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Musical Stückeinfos: G

Gaudi

MusiK:
Eric Woolfson
Buch und Text: Eric Woolfson

Uraufführung: 9. Oktober 1993 (Aachen, Stadttheater Aachen)
Premiere Euro Musical Hall Alsdorf: 26. Mai 1995
Premiere Musical Dome Köln: 30. November 1996
Österreichische Erstaufführung: 30. Oktober 2014 (Linz, Theater in der Innenstadt)

Songliste:

1. Akt:

 What Are You Going to Do Now?
Money Talks
Closer to Heaven
Standing on Higher Ground
Tango Güell (Instrumental)
Parca Güell
Puppet Master

2. Akt:
Inside Looking Out
Work Song
Too Late
Forbidden Fruit
Lonely Song (Love Can Be Lonely Too)
La Sagrada Familia

Zur Inszenierung des Theater in der Innenstadt, Linz:

Premiere:
30. Oktober 14 (Österreichische Erstaufführung, in der Tabakfabrik Linz)
Spielzeit bis 15. November 14

Regie: Christian Böhm

Don Parker: Nik Raspotnik
Isabella Moreau: Cordula Feuchtner
Mark Winner: Wolfgang Sailer
Gaudí: Michael Schefts

u.v.a.

www.theater-innenstadt.at  /  www.tabakfabrik-linz.at

Zu den Inszenierungen in Aachen, Alsfeld und Köln:

Regie: Elmar Ottenthal
Bühnenbild: Hannes Rader
Lichtdesign: Horst Wipper
Kostüme der Solisten: Christophe Touet
Kostüme des Ensembles: Julie Obernhuber
Choreografie: Kimberly Pöschl-Duddy
Choreografie: “Visions”: Peter Wissmann
Orchestrierung: Gavin Greenaway

Besetzung:

Don Parker: Reinhard Brussmann /
John Cashmore / David Karl / Mario Taghhadossi / Chris van Tongelen
Mark Winner: Calvin Hard / Maik Lohse / Martin Moss
Isabella: Jutta C. Bauer / Nicky Forsyth / Maya Hakvoort / Dagmar Hellberg / Renée Knapp / Yana Kriz
Alter Mann:
Detlef Beujean / Jim Kain

u.v.a.

Gefährliche Liebschaften
Nach dem Roman von: Choderlos de Laclos

Fassung Schubring / Adenberg:

Musical von:
Marc Schubring und Wolfgang Adenberg
Auftragswerk des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Uraufführung: 22. Februar 2015 (München, Staatstheaters am Gärtnerplatz im Cuvilliéstheater)

Zur Inszenierung des Gärtnerplatztheater München:

Premiere: 22. Februar 15 (Cuvilliéstheater)

Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz
Regie: Josef E. Köpplinger
Co-Regie und Choreografie: Adam Cooper
Bühne: Rainer Sinell
Kostüme: Alfred Mayerhofer
Licht: Michael Heidinger / Josef E. Köpplinger
Dramaturgie: Michael Otto

Besetzung:

Marquise de Merteuil:
Anna Montanaro
Vicomte de Valmont: Armin Kahl
Madame de Tourvel: Julia Klotz
Cécile Volanges: Anja Haeseli
Chévalier de Danceny: Florian Peters
Madame de Rosemonde: Gisela Ehrensperger
Madame de Volanges: Carin Filipčić
Azolan: Erwin Windegger

Sowie mit: Eva Aasgaard, Nazide Aylin, Evita Komp, Anna Thorén, Johanna Zett, Peter Neustifter, Carl van Wegberg, Jörn Linnenbröker und Florian Hackspiel

Statisterie und Kinderstatisterie des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz


Gefärliche Liebschaften
Gärtnerplatztheater München
Vorabbild mit Julia Klotz, Armin Kahl und Anna Montanaro
© Christian POGO Zach

Im Auftrag des Staatstheaters am Gärtnerplatz verwandelt das renommierte deutsche Autorenduo Wolfgang Adenberg (Buch und Liedtexte) und Marc Schubring (Musik) den hocherotisch-maliziösen Stoff in ein packendes neues Musical. Im wundervollen Rokoko-Ambiente des Cuvilliéstheaters wird es von Staatsintendant Josef E. Köpplinger hochspannend in Szene gesetzt, ihm zur Seite Star-Choreograf Adam Cooper aus dem Londoner West End. Die Musikalische Leitung hat Andreas Kowalewitz .In den Hauptrollen zu erleben sind Anna Montanaro als Marquise de Merteuil, Armin Kahl als Vicomte de Valmont und Julia Klotz als Madame de Tourvel.

Die Marquise de Merteuil und der Vicomte de Valmont schließen eine böse Wette ab: Wenn es Valmont gelingt, die tugendhafte Madame de Tourvel zu verführen, dann winkt zum Lohn eine Liebesnacht mit der Marquise! Doch mitten im Intrigenspiel wendet sich plötzlich das Blatt ... [© Gärtnerplatztheater München]


Weitere Vorstellungen 24., 25., 26., 27. und 28. Februar, 2., 3., 4., 5. und 6. März, Vorstellungsbeginn 19.30 Uhr
Preise 8 bis 68 Euro, Schüler- und Studentenkarten 8 Euro
Tickets gibt es an den Vorverkaufsstellen, unter www.gaertnerplatztheater.de, Tel. 089 2185 1960 oder tickets@gaertnerplatztheater.de .
EINFÜHRUNGSMATINEE am 8. Februar um 11.00 Uhr im Akademietheater(Eintritt frei, Einlasskarte erforderlich).

Fassung Wiik/Kverndokk:

Buch : Øystein Wiik
Musik: Gisle Kverndokk
Deutsch: Verena Reichel
Uraufführung:  31. Dezember 2002, Stadttheater Pforzheim

Deutsche Rechte: Verlag Felix Bloch Erben, Berlin


Ein munteres Spiel von Intrigen im Frankreich des 18. Jahrhunderts, mit einer Musik, die gekonnt historische Zitate mit modernem Swing verbindet: Die in der Öffentlichkeit unbescholtene Marquise de Merteuil will sich an ihrem ehemaligen Liebhaber, dem Grafen Gercourt, rächen. Dieser will die 15-jährige Klosterschülerin Cecile Volanges heiraten. Merteuil sieht ihre Chance gekommen: Sie will den Frauenheld Vicomte de Valmont dafür gewinnen, Cecile zu deflorieren und damit Gercourts jungfräuliche Ambitionen zu vereiteln. Doch Valmont lehnt ab, denn das augenblickliche Ziel seiner Verführungskunst ist die tugendhafte Mme de Tourvel, welche ihm einigen Widerstand entgegenzusetzen hat. Diesen zu brechen hat sich Valmont vorgenommen, um so seinen Ruhm als Meister seiner Kunst noch zu steigern. Eine unlösbare Aufgabe, meint Merteuil, und wettet mit Valmont um eine heiße Liebesnacht, dass er diesmal scheitern werde.
Als Valmont erfährt, dass Mme de Volanges, Ceciles Mutter, ihn in einem Brief bei Tourvel schlecht gemacht und damit seine Chancen geschmälert hat, willigt Valmont bei Merteuil ein, auch die Aufgabe “Cecile” anzugehen, allerdings über seinen “Lehrling” Danceny. Dieser erweist sich jedoch als zu unbeholfen – und dummerweise verlieben sich Cecile und Danceny ineinander. Das erfährt auch Ceciles Mutter, will die Tochter bis zur Heirat mit Gercourt in ein Kloster schicken, kann aber von Merteuil überzeugt werden, statt dessen in das Schloss von Rosemonde zu fahren.
Auf dem Schloss gelingt es Valmont, Zugang zu Ceciles Zimmer zu erlangen, und verführt das Mädchen. Er wird entdeckt. Der Skandal ist da, die Heirat mit dem Grafen Gercourt scheint dahin, ebenso wie der gute Ruf der de Volanges. Doch Valmont verspricht, Stillschweigen zu wahren, sofern Mme de Volanges in einem Brief an Tourvel ihre zuvor aufgestellten, rufschädigenden Behauptungen über ihn zurücknimmt.
Der Brief zeigt Wirkung, und Valmont gelingt auch die zweite Verführung. Tourvel hat sich in Valmont verliebt, Valmont hingegen ist am Ziel und hat danach kein Interesse mehr an ihr. Danceny indessen hat von Ceciles Verführung Wind bekommen und fordert Valmont zum Duell heraus. Das Spiel der Intrigen und Verführungen setzt zu seinem finalen, blutigen Höhepunkt an...

    [© Text: Felix Bloch Erben]

Der geschenkte Gaul
Musical von Hildegard Knef, Udo Becker, Paul von Schell, und Reinhardt Friese

Uraufführung: 22. Februar 03 im Stadttheater Wilhelmshaven
Regie: Reinhardt Friese
Musikalische Leitung: Udo Becker
Bühne & Kostüme: Annette Mahlendorf
Choreographie & Songstaging: Iris Limbarth

Besetzung der Uraufführung: Franca Berlin, Verena Held, Frank P. Huhn, Sven Kaschte, Susanne Menner, Stefan Ostertag, Ireneusz Rosinski, Tobias Wessler
Musical-Liveband: Christof Berner, Andi Lindner, Kai Lünnemann, Silke Nagel, Florian Seidenstücker, Siggi Zufacher


Aus den Trümmern Berlins an den Broadway. Von der “hungerkünstlerin” zum Weltstar. Hildegard Knef hat alle Höhen und Tiefen des Showgeschäfts durchlebt. Sie hat Triumphe auf Bühne und Leinwand gefeiert, hat Karrieretiefs ausgehalten und persönliche Niederlagen eingesteckt.

In einer kaleidoskopartigen Bilderfolge zeichnet das Musical den Lebensweg Hildegard Knefs - eine Achterbahnfahrt” über zwei Kontinente und mehr als 50 Jahre zeitgeschichte.

Mit “minutenlangen Ovationen und vielen Bravorufen” (WZ) feierte das Wilhelmshavener Publikum das Hildegard-Knef-Musical “Der geschenkte Gaul”.
Es ist, schreibt die Ostfriesenzeitung, “eine Geschichte, die unter die Haut geht... Regisseur Reinhardt Friese ist mit seiner Inszenierung ein großer Wurf gelungen.

Zum Inhalt:

Das Leben der Diva, das wie eine Achterbahnfahrt verlaufen ist:
1925 in Ulm geboren - in Berlin aufgewachsen - der Beginn der jungen Schauspielerin in dieser Stadt - der Alptraum des Zweiten Weltkrieges - die ersten wichtigen Filme im zerstörten Nachkriegsdeutschland - der erfolglose USA-Aufenthalt und die Rückkehr nach Deutschland - die Sekunden dauernde Nacktszene der Fünfundzwanzigjährigen im Film „Die Sünderin“, die zum Skandal wird - der darauf folgende Boykott, die Broadway-Auftritte (sie spielte 675mal die Ninotschka in dem Musical „Silk Stockings/Seidenstrümpfe“, für die Cole Porter sie zurück nach Amerika geholt hatte - die Rückkehr nach Deutschland - ihr Durchbruch als Chanson-Sängerin, meist zu eigenen Texten ...
Nicht nur das Leben einer ungewöhnlichen Frau, sondern zugleich ein Stück Zeitgeschichte der Bundesrepublik erlebt „das Mädchen“, wie Hildegard Knef die Hauptrolle genannt hat.

Hildegard Knef hatte schon begonnen, für den Broadway eine Musical-Fassung ihres Bestsellers „Der geschenkte Gaul“ zu schreiben. Die blieb ein Fragment, weil die amerikanischen Produzenten andere politische Schwerpunkte forderten. Daraufhin zog sie den Text zurück. Als das Stadttheater Wilhelmshaven das Knef-Musical ankündigte, setzte Hildegard Knef sich mit dem Komponisten Udo Becker in Verbindung und beide ergänzten das Musical bis zum Jahr 2002, denn die Autobiographie endet 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer. Bis kurz vor ihrem Tod hat Hildegard Knef daran gearbeitet. Danach setzte ihr Witwer Paul von Schell die Arbeit fort – bis zur umjubelten Uraufführung im Februar 2003.

Aber schön war es doch...
„Der geschenkte Gaul“ gewährt Einblicke in das bewegte Leben einer Legende.
Umjubelt und beneidet, geliebt und gehasst: Die Knef war ein Phänomen, ein deutscher Weltstar.
Ihr Lebensweg war voller Höhen und Tiefen. Und trotz aller Skandale und zermürbender Schicksalsschläge, trotz Krankheit und Zeiten der Einsamkeit gab sie niemals auf, fehlte ihr nie der optimistische Blick nach vorn - bis plötzlich die Lebensbatterie abrupt verbraucht war. Legendär wurde der Ausspruch von Jazz-Göttin Ella Fitzgerald: "Die Knef ist weltweit die größte Sängerin ohne Stimme."

Bilder aus der Inszenierung der Landesbühne Nord:


Franca Berlin (Das Mädchen/Hilde)

 
v.l.n.r. Susanne Menner (Nutte), Verena Held (Nutte),
Franca Berlin (Das Mädchen/Hilde)

Fotos: Landesbühne Niedersachsen Nord GmbH

Ghost – Nachricht von Sam – The Musical

Buch:
Bruce Joel Rubin (nach dem gleichnamigen Film von 1990)
Musik: Dave Stewart, Glen Ballard
Liedtexte: Dave Stewart, Glen Ballard, Bruce Joel Rubi

Uraufführung: 28. März 2011 (Manchester, Opera House)
West-End Premiere
: 19 Juli 2011 (Piccadilly Theatre)
Broadway-Premiere: 23. April 2012 (Lunt-Fontanne Theatre)
Deutschlandpremiere: 15. November 14 (Frankfurt/M, English Theatre)

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt:

Premiere: 15. November 14 (Deutschlandpremiere)
Spielzeit bis: 29. März 15

Director: Adam Penford
Musical Staging: Lee Proud
Musical Director, London: Tom Attwood
Musical Directors: Ralph Abelein & Stephan Ohm
Set Designer: Tim McQuillen
Costume Designer: Sabrina Cuniberto
Lighting Designer: Matt Daw
Sound Designers: Stephan Weber & Max Pappenheim
Video & Projection Designer: Duncan McLean
Video programmer: Salvador Bettencourt-Avila
Animator: Stanley Orwin-Fraser
Assistant Costume Designer: Melanie Schöberl
Casting Director: Marc Frankum

Besetzung:

Sam Wheat:
John Addison
Molly Jensen: Hannah Grover
Oda Mae Brown: Claudia Karjuki
Carl Bruner: Aaron Sidewell
Willie Lopez: Marios Nicolaides
Subway Ghost: Fergal McGoff
Hospital Ghost: Jonathan Bourne
Mrs. Santiago: Biancha Szynal
Clara: Raquel Jones
Louise: Hannah Fairclough
Minister: David-Allwood
Ortisha: Katrina Dix

Besprechung auf kulturfreak.de


Ghost
The English Theatre Frankfurt
Sam (John Addison), Oda Mae Brown (Claudia Kariuki)
© Martin Kaufhold

Die Bildhauerin Molly möchte natürlich auch endlich diese drei Worte hören, ihrem Freund, dem Banker Sam gehen sie aber nicht über die Lippen. Ein Raubüberfall zerstört das Glück der Beiden. Es dauert einen Moment, bis Sam realisiert, dass er getroffen ist und tödlich verwundet wurde. Fortan wandelt er als Geist durch New York City, unfähig in die Geschehnisse einzugreifen. Bestürzt erkennt er, dass sein Tod kein Unfall war. Nun ist Molly in Gefahr. Mithilfe des Mediums Oda Mae versucht Sam Kontakt zu Molly aufzunehmen und sie zu schützen. Er muss seinen Mörder zur Strecke bringen... [© English Theatre Frankfurt]

www.english-theatre.de

Glöckner von Notre Dame

Musik:
Alan Menken
Liedtexte: Stephen Schwartz
Buch: James Lapine, nach dem Roman Notre-Dame de Paris von Victor Hugo
Basierend auf dem Disneyfilm: The Hunchback of Notre Dam
Deutsche Übersetzung: Michael Kunze

Uraufführung: 5. Juni 1999 (Berlin, Theater am Potsdamer Platz)

Der Buckelige ist bald Publikums-Millionär/ Aaron Paul neue Erstbesetzung des Glöckners
Der Buckelige macht ein großes Fass auf. Quasimodo feiert Geburtstag, seinen zweiten. Er ist nicht gerade schön, aber beliebt. Nicht nur bei den Spree-Athenern hat der entstellte Außenseiter einen dicken Stein im Brett. Seit  er am 5. Juni 1999 erstmals an den Glockenseilen zog, strömen die Musicalfreunde in Scharen zum Potsdamer Platz. Die Million ist nicht mehr in allzuweit entfernt.

Mit der 40 Millionen Mark schweren Disney-Produktion (Musik: Alan Menken; Texte: Stephen Schwartz/deutsche Adaption: Dr. Michale Kunze, Regie: James Lapine) hat sich die Hauptstadt endlich einen Platz auf der Musical-Landkarte der Long-Run-Inszenierungen gesichert. Und Stella landete mit diesem Prestige-Projekt allen Unkenrufen zum Trotz doch einen Hit, und was für einen.
Mystische Choräle und flotte Ensemblenummern. Die Partitur kommt als interessante Mischung aus französischer Musette, düster-opulenten, mystisch-stimmungsvollen Chorälen, flotten Broadway-Ensemble-Nummern und Musicalballaden daher. Viele Stücke haben Ohrwurmcharakter. Herausragend: “Die Glocken Notre Dames”, “Draußen”, “Hoch über der Welt” und “Esmeralda”.

Im Gegensatz zu dem gleichnamigen Disney-Zeichentrick-Film lehnt sich das Ganze auch wieder mehr an Victor Hugos Romanvorlage an. 44 Sänger und Tänzer agieren auf der Bühne, deren Kulissen überwiegend aus (hinreissenden) Lichtprojektionen besteht. Die Illusionen sind perfekt. Elf Hubpodien, die sich auch schrägen lassen, ermöglichen mit atemberaubender Geschwindigkeit rasend schnelle Verwandlungen.

“Der Glöckner von Notre Dame” hat sich mittlerweile als erfolgreichstes Berliner Musical aller Zeiten entpuppt. Bislang galt die Latte, die  “My Fair Lady” mit Paul Hubschmid und Karin Hueberl in den 60-er Jahren hochgehängt hatte, als unüberspringbar. Dieser Dauerbrenner hatte sich im Juli 1964 nach vierjähriger Laufzeit  vom hiesigen Publikum verabschiedet. In dieser Spanne brachte es die Inszenierung  auf 757 Aufführungen. Seine 758. Show hatte der Glöckner aber bereits in der Hälfte dieser Zeit  am 11. Mai dieses Jahres abgerissen.

Pünktlich zum zweijährigen Jubiläum soll auch der Castwechsel vollzogen werden. Das alte Ensemble tritt am 3. Juni letztmals auf, zwei Tage später gibt die Nachfolge-Riege ihren Einstand. Einige neue Hauptdarsteller sind bereits im vergangenen Jahr hinzuzukommen, andere halten dem Musical-Theater seit der ersten Stunde die Treue. Dazu zählt beispielsweise die Philippinin Ruby Rosales, die als Zweit-Besetzung der “Esmeralda” bereits zur Premieren-Truppe gehörte und inzwischen als glutäugig-betörend-temperamentvoll-verführerische Zigeunerin die Nr. 1 ist. Sie hat diese Rolle bereits über 300 mal gespielt und ihren Vertrag inzwischen verlängert.

Mitglied der Ur-Cast (aber jetzt nicht mehr dabei) war übrigens auch ein gewisser Jens Janke, der als agiler “Oberzigeuner” Publikum und Kritiker gleichermaßen beeindruckte. Er agierte in Berlin als Erzähler der Geschichte, der die Handlungsfäden miteinander verknüpfte. Inzwischen ist der vielseitige Künstler u.a. auch in Bonn eine feste Größe. In der dortigen Oper macht er als Studentenführer Enjorlas in der weltweit ersten freien Inszenierung von  “Les Misérables” eine blendende Figur.

Momentan läuft sich der dritte Titelheld warm. Drew Sarich, der Ur-Glöckner, ist ja inzwischen als Berger bei HAIR in Wien gelandet und hat mittelrweile auch seine erste Solo-CD eingespielt. Sein Amts-Nachfolger, der schwedischen Tenor Frederik Lycke, der in dieser Inszenierung vorher schon den Hauptmann Phoebus spielte, gibt am 3. Juni seinen Ausstand. Ende des Monats dann schlägt die große Stunde für Aaron Paul.

Aaron Paul: Vom Broadway an die Spree
Der 27-jährige kommt frisch aus New York und bereitet sich fieberhaft auf seine neue Rolle als Quasimodo vor. Am Broadway hatte er zuvor mit großem Erfolg in “Les Misérables” und “Titanic” gespielt.
Der Glöckner-Geburtstag soll zum großen Ereignis werden. Jene, die sich Karten für die Vorstellung an diesem Abend gesichert haben, erwartet ein turbulenter Abend. Bereits ab 19 Uhr wird das Publikum im neugestalteten Foyer und auf der Theater-Piazza  mit einem fetzigen Vorprogramm auf Kommendes eingestimmt. Die Kollegen vom Bochumer “Starlight Express” servieren Ausschnitte ihres fetzigen Rollschuh-Märchens, in der Pause stoßen die Besucher mit Gratis-Sekt auf die nächste erfolgreiche Spielzeit an. Ab 23 Uhr stützen sich geladene Gäste im “Adagio”, der Nachtbar im Souterrain des Theaterpalastes, in die After-Show-Party.
Übrigens: Jeweils zwei Künstler aus dem Ensemble stehen an jedem Mittwoch vor der an diesem Tag familienfreundlich um 18.30 beginnenden Show im Foyer in Kostüm und Maske Rede und Antwort und erfüllen Autogrammwünsche der Fans. Beliebt sind auch die Backstage-Führungen hinter die Kulissen des Theaters. Anmeldungen dafür werden unter (030) 25929 156 entgegengenommen.  Tickets für die Musical-Show selbst können rund um die Uhr unter  (0180) 54444 geordert werden.   JÜRGEN HEIMANN

Der Graf von Monte Christo (The Count of Monte Christo)
Musical basierend auf dem Roman von Alexandre Dumas

Musik: Frank Wildhorn
Buch und Songtexte: Jack Murphy
Orchestrierung und Arrangements: Kim Scharnberg und Koen Schoots
Deutsche Übersetzung: Kevin Schroeder
Uraufführung: 14. März 2009 (St. Gallen, Theater St. Gallen)
Deutsche Erstaufführung: 4. Februar 2012 (Leipzig, Musikalische Komödie Leipzig)

Grand Hotel

Musik:
Robert Wright, George Forrest, Maury Yeston
Buch: Luther Davis, Maury Yeston
Song-Texte: George Forrest, Robert Wright, Maury Yeston
Nach dem Roman: „Menschen im Hotel“ von Vicky Baum
Uraufführung: 12. November 1989 (New York, Martin Beck Theatre)
Deutsche Erstaufführung: 25. Januar 1991 (Berlin, Theater ds Westens)

Grease - Das Musical

Buch, Musik & Texte:
Jim Jacobs & Warren Casey
Erweitert mit Songs der „GREASE“ Film Musik von: Barry Gibb * John Farrar * Scott Simon & Louis St. Louis

Uraufführung: 14. Februar 1972 (New York, Eden Theatre)
Deutschsprachige Erstaufführung (Originaltitel/Songs in englisch): 16. Juni 1990 (München, Arri-Studio; Musicalensemble “Show ab!”)

Zur Deutschland-Tour 2010/2011:
(Musical Tommy GmbH)

Spielzeit Düsseldorf: 16. November 10 - 23. Januar 11 (Capitol Theater)
Spielzeit Bremen: 15. - 27. Februar 11 (Musical Theater)
Spielzeit Berlin: 01.03. - 20.03.2011 (Admiralspalast)
Spielzeit München: 22.03. - 17.04.2011 (Deutsches Theater)
Spielzeit Frankfurt: 19. April - 1. Mai 10 (Alte Oper)

Regie: David Gilmore
Musikalische Leitung: Janice Aubrey
Bühne: Terry Parsons
Licht: Nick Richings
Kostüme: Herbert Ehrhardt
Ton: Thilo Kuhn
Choreografie: Carla Kama / Melissa Williams
Associate Choreographer: Jill Gorrie

Besetzung:

Danny: Lars Redlich
Sandy:
Sanne Buskermolen
Kenickie: Riccardo Greco
Rizzo: Selvi Rothe
Sonny: Tino Honegger
Marty: Karen Selig
Roger: Thomas Klotz
Jan: Claudie Reinhard
Doody: Michael Heller
Frenchy: Ilka Wolf
Eugene: Omri Schein
Patty: Jasmin Mauter
Cha Cha: Yara Hassan
Donna Sue: Jenny Bach
Vince Fontaine / Teen Angel: John Davis
Miss Lynch: Suzana Novosel

Ensemble: Christoph Jonas, Christopher Bolam, Aaron Le Blanc, Brian Bishop, Brady VanVaerenbergh, Annette Potempa, Isabel Dan, Lauren Strigari, Kim Boysen

Besprechung auf kulturfreak.de


Grease
Tour 2010/2011
Sandy (Sanne Buskermolen), Danny (Lars Redlich) und Cast
Foto: Herbert Schulze

Guys And Dolls

Musik und Song-Texte: Frank Loesser
Buch: Joe Swerling und Abe Burrows
Vorlage: “The Idyll Of Miss Sarah Brown" von Damon Runyon
Deutsche Fassung: Janne Furch

Uraufführung: 24. November 1950, 46th Street Theatre, New York
Deutsche Erstaufführung: 26. Mai 1969, Theater Bremen
Originalrechte: Music Theatre International, New York
Deutsche Rechte: Musik und Bühne Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden

Bereits in den 20-er Jahren hatte Bertolt Brecht die Novelle “The Idyll Of Miss Sarah Brown" in das Stück “Happy End" umgewandelt. Frank Loesser verlegte die Handlung nach New York in das Jahr 1930 und schuf eine Broadway-Fabel um die kleinen Gauner und die Girls in den Nachtklubs der Weltstadt.

Sarah, eine junge Heilsarmeedame, gerät zwischen die Fronten einer Wette zwischen den Spielern Sky und Nathan. Sky wettet 1000 Dollar, dass es ihm gelingen werde, Sarahs Herz zu erobern. Zu diesem Zweck versammelt sich die Gangstergesellschaft in der christlichen Mission und bekennt ihre Sünden. Doch bis Sky seine Wette gewinnt, ist es noch ein weiter Weg.

“Guys And Dolls" traf den Nerv des New Yorker Publikums und gilt als Klassiker des Broadway. Die Partitur hat mit traditionellen Gospelsongs, intimen Romanzen und mitreißenden Tanzszenen Stil und Witz. [© Text: Musik & Bühne]

Zur Inszenierung der Volksoper Wien:

Wiederaufnahme:
25. Januar 14

Regie:
Heinz Marecek
Bühnenbild: Sam Madwar
Kostüme: Ingrid Erb
Choreographie: Ramesh Nair
Choreinstudierung: Thomas Böttcher
Dirigent: Joseph R. Olefirowicz

Besetzung:

Super-Super Johnson:
Gaines Hall
Benny Banana: Gernot Kranner
Rusty Charlie: Thomas Huber
Miss Sarah Brown: Julia Koci
Agata: Susanne Litschauer
Arvide: Sándor Németh
Corporal: Frederick Greene
Calvin: Hermann Lehr
Martha: Manuela Culka
Harry der Hengst: Nicolaus Hagg
Inspektor Brannigan: Gerald Pichowetz
Nathan Detroit: Robert Meyer
Angie der Ochs: Michael Höfner
Miss Adelaide: Sigrid Hauser
Sky Masterson: Axel Herrig
Hot Box Charlie: Christoph Wagner-Trenkwitz
General Cartwright: Regula Rosin
Big Jule: Gerhard Ernst

www.volksoper.at

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