u. a. an den Theatern in Bremen, Kaiserslautern, Meiningen, Plauen/Zwickau, Freiberg, Pforzheim, Radebeul, am Théâtre National in Luxembourg und bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen gearbeitet. Konzertreisen führten ihn in die Niederlande und nach Belgien, nach St. Petersburg sowie an die Schlesische Staatsoper. Zu seinen wichtigsten Opernpartien zählen: Landgraf in Wagners Tannhäuser, die vier Bösewichte in Hoffmanns Erzählungen, Raimondo in Lucia di Lammermoor, Arkel in Pelléas et Mélisande, Baculus im Wildschütz, sowie die Titelrolle in Herzog Blaubarts Burg von Bartok. Im Oratorienfach ist Michael Brieske ebenfalls ein gefragter Solist in Werken sämtlicher Stilepochen. Neben den großen Oratorien von Haydn, Händel, Brahms und Verdi nehmen hier die Kantaten und Passionen von J. S. Bach einen besonderen Schwerpunkt ein. Daneben pflegt Michael Brieske ein vielfältiges Liedrepertoire und wird häufig auch im Bereich der zeitgenössischen Musik engagiert. Seine Konzerttätigkeit führte ihn bislang nach Spanien, Frankreich, Österreich und Russland sowie deutschlandweit in viele große Kirchen und Konzertsäle, darunter die Philharmonien in Köln, München und Berlin, das Leipziger Gewandhaus, die Hamburger Laiszhalle und das Berliner Konzerthaus.

Mária Devitzaki - Krista (Hohepriesterin)
geboren in Thessaloniki begann Mária Devitzaki ihre musikalische Ausbildung im Alter von zehn Jahren am Municipal Conservatory of Nea Moudania, wo sie 2002 ihr Diplom in Harmonielehre erhielt. 2010 schloss sie ihr Studium an der University of Macedonia an der Fakultät für Musikwissenschaft und Künste mit dem Schwerpunkt Gesang (Klasse von Prof. Soto Papulkas) mit Auszeichnung ab. Parallel studierte sie lyrischen Gesang am Neuen Konservatorium in Thessaloniki (Klasse von Barbara Tsambali). Gegenwärtig ist sie Schülerin von Prof. Cheryl Studer. Sie war an diversen Musiktheaterproduktionen beteiligt, zuletzt (2011) trat sie in der Rolle der Vivika in der Operette O Vaftistikos von Theophrastus Sakellarides an der Thessaloniki "Megaron" Concert Hall auf. Sie nahm an Meisterklassen teil und war Finalistin des 25th National Music Competition der "Thessaloniki Conservatories' Alumni Association" 2009. Ebenfalls 2009 war sie als Solistin an der Uraufführung des Märchendramas Maienzauber von Nikos Skalkottas unter der musikalischen Leitung von Prof. George Hadjinikos in Nordgriechenland beteiligt. Sie nahm an zahlreichen Musikfestivals teil, zuletzt am AXIA International Festival 2010 (dem ersten griechischen Festival für klassische Musik, das weltweit via Internet übertragen wurde), wo sie die Gelegenheit hatte, gemeinsam mit dem renommierten Pianisten Ray Luck aufzutreten. Als Solistin arbeitete sie mit dem Orchester sowie dem Jazz-Ensemble der Fakultät für Musikwissenschaft und Künste und mit dem Chamber Orchestra of Thessaloniki zusammen. Im Sommer 2012 wird sie in Detlef Glanerts Kammeroper Drei Wasserspiele in Fürth zu erleben sein.

Sirin Kilic – Anna Riche (Amneris) / Chor-Altus
Die junge Mezzosopranistin wurde in Frankfurt am Main geboren und studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. R. Pinheiro und Prof. Towako Sato -Schöllhorn. Sie nahm an Meisterkursen u. a. bei Claudia Eder, Kai Wessel und Francoise Pollet teil. Ab 2004 war Sirin Kilic Mitglied des Instituts für Musiktheater Freiburg unter der Leitung von Prof. Gerd Heinz und wirkte in diesem Rahmen an zahlreichen Opernproduktionen mit. So sang Sirin Kilic 2001 die Partie der Belinda in Purcells Dido und Aeneas an der Kammeroper Mannheim, ein Jahr später war sie im Rahmen der Pfingstfestspiele Baden-Baden in Die Pilger aus Mekka von Chr. W. Gluck sowie bei den Schwetzinger Schlossfestspielen in P. Hindemiths Hin und Zurück zu hören. Am Theater Freiburg sang sie in der Spielzeit 2005 die Grille in L. Janaceks Das Schlaue Füchslein, 2006 folgten Cherubino in Mozarts Le Nozze di Figaro und die Titelpartie in Ravels L’Enfant et les Sortilèges am Theater Baden (CH) und am Institut für Musiktheater Freiburg sowie Edith in der Barockoper Alfred, King of the English von T. A. Arne. Im August 2008 gastierte sie in Verdis Rigoletto beim Opernfestival Chiemgau. Ebenfalls 2008 gab sie die Hauptpartie in der Uraufführung von Ludger Vollmers Oper Gegen die Wand am Bremer Theater, dessen Internationalem Operstudio sie seit der Spielzeit 2009/2010 angehört. Neben ihren Opernverpflichtungen beschäftigt sich die Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes auch intensiv mit dem deutschen Kunstlied, wobei sie wichtige Impulse von ihrer Arbeit mit Prof. H. P. Müller erhielt. So ist sie gemeinsam mit ihrer Liedduo-Partnerin und Schwester Asli Kilic in Liederabenden in ganz Deutschland zu hören.

Fabian Martino - Rainer Mess (Radames) / Chor-Tenor
wurde als Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters 1974 in Berlin geboren. Er studierte von 1999 bis 2004 an der Universität der Künste Berlin. Seit Ende 2004 ist er Schüler von KS Reiner Goldberg.
Schon während seiner Studienzeit wurde Fabian Martino für Opernpartien und Konzerte an verschiedene Häuser und Festivals engagiert, u. a. für die Berliner Sommeroper als Iro in Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in Patria oder die Hauptpartie in Hillers Traumfresserchen am Potsdamer Hans-Otto-Theater. Großen Erfolg hatte er mit diversen Konzertauftritten, Operngalas und Liederabenden, vor allem mit dem Tenorpart in Rossinis Petit Messe Solenelle. In der Spielzeit 2003/04 debütierte Fabian Martino an der Berliner Staatsoper in einer Produktion von Paul Abrahams Operette Die Blume von Hawaii. Es folgten wichtige Verpflichtungen im Rahmen von freien Musiktheater-Produktionen in Berlin, wo er zentrale Rollen des italienischen und französischen Repertoires mit immensem Publikumserfolg und sehr positiver Presseresonanz verkörperte, u. a. Rodolfo in Puccinis La Bohème und Don José in Carmen. Im Winter 2005 fügte er seinem Repertoire den Gabriele Adorno in Verdis Simone Boccanegra hinzu (in Yerevan mit den armenischen Philharmonikern) und debütierte Ende 2006 als Alfredo in La Traviata am Münchner Prinzregententheater. 2007 sang er die Titelpartie in Samson et Dalila in einer szenischen Aufführung der Philharmonie Berlin. An der Neuköllner Oper war Fabian Martino erstmals in der Uraufführung der Oper Stadt der Hunde von Sinem Altan 2009 zu erleben.

Alexander Sascha Nikolić - Rainer Mess (Radames) / Chor-Tenor
studierte Gesang an der Hochschule für Musik in Dresden und an der Ratko Popović Akademie in Podgorica/Montenegro. Zahlreiche Opernengagements führten ihn u. a. ans Landestheater Detmold, Kammeroper Hamburg, Staatsoper Unter den Linden und die Neuköllner Oper, wo er u. a. Solist beim Berliner Opernpreis 2010 war und 2011 die Partie des Omar in Discount Diaspora sang(Text: Feridun Zaimoglu, Musik: Vivan u. Ketan Bhatti). Im klassischen Musical war er Ensemblemitglied der Essener Produktion von Lloyd Webbers Phantom der Oper, wo er den Ubaldo Piangi gab und in einer Tourneefassung selbigen Musicals 2011 in der Titelrolle zu sehen war. Als Schauspieler trat er u. a. in einer Episodenhauptrolle beim Kölner Tatort „Pechmarie“ unter der Regie von Hendrik Handloegten und als serbischer Mafiaboss im „Aktenzeichen XY“ vor das deutsche Fernsehpublikum.

Arkadios Rakopoulos - Emmanouil "Manos" Stavrou (Amonasro) / Chor-Bass
Geboren in Athen studierte der Bariton zunächst bei Irini Tsakiri und Despina Kalafati, dann unter Leitung von Marina Krilovic, und schloss mit dem Diplom in Klassischem Gesang und Drama am Athener Konservatorium ab (zusätzliche Abschlüsse in Kontrapunkt und Fuge bei Prof. Andreas Karbone, Dimitris Mitropoulos Conservatory). Seine klassische Ausbildung basiert des Weiteren auf Opernstudien unter Vaggelis Chatzisimos, Kostas Paskalis, Renato Bruson (Accademia Chigiana, Siena), Jose Van Dam (Accademia della Voce, Torino). Er nahm teil an der J. S. Bach Meisterklasse von Hellmuth Rilling an der Internationalen Bachakademie Stuttgart. Arkadios Rakopoulos arbeitete zusammen mit der Greek National Opera (Athen), der Thessaloniki "Megaron" Concert Hall, der Athener Kammeroper, griechischen Radio- und Fernsehsendern, dem Athens Festival, dem Orchestra of Colours, der griechischen Komponistenvereinigung, "The Beggar's Operas" und dem Danish National Symphony Orchestra. Sein Repertoire umfasst Oper, Oratorium und Lied ebenso wie ein breites Spektrum internationaler Musik. Er sang in zahlreichen Produktionen, Konzerten und Aufnahmen, u. a. Carmina Burana (C. Orff), Stabat Mater (Pergolesi), Messe in b-Moll (J. S. Bach), Spanische Liebeslieder (R. Schumann), Zigeunerlieder (J. Brahms), "Abimelech" Samson et Dalila (C. Saint-Saëns), "Germont" La Traviata (G. Verdi), "Wächter" The Woman without a Shadow (R. Strauss), "Orestis" Oresteia (I. Xenakis), "Don Giovanni" Don Giovanni (W. A. Mozart), "Dandini" Cenerentola (G. Rossini), "Genio del'anello" and "Gran Ministro" Aladino e la Lampada Magica (N .Rota), Hymn to Love (F. Tsalachouris), "Foteinos" (Dimitrios Grapsas), "Ilissos" Three Rivers of Attica (M. Alexiadis ), "Sotiris" Mother's Ring (M. Kalomiris).

Vassilis Tsanaktsidis - Emmanouil "Manos" Stavrou (Amonasro) / Chor-Bass
Der in Thessaloniki gebürtige Bariton besuchte das Staatliche Konservatorium Thessaloniki seit 1998 und erhielt sein Diplom in Gesang 2007 (Klasse von Katerina Karatza). Darüber hinaus erlangte er 2006 den Abschluss des Opern Studios des Staatlichen Konservatoriums Thessaloniki und ist derzeit Schüler von Prof. Cheryl Studer. Er nahm teil an Seminaren mit Galina Pisarenco, Antonis Kontogeorgiou, Anna Portika-Pammer, Katerina Karatza, Kostas Paskalis und Christa Ludwig. Vassilis Tsanaktsidis sang an Häusern wie das National Theatre of Northern Greece/Opera of Thessaloniki, Athens "Megaron" Concert Hall, Thessaloniki "Megaron" Concert Hall, Staatstheater Nürnberg, Bayerische Kammeroper u. a. in den Opern Amal and the Night Visitors von G. Menotti (Page), L'Arlechinata von A. Salieri (Brighela), Bastien und Bastienne von W. A. Mozart (Colas), La cambiale di matrimonio von G. Rossini (Norton, Tobias Mill), Der Apotheker von J. Haydn (Sempronio), La Clemenza di Tito von W. A. Mozart (Publio), Die Zauberflöte von W. A. Mozart (Priester, Geharnischter), The Greek Passion von B. Martinů (Captain), Il Campanello di Notte von G. Donizetti (Don Annibale Pistacchio), Cosi fan tutte von W. A. Mozart (Don Alfonso), Il Segreto di Susanna von E. W. Ferarri (Gill), Die Kluge von C. Orff (Bauer, Mauleselmann), La Serva Padrona von G. B. Pergolesi (Uberto), Edipo Re von R. Leoncavallo (Corintio), Il Barbiere di Siviglia von G. Rossini (Fiorello), Kaimakan und Pappatatschi oder Piraten fluchen nicht. Musikalische Einrichtung von A. Geisler, nach L’Italiana in Algeri von G. Rossini (Funny Bone), Ritter Eisenfrass. Musikalische Einrichtung von S. Bächli, nach J. Offenbach (Ritter Eisenfrass). Sein Repertoire umfasst auch Geistliche Musik (Messe Nr. 2 in G-Dur von F. Schubert, Messe Solennelle de Sainte-Cécile von C. Gounod, Requiem von A. Dvořak), darüber hinaus ist er Mitglied des Bach Kantaten Clubs Würzburg.

Anna Warnecke - Anna Riche (Amneris) / Chor-Altus
Die gebürtige Berlinerin erhielt ihre erste Gesangsausbildung bei der Kammersängerin Jutta Vulpius. Sie studierte an der Kölner Hochschule für Musik Gesang mit dem Schwerpunkt Lied und Oratorium. Meisterkurse bei Barbara Schlick rundeten das dortige Studium ab. 2002 erhielt Anna Warnecke ein Stipendium der Richard Wagner Stiftung Wuppertal. Nach einem Hochschulwechsel an die Hochschule für Musik und Theater in Rostock legte sie 2004 ihr Diplom im Fach Gesang Oper/Solo ab. Bereits während ihres Studiums war Anna Warnecke als Solistin und als Chorsängerin in Konzerten und Liederabenden im In- und Ausland zu erleben.
Christoph Schlingensief verpflichtete sie 2004 als Sängerin und Darstellerin für seine Produktion Kunst und Gemüse, die im selben Jahr zum Theatertreffen eingeladen wurde. Seitdem arbeitet sie mit namhaften Dirigenten und Regisseuren wie Marc Minkowski, Christoph Spering, Michael Lloyd, Francesco Corti, Kimbo Ishi-Eto, Vera Nemirova, Wolfgang Krause Zwieback, Nico Rabenald, Cornelia Crombholz u.a. zusammen. Engagements führten die Sängerin u. a. zur Ruhrtriennale nach Bochum, ans Festspielhaus Baden-Baden, zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, an die Berliner Volksbühne, an die Oper Köln, die Kölner Philharmonie, in das Bremer Konzerthaus „Die Glocke“ und an das Theater Magdeburg.
Seit 2006 wird Anna Warnecke von der Sopranistin Anita Bader stimmlich betreut. Außerdem besucht sie regelmäßig Meisterkurse bei Hanna Schwarz, Ute Trekel-Burkhardt und Marjana Lipovcek.

Lydía Zervanos - Elpida (Aida) / Chor-Sopran
stammt aus einer Athener Musikerfamilie. Bereits in jungen Jahren erhielt sie Klavier- und Cello-, später zusätzlich Gesangsunterricht. Als Cellistin arbeitete sie frühzeitig mit zahlreichen professionellen und international renommierten Ensembles zusammen. Als Sängerin trat sie mit dem Crane Opera Ensemble in den Opern L'Egisto von F. Cavalli, The Rape of Lucretia von B. Britten und in M. Ravels L'Enfant et les Sortilèges auf, ebenso als Solistin mit dem Orchester der Athener Universität, Liederabende gab sie in Griechenland und in den USA. 2012 wird sie mit dem Athens Municipality Symphony Orchestra in dessen Konzertreihe "Emerging Soloists" zu erleben sein. Lydía Zervanos erhielt Hochschulabschlüsse mit Auszeichnung der Crane School of Music, SUNY Potsdam, USA, sowie des Classical & Modern Music Conservatory und des Musical Horizons Conservatory, Athen. Unter ihren Gesangslehrern waren George Zervanos, Martha Arapis, Jill Pearon und Dagmar Schellenberger, Cellounterricht erhielt sie u. a. bei Marina Kislitsina und Mathias Wexler. Darüber hinaus nahm sie an Meisterklassen renommierter Sängerinnen wie Stephanie Blythe, Sylvia Greenberg, Barbara Daniels und Cheryl Studer teil. Ihre Studien wurden durch leistungsabhängige Stipendien der staatlichen Stipendienstiftung sowie der Onassis Foundation unterstützt.

Elpiniki Zervou - Elpida (Aida) / Chor-Sopran
Die Sopranistin wurde in Athen geboren und wuchs in Loutraki bei Korinth auf. 1992 nahm sie ihr Schauspielstudium an der Drama School "Tomi" von M. Panoutsou auf, nahm Unterricht in klassischem Ballett und begann mit Gesangsunterricht bei F. Voutsinos sowie darauf bei K. Paschalis, unter dem sie diplomierte und mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde. Sie setzte ihre Gesangsstudien bei Maria Koromanzou, Despoina Kalafati und Aris Cristofelis fort. Auf dem "Maria Callas"-Wettbewerb der Athens "Megaron" Concert Hall erhielt sie eine Auszeichnung. Ihre Solokarriere begann mit Die Hochzeit (I. Stravinsky) und der Neunten Symphonie (L. v. Beethoven) auf dem Festival auf der Halbinsel Horto unter der Leitung von G. Hatzinikou. Seit 1999 arbeitet sie mit der Greek National Opera zusammen und trat dort seither in folgenden Produktionen auf: The tear of the moon von N. Xanthoulis (Smaragda), Maestro Conbravoura von G. Drossitis (Ophelia), Mahagonny (Mädchen), Hänsel und Gretel (Gretel, Sandmännchen), Die Zauberflöte (Pamina, Papagena), La Cenerentola von G. Rossini (Clorinda), La Vie Parisienne von J. Offenbach (Pauline), La finta Giardiniera von W. A. Mozart (Serpetta), Alcina von G. F. Händel (Morgana), Peter Grimes von B. Britten (zweite Nichte), L'Italiana in Algeri von G. Rossini (Elvira), Le nozze di Figaro (Susanna, Barbarina), Die Apachen von Athen von N. Chatzeapostolou (Titika), The virus of love von K. Giannidis. Ebenso arbeitete sie mit der Chamber Opera of Athens zusammen (The Godson von Th. Sakellaridis, Le fifre enchanté von J. Offenbach, Le docteur Miracle von G. Bizet, Le marriage aux lanternes von J. Offenbach) sowie mit dem Städtischen Konservatorium von Larissa, dem Kammerorchester der Griechischen Nationaloper, der Athens "Megaron" Concert Hall, dem Staatsorchester Zypern, dem Orchestra of Colours, dem Städtischen Orchester Athens und trat ebenfalls in freien Theaterproduktionen auf.     [© Neuköllner Oper]


Spieltermine/Berlin: 19., 21./22. und 26.-29. Januar sowie 2.-5., 9.-12., 16.-19. und 23.-26. Februar 2012, 20 Uhr
Spielort: neuköllner oper, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin
Karten: 9-24 Euro, Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter tickets@neukoellneroper.de  sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen 
www.neukoellneroper.de 

Zur Inszenierung des Oldenburgischen Staatstheaters:

Premiere:
26. März 11 (Halle 10 auf dem Fliegerhorst)

Musikalische Leitung: Roger Epple
Inszenierung: Nina Gühlstorff
Bühne: Marouscha Levy
Kostüme: Markus Karner
Chöre: Thomas Bönisch
Dramaturgie: Johanna Wall, Ina Karr

Besetzung:
Il Ré:
Gianluca Breda
Amneris: Andrea Baker
Aida: Sara Galli, Mary Elizabeth Williams
Radames: Alexej Kosarev
Ramphis: Andrey Valiguras
Amonasro: Peteris Eglitis, Peter Felix Bauer
Un Messaggero: Michael Pegher
Gran Sacerdotessa: Linda Sommerhage

Am Zenit seiner Karriere schuf Giuseppe Verdi im Auftrag der Oper Kairo ein intimes Kammerspiel im Gewand einer imposanten Haupt- und Staatsaktion. Der Fremde und das Exotische werden in der vielleicht berühmtesten Szene der Oper, dem Triumphmarsch, zum Requisit politischer Repräsentation, doch hinter dieser eitlen Zurschaustellung zeigt Verdi eine über alle Grenzen gehende Liebe, die jedwedes Machtgepränge schal wirken lässt. Wie in keiner anderen seiner Opern verdeutlicht Verdi hier den zermürbenden Konflikt zwischen politisch-gesellschaftlicher Pflicht und persönlicher Neigung. [Oldenburgische Staatsoper]

www.staatstheater.de

Zur Produktion des Theater Basel:

Premiere:
14. September 10


Musikalische Leitung: Maurizio Barbacini, Gabriel Feltz, Giuliano Betta
Inszenierung: Calixto Bieito
Bühne: Rebecca Ringst
Kostüme: Ingo Krügler
Licht: Hermann Münzer
Chor: Henryk Polus
Dramaturgie: Ute Vollmar
Studienleitung: David Cowan
Korrepetition: Rolando Garza, Iryna Krasnovska, Leonid Maximov
Bühnenbildassistenz: Vera Locher
Kostümassistenz: Claudia Ott
Regiehospitanz: Carmen Kovacs
Bühnenbildhospitanz: Johannes Heydrich
Inspizienz: Jean Pierre Bitterli
Beleuchtungsinspizienz: Claudia Christ

Besetzung:

Der König: Andrew Murphy
Amneris: Michelle De Young, Tanja Ariane Baumgartner
Aida: Angeles Blancas, Mardi Byers
Radames: Sergej Khomov
Ramphis: Daniel Golossov
Amonastro: Alfred Walker, Eung Kwang Lee
Ein Bote: Karl-Heinz Brandt
Eine Temeplsängerin: Rena Harms, Solenn' Lavanant-Linke

Chor und Extrachor des Theater Basel
Sinfonieorchester Basel

www.theater-basel.ch

Zur Inszenierung der Oper Hamburg:

Premiere:
16. Mai 10

Musikalische Leitung: Carlo Montanaro
Inszenierung: Guy Joosten
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Jorge Jara
Licht: Davy Cunningham
Chor: Florian Csizmadia

Besetzung:

Il Re:
Wilhelm Schwinghammer
Amneris: Laura Brioli
Aida: Latonia Moore
Radamès: Franco Farina
Ramfis: Diogenes Randes
Amonasro: Andrzej Dobber
Un Messagero: Dovlet Nurgeldiyev
Una Sacerdotessa: Maria Markina

Philharmoniker Hamburg.
Chor der Hamburgischen Staatsoper

www.hamburgische-staatsoper.de

Zum „Spiel auf dem See 2009/10“ der Bregenzer Festspiele:

aidaBregenz098157 © BregenzerFestspiele_andereart

© Bregenzer Festspiele / andereart

Premiere: 22. Juli 09
Wiederaufnahme 2010: 22. Juli 10
Weitere Aufführungen 2010: 23., 24., 25., 27., 29., 30. und 31. Juli - 21.15 Uhr
1., 3., 4., 5., 6., 7., 8., 11., 12., 13., 14., 15., 17., 18., 19., 20., 21., und 22. August - 21.00 Uhr

Musikalische Leitung: Carlo Rizzi, Gareth Jones
Inszenierung: Graham Vick
Bühne & Kostüme: Paul Brown
Choreographie: Ron Howell
Licht: Wolfgang Göbbel
Akustik: Wolfgang Fritz
Chorleitung: Anna Szostak, Wlodzimierz Siedlik
Chorleitung Bregenzer Festspielchor: Benjamin Lack

Der König :
Bradley Garvin, Kevin Short, Keel Watson / Kevin Short / Bradley Garvin
Amneris: Maria José Montiel, Iano Tamar, Guang Yang / Iano Tamar / Liuba Sokolova / Guang Yang
Aida: Catherine Naglestad, Tatiana Serjan, Indra Thomas / Maria José Siri / N.N. / Indra Thomas
Radames: Rubens Pelizzari, Arnold Rawls, Philip Webb / Rubens Pelizzari / Arnold Rawls / Philip Webb
Ramphis: Sorin Coliban, Andrew Gangestad, Tigran Martirossian / Sorin Coliban / Andrew Gangestad / Tigraen Martirossian
Amonasro: Quinn Kelsey, Iain Paterson, Vittorio Vitelli / Quinn Kelsey / Dimitri Platanias / Vittorio Vitelli
Ein Bote: Joseph Guyton, Ronald Samm / David Danholt
Eine Priesterin: Elisabetta Martorana, Talia Or / Elisabetta Martorana / Talia Or

grün = Besetzung 2010
grün = Besetzung 2010


Wiener Symphoniker
Sängerensemble der Stadt Katowice - „Camerata Silesia“
Polnischer Rundfunkchor Krakau
Bregenzer Festspielchor
Bühnenmusik: Kooperation mit dem Vorarlberger Landeskonservatorium
Tänzer
Statisterie

Aida von Giuseppe Verdi 
Regisseur Graham Vick und Bühnenbildner Paul Brown haben Verdis monumentale Wüstenoper Aida am Bodensee im Sommer 2009 kurzerhand ins Wasser versetzt und mit ihrer eigenwilligen Interpretation Besucher und Kritiker begeistert. Aida ist auch im Sommer 2010 wieder am Bodensee zu sehen, Premiere ist am 22. Juli 2010.

Sänger im Wasser
Vick und Brown war es ein großes Anliegen, den Bodensee für Aida nicht nur als grandiose Kulisse, sondern als integralen Bestandteil der Inszenierung zu nutzen: Schließlich liegt und lebt Ägypten seit Jahrtausenden am Nil. Sie erschufen Schiffe und Plattformen, Bühnenteile, die sich aus dem Wasser erheben, Auftrittsorte für Sänger, Choristen und Statisten, die nicht nur am, sondern stellenweise auch im Wasser liegen.
Die aus Teilen einer zerborstenen Statue bestehende Bühne am Bodensee wird mittels zweier riesiger Kräne allabendlich vor den Augen des Publikums zusammengesetzt – was im Sommer 2009 nicht nur knapp 200.000 Besucher, sondern auch die Kritiker begeisterte: „Man fragt nicht, man staunt, und wird von der Wucht der live und gigantoman sich zusammensetzenden Opernbilder bezaubert und überwältigt“, hieß es etwa in der Zeitung „Die Welt“.

Eine Oper der Superlative
Die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der äthiopischen Prinzessin Aida – einst als Sklavin an den Nil verschleppt – und dem ägyptischen Feldherrn Radames begeisterte schon bei der Premiere 1871 in Kairo das Publikum. Seitdem ist sie zu einem der beliebtesten und meistgespielten Werke der Opernliteratur avanciert.

Verdi hatte Aida von Anfang an als eine Oper der Superlative konzipiert, die alle Elemente der Gattung perfekt in sich vereint: Prunkvolle Chorszenen und mitreißende Marschrhythmen, lyrische Naturschilderungen, prächtige Arien und romantische Duette stehen harmonisch nebeneinander, in ihrer Wirkung noch vertieft durch das exotische Kolorit der Musik. Der bekannte Triumphmarsch mit seinen schmetternden Fanfaren und prächtigen Chören markiert musikalisch wie szenisch einen der Höhepunkte der "Großen Italienischen Oper".

Liebe bis in den Tod 
Lebendig eingemauert als Strafe für ihre Liebe und seinen Verrat – so enden die schöne Aida und der stolze Radames. Ein Tod, wie er erbarmungsloser nicht sein könnte, und doch ein Ende erfüllt von Klängen, die das grausame Schicksal, das die beiden erwartet, nicht ahnen lassen. Denn genau in diesem Moment erhebt sich der Schlussgesang "O terra addio, addio valle di pianti" – "Leb wohl, o Erde, o du Tal der Tränen" – so zart, so rein, so lichterfüllt und strahlend, als könne nichts und niemand dieser Liebe etwas anhaben. Der gemeinsame Tod trägt Aida und Radames hinfort, ein letztes Mal vereint in ewiger Umarmung.

Große Leidenschaften, tragische Konflikte 
Dass er auf Puccini wieder Verdi folgen lasse, habe triftige Gründe, erklärt Intendant David Pountney: "Es kommt natürlich nicht von ungefähr, dass ich mich entschlossen habe, nach Tosca wieder eine Oper von Giuseppe Verdi auf die Seebühne zu bringen. Denn sie ist einfach ein grandioser Ort für all das, was dieser Komponist am besten beherrschte: große Leidenschaften und tragische Konflikte in mitreißende Musik zu verwandeln. Aber Aida ist auch eine sehr moderne Parabel über Nationalismus, Kriegslust und Feindeshass und ein Stück, das zeigt, dass es in einem Krieg nur Verlierer geben kann."

Einzigartige Verdi-Serie 
David Pountney selbst hat mit seiner packenden, begeistert aufgenommenen Inszenierung von Verdis Nabucco in den Sommern 1993 und 1994 die einzigartige Serie von Aufführungen dieses Komponisten auf der Seebühne begründet. Spätestens seit das Bild des Maskenballs mit seinem im Buch des Lebens blätternden Skelett 1999 um die Welt ging, war klar, dass die Bregenzer Seebühne und Giuseppe Verdi perfekt zueinander passen: Die Atmosphäre und Umgebung des Spiels auf dem See scheint wie geschaffen für die Werke des berühmten Italieners, die mit ihren großen Chören, feierlichen Massenszenen und dramatischen Duetten schon immer dieser großen Bühne mit ihren imposanten Bühnenskulpturen zugedacht gewesen zu sein scheinen.

Ein Italiener, drei Briten – und ein erfahrener Seebühnen-Profi 
Die musikalische Leitung von Aida liegt beim italienischen Dirigenten Carlo Rizzi, es inszeniert der bekannte britische Regisseur Graham Vick, die Ausstattung stammt von seinem Landsmann Paul Brown. Für die Choreographie zeichnet Ron Howell verantwortlich und für das Licht der bereits mehrfach "seebühnenerprobte" Wolfgang Göbbel. 

[© Babette Karner]

Preise So - Do: EUR 272*/190*/112*/90/70/48/28
Preise Fr & Sa: EUR 288*/205*/132*/110/90/70/48 
*Karten dieser Kategorien sind bei Absage oder einer Spielzeit der Seeaufführung unter 90 Minuten für die halbszenische Version von Aida im Festspielhaus gültig und werden nicht rückerstattet. 

Inhalt:

Erster Akt
Die Äthiopier sind wieder in Ägypten eingefallen, um die dort als Gefangene am Hof lebende Tochter ihres Königs zu befreien. Diese liebt unerkannt Radames, der von den Priestern zum Feldherrn gegen die Eindringlinge bestimmt wird. Radames hofft, durch einen Sieg Aidas Hand erlangen zu können. Aber auch Amneris, die Königstochter, liebt den jungen Feldherrn und vermutet in Aida eine Rivalin. Ein Bote verkündet, dass die Äthiopier bereits nach Theben vorrücken, der König ernennt Radames zum Feldherrn. Während alle zum Tempel des Phta, des höchsten Gottes, eilen, um Radames feierlich das heilige Kriegsschwert zu überreichen, bleibt Aida verzweifelt allein und weiss nicht, wem sie den Sieg wünschen soll.

Zweiter Akt
Amneris lässt sich von ihren Sklavinnen zum Empfang des Siegers Radames schmücken und erfährt von Aida, die sie geschickt ausforscht, dass die Sklavin Radames liebt. Dann gibt sie sich als ihre Rivalin zu erkennen. Drohend befiehlt Amneris Aida, sie zum Triumphzug des Feldherrn zu begleiten.
Radames wird vor den Toren Thebens von König, Priestern und Volk begeistert empfangen. Amneris reicht ihm den Lorbeerkranz. Amonasro, der König von Äthiopien, befindet sich unter den vorbeiziehenden Gefangenen, aber nur Aida erkennt ihn. Amonasro, der sich als Offizier ausgibt, behauptet, der äthiopische König sei getötet worden und bittet mit seinen Kriegern um Gnade Radames, durch die Tränen seiner Geliebten gerührt, erbittet vom König die Freilassung der Gefangenen. Ramphis und die Priester erheben Bedenken. Sie können schliesslich erreichen, dass Aida und Amonasro als Geiseln in Ägypten bleiben müssen. Der König verlobt seine Tochter mit Radames, das Volk jubelt.

Dritter Akt
Am Ufer des Nils, einen Tag vor der Trauung mit Radames, begibt sich Amneris mit Ramphis in den Tempel, um Glück für ihre Liebe zu erflehen. In der Nähe wartet Aida auf ein heimliches Zusammentreffen mit Radames. Zuvor erscheint aber Amonasro und macht seiner Tochter Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat und auf eine Zukunft mit Radames. Er kann sie überreden, von Radames den neuen ägyptischen Kriegsplan in Erfahrung zu bringen. Als sich Radames nähert, kann ihn Aida durch Klagen und Bitten zur Preisgabe des Kriegsplans und Flucht verleiten. Amonasro stürzt aus seinem Versteck und will mit beiden fliehen. Radames erkennt entsetzt, dass er sein Vaterland verraten hat. Amneris, die mit Ramphis den Tempel verlassen hat, belauscht den letzten Teil der Auseinandersetzung und hört, dass ihr Verlobter Heimat, Götter und sie selbst verriet. Sie ruft die Wachen. Amonasro, der sich mit dem Dolch auf Amneris stürzt, wehrt Radames ab. Aida und ihr Vater fliehen, Radames lässt sich widerstandslos festnehmen.

Vierter Akt
Amneris ist verzweifelt: Ihre Rivalin ist entflohen, der Geliebte wurde des Landesverrats angeklagt und soll sich vor dem Gericht der Priester rechtfertigen. Sie bietet Radames an, ihn zu retten, wenn er auf Aida verzichte. Dieser lehnt ab, weil ihm ein Leben ohne Aida undenkbar ist. Er wird von den Priestern, weil er sich nicht verteidigen kann und will, verurteilt, lebend unter dem Tempel eingemauert zu werden. Umsonst versucht die verzweifelte Amneris, die Priester zur Milde zu bewegen.
Radames ist in einem Gewölbe des Phta-Tempels eingeschlossen worden, es gibt kein Entkommen. Er denkt an Aida, da löst sich aus dem Dunkel ein Schatten: Aida hat sich unbemerkt in das Gebäude eingeschlichen, um mit dem Geliebten zusammen zu sterben. Beide nehmen Abschied vom Leben, während oben im Tempel die Triumphgesänge der Priester ertönen, die sich mit den Bitten von Amneris, die dem Geliebten Frieden wünscht, vermischen. [ © Bregenzer Festspiele]

www.bregenzer-festspiele.com

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