kulturfreak

Weitere News: Mai 12

Freitag, 4. Mai 12
Große Künstler vor kleinem Publikum: "Live from the Artists Den" ~ Konzertreihe mit Adele, Elvis Costello, Kid Rock und Robert Plant in ZDFkultur
ZDFkultur präsentiert in Erstausstrahlung von Montag, 7. Mai 2012, 17.00 Uhr, an die vierte Staffel der kleinen, aber feinen US-Konzertreihe "Live from the Artists Den".
Zum Auftakt ist ein Konzert der britischen Ausnahmesängerin Adele im Santa Monica Bay Woman‘s Club zu sehen. Im Rahmen ihres Auftritts interpretiert Adele, wechselweise begleitet von einem Pianisten und einem Gitarristen, ihre großen Charterfolge wie "Hometown Glory", "Make You Feel my Love", "Chasing Pavements", "Someone Like You" und "Rollin' in the Deep".

Die Konzerte werden in Doppelfolgen fortgesetzt: So präsentiert "Live from the Artists Den" am Dienstag, 8. Mai 2012, 17.05 Uhr, Elvis Costello and the Sugarcanes in der New York Public Library und im Anschluss um 18.00 Uhr, den Singer-Songwriter Ray LaMontagne, der 2011 den Grammy für das beste Folk Album gewann. Am Mittwoch, 9. Mai 2012, 17.05 Uhr, folgt die Band Death Cab for Cutie im Brooklyn Museum in New York und um 18.00 Uhr The Fray im Angel Orensanz Center, New York City, mit Songs ihres charismatischen Sängers Isaac Slade.

Am Donnerstag, 10. Mai 2012, 17.05 Uhr, ist der Singer-Songwriter Amos Lee an der Reihe, der mit der Band Calexico seine Songs in neuen Arrangements vor einem begeisterten Publikum im Fox Tucson Theatre, in Tucson/Arizona spielt. Und im Anschluss, um 18.00 Uhr, gibt es ein weiteres Highlight der Reihe in Erstausstrahlung, ein Konzert mit Kid Rock, der gleich an zwei Orten in Elvis Presleys Anwesen Graceland auftritt: unplugged im Dschungel-Zimmer und elektrifiziert in Presleys Automuseum. Am Freitag folgt um 17.05 Uhr der legendäre Led Zeppelin-Sänger Robert Plant mit seiner Band of Joy, die 2011 mehrfach für den Grammy nominiert wurde. Sie spielt im Tennessee Performing Arts Center in Nashville. Und um 18.00 Uhr gibt es ein Konzert von Iron and Wine im Buckhead Theatre, in Buckhead, Georgia, mit den Songs ihres Albums "Kiss Each Other Clean" im Lo-Fi Sound.

2004 hatte Produzent, Sänger und Komponist Mark Lieberman die Idee, Singer-Songwriter an ganz besonderen Orten zu präsentieren. Er entwickelt die Konzertserie "Live from the Artists Den" und ging 2008 damit in den USA auf Sendung. Inzwischen dreifach Emmy nominiert, hat das "Künstlernest" eine weltweite Fangemeinde. Für die Konzerte verlassen große Künstler die Studios und Bühnen, um an ungewöhnlichen Orten vor einem kleinen, geladenen Publikum aufzutreten. Sie interpretieren ihre bekanntesten Songs neu und geben oft eine Kostprobe ihrer jüngsten Werke.

Donnerstag, 3. Mai 12
Sommerspiele Melk präsentieren “DIE PÄPSTIN” und “LIKE A VIRGIN”
Die Sommerspiele Melk präsentieren von 21. Juni bis 11. August zwei Uraufführungen auf der Bühne der Wachauarena: “DIE PÄPSTIN” und “LIKE A VIRGIN”.
Intendant Alexander Hauer bringt den Weltbestseller “DIE PÄPSTIN” von Donna W. Cross in der Bearbeitung von Susanne F. Wolf auf die Bühne. Das Format der Musikrevue wird auch 2012 weitergeführt; nach den 60er und 70er Jahren steht nun mit “LIKE A VIRGIN” die Musik der 80er im Mittelpunkt.

Mit dem Romanstoff “DIE PÄPSTIN” bleibt Alexander Hauer der inhaltlichen Leitlinie des Festivals treu; der Adaptierung zeitgenössischer Literatur und der Beschäftigung mit den Thematiken „Macht und Ohnmacht – Suche und Versuchung“. Im Mittelpunkt der Produktion steht eine unglaubliche Emanzipationsgeschichte im Spannungsfeld zwischen einer verkrusteten etablierten Gesellschaftsstruktur und neuen, aufstrebenden Ideen und Idealen. Die einzigartige Kulisse des Weltkulturerbes Stift Melk verleiht dem Stoff einen besonderen Rahmen. Katharina Stemberger, die ihr Melk-Debüt bereits 1999 feierte, konnte für die Rolle der Päpstin Johanna gewonnen werden.

Einen weiteren Highlight bietet die fulminante 80er Jahre Musikrevue ”LIKE A VIRGIN”, gespickt mit Hits von Madonna, Nena, Wolfgang Ambros, AC/DC und weiteren Hitgaranten. Tini Kainrath und Ron Glaser begleiten das Publikum durch diese exzentrische Reise der Popgeschichte.

Darüber hinaus wird das Festspielprogramm mit Konzerten, Auftritten österreichischer Kabarettgrößen und thematischen Vorträgen abgerundet.


“DIE PÄPSTIN”
Nach dem Roman von Donna W. Cross
Bühnenfassung von Susanne Felicitas Wolf

Premiere: Donnerstag 21. Juni 2012

Zum allerersten Mal wird der Weltbestseller unter Anwesenheit der US amerikanischen Schriftstellerin Donna W. Cross “DIE PÄPSTIN” als Schauspiel inszeniert. Für die Bearbeitung der Bühnenfassung konnte Susanne Felicitas Wolf gewonnen werden. Die Päpstin Johanna zählt wohl zu den faszinierendsten und ungewöhnlichsten Gestalten der abendländischen Geschichte. Die im Hochmittelalter entstandene Legende von Johanna schildert die Lebensgeschichte einer modern anmutenden jungen Frau, deren Bildungsdrang sie zwingt, sich ihr Leben lang zu verstellen.
Als Mönch verkleidet, tritt sie ins Kloster ein. Mithilfe ihres außergewöhnlichen Intellekts kämpft sich Johanna verkleidet als Mann von ärmsten Verhältnissen zur Spitze der kirchlichen Macht empor und landet schließlich auf dem Heiligen Stuhl.
Ihr Wissensdurst führt sie zu großem Ruhm, aber auch in ein gefährliches Machtspiel und schließlich in den Tod.
Ob Legende oder historische Wahrheit: “DIE PÄPSTIN” ist ein glaubwürdiges Beispiel einer unglaublichen Emanzipationsgeschichte und präsentiert auf packende Weise die immer aktuellen Fragen von Bildung und Stellung der Frau in der Gesellschaft.

Spielzeit: 21. Juni bis 4. August 2012, Wachauarena Melk

Regie: Alexander Hauer
Bühne: Daniel Sommergruber
Kostüme: Moana Stemberger
Licht: Dietrich Körner

Ensemble: Katharina Stemberger, Denis Petkovic, Julian Loidl, Matthias Hacker, Franziska Hetzel, Ingrid Lang, Anselm Lipgens, Christian Preuss, Giuseppe Rizzo, Ronald Rudoll

Kinderdarsteller: Valerie Gruber, Paul Eberstaler, Moritz Winkelmayr

“LIKE A VIRGIN”
Die 80er Jahre Musikrevue von Madonna bis Falco
Premiere: Donnerstag 5. Juli 2012

Welcome back! Schulterpolster, Perlenketten, Föhnfrisuren und Leggings. – all die 80er Signets sind wieder da. So bunt, exzentrisch, unübersehbar.
Vielfältiger als die Musik der 80er Jahre kann Popmusik nicht sein. Mit “LIKE A VIRGIN”, so der Titel dieser exzentrischen Show surft man nicht mit bloß mit Nena auf der Neue Deutsche Welle, huldigt mit Wolfgang Ambros den Austropop, träumt von Madonna, geht mit Prince durch violetten Regen, läutet mit David Bowie eine neue androgyne Romantik-Welle ein und rockt mit AC/DC Hells Angels.
Die Sommerspiele Melk entwickeln mit „LIKE A VIRGIN“ das erfolgreiche Format der Musikrevue weiter und fesseln das Publikum mit einer fulminante Show vor der atemberaubenden Kulisse des Weltkulturerbes Stift Melk.
Spielzeit: 5. Juli bis 11. August 2012, Wachauarena Melk

Regie: Pascale Sabine Chevroton
Musikalische Leitung & Arrangements: Matthias Bauer
Bühne: Daniel Sommergruber
Kostüme: Moana Stemberger
Licht: Dietrich Körner
Sounddesign: Bernhard Sodek

Besetzung: Tini Kainrath, Franziska Hetzel, Ingrid Lang, Ronald Glaser, Peter Groisböck, Julian Loidl, Matthias Hacker, Markus Kofler, Anselm Lipgens, Denis Petkovic u. a.
Band der Einsamen Herzen

www.kultur-melk.at / www.wachau-kultur.at

Donnerstag, 3. Mai 12
"Unheilig" und Luca Hänni im "ZDF-Fernsehgarten"
Der "ZDF-Fernsehgarten" eröffnet am 6. Mai 2012 wieder seine Pforten. Andrea Kiewel wird die Zuschauer 21 Folgen lang immer sonntags ab 11.00 Uhr mit einer bunten Mischung aus Show, Musik, Artistik, Service und Attraktionen unterhalten.
Schon in der ersten Sendung ist ein "volles Haus" zu erwarten. Der Gewinner der diesjährigen "Deutschland sucht den Superstar"-Staffel Luca Hänni präsentiert seinen Siegertitel "Don't Think About Me" bei seinem ersten großen Live-Auftritt nach seinem Sieg im "ZDF-Fernsehgarten".
Weitere musikalische Highlights sind "Unheilig" um Sänger und Songwriter "der Graf", die norwegische Musikerin Marit Larsen, die Kölner Stimmungs-Band "Höhner", der Volksmusik-Star Florian Silbereisen, Schlagersänger Nino de Angelo und Schmusebarde Thomas Anders.
Nach dem Motto "Hütte frei?" möchte Tierliebhaberin Kiwi in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund Tierheim-Hunde an neue Besitzer vermitteln. Zum Start dieser neuen Service-Aktion ist der Hunde-Experte Martin Rütter zu Gast und gibt Tipps zum richtigen Umgang mit den Vierbeinern.
In der "ZDF-Fernsehgarten"-Küche kocht in diesem Jahr mit Johann Lafer, Alfons Schuhbeck, Steffen Henssler, Horst Lichter und anderen die Crème de la Crème der deutschen Küchen-Chefs. Fernsehkoch Armin Roßmeier begibt sich "zurück zu den Wurzeln" und konzentriert sich auf die Grundlagen des Kochens.
Und auch in dieser Saison können sich die Zuschauer auf eine gehörige Portion Nervenkitzel im "ZDF-Fernsehgarten" freuen: Den Auftakt macht ein atemberaubender Helikopter-Stunt.
Aber nicht nur spannend, sondern auch lustig geht es in der ersten Sendung zu: Comedy-Star Kaya Yanar präsentiert einen Ausschnitt aus seinem aktuellen Bühnenprogramm.

Donnerstag, 3. Mai 12
David Graeber am Schauspiel Frankfurt
Der amerikanische Anthropologe David Graeber stellt seine zwei Neuerscheinungen »Inside Occupy« und »Schulden« vor. Am 18. Mai 2012 um 16 Uhr im Chagallsaal.
Sie ist noch jung und hat bereits Geschichte geschrieben: Die weltweite Occupy-Bewegung. Mit dem Aufruf: »Occupy Wall Street!« besetzte im September 2011 eine Gruppe von Aktivisten den Zuccotti-Park im New Yorker Finanzdistrikt, um friedlich gegen soziale Ungleichheit, globale Spekulationsgeschäfte und den zunehmenden Einfluss der Wirtschaft auf die Politik zu demonstrieren. Binnen kürzester Zeit mobilisierte die Bewegung hunderttausende Menschen rund um den Globus, kreuz und quer durch alle Bevölkerungsschichten.
Der 1961 geborene amerikanische Anthropologe und bekennende Anarchist David Graeber bietet in seinem neuen Buch »Inside Occupy« einzigartige Einblicke in das Zentrum der derzeit größten Protestbewegung. Er berichtet, wie sie sich formierte und welche Ziele sie verfolgt. Gleichzeitig erscheint sein Buch »Schulden. Die ersten 5000 Jahre«. Ein radikales Buch im doppelten Wortsinn, denn Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden.
Graeber war Professor an der Yale University und lehrt derzeit am Goldsmiths College der University of London. Er ist nun zu Gast im Schauspiel Frankfurt, wo er seine beiden deutschen Neuerscheinungen »Inside Occupy« (Campus Verlag) und »Schulden - die ersten 5000 Jahre« (Verlag Klett-Cotta) vorstellen wird.

David Graeber: »Inside Occupy« / »Schulden«
Lesung und Gespräch
Moderation: Christian Felber
Am Freitag, den 18. Mai 2012 um 16 Uhr im Chagallsaal.
In deutscher und englischer Sprache.
Eine Veranstaltung von Campus Verlag und Verlag Klett-Cotta in Kooperation mit Occupy Frankfurt und Schauspiel Frankfurt. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 2. Mai 12
Vorverkaufsstart für „The Bodyguard“ – Ab 6. November in London
Am 6. November 12 starten im Londoner Adelphi-Theatre Preview-Aufführungen von “The Bodyguard – A new musical“. Das Musical basiert auf dem gleichnamigen Warner Bros. Film mit Whitney Houston and Kevin Costner in den Hauptrollen.
In der Bühnenfassung werden Heather Headley (Rachel Marron) und Lloyd Owen ( Frank Farmer) zu sehen sein. Die Premiere ist für den 5. Dezember 12 geplant. Gestern startete der Vorverkauf, Buchungen sind derzeit bis zum 27. April 13 möglich.
www.thebodyguardmusical.com

Mittwoch, 2. Mai 12
Nominierungen für die diesjährigen TONYS bekannt gegeben
Gestern wurden in New York für die diesjährigen TONY-Awards bekannt gegeben. Das Musical „Once“ (
www.oncemusical.com) erhielt die meisten Nominierungen (11). Michael Cerveris, der in New York und Offenbach/M einst den Tommy spielte, wurde für seine Rolle des Perón beim Revival von „Evita“ in der kategorie „Best Performance by an Actor in a Featured Role in a Musical“ nominiert.
Für den wichtigsten amerikanischen Theaterpreis wurde auch Bruce Norris „
Clybourne Park“ in den Kategorien „Best play“, „Best direction of a play“ (Pam MacKinnon), „Best Scenic Design of a Play (Daniel Ostling) und „Best Performance by an Actor in a Featured Role in a Play“ (Jeremy Shamos) nominiert. Das Stück hatte im April 2011 seine deutschsprachige Erstaufführung am Staatstheater Mainz.
Die TONY-Awards-Verleihung findet am 10. Juni 12 im New Yorker Beacon Theatre statt. Die ganze Liste:
www.tonyawards.com/en_US/nominees/index.html

Dienstag, 1. Mai 12
Schauspiel Frankfurt trifft Städel ~ Oliver Reese inszeniert »Bacon talks«
Oliver Reese inszeniert »
Bacon talks« in den Ausstellungsräumen des Frankfurter Städel Museums, wo das Stück für 10 Vorstellungen zu sehen sein wird. Premiere ist am 11. Mai 2012.
Er gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts: Die Bilder von Francis Bacon sind aufwühlend, verstörend und faszinierend zugleich. In ihrem Zentrum steht das menschliche Wesen als gequälter, missgebildeter und verzerrter Körper. Die Entstellungen sind Ausdrücke der alltäglichen Gewalt, an der die Figuren leiden, der sie verfallen sind, als Täter, als Opfer, als gierige Bestien und geschundene Kreaturen. Bacons Werke sind geprägt von den Beben des 20. Jahrhunderts: Erschütterungen durch Krieg, Zerstörung und Tod, die auch Risse in Bacons eigener Biografie hinterlassen haben.

Francis Bacon, 1909 in Dublin geboren, gestorben 1992 in Madrid, führte ein Leben der Exzesse: Seine Leidenschaft für Alkohol, Drogen, Glücksspiel und sein ausschweifendes Sexualleben sind legendär. Und ebenso wie seine Biografie öffnet auch das Werk den beklemmenden Blick in den Abgrund, der bis heute polarisiert und provoziert. Nun kommt das Rätsel Bacon selbst zu Wort. Als Vorlage für Oliver Reeses Dramatisierung dienen die Interviews des renommierten Kunstkritikers David Sylvester, Zeit seines Lebens einer der wenigen vertrauten Gesprächspartner Bacons. Immer wieder gelang es ihm, den Exzentriker in ausführliche, analytische Gespräche über die Kunst des 20. Jahrhunderts zu verwickeln. Das Stück wird im Städel Museum uraufgeführt und dort nur 10 Mal zu sehen sein.

Oliver Reese ist Autor, Regisseur und Intendant des Schauspiel Frankfurt.
Nur am 11. / 12. / 18. / 19. / 20. / 25. / 26. / 27. Mai (zum letzten Mal), jeweils um 19 Uhr sowie zusätzlich am 20. und 27. Mai um 15 Uhr.
Spielort Städel Museum, Schaumainkai 63
In Kooperation mit dem Städel Museum
Karten und Infos unter 069 212 49 494 oder
www.schauspielfrankfurt.de

Dienstag, 1. Mai 12
Tosca und Kinderträume: Die Israeli Opera Tel Aviv zu Gast bei den Internationalen Maifestspielen 2012
Tosca: Dienstag, 1. Mai 2012 und Mittwoch, 2. Mai I 19.30 Uhr I Großes Haus
The Child Dreams: Freitag, 4. Mai 2012 I 19.30 Uhr I Großes Haus

Im Rahmen der Maifestspiele 2012 ist die Israeli Opera Tel Aviv mit gleich zwei Produktionen am Staatstheater Wiesbaden zu Gast: mit Giacomo Puccinis Tosca sowie mit der Uraufführung der zeitgenössischen Oper The Child Dreams (Kinderträume) von Gil Shohat nach dem berühmten Stück von Hanoch Levin. Für beide Vorstellungen gibt es noch Restkarten.

Ein Fest für Auge und Ohr ist der römische Opernthriller Tosca in einer opulenten, halb-filmischen Inszenierung und Ausstattung des argentinischen Regisseurs Hugo de Ana. Es singen die internationalen Gesangsstars Michèle Crider, Kamen Chanev und Ko Seng Hyoun. Die musikalische Leitung liegt beim Musikdirektor der Israeli Opera David Stern. In Tosca ist alles „bigger than life“: Personen, Konflikte, Leidenschaften, Schauplätze. Der Regisseur Hugo de Ana entwickelt ein visuelles Konzept, in dem durch dynamische Filmprojektionen immer wieder neue Perspektiven und Bilder des barocken Rom entstehen. Die Filme wurden eigens für die Produktion an den Originalschauplätzen in Rom gedreht. Auf zwei riesigen Projektionsleinwänden vor und hinter der Szene setzt sich die Bühnenhandlung fort. Wir erleben die Protagonisten sowohl auf der Bühne als auch auf filmischer Ebene.

Mit
The Child Dreams (Kinderträume) ist eine zeitgenössische Oper der Israeli Opera Tel Aviv zu Gast – ein Gesamtkunstwerk aus Literatur, Musik, Theater, Malerei und Bewegung nach dem berühmten Stück von Hanoch Levin. The Child Dreams ist eine visionäre und berührende Allegorie über Kinderschicksale in einer Welt zwischen Krieg, Emigration und der Sehnsucht nach Frieden. Das Libretto entwickelten Komponist Gil Shohat und Regisseur Omri Nitzan. Bühne und Kostüme schuf der bekannte österreichische Maler Gottfried Helnwein. Die musikalische Leitung liegt bei David Stern. www.maifestspiele.de

Dienstag, 1. Mai 12
Musical: GEHTALLES. Szenisch-musikalische Collage von Peter Kock und Rhys Martin
Die Gesang-Tanz-Schauspiel-Collagen am Ende des 2. Studienjahrs der UDK Berlin sind die erste öffentliche Bühnenpräsentation der Musical-Studierenden und längst ein festes Versprechen: auf gebündelte Energie, viel Talent, manchmal Kitsch und manchmal Kunst.
Mit Musik GEHTALLES besser: von „Anything goes“ bis „Next to normal“ und nach Texten und Szenen von Calis, Hübner, Laucke, Lausund, Palmetshofer, Silver.
Musikalische Leitung und am Flügel: Prof. Adam Benzwi, Regie: Prof. Peter Kock, Choreografie: Prof. Rhys Martin, Bühne: Jakob Niedermeier, Kostüme: Gabriele Sailer
Mit: Maria Bansen, Johannes Brüssau, Patrik Cieslik, Dennis Dobrowolski, Christian Funk, Yvonne Greitzke, Venera Jakupov, Christian Miebach, Anna Pircher, Larissa Puhlmann, Ira Theofanidis, Marion Wulf

18.+19. Mai, 25.+26. Mai 2012, jeweils 20 Uhr
UNI.T – Theater der UdK Berlin, Fasanenstr. 1b, Berlin-Charlottenburg
Karten unter (030) 3185-2374 oder
udkkasse@udk-berlin.de
www.udk-berlin.de

Dienstag, 1. Mai 12
„Days of India in Germany“: Fusion Concert mit L. Subramaniam im English Theatre Frankfurt
Am 14. Mai gibt der indische Star-Violinist Lakshminarayana Subramaniam anlässlich der „Days of India in Germany“ ein exklusives Konzert im English Theatre Frankfurt (ETF). Gesanglich wird er von seiner Frau Kavita Khrishnamurti unterstützt. Deren Sohn Ambi, ein herausragender Vertreter der sowohl indischen als auch westlichen Violine, wird die zweite Violine spielen.

Im Stil der „Fusion Music“ werden die drei Künstler die Welten von Violine und Gesang, sowohl klassisch als auch zeitgenössisch, sowie die Musik aus Indien und der ganzen Welt miteinander verschmelzen lassen. („Fusion“ bedeutet die Verschmelzung verschiedener Musikgenres).


Deutschland und Indien feiern den 60. Jahrestag der Aufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen. Aus diesem Anlass ist am 11. Mai 2012 der Startschuss für die Indientage in Deutschland, die bis März nächsten Jahres andauern werden. Ein umfangreiches Angebot an kulturellen, akademischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Veranstaltungen sollen Kenntnisse über dieses faszinierende Land vertiefen.

Am 14. Mai 2012 werden die Indientage im Raum Frankfurt-Rhein-Main mit einem „Fusion Concert“ im English Theatre Frankfurt eröffnet. Präsentiert wird dieses in Zusammenarbeit mit dem Indischen Generalkonsulat und dem „Indian Council for Cultural Relations“. Auf dieses Konzert wird am 15. Mai 2012 ein indisches Volkstanzfestival im Gallustheater folgen. Die Volkstanzkünstler des Kedar Art Research Centre in Vadodara werden dabei eine Auswahl von lebhaften und farbenfrohen Volkstänzen aus den indischen Bundesstaaten Gujarat und Rajasthan präsentieren, die nach wie vor Teil des täglichen Lebens der Menschen in diesen beiden Bundesstaaten sind.

L. Subramaniam
„Der Paganini der indischen klassischen Musik“, L. Subramaniam, hat sowohl südindische klassische Musik als auch westliche klassische Musik aufgeführt und aufgenommen. Dank seiner musikalischen Vielseitigkeit konnte er mit herausragenden Künstlern aus verschiedenen musikalischen Genres wie Jazz, westliche Musik, Weltmusik und „Fusion Music“ zusammenarbeiten, darunter Yehudi Menuhin, Stéphane Grappelli, Jean-Pierre Rampal, Steven Seagal, Ruggiero Ricci, Arve Tellefsen, Herbie Hancock, Joe Sample, Stanley Clarke, George Duke, Al Jarreau, Jean Luc Ponty, Earl Klugh, Larry Coryell, Corky Siegel, Tony Williams, Billy Cobham, John Surman, Maynard Ferguson und Ravi Coltrane. Er hat sich dabei als eine Kraft etabliert, die zwar ausgeprägt indisch, aber gleichzeitig auch universal in Natur und Ansatz ist.

Er hat mit zahlreichen bedeutenden Orchestern auf der Welt zusammengearbeitet und in diesem Zusammenhang sowohl komponiert als auch dirigiert. Zudem hat er Filmmusik geschrieben und wirkte als Violin-Solist auf dem Soundtrack von Bernardo Bertoluccis Kinofilm „Little Buddha“ (1993) mit.

L. Subramaniam war 1981 für einen Grammy nominiert. Er hat in seiner Karriere viele Preise gewonnen, unter Anderem wurde er 1996 als „Bester Komponist“ vom Norwegischen Rundfunk ausgezeichnet. Das Album „Conversations“ (1992) und dessen orchestrales Gegenstück „Fantasy on Vedic Chants“, das von der New Yorker Philarmonie aufgeführt wurde, sind zu Meilensteinen der Musikgeschichte geworden. Diese Meisterwerke dienen als Referenz und Leitfaden für jeden Komponisten, der sich an die Erkundung des Begriffs „Fusion“ macht. Sein Album „Global Fusion“ (1999) wurde hoch gelobt und entstand unter der Mitwirkung von zahlreichen internationalen Künstlern.

Fusion Concert mit L. Subramaniam präsentiert vom Indischen Generalkonsulat, dem „Indian Council for Cultural Relations“ und dem English Theatre Frankfurt
Montag, 14. Mai 2012
Beginn: 19:30 Uhr
Preise/Vollzahler: zwischen 18,- Euro und 29,- Euro
Ermäßigung (Studenten): 11,- Euro
www.english-theatre.de

Dienstag, 1. Mai 12
Schauspielhaus Zürci trauert um Klaus Knuth
Klaus Knuth wurde 1935 als Sohn des Schauspielers Gustav Knuth und der Schauspielerin Gustl Busch in Hamburg geboren und zog 1947 mit seinen Eltern nach Zürich. Nach dem Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar Wien und ersten Engagements am Theater in der Josefstadt (1958/59), dem Düsseldorfer Schauspielhaus (1959 bis 1962) und an den Münchner Kammerspielen (1962 bis 1965) kam Klaus Knuth im Jahre 1965 als Ensemblemitglied an das Schauspielhaus Zürich, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 wirkte.
Hier spielte er u.a. den Rodrigo in Shakespeares „Othello“ (1965, Regie Leopold Lindtberg), den Andres in Büchners „Woyzeck“ (1972, Regie Friedrich Dürrenmatt) oder den Graf Appiani in Lessings „Emilia Galotti“ (1974, Regie Friedrich Dürrenmatt). 1981 gab er den Donati in der Uraufführung von Thomas Hürlimanns „Grossvater und Halbbruder“ in der Regie von Werner Düggelin und 1987 den Missionar Oskar Rose in Dürrenmatts „Die Physiker“ (Regie Achim Benning).
Klaus Knuth wirkte auch in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit, beispielsweise 1957 an der Seite von Romy Schneider als Prinz Ludwig in „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“ (Regie Ernst Marischka).
Seinen letzten Auftritt im Schauspielhaus Zürich hatte Klaus Knuth am 19. Juni 2011 bei der Lesung „Begegnung mit O.W. Fischer“ zusammen mit Miriam und Michael Maertens sowie seiner Frau Hannelore Fischer.
Am Donnerstag, 26. April, ist Klaus Knuth im Alter von 76 Jahren in Küsnacht verstorben. Er wird uns unvergessen bleiben.
www.schauspielhaus.ch

nach oben
Alle Angaben ohne Gewähr !
kulturfreak.de hat keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte gelinkter Seiten