Musical, Stückeinfos: S
 

Das Scarlet Pimpernel

Musik:
Frank Wildhorn
Buch und Liedtexte: Nan Knighton
Deutsch: Wolfgang Adenberg
Uraufführung: 9. November 1997 (Minskoff Theatre, New York)
Deutsche Erstaufführung: 14. Februar 2003 (Opernhaus Halle)

Ein Häuflein englischer Aristokraten kämpft im Untergrund gegen die Schrecken der französischen Revolution. Ihr Anführer ist der aufrechte Sir Percy Blakeney, ihr Kennzeichen sein Siegel, die "Scarlet Pimpernel". In der Öffentlichkeit zeigen sich die Verschwörer als harmlos effeminierte Dandys, die lieber mit dem Schmetterlingsnetz als mit dem Degen hantieren und deren häufige Reisen nach Frankreich nur ein Ziel haben: Mode, Frou-Frous und Spitzen. Percys junge Ehefrau, die französische Schauspielerin Marguerite, versteht die Welt nicht mehr. Wie hat der Mann sich verändert, in den sie sich Hals über Kopf verliebte und dem sie in die Ehe nach England gefolgt ist. Was sie nicht weiß: Percy verdächtigt Marguerite, mit den Revolutionären zu konspirieren, und hält sein Doppelleben vor ihr verborgen. Hat sie doch den geheimen Aufenthaltsort befreundeter Aristokraten an Robespierres Gefolgsmann Chauvelin verraten. Marguerite jedoch wird von Chauvelin, ihrem ehemaligen Liebhaber, erpresst, zunächst mit ihrer libertinösen Vergangenheit, dann durch die Verhaftung ihres Bruders. Chauvelin, der die Aufrührer in England und im Umkreis der Blakeneys vermutet, lockt Marguerite nach Frankreich, um der "Scarlet Pimpernel" eine Falle zu stellen. Dank einer raffinierten Maskerade und der Künste von Madame Tussaud gelingt es Percy aber, den Schurken Chauvelin zu bezwingen. Percy und Marguerite können sich einander offenbaren und versöhnt und glücklich nach England zurückkehren.

Für das temporeiche Mantel-und-Degen-Spektakel hat Frank Wildhorn eine opulente, poporientierte Musik geschrieben. Mit sicherem Gespür für Kolorit, Witz und ohrwurmträchtige Melodiebögen illustriert er die historische Szenerie und die großen Gefühle der Figuren. [Felix Bloch Erben]

Im Minskoff Theatre, New York wurde das Musical vom 9. November 1997 bis zum 1 Oktober 1998 sowie in einer leicht überarbeiteten Fassung vom 10. Oktober 1998 bis zum 30. Mai 1999 gespielt.

Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:

Premiere:
6. März 10

Musikalische Leitung: William Ward Murta
Inszenierung: Roland Hüve
Choreographie: Jochen Schmidtke
Bühne und Kostüme: Christof Cremer
Choreinstudierung: Hagen Enke
Dramaturgie: Jón Philipp von Linden
Musikalische Assistenz: Ingo Stadtmüller
Musikalische Einstudierung:  Alexis Agrafiotis, Christian Van den Berg-Bremer, Ingo Stadtmüller, Witolf Werner
Ausstattungsassistenz: Mariya Yordanova-Schepke
Regieassistenz_  Alexander Reschke
 
Besetzung:

Sir Percy Blakeney:
 Veit Schäfermeier
Marguerite St. Just: Karin Seyfried
Chauvelin:  Alexander Franzen
Armand St. Just, Marguerites Bruder/Robespierre: Dirk Mestmacher
Marie Grosholtz: Sarah Kuffner
Russaud, Maries Verlobter/Wache:  Ramon Riemarzik
Coupeau, Adjutant/Jessup, Percys Butler/Prince of Wales: Ulrich Neuweiler
Mercier, Adjutant: Andreas Lutsch
Dewhurst:  Lutz Laible
Ozzy: Alexander Janacek
Elton: Christian T. Müller
Farleigh: Carlos Horacio Rivas
Hal: Krzysztof Gornowicz
Ben: Sebastian Teichner
Marquis de St. Cyr: Vladimir Lortkipanidze
Dienstmädchen: Dorota Dobrolinska, Nina-Karina Schmidt
Cupidos:   PartsS – Performing Arts Studio, Bielefeld 

Bielefelder Opernchor, Bielefelder Philharmoniker

Eine rechte Räuberpistole ist die Geschichte des Scarlet Pimpernel, jenes tollkühnen englischen Dandys, der im Namen der Menschlichkeit mit seinen Freunden ausrückt, um der blutdurstigen Guillotine der Französischen Revolution Opfer um Opfer zu entreißen. Bürger Chauvelin, dem Robespierre persönlich im Nacken sitzt, schäumt vor Wut, doch niemand weiß, wer der Scarlet Pimpernel und seine Helfer in Wirklichkeit sind. Chauvelin setzt alles auf eine Karte: Seine ehemalige Geliebte Marguerite, der Star der Comédie Française, hat die Seiten gewechselt und verkehrt nunmehr als Lady Blakeney in den höchsten englischen Kreisen, denen, soviel weiß Chauvelin, auch der Scarlet Pimpernel angehören muss – da bietet sich doch eine kleine Erpressung an, um die widerspenstige Schöne zum Spionieren zu zwingen! Die Situation spitzt sich zu, als Marguerites Bruder Armand den Revolutionären in die Hände fällt, als Mitglied der Geheimtruppe entlarvt wird und hingerichtet werden soll.
Die Abenteuer des Scarlet Pimpernel erschienen ab 1905 in England als Serienroman, verfasst von Baroness Emmuska Orczy, einer nach England emigrierten Ungarin. Frank Wildhorn, dessen Musical-Vertonung der Jekyll & Hyde-Geschichte 2007 am Theater Bielefeld zu sehen war, schrieb auch hierfür eine mitreißende Musik, die mit gefühlsseligen Balladen, soundtrack-artigen Underscores und rockigen Rhythmen genau jene Atmosphäre schafft, die unter die Haut geht.
Wieder mit dabei: Veit Schäfermeier als Sir Percy (Titelrolle), bekannt aus Jekyll & Hyde, Karin Seyfried (Crazy for you) als Marguerite, eine französische Schauspielerin, die zur englischen Lady wird, und Alexander Franzen (Guys & Dolls) als Revolutionär Chauvelin sowie zahlreiche weitere Mitglieder des Bielefelder Musiktheater-Ensembles. Neu und vielversprechend ist die Zusammenarbeit des Theater Bielefeld mit PartsS (Performing Arts Studio), dem Bielefelder Ausbildungszentrum für darstellende Bühnenkunst, dessen Tänzerinnen den Shownummern des Musicals den nötigen Kick verleihen. Neu ist auch die Zusammenarbeit des Regisseurs Roland Hüve (Sechs Tanzstunden in sechs Wochen, Peterchens Mondfahrt, Ronja Räubertochter u.a.) mit dem Bühnen- und Kostümbildner Christof Cremer (Jekyll & Hyde, La Bohème) und dem Choreographen Jochen Schmidtke (Crazy for you), deren Erzählweise dem Mantel-und-Degen-Charakter des Stückes das nötige Tempo und eine opulente Ausstattung verleihen.

Musikalische Leitung:
William Ward Murta, geboren in Fort Smith/Arkansas und in Oklahoma aufgewachsen, ist seit 1984 Musical-Kapellmeister am Bielefelder Theater. Er übernahm die musikalische Leitung zahlreicher Produktionen wie Cabaret, Evita, Chicago, La Cage aux Folles, Piaf, Die Comedian Harmonists, der Uraufführung von James Lyons Für mich soll’s rote Rosen regnen, Wittenbrinks Männer – Tore, Tränen und Triumphe, Sekretärinnen und Mütter sowie zuletzt bei den Produktionen von Jekyll & Hyde, Me and My Girl, Guys and Dolls und Crazy for you.
Er komponierte aber auch eigene Musicals: M... wie Marilyn (1987) und sein Werk über das Leben von Galileo Galilei Starry Messenger (Sternenbote), das 2004 sehr erfolgreich am Theater Bielefeld uraufgeführt wurde.

Inszenierung:
Roland Hüve setzt bereits seit vielen Jahren am Theater Bielefeld die Weihnachtsmärchen in Szene, darunter Das Dschungelbuch, Der Räuber Hotzenplotz, Pippi Langstrumpf, Peterchens Mondfahrt und zuletzt Ronja Räubertochter. In der letzten Spielzeit hat Hüve auch die Boulevardkomödie Sechs Tanzstunden in sechs Wochen inszeniert sowie die szenische Lesung Lenins Schuh für das Festival VOICES FROM UNDERGROUNDZERO eingerichtet.
Seit 1993 arbeitet Hüve als freier Regisseur, u.a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Theaterhaus Frankfurt, den Städtischen Bühnen Osnabrück, der Landesbühne Niedersachsen Nord und am Deutschen Theater in Göttingen. Ab 2005 war er Hausregisseur und Mitglied des Schauspielleitungstrios am Theater Augsburg, für die Spielzeit 2006/07 übernahm er dort die Position des Oberspielleiters. Neben seiner Regiearbeit ist Hüve außerdem Autor von Theaterstücken, Kinderbüchern und Comics. Roland Hüve, geboren 1962 in Dortmund, studierte Literatur- und Theaterwissenschaft in Köln und Paris und gründete 1985 die freie Theatergruppe THEU. Von 1986 bis 1990 war er als Regieassistent im Bereich Hörspiel beim WDR in Köln engagiert, 1992 wechselte er, ebenfalls als Regieassistent, an das Düsseldorfer Schauspielhaus.

Bühne und Kostüme:
Christof Cremer zeichnete am Theater Bielefeld bereits für die Ausstattung von Aida, Jekyll & Hyde und La Bohème sowie für die Kostüme von Le Toréador verantwortlich. Seine Arbeiten als Bühnenund Kostümbildner umfassen Sprechtheater, Opern und zeitgenössisches Musiktheater ebenso wie Ballett/Tanz, u.a. am Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Darmstadt, Residenztheater München, Burgtheater Wien, The Place Theatre London, an der Kammeroper Wien, der Wiener Staatsoper, am Theater Freiburg, an der Neuen Oper Wien, den Vereinigten Bühnen Graz, am Teatro dell’Opera Rom, am Staatstheater Oldenburg, Stadttheater Klagenfurt, an den Vereinigten Bühnen Krefeld-Mönchengladbach, am Badischen Staatstheater Karlsruhe sowie am Landestheater Linz.
Nach der Ausbildung zum Herrenschneider am Nationaltheater Mannheim studierte Cremer in der Meisterklasse für Bühnen- und Filmgestaltung an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei Axel Manthey, Frida Parmeggiani, Hermann Beil, Juliane Votteler und Bernhard Kleber. 1997 machte er seinen Abschluss mit Auszeichnung. Christof Cremer, geboren in Heinsberg, lebt heute in Wien und entwirft auch Raumgestaltungen abseits der Theater sowie sakrale Gewänder und liturgische Geräte.

Choreographie:
Jochen Schmidtke, geboren in Stuttgart, studierte am Tanz- und Gesangsstudio Theater an der Wien unter Leitung von Peter Weck. Er spielte u.a. die Rolle Oscar Lindquist in Sweet Charity, den Diesel in West Side Story, den Cornelius Hackl in Hello Dolly, den Brad Majors in der Rocky Horror Picture Show sowie den Danny Zuko in Grease. Außerdem stand er in der Originalproduktion von Chicago als Billy Flynn und in der österreichischen Erstaufführung des Klassikers Anything Goes als Moonface auf der Bühne. Im Jahr 2002 spielte er an der Seite von Helmut Baumann Freddy Eynsford-Hill in My fair Lady und am Stadttheater Bern den Don Lockwood in Singin' in the Rain.
Jochen Schmidtke war 3 Jahre Fight Captain bei 3 Musketiere am Theater des Westens in Berlin, am Apollo Theater in Stuttgart und übernahm im Frühjahr 2008 wieder seine Lieblingsrolle in Singin' in the Rain am Landestheater in Detmold. 2009 choreographierte er die Fechtszenen der Weltpremiere des Musicals Der Graf von Monte Christo in St. Gallen. Am Theater Bielefeld war er bereits für die Choreographie von Crazy for you verantwortlich.
In der Werbe- und TV Branche wurde er als »Ültje Mann« bekannt und war als Schauspieler bei den Serien Gute Zeiten, schlechte Zeiten und Unter uns (beide RTL) zu sehen.  [© Theater Bielefeld]

www.theater-bielefeld.de

Zur Inszenierung des Stadttheaters Bremerhaven:

Premiere:
7. November 09

Musikalische Leitung: Peter Stolle
Inszenierung und Choreographie: Thorsten Krafft
Ausstattung: Christa Beland
Choreinstudierung: Ilia Bilenko

Mit Maike Switzer und Hans Neblung in den Hauptrollen

www.stadttheaterbremerhaven.de

Infos zur deutschsprachigen Erstaufführung im Opernhaus Halle (2003):

Musikalische Leitung:
Koen Schoots
Inszenierung: Robert Herzl
Choreographie: Rosita Steinhauser
Bühnenbild: Bernd Leistner
Kostüme: Götz Lanzelot Fischer
Choreinstudierung: Helmut E. Sonne

Sir Percy Blakeney: Darius Merstein-MacLeod
Marguerite St. Just, seine Frau : Ann Christin Elverum
Chauvelin: Christopher Murray
Armand St. Just, Marguerites Bruder: Zoltán Tombor
Marie Grosholtz: Elisabeth Hinze
Tussaud, ihr Verlobter: Jörg Decker
Mercier: Karl Heinz Freiberg
Lord Anthony Dewhurst: Gerd Vogel
Sir John (Ozzy) Osbert: Jordi Molina
Frederic Elton: Andreas Guhlmann
Lord Andrew (Andy) Farleigh: Michael Mehnert
Hal Stenton: Karsten Döring
Benjamin Stubbs: Timothy Alois Cruickshank
Der Marquis de St. Cyr: Peter Winger
Jessup, Percys Butler: Sebastian Müller
Robespierre: Martin Köhler
Der Prince of Wales: Harald Kobs
Hélène: Antje Gebhardt

Pressestimme:

... Das Musical, das am Broadway Triumphe feierte, ist mehr Mantel- als Degen-Spektakel. Es nutzt die Französische Revolution als Vehikel für große Gefühle und taucht diese in ein Schaumbad aus Klängen. Musiktheater wird hier verlegt in die Traumfabrik Hollywood.

Der Effekt ist, gerade zu Beginn, umwerfend: Was Koen Schoots und das bestechende, unsichtbare Opernorchester da aus Graben und Lautsprechern schicken, drückt einen tief in die Sitze. Man träumt sich in eine Welt hinein, die nur aus Liebesschwüren ("Nun sind wir vereint für alle Zeit") besteht und aus großen Stimmen - die manchmal erst durch mikrofonische Hilfe groß werden. Schade, dass es dazu kein Popcorn gibt...

Allen voran Darius Merstein-MacLeod überzeugt als Percy und "Scarlet Pimpernel" nicht nur durch Stimmgewalt, sondern wechselt souverän zwischen Heldenrolle und schrillem Dandy. Ann Christin Elverum spielt, ohne stimmlich wirklich zu glänzen, die Marguerite St. Just so, wie sie selbst ist: Ehrlich, emotional, gerade. Christopher Murray gibt einen heißköpfigen Chauvelin, ohne die Kontrolle zu verlieren - und Zóltan Tombor singt einen sensiblen Armand... [Mitteldeutsche Zeitung]

 

Schöne neue Welt
(Brave New World)

Nach dem Roman von: Aldous Huxley
Musik: Achim Gieseler
Buch und Songtexte: Volker Ludwig

Uraufführung: 2. November 2006 (Berlin, Grips-Theater

Weitere Inszenierungen: Düsseldorf (März 07) und Freiberg/Sachs. (Mai 07)

Stückbeschreibung:
Alles ist gut! Die schöne neue Welt ist eine sorgenfreie, konsequent verwirklichte Wohlstandsgesellschaft, in der die Menschen nicht mehr geboren, sondern gezüchtet werden. Ganz nach dem jeweiligen Bedarf werden sie für ihr Leben konditioniert: Außer den Angehörigen der Alpha-Kaste, den intelligentesten der gezüchteten Menschen, haben alle eine vorbestimmte Aufgabe. So sind alle glücklich und zufrieden mit dem, was sie haben, das Leben besteht neben der Arbeit nur aus Party, Sex und Drogen. Eine allwissende Weltregierung wacht schützend über die genormte Sorglosigkeit. Mit Ausnahme einiger Alpha-Menschen ist so keinem bewusst, dass diese Welt auf dem Verzicht von Freiheit, Liebe und Individualität beruht – warum auch, wenn‘s Spaß macht.
Bernard Marx, ein hochrangiger Funktionär der Brut- und Normzentrale Berlin, ist einer dieser Alphas und hat so als „asozialer“ Individualist seine Probleme. Gemeinsam mit der reizend pneumatischen Lenina reist er in ein Reservat von Wilden, wie man die wenigen Menschen bezeichnet, die als Genpool für die neue Welt noch elendiglich in der alten Form leben. Dort treffen sie auf John, der von den Wilden ausgegrenzt wird, da er angeblich aus der neuen Welt stammt. Bernhard und Lenina können dies verifizieren und nehmen ihn in die neue Welt mit. Dort sorgt der „Wilde“ für jede Menge Wirbel, wird zunächst zum Star der Society und der Medien, dann aber schnell zur Gefahr für die Weltordnung, da er mit seinen Wertevorstellungen und der Forderung nach individueller Menschenwürde an den Grundlagen der schönen neuen Welt kratzt.
Im Grunde sind wir heute, über 70 Jahre nach dem Erscheinen des Romans, Huxleys schöner neuer Welt näher, als wir wahrhaben wollen. Die Musical-Adaption von Achim Gieseler und Volker Ludwig nutzt so auch die Ironie des Romans als zentrales Erzählelement, um von heute aus in die Zukunft zu blicken und die Träume von der Perfektionierung der Welt ad absurdum zu führen. Dem Musical-Genre gerecht werdend, reißen uns Party und Fun der schönen neuen Welt in gleicher Weise mit, wie die Kultur der Wilden neugierig verstört. Die Musik greift, ebenfalls vom Heute kommend, die zeitgenössischen Formen der Pop Musik auf – Songs, Rhythmen, Soundscapes –, um sie bei Gelegenheit in spannende, zukünftige elektronische Klangräume zu erweitern.

Achim Gieseler
Der in Berlin lebende Achim Gieseler absolvierte ein klassisches Musikstudium und arbeitet seit Anfang der 70er Jahre als Keyboarder, Produzent und Komponist mit Jazz- und Rockgruppen im Rahmen von Studioproduktionen und Tourneen. Erste Theatererfahrungen machte er im Alter von 17 Jahren im politischen Jugendtheater mit Stücken von Bertolt Brecht.
Ende der 70er Jahre folgten die ersten Engagements als musikalischer Leiter an Theatern in Deutschland und Schweden. Er vertonte Klassiker des europäischen Theaters.
Den Schwerpunkt seiner kompositorischen Arbeiten bildet die Verbindung von elektronischer, klassischer europäischer und außereuropäischer Musik. Seine Arbeiten für Theater, Film und CDs umfassen Werke für Orchester ebenso wie Rockmusicals und experimentelle Multimedia- Performances unter Einbeziehung modernster Computer-Elektronik.

Volker Ludwig
Volker Ludwig, geboren 1937, veröffentlichte schon während seines Studiums der Germanistik und Kunstgeschichte in Berlin und München Kurzgeschichten und Satiren sowie Chansons und Sketche für Funk und Kabaretts („Stachelschweine“, „die bedienten“, Studentenkabarett). Seit 1962 ist Ludwig freier Schriftsteller. Er schrieb die Texte für die Fernsehserie „Hallo Nachbarn“ und zahlreiche Fernseh-Shows sowie Kabaretts („Bügelbrett“, „Wühlmäuse“, „Kom(m)ödchen“, für Wolfgang Neuss u. a.). 1965 erfolgt die Gründung des „Reichskabarett Berlin“, für das er Haupttexter von acht Programmen bis 1971 war. 1966 gründete er das „Theater für Kinder im Reichskabarett“, seit 1972 Grips Theater genannt, das er bis heute leitet und das eines der wichtigsten Kinderund Jugendtheater in Deutschland ist. Er ist Autor von mehr als 30 Stücken, die in über 40 Sprachen übersetzt international gespielt werden.
Dazu zählt die 1986 uraufgeführte musikalische Revue „Linie 1“, die bis heute als erfolgreichstes deutsches Musical gilt. Seit 2001 ist Volker Ludwig Vizepräsident des Internationalen Theaterinstituts in Deutschland, zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen u. a. der Mülheimer Dramatikerpreis (für „Linie 1“), die Carl-von-Ossietzky-Medallie der Internationalen Liga für Menschenrechte und der ASSITEJ Preis 2003.

    [© Felix Bloch Erben]

Zur Inszenierung des Berliner Grips-Theater:

Premiere:
2. November 06

Regie: Matthias Davids
Choreografie: Neva Howard
Bühne: Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme: Barbara Kremer


Besetzung:

Lenina:
Kathrin Osterode
John, der Wilde: Christoph Letkowski
Linda, Johns Mutter: Michaela Hanser:
Bernhard Marx: Daniel Jeroma
Helena Watson: Ester Daniel
Benedikt Danone: Frank Engelhardt
Mustafa Bond / Tom / Pilot: Claudius Freyer
Henry Foster: Jens Mondalski
Fanny, Leninas Freundin / Sabrina, Krankenschwester: Laura Leyh
Lizzy / Dalida, Danones Sekretärin: Sonia Hausséguy
Joe / Ranger: Jörg Westphal

Die Band:
Beathoven (keys), Michael Brandt (guit.), George Kranz (drums), Robert Neumann (keys)

www.grips-theater.de (externer Link)

Die Schwarzen Brüder - Das Musical

Autor und Komponist:
Mirco Vogelsang
Autor und Textbuch: Mirco Textbuch
Komposition: Georgij Modestov

Spielzeit der Seebühne Walenstadt: Donnerstag, 22. Juli, bis Samstag, 21. August 2010

Regie: Holger Hauer
Ausstattung/Kostüme: Christoph Weyers
Musikalische Leitung: Andreas Felbe
Choreographie: Andrea Kingston

VR-Präsident, Projektinitiant und Projektleitung 2010: Marco Wyss
Assistenz Projektleitung: Christian Gloor
Leitung Verkauf: Carmen Good
Medien/Kommunikation: Regula Schneller
Rechnungswesen: Hanna Hug
Technischer Leiter/Infrastruktur: Martin Hübscher


Besetzung:

Giorgio:
Bernhard Viktorin (AT)
Alfredo: Janko Danailow (DE)
Dante: Matthias Meier (CH)
Battista: Rossi Steffen Friedrich (DE)
Frau Rossi: Sissy Staudinger (DE)
Angeletta: Kristin Bauersachs (DE)
Anselmo: Patric Scott (CH)
Giovanni: Christopher Brose (DE)
Antonio: Florian Nanouk Baudrot (BE)
Augusto: Michael Odendahl (DE)
Vincenzo: Philipp Eisenmann (AT)
Faustino: Julian Kula (DE)
Die Katze: Vladimir Korneev (GE)
«Der Mann mit der Narbe» (Luini): Florian Schneider (CH)
Dr. Casella: Christoph Wettstein (CH)
Paolo/ Wirt: Björn Christian Kuhn (DE)
Givo («Die Zitrone»): Andreas Berg (DE)
Carla: N.N.
Elisa: Samira Brückmann (DE)
Gelsomina: Martina Stach (DE)
Kaminfegermeister 1: Joel Kirby (USA)
Kaminfegermeister 2: Olaf Meyer (DE)
Einäugiger: Oliver Nöldner (DE)
Tito: Tim Müller (DE)
Marco: Tino Andrea Honegger (CH)
Filippo: Samuel T. Klausner (CH)


Orchester:

Querflöte:
Katharina Egli, Martina Jucker
Oboe: Renato Bizzotto, Rico Punzi
Klarinette: Simone Glauser
Trompete: Patrick Ottiger, Hanspeter Wigger
Posaune: Andreas Mattle
Violine: Judith Müller
Cello: Samuel Nyffeler, Felix Schüeli
Keyboard 1: Tino Horat, Dominique Huber
Keyboard 2: Alesh Puhar
Keyboard 3: Sonja Füchslin
E-Basse: Felix Kübler
Drums: Matthias Zindel

Die schwarzen Brüder
Nach dem Grosserfolg von «Heidi – Das Musical» mit über 180'000 Zuschauern überrascht die Walensee-Bühne mit einem neuen Musical-Erlebnis: DIE SCHWARZEN BRÜDER. Vor der imposanten Naturkulisse der Churfirsten und des Walensees spielt die Geschichte von Giorgio und Alfredo. Die beiden Kaminfegerbuben werden als lebendige «Besen» vom Tessin nach Mailand verdingt. Das bereits uraufgeführte Musical nach einem der meistgelesenen Jugendromane von Lisa Tetzner und Kurt Held (u.a. Autor von «Die Rote Zora») nimmt sich des Schicksals der Verdingkinder und somit auch eines Stücks Schweizer Geschichte an. Ein Musical-Erlebnis mit 26 Profidarstellern, welches komplett neu arrangiert mitten ins Herz spielt und emotional alle Register zieht. Eine Geschichte von Ausbeutung, Liebe und Freundschaft, Glaube und Hoffnung. Ein Fixpunkt in der Kulturagenda 2010 für Musical- und Theaterliebhaber und die ganze Familie.

Nach dem Grosserfolg von «Heidi – Das Musical» mit über 180'000 Zuschauern kommt im Sommer 2010 DAS MUSICAL – DIE SCHWARZEN BRÜDER in Walenstadt auf die Walensee-Bühne. Vor der imposanten Naturkulisse der Churfirsten und des Walensees spielt die Geschichte von Giorgio und Alfredo. Die beiden Kaminfegerbuben werden als lebendige „Besen“ vom Tessin nach Mailand verdingt. Ein Musical-Erlebnis mit 26 Profidarstellern, welches komplett neu arrangiert mitten ins Herz spielt und emotional alle Register zieht. Eine Geschichte von Ausbeutung, Liebe und Freundschaft, Glaube und Hoffnung. Ein Fixpunkt in der Kulturagenda 2010 für Musical- und Theaterliebhaber und die ganze Familie.


Die ergreifende Geschichte von Giorgio und Alfredo
Der Tessiner Junge Giorgio wird von seinem Vater Roberto an Luini, den Mann mit der Narbe, verkauft. Der harte Winter, die Trockenheit, eine tote Kuh und der gebrochene Fuss der Mutter zwingen die arme Familie zu diesem Schritt. Unterwegs von seinem Dorf im Verzascatal nach Locarno, lernt Giorgio Alfredo kennen. Luini bringt die beiden Jungen nach Mailand, wo sie für ihre Kaminfegermeister in die russigen Kamine steigen müssen. Sie führen ein hartes Leben am untersten Rand der Gesellschaft, werden verspottet und verhöhnt. Die gesundheitlichen Folgen ihrer Arbeit sind markant, und oft leben sie hart am Limit. Kraft gibt ihnen nur der Bund der «Schwarzen Brüder», die tiefe Freundschaft zwischen den Kaminfegerjungen, welche das Schicksal verbindet. Giorgio schliesst ausserdem Freundschaft mit der kränkelnden Tochter seines Meisters. Angeletta ist engelhaft und eine seelische Stütze für den Tessiner Jungen. Bei einem Arbeitsunfall im Kamin wird Giorgio vom Gast des reichen Hauses, dem Luganer Arzt Dr. Casella, gerettet. Dank ihm gelingt es einigen der «Schwarzen Brüder», zurück in die Schweiz zu fliehen. Nur Alfredo müssen die Verbündeten zurücklassen – er überlebt die Folgen des Hungers und der russigen Kaminfegerarbeit nicht.

Das Buch und seine Autoren
Der Roman «Die Schwarzen Brüder» erschien 1941, wurde bisher in neun Sprachen übersetzt, 1985 von der ARD verfilmt und in Japan als mehrteilige Animationsserie adaptiert. 2007 feierte das grosse Werk der Jugendliteratur Weltpremiere auf der Musicalbühne. Neu inszeniert, mit 26 Profidarstellern und Live-Orchester, spielt die Geschichte im Sommer 2010 auf der Walensee-Bühne in Walenstadt. Das Buch basiert auf historischen Tatsachen und handelt somit von einem Stück vergessener Schweizer Geschichte.

Tickets
Tickets gibt es unter www.dieschwarzenbrueder.ch oder Tel. 0900 313 313 (CHF 1.19/Min. ab dem Schweizer Festnetz). Weiter können die Tickets an allen Vorverkaufsstellen von ticketportal bezogen werden (an jedem SBB-Bahnhof, in allen grösseren Manor-Filialen, in über 100 Hotelplan-Filialen und an weiteren Verkaufsstellen, zzgl. 10% Vorverkaufsgebühren)

Vorstellungen: Dienstag–Samstag, 19.45 Uhr / Sonntag, 13.30 Uhr
Spieldauer: ca. 2¾ Stunden inkl. Pause (Spielende ca. 22.30 Uhr)
Geländeöffnung: 17.30 Uhr (Nachmittagsvorstellungen 11.00 Uhr)

Grosser ökumenischer Gottesdienst am Sonntag, 25. Juli 2010, 10.30 Uhr, auf der Seebühne.
(Verschiebedatum bei schlechtem Wetter auf Sonntag, 8. August 2010)

Aufführungsrechte: Gallissas Theaterverlag und Medienagentur GmbH, Berlin

Die Schweizermacher – Das Musical
Nach dem erfolgreichsten Schweizer Film von Rolf Lyssy

Musik und Songtexte:
Markus Schönholzer
Buch: Paul Steinmann
Stückentwicklung: Stefan Huber
Uraufführung: 16. September 2010 (Zürich, Maag MusicHall)

Zur Produktion in der Maag MusicHall Zürich:

Premiere:
16. September 10 (Uraufführung)
Spielzeit bis: 31. Dezember 10

Musikalische Leitung: Matthias Stötzel
Regie: Stefan Huber
Choreografie: Simon Eichenberger
Bühnenbild: Stephan Prattes
Kostüme: Heike Seidler
Produzenten: Darko Soolfrank und Guido Schilling

Der erfolgreichste Schweizer Film kommt als Mundartmusical auf die Bühne. «Die Schweizermacher – Das Musical» ist ab 16. September 2010 in der Maag MusicHall in Zürich zu sehen. Heute präsentierten die Macher ihr Projekt erstmals der Öffentlichkeit und verrieten, wer hinter der Produktion und der Augen-Werbekampagne steht, die seit einigen Wochen von den Plakatwänden und den Strassenkandelabern prangt. Ausserdem stellten sie die drei Hauptdarsteller vor. Mit dabei sind Andrea Zogg, Rolf Sommer und Iréna Flury. Aufhorchen liess die erste Singleauskopplung «Heimatgfühl», die Daniel Kandlbauer interpretiert.

Die Schweiz bekommt eine neue Musicalproduktion: «Die Schweizermacher». Am 16. September 2010 feiert die Bühnenadaption des erfolgreichsten Schweizer Films in der Maag MusicHall Premiere. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, und die Macher gewährten den Medien und Gästen einen ersten Einblick in ihre Arbeit. Als Vorlage des neuen Musicals dient der Film von Rolf Lyssy, der 1978 in die Kinos kam. Die Geschichte ums Schweizerwerden und Schweizersein traf damals den Nerv der Zeit. Über eine Million Besucherinnen und Besucher sahen die satirisch-ironische Komödie. Bis heute ist «Die Schweizermacher» der erfolgreichste helvetische Film. Nun bringt ein Creative -Team um die Produzenten Darko Soolfrank und Guido Schilling («Ewigi Liebi», «Deep», «Space Dream») die Musicaladaption auf die Bühne.

Schweizmacher_Creativteam
Die Schweizermacher – Das Musical
Die Macher: Darko Soolfrank, Stefan Huber, Markus Schönholzer, Guido Schilling, Paul Steinmann
© Maag MusicHall

Ein hochkarätiges Team
Die Musik und die Songtexte zu «Die Schweizermacher – Das Musical» stammen von Markus Schönholzer. Seit über drei Jahren arbeitet der Komponist zusammen mit dem Autor des Musicalbuchs, Paul Steinmann, an der neuen Produktion. Zum Duo stiess Stefan Huber, der aktiv zur Stückentwicklung beitrug und bei «Die Schweizermacher – Das Musical» Regie führt. Über 150 Darstellerinnen und Darsteller casteten die Macher, um ein 20-köpfiges Ensemble zusammenzustellen. In den Hauptrollen sind der Bühnen- und Filmschauspieler Andrea Zogg (Max Bodmer), der Musicaldarsteller Rolf Sommer (Moritz Fischer) und die Musicaldarstellerin Irina Flury (Milena Vakulic) zu sehen. Sie werden von einer fünfköpfigen Liveband begleitet.

Ein aufwendiges Bühnenbild
Wichtiger Bestandteil der Theateradaption ist ein multifunktionales, aufwendiges Bühnenbild, das vom Österreicher Stephan Prattes stammt. Die deutsche Kostümdesignerin Heike Seidler sorgt für die Authentizität der 70er-Jahre, in denen die Geschichte spielt. Die verschiedenen Tanzeinlagen sind vom jungen Schweizer Choreografen Simon Eichenberger arrangiert. Für die musikalische Umsetzung sorgen Matthias Stötzel und Daniel Steger.

Singleauskopplung aus dem Musical
Gleichzeitig mit der Ankündigung des Musicals wurde eine Single lanciert. «Heimatgfühl», interpretiert von Daniel Kandlbauer, besitzt Ohrwurmqualitäten und gewährt einen ersten Einblick in die Musik der neuen Schweizer Produktion. Adrian Stern produzierte und arrangierte den Song, der von Markus Schönholzer komponiert und getextet wurde. Von Schönholzer stammen auch die weitere Musik und die Liedtexte im Musical. Die Macher konnten Daniel Kandlbauer als Sänger für die «Pop-Rock-Version» gewinnen. Es ist der erste Solosong des Berner Oberländers, der in Mundart auf einem Tonträger erscheint. Der aus Grindelwald stammende Interpret spielt momentan selbst auf einer Musicalbühne. Er ist als «Daneli vom Trueb» im Erfolgsmusical «Ewigi Liebi» zu sehen. Für «Die Schweizermacher – Das Musical» vertont er nun einen Song. Im Musical selbst wird er aber nicht zu sehen sein. «Ich habe für den Herbst bereits andere Pläne», verrät Kandelbauer. «Heimatgfühl» ist bei den Schweizer Radios und auf
www.dieschweizermacher.ch zu hören, sowie als Download bei i-tunes erhältlich.

Auffällige Werbung
Seit einigen Wochen prangt in Zürich ein Augenpaar auf rotem Grund von Plakatwänden und Strassenkandelabern. In den Medien wurde gerätselt, wer der Absender dieser Teaserkampagne sein könnte. Nun ist klar, wer dahintersteckt. Die Augen, die symbolisch für die Überwachung des Staates stehen, gehören zum Logo von «Die Schweizermacher – Das Musical». Das Artwork stammt von der renommierten Zürcher Agentur JWT+H+F. Die Werbekampagne wird in den kommenden Wochen mit Zeitungsinseraten fortgesetzt.

Migros als Hauptsponsorin
«Die Schweizermacher – Das Musical» feiert am 16. September in der Maag MusicHall Premiere und wird von der Migros als Presenting Sponsor und der Nationale Suisse als Co-Sponsor unterstützt. Der Vorverkauf ist eröffnet. Weitere Infos:
www.dieschweizermacher.ch

Vorverkauf bei ticketportal.com; 0900 101 102 (CHF 1.19/Min.) und
www.dieschweizermacher.ch, bei RailAway als Kombiticket

She loves me

Buch von:
Joe Masteroff
Musik von: Jerry Bock
Gesangstexte von: Sheldon Harnick
Premiere in New York: 23. April 1963 (Eugene O´Neill Theatre)

Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:

Premiere:
16. Dezember 06
Weitere Vorstellungen: 19., 25., 27. & 31. Dezember 06; 18., 19., 21.& 28. Januar, 18. Februar, 9., 23. & 24. März, 17. Mai 07, weitere Termine in Planung

Musikalische Leitung: William Ward Murta
Inszenierung: Iris Limbarth
Bühne: Reinhard Wust
Kostüme: Sven Bindseil
Dramaturgie: Dieter Powitz

Besetzung:
Ladislav Sipos:
Carlos Horacio Rivas
Arpad: Marco Fahrland
Fräulein Ritter: Melanie Kreuter
Stephan Kodaly: Tilmann von Blomberg
Georg Nowack: René Roseburg
Herr Maraczek: Richard Panzner
Amalia Balash: Cornelie Isenbürger
Kellner: Olaf Meyer
Die drei Damen: Monika Mayer, Andrea Wittler, Corinna Kuhnen
Ensemble: Marco Wiskandt, Katrin Lièvre, Christian T. Müller, Alexander Janacek, Rebecca Stahlhut, Monika Stahler, Oliver Nöldner, Oliver Fendel

Wir schreiben die 30er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts. Anonyme Liebesbriefe warten in den Fächern eines Budapester Postamtes auf ihre sehnsüchtigen Adressaten. Erwartungsvolle Vorfreude der Verliebten verdrängt die verzehrenden Selbstzweifel und umgekehrt. Und das beinahe stündlich. In She loves me scheint angesichts der entzaubernden Rastlosigkeit digitaler Medien des 21. Jahrhunderts die Zeit stehen geblieben zu sein. Aber nur scheinbar. Die Fragen, die den Liebenden schlaflose Nächte und Appetitlosigkeit bereiten, waren unabhängig von den technischen Möglichkeiten dieselben. Vermag ich mit Worten meine tief empfundenen Gefühle zum Ausdruck zu bringen? Werde ich so geliebt wie ich bin?


Im Brennglas der Gefühle ist die Parfümerie des Herrn Maraczek. In der Welt des Scheins und Seins, inmitten der olfaktorischen Verheißungen, zwischen Töpfen, Tuben und Tiegeln, entspinnt sich ein amouröses Verwirrspiel um eine kleine Schar von Liebenden. Im Mittelpunkt steht die anonyme und heftige Briefromanze von Amalia Balash und Georg Nowack, die unversehens zu Kollegen im familiär geführten Laden des Herrn Maraczek werden. Niemand ahnt jedoch, dass die Ursache ihres emotionalen Höhenfluges plötzlich ganz nahe ist. Im Gegenteil, im Alltag machen sie aus ihrer vermeintlichen Abneigung keinen Hehl. Auf dem dornigen Weg zum Happy End werden sie begleitet von einer skurril-bunten Kollegenschar, die von den Berg- und Talfahrten der Gefühle ebenfalls nicht verschont bleibt. Die dramatische Grundkonstellation, die auf die ungarische Komödie Parfümerie von Miklos Laszlo aus dem Jahre 1937 zurückgeht, fand auch den Weg in die Kinos: Die beiden Filme Rendevous unterm Ladentisch von Ernst Lubitsch und E-mail für dich mit Meg Ryan und Tom Hanks sind nicht nur Cineasten ein Begriff. Von der Lubitsch-Verfilmung waren Jerry Bock und Sheldon Harnick, Komponist und Liedtexter, derart begeistert, dass sie Anfang der 60er Jahre ihre damalige Arbeit unterbrachen, für die sie nicht die zündende Idee fanden. Unterstützt wurden sie von Joe Masteroff, der ihnen ein musikalisch derart inspirierendes Buch schrieb, das daraus eine funkelnde und liebevolle Komödie entstand, die seit ihrer Premiere 1963 am Broadway weltweit den Weg auf die Bühnen fand. Eine kleine Randnotiz der Geschichte: Bock und Harnick vollendeten doch noch das liegen gelassene Werk, später einem Millionenpublikum bekannt als Anatevka.

William Ward Murta, geboren in Fort Smith/Arkansas und in Oklahoma aufgewachsen, ist seit 1984 Musical-Kapellmeister am Bielefelder Theater. Er übernahm die musikalische Leitung vieler Produktionen wie Cabaret, Evita, Chicago, La Cage aux Folles, Piaf, Die Comedian Harmonists, der Uraufführung von James Lyons Für mich soll’s rote Rosen regnen, Wittenbrinks Männer - Tore, Tränen und Triumphe, Sekretärinnen und Mütter. Er komponierte aber auch eigene Musicals, 1987 M... wie Marilyn und sein Werk über das Leben von Galileo Galilei Starry Messenger (Sternenbote), das 2004 sehr erfolgreich am Theater Bielefeld uraufgeführt wurde.

Iris Limbarth, Die Regisseurin und Choreografin arbeitet für She loves me zum ersten Mal am Theater Bielefeld. Ihre Engagements führten Iris Limbarth bereits an zahlreiche deutsche Theater, darunter das Staatstheater Wiesbaden, das Theater Nordhausen, Stadttheater Worms, die Landesbühne Wilhelmshaven oder das Landestheater Memmingen, wo sie vorwiegend Musical- und Operettenproduktionen inszenierte. Zuletzt setzte sie La Cage aux Folles am Staatstheater Wiesbaden, Anything goes und Jesus Christ Superstar am Theater Nordhausen sowie zwei eigene Revuen am Landestheater Memmingen in Szene. Für das Nationaltheater in Windhoek, Namibia, inszenierte sie 1999 das Musical Hair. Zudem arbeitet Iris Limbarth seit 1995 als Choreografin für Musiktheater und Schauspiel, u.a. am Deutschen Theater Göttingen, Staatsoperette Dresden, Staatstheater Karlsruhe, Vereinigte Bühnen Krefeld/Mönchengladbach, Schauspiel Frankfurt und am Theater Augsburg. Seit 2000 kümmert sie sich auch erfolgreich um den Musicalnachwuchs. So leitet sie das JCT, die Musicalnachwuchssparte am Staatstheater Wiesbaden und hat dort mit großem Erfolg Musicals wie The Rocky Horror Show, Jesus Christ Superstar, Fame, Footloose usw. inszeniert. Iris Limbarth absolvierte zunächst eine Ausbildung als Damenschneiderin, bevor sie Elevin am Staatstheater Wiesbaden wurde und parallel Gesangs- und Schauspielunterricht nahm. Nach Gastverträgen in Ballett und Schauspiel am Staatstheater Wiesbaden, folgte von 1991 bis 1994 ein Engagement als Tänzerin am Theater der Hansestadt Stralsund, wo sie auch Choreografien für das Ballettensemble entwickelte. Von 1994 bis 1997 war sie Assistentin am Hessischen Staatstheater, u.a. bei Helga Wolf und Achim Thorwald. Seit 1995 hat Iris Limbarth auch immer wieder Gastengagements als Schauspielerin und Musicaldarstellerin. [© Theater Bielefeld]

www.theater-bielefeld.de

Der Skandal

Buch und Musik:
Sebastian W. Wagner
Uraufführung: 2.Oktober 09 (Mainz, Showbühne Mainz)

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Zur Inszenierung der Showbühne Mainz:

Premiere:
2. Oktober 09 (Uraufführung)

Regie: Sabine Koch
Choreographie: Walter Baumilas
Musikalische Leitung: Sebastian W. Wagner
Technische Leitung: Michel Westerwelle
Gesamtleitung: Sebastian W. Wagner
Produzent: Showbühne Mainz

Besetzung:
Christina Zeltik - Chris:
Meike Jeismann
Tamara Luft – Tammie: Carolin Isabelle Ruthig
Alexander Baier – Alec: Bastian Korff
Alessa Lechler: Julia Heiser
Ricarda Lechler: Sabine Koch
Alfred Wunderlich: Patrick Twinem 

Die Band:
Drums:
Bernd Fachinger
Alt-Sax: Dirk Schneider
Trompete: Laurent Schons
Gitarre: Sven Eric Panitz
Bass: Hans-Peter Zirfas
Klavier/Keyboard: Sebastian W. Wagner

„Wenn wir keine Geschichten haben, die wir verkaufen können, erfinden wir einfach eine!“
Mit dieser leichtsinnigen Idee setzen Alec und Alessa einen Skandal um eines der größten europäischen Bauunternehmen in Bewegung, der sie und ihre Freunde Tammie und Chris schnell überrollen wird. Nachdem sich die Vier nach dem Studium völlig naiv mit der Agentur „Investigating Media“ selbständig gemacht haben, müssen sie bald feststellen, dass man ohne Aufträge und Kunden kaum die Möglichkeit hat seine Mieten zu bezahlen. Während Alessas Mutter, selbst eine erfolgreiche Unternehmensberaterin, ihre Tochter auch noch zunehmend unter Druck setzt, muss schnell etwas passieren.

„Was wir brauchen ist die größte Geschichte. Und die größte Geschichte ist immer ein… Skandal.“
Sie drehen fingierte Videointerviews mit angeblichen Aussteigern eines großen Baukonzerns, stellen diese ins Internet und erleben die volle Wucht eines schnellen Erfolgs.
Sämtliche Medienagenturen, Zeitungen und Fernsehsender stürzen sich auf die Informationen und die scheinbar heldenhafte Recherche junger Leute, die Korruption, Schwarzgeld und Lohndumping aufdeckt.
Doch der Konzern lässt diese Verleumdungen natürlich nicht auf sich beruhen und veranlasst seinen Sicherheitsbeauftragten dem Ursprung der Videos genauer nachzugehen . Natürlich wird er unmittelbar fündig...

"DER SKANDAL! – Das Musical“ ist eine mitreißende Geschichte über Leichtsinnigkeit, Freundschaft, Liebe und die Angst vor dem Versagen.
Mit diesem Sechspersonenstück stellt die Showbühne Mainz ihr erstes selbstgeschriebenes Musical vor, das mit einer Live-Band und großen mehrstimmigen Chorsätzen eine Verbindung zwischen Rock-, Pop- und Jazzmusik spannt.

www.showbuehne-mainz.de

Snoopy - Das Musical
Das Musical nach den "Peanuts" von: Charles M. Schulz

"Bestes Musical des Jahres" 1983 in London

Buch:
Charles M. Schulz C. A., W.Lockhardt, A. Whitelaw und M.L. Grace
Musik: Larry Grossmann
Liedtexte: Hal Hackady
Deutsche Fassung: Peter Orthofer
Deutsche Erstaufführung: 8. April 2000 (Hanau, Comoedienhaus Wilhelmsbad)

Snoopy ist quasi die Fortsetzung des Musicals "
You're a Good Man, Charlie Brown". Es sind in Szenen und Songs umgesetzte Cartoons, dargeboten als Geschehen eines Tages. Es ist die Weltbetrachtung aus dem Blickwinkel von Snoopy und den anderen "Peanuts".
Mit dabei sind unter anderem Charlies Schwester Sally und Snoopys treuer Freund,der merkwürdige Vogel Woodstock.
Die kindlichen Gemüter sind mit ihren Alltagsproblemen und Phantastereien beschäftigt, tragen ihre altklugen Ansichten vor und philosophieren mit naiv-verquerer Logik, mit Witz und weisen Sprüchen, doch immer auch mit einem Schuß Sarkasmus. (Quelle: Das Heyne Musical Lexikon, Heyne-Verlag, 1995)

Zur Inszenierung des Münchner Gärtnerplatztheaters (jtg):

Premiere:
13. Dezember 09

Musikalische Leitung: Martin Steinlein
Inszenierung: Susanne Ritzal
Bühne und Kostüme: Kathleen Röber

Snoopy: Julia Aizenberg
Sally Brown: Natalie Tismer / Clara Dvorak / Amelie Barth
Lucy: Nathalie Oros / Veronica Habela
Peppermint Patty: Jessica Miut / Amelie Tismer
Woodstock: Verena Smieskol / Seggen Mikael / Franziska Peters
Charlie Brown: Julius Kiendl
Linus: Moritz Cunow

www.gaertnerplatztheater.de

Zur Deutschlandpremiere am 8. April 2000 im Comoedienhaus Wilhelmsbad (Hanau):
Sie wurde präsentiert vom Musical Theater Ensemble unter der Leitung von Benjamin Baumann und Thomas Lorey.

Inszenierung: Benjamin Baumann
Liveband unter der musikalischen Leitung von: Thomas Lorey
Choreographie: Anita Vidovic.

Snoopy: Benjamin Baumann
Lucy: Jeanne-Marie Nigl
Peppermint Patty: Connie Bunn
Sally: Anita Vidovic
Woodstock: Christina Stock
Charlie Brown: Frank Mumme
Linus: Jan Schuba

Die Songs:

I. AKT

Ouvertüre (Orchester)
Die Welt nach Ansicht von Snoopy (Ensemble)
Snoopys Lied (Ensemble)
Woodstocks Thema (Orchester)
Komm schon, Gesicht! (Peppermint Patty)
Edgar Allan Poe (Kinder)
Muttertag (Snoopy)
Ich weiß jetzt (Sally, Patty und Lucy)
Die Nachtwache (Linus)
Wolken (Ensemble)
Was ist aus dem kleinen Hund geworden? (Charlie Brown)
Räumungsware (Lucy, Snoopy, Sally und Patty)
Daisy Hill (Blumental) (Snoopy und Chor)
Wann fängt das Leben an (Ensemble)

II.Akt

Entreakt (Orchester)
Der große Schriftsteller (Snoopy)
Poor Sweet Baby (Peppermint Patty)
Sei nicht... (Sally, Linus, Patty und Charlie Brown)
Der Star Wau-Wau* (Der Chef Wau-Wau) Snoopy)
Wenn jemand an dich glaubt (Ensemble)

*Text von Benjamin Baumann

The Sound Of Music

Musik:
Richard Rodgers
Song-Texte: Oscar Hammerstein II
Buch: Howard Lindsay und Russel Crouse
Vorlage: “Die Trapp-Familie" von Maria Augusta Trapp
Deutsche Fassung: Ute Horstmann, Eberhard Storch

Uraufführung: 16. November 1959, Lunt-Fontanne Theatre, New York
Deutsche Erstaufführung: 9. März 1982, Städtische Bühnen, Hildesheim
Originalrechte: The Rodgers & Hammerstein Theatre Library, New York
Deutsche Rechte: Musik und Bühne Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden

Als Grundlage des Musicals diente die Autobiografie der Maria Augusta von Kutschera, die 1924 als Postulantin im Kloster Nonnenberg bei Salzburg von der Mutter Oberin als Hauslehrerin zu dem verwitweten Baron Georg von Trapp geschickt wird.
Die Handlung setzt kurz vor dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich ein. Die angehende Nonne hat als Kindermädchen das Familienleben unter dem Regime des strengen Barons kräftig umgekrempelt, was ihr die sieben Kinder danken. Sie übernimmt auch die musikalische Bildung der Kinder, die als kleiner Chor erste Erfolge feiern. Maria und Georg werden in einem Kloster heimlich getraut. Angesichts der Annexion flieht die singende Trapp-Familie schließlich in die USA.
Zu den Hits zählen “Edelweiss", “The Sound of Music", “My Favourite Things", “Sixteen Going on Seventeen" und “Climb Ev’ry Mountain". Der Film wurde mit fünf Oscars ausgezeichnet und gilt als erfolgreichste Broadway-Verfilmung aller Zeiten.[© Text: Verlag Musik & Bühne, Wiesbaden]

Zur Inszenierung der Wiener Volksoper:
 
Premiere:
26. Februar 2004

Musikalische Leitung: Erich Kunzel
Inszenierung und Choreographie: Renaud Doucet
Bühne und Kostüme: André Barbe

Besetzung:

Maria Rainer, Anwärterin im Kloster:
Sandra Pires
Schwester Margarethe, Meisterin der Anwärterinnen: Sulie Girardi
Schwester Bertha, Novizenmeisterin: Mirjana Irosch
Schwester Sophie: Sigrid Martikke
Mutter Oberin: Heidi Brunner
Frau Schmidt, Haushälterin: Guggi Löwinger
Liesel: Dagmar Bernhard
Elsa Schrader: Renate Pitscheider
Baronesse Elberfeld: Manuela Culka
Ursula, eine Bedienung: Lilo Besold
Kapitän Georg von Trapp: Michael Kraus
Franz, Hausdiener: Gernot Kranner
Rolf Gruber: Martin Niedermair
Max Dettweiler: Peter Pikl
Herr Zeller: Thaddäus Podgorski
Baron Elberfeld: Hermann Lehr
Admiral von Schreiber: Stephan Rehm

Sandra Pires im Interview

Ist das Deine erste Musical-Erfahrung?

Nicht ganz, ich habe in „Joseph and the amazing technicolor dreamcoat“ von Andrew Lloyd Webber in einer Sommermusicalproduktion in Amstetten mitgemacht und das war ein Riesenspass. Ich habe mich bei Musicalangeboten bisher eher zurück gehalten, denn ich sehe mich nicht so als Musicalsängerin. Jeden Abend auf der Bühne in derselben Rolle stehen, das ist nicht, was ich machen wollte. Bei „Sound“ ist das anders, wir spielen ja nicht jeden Tag. Toll, sich vorzustellen, dass an anderen Abenden auf dieser Bühne „Carmen“ oder „Don Giovanni“ gesungen wird. Das ringt mir auch Respekt ab. Und dieser große „Apparat“ Volksoper ist sehr spannend für jemanden, der normalerweise wie ich eine Einzelkämpferin ist. Das bin ich nicht gewohnt. Da sind 90 Orchestermusiker und 70 Choristen unterwegs und es soll 250 Techniker geben! Und jetzt bin ich in dieser großen Familie so gut aufgehoben. Das hat in mein Leben eine völlig neue Facette gebracht.


Wie bereitest du dich auf die Rolle der Maria Trapp vor?

Ich habe schon lange vor Probenbeginn meinen Text mit einem Dialogcoach geübt. Deutsch ist ja nicht meine Muttersprache, und der Dialogcoach arbeitet an meinem Akzent. Dazu nehme ich Gitarrestunden, weil Maria die Kinder des Barons mit der Gitarre beim Singen begleitet. Das Gitarrespielen hab ich voll für mich entdeckt – das ist eine Riesenfreude zum eigenen Gitarrespiel singen zu können!


Du spielst mit 7 Kindern auf der Bühne. Wie wird das wohl werden?

Die werden mich wohl an die Wand spielen, talentiert wie sie alle sind! Ich komme sehr gut mit Kindern klar. Schon von Probenbeginn an haben wir uns sehr gut verstanden. Jetzt habe ich schon das Gefühl, es wären meine eigenen. Ich war auch bei den Auditions dabei, als von 450 Kindern die ausgewählt wurden, die dann die Trapp-Familie spielen werden. Da hatten wir im Vorfeld schon viel Spass und es war gar nicht leicht, sich von denen zu trennen, die es dann nicht in die Endausscheidung gebracht haben. Und denen möchte ich auch sagen: bei der Auswahl ging es nicht immer nur darum, wer am besten tanzt und singt, sondern wie die Typen zueinander passen. Auch Natürlichkeit war wichtig. Es waren nämlich so viele unglaublich begabte Kinder dabei und die sollen nicht verzagen, wenn sie nicht unter den glücklichen 7 sind. Ich habe ziemlich gestaunt, wie professionell und fleißig schon 5jährige Kinder sind.

Meine Tochter Lea ist jetzt zwei und will sich immer „Sound of Music“ am Video ansehen. Manchmal denke ich, hoffentlich wird „Sound“ so ein Erfolg, dass wir es in drei Jahren noch spielen, dann könnte Lea mitspielen. Sie liebt besonders den Song „Edelweiß“.


Maria will Nonne werden. Ist dir dieser Wunsch nahe oder eher fremd?

Ich bin römisch-katholisch, - nicht ausgetreten. Ich war in Australien auf einer katholischen Privatschule. Meine Tochter habe ich taufen lassen, also ich möchte ihr auch die christlichen Werte in der Erziehung mitgeben. Aber Nonne sein könnte ich mir nicht vorstellen, das sieht nur im Film so romantisch aus, oder auf der Bühne. Für mich wäre das in Wirklichkeit nichts, also ehrlich gesagt schon nicht wegen der Männer und auch weil ein so zurückgezogenes Leben für mich unmöglich wäre – ich brauche die Auftritte vor Publikum. Aber ich verstehe gut, wenn jemand diesen Wunsch in sich trägt, ganz konzentriert Gutes tun will und Menschen helfen. Das ist ja etwas sehr bewundernswertes.


Sound of Music ist außerhalb des deutschsprachigen Raumes Kult. Wie erklärst du dir den Erfolg?

Ich bin mit dem Film „Sound of Music“ aufgewachsen und habe ihn dauernd im Fernsehen in Portugal und Australien gesehen. „The Sound of Music“ kannte ich also lange bevor ich Österreich kannte. Dieses Musical ist Kult. Kein Wunder, Österreich ist einfach wunderschön. Allein der Beginn des Films, die Luftaufnahmen der Berge, Seen und Wiesen und der kleinen Dörfer, das beeindruckt seit Jahrzehnten die Menschen auf der ganzen Welt. Endlich wird in Österreich dieses wunderbare Musical „Sound“ gespielt und die Geschichte der Familie Trapp erzählt. Ich hoffe, dass viele Menschen den Weg in die Volksoper finden werden, denn in Österreich ist dieser weltberühmte Hollywood-Film mit Julie Andrews und Christopher Plummer und die Songs wie „Edelweiß“ oder „My favourite things“ viel zu wenig bekannt. Jetzt habe ich die Möglichkeit Julie Andrews Rolle hier in Österreich und an diesem großen Haus zu spielen, das ist für mich eine große Ehre und bedeutet mir sehr viel. Diese eingängigen Melodien, die kriegt man wirklich nicht mehr aus dem Kopf. Und die Story ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte! Dazu die singenden Kinder. Bitte das sind doch schon genug Faktoren für einen Erfolg, oder?
In Portugal haben wir die Songs in der Schule gesungen und es war ganz wichtig, dass man die Liedtexte auswendig konnte. „Sound“ gehört zu den Filmen, die mich als Kind am meisten beeindruckt haben.


Es gibt auch Menschen, die Sound of Music nicht schätzen, weil sie es kitschig finden.

Das sind meistens Menschen, die das gar nicht richtig kennen. Was ist denn Kitsch? Dass eine Familie gern singt, mit der Musik glücklich ist und dann auch noch Erfolg hat? Die Geschichte der Trapp-Familie ist eine wahre Geschichte und ihr Widerstand gegen das Nazi-Regime, das ist doch nicht kitschig, wenn man das erzählt? Kitsch heißt heile Welt, und die kommt in „Sound of Music“ ja nur innerhalb dieser Familie vor. Wir alle möchten glücklich sein. Erfolg braucht man nicht erklären. Es ist eine gefühlvolle, wahre Geschichte.

    © Volksoper Wien

From The Green Montains To The South Pacific:

1880 Georg von Trapp geboren
1890 Agathe Whitehead geboren
1905 Maria Augusta Kutschera geboren
1911 Hochzeit Georg von Trapp und Agathe Whitehead;
Rupert geboren
1913 Agathe geboren
1914 Maria geboren
1915 Werner geboren
1917 Hedwig geboren
1919 Johanna geboren
1921 Martina geboren
1922 Tod von Agathe Whitehead von Trapp
1925 Übersiedelung nach Salzburg
1927 Maria wird Erzieherin im Trapp-Haushalt; Hochzeit von Maria und Georg von Trapp
1929 Rosmarie geboren
1931 Eleonore geboren
1935 Gründung des Trapp Familien Chors
1936-37 Erste Konzert-Tourneen
1938 Trapp-Familie verläßt Salzburg; erste US-Tournee
1939 Johannes geboren; Tournee in Europa und USA
1941 Trapp Familie kauft Farm in Stowe, Vermont
1944 Erstmals Trapp Family Music Camp
1947 Tod von Georg von Trapp
1948 Trapps werden US-Staatsbürger
1949 Buch „The Story of the Trapp Family Singers“ erscheint
1950 Trapp Family Singers touren durch Südamerika und Europa
1951 Tod von Martina
1952 Haiwaii-Konzert-Tournee
1955 Australien-Neuseeland Tournee
1956 Deutscher Kino-Film „Die Trapp Familie“
1959 Broadway-Musical „The Sound of Music“ von Rodgers & Hammerstein (8 Tony Awards)
1965 Hollywood-Film „The Sound of Music“ mit Julie Andrews und Christopher Plummer (5 Oscars)
1969 Trapp Family Lodge leistet Pionierarbeit mit Ski-Langlauf in Vermont
1972 Tod von Hedwig
1980 Großbrand zerstört Trapp Family Lodge; Wiederaufbau: The Trapp Family Lodge, Stowe, Vermont: „A Little of Austria, A Lot of Vermont“
1987 Tod von Maria von Trapp
1992 Tod von Rupert
1993 Ehrung vom Land Salzburg
1994 Tod von Johanna
1998 „The Sound of Music“ kehrt auf den Broadway zurück
2005 „The Sound of Music“ kommt nach Wien an die Volksoper

BIOGRAFIEN

SANDRA PIRES
wurde in Ost-Timor geboren, wuchs bei ihren Großeltern in Portugal auf und zog im Alter von 13 Jahren zu ihren Eltern nach Australien. Schon mit 15 nahm sie am wichtigsten Gesangswettbewerb Australiens teil und gewann auf Anhieb. Nach einer Audition wurde sie Leadsängerin von Eroll Budells (Saxophonist) Band. Nach Wien kam Pires durch einen Urlaub: Nach einem spontanen Auftritt in einem Club erhielt sie einen Künstlervertrag bei BMG. Sandra Pires hat mit zahlreichen namhaften Künstlern zusammen gearbeitet, so z. B. mit Eros Ramazotti, Trevor Horn, Wet Wet Wet und Lisa Stansfield.

1999 spielte sie eine Hauptrolle im Musical „Joseph and the amazing technocolor dreamcoat“ in Amstetten. Zur Gala „Diva’s Simply Singing“ im Wilshire Theatre in Los Angeles wurde sie als einziger europäischer Star eingeladen. Mit dem London Symphony Orchestra und dem St. Paul Cathedral Choir erarbeitete die junge Künstlerin das Projekt „Bethlehem 2000“. Ihr Titel „Hymn Of Life“ des Werkes „Terra Santa“ wurde im Juli 2000 in Pedraza de la Sierra, Spanien uraufgeführt. 2001 stand Pires in einer Doppelrolle der österreichisch-deutsch-amerika-
nischen Koproduktion „She, me & her“ vor der Kamera und steuerte fünf Songs zum Soundtrack bei. In Los Angeles war sie Gaststar in der Rolle der Mistress bei „Evita“, im Anschluss arbeitete sie an einem neuen Album (mit George Duke, Dionne Warren, David Foster, Jud Friedman u. a.). Die CD „Songs for Lea“ hat Sandra Pires für ihre Tochter eingespielt. Im Mai 2003 war die Künstlerin erstmals beim Official Life Ball Song („High Life“) dabei.

Im Juli 2004 feierte sie bei den Sommerfestspielen Perchtoldsdorf mit ihrem Programm „Saiten-Sprung“ Premiere, mit dem sie ab Mai 2005 auf Europa-Tournee gehen wird. Im Musical „The Sound of Music“ wird Sandra Pires an der Volksoper Wien als Maria debütieren.


MICHAEL KRAUS
Der Bariton wurde in Wien geboren. Er studierte an den Musikhochschulen Wien und München.

Nach Anfängerjahren in Ulm und Aachen war er von 1987 bis 1992 in Wien engagiert, anfangs an der Volksoper, später auch an der Wiener Staatsoper. Anschließend rege Gast-
tätigkeit an vielen internationalen Opernhäuser, so u. a. nach Amsterdam („Don Giovanni“ unter Nikolaus Harnoncourt, „Die Soldaten“), an die Staatsoper Unter den Linden, Berlin, die Komische Oper Berlin, die Bayerische Staatsoper München, die Hamburgische Staatsoper u.a. 1991 fand sein US-Debüt mit dem Papageno am War Memorial Opera House San Francisco statt. 1993 debütierte Michael Kraus an der Mailänder Scala als Scherasmin in Weber's „Oberon“. Weitere Gastspiele, die auch Liederabende und Konzerte einschließen, führten ihn in zahlreiche europäische Länder und nach Japan, wobei er u. a. mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Horst Stein, Pinchas Steinberg, Jeffrey Tate, Armin Jordan, Kent Nagano, Jun Märkl, Peter Schneider sowie Regisseuren wie Harry Kupfer, Willy Decker, Christine Mielitz, Guy Joosten, Jerôme Savary und Alfred Kirchner zusammenarbeitete.

In der Eröffnungspremiere der Saison 2000/2001 sang er die Titelrolle in der Uraufführung von „Don Quijote en Barcelona“ von José Luis Turina am Teatro del Liceu in Barcelona. 1990 nahm Michael Kraus den Papageno in der „Zauberflöte“ mit den Wiener Philharmonikern unter Sir Georg Solti auf. Dem folgten seither zahlreiche weitere Operngesamtaufnahmen (u. a. „Turandot“ und „Rosenkavalier“) und mehrfach wirkte er in der DECCA-Serie „Entartete Musik“ mit. In der Saison 2004/05 wird Michael Kraus an der Niederländischen Oper in einer Neuproduktion der „Toten Stadt“ als Frank/Fritz (Dirigent Ingo Metzmacher, Regie Willy Decker) zu hören sein.

An der Volksoper steht Michael Kraus u. a. als Don Giovanni und Eisenstein („Die Fledermaus“) sowie als Kapitän Georg von Trapp in der Neuproduktion "The Sound of Music" auf der Bühne.


RENAUD DOUCET
wurde in Frankreich geboren, wo er Musik und Tanz studierte. Seine Karriere startete er als Solotänzer, Ballettmeister und Choreograph bei internationalen Tanzkompanien. 1993 übersiedelte er nach Kanada und arbeitete als Regieassistent und Choreograph. In den vergangenen sechs Jahren konnte sich Renaud Doucet als Regisseur etablieren, so inszenierte er Werke wie „Si j’étais roi“ (Wexford Festival), „Pelleas et Melisande“, „Tosca“ (Opera de Montreal), „La Bohème“ (Connecticut Opera). Mit dem Kostüm- und Bühnenbildner André Barbe verbindet Doucet eine langjährige Zusammenarbeit, u.a. auch bei „Cendrillon“ (Opera National du Rhin Strassburg) sowie zuletzt „L’elisir d’amore“ (Opera de Quebec) und „Cavalleria rusticana“/„I Pagliacci“ (New Orleans Opera). Renaud Doucet wird in dieser Spielzeit u. a. „Zemire et Azor“ (Opera St. Louis) und „Benvenuto Cellini“ (Opera National du Rhin) inszenieren - an der Volksoper Wien bringt er, gemeinsam mit André Barbe (Ausstattung), das Musical „The Sound of Music“ auf die Bühne.


ERICH KUNZEL
wurde in New York geboren, aufgewachsen in Connecticut, studierte an den Universitäten von Dartmouth, Harvard und Brown und war Assistent des französischen Dirigenten Pierre Monteux. Er unterrichtete an der Brown Universität und am Konservatorium für Musik in Cincinnati. Kunzel erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde zum Ehrendoktor der Universität von Cincinnati, der Northern Kentucky Universität und am College of Mt. St. Joseph ernannt. Erich Kunzel gab sein Debüt 1957 in Santa Fe, seither dirigierte er Konzerte und Opernproduktionen in den USA, Kanada, Europa und Asien und seine zahlreichen Fernsehauftritte und CD-Aufnahmen machten ihn weltweit bekannt. Seit 40 Jahren ist er Musikdirektor des Cincinnati Pops Orchesters, arbeitet regelmäßig mit den Orchestern von Chicago, Philadelphia, Boston, Detroit, Cleveland, Los Angeles, Pittsburgh, San Francisco, Dallas, Houston, Seattle, Toronto und dem London Symphony Orchester. Weitere Engagements führten ihn u. a. nach Japan, Korea, Taiwan und nach China. Der in allen Stilen bewanderte Dirigent und Grammy-Gewinner spielte mehr als 100 Aufnahmen ein, so u.a. „The Sound of Music“ und wurde zum erfolgreichsten Künstler auf dem Gebiet des Classical Crossover aller Zeiten. In der Saison 2004 /05 wird Erich Kunzel u. a. beim Tokyo International Festival dirigieren sowie Konzerte in Taipei geben. Erstmals übernimmt Erich Kunzel die musikalische Leitung an der Volksoper Wien in der Neuproduktion von „The Sound of Music“.

    © Volksoper Wien

    Externer Link: Volksoper Wien

Space Dream

Autor, Komponist:
Harry Schärer
Co-Autor, Lyrics: Peter Schwinger
Uraufführung: 1994 in Berikon (CH)
Uraufführung Teil 2 "Space Dream SAGA II - MYSTARIUM": 14. Oktober 2004 (Winterthur, City Halle)
Uraufführung Teil 3 "Space Dream SAGA III - DAS GEHEIMNIS VON NENYVEH": 9. November 2006 (Winterthur, City Halle)
Wiederaufnahme “Space Dream” 2010: 22. Oktober 10 (City Halle Winterthur)

© Think Musicals AG

Space Dream - Die Macher:

Choreograf:
Mark Wuest
Sounddesign: Stefan Ritzenthaler
Lichtdesign: Rossano Del Santo
Bühnenbild: Patrick Westerhold, Barbara Schärer
Bühnenbild / Grafikdesign: Barbara Schärer
Bühnenbild: Markus Walser
Kostüme: Vittoria Michel
Maske: Sonja Büchli
Wigmaster: Stephen Frizzell
Grafikdesign: Barbara Schärer
Webmaster / Informatiker: Dietmar «Didi» Lembke

Hauptrollen:

Rodin:
Martin Markert, Daniel Raaflaub
Reachel: Melanie Bayer, Merete Amstrup
Roboto: Daniel Raaflaub, Laurent N`Diaye
Macchina: Merete Amstrup, Valeria Solla
Lumino: Rie Akiyama
2WD: Markus Wenger, Raphael Oldani
Sira: Stefanie Gygax, Manuela Moor
Kai: Oliver Sekula, Laurent N`Diaye
Ruven: Daniel Stüssi, Jürg Peter
Aquilon: Claus Gerstmann, Jürg Peter
Solara: Mélanie Adami, Julia Klotz
Lumino: Simone Valérie Spicak, Julia Bächinger
Mega: Manuela Moor, Bianca Sissing

Tänzer: Carlos Fernandez, Giuliano Guerrini, Piotr Jagielski, Valentin Rüdisüli, Robin Lee Smith, Maristella Dell’Anna, Aretta Hakios, Audrey Jenny, Agnes Romhányi
Cruhls: Chandra Brandenberger Cortes, Beat Frischknecht, Eva Gerig, Lukas Grüter, Andrea Hedinger, Martina Holstein, Hansjörg Klapper, Claudia Kübler, Benjamin Lustig, Nathalie Mank, Peter Miller, David Papapietro, Maja Pisarzewska, Esther Raich, Brigitte Schmid, Nadine Schönenberger, Sara Ulmann, Martina Zimmermann
Tetons: Lucas Angst, Alexandra Biegel, Martina Büchi, Ivan Colaci, Sarah Shiri Epstein, Susanna Galati, Sabine Goetz, Deborah Handschin, Michelle Käser, Santina Krizanac, Carina Lehmann, Jelena Nikolic, Gianni Palumbo, Denise Raeber, Michèle Rorbach, Rosalie Spaar, Franziska Sporrer, Rainer Trüby, Daniel Weber

Bianca Sissing fliegt mit SPACE DREAM zu den Sternen
10, 9, 8, 7…der Countdown läuft! Am 21. Oktober 2010 werden die Triebwerke für das Revival des erfolgreichsten Musicals der Schweiz gezündet: Nach sieben Jahren Spielpause kehrt «SPACE DREAM - das Original» mit neuer Besatzung auf die Erde zurück. Mit an Bord ist auch die ehemalige Miss Schweiz Bianca Sissing.
Wenn ab dem 21. Oktober 2010 das Raumschiff von Rodin auf Hexxor landet, ist in der Rolle der Mega auch die ehemalige Miss Schweiz Bianca Sissing mit an Bord. Als sie im Jahr 2003 in die Schweiz kam, erlangte sie nationale Bekanntheit durch ihren Sieg an der «Miss Schweiz Wahl» desselben Jahres. Seither betätigt sie sich als Model, Moderatorin, Radiosprecherin, Repräsentantin verschiedener Firmen und Journalistin. Seit kurzer Zeit widmet sie sich wieder vermehrt ihrem künstlerischen Talent, dass sie auch schon in Jugendtheatern in Kanada in verschiedenen Produktionen wie «Mash», «Grease», oder «Les Misérables» zeigte. Bei «Jesus Christ Superstar» bewies Bianca Sissing im Jahr 2008, dass ihr auch die Schweizer Musicalbühnen liegen. «SPACE DREAM - das Original» ist ihr erstes professionelles Engagement als Musicaldarstellerin in dieser Grössenordnung. Space Dream präsentiert sich in der neuen Produktion nicht nur mit einem internationalen Cast und prominenter Schweizer Besetzung, diesmal wird das Musical zusätzlich mit einer 6-köpfigen Live-Band verstärkt. Auf das Publikum warten die Kult-Songs «Look to the stars», «Mother Earth» und «Marsmania». Das Musical ist in deutscher Sprache, untermalt mit englischen Songs.
Space Dream begeisterte bis heute über 620’000 Besucher und ist somit das erfolgreichste Musical der Schweiz. Eine spektakuläre Lasershow, internationale Solisten, eine hervorragende Dance-Company und ein 50-köpfiges Ensemble mit einem wuchtigen Chor werden die Besucher in andere Dimension entführen. Space Dream ist mitreissend, witzig, frech, spannend, rührend - zum Lachen, zum Weinen, zum Staunen…

Eine Geschichte zwischen Traum und Wirklichkeit
SPACE DREAM beginnt ganz irdisch: Reachel wird von ihrem Freund verlassen. Traurig, aber fest entschlossen, sich nicht entmutigen zu lassen, greift sie zum Laptop – eine Kontaktanzeige weckt ihre Neugierde. Mutig fängt sie an zu tippen und beginnt zu antworten. In Gedanken versunken schläft sie erschöpft ein und findet sich wieder in einem langen Traum...
Reachel wird von Lumino, der Hüterin der Träume, auf den geheimnisvollen Planeten Hexxor entführt. Dieser wird von den Cruhls und den Tetons bewohnt. Eine verbotene Zone trennt das Land der beiden Völker. Kreuzen sich die zwei Sonnen, entscheidet ein Rennen durch die Galaxien über Ruhm und Ehre. Das nächste Space-Race steht kurz bevor: Die beiden Völker rüsten sich für den Wettstreit und bestimmen Rodin und Kai zu ihren Piloten. Nur Roboto, der Navigator aus Rodins Crew, träumt vielmehr von der Liebe als vom Siegen. Macchina, die schöne Blechfrau auf Kai’s Raumschiff, hat ihm hoffnungslos den Kopf verdreht. Ein defekter Energiespeicher zwingt Rodin auf der Erde notzulanden - direkt im Garten von Reachel. Zwei Welten prallen aufeinander. Die beiden kommen sich näher, Gefühle werden wach. Von der Liebe in den Bann gezogen, folgt Reachel der Einladung von Rodin, das Rennen mit ihm fortzusetzen. Zur selben Zeit hat Sira auf Hexxor eine Vision: Ein gigantischer Meteor rast auf den Planeten zu! Sira eilt zu den beiden Königen. Sie beschliessen, das Rennen abzubrechen und den Meteor gemeinsam zu bekämpfen. Gelingt es den Crews mit vereinten Kräften das Unheil abzuwenden? Können Reachel und Rodin die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit durchbrechen?


Martin Markert
studierte an der Joop van den Ende Academy in Hamburg. Spielte u.a. in Frank Wildhorns Dracula, Jesus Christ Superstar & Joseph. In «Joseph» spielte er in Rosenheim und in Basel die Titelrolle. 2002 gewann er einen Preis bei «Jugend musiziert». War bei der «Best of Gala 2004» der Stage Entertaiment und im ZDF in «Stage Fever – Bühne fürs Leben» zu sehen. 2006 zog es ihn nach Los Angeles, wo er sich intensiv weiterbildete. Bei der Welturaufführung von «Ludwig²» in Füssen stand er als alternierender Schattenmann und Prinz Otto v. Bayern auf der Bühne. 2009 spielte er Peter Kingsley und u.a. den Autor Stine in «City of Angels». Als die Vereinigten Bühnen Wien «Elisabeth» nach Japan brachten, war Martin Teil des Ensembles & Zweitbesetzung Rudolf. Den gleichen Part übernahm er auch bei der Neuinszenierung in Berlin, Zürich und der anschliessenden Tournee.

Laurent N`Diaye
Laurent N’Diaye war schon auf vielen Musicalbühnen in Europa zusehen. Er spielte in «Hair» Hud, Ronnie und Larry, bei «Starlight Express» Elektra, Rockies und Engines, bei «Rocky Horror Show» Rocky, bei «Jesus Christ Superstar» Simon, bei «Joseph» Naphtali und Judas, bei «Gaudi» Mark Winner, bei «La Cage Aux Folles» Jacob, Chantal und Cagelle, bei «Grand Hotel» Jimmy2, bei «West Side Story» Pepe usw. Er war in weiteren Produktionen im Ensemble und als Cover engagiert und ist als Solist in den verschiedensten Galas und Konzerttourneen aufgetreten. Ausserdem war er für diverse Produktionen als Choreograf tätig. Sein vielfältiges Können macht ihn zum perfekten Cover für verschiedene Rollen bei Space Dream.

Merete Amstrup
Die gebürtige Dänin steht seit frühester Kindheit auf der Bühne. So trat sie in Musicals wie «Annie» und «Sound of Music» auf. Seit neun Jahren lebt sie in der Schweiz und besuchte die Stage Art Musical & Theatre School von Patrick Biagioli. Sie war unter anderem in «Jour de Gloire» sowie «4 Engel für Charlie» zu sehen, verkörperte in der Uraufführung des Musicals «Ausbruch» die Hauptrolle Tanja und stand als Mary Roberts in «Sister Act», als Macchina in «Space Dream Saga 3» und als Hedda in «Alapilio» auf der Bühne. Sie bewies ausserdem als Leadsängerin von verschiedenen Pop- und Jazzbands sowie als Mitgründerin der Musical-Performancegruppe «Voice-mail» ihre musikalische Vielfältigkeit.

Julia Klotz
Die Mainzerin gewann 2005 beim Bundeswettbewerb Gesang den Preis des Deutschen Bühnenvereins und war nach ihrem Diplom 2006 in Leipzig zur Musicaldarstellerin für zwei Jahre Ensemblemitglied am Theater Heilbronn (Rösslw irtin in Das Weisse Rössl/ Titelrollen in Sweet Charity und Püntkchen & Anton u.a.). Für ihre Norma in «Victor/ Victoria» wurde sie von der Stadt als beste weibliche Nebenrolle ausgezeichnet. Zudem gastierte Julia als Eliza am Landstheater Linz sowie als Luise Meyer in «Heidi II», war von 2008-2010 bei «We Will Rock You» in Stuttgart u.a. als Scaramouche und zuletzt in Heilbronn als Julia in «Der Vetter aus Dingsda» zu sehen.

[© Think Musicas AG]

Spieldaten:
Ab 21. Oktober 2010 wöchentlich Mi/Do/Fr/Sa 19.45 Uhr, So 15.00 Uhr
Genauer Spielplan unter
www.spacedream.ch

Spielort: City Halle Winterthur
Sprache: Dialoge in deutscher Sprache, Songs auf Englisch
Vorverkauf: Think Musicals AG, +41 (0)52 269 29 99,
www.spacedream.ch
TicketCorner, 0900 800 800 (CHF 1.19/Min.), www.ticketcorner.ch
RailAway, 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.), www.railaway.ch

Veranstalter: Think Musicals AG, Zur Kesselschmiede, City Halle, CH-8401 Winterthur 

www.spacedream.ch 

Sweeney Todd … The Demon Barber of Fleet Street
Ein Musical Thriller

Musik und Gesangstexte: Stephen Sondheim
Buch: Hugh Wheeler
Nach einer Adaption von: Christopher Bond
Deutsch von: Wilfried Steiner
Regisseur der Uraufführung: Harold Prince
Broadway Produktion: Richard Barr, Charles Woodward, Robert Fryer, Mary Lea Johnson, Martin Richards, in Zusammenarbeit mit Dean und Judy Manos
Uraufführung: 1. März 1979 in New York (Uris Theater)
Deutschsprachige Erstaufführung: 11. April 1985 Städtische Bühnen Freiburg i.B.
Originalrechte: Music Theatre International, New York
Deutsche Rechte: Musik und Bühne Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden


Dieses, von den Kritikern gerne als Sondheims kraftvollstes Musical bezeichnete Werk, wurde mit drei Tonys, zwei Drama Desk Awards und dem Drama Critic’s Circle Award ausgezeichnet.
Der Barbier Sweeney Todd schneidet mit scharfem Rasiermesser seinen Kunden die Kehle durch und befördert die Leichen mittels einer Falltür zu seiner Freundin Mrs. Lovett, die davon köstliche Fleischpastete fabriziert. Dabei hat der Held dieser grausigen Geschichte durchaus ein Motiv. Todd wird als ein Mann geschildert, der Rache nimmt, weil er 15 Jahre lang unschuldig im Gefängnis gesessen hat. Ein lüsterner Richter hatte ihm erst Weib und Kind genommen und dann verurteilt.
Songs im Bänkelsängerstil, einprägsame Balladen und die Duette von Todd und Mrs. Lovett untermalen das Geschehen, in dem die Gerechtigkeit schließlich ihren Lauf nimmt.
                                    [© Text: Verlag Musik & Bühne, Wiesbaden]

Zur Inszenierung des Landestheater Coburg:

Premiere:
24. Oktober 09

Musikalische Leitung: Roland Fister
Inszenierung und Choreografie: Claudio Bueno
Ausstattung: Erwin Bode |
Choreinstudierung: Stefan Meier
Dramaturgie: Kathrin Liebhäuser

Besetzung:

Sweeney Todd:
Steffen Löser
Mrs. Lovett: Ulrike Barz
Anthony Hope: Jason-Nandor Tomory
Johanna: Katrin Dieckelt
Bettlerin: Petra Gruber
Richter Turpin: Michael Lion
Büttel Bramford: Sascha Mai
Adolfo Pirelli: Kostas Bafas
Tobias Ragg: Benjamin Savoie

Chor des Landestheaters Coburg

www.landestheater-coburg.de

© Gärtnerplatztheater1Zur Inszenierung des Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz:

Premiere:
20. Februar 09 (Münchner Erstaufführung)

Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz / Liviu Petcu
Inszenierung: Christian von Götz
Bühne und Kostüme: Karin Fritz
Choreographie: Hans Henning Paar

Besetzung (in alphabetischer Reihenfolge):

Anthony Hope:
Julian Kumpusch / Florian Soyka
Sweeney Todd: Gregor Dalal / Gary Martin
Bettlerin: Susanne Heyng / Frances Lucey
Johanna: Milica Jovanovic / Thérèse Wincent
Mrs. Lovett: Marianne Larsen
Judge Turpin: Martin Hausberg / Jörg Simon / Johannes Wiedecke
Beadle Bamford: Dirk Lohr / Gunter Sonneson
Tobias Ragg: Thomas Peters / Florian Simson
Adolfo Pirelli: Mario Podrecnik

Mit der Tanzkompanie des Staatstheaters am GärtnerplatzTanzTheaterMünchen
Orchester, Chor, Statisterie des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Auftakt: am So., 15. Februar 09 um 11.00 Uhr im Foyer mit Christian von Götz, Sonja Westerbeck und Mitwirkenden der Produktion.
Termine: 20., 22., 27. Februar; 3., 8.*, 9., 18., 28. März; 8., 27. April; 7. Mai; 7., 11. Juni; 18., 22. Juli 2009    * 15.00 Uhr
Sweeney Todd wird empfohlen für Jugendliche ab 14 Jahren.

Christian von Götz inszeniert erstmals in München Stephen Sondheims großen Musical-Thriller Sweeney Todd – und will das Werk neu entdecken.

Tiefschwarzer Humor, gepaart mit grotesker Brutalität, dämonisch und urkomisch, liturgische Klänge neben glutvollen Balladen -  inhaltlich wie musikalisch sprengt Stephen Sondheims Musical Thriller Sweeney Todd die Grenzen seines Genres und gilt daher nicht nur unter Musikkennern als herausragendes Meisterwerk unter den Musicals.
Noch nie in München gezeigt, bringt das Staatstheater am Gärtnerplatz den Broadway-Klassiker auf die Bühne, der unlängst durch Tim Burtons Hollywood-Verfilmung mit Johnny Depp auch in Europa noch zusätzlich an Popularität gewann und dennoch als Bühnenwerk in Deutschland noch nicht vollständig angekommen zu sein scheint.
Während sich bisherige Aufführungen weitgehend auf eine Nachempfindung der erfolgreichen  Broadway-Inszenierung konzentrieren, will sich Regisseur Christian von Götz mit seiner Inszenierung der Münchner Erstaufführung dem Stoff nun intensiv nähern, indem er – bei aller gegebenen Komik – den Fokus auf die ernsthafte Seite der Geschichte lenkt. Er nimmt das Publikum mit auf eine hochemotionale Reise in die Tiefen der Psychologie des blutigen Rächers Sweeney Todd und der Gesellschaft, in der er lebt und Vergeltung übt. 

Gemeinsam mit Ausstatterin Karin Fritz und Chefchoreograf Hans Henning Paar gestaltet von Götz unter der musikalischen Leitung von Andreas Kowalewitz die große Musical-Premiere der Spielzeit, die alle künstlerischen Kräfte des Hauses vereint: TanzTheaterMünchen, Chor, Orchester, Statisterie und nicht weniger als 16 Solisten aus dem Ensemble des Staatstheaters am Gärtnerplatz. In der anspruchsvollen Partie des Sweeney Todd alternieren Gary Martin und Gregor Dalal. Die Rolle der skurrilen Pastetenbäckerin Mrs. Lovett ist mit Marianne Larsen charakterstark besetzt. Der unmenschliche Richter Turpin wird alternierend von Martin Hausberg und Johannes Wiedecke verkörpert. In weiteren Partien sind Julian Kumpusch, Mario Podrecnik, Milica Jovanovic und Thérèse Wincent sowie Florian Simson und Thomas Peters zu erleben. [© Staatstheater am Gärtnerplatz]

Tickets unter 089.21 85 19 60 oder unter
www.gaertnerplatztheater.de

Zur Inszenierung des Theater Ulm:

Premiere:
1. März 07

Musikalische Leitung: Gordian Teupke
Inszenierung: Norbert Lamla
Bühne und Kostüme: Gerd Friedrich

Zur Inszenierung der Komischen Oper Berlin:

Premiere:
26. September 2004

Musikalische Leitung : Koen Schoots
Inszenierung : Christopher Bond
Bühnenbild : Dieter Richter
Co-Regie : Charlotte Bond
Kostüme : Renate Schmitzer
Sounddesign : Uli Franke
Chöre : Hagen Enke
Lichtgestaltung : Franck Evin


Besetzung:

Sweeney Todd :
Roger Smeets
Mrs. Lovett : Dagmar Manzel
Anthony Hope : Michael Nagy
Richter Turpin : Manfred Sabrowski
Johanna : Valentina Farcas
Büttel Bamford : Christoph Späth
Die Bettlerin : Christiane Oertel
Pirelli/Dr. Fogg : Stephan Spiewok
Tobias : Thomas Ebenstein

zum Inhalt…

Barbier Benjamin Barker, glücklich verheiratet, ein Kind, ist Oper eines Komplotts. Richter Turpin interessiert sich für Barkers hübsche Frau und findet Wege, den Barbier in der australischen Verbannung verschwinden zu lassen.
Als Barker fünfzehn Jahre später unter dem Namen Sweeney Todd wieder am Schauplatz seiner privaten Tragödie auftaucht, hält er seine Frau für tot und seine herangewachsene Tochter ist inzwischen das Mündel seines Todfeindes.
Sweeney Todd beginnt einen Rachefeldzug sondergleichen, assistiert von einer neuen Frau in seinem Leben, Mrs. Lovett, deren Pastetenbäckerei einen ungeheueren Aufschwung nimmt, seit sie sich mit Todd zusammengetan hat ...

zur Entstehung…

Stephen Sondheims schwarzes Musical spielt im London des 19. Jahrhunderts, in der Welthauptstadt der Industrialisierung und der krassen gesellschaftlichen Gegensätze. Sein Stoff beruht auf einer historischen Begebenheit und ist in England durch Dreigroschenhefte und Vorstadttheater nahezu Volksgut geworden. Den entscheidenden Dreh erhielt das Sujet 1973 durch den englischen Schauspieler und Dramatiker Christopher Bond, der Todds Mordtaten als Reaktion auf erlittenes Unrecht motivierte und dem Stoff damit eine soziale Dimension gab. In dieser Form lernte Stephen Sondheim, das geistvolle enfant terrible des amerikanischen Musicals, das Stück kennen.


zu Sondheim…

Sondheim, der als Textdichter wie als Komponist gleichermaßen begabt ist und berühmt wurde - er ist u. a. der Verfasser der -Songtexte zu Bernsteins »West Side Story« - , erkannte sofort die immensen musikalischen Möglichkeiten des Stoffes und legte ihn in einer Adaption von Bonds Fassung seinem 1979 am Broadway uraufgeführten Musical zugrunde. Zwar hat das mit zahlreichen Auszeichnungen überschüttete Werk trotz seiner 558 Aufführungen der ersten Aufführungsserie seine Produktionskosten bis heute noch nicht eingespielt, dafür aber einen bis heute anhaltenden Siegeszug über die Bühnen der Welt angetreten, der in jüngster Zeit auch die großen Opernbühnen einschließt (Inszenierungen u. a. an Londons Covent Garden Opera).
Die so subtile wie eingängige Musik Sondheims, der natürlich wie immer sein eigener, höchst brillanter Songtexter war, verbindet in ihrer Intelligenz und Schlagkraft die Spannung eines Horrorfilms mit der federnden, auf Abstand haltenden Leichtigkeit epischen Theaters.

zum Ensemble…
Für die Inszenierung konnte das durch die Erfolge vieler gemeinsamer Opern- und Musicalarbeiten zusammengeschweißte Leitungsteam Koen Schoots (Musikalische Leitung) und Dietrich Hilsdorf (Inszenierung) gewonnen werden.
Interpreten der Titelpartie sind der langjährig der Komischen Oper verbundene niederländische Bariton Roger Smeets und der mit Ligetis Le Grand Macabre bekannt gewordene Martin Winkler.
Die weibliche Hauptrolle gestalten als Gast Dagmar Manzel, die durch ihre Arbeit am Deutschen Theater wie durch zahlreiche Fernseh- und Filmrollen einem breiten Publikum bekannt ist.
Eine weitere Hauptpartie übernimmt Gabriele Schwabe.

(Texte Joachim Großkreutz, Dramaturg der Komischen Oper Berlin)


Ensemble

Sweeney Todd … Roger Smeets
Der holländische Bariton Roger Smeets erhielt seine Ausbildung an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Maastricht. Er war von 1983 bis 1986 Mitglied des Opernstudios der holländischen Operngemeinschaft (De Nederlandse Opera). In dieser Zeit hat er sich bereits in vielen Produktionen der niederländischen Oper als ein gefragter Sänger einen Namen gemacht. 1986 holte ihn Harry Kupfer an die Komische Oper Berlin. Hier sang er in über 150 Vorstellungen den Grafen in Kupfers Die Hochzeit des Figaro, die Titelrolle in Don Giovanni, Escamillo in Carmen, den Fürsten von Mantua in Offenbachs Banditen, Petrus in Goldschmidts Der gewaltige Hahnrei und die Doppelrolle Muse/Nicklausse in Hoffmanns Erzählungen. In Adolf Dresens Inszenierung des Eugen Onegin sang er 1988 die Titelrolle. In Christine Mielitz‘ Turandot- Inszenierung an der Komischen Oper Berlin sang er die Partie des Ping, in Harry Kupfers Orpheus in der Unterwelt den Pluto. Roger Smeets hat mit vielen anderen bedeutenden Regisseuren zusammengearbeitet, u. a. mit Dario Fo, Klaus-Michael Grüber, Andrei Serban, Graham Vick, Aidan Lang und Pierre Audi. Er sang u. a. unter den Dirigenten Riccardo Chailly, John Crosby, Hartmut Haenchen, Kenneth Montgomery, Rolf Reuter, David Robertson, Hans Vonk, Edo de Waart, Alberto Zedda. In der holländischen Erstaufführung von Leonard A quiet place war er Junior. Er spielte in Maastricht den Zaren in Lortzings Zar und Zimmermann, den Grafen in Mozarts Figaro und den Albert in Werther von Massenet.
Roger Smeets gewann den Sonderpreis Preis der niederländischen Musik« bei Internationalen Gesangswettbewerb 1989 in Hertogenbosch. 2001 sang er in der Weltpremiere von Gold, 92 bares in a crashed car von Peter Greenaway die Rolle des Achim sowie den Theseus in der Weltpremiere der Oper Creon des Holländers Huub Kerstens.
Mit der Komischen Oper Berlin gastierte er 1992 in Wien und 1991 und 1998 in Japan. Zuletzt war er an der Komischen Oper Berlin als Graf Almaviva in Die Hochzeit des Figaro (2002/03) und als Escamillo in Carmen (2003/04) zu sehen.

Mrs. Lovett… Dagmar Manzel
1958 in Berlin geboren, gehört die Absolventin der Schauspielschule Ernst Busch in Berlin zu den erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen. Von 1980 bis 1983 war Manzel am Staatsschauspiel Dresden, von 1983 bis 2001 gehörte sie dem Ensemble des Deutschen Theaters Berlin an. Seitdem arbeitet sie frei am Deutschen Theater und anderen großen Häusern, seit den 80iger Jahren zunehmend auch in Film und Fernsehen.
Eine besondere Liebe Manzels gilt der Musik: Nach ihrem erfolgreichen Solo-Liederabend »Ich bin ein Wesen leichter Art« brilliert sie am Deutschen Theater derzeit in der Titelrolle der Offenbach-Operette »Die Großherzogin von Gerolstein«. »Dagmar Manzel! Dagmar Manzel! Dagmar Manzel! Wenn es jetzt einen Run auf die Kasse gibt, dann ihretwegen. Gleich mit ihrem ersten Erscheinen ist der Erfolg schon auf Nummer Sicher! Dieses Entree wirkt wie eine Champagner-Injektion...«, schrieb die Berliner Morgenpost. In der Spielzeit 2004/05 spielt Manzel am DT die Varieté-Sängerin Lucette in Georges Feydeaus Komödie »Ein Klotz am Bein«. Daneben ist sie weiterhin in Neil LaButes Beziehungsdrama »Tag der Gnade zu sehen«.
In Film und Fernsehen spielte Manzel u.a. in Helmut Dietls »Schtonk« und in Rainer Kaufmanns »Die Apothekerin« neben Katja Riemann. Es folgten »Frankfurter Kreuz« von Romuald Karmakar und »Crazy« von Hans-Christian Schmid. 1997/98 drehte sie den Dreiteiler »Der Laden«, für den das Darstellerteam den Grimme-Preis mit Gold erhielt. In der Serie »Klemperer - Ein Leben in Deutschland« spielte Dagmar Manzel die Frau des jüdischen Professors Klemperer (ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis 2000 ) und war die Petra Kelly in der ARD-Produktion »Kelly/Bastian – Geschichte einer Hoffnung«.
Manzel hat für ihre Arbeit auch in jüngster Zeit zahlreiche Preise erhalten. Von der Kritiker-Jury der Zeitschrift »theater heute« wurde sie zur »Schauspielerin des Jahres 2002« gewählt, u.a. für Luc Percevals Inszenierung »Traum im Herbst« (Autor: Jon Fosse) an den Münchner Kammerspielen. Für ihre Hauptrolle in dem Fernsehfilm »Leben wäre schön« erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis 2004.
Die Rolle der Mrs. Lovett in Sweeney Todd ist ihre erste Arbeit an der Komischen Oper Berlin.

Anthony Hope… Michael Nagy

Richter Turpin… Manfred Sabrowski

Johanna … Valentina Farcas

Die in Bukarest/Rumänien geborene Sopranistin studierte dort von 1994 bis 1996 Klavier an der Hochschule für Musik. Es schloss sich das Gesangsstudium an der Folkwang -Hochschule Essen bei Csilla Zentai an. Die mehrfach ausgezeichnete Sopranistin (u. a. Halbfinalistin beim Internationalen Johann-Strauß-Wettbewerb Wien; Finalistin beim Montserrat Caballé International Singing Competition) überzeugte während ihres Engagements am Meininger Theater ihr Publikum als Sophie in Der Rosenkavalier, als Gilda in Rigoletto, als Despina in Così fan tutte und als Rosina in Der Barbier von Sevilla. Seit der Spielzeit 2002/03 ist sie an der Komischen Oper Berlin fest engagiert und singt u. a. Adele in Die Fledermaus, Valencienne in Die lustige Witwe, Amanda in Le Grand Macabre, Ninetta in Die Liebe zu drei Orangen, Blonde in Die Entführung aus dem Serail und Gilda in Rigoletto. In der Spielzeit 2004/05 studiert Valenina Farcaş die Partien der Pamina in Die Zauberflöte und der Johanna in der Neuproduktion Sweeney Todd neu ein.

Büttel Bamford … Christoph Späth
ist gebürtiger Berliner und studierte an der Hochschule der Künste Berlin, am Oberlin Conservatory und an der Yale University in den USA. Seit dem ersten Festengagement am Landestheater Altenburg ist er freischaffend als Tenor tätig. Er war zu Gast u. a. an den Opernhäusern Braunschweig, Amsterdam, Triest und Lyon. 1993 debütierte er bei den Salzburger Festspielen unter Nicolas Harnoncourt und 1998 bei der Münchner Musikbiennale in der Uraufführung der Oper Visions of Lear von Toshio Hokosawa.
Seit 1998 ist er ständiger Gast der Komischen Oper Berlin. In der Spielzeit 2002/03 trat er ins Ensemble.

Die Bettlerin … Christiane Oertel
Die Mezzosopranistin begann ihre Bühnenlaufbahn in Erfurt. 1986 holte sie Harry Kupfer als Cherubino für seine Inszenierung Die Hochzeit des Figaro an die Komische Oper Berlin. 1988 wurde sie festes Ensemblemitglied. Hier sang sie die Dorabella in Così fan tutte, die Titelpartie in La Cenerentola, den Komponisten in Ariadne auf Naxos, aber auch Partien wie Olga, Polina und Maddalena. Sie hatte Gastspielverträge mit dem Royal Opera House Covent Garden in London und der Hamburgischen Staatsoper als Cherubino. 1998 debütierte sie bei den Salzburger Festspielen und setzte die Gastspiele als Idamante und Siebel fort. Mit Kurt Masur spielte sie CDs ein und trat u. a. bei den „Proms“ in London und beim Festival in Aix-en-Provence auf. An der Komischen Oper Berlin sang sie seit der Spielzeit 2003/04 die Bianca in Eine florentinische Tragödie, die Mrs. Quickly in Falstaff und die Auntie in Peter Grimes. Weiter wird sie als Flora in La Traviata, als Maddalena in Rigoletto und als Ruggiero in Alcina und als Margret in Wozzeck zu erleben sein. In der Spielzeit 2004/05 singt sie neben Donna Elvira in Don Giovanni und Prinzessin Clarice in Die Liebe zu drei Orangen noch die Partie der Bettlerin im Musical-Thriller von Sweeney Todd.

Pirelli… Stephan Spiewok
Der lyrische Tenor begann an der Staatsoper Dresden, danach wechselte er an das Opernhaus Leipzig und wurde 1986 an die Komische Oper Berlin verpflichtet. Er verkörperte hier Partien wie den Rodolphe in La Bohème, den Herzog in Rigoletto, den Turiddu in Cavalleria rusticana, die Titelpartien in Don Carlos und König Hirsch, den Henry in Die schweigsame Frau, den Jeník in Die verkaufte Braut. In Operettenaufführungen der Komischen Oper Berlin war er als Caramello, Alfred, Eisenstein und Rosillon zu erleben. Er trat als Gastsolist an der Staatsoper Unter den Linden, der Semperoper Dresden, in Leipzig und München und als Konzertsänger in vielen Ländern Europas und Lateinamerikas sowie in Japan auf. Er ist Preisträger des Tschaikowski- und des Mario-Del-Monaco-Wettbewerbs. Seit 1985 ist er Kammersänger. An der Komischen Oper Berlin war er in der vergangenen Spielzeit in den Partien des 2. Handwerksburschen in Wozzeck, des Dr. Cajus in Falstaff und des Bob Boles in Peter Grimes auf der Bühne zu erleben. In der Spielzeit 2004/05 singt Stephan Spiewok u. a. den Gabriel von Eisenstein in Die Fledermaus, den Feri in Die Csárdásfürstin und wird außerdem den Pirelli in der Neuproduktion von Sweeney Todd einstudieren.

Tobias… Thomas Ebenstein
Der Tenor wurde 1979 in Österreich geboren und erhielt seine Gesangsausbildung an der Wiener Musikuniversität bei Helena Łazarska. 2001 war er Preisträger beim Internationalen Dvorák-Wettbewerb Karlsbad (Tschechien), 2003 gewann er den Musica Juventutis Wettbewerb des Wiener Konzerthauses. Gastengagements führten den jungen Tenor bereits als Boten in Verdis Aida zu den Wiener Festwochen, als 1. Gefangenen in Fidelio zu den Osterfestspielen in Salzburg unter Sir Simon Rattle und als 2. Priester in Die Zauberflöte an die RUHRtriennale Bochum unter Marc Minkowski. Von der Fidelio-Produktion in Salzburg ist auch ein Live-Mitschnitt aus der Berliner Philharmonie bei EMI Classics erschienen. Der Tenor widmet sich überdies dem Liedgesang und der geistlichen Vokalmusik. In der Spielzeit 2004/05 wird er neues Ensemblemitglied an der Komischen Oper Berlin und steht u. a. als Andres in Wozzeck, als Pedrillo in Die Entführung aus dem Serail und als Tobias in der Neuproduktion von Sweeney Todd auf der Bühne.


Inszenierungsteam

Koen Schoots - Musikalische Leitung
Koen Schoots wurde in Holland geboren und studierte an der Musikhochschule von Maastricht Dirigieren, Klavier und Gesang. 1984 begann er im österreichischen Klagenfurt als Korrepetitor und war dort binnen 4 Jahre 1. Kapellmeister. 1989 wechselte er als 1. Kapellmeister nach Gelsenkirchen. Von 1992 bis 2002 widmete er sich hauptsächlich dem unterhaltenden Musiktheater in dem er u. A. in Hamburg Cats, in Bremen und Köln Jekyll & Hyde und am Friedrichstadtpalast Berlin dirigierte. Seit Beginn der Spielzeit 2003/04 ist er als fester Dirigent an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf/Duisburg engagiert und widmet sich auch wieder verstärkt dem klassischen Repertoire. In der Spielzeit 2004/05 dirigiert er in Düsseldorf Tosca, Macbeth sowie die Ballettabende Coppelia und Der holzgeschnitzte Prinz. Neben seinem Engagement in Düsseldorf gastiert er regelmäßig: Aida bei den Opernfestspielen St. Margarethen (Österreich), Frank Wildhorns The Scarlet Pimpernel am Opernhaus Halle und sein neuestes Musical Dracula am Theater St. Gallen (Schweiz), die Fantasy Oper Gormenghast von Irmin Schmidt in Luxemburg und Lille (Frankreich) und das neue tschechische Musical Romeo und Julia in Saarbrücken. Mit Sweeney Todd dirigiert Koen Schoots das erste Mal an der Komischen Oper Berlin.

Christopher Bond – Inszenierung
Der englische Schauspieler und Dramatiker Christopher Bond übernimmt kurzfristig die Regie für den erkrankten Dietrich Hilsdorf. Christopher Bond ist der Verfasser des Schauspiels, das dem Musical zugrunde liegt. Die Musical-Fassung inszeniert er jetzt zum siebenten Mal. Co-Regie führt seine Tochter Charlotte Bond.

Dieter Richter – Bühnenbild
Dieter Richter studierte an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst Mozarteum in Salzburg Bühnen- und Kostümbild. Sein erstes Engagement führte ihn an die Kölner Oper, wo er u. a. bei Produktionen von Harry Kupfer und Willy Decker assistierte. Seine ersten Bühnenbilder entstanden für die Opern- und Schauspielhäuser Köln, Bonn und Innsbruck. Es folgten Engagements und Gastspiele an zahlreichen Opern- und Schauspielhäusern, u. a. am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, der Komischen Oper Berlin und der Deutschen Oper Berlin, dem Schauspiel Bonn und der Oper Frankfurt. In den letzten Jahren entwarf u. a. Bühnenbilder für die Aalto Oper Essen, die Oper Bonn, das Staatstheater Wiesbaden und das Sydney Opera House.
1993 kam es an den Städtischen Bühnen Münster mit der Uraufführung von „Divara – Wasser und Blut“ zur ersten Zusammenarbeit mit Dietrich Hilsdorf, die mit Opern- und Schauspielinszenierungen wie Idomeneo, Nathan der Weise, Le grand Macabre, Die Verschwörung des Fiesco zu Genua, Macbeth, Die Zauberflöte, Luisa Miller, Belsazar, Die Lustige Witwe und Don Carlo u. a. in Bonn und Essen und fortgesetzt wurde. Sweeney Todd ist seine erste Arbeit an der Komischen Oper Berlin.

Renate Schmitzer – Kostüm
Renate Schmitzer wurde in Nürnberg geboren, absolvierte nach dem Abitur eine Schneiderlehre und studierte dann an der Werkkunstschule in Köln.
Sie arbeitete u. a. mit den Regisseuren Dew, Gramss, Hilsdorf, Levin, Lubimov, Martinoty, Mussbach, del Monaco, Schenk und entwarf Kostüme für Musical-, Ballett-, Schauspiel- und Opernproduktionen in Antwerpen, Basel, Berlin, Bremen, Catania, Frankfurt, Ferrara, Hamburg, Karlsruhe, Kopenhagen, München, Paris, London, Düsseldorf, Salzburg, Stuttgart und Wien. "Luisa Miller" war ihre erste Arbeit für das Aalto-Theater, die ihre Fortsetzung mit den Kostümen für "I Puritani" (Regie Stefan Herheim) und"Die lustige Witwe" fand. In dieser Spielzeit entwirft sie am Aalto-Theater die Kostüme für „Falstaff“ (Regie Dietrich Hilsdorf).
Die Kostüme für Sweeney Todd sind ihre erste Arbeit an der Komischen Oper Berlin.

Franck Evin – Licht
Franck Evin wurde in Nantes/Frankreich geboren. Er erhielt 1983/84 ein Stipendium des französischen Kultusministeriums und wurde Assistent des Beleuchtungschefs an der Opéra de Lyon. Hier arbeitete er u. a. mit Ken Russell und Bob Wilson zusammen. Seit 1986 ist er regelmäßig im Düsseldorfer Schauspielhaus, in Nantes, Strasbouurg, Montpellier, Paris, Caen, Lyon, Bochum, Wien, Los Angeles, Bonn und Brüssel tätig. Ebenso arbeitete er in den letzten Jahren häufig an den Opernhäusern von Oslo, Amsterdam, Stockholm, der Staatsoper München und der Opéra de la Bastille, Paris.
Seit der Spielzeit 1995/96 ist er Künstlerischer Leiter des Beleuchtungswesens der Komischen Oper Berlin und erhielt 2001 einen Lehrauftrag an der Universität der Künste in Berlin für die Klasse Kostüme und Bühnenbild von Hartmut Meyer. [© Komische Oper, Berlin]
www.komische-oper-berlin.de
 

Sweet Charity

Musik:
Cy Coleman
Gesangstexte: Dorothy Fields
Buch: Neil Simon, nach dem Film “Le notti di Cabiria” von Federico Fellini

Uraufführung: 29. Januar 1966 (New York, Palace Theatre)

Zur Inszenierung des Staatstheater Nürnberg:

Premiere:
27. Februar 10

Musikalische Leitung: Kai Tietje
Choreographie und Inszenierung: Stefan Huber
Choreographie: Markus Buehlmann
Bühne: Harald Thor
Kostüme: Susanne Hubrich
Dramaturgie: Judith Debbeler

Besetzung:
Charity:
Frederike Haas
Helene: Stefanie Dietrich
Nickie: Franziska Lessing
Hermann: Ansgar Schäfer
Vittorio Vidal: Gerd Achilles
Oscar: Alen Hodzovic
Daddy Brubeck: Cedric Lee Bradley

Ensemble: Jeanette Claßen / Rachel Colley / Sabine Ruflair / Arthur Büscher / Wolf Bader / Andreas Röder / Eric Rentmeister (Mitglied im Ensemble und diverse Solopartien)

Staatstheater Nürnberg Ballett (12 Tänzerinnen/Tänzer)
Statisterie Staatstheater Nürnberg

www.staatstheater-nuernberg.de 

Zur Inszenierung des Theater Pforzheim:

Premiere:
31. Dezember 08

Musikalische Leitung: Diethard Stephan Haupt
Inszenierung: Kay Link
Ausstattung: Barbara Rückert
Choreographie: Marek Ranic
Choreinstudierung: Martin Erhard

Besetzung:
Charity Hope Valentine:
Lilian Huynen
Oscar Lindquist: Daniel Ewald
Helen: Isabel Dörfler
Nickie: Ico Benayga
Carmen: Ekaitz Espino
Betsy: Manuela Herrgesell
Hermann: Dirk Mestmacher
Rachel: Selda Vogelsang
Vittorio Vidal: Matthias Pagani
Frederick, der Butler: Spencer Mason
Daddy Brubeck: Brian Garner
Zwei „Jünger“: Rigobert Störkle, Frank Traub/Ingo Wagner
Rosie: Veronique Weber
Frenchy: Sanae Moriya
Suzanne: Maria José Bayarri Perez
Elaine: Julia Suschka
Empfangsdame bei der VHS: Gisela Bartnicki

www.theater-pforzheim.de

Swinging Berlin

Komposition:
Martin Lingnau
Arrangements: Markus Voigt
Buch: MartinLingnau, Thomas Matschoß, Heiko Wohlgemuth
Songtexte: Edith Jeske, Heiko Wohlgemuth
Uraufführung: 20. Februar 2005 (Berlin, Theater am Kurfürstendamm)

Zur Inszenierung des Berliner Theater am Kurfürstendamm:

Premiere:
20. Februar 05 (Uraufführung)

Regie: Helmut Baumann
Choreographie: Hardy Rudolz
Musikalische Leitung: Martin Lingnau
Bühne: Mathias Fischer-Dieskau
Kostüm: Gerhard Kropp

mit:
Helmut Baumann, Hardy Rudolz, Marysol Ximenez-Carillo, Nik Breidenbach, Franc Tima, Katja Uhlig, Julian Schmidt, Eva-Maria Grein, Anton Figl

Helmut Baumann - der ehemalige Intendant des Theaters des Westens - hat das deutsche Musicalgenre maßgeblich geprägt. 1999 verließ er das Theater des Westens. Seitdem hat er in Berlin
kein Musical mehr inszeniert. Jetzt ist es dem Theater am Kurfürstendamm gelungen, ihn für „Swinging Berlin - Tanzen verboten" wieder nach Berlin zu holen. „Das ist ein Stoff, den ich mir nicht entgehen lassen wollte. Das Stück hat alles, was ein gutes Musical braucht: Musik, die swingt, und eine Geschichte, die berührt. Die Story hat einen realen historischen Hintergrund und ist eng mit Berlin verknüpft.", begründet Helmut Baumann seine Entscheidung wieder in Berlin zu arbeiten. Baumann führt nicht nur Regie, sondern übernimmt auch die Rolle des Barkeepers Oscar.

Tanzen erwünscht
Das Ensemble von “Swinging Berlin - Tanzen verboten”
Vorne mitte: Nik Breidenbach
Foto: Thomas Grünholz

    „Swinging Berlin - Tanzen verboten" spielt im Berlin der 40-er Jahre. Es erzählt die Geschichte einer Gruppe befreundeter Teenager, die sich dem Swing verschrieben hat. Das Musical kreist um jugendliche Träume und Sehnsüchte, Liebe und Verrat. Es erzählt von einem Leben zwischen Partyvergnügen und Tanz auf dem Vulkan. Denn es ist Krieg. Max (lulian Schmidt), Fritz (Nik Breidenbach), Heini (FrancTima), Alberta (Eva Maria Grein) und Beate (Marysol Ximenez-Carillo) wollen es sich trotzdem nicht nehmen lassen, selbst über ihr Leben zu bestimmen. Und Leben heißt für sie Swing tanzen. In Leos Bar, betrieben von dem charismatischen Oscar (Helmut Baumann), treffen sie sich und trotzen dem Alltag. Doch diese Leidenschaft ist nicht nur ein amüsantes, sondern auch ein gefährliches Spiel. Der Nazi Günter Hundt (Hardy Rudolz) kontrolliert die Bar ständig. Die „Niggermusik", wie die Nazis sie nennen, wird verboten, das Leben der Swing-Kids wird gefährlich. Und dann taucht auch noch Emma (Katja Uhlig) auf. Sie ist Jüdin und bittet Oscar um Hilfe für ihren Bruder Paul (Anton Figl). Jetzt spitzen sich die Ereignisse zu.

    Die Geschichte um die Swing-Kids ist fiktiv, hat jedoch einen realen Hintergrund. Es gab eine äußerst aktive Swing-Bewegung im Berlin der 40-er Jahre. Die Swing -Legende Coco Schumann erinnert sich: „Damals, da war hier in Berlin die Luft elektrisiert! Unsere Musik, die war so was von in, die wurde in den Kellern überall gespielt!" In den Clubs und Musikkneipen um den Kurfürstendamm trafen sich die Liebhaber dieser Musik, die wie eine Droge wirkte. Der „Delphi-Palast" galt als das Mekka aller Swingfans. War eine Nazi-Streife im Anmarsch, galt es, von einem Takt zum anderen vom heißesten Swing zu unverfänglicherer Musik umzuschwenken.

    Helmut Baumann hat für „Swinging Berlin - Tanzen verboten" eine Riege junger Talente engagiert: Marysol Ximemenez-Carillo, Nik Breidenbach, Anton Rgl, Julian Schmidt, Franc Tima, Eva-Maria
    Grein und Katja Uhlig. Mit dabei ist auch Hartwig Rudolz, der die Rolle des Nazis Günter Hundt übernimmt. Rudolz hat als erster deutscher Musicaldarsteller Furore am Londoner Westend gemacht. In den letzten Jahren arbeitete Hardy Rudolz häufig als Choreograph und Regisseur. Zuletzt spielte er am Bremer Theater die Rolle des King Marchan in dem Musical „Victor/Victoria" und entwarf auch die Choreographie.
     
    www.komoedie-berlin.de 
     

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