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Held Müller Ein deutsches Musical
Musik: Thomas Zaufke Text: Peter Lund Uraufführung:
1. Mai 2006 (Berlin, Neuköllner Oper)
Zur Inszenierung der Berliner Neuköllner Oper:
Premiere: Montag, 1. Mai 2006, 20.00 Uhr Weitere Spieltermine
1., 3., 5.-7., 10.-14., 17.-21., 24./25., 28. und 30.-31. Mai sowie 1. und 3./4. Juni 2006, 20 Uhr
Inszenierung: Bernd Mottl Musikalische Leitung:
Hans-Peter Kirchberg / Tobias Bartholmeß Choreographie: Götz Hellriegel Bühnenbild: Jürgen Kirner Kostümbild: Nicole von Graevenitz
Ensemble:
Heidlinde Waghausen: Franziska Becker Ingrid Müller: Dagmar Biener Hinrichsen u.a.: Marco Billep Friedemann von Tilsit u.a.: Uwe Dreves
Sabrina van Dreesen: Doris Prilop Jule: Roswitha Stadlmann Mischa: Gerd Lukas Storzer Herwig Müller: Eckhart Strehle Uli Wessling u.a.:
Thorsten Tinney Kalle Kornowski: Ulrich Wiggers
Band: Gitarre: Johannes Gehlmann / Erich Gramshammer Bass: Daniel Zenke / Ralph Gräßler
Reeds: Max Teich / Sydney Pfnür Synthesizer: Markus Mittermeyer Klavier: Hans-Peter Kirchberg / Tobias Bartholmeß Schlagzeug: Stephan Genze / Philipp Schmidt
Kurzinfo (PDF)
„Brief eines Theaterkomponisten“:
“
Musik kann man schwer erklären. Warum uns Musik ergreift, berührt oder ärgert, hat mit so vielen Komponenten zu tun, die man selber nicht beeinflussen kann; den Song, den
man beim ersten Kuss gehört hat, vergisst kein Mensch. Aber wie kriegst du die Leute dazu, deine Musik zu hören, wenn sie sich zum ersten mal küssen? Und das, was einen
Song unvergesslich macht, die berühmte „Idee“, die das Zeug zum Ohrwurm hat, die kann man ebenso wenig beeinflussen. Die ist hoffentlich einfach da.
Musik fürs Theater kann man schon viel besser erklären. Denn da hat die Musik eine ganz konkrete Funktion. Und dafür, wie viele Gedanken man sich als Komponist darüber
macht, welche Musik welche Funktion in einem Theaterstück erfüllen könnte, bekommt man überraschend selten zu hören, wie raffiniert man die drei Themen des ersten Aktes
im Finale miteinander verwoben hat, und wie intelligent die Umkehrung in Moll wieder auftaucht. Das hört nämlich niemand. Zum Glück.
Aber ich glaube trotzdem, dass der Hörer es spürt; unsere Synapsen sind da wahrscheinlich klüger als wir. Wir spüren instinktiv, ob etwas „stimmt“, ob das, was wir hören,
eine innere Ordnung hat. Und Ordnung muss sein, damit man um so schöner überraschen kann mit dem, was plötzlich aus der Reihe tanzt. Und dem, was neu ist.
Fast nirgends ist es so schwer, Neues zu etablieren wie in der Musik. Was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass Musik uns so unmittelbar bei unseren Emotionen packt: So
nah lässt man das Fremde nur ungern an sich heran. Und da auch die Hörgewohnheiten des Publikums mittlerweile sehr verschieden entwickelt sind, erntet man für den selben
melodischen Einfall die unterschiedlichsten Kommentare. Ob derselbe Song ein Ohrwurm, viel zu kompliziert oder harmlos langweilig ist, liegt so sehr im Ohre des Betrachters,
dass man als Komponist daraus wenig Rückschlüsse über die Qualität der eigenen Arbeit ziehen sollte.
Bleibt das „Ordnung schaffen“. Jedes Stück verlangt nach einem musikdramaturgischen Bogen, jeder Songtext hat - wenn er gut ist - eine innere Logik, der man als Komponist
auf die Spur kommen muss. Das kann manchmal verdammt lange dauern. Und das liegt nicht daran, dass man den melodischen Einfall nicht schön längst in der Tasche hat.
Aber ob die Ehefrau von Held Müller ihren Satz „Ich werde dich verlassen“ in Dur beendet oder sich diese harmonische Wendung für den Moment aufhebt, wenn Sie ihrem
Gatten eröffnet, dass sie schon seit fünf Jahren das Geld für die Scheidung gespart hat, ist eine winzige Entscheidung auf dem Notenpapier, aber ein ziemlich großer Unterschied auf der Bühne.
Kein Komponist arbeitet im luftleeren Raum. Das würde höchstwahrscheinlich auch gar nicht funktionieren- kein Hörer würde ihn verstehen. Im Theater ist die Luft aber noch
ein bisschen dicker. Die Figuren stehen auf der Bühne und wollen singen. Zu entscheiden, was sie singen, ist eine heikle Sache: Auch Musicalfiguren sind nicht zwangsläufig
die Allerhellsten, und als Komponist muss man sich schon die Frage stellen, ob eine fünfzigjährige Ehefrau schönbergsche Zwölftonreihen beherrscht. Wahrscheinlich nicht.
Und so bekommt die Ehefrau ein schlichtes B-Dur. Ist jetzt die Ehefrau zu harmlos oder der Komponist? Die Rationalisierungsexpertin aber hat Abitur. Die darf auch mal atonal
zur Sache kommen. Das freut den Komponisten und das Publikum hoffentlich gleich mit.
Natürlich ist man immer auf der Suche nach dem magischen Moment, wenn Musik und Situation eine solche Einheit bilden, dass sich das Publikum nicht mehr entziehen kann.
Das sind dann die Augenblicke, wo nicht mehr gefragt wird, ob die Musik zu laut, zu kompliziert oder zu bekannt ist. Da ist sie einfach da und tut etwas mit den Figuren auf der
Bühne, das man nicht erklären kann. Und im Idealfall auch mit dem Publikum. Aber damit wären wir wieder am Anfang. Musik lässt sich schwer erklären.” Thomas Zaufke
Gedanken von Peter Lund zur Produktion:
Am deutschen Musical arbeiten wir ja schon länger; ob mit dem Wunder von Neukölln und den Krötzkes Berlins Problembezirk Nummer eins seine Stimme erhebt, ob wir mit Love
Bite, Babytalk und Elternabend die Generation Golf mit den passenden Songs zum Auto versorgen oder ob wir mit Cinderella passt was nicht und dem Glücklichen Prinzen
musikalische Nachwuchsförderung betreiben.
Mit diesem Engagement stehen wir überraschend allein da, obwohl unsere „Erfolgsquote“ in diesem Genre angenehm hoch ist. Was sicher zum Einen daran liegt, dass wir uns
mit unseren Stücken immer sehr viel Mühe geben. Zum Anderen aber belohnt uns unser Publikum auch jedes Mal wieder mit einem riesigen Interesse. Und das wiederum
beweist uns, dass der Bedarf nach heutigem, aktuellem Musiktheater absolut vorhanden ist. Um so mehr wundert uns, wie selten diese aktuellen Themen anderswo den Weg
auf die Musicalbühne finden.
Nachdem wir mit der Arbeit an Held Müller begonnen hatten, wurde uns allerdings selber noch einmal sehr deutlich, warum es vielleicht doch einfacher ist, historische Gestalten
oder tanzende Katzen zum Singen zu bringen als den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Automobilwerke. Je konkreter man sich in der Wirklichkeit bedient, um so größer
wird die Verantwortung, den „richtigen Ton“ zu finden. Und wenn in den Worten heutiger Politiker, Wirtschaftsbosse und Mediengestalten eh schon kaum ein echter Ton zu
finden ist- wie bringt man solche Leute erst zum Singen?
Es hat uns einige innere Überwindung und im späteren Arbeitsverlauf viel Überzeugungsarbeit gekostet, unser Stück mit einer Nationalhymne beginnen zu lassen. Die
gemäßigte Sorge, das Publikum vor den Kopf zu stoßen, die viel größere Sorge, vom falschen Ende her missverstanden zu werden - da steckt in drei Minuten Musik eigentlich
schon das ganze Dilemma , mit dem man sich als deutschsprachiger Autor und Komponist herumschlägt; Musik ist hierzulande eben nicht nur mit Geräusch, sondern vor allem
immer auch mit Politik verbunden. Ob es das Volkslied ist oder die böse amerikanische Unterhaltungsmusik, ob das politische Chanson oder der verlogene Zarah-Leander
-Schlager; kaum eine musikalische Form ist in Deutschland nicht politisch vereinnahmt und damit diskreditiert worden.
Diese Aufladung bietet natürlich auch Möglichkeiten; dass die Fernsehfrau Sabrina van Dreesen mit machthungrigem Broadwaysound die Bühne erobert, wird bei uns sicher
schneller als kleiner böser Kommentar zur Figur gelesen als in der Heimat aller Musicals. Dass es auf der anderen Seite wirklich viel Mut braucht, die Ehefrau Ingrid mit einem
ernstgemeinten Berliner Lied auf die Bühne zu stellen, ohne gleich bei Zille sein Milljöh zu landen, ist eigentlich bedauerlich. Und bei Mischas „Reinhard-Mey - Hommage“ gehen
die Meinungen dann schon im Ensemble auseinander, ob das noch brillant subtile Ironie oder einfach nur peinlich ist.
Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt; selten hat uns ein Stück in der Erarbeitung so viel Spaß gemacht und selten waren wir so gespannt, ob sich diese wilde Mischung von
bitterböser Farce und musikalischer Echtzeitübertragung am Ende auf der Bühne erzählen wird. Und dass dabei ein wirklich böses Stück mit überraschend schöner Musik
herausgekommen ist, liegt ganz einfach in der Natur der Sache: Deutschland war schon immer das Land der schönen Musik. Das hat bei uns Tradition. Genau wie die bösen Geschichten. Peter Lund
Die Autoren
Thomas Zaufke – Musik
stammt aus Bremen und studierte Tonmeister und Gesang an der Hochschule der Künste Berlin. Er ist als Komponist, Arrangeur und Musikalischer Leiter ebenso wie als Sänger und Darsteller tätig.
Kompositionen:
Erwin Kannes – Trost der Frauen (Musical. neuköllner oper 2005), Elternabend – das Musical (neuköllner oper 2003),Cinderella passt was nicht (Musical. neuköllner oper 2001),
Babytalk (Musical. neuköllner oper 2000), alle im Verlag LITAG Bremen; Vom Anfang der Welt (Schauspielhaus Düsseldorf 2005), Noah (Schauspielhaus Düsseldorf 2004); Der
gestiefelte Straßenkater (Renaissancetheater Wien 2006), Konrad oder Das Kind aus der Konservendose (Renaissancetheater Wien 2004), Die wundersame Reise des kleinen
Kröterichs (Renaissancetheater Wien 2003); Die Faxen dicke (Grips Theater 2005);, Baden geh’n – ein Sittenbild mit Musik (Grips Theater 2003); Kannst Du pfeifen, Johanna?
Grips Theater 2002); Julius und die Geister (Grips Theater 2002); Songs of the simple Truth (Gewandhaus Leipzig 2004); Suhlde 2000 (Musical. Pavillon Hannover); Haus im
Moor (Musical. Pavillon Hannover). Beide im Verlag Whale Songs, Hamburg.
Lieder und Chansons u.a. für Yamil Borges, Isabell Weicken, Hartwig Rudolz, Frederike Haas, Tim Fischer
Arrangements/Musikalische Leitung:
Assassins - Attentäter (neuköllner oper 2002); Irmgard Knef (Kleines Theater 1999/2000); Sterntaler (SFB Benefizgala 1999 und 2000, Theater des Westens 1999); Wouldn’t
You Like To Be On Broadway? (Kurt-Weill-Fest, Dessau 1999);
Thomas Zaufke on stage:
Side By Side (Duoabend mit Frederike Haas & Band. A-Trane 2000); My Fair Lady (Deutsches Theater München, 1996); Cyrano (Theater des Westens 1994); Lost in the Stars
(Soloprogramm und CD-Produktion, 1992); Seit 1998 als Gesangssynchronstimme für Disney tätig.
Peter Lund – Text geboren in Flensburg
1985 - 1992 Studium der Architektur an der TU Berlin, Diplom 1996 - 2004 Künstlerische Leitung der Neuköllner Oper
seit 2003 Professur an der UdK/Studiengang Musical/Show
seit 1987 als Regisseur u.a.
Fledermaus (DOB, Studio, 1987), Die Gans von Kairo (NO, 1991), Cosi fan tutte (Staatstheater Braunschweig 1996), Messesschlager Gisela (NO 1998), Die Wanze (Maxim
-Gorki-Theater 1999), Orpheus in der Unterwelt ( Theater Bremen 2000), Die Dollarprinzessin (Erfurt 2004). Jumping Jack (Text und Regie, Wien 2003); Dreigroschenoper
(Dresden 2004); Herz-Los! (Text und Regie, Wien 2005); Der gestiefelte Straßenkater (Text und Regie, Wien 2006).
Mit dem jeweils 3. Jahrgang des Studienganges Musical/Show in der Neuköllner Oper:
Lady be Good (Gershwin) 1997, Boys von Syracus (Rodgers) 1998, How to Succeed in Business (Loesser) 1999, Love Bites (UA/Böhmer) 2001, Assassins (Sondheim) 2002,
PanikSoundClub (UA/Ramdohr) 2003, Letterland/Erwin Kannes - Trost der Frauen (UA/Zaufke) 2005.
Als Autor Hexe Hillary geht in die Oper UA Neuköllner Oper (1997)
mit Niclas Ramdohr: No Sex (1991), Verraten und Verkauft (1996), die Krötzkes (2001) mit Wolfgang Böhmer: Das Wunder von Neukölln (1998), Der Glückliche Prinz (2000),
Sommer Nacht Traum (2000), Jumping Jack (2003), Herzlos(2005) mit Thomas Zaufke:
Babytalk (2000), Cinderella passt was nicht (2001), Elternabend (2003), Der gestiefelte Straßenkater (2006)
Künstlerisches Leitungsteam
Bernd Mottl – Inszenierung
inszeniert sowohl Schauspiel, Oper als auch Musical an verschiedenen Häusern. Als ständiger Gast erarbeitete er am Maxim Gorki Theater Sieben Türen von Botho Strauß,
Michael Cooneys Farce Cash, die Uraufführung Karussel von Klaus Chatten sowie zuletzt die Operette Glückliche Reise von Eduard Künneke in einer Neufassung von Andreas
Bisowski. Regelmäßig inszeniert er außerdem am Staatstheater Cottbus, darunter Madame Butterfly, Tosca, Othmar Schoecks Oper Penthesilea und demnächst Paul Burkhards
Feuerwerk. Darüber hinaus am Staatstheater Kassel das Musical Cabaret, in Schwerin eine Musiktheater-Fassung von Alice im Wunderland, am Dresdner Staatsschauspiel
Alan Ayckbournes Halbe Wahrheiten, am Opernhaus Kiel La Traviata, am Renaissancetheater Wien Timm Thaler von James Krüss in einer eigenen Fassung und am Hans-Otto
-Theater Potsdam Dürrenmatts Der Besuch der alten Dame. In Berlin außerdem u.a. am Renaissance-Theater das Oliver Bukowski – Stück Nichts Schöneres mit Desirée Nick,
Peter Lunds Hexen an der Deutschen Oper, Harold & Maude von Colin Higgins an der Tribüne sowie diverse Arbeiten an der neuköllner oper, darunter Der Wurm, Fromme
Lügen, Le Vin Herbé, Elternabend und natürlich Das Wunder von Neukölln.
Hans-Peter Kirchberg – Musikalische Leitung
Kapellmeisterstudium in Dresden (Gülke), Unterricht zusätzlich bei Jochum, Kempe und Masur, Meisterkurse bei Markevitch, Masur, Rögner und Hauschild, Assistent von
Bernstein, Eschenbach und Rostropovitch.
Engagements an den Opernhäusern Chemnitz, Zwickau, Bautzen, Wuppertal; Konzerte beim Schleswig-Holstein Musik Festival; Tourneen mit Rilling und Rostropovitch;
„Conductor in Residence“ der Deutsch-Russischen Jungen Philharmonie; Konzerte als Lied- und Instrumentalbegleiter sowie Cembalist.
Freiberufliche Zusammenarbeit u.a. mit der Berliner Kammeroper, dem theater 89 in Berlin dem Neuen Berliner Kammerorchester, der neuköllner oper, dem Landesjugend
-Sinfonieorchester Brandenburg und dem Schlosstheater Rheinsberg. Lehrauftrag an der Berliner„Hanns-Eisler“-Musikhochschule, Mentor beim „Dirigentenforum“ des
Deutschen Musikrates, Gastdozent an der UdK Berlin. 2005 Musikalische Leitung der SHOMYO SYMPHONIE II von Maki Ishii (europäische Erstaufführung) im Haus der Kulturen der Welt.
Bereits über zehn Jahre prägt Hans-Peter Kirchberg das musikalische Profil der neuköllner oper und hat zahlreiche Bearbeitungen und Uraufführungen geleitet wie u.a.
Messeschlager Gisela, Die Blume von Hawaii, Der Wurm, The Boys of Syracuse, The Sound of Music, Das Wunder von Neukölln, Alice, Krabat 1,2, Hundeherz, Love Bite-Biss
ins Herz, Assassins-Attentäter, Cinderella passt was nicht, Angela.Eine Nationaloper, Münchhausen, Panik Sound Club, Elternabend, Der Elefantenmensch, Friendly Fire,
Macbeth, Die Rose von Stambul, Erwin Kannes – Trost der Frauen, Wischen-No Vision. Seit 2002 Musikalischer Direktor der neuköllner oper Berlin.
Tobias Bartholmeß – Musikalische Leitung
wurde 1979 in Leonberg, Baden-Württemberg, geboren. Seit 2000 lebt er in Berlin und arbeitet neben seinem Tonmeisterstudium als Pianist und Korrepetitor. Seit 2003 unterhält
er eine Korrepetitionsstelle innerhalb des Studiengangs Musical/Show an der Universität der Künste Berlin.
Seit 2004 tritt er regelmäßig in der Neuköllner Oper auf, u.a. in den Musicals Elefantenmensch (Lund/Ramdohr), Elternabend (Lund/Zaufke) und Letterland (Erwin Kannes – Trost
der Frauen) (Lund/Zaufke) sowie in der zeitgenössischen Oper Friendly Fire (Bisowski/Arp). Darüber hinaus arbeitete er mit Alexandra Maria Lara zusammen für den Kinofilm
Vom Suchen und Finden der Liebe (Helmut Dietl) und engagierte sich für die Nachwuchsförderung in einem Projekt mit Berliner Jugendlichen (Academy).
Neben Held Müller ist er zur Zeit noch in Non(n)sens im Schlossparktheater Berlin sowie in La famiglia bei Pomp Duck & Circumstance zu sehen.
Götz Hellriegel – Choreographie
Götz Hellriegel wurde in Mannheim geboren und absolvierte seine Tanz- und Schauspielausbildung in Paris, New York und Berlin. Anschließend gehörte er dem
Musicalensemble im Theater des Westens in Berlin an und wirkte als Gast in zahlreichen TV- Filmen mit (u.a. Derrick, Traumschiff, Siska, Liebling Kreuzberg). Seit 1994 arbeitet er als freischaffender Choreograph u.a. an den Berliner Bühnen Deutsches Theater/Kammerspiele (D-Mission), Maxim Gorki Theater (Glückliche Reise), Komödie am
Kurfürstendamm (Bezauberndes Fräulein) und natürlich an der Neuköllner Oper (Die Krötzkes sind drin, Der Elefantenmensch); in gleicher Funktion war er u.a. auch in Erfurt
(Die Dollarprinzessin), Krefeld/Mönchengladbach (Martha), Rostock (Mein Freund Bunbury), Chemnitz (Evita), Stralsund/Greifswald (Vincent van Gogh) und an der Nationale
Reisoper der Niederlande (Die Fledermaus) tätig. Als Regisseur und Choreograph arbeitete er bei den Domfestspielen Bad Gandersheim. Seit 1991 ist er auch Dozent für Tanz
im Studiengang Musical an der Universität der Künste in Berlin. 1994 erschien sein Buch „Traumtänzer“ (Henschel-Verlag).
Jürgen Kirner – Bühnenbild
Lebt und arbeitet in Berlin als freier Bühnen- Kostümbildner und Lichtdesigner. Er studierte Visuelle Kommunikation und Bühnenbild in Kassel, Hamburg und Berlin. Assistent von
Florian Etti und Robert Wilson. In dieser Spielzeit Bühne und Kostüme für die Uraufführung Medusa an der Bayerischen Staatsoper München sowie Lady Macbeth von Mzensk am Theater St.Gallen.
An der Neuköllner Oper entstanden in Zusammenarbeit mit Peter Lund Love Bite, Assassins und Erwin Kannes sowie mit Bernd Mottl Elternabend.
Nächstes Projekt ist die Uraufführung eines zeitgenössischen Balletts TanzTonStrom am Nationaltheater Mannheim (Choreographie: Kevin O´Day), ebenfalls im Mai 2006.
Bühnenbild Licht Kostüm (Auswahl):
- Lady Macbeth von Mzensk (Oper von D. Schostakowitsch. Regie Aron Stiehl, Theater St. Gallen 2006
- Medusa (UA) Oper von A. de Felice. Regie: Aron Stiehl, Bayerische Staatsoper München 2005 - Harald & Maude (Colin Higgins). Regie: Bernd Mottl, Tribüne Berlin 2005
- Die Dollarprinzessin (Operette von Leo Fall). Regie: Peter Lund, Theater Erfurt 2004 - Zar und Zimmermann (Oper von A. Lortzing). Regie: Aron Stiehl, Theater St. Gallen 2004
- Werther (Oper von J. Massenet). Regie: Patrick Schlösser, Stadttheater Krefeld 2004
- Topographicallayesr UA (Ballett, Musik: John King). Choreographie: Kevin O´Day, Nationaltheater Mannheim 2004 - Antigone (Sophokles). Regie: Esther Hattenbach, Stadttheater Krefeld 2003
- Jumping Jack UA (Musical von P.Lund/ W.Böhmer). Regie: Peter Lund, Theater im Zentrum, TdJ, Wien 2003
- Shockheaded Peter (Musical von Tiger Lilies). Regie: Dorothea Schroeder, Nationaltheater Mannheim 2002
- Peter en de wolf UA (Tanz - Adaption nach S. Prokofiev). Regie: Barbara Karger/ Michel Preston, Choreographie: Doug Elkins Stadshouwburg Antwerpen, Konicljik Theater
Carré Amsterdam 2001
- Ludwig II UA (Musical von Hummel/ Barbarino/ Hauser), Bühnenbildmitarbeit/ Künstlerische Leitung / Installationen / Ausstellungen, Musicaltheater Neuschwanstein 1998-2000
- Messer in Hennen (D. Harrover). Regie: Patrick Schlösser, Düsseldorfer Schauspielhaus 1999
Nicole von Graevenitz – Kostümbild
Die in Berlin geborene und lebende Kostümbildnerin arbeitet seit ca. sieben Jahren freischaffend für bundesdeutsche Theater. Ihre Lehrjahre führten sie Anfang der 90er Jahre
nach einem abgebrochenen Studium der Kunstgeschichte über Stationen wie Andrej Woron’s Teatr Kreatur, den Cirque du Soleil, eine Ausbildung zur Modedesignerin am
Berliner Lette-Verein (Abschluss 1994), Assistenzen u.a. bei der Ruth Berghaus - Kostümbildnerin Marie Luise Strandt zu Kostümbildern für Berliner Off-Theaterbühnen wie z
.B. dem Podewil, Tacheles, Theater unterm Dach, dem Praterspektakel der Volksbühne und auch der Neuköllner Oper (Elternabend, 2003).
Ihre letzten Kostümarbeiten entstanden 2005 am Staatstheater Gärtnerplatz in München für die Oper Cavalleria Rusticana (Regie: Chr. Sedelmaier), die Operette Glückliche
Reise am Maxim Gorki Theater, Harold & Maude an der Tribüne (beide Regie: Bernd Mottl), 2004 Die Dreigroschenoper am Staatsschauspiel Dresden (Regie: Peter Lund),
Cabaret in der Bar Jeder Vernunft (Regie: Vincent Paterson).
2003 für Rene Polleschs´ Inszenierung Splatterboulevard am Hamburger Schauspielhaus, La Traviata am Opernhaus Kiel (Regie: Bernd Mottl) und in Meiningen die Operette Die
Lustige Witwe (Regie: Chr. Sedelmaier). Außerdem Arbeiten am Staatstheater Kassel und Cottbus, sowie für Film- und Fernsehproduktionen.
Ensemble
Franziska Becker – Heidlinde Waghausen
Die gebürtige Berlinerin studierte von 1992 bis 1996 an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Während dieser Zeit gab sie ihr Debüt am dortigen Schauspielhaus.
Bereits 1995 holte sie Intendant Holk Freytag ans Schillertheater NRW nach Wuppertal, wo sie fast vier Spielzeiten blieb. Hier erarbeitete sich Franziska Becker ein
eindrucksvolles und umfangreiches Rollenrepertoire und war u.a. als Arsinoé in Der Menschenfeind von Molière, Berta von Bruneck in Wilhelm Tell, Helena in Ein
Sommernachtstraum, Maria in Was ihr wollt, Varja in Tschechows Der Kirschgarten, Lucy in der Dreigroschenoper oder im Liederabend Sekretärinnen zu sehen. Sie arbeitete
mit Regisseuren wie Hans-Günther Heyme, Paolo Magelli und Frank-Patrick Steckel zusammen. 1999 studierte Franziska Becker am renommierten Lee Strasberg Theatre
Institute in New York, unterstützt durch ein Stipendium des Kultusministeriums Nordrhein-Westfalen. Danach führte ihr Weg in ihre Heimatstadt Berlin ans TdW, wo sie in der
Uraufführung von Burkhard Driests Falco Meets Amadeus in der Rolle der Journalistin Garbo mitwirkte. Sie spielte die Anita in der West Side Story im Theater Osnabrück, am
Palladium Theater in Stuttgart verkörperte sie im Musical Mamma Mia! die Rolle der Tanja mit großem Erfolg. Des weiteren gab sie die Lady Milford in Schillers Kabale und Liebe im
Alten Schauspielhaus Stuttgart. Am Schlossparktheater spielte sie die Rolle der Edith von Turoff in Die drei von der Tankstelle (2005/2006). Dort war sie auch jüngst wieder in
Non(n)sens als Schwester Robert Anna zu erleben (2006, erstmals Tribüne 2003/2004. Regie: Andreas Gergen/Gerald Michel).
Dagmar Biener – Ingrid Müller
Dagmar Biener sang und tanzte bereits mit vier Jahren im Kinderballett des Berliner Friedrichstadtpalastes und drehte mit fünf Jahren an der Seite von Gustav Fröhlich ihren
ersten Spielfilm Stips, dem viele weitere folgten. 1957 stand sie im Schlossparktheater das erste Mal auf der Bühne, wo sie die Rolle der Louison in Molières Der eingebildete Kranke spielte.
Von 1962 bis 1964 nahm Dagmar Biener bei Else Bongers in Berlin Schauspielunterricht. Unter Hans Jürgen Utzerath, Claus Peymann und Helmut Käutner spielte sie zwei Jahre
in mehreren Stücken an der Freien Volksbühne Berlin. Es folgten Egagements am Renaissance-Theater, Theater am Kurfürstendamm, Hebbel-Theater, Berliner Theater und
Hansa-Theater, an welchem sie langjährig tätig war: Von 1968 bis 1970 sowie von 1995 bis 2001 stand Dagmar Biener hier in zahlreichen Produktionen wie Der Biberpelz, Die
Heiratsvermittlerin, Misery oder Hochzeit bei Zickenschulze, das den Publikumspreis des Berliner Theaterclubs 1997 erhielt, auf der Bühne; von 1974 bis 1992 war sie
außerdem regelmäßig an der Tribüne in Stücken wie Scherenschnitt, Die Mausefalle oder zuletzt in Little Voice und Non(n)sens zu sehen.
Am TdW spielte sie unter Helmut Baumann in 30 60 90° - durchgehend geöffnet und am Stella Musical Theater in dem Erich-Kästner-Musical Emil und die Detektive.
Am Schlossparktheater spielte sie die Mechthild von Kiefernspeck in der Operette Wie einst im Mai. Im Herbst 2005 übernahm sie erstmals die Rolle der Mutter in der Jedermann
– Inszenierung von Brigitte Grothum.
Neben ihrer Theaterarbeit wirkte Dagmar Biener in unzähligen Fernsehfilmen wie zuletzt Sabine und SOKO Leipzig mit und war an der Seite von Loriot und Evelyn Hamann in
den Kinoerfolgen Ödipussi und Pappa ante portas zu sehen.
Marco A. Billep – Hinrichsen u.a.
Gebürtig in Gifhorn besuchte er bereits frühzeitig diverse Musikschulen in Deutschland, USA und Kolumbien. 2002 erhielt er ein Ausbildungsstipendium der Günter-Neumann
-Stiftung und schloss 2004 sein Studium Musical/Show an der UdK Berlin mit doppelter Auszeichnung ab. Während seines Studiums war er schon vielfältig im Musical (z.B.
Regie und Darsteller in Jesus Christ Superstar, Stadttheater Goslar 2002; Komödie Braunschweig 2003), in Konzertzusammenhängen (u.a. Berliner Philharmonie 2001, Bremer
Glocke 2003), in Film und Fernsehen (Pro7, Sat1, Arte, ZDF, Kino) und im Tanz engagiert. Nach Abschluss seines Studiums spielte er 2004/05/06 die Rollen Bobby/Gorilla, 2.
Besetzung Ernst Ludwig, 2. Besetzung Clifford Bradshaw in Cabaret an der Bar jeder Vernunft in Berlin sowie den Riff in West Side Story (Theaters Stralsund 2005;
Landestheaters Gera/Altenburg 2006). Mit seiner A Cappella Formation TuneFisch gewann er 2003 und 2004 einen „Ward-Swingle-Award“ bei der „international a cappella
competition/Graz Vokal.Total“. 2003 wurde Marco A. Billep beim „Bundeswettbewerb Gesang“ in der Kategorie „Musical“ mit dem 3. Hauptpreis und in der Kategorie
„Chanson/Song“ mit dem Sonderpreis der „Günter-Neumann-Stiftung“ ausgezeichnet. Ab August 2006 wird er festes Ensemblemitglied der A Cappella Formation „6-Zylinder“.
An der Neuköllner Oper war er 2003 im Musical Panik Sound Club von Niclas Ramdohr (Musik) und Peter Lund (Text) und in Schichtwechsel (2004) zu sehen.
Uwe Dreves – Friedemann von Tilsit Uwe Dreves wurde 1944 in Weimar geboren und war nach dem Abitur zunächst als Elektriker und Bühnenarbeiter tätig. Es folgte ein Studium der Sprechwissenschaft,
Theaterwissenschaft und Germanistik in Halle und Leipzig; anschließend war er als Hochschullehrer an Schauspielschulen in Rostock, Berlin („Ernst Busch“ und UdK
Musical/Show), an der Filmhochschule in Potsdam/Babelsberg, der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin sowie an der Bayerischen Theaterakademie München tätig.
Theaterengagements führten ihn u.a. ans Kleist-Theater Frankfurt/Oder und ans Berliner Ensemble.
Er war und ist in zahlreichen Rollen auf der Bühne zu sehen, u.a. als Alba in Egmont von Goethe, als Mammon in Jedermann von Hofmannsthal, als Lothar in Du sollst nicht
lieben von Kreisler, als Leonato in Viel Lärm um nichts sowie als Gremio in Der Widerspenstigen Zähmung von Shakespeare und als Fortunio in Fortunios Lied von Offenbach.
Am Schlossparktheater spielte er in dem Musical Pinkelstadt und in der Operette Wie einst im Mai; in der Bar Jeder Vernunft ist er als Herr Schultz in Cabaret zu sehen.
Mit seinen musikalischen Soloprogrammen wie Reineke Fuchs (Goethe), Balladen-Abend (Mörike bis Biermann), Es gutzt der Gauch (Morgenstern) gastiert er von Berlin bis München.
Seit 1998 wurde Dreves zum Honorar-Professor für Stimme und Sprechen im Studiengang Musical/Show an der Universität der Künste Berlin ernannt.
Doris Prilop – Sabrina van Dreesen
Doris Prilop lebt und arbeitet nach dem Abschluss ihrer Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum seit 1989 als freie Schauspielerin in Berlin. Hier ist sie an
verschiedenen Bühnen der Stadt in einer Vielzahl unterschiedlichster Projekte und Engagements tätig (u.a. sophiensaele, Maxim Gorki Theater, Renaissance-Theater, Tribüne).
1999 erfolgte eine erste Zusammenarbeit mit der Neuköllner Oper in The Global Inter City Single Tour; des weiteren war sie hier in der Lincke-Operette Lysistrata als Bacchis
sowie als Lilli Brand in der Neuköllner Fassung der Künneke-Operette Herz über Bord (UA Neuköllner Oper 2002) zu sehen. Zuletzt gab sie die Eva Bundschuh in der
Neufassung der Sullivan-Triumviretta Cox & Box (Musik: Andrew Hannan, Text: Andreas Bisowski. Neuköllner Oper 2005). Seit 2001 ist sie regelmäßig an der Vagantenbühne
Berlin zu Gast, wo sie zur Zeit als Chora in der Antigone – Bearbeitung von Folke Braband zu sehen ist. Held Müller ist nach Harold & Maude (Tribüne 2005) ihre zweite
Zusammenarbeit mit Bernd Mottl.
Roswitha Stadlmann – Jule
Die gebürtige Wienerin wurde an den „Performing Arts Studios Vienna” in Tanz, Gesang und Schauspiel ausgebildet. 1999 holte sie das Theater des Westens nach Berlin, wo
sie in den Musicals Chicago sowie der Welturaufführung Falco Meets Amadeus mitwirkte. Es folgten Cats in Stuttgart und Berlin, die Rolle der Lisa Neumann in Blue Jeans, die
Grace in Fame (Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen). Am Landestheater Linz und am Nationaltheater Mannheim spielte sie die Polly Baker in dem Gershwin-Musical Crazy for
you. Am Schlossparktheater Berlin war sie in Pinkelstadt (Freya, Grundschlechtes Gretchen), Wie einst im Mai (Juliette) und Die drei von der Tankstelle (Lilian Cossmann) zu
sehen. Zuletzt spielte sie die Sally Bowles in Cabaret am Theater Brandenburg. Roswitha Stadlmanns Leidenschaft gilt darüber hinaus dem Improvisationstheater und der
Erarbeitung eigener Soloprogramme.
Gerd Lukas Storzer – Mischa
Gerd Lukas Storzer absolvierte seine Schauspielausbildung am Schauspielstudio Maria Körber in Berlin. Es folgten Engagements am Volkstheater und am Schauspielhaus Wien,
am STÜKKE-Theater Berlin, am Theater am Kurfürstendamm (u.a. Taxi, Taxi, Charleys Tante und Franz Wittenbrinks Liederabend Männer!) und an der Tribüne (Little Voice,
Schlafzimmergäste und im Dauerbrenner Ladies Night). Besonders häufig war Gerd Lukas Storzer mit dem Berliner Theater Affekt zu sehen (u.a. in Roberto Zucco, Tragödie
der Rächer, Gärten des Grauens und in Stefan Bachmanns mit dem Friedrich-Luft-Preis ausgezeichneter Inszenierung des Goethe-Singspiels Lila). An der Neuköllner Oper war
er bereits im Wunder von Neukölln, als der Glückliche Prinz sowie als Dennis im Musical Elternabend zu sehen. Außerdem dreht er regelmäßig für Fernsehen (zuletzt für die
Serien Balko und St. Angela) und Kino: Er spielte in Zoran Solomuns Müde Weggefährten (Max-Ophüls-Preis 1997), in Reinhard Juds Slidin’ – alles bunt und wunderbar, in Rosa
von Praunheims Hirschfeld-Biographie Der Einstein des Sex und zuletzt neben Dagmar Biener die Hauptrolle in Christopher Lenkes / Philip Naucks Der Schaumreiniger.
Eckhart Strehle – Herwig Müller
Eckhart Strehle besuchte von 1956 bis 1959 die Staatliche Schauspielschule Berlin (heute Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“). Seine Laufbahn führte ihn an die
Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt / Chemnitz (1959-1964), das Theater der Stadt Cottbus (1964-1968) und hernach an das Maxim Gorki Theater, wo er bereits mehrfach
unter der Regie von Bernd Mottl arbeitete (Sieben Türen von Botho Strauß, Glückliche Reise nach Künneke). Neben seiner Bühnentätigkeit (u.a. Vor Sonnenuntergang, Regie:
Volker Hesse; Dreigroschenoper, Regie: Johanna Schall; Die Möwe, Regie: Katharina Thalbach; Alexanderplatz, Regie: Uwe-Eric Laufenberg; Die Wanze, Regie: Peter Lund;
Lulu, Regie: Uwe-Eric Laufenberg; Ratten, Regie: Uwe-Eric Laufenberg; Don Juan, Regie: Katharina Thalbach; Vater, Regie: Martin Meltke) ist Eckhart Strehle vielfach für Film
und Fernsehen tätig (u.a. Tal der Ahnungslosen, Ganz und gar, Löwenzahn, Die Camper – Der Neue, Dreckiger Tod, Quandt, Prinzgemahl, Für alle Fälle Stefanie, Zirkus, Wolfs
Revier, Nikolaikirche sowie etliche Produktionen für DFF und DEFA).
Thorsten Tinney – Uli Wessling u.a.
Thorsten Tinney wurde in Lübeck geboren und sammelte bereits als Kind seine ersten Bühnenerfahrungen. Er begann zunächst das Studium der Kulturpädagogik, bevor er sich
endgültig dem Theater zuwandte. Seine Ausbildung zum Sänger und Schauspieler absolvierte er an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Nach dem
erfolgreichen Abschluss wurde er sofort von den Vereinigten Bühnen Wien für die Rolle des Charcot in der Uraufführung von Eric Woolfsons Freudiana engagiert.
Anschließend spielte er die Rolle des Raoul in der deutschsprachigen Erstaufführung von Andrew Lloyd Webbers Welterfolg Das Phantom der Oper, den Valentin in John
Kanders Musical Kuss der Spinnenfrau (nach dem gleichnamigen Roman von Manuel Puig) und später den durchtriebenen Rechtsanwalt Billy Flynn in der sensationellen
Neuinszenierung von Kanders 70er-Jahre – Werk Chicago. Spielstätten in Italien, der Schweiz, Österreich und in Deutschland verpflichteten ihn für zahlreiche Hauptrollen in so
unterschiedlichen Musicals wie Rasputin von Volker Plangg, Linie 1 von Birger Heymann, West Side Story von Leonard Bernstein, Sweeney Todd von Stephen Sondheim, City
of Angels von Cy Coleman, Sophie’s Welt von Gisle Kverndokk, Evita von Andrew Lloyd Webber, Die drei Musketiere von George Stiles, Das beste kleine Freudenhaus in Texas
von Carol Hall und Jekyll & Hyde von Frank Wildhorn.
Zuletzt spielte er den Wachmeister Kloppstock in der deutschsprachigen Erstaufführung des Broadway-Hits Urinetown (Pinkelstadt) im Berliner Schlossparktheater, den Mackie
Messer in der Dreigroschenoper und Tito Merelli in Ken Ludwigs Otello darf nicht platzen am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg. Neben seiner Darstellertätigkeit schreibt er
Musicals und inszeniert im Genre Musiktheater.
Ulrich Wiggers – Kalle Kornowski
Ulrich Wiggers absolvierte seine Schauspielausbildung an der Folkwang Hochschule in Essen. Theaterengagements führten ihn ans Schauspielhaus Düsseldorf (1980 – 1985),
ans Bremer Theater (1985/ 86), ans Schauspiel Essen (1986 – 1989), ans Schauspielhaus Bochum (1989 – 1995), nach Wien, Zürich, Aachen, Hamburg und Berlin.
Er arbeitete u.a. mit den Regisseuren Andrea Breth, F. P. Steckel, H. G. Heyme, Herbert König, B. K. Tragelehn, Niels-Peter Rudolph und Wolf Redel zusammen und hatte, um mit
seinen eigenen Worten zu sprechen, „immer wieder das Glück, Wahnsinnsrollen spielen zu dürfen“: So z.B. den Melchtal in Schillers Wilhelm Tell, den jungen Faust in Goethes
gleichnamigen Meisterwerk, den Jascha in Tschechows Der Kirschgarten, den Juan in Lorcas´ Yerma, den Wurm in Schillers Kabale und Liebe (Theater Essen), den Brand in
Ibsens gleichnamigen Stück, den Ruprecht in Der zerbrochene Krug von Kleist, Laertes in Hamlet, den Theseus in Oedipus auf Kolones von Sophokles; Mercutio in Romeo und
Julia, Kandaules in Hebbels Gyges und sein Ring und den Baron in Gorkys Nachtasyl (Schauspielhaus Bochum).
Im Musical ist Ulrich Wiggers im In- und Ausland zu sehen. So war er der Snowboy in der englischsprachigen Aufführung von West Side Story am Opernhaus Zürich. Er spielte
den Henry Higgins in My Fair Lady am Grenzlandtheater Aachen, den Bill in der deutschsprachigen Erstaufführung des ABBA-Musicals Mamma Mia am Operettenhaus Hamburg
und den Thénardier in der Premierenbesetzung des Musicals Les Misérables nach Victor Hugo am Theater des Westens in Berlin. Er bekam dann die Einladung, den Bill in der
englischen Produktion von Mamma Mia auf internationaler Tournee zu spielen. Er gastierte damit in Dublin, Edinburgh, Johannesburg, Kapstadt, Durban, Tallinn, Lissabon und Paris.
Auch im Film ist er ein viel beschäftigter Schauspieler: Man kennt ihn aus beliebten Serien und Filmen wie Tatort, Großstadtrevier, Ein Fall für Zwei, SOKO Leipzig, Polizeiruf 110
, Die Kommissarin, Balko, T.E.A.M. Berlin, 36 Stunden Angst, Das große Ding, Eine unter Tausend und Meine Tochter, mein Leben. Im Kino konnte man Ulrich Wiggers in den
Filmen 100 JAHRE BRECHT und STILLE PARTNER (beide 1997) erleben. Zur Zeit spielt Ulrich Wiggers am Berliner Kriminal Theater den Martin in Felix Mitterers Die Beichte.
Neuköllner Oper, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin Verkehrsanbindung: U 7 - Karl-Marx-Straße... S 41/42/46/47 – Neukölln …. Bus 104
Karten: 9-21 Euro, Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter tickets@neukoellneroper.de
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