|
|
|
|
|
Musical Stückeinfos: B
|
|
The Beautiful Game
Musik: Andrew Lloyd Webber Buch/Texte: Ben Elton Deutsch: Anja Hauptmann
Uraufführung: 28. September 2000 (Cambridge Theatre, London; bis 1.9.01) Deutsche Erstaufführung: 24. Januar 2003 (Staatsoperette Dresden)
Das Stück um eine
Gruppe fußballbegeisterter Jugendlicher aus Belfast verbindet unterhaltsame Elemente mit der ernsthaften Thematik des Nordirlandkonfliktes. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein
ambitioniertes Stürmer-Talent, das zum IRA-Terroristen wird.
Inhalt:
Belfast im Jahre 1969. Nordirland steht kurz vor dem Ausbruch der “Troubles”, der blutigen Unruhen,
die die sechs Grafschaften im Norden der Grünen Insel jahrzehntelang in die Schlagzeilen bringen sollten. Auslöser war der friedliche Protest der sozial wie gesellschaftlich benachteiligten
katholischen Bevölkerung für mehr Bürgerrechte, der zunächst auf den unerbittlichen starken Arm der vornehmlich aus Protestanten bestehenden nordirischen Polizei und radikaler Vertreter der
anderen Konfession traf. Diese befürchteten einen Verlust ihrer Privilegien, was wiederum zu einer Radikalisierung auf Seiten der Protestierer führte. Die Eskalation war vorprogrammiert: Als
1972 in Londonderry 14 unschuldige Personen der Zivilbevölkerung am “Blutigen Sonntag” von der zu Hilfe gerufenen englischen Armee erschossen wurden, waren die Gräben zwischen den beiden
Konfessionen tiefer denn je und der Auftrieb der zuvor in der Bedeutungslosigkeit versunkenen Irisch-Republikanischen Armee (IRA) unaufhaltsam.
Die Hintergründe der Ursprünge des
heutigen Nordirlandkonflikts sowie die Motivationen und Ängste der Zivilbevölkerung auf die Bühne zu bringen, haben sich Musical-Routinier Andrew Lloyd Webber und der bekannte englische
Komiker Ben Elton mit THE BEAUTIFUL GAME zum Ziel gesetzt. Ausgangspunkt sind die Geschicke von einer Gruppe Teenagern, die Mitglieder eines Belfaster Fußballteams sind, und deren Freunde:
Unter den wachsamen Augen des Trainers Father O’Donnel sind es John und Del, die genügend Talent im Umgang mit dem Lederball aufweisen. Beide sind ganz normale Teenager, träumen von der
großen Karriere als Fußballer und genießen es, von Mädchen angehimmelt zu werden. Als sie ihre ersten Liebeserfahrungen mit Mary und Christine machen, holen sie die politischen Ereignisse
ihres Landes ein: Dem umjubelten Sieg im Fußballfinale steht der immer stärker werdende Hass gegenüber, in dessen Umgebung sie leben, der den Teamgeist untergräbt und schließlich darin
mündet, dass das Stürmer-Ass zum IRA-Killer wird und andere Spieler ermordet oder verkrüppelt werden oder fliehen müssen. Zurück bleiben desillusionierte junge Menschen, die sich der
Bürgerkriegsmaschinerie machtlos ausgeliefert sehen und mit der Entscheidung allein gelassen sind, welchem Teil ihres Herzens sie folgen sollen: dem, der für das Land, oder dem, der für ihre
Liebe schlägt. In diesem Fall kann es nicht die Liebe sein, die siegt. Zurück bleibt Mary, die ihrem und Johns fußballbegeistertem Sohn Sean neben dem Ball nur auf den Weg geben kann: “Das
Spiel fängt gleich wieder an. Hoffen wir, dass du und deine Freunde es besser spielen, als wir.”
Die Zerrissenheit, in der sich die Charaktere befinden, wird durch Andrew Lloyd Webbers
Musik und Ben Eltons Libretto treffend charakterisiert: Lyrische Balladen mit keltischen Klangreminiszenzen werden durch dynamische Songs mit harter, schroffer Schlagzeugdominanz
kontrastiert. Intimen Momenten der ersten Annäherung und ersten Liebe stehen unverschleiert brutale Szenen der Gewalt gegenüber. Das gemeinschaftliche Glücksgefühl, das durch den Sieg im
Fußballfinale hervorgerufen und trotz der von Father O’Donnel betonten “schweren Zeiten” gebührend gefeiert wird, wird ebenso wie die Romantik von Mary und Johns Hochzeitsnacht durch die
Brutalität des Alltags jäh gebrochen. Ben Elton setzt dabei sowohl auf unverblümte Alltagssprache als auch auf ein nicht unbeträchtliches Maß an Komik. Das Ergebnis ist ein Musical, das die
komplizierten Zusammenhänge des Nordirlandkonflikts nachvollziehen lässt: anrührend, offen, ehrlich, ohne jedoch einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft zu vergessen. [Felix Bloch Erben]
Im Rahmen des Jugend-Club-Theaters wurde das Stück am Staatstheater Wiesbaden inszeniert:
Premiere: 5. September 04
Bühne: Reinhard Wust Choreographie: Iris Limbarth Kostüme: Heike Ruppmann Musikalische Leitung: Frank Bangert Videoinstallation:
Lisa Violetta Gass Regie: Iris Limbarth
Es spielen:
Pater O’Donnell: Marc Zinnecker/Björn Sauer John: Daniel Kegler Mary:
Nina Vlaovic/Felicitas Geipel Thomas: Christian Grammel Christine: Sonja Härtel/Daniela Wellnitz Del: Klaus Krückemeyer Bernadette:
Jule Pater/Verena Thumser Daniel: Florian Claus/Peter Weiß Sean Kelly: Alexandra Fukazawa/Charlotte Thompson Ginger: Rainer Maaß
sowie: Laura Decker,
Katharina Gerzymisch, Cassandra Göller, Jakob Grebert, Stefanie Köhm, Luisa Kröger, Mirjam Mamphey, Kathrin Pattensen, Angela Seebach, Fabian Spring, Franziska Spring, Aleman Stekic’, Folke
Tolk, Jakob Voges und Lena Zipp.
Band: Keyboards: Frank Bangert/Wolf Dobberthin/Andreas Karthäuser Guitar: Patrick Hoss Bass: Hansi Malolepssy
Drums: Holger Dietz/Thomas Elsner Reeds: Bodo Christmann/Jens Hunstein Trumpet: Joachim Braun/Ralf Himmler
www.staatstheater-wiesbaden.de
 |
Während der Gandersheimer Domfestspiele 2003 (vom 19. Juni bis 03. August 2003) war “THE BEAUTIFUL GAME in einer Inszenierung von Georg Immelmann zu erleben.
Die musikalische Leitung hatte Hans-Wolfgang Bleich, die Choreographie stammte von Katja Buhl.
Foto: Stadt Bad Gandersheim
|
|
|
Bye Bye Birdie
Buch: Michael Stewart Musik: Charles Strouse Gesangstexte:
Lee Adams Originalproduktion: Edward Padula Deutsch: Benjamin Baumann Uraufführung: 14. April 1960 (New York, Martin Beck Theatre)
Deutche Erstaufführung: 27. Mai 2006 (Coesfeld, Freilichtspiele Coesfeld)
Amerika in den swingenden und rockenden fünfziger Jahren. Der Rock'n'Roll-Superstar Conrad Birdie soll zum
Militär eingezogen werden, was nahezu alle weiblichen Teenager im Land hysterisch kreischend in Ohnmacht fallen lässt. Auch Conrad Birdies hoch verschuldeter Agent Albert gerät durch die
Einberufung in größere Schwierigkeiten. Doch seine Sekretärin und Verlobte Rosie hat einen Plan, der die Lösung aller Probleme verspricht: Um Conrad Birdies neuesten Hit "One Last
Kiss" zu promoten, soll der Star werbewirksam in einer Fernsehshow von seinen Fans Abschied nehmen, in dem er stellvertretend für alle einem einfachen Mädchen vom Lande in aller
Öffentlichkeit einen Abschiedskuss gibt. Die Auserwählte findet Rosie, in dem sie wahllos in die Kartei des Fanclubs greift: Es ist der Teenager Kim McAfee aus dem beschaulichen Nest Sweet
Apple, Ohio.
In Sweet Apple und besonders bei der Familie McAfee schlägt die Nachricht, dass Conrad Birdie kommt, ein wie eine Bombe. Als der Star bei seiner Ankunft mit seinem
unnachahmlichen Hüftschwung anfängt zu singen, fallen nicht nur die Teenager in Ohnmacht. Doch die auserwählte Kim hat gerade zum ersten Mal einen "richtig festen Freund", den
gleichaltrigen Hugo Peabody, der natürlich vor Eifersucht kocht. Auch dass der Star im beschaulichen Heim der Familie McAfee einquartiert wird, sorgt für weitere Aufregung. Zusätzliche
Verwicklungen gibt es, da Rosie versucht, Albert nach diesem Auftritt ganz vom Showbusiness abzubringen und mit ihm ein beschauliches Leben auf dem Lande anzufangen – wobei sie hierfür
zunächst seine überbesorgte, hysterische Mutter ruhig stellen muss, die zu allem Überfluss ebenfalls in Sweet Apple auftaucht.
Im kleinen Stadtkino beginnt Birdies Abschiedsauftritt.
Der Star schmettert wie geplant seinen Hit "One Last Kiss" in die Fernsehkameras, doch als es zum Kuss kommen soll, drehen sowohl Vater McAfee als auch Kims Freund Hugo durch und
lassen die Sendung platzen. Danach sind Kim und Conrad verschwunden. Doch entgegen aller Erwartungen haben sich die beiden nicht ineinander verliebt, sondern finden sich langweilig: Kim muss
feststellen, dass der Superstar ein recht banaler Mensch ist, und Birdie glaubt, dass nach all der Aufregung die Armee für ihn die reinste Erholung sein wird.
Das 1960 uraufgeführte Musical Bye Bye Birdie
ist eines der erfolgreichsten Werke aus der Glanzzeit des Genres, das sowohl die damalige Elvis-Presley-Hysterie als auch allgemein das Superstar-Wesen parodistisch auf die Schippe nimmt. Wie die Handlung ist auch die Musik ein witziger Rundumschlag durch die verschiedenen Facetten der fünfziger Jahre, vom leichten Swing über den Big Band Sound bis hin zum Rock'n'Roll im Elvis-Stil.
Bye Bye Birdie
wurde nach seiner Uraufführung mit sechs Tony-Awards ausgezeichnet (u. a. als Bestes Musical), mehrfach verfilmt und erlebte zuletzt im Mai 2004 im Rahmen der "City Center Encores" eine begeistert aufgenommene Wiederaufführung in New York. [© Felix Bloch Erben, Berlin]
Zur Inszenierung des Hessischen Staatstheater Wiesbaden, jugend-club-theater:
Premiere:
27. August 11
Musikalische Leitung: Frank Bangert Inszenierung und Choreografie: Iris Limbarth Gesangseinstudierung: Andreas Karthäuser
Bühne: Reinhard Wust Kostüme: Heike Ruppmann Bühnenbild: Reinhard Wust Kostüme: Heike Ruppmann Video: Aleman Stekic Dramaturgie:
Stefanie Momper
Besetzung:
Albert Peterson: Rainer Maaß, Tim Speckhardt Rosie Alvarez: Felicitas Geipel Kim MacAfee:
Karen Müller, Charlotte Katzer Conrad Birdie: Jan-Philipp Rekeszus Mr. Harry MacAfee: Daniel Kegler, Andreas Kaun Mrs. Doris MacAfee: Katrin Gietl
Mrs. Mae Peterson: Kathrin Pattensen, Christina Blum Hugo Peabody: Fabian Gallmeister, Norman Hofmann Randolph MacAfee, Freddie:
Alexander Chico-Bonet, Marcel Herrnsdorf Gloria Rasputin / 1. Reporter: Anna Heldmaier, Leonie Just Ursula Merkle: Anna-Katharina Follrich, Marielle Simon
Deborah Sue: Anna-Katharina Follrich, Marielle Simon Margie: Ann-Kristin Lauber Penelope Ann: Johanna Bischoff Helen: Mira Keller Nancy:
Juliane Back Suzie: Charlotte Katzer, Karen Müller Frau des Bürgermeisters / Kate: Carolin Kascha Mrs. Merkle / Wanda: Kathrin Gietl, Constanze Kochanek
Dorothy: Christina Blum, Kathrin Pattensen Janet: Anna Heldmaier Phyllis / Maskenbildnerin: Geraldine Wunderlin Albert Peterson: Rainer Maaß, Tim Speckhardt
Conrad Birdie: Jan-Philipp Rekeszus Hugo F. Peabody: Fabian Gallmeister Charles F. Maude / Karl / Kameramann: Felicitas Geipel Der Bürgermeister / Bill:
Julian Leithoff Harvey Johnson / Kunde: Joshua Hien Mr. Johnson / Ed Sullivan / Schaffner: David Jost 2. Reporter / Aufnahmeleiter / Robert: Jan Diener
Richard: Alexander Chico-Bonet, Marcel Herrnsdorf Michael: Daniel Al-Hami, Tim Speckhardt Lee / Regisseur / Polizist: Simon Klug
Band:
Dirigent / Keyboards: Frank Bangert Keyboards: Andreas Karthäuser, Elisabeth Maranca, Claus Weyrauther Bass: Hansi Malolepssy
Das Leben des jugendlichen
Rockidols Conrad Birdie weist einige erstaunliche Parallelen zum Leben des wahren King of Rock’n Roll – Elvis Presley – auf: Nicht nur im prüden Amerika der späten 50er Jahre, sondern
weltweit löst der rebellische junge Rockstar Massen-Hysterien unter den weiblichen Teenagern aus. Doch Conrad Birdie muss zum Militärdienst nach Europa. Sein verschuldeter Agent Albert ist
verzweifelt, doch dessen Sekretärin und Dauerverlobte Rosie hat eine rettende Idee. Albert soll einen Song für Conrad komponieren mit dem Titel „One Last Kiss”. Aus einer Million
Conrad-Birdie-Fans wählt sie ein Mädchen aus, das Conrad zum Abschied am Bahnhof küssen soll… „Bye Bye Birdie“ gehört zu den erfolgreichsten und meistgespielten Musicals in den USA. 1960
uraufgeführt, nahm es mit liebevoller Ironie die neu entstandene Medien-Versessenheit, die aufbegehrende Jugend und die damalige Elvis-Presley-Hysterie auf die Schippe. Es gewann sechs Tony
Awards, unter anderem als bestes Musical, erlebte zahlreiche Revivals und wurde mehrfach erfolgreich verfilmt. Seine witzige Handlung und die großartige Musik trugen zu dem Erfolg wesentlich
bei. Die exzellente Partitur von Charles Strouse deckt die ganze Bandbreite ihrer Zeit ab, von Swing über Jazz bis hin zum legendären Rock’n Roll im Stil Elvis Presleys. [© Staatstheater
Wiesbaden]
Weitere Vorstellungen: 28.8., 9.9., 16.9., 28.9.2011, jeweils um 19.30 Uhr im Kleinen Haus
www.staatstheater-wiesbaden.de
|
|
|
Billy Elliot
Musik: Elton John Buch: Lee Hall Uraufführung:
31. März 05 (London, Victoria Palace Theatre)
Musik: Elton John Buch: Lee Hall
Regie: Stephen Daldry Choreografie: Peter Darling
Bühnenbild: Ian Mac Neil Orchestrierung: Martin Koch Ton-Design: Paul Arditti Licht-Design: Rick Fisher Musikalische Leitung: Philip Bateman
Associate Director: Julian Webber Kostüme: Nicky Gillibrand
London-Besetzung (2005):
Billy: James Lomas / George Maguire / Liam Mower
Mrs Wilkinson: Haydn Gwynne Dad: Tim Healy Tony: Joe Cafffrey Grandma: Ann Emery George: Trevor Fox Mr Braithwaite: Steve Elias
Dead Mum: Stephanie Putson Billy's Older Self: ISsaac James Michael: Brad Kavanagh, Ashley Lloyd, Ryan Longbottom Debbie:
Brooke Havana Bailey, Emma Hudson, Lucy Stephenson
Ensemble: Daniel Coll, Erica Ann Deakin, Alex Delamere, Damien Delaney, Susan Fay, Alan Forrester, Chris Hornby,Gillian
Kirkpatrick, Chris Lennon, David Massey, Michelle McAvoy, Karl Morgan, Daniel Page, Steve Paget, Lee Proud, Mike Scott, Phil Snowden
Ballet Girls: Sarah Frances Houlton,
Francessca Marie Williams, Alena Robinson, Eloise Jones, Hannah Stewart, Olivia Cadec, Jessica Bastick-Vines, Sasi Strallen, Hannah Cadec, Vicky Lawrence.
Imogen Bailey, Georgia Davies-Legg, Biancha Szynal, Lucy Horley, Emily Burgess, Olivia James, Hannah Kenneally-Muir, Connie Hook, Rochelle Williams, Jordan Wooldridge.
Alice Stephen, Jennifer Veal, Ellie Woolf, Katie Stephen, Christie Halsey, Charlotte Hamilton, Emily Neil, Poppy Coggins, Stephanie Rawson, Michaela Blake
Small Boy:
Dean Charles Chapman, John-Joe O'Connor, Bradley Jordan White
Tall Boy: Drew Levi Huntsman, Hugh Wyld, Greg Bernstein
Understudies: Mrs Wilkinson:
Gillian Kirkpatrick, Stephanie Putson Dad: Daniel Coll, Alex Delamere Tony: Chris Lennon, Karl Morgan Grandma: Tessa Worsley, Susan Fay George:
Phil Snowden, Lee Proud Mr Braithwaite: Alex Delamere, Lee Proud Dead Mum: Erica Ann Deakin, Michelle McAvoy
“Das hinreißendste Musical seit langem” (musicals, August 05)
|
|
|
The Birds of Alfred Hitchcock
Von: William Ward Murta Text: William Ward Murta unter Mitarbeit von Nila Aalia
Deutsche Textfassung: Constanze Grohmann und William Ward Murta Uraufführung: 25. September 2010 (Bielefeld, Theater Bielefeld)
Zur Inszenierung des Theater Bielefeld:
Premiere: 25. September 10 (Uraufführung; Stadttheater)
Musikalische Leitung: William Ward Murta Inszenierung: Kay Kuntze Bühne und Kostüme: Duncan Hayler Choreographie: Götz Hellriegel
Einstudierung Chorinis: Olga Kisseleva 6 Herren (Ensemble der German Musical Academy): Dominik Meurs Dramaturgie: Jón Philipp von Linden
Regieassistenz: Annette Nora Wolf Musikalische Einstudierung: Christian van den Berg-Bremer, Alexis Agrafiotis, Witolf Werner, Ingo Martin Stadtmüller
Besetzung:
Tippi Hedren: Katharine Mehrling Hitch (Stimme aus dem Off): John Wesley Zielmann Robin Carlos: Horacio Rivas
Peggy: Carolin Soyka Evan: Alexander Franzen Assistant Director: Alexander Janacek Ray: Steffen Häuser Jessica:
Masha Karell 6 Damen (Ensemble der German Musical Academy): Carolin Fink, Jasmin Göttmann, Vanessa Hanetzky, Janina
Keppel, Janina Hinrichs, Jessica Krüger 6 Herren (Ensemble der German Musical Academy): Sebastian Ciminski, Andreas Lutsch, Dominik Meurs,
Claudio Meyer, Jörn Ortmann, Robby Plücker
Orchester: Bielefelder Philharmoniker Chor: Chorinis
Nicht mehr weit ist es von Bielefeld bis zum Broadway, wenn am 25. September 2010 im Theater Bielefeld William Ward Murtas Musical The Birds of Alfred Hitchcock
Uraufführungspremiere feiert. Nahezu jeder kennt den Horrorklassiker Die Vögel aus dem Spätprogramm der Privatsender oder gar aus dem Kino, doch der legendäre Film ist
weniger dramatische Vorlage als Folie für das neue Musical, wenn die Beziehung zwischen »Hitch« und seiner blonden Neuentdeckung, dem Model Tippi Hedren beleuchtet
wird. Hedren hatte keine Schauspielausbildung, als sie 1962 in die Universal-Studios zu Probeaufnahmen gebeten wurde, und nie hätte sie sich träumen lassen, dass sie die
Hauptrolle im neuen Hitchcock-Film spielen sollte – in der Nachfolge von Grace Kelly, Kim Novak und anderen Hollywood- Berühmtheiten. Doch dem Glamour-Traum folgte alsbald
die Ernüchterung, als sie realisierte, dass Hitchcocks Aufmerksamkeiten zur Obsession wurden. Eigenartig korrespondierend mit der Filmfigur Melanie Daniels, die am Ende von
Die Vögel in der berühmten Dachbodenszene von Vögeln fast zerfleischt wurde, kulminiert Tippi Hedrens psychischer Stress am Set in einem Zusammenbruch nach fünftägigen
Aufnahmen für diese Szene, während der die Schauspielerin tatsächlich mit lebendigen Vögeln beworfen wurde. Gleichsam im Rückblick spielt sich die Geschichte ab, die die in
Bielefeld nicht unbekannte Katharine Mehrling (Evita) als Tippi Hedren ihrem Krankenpfleger Robin (Carlos H. Rivas) erzählt. Ständig unter Beobachtung von Hitchcocks
persönlicher Assistentin Peggy Robertson (Carolin Soyka), darf sich Tippi Hedren keine Sekunde lang privat mit dem Drehbuchautor Evan Hunter (Alexander Franzen) treffen.
Ein wenig Beistand findet sie lediglich bei ihrer älteren Kollegin Jessica Tandy (Masha Karell) und dem Vogeltrainer Ray (Steffen Häuser), doch auch sie können gegen die
Ansagen des übermächtigen Hitchcock nicht viel ausrichten.
William Ward Murta hat eine Abfolge von höchst ohrwurmverdächtigen Songs geschrieben, die von »jazzig groovend« bis »tänzerisch peitschend« alle Musicalregister aufs
Schönste bedient. Selbstredend bietet ein Hollywood-Filmset auch eine Menge Gelegenheiten für fulminante Show-Szenen und große Tanznummern; die unzähligen Nebenrollen
werden dabei von zwölf Absolventen und Studenten der German Musical Academy Osnabrück in teils atemberaubend vielschichtigen Simultanszenen gespielt, getanzt und
gesungen. Ebenfalls mit dabei: die Chorinis, Bielefelds neuer Kinderchor.
MUSIKALISCHE LEITUNG
William Ward Murta, geboren in Fort Smith/Arkansas und aufgewachsen in Oklahoma, ist seit 1984 Musical-Kapellmeister am Theater Bielefeld. Er übernahm die musikalische
Leitung vieler Produktionen wie Cabaret, Evita, Chicago, La Cage aux Folles, Piaf, Die Comedian Harmonists, der Uraufführung von James Lyons Für mich soll’s rote Rosen
regnen, Franz Wittenbrinks Männer – Tore, Tränen und Triumphe, Sekretärinnen und Mütter, außerdem She Loves Me (2006), Jekyll & Hyde (2007), Me and My Girl, Guys & Dolls
(beide 2008) sowie Crazy for you (2009) und The Scarlet Pimpernel (2010). Murta ist in Musikerkreisen ein gefragter Arrangeur; zahlreiche seiner Arrangements gehören zu den
Standards von Musical-Aufführungen und -Galas im In- und Ausland. Darüber hinaus komponierte Murta eigene Musicals: 1987 M... wie Marilyn und sein Werk über das Leben
von Galileo Galilei, Starry Messenger (Sternenbote), das 2004 sehr erfolgreich am Theater Bielefeld uraufgeführt wurde.
INSZENIERUNG Kay Kuntze wurde in Berlin geboren. Nach Studiensemestern in Mathematik, Schulmusik, Musik- und Theaterwissenschaft in Berlin wechselte er an die Hochschule für Musik
und Theater nach Hamburg. Dort erhielt er im von Prof. Götz Friedrich geleiteten Studiengang Musiktheater-Regie sein Diplom »mit Auszeichnung«. Anschließend arbeitete er als
Regieassistent u. a. für die Semperoper Dresden, die Kammeroper Schloss Rheinsberg und die Schwetzinger Festspiele. Feste Engagements ging er als Regieassistent mit den
Bühnen der Landeshauptstadt Kiel, als Spielleiter mit der Deutschen Oper Berlin und als Chefregisseur am Mittelsächsischen Theater ein. 2002 hat Kay Kuntze die künstlerische
Leitung der Berliner Kammeroper übernommen, für die er seit 1996 regelmäßig inszeniert. Als Gastregisseur war er u. a. tätig an Theatern in Berlin, Hamburg, Dresden, Bremen,
Kiel, Lübeck, Osnabrück, Bremerhaven, Cottbus, Gera, Potsdam, Eisenach; Linz, Innsbruck, Kaliningrad, Kopenhagen, Montpellier, Paris und Tel Aviv sowie für die Musikfestivals
in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die Kammeroper Schloss Rheinsberg und die Eutiner Festspiele. Darüber hinaus ist er Dozent im Masterstudiengang
Bühnenbild an der TU-Berlin und Jury-Mitglied beim internationalen Gesangswettbewerb Kammeroper Schloss Rheinsberg, der Rheinsberger Opernwerkstatt und dem Bundeswettbewerb Gesang.
BÜHNE UND KOSTÜME Duncan Hayler
studierte an der Wimbledon School of Art und erhielt bereits während seines Studiums den Thames Television National Design Preis für seine Arbeit als Bühnen-
und Kostümbildner. 1986 zog er nach Berlin, wo er als Bühnenbildassistent an der Deutschen Oper Berlin tätig war und u. a. für Peter Sykora, Stefanos Lazaridis und Paul
Brown arbeitete. Für den Transfer von Götz Friedrichs Ring-Zyklus nach Tokyo, Yokohama, Washington DC und London daptierte er das Bühnenbild und managte dessen
Überstellung. Duncan Hayler gestaltete freischaffend u.a. Bühne und Kostüme für die Uraufführung von Goreckis Old Polish Music an der Wielki Oper in Warschau, Peter und der
Wolf an der Staatsoper Berlin und Karneval der Tiere für das Polnische Staatsballett in Krakau. Er designte das Bühnenbild für David Pountneys und Nicola Raabs Produktion Der
Soldat und Die Tänzerin an der Staatsoper Prag, für Don Giovanni am Bayerischen Staatstheater München, für Der Leuchtturm, Curlew River und Ormindo an der Neuen
Opernbühne Berlin und für Così fan tutte, Vatermord und Wunschpunsch an der Berliner Kammeroper. Kürzlich gestaltete er den höchst erfolgreichen Mitsommernachtstraum für
das Northern Ballett Theatre. Diese Produktion wurde für den Lawrence Olivier Preis nominiert und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
In der Sparte Musical entwarf er u. a. das Bühnenbild für Buddy – The Buddy Holly Story im Neuen Metropol-Theater Hamburg und Camelot in Cardiff. Für Jazz Leggs war er
Assistent von Oscar-Preisträger Ray Klausen im Berliner Friedrichspalast.
Zu seinen jüngsten Projekten gehört u. a. das Bühnenbild für Romeo und Julia im Raimund Theater / Vereinigte Bühnen Wien sowie Eight Songs for a Mad King an der Wiener Kammeroper.
CHOREOGRAPHIE Götz Hellriegel
, geboren in Mannheim, erhielt seine Ausbildung zum Tänzer und Schauspieler in Paris, New York und Berlin. Nach einem mehrjährigen Engagement am Berliner
Theater des Westens als Musicaldarsteller arbeitete er in zahlreichen TV-Produktionen als Schauspieler. Seit Mitte der neunziger Jahre ist er als Choreograph tätig. Stationen
seiner Karriere sind in Berlin das Maxim Gorki Theater, die Kammerspiele des Deutschen Theaters, die Neuköllner Oper sowie die Komödie am Kurfürstendamm. Seine Arbeit
führte ihn u. a. an die Staatsoper Hannover, das Staatstheater Cottbus, die Opernhäuser von Halle, Rostock, Chemnitz und Krefeld/Mönchengladbach sowie an die Nationale
Reisopera der Niederlande und die Theater Bern und St. Gallen. Götz Hellriegel ist seit vielen Jahren Dozent für Musicaltanz an der Universität der Künste Berlin.
[© Theater Bielefeld]
www.theater-bielefeld.de
|
|
|
The Black Rider ~ The Casting of the Magic Bullets
Musik und Gesangstexte: Tom Waits
Regie und Stage Design der Originalproduktion: Robert Wilson Original Orchestration: Tom Waits und Greg Cohen Buch: William S. Burroughs Dramaturgie:
Wolfgang Wiens Uraufführung: 31. März 1990 (Hamburg, Thalia Theater)
Die Volkssage "Der Freischütz" inspirierte den Starregisseur Robert Wilson zu einer eigenen
Neufassung, für die er Rocklegende Tom Waits und Beat-Generation-Autor William S. Burroughs als Mitstreiter gewinnen konnte. Durch ihre innovative Zusammenarbeit entstand mit The Black Rider:
The Casting of the Magic Bullets die zweite musikalische Bearbeitung des "Freischütz" nach Carl Maria von Webers gleichnamiger Oper – rauer, finsterer und moderner. Waits
musikalischer Ideenreichtum zeigt sich auch in diesem Stück in einer ungeheuren Bandbreite an Musikstilen, die auf einzigartige und effektvolle Weise miteinander verschmelzen und die
klassische Musical-Musik weit hinter sich lassen.
Die Handlung folgt der Volkssage: Um seine Geliebte, die Tochter des Försters heiraten zu können, ist Wilhelm bereit die versprochene
Stelle des Amtsschreibers auszuschlagen und stattdessen Förster zu werden. Ein erfolgreicher Probeschuss ist die Bedingung für die Hochzeit, aber je näher diese Probe rückt, desto unsicherer
werden Wilhelms Schießkünste. In seiner Verzweiflung nimmt er von einem geheimnisvollen Invaliden Kugeln an, die ihr Ziel niemals verfehlen. Schnell gewöhnt sich Wilhelm an die magischen
Kugeln, für den Probeschuss müssen bereits neue hergestellt werden. Da er den Invaliden nicht wiedersieht, macht sich Wilhelm selbst an das Zauberwerk und lockt so den schwarzen Reiter
herbei, der die Bedingung für die magischen Kugeln nennt: Eine der Kugeln gehorcht nur ihm. Voll dunkler Vorahnung fleht Wilhelms Braut ihn an, den Probeschuss nicht abzugeben, doch
Wilhelm schießt – und tötet seine Braut.
Die bejubelte Uraufführung von The Black Rider fand 1990 im Thalia Theater Hamburg statt. Schnell eroberte das Werk die deutschen Bühnen und
setzt seinen Erfolg seit 1998 in einer englischsprachigen Version auch im Ausland fort. [© Felix Bloch Erben, Berlin]
Zur Inszenierung des Staatstheater Wiesbaden:
Premiere: 18. September 10
Inszenierung: Caroline Stolz Musikalische Leitung: Ernst August Klötzke Bühne und Kostüme: Lorena Díaz Stephens, Jan Hendrik Neidert Dramaturgie:
Anika Bárdos
Besetzung: Stelzfuß: Franziska Werner Kuno: Michael von Burg Bertram: Benjamin Krämer-Jenster Anne: Stefanie Hellmann
Käthchen: Friederike Ott Wilhelm: Wolfgang Böhm Robert / Wilderer: Tobias Randel Onkel: Martin Müller Herzog / Bote: Michael von Bennigsen
Musiker: Dirigat/Akkordeon/Harmonium: Frank Rosenberger Schlagzeug/Percussion: Lucas Dillmann Klarinette: Markus Rölz Kontrabass:
Dave Stephens Fagott: Lisa Wanie Horn/Euphonium/Trompete: Andreas Weismantel Gitarre/Banjo/ Mandoline: Timo Willecke
Die Premiere von „The Black Rider.
The Casting of the Magic Bullets“, inszeniert von Caroline Stolz, verspricht hintergründige, böse und komische Unterhaltung mit der ungewöhnlichen Version der bekannten „Freischütz“-Sage von
Robert Wilson, Tom Waits und William S. Bourroughs.
www.staatstheater-wiesbaden.de
Zur Inszenierung des Theater Heilbronn:
Premiere: 17. April 10
Musikalische Leitung: Alexander Suckel Regie: Christian Marten-Molnár Ausstattung: Nikolaus Porz
Mit:
Sylvia Bretschneider, Oliver Firit, Rolf-Rudolf Lütgens, Judith Raab, Tobias D. Weber, Kai Windhövel
„Verkaufe nie dein Ich...“
Der Schwarze Reiter lädt im Großen Haus des Heilbronner Theaters zu einem neuen Höllenritt ein. Das außergewöhnliche Kult-Musical „The Black Rider“ von Rocklegende Tom Waits,
Beat-Generation-Guru William S. Burroughs und Starregisseur Robert Wilson hat in der Inszenierung von Christian Marten-Molnár unter musikalischer Leitung von Alexander Suckel am 17. April 10
um 19.30 Uhr Premiere. Es spielen Sylvia Bretschneider, Judith Raab, Oliver Firit, Rolf-Rudolf Lütgens, Tobias D. Weber und Kai Windhövel, die „Broken Glass and Rusty Nails-Band“ und ein
Jäger Chor.
Die Geschichte ist einfach: Käthchen, die Tochter des Försters, liebt den Schreiber Wilhelm. Doch der Familienbrauch will es, dass nur ein Jäger und treffsicherer Schütze
die Tochter heiraten darf. Deshalb will ihr Vater sie mit dem Jägerburschen Robert verheiraten. Wilhelm muss das Jagen lernen. Er vertauscht die Feder mit der Flinte und bei den Schießübungen
im Wald erteilt ihm der schwarze Reiter Unterricht. Mit den richtigen Kugeln, so versichert es ihm der geheimnisvolle Mann, wäre jeder Schuss ein Treffer. Und tatsächlich ist das Glück
Wilhelm nun hold. Aber kurz bevor er den alles entscheidenden Probeschuss abliefern soll, versagt er erneut. Wieder erscheint jener schwarze Reiter und verspricht, ihm mit den magischen
Kugeln aus der Patsche zu helfen. Doch diesmal knüpft er Bedingungen an die Vergabe der Zauberkugeln: Eine davon soll nur ihm gehorchen... Textautor William S. Burroughs griff auf die 1810
im „Gespensterbuch“ erschienene Volkssage vom Freischütz zurück. Diese fußt auf einem Prozessbericht von 1730, nach dem ein böhmischer Schreiber unter Folter das Geständnis ablegte, mit
Freikugeln geschossen zu haben. Burroughs, der Kultautor des Underground, der sich außerhalb aller literarischen und gesellschaftlichen Konventionen bewegte, bereicherte diese Sage mit
seinen ganz persönlichen Erfahrungen. 1951 hatte er im Drogenrausch seine Frau erschossen, als beide die Apfelschussszene aus Wilhelm Tell nachstellen wollten. Und natürlich stehen die
magischen Kugeln als Synonym für Drogen, die ihn zeitlebens begleiteten und unter deren Einfluss er seine geniale Schreibtechnik entwickelte: „Wir alle haben diese schlechten Tage, wo nichts
geht und steht. Aber je mehr du von den Zauberkugeln nimmst, desto mehr hast du ohne sie schlechte Tage. Und schließlich kommst du so weit, dass du ohne sie nur noch schlechte Tage hast.
Entweder mit dem Zauber, oder nichts geht mehr“, heißt es im Libretto von „The Black Rider“.
Regisseur Christian Marten-Molnar begibt sich mit seiner Inszenierung in die Welt der
Schützenvereine. Sämtliche Männer aus Käthchens Familie gehören dazu und deshalb kann der Schwiegersohn auch nur ein Schütze sein, der sich den strengen, männlichen Ritualen des Vereins
anpasst. Käthchens Geliebter Wilhelm jedoch ist eine sensible Künstlernatur, den sie liebt, weil er ganz anders ist, als die Männer im Verein. Mit Wilhelm, so hofft sie, kann sie der rigiden
Welt der Schützen entkommen . Pegleg, der Schwarze Reiter, bietet ihm seine Hilfe für den Probeschuss an, nicht ohne ihn gleichzeitig zu warnen: Mit Hilfe der Kugeln (Drogen) treffe jeder,
aber Wilhelm müsse dafür bezahlen... Tatsächlich lassen diese magischen Kugeln Wilhelm hervorragend schießen. Aber sie üben eine destruktive Macht auf seine Persönlichkeit aus. Er gibt
sein Ich preis, wird denen, die er bisher ablehnte, immer ähnlicher. Er gleicht bald Robert, dem Burschen, der sich in der strengen Hierarchie des Schützenvereins mit seinen martialischen
Ritualen wohlfühlt – nicht ahnend, dass Robert schon lange mit dem Schwarzen Reiter in Verbindung steht.
Am Ende hat Wilhelm nichts mehr von dem, was Käthchen, die sich nach einem besonderen, selbstbestimmten Leben sehnt, einmal an ihm faszinierte. Pegleg ist in dieser Inszenierung ein
freundlicher Verführer, der die dunklen Seiten im eigenen Inneren der Menschen anspricht. Er zwingt niemanden, die Kugeln zu nehmen. Er bietet sie nur an. Die Entscheidung liegt bei jedem
selbst.
Ausstatter Nikolaus Porz verwandelt die Bühne in einen tiefen romantischen Wald – Sinnbild für Mystik, Sehnsucht und Tod. Waits musikalischer Ideenreichtum zeigt sich in
diesem Stück in einer ungeheuren Bandbreite an Musikstilen, die auf einzigartige und effektvolle Weise miteinander verschmelzen. Der musikalische Leiter Alexander Suckel rockt mit seinen
Musikern der „Broken Glass and Rosty Nails Band“ den Orchestergraben. Außerdem ergänzt er den Abend um neue Arrangements von Arien aus Carl-Maria von Webers
„Freischütz“. [© Text: Theater Heilbronn]
www.theater-heilbronn.de
Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:
Premiere: 15. Mai 09
Inszenierung, Bühne und Kostüme:
Andrej Woron Musikalische Leitung: Michael Erhard
Besetzung:
Kuno: Klaus Ziemann Stelzfuß: Hubert Schlemmer Bertram:
Gerd K. Wölfle Anne: Maika Troscheit Käthchen: Diana Wolf Wilhelm: Stefan Schuster Robert/Wilderer/Georg Schmidt: Tom Wild
Wilhelms Onkel/Herzog: Aart Veder Bote/Vogel/Löffelweib: Iris Melamed
Unheil liegt in der Luft. Käthchen gehorcht in Liebesdingen ihrem Herzen. Auserkoren als Bräutigam hat sie sich den Schreiber Wilhelm. Doch von einer düsteren Vorahnung kann
sie sich nicht befreien. Nach einem alten Brauch muss, wen die Försterstochter heiratet, die Ehe mit einem erfolgreichen Probeschuss besiegeln. Ungeschickter als Wilhelm im Umgang mit dem
Gewehr kann man jedoch kaum sein. Da hätte der vom Vater als Schwiegersohn auserkorene Robert weit bessere Aussichten. Als Wilhelm sich dennoch plötzlich zum treffsicheren Schützen und
begeisterten Jäger wandelt, scheint es, als habe der Teufel seine Hände im Spiel. Schaurig und schön, dämonisch und schräg, diabolisch und betörend ist die moderne Fassung der Volksbuchsage
vom Freischütz, mit der Carl Maria von Weber einst die Romantik für die Oper entdeckte. [© Staatstheater Darmstadt]
www.staatstheater-darmstadt.de
Zur Inszenierung des Centraltheater Leipzig:
Premiere: 23. April 09
Regie: Jorinde Dröse
Bühne: Julia Scholz Kostüm: Barbara Drosihn Musikalische Leitung und Einstudierung: Ingo Günther Dramaturgie: Michael Billenkamp Licht:
Carsten Rüger
Mit: Artemis Chalkidou, Manuel Harder, Matthias Hummitzsch, Andreas Keller, Guido Lambrecht, Thomas Lawinky, Lore Richter, Henrike von Kuick, Anita Vulesica;
Band: Simon Bodensiek, Volker Dahms, Ingo Günther, Philipp Rohmer, Bastian Ruppert, Johannes Sens
www.centraltheater-leipzig.de
|
|
|
Blues Brothers – Unterwegs im Auftrag des Herrn!
Zur Inszenierung des Theater Krefeld-Mönchengladbach:
Premiere: 31. März 12
Inszenierung: Matthias Gehrt Musikalische Leitung: Willi Haselbek Choreografie: Ralph Frey
Bühne: Gabriele Trinczek Kostüme: Petra Wilke Dramaturgie: Martin Vöhringer
Mit:
Esther Keil, Marianne Kittel; Felix Banholzer, Cornelius Gebert, Joachim Henschke, Adrian Linke, Paul Steinbach, Bruno Winzen; Statisterie; Blues Brothers-Band
Jake Blues ist kaum aus
dem Knast entlassen, da haben er und sein Bruder Elwood schon wieder ein fettes Problem an der Backe. Denn das Chicagoer Waisenhaus, in dem die Brüder von Nonnen großgezogen wurden, muss
binnen weniger Tage eine Steuerschuld von 5.000 Dollar begleichen, sonst droht die Schließung. Bei einem Gospelgottesdienst kommt Jake die Erleuchtung: DIE BAND. Ein paar Konzerte mit
ihrer alten Rhythm’n’Blues-Band und das Geld müsste eingespielt sein. Die himmlische Eingebung hat nur einen kleinen Haken: Seit ihrem letzten Auftritt vor drei Jahren hat sich die Band in
alle Winde zerstreut. So brechen Jake und Elwood zu einer Katastrophentour quer durchs Land auf, um die ehemaligen Bandkollegen aufzustöbern – unterwegs im Auftrag des Herrn! Schwarzer
Hut, schwarzer Anzug, Sonnenbrille – die unvergesslichen Blues Brothers aus dem legendären Film von 1980. Das Theater Krefeld und Mönchengladbach bringt nun eine freie Bearbeitung auf die
Bühne. Mit live gespielten Soul- und R&B-Klassikern wie Everybody needs somebody to love, Soul Man oder Gimme Some Lovin’. [©Theater Krefeld und Mönchengladbach]
www.theater-krefeld-moenchengladbach.de
|
|
|
Bombay Dreams
Musik: A. R. Rahmaan Texte: Don Black Buch: Meera Syal und Thomas Meehan
Basierend auf einer Idee von: Shekar Kapur und Andrew Lloyd Webber
Uraufführung: 19. Juni 2002 (London, Apollo Victoria Theater) Broadwaypremiere:
29. April 04 (Broadway Theatre, New York,
In dem von Andrey Lloyd Webber produzierten Musical ist Indien mit seiner Kultur und seiner Musik das zentrale Thema. Dabei geht es um
die Liebe zwischen der Filmproduzententochter Priya, die sich unstandesgemäßerweise in den Slumarbeiter Akaash verliebt. Das alles spielt in der Traumwelt "Bollywoods", der größten
Filmproduktionsmaschinerie der Welt.
|
|
|
BONIFATIUS - Das Musical
Eine Produktion der spotlight Musicalproduktion GmbH
Musik, Liedtexte:
Dennis Martin Buch: Zeno Diegelmann Dramaturgische Fassung: Reinfried Schieszler / Artur Ortens Musikproduktion:
Peter Scholz
Uraufführung: 3. Juni 2004 (Fulda, Schlosstheater)
Spielzeiten in Fulda:
3. Juni bis 31. Juli 04, 3. Juni bis 30. Juli 05 & 4. August bis 6. September 06 und 23. Juli bis 8. August 2010 (Schlosstheater Fulda) Spielzeit in Bremen:
12. bis 28. Oktober 06 (Musicaltheater) Spielzeit in Erfurt: 19. – 22. August 2010 (Theater Erfurt)
Regie: Reinfried Schieszler Choreografie: Julia Poulet Musikalischer Leiter: Peter Scholz Musikproduktion:
Dennis Martin, Peter Scholz Bühnenbild: Bernd-Heinrich Sogel Lichtdesign: Sabine Wiesenbauer Lichttechnik: Benedict Krowarz Kostümdesign:
Claudia Kuhr Chefmaskenbildnerin: Elke Quirmbach Maskenabteilung: Marion Erb / Conny Winterling Regieassistenz: Artur Ortens Beleuchter:
Jan Hoffmann, Jörg Hölzer, Sebastian Stäber, Björn Wittwar Tontechnik: Andreas Balaskas, Maximilian Becker, Jürgen Dassing Technischer Leiter: Daniel Borsodi / Markus Schob
Inspizienz: Patrick Etzel Bühnentechnik: Tim Schlosser Dresser: Antonia Caesar, Beate Caesar, Niki Caesar, Michaela Dimmerling, Elke Fischer, Theresa Gollbach,
Veronika Grinow, Renate Günkel-Koch, Alina Heumüller, Rosemarie Hobert, Christa Jost, Theresa Miah Bühnenhelfer: Thomas Bayer / Anja Diehl / Anna Dimmerling/ Nicole Hartmann /
Marius Heil, Nina Huder, Daniel Kehl, Rebecca Kolb, Reimund Kramer, Katharina Menz, Katharina Nitsche, Christian Plappert, Monika Schraub, Jan Reinholz, Benedikt Reinsch, Michaela Spiller,
Daniel Wehner Fronthaus: Isabelle Dege, Juliane Groß, Dominik Hintze, Brigitte Jatzek-Lange, Irmgard Nold, Melanie Pappert, Peter Steinoff, Stephan Steinoff Merchandise:
Peter Stegemann, Marlis Winterling Produktion: spotlight Musicalproduktion GmbH, Fulda Produktionsleitung: Peter Scholz (2004+2005:
Michael Weiß) Produktionsassistenz, Marketing und Presse: Martin Sundermann M.A. Administration:
Maximilian Becker, Angelika Blöcher, Anne Johr, Gerlinde Kempf, Dorothee Seifert
Besprechung 2004 auf kulturfreak.de Besprechung 2005 auf kulturfreak.de Besprechung 2010 auf kulturfreak.de
Bonifatius - Das Musical spotlight Musicalproduktion GmbH im Schlosstheater Fulda Gewilip (Christian Schöne) und Ensemble
Foto: Dominik Ketz Design (www.dominikketz.de)
Besetzung 2010:
Bonifatius: Reinhard Brussmann Bonifatius alternierend:
Ethan Freeman Alrun: Sabrina Weckerlin Sturmius: Dirk Johnston Gewilip: Christian Schöne Radbod: Daniel Dodd-Ellis Lioba: Mara Dorn
Willibald: Artur Ortens Luidger: Karl Grunewald Pippin: Steffen Dargatz Karlmann: André Haedicke Karl Martell / Papst: Dietmr Ziegler
Karl Martell / Papst alternierend: Frank Lang Mutter: Simone Kerchner Mutter alternierend / Lioba Zweitbesetzung: Manuela Floryan
Gesandter des Papstes / Ensemble Swing / Dancecaptain Ensemble: Stephan R. Przywara Alrun Zweitbesetzung: Tabea Grün Radbod Zweitbesetzung: Philipp Kreinbucher
Sturmius Zweitbesetzung / Gewilip Zweitbesetzung: Robert Meyer Choreographische Assistenz / Dancecaptain / Swing: Faye Heather Anderson Fightcaptain / Swing:
David Pellerin
Tanzensemble: Jesco Himmelrath, Yasuko Kayamori, Robb Morris, Wolfgang Schwingler, Laura Stecher, Daniela Walther,
Chorensemble:
Marcus Abé, Josephine Bönsch, Theresa Schäfer, Jörg Alt, Cathleen Anschütz, Elisabeth Auth, Andreas Bornscheuer, Yvonne Goebel, Kristin Heil, Franziska Langer, André
Meder, Franziska Niederhausen, Tanja Schmidkunz
Kind: Finn McGilvray / Lilli Michel / Maximilian Rotter / Doreen Sommer
Besetzung 2006:
Bonifatius: Ethan Freeman Sturmius:
Luciano Di Gregorio (neu in 06) Alrun: Jasmina Sakr (neu in 06) Willibald: Artur Ortens Gewilip : Stefan Poslovski Radbod:
Daniell Dodd Ellis (neu in 06) Luidger: Till Schubert (neu in 06) Karlmann: Oliver Grice Pippin: Gerald Reiter (neu in 06) (2. Besetzung: Lars Fischer)
Karl Martell und Papst: Frank Lang Lioba: Mara Dorn Mutter: Simone Kerchner Gesandter des Papstes: Juan Mochales Kind:
Daniel Draeger / Lenni Caesar / Laurenz Kohl
Tanzensemble:
Daniela Thiele / Lars Fischer / Clara Anzenbacher / Betty Dir / Julie Clark / Nora Pichette / Tim Plegge / Robb Morris / Olivier Mauduy
Heiden, Volk, Chor:
Marcus Abé / Andreas Langsch / Daniel Brühl / Eric Voss / Johannes Brüssau / Johannes Trageser / Josefine Herzog-Bönsch / Laura Kohnen / Luisa Kehler / Martina Draeger
/ Olicer Corvino / Ramon John / Regina Winter / Theresa Schäfer / Vanessa Heid
Besetzung 2005:
Neu im Ensemble 2005:
Bonifatius: Ethan Freeman
Sturmius: Dave Mandell Alrun (alternierend): Katrin Wiedmann Willibald (alternierend): Christian Böhm Gewilip (alternierend): Koffi Missah Radbod:
Karsten Kammeier Mutter: Simone Kerchner Tänzer (Swing): Robb Morris
Folgende Rollen wurden von den Darstellern der Uraufführung erneut gespielt: Alrun:
Leah Delos Santos Gewilip: Stefan Poslovski Willibald: Artur Ortens Luidger: Ignazio Caporrimo Karlmann: Oliver Grice Pippin:
Christian Burkhardt Karl Martell und Papst: Frank Lang Lioba: Manuela Floryan Tänzer und Gesandter: Juan Mochales Tänzer: Alexander Bellinkx
Tänzer: Lars Fischer Tänzer: Lemuel Pitts Tänzerin: Clara Anzenbacher Tänzerin: Dorothee Bretz Tänzerin: Julie Clark Tänzerin:
Katrin Hunklinger
Besetzung 2004:
Bonifatius: Reinhard Brussmann Sturmius:
Arne Stephan Alrun: Leah Delos Santos Radbod: Frank Bahrenberg Gewilip: Stefan Poslovski Luidger: Ignazio Caporrimo Karlmann: Oliver Grice
Pippin: Christian Burkhardt Willibald: Artur Ortens Lioba: Manuela Floryan Karl Martell / Papst: Frank Lang
Inhalt:
Bonifatius - Das Musical ist die Geschichte des Missionars Wynfried von Crediton, der im 8. Jahrhundert den wagemutigen Versuch unternimmt, den christlichen Glauben im
heidnischen Germanien zu verkünden. Aber alte und neue Gegner leisten ihm Widerstand und versuchen den fremden Kirchenmann mit aller Macht zu vertreiben.
In einer Zeit, in der Glaube und Recht noch hart erkämpft und verteidigt werden, sieht er sich nicht nur den Anfeindungen des Heidenherzogs Radbod und dessen
Gefolgsleuten gegenüber, sondern muss auch den Intrigen aus Reihen der eigenen Kirche standhalten. Dem, durch Mord an den Bischofsstuhl gelangten Bischof Gewilip von
Mainz, ist der stringente, gottesfürchtige Bonifatius und dessen unkonventionelle Art der Missionierung ein Dorn im Auge. Doch mit unbändigem Willen und der treuen
Ergebenheit seiner Gefährten versucht Bonifatius allen Widerständen zu trotzen, um seine Mission fortzuführen. Nicht frei von Selbstzweifeln bittet er im Gebet zu Gott um die
nötige Kraft, seiner Aufgabe gerecht zu werden. Gestärkt in seinem Glauben fällt er daraufhin die, dem Stammesgott Donar geweihte "Donar-Eiche". So versucht er den
Heiden die Nichtexistenz ihrer Götter zu beweisen und zieht dadurch Radbods Zorn und Gewilips Missmut noch mehr auf sich.
Doch nicht nur Bonifatius, sondern auch seine Gefährten Karlmann und Pippin, Söhne des fränkischen Hausmeiers Karl Martell, sehen schwierigen Aufgaben und
Entscheidungen entgegen. Vor allem der junge Bonifatiusschüler Sturmius muss sich den Anforderungen und Problematiken des Erwachsenwerdens stellen. Er befindet sich
im Zwiespalt zwischen seinem Mönchsleben und der Zuneigung zur hübschen Wirtstochter Alrun. Aber dann verbünden sich Herzog Radbod und der, dem weltlichen Genuss
verfallene Bischof Gewilip zu einem teuflischen Plan ...
Inzwischen versucht Bonifatius den Heiden christliche Wertvorstellungen wie Glaube, Treue und Nächstenliebe zu vermitteln.
Für seine Überzeugung und das Wort Gottes ist Bonifatius bereit jedes nur erdenkliche Opfer zu bringen - selbst das Opfer des eigenen Lebens ...
Rollenbeschreibung:
Bonifatius Die Titelfigur des Musicals, der Engländer Wynfried von Crediton, den Papst Gregor II. auf den Namen Bonifatius weihte, kommt im 8. Jahrhundert zur Missionierung nach
Germanien. Bonifatius ist ein charismatischer Mönch, der seine unbändige Kraft aus dem festen Glauben an das Wort Gottes zieht und unbeirrt seine Sache mit allen Konsequenzen verfolgt.
Mit Unterstützung des Frankenkönigs Karl Martell fasst er im Gebiet der Buchonia an der Fulda Fuß. Um die Nichtexistenz der heidnischen Götter zu beweisen, fällt er die dem
Stammesgott Donar geweihte Eiche. Er bietet sowohl dem heidnischen Friesenherzog Radbod als auch Gegnern aus den eigenen kirchlichen Reihen wie dem Mainzer Bischof
Gewilip die Stirn. Durch enge Kontakte mit dem Papst in Rom erwirkt er für das Kloster Fulda, das er gründet, ein Selbstbestimmungsrecht. Seinem Schüler Sturmius überträgt
er die Aufgabe das Kloster Fulda zu führen. Doch Neid und Missgunst schlagen dem erfolgreichen Missionar entgegen, der nicht frei von Selbstzweifeln erst durch
einschneidende Erlebnisse den wahren Auftrag der Missionierungsarbeit erkennt. Schließlich locken ihn seine Feinde in einen Hinterhalt, der ihn zu einer schicksalhaften Entscheidung zwingt…
Sturmius
Sturmius ist der Schüler des Bonifatius. Er begleitet seinen Herrn auf all seinen Wegen durchs heidnische Germanien. Der junge, wissbegierige Klosterschüler lernt viel vom
großen Missionar. Er geht den Weg vom unerfahrenen, ungefestigten Novizen bis hin zum großartigen ersten Abt des Klosters Fulda. Mit Karlmann und Pippin macht er sich auf
eine lange Reise nach Rom und kämpft sich auch sonst durch all die schweren Prüfungen auf dem Weg des Glaubens und Erwachsenwerdens.
Als er jedoch die hübsche Wirtstochter Alrun kennenlernt, ist er hin- und hergerissen zwischen dem Meer seiner nie gekannten Gefühle und seinem strengen Klostergelübde,
zolibatär zu leben. Er muss eine schwere Entscheidung treffen…
Alrun
Alrun betreibt mit ihrem Bruder Luidger eine kleine Schänke in einem verlassenen Gut des fränkischen Hausmeier Karl Martell. Das bildhübsche Mädchen möchte ihrem
langweiligen Alltag entfliehen, sie sehnt sich nach mehr, träumt davon mit dem Wind davonzufliegen und neue Welten zu entdecken, als ihr Sturmius begegnet, der mit
Bonifatius in ihrem Haus zu Gast ist. Es ist Liebe auf den ersten Blick, doch sie weiß, dass er ihre Liebe eigentlich nicht erwidern kann. Verzweifelt sucht sie Rat bei Lioba.
Doch als heranwachsende Frau in der Männerriege um Bonifatius meistert sie alle Klippen, auch die ihres Herzens…
Radbod
Der raubeinige Friesenherzog Radbod ist einer der großen Widersacher des Bonifatius. Er ist jedoch seinem Glauben und seinen heidnischen Werten treu und verteidigt diese
gegen alle aufkeimenden Einflüsse von außen. Als Bonifatius bei einem heidnischen Ritual vor seinen Augen eine dem Stammesgott Donar geweihte Eiche fällt und sich viele
seiner Anhänger daraufhin auf die Seite des Christen schlagen, schwört er Bonifatius Rache. Doch erst durch einen hinterlistigen Schulterschluss mit dem dekadenten Bischof
Gewilip von Mainz ergibt sich für Radbod die Chance, seinen blutigen Racheschwur in die Tat umzusetzen…
Gewilip
Dem den weltlichen Dingen frönenden Bischof Gewilip von Mainz ist der stringente Missionar Bonifatius ein Dorn im Auge. Als Bonifatius bei einem Besuch in Mainz Zeuge des
dekadenten Treibens wird und ihm androht, ihn aufgrund seiner zahlreichen Verfehlungen durch den Papst seines Amtes entheben zu lassen, greift Gewilip zum Äußersten:
Er sucht einen schlagkräftigen Verbündeten und findet diesen in Gestalt des eigentlichen Gegners, dem Heidenherzog Radbod …
Luidger
Der geradlinige und immer etwas um seine Schwester Alrun besorgte Luidger, erkennt in der Arbeit mit Bonifatius seine Berufung. Er klärt Bonifatius und Sturmius über die
Eigenheiten der Region und die plündernden Heerscharen des Herzogs Radbod auf. Fasziniert vom Mut und der Überzeugungskraft Bonifatius’ stellt er sich in seinen Dienst
und wird zu einem seiner wichtigsten Gefährten…
Karlmann
Karlmann, einer der beiden Söhne des fränkischen Hausmeiers Karl Martell begleitet zusammen mit seinem Bruder Pippin die Wege des Bonifatius, um ihm im rauen Germanien
zur Seite zu stehen und vor Gefahren zu schützen. Durch seine oftmals etwas vorlaute und humorvolle Art gelingt es ihm immer wieder die Stimmung im Lager seiner Mitstreiter zu heben…
Pippin Pippin ist der Bruder von Karlmann und wurde von seinem Vater Karl Martell mit ihm Bonifatius zur Seite gestellt, um den wehrlosen Prediger nicht schutzlos durch die Lande
ziehen zu lassen. Pippin ist der besonnenere der beiden Brüder und ein gewissenhafter Thronfolger, der seine Aufgaben ernst nimmt. Mit Karlmann begleitet er Sturmius auf
eine gefahrenreiche aber bedeutungsvolle Reise nach Rom…
Willibald
Der Mönch Willibald schrieb die bedeutendste Biografie des Bonifatius. Er führt uns quasi als Erzähler durch das spannende Leben des Titelhelden und seiner Gefährten. Immer
wieder greift er in die Handlung ein und lässt das Publikum teilhaben an den Geschehnissen im Germanien des 8. Jahrhunderts, die noch heute für uns alle große Bedeutung haben…
Lioba
Lioba ist die Cousine des Bonifatius. Nach langen Jahren gibt es ein freudiges Wiedersehen mit ihrem charismatischen Cousin hier in der Region Fulda. Lioba beschließt, seine
Missionierungsarbeit zu unterstützen und sich ihm anzuschließen. Als starke, charakterfeste Frau gewinnt sie schnell das Vertrauen der jungen Männer um Bonifatius, aber
auch Alrun findet in Lioba eine Art Ersatzmutter und vertraut sich ihr an…
Karl Martell / Papst
Karl Martell ist der fränkische Hausmeier, der große Besitztümer in der Region hat. Er ist bei einer Audienz von Bonifatius und seiner unbändigen Willenskraft sofort überzeugt.
Er gibt ihm die Erlaubnis, am Ufer der Fulda ein Kloster zu bauen, um von da aus seine Missionierung voranzutreiben und für ihn so Landgewinnung zu betreiben. Zum Schutze
von Bonifatius entsendet er keine geringeren als seine eigenen Söhne Karlmann und Pippin zum Geleit …
Papst Gregor II. in Rom hält große Stücke auf den angelsächsischen Missionar. Er weiht ihn auf den Namen Bonifatius zum Bischof und betraut ihn mit der Missionierung
Germaniens. Zwei weitere Entscheidungen des Kirchenoberhaupts sind folgenreich: Er gewährt Fulda ein weit gefasstes Recht auf Selbstbestimmung, das das junge Kloster
schon früh zu großer Bedeutung und hoher Blüte treibt. Und er schwört mit der Absetzung des Mainzer Bischofs Gewilip bei gleichzeitiger Ernennung von Bonifatius als
dessen Nachfolger Neid und Zorn des untragbaren Bischofs herauf, die einen bedrohlichen Stein ins Rollen bringen…
Mutter:
Kaum einem gelingt es, Bonifatius so deutlich und klar zu machen, dass er die Wahrheit nicht immer kennt, wie dieser energischen Frau. Bei einer großen Taufzeremonie tritt
die Mutter mit ihrem Kind dem großen Missionar entgegen, stürzt dessen Taufstein um und macht ihm klar, dass sich die Leute aus Angst vor der Größe seines Gottes und
nicht aus Überzeugung taufen lassen ...
Das Produzenten-Team
Dennis Martin: Komposition, Liedtexte Dennis Martin macht sich seit 1994 als professioneller Musiker und Sänger im Bereich Studio und Bühne einen Namen. Bei mehr als fünfzig Tonträgern – viele davon platzierten
sich über mehrere Monate in den Chartlisten der Media Control – hatte er als Komponist, Texter, Arrangeur und Produzent gleichermaßen Erfolg. Ob im Studio oder live auf der
Bühne arbeitet Dennis Martin mit vielen namhaften Künstlern zusammen, darunter die Pointers Sisters, LaToya Jackson, Howard Jones, Meat Loaf, Laith al Deen, Chrissie
Haynde (Pretenders), UB40, Cuttin Crew, Tina York, Matthias Carras oder auch Nena. Mit dem belgischen Sinfonieorchester „Il Novecento“ ist er Musiker in der „Nokia – Night of
the proms“. Seit 2000 arbeitet er als freischaffender Musikproduzent mit angegliedertem Tonstudio. Mit „BONIFATIUS – Das Musical“ verwirklicht er seine erste komplette Musical-Komposition.
Zeno Diegelmann: Buch
Nach seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann absolvierte Zeno Diegelmann ein Sprachstudium in Florida/USA und nahm Schauspielunterricht. Er begleitete
mehrere CD-Produktionen und Tourneen durch Deutschland und Europa. Als Organisator internationaler Sportveranstaltungen und des Landes-Behinderten-Sportfestes
Rheinland-Pfalz sammelte er viel Erfahrung im Eventmanagement. Zeno Diegelmann ist freier Redakteur des Heinrich-Bauer-Verlags in München. Vom Stoff des Hl. Bonifatius
fasziniert schrieb er auf den Spuren des Fuldaer Stadtgründers ein zwischen belegter Historie und dramaturgischer Spannung fein abgestimmtes Libretto zum neuen Fulda-Musical.
Peter Scholz: Musikproduktion
Peter Scholz studierte Musik und Anglistik in Kassel und ließ sich in Offenbach zum Profi-Musiker ausbilden. Workshops am „Liverpool-Institute for performing Arts“ runden
seine umfassende musikalische Ausbildung ab. Wohingegen er im Management der international agierenden Gala-Band „Cuba Libre“ Erfahrungen im Organisations- und
Backstagebereich sammelte. Musicalerfahrungen sammelte Peter Scholz als Vocal Coach und Chorleiter verschiedener Musical-Inszenierungen.
Michael Weiß: Produktionsleitung
Michael Weiß hatte eine umfassende Tanzausbildung, war mehrfacher Hessenmeister in den Lateintänzen und Dritter der German Open Championships im Formationstanz. Als
Choreograf und Vorsitzender des größten deutschen Schautanzsportvereins (TSG Künzell) war er ein erfolgreicher Trainer von Charaktertänzen und sammelte seit 1992 nicht
weniger als 20 Europameistertitel und 14 Deutsche Meistertitel im Schautanzsport. Michael Weiß war als europaweit angesehener Sportfunktionär seit 2001 Präsident des
Deutschen Verbandes für Garde- und Schautanzsport. Der Sparkassenbetriebswirt mit Marketingstudium inszenierte mit der TSG Künzell erfolgreiche Musicals im Fuldaer
Schlosstheater, der Stiftsruine Bad Hersfeld und im Kurtheater Bad Kissingen. National und international avancierte die TSG unter seiner Leitung zu einer der gefragtesten und
erfolgreichsten Musical- und Showdance-Formationen. Er verstarb in 2006.
Die Kreativ-Crew:
Reinfried Schießler: Regisseur
Der gebürtige Grazer studierte an der Musikhochschule Graz. Als Schauspieler und Sänger machte er sich an der Oper Graz einen Namen und verkörperte Rollen in „West
Side Story“, „Der Mann von La Mancha“, „Alice im Wunderland“, „Pinocchio“ oder „Alexis Sorbas“. Im Kinder- und Jugendtheater „Next Liberty“ stand sein Name in vielen Rollen
für Qualität und weckte Begeisterung bei seinem Publikum. Zuletzt war er bei der Uraufführung von „Wake up“ am Raimund-Theater seiner Wahlheimat Wien engagiert.
Schießler bekam durch die Bad Hersfelder Festspiele Bezug zu Fulda und dem Musical „BONIFATIUS“. In der Stiftruine spielte er den Ludovico in Brechts „Das Leben des
Galilei“, Cléonte in Moliéres „Der Bürger als Edelmann“ und den Schuldknecht in Hoffmannsthals „Jedermann“.
Als Regiesseur sammelte er Erfahrungen in Theater im Bunker Graz mit Samuel Becketts „Warten auf Godot“, beim Auftragswerk „Uhr-dumm!“ anlässlich des Grazer
Kasematten-Festivals oder bei Brechts „Der Jasager. Der Neinsager“ in Linz. Er schreib die Dramaturgie der erfolgreichen Produktion von „Jesus Christ Superstar“ bei den Bad
Hersfelder Festspielen.
Julia Poulet: Choreografie
Die Französin studierte klassischen Tanz und modern dance in Paris. Engagements als Solotänzerin führten sie zur renommierten Ballettcompagnie der Pariser Oper und zu
John Cranko ans Stuttgarter Ballett. Sie tanzte Solorollen in Choreografien von John Forsythe und Birgit Scherzer und war als Solisten am Saarländischen Staatstheater
Saarbrücken engagiert. Ihre umfassende Erfahrung im klasischen und modernen Repertoire erweiterte sie durch Engagements im Musical beispielsweise bei „Falco“ in Berlin
und „Jesus Christ Superstar“ in Bad Hersfeld. Seit einigen Jahren choreografiert sie eigene Stücke und gründete vor einem Jahr in Berlin die Company „Out of nothing“.
Claudia Kuhr: Kostüme Die Hamburgerin studierte in Ihrer Heimatstadt Kostümdesign, sammelte Berufserfahrung am Schauspielhaus Frankfurt und an der Hamburgischen Staatsoper. Seit 1997
arbeitet sie als freischaffende Kostümbildnerin und stattet zahlreiche Erfolgsproduktionen im Sprech-, Musik- und Tanztheater aus.
Bernd-Heinrich Sogel: Bühnenbild
Der Kasselaner war jahrelang im Bereich der architektonischen Fassadenmalerei tätig. In Berlin gehörte er zum Gestalterteam des dt. Pavillions für die Weltausstellung in Sevilla
. Er ist langjähriger Mitarbeiter der Bad Hersfelder Festspiele und arbeitet heute als freischaffender Gestalter, Maler und Bühnenbildner.
Sabine Wiesenbauer: Licht
Auf über 250 Produktionen in den unterschiedlichsten Genres kann die Beleuchtungsmeisterin und Lichtdesignerin zurückblicken. Sie arbeitet u.a. im "Teatro Paravento" in
Locarno und bei der "Styriarte". Neben vielen weiteren Aufgaben ist sie lichttechnische Koordinatorin der Helmut- List-Halle in Graz.
Elke Quirmbach: Maske
Die gebürtige Düsseldorferin wurde am Theater Oberhausen zur Maskenbildnerin ausgebildet. Sie war Ausstatterin von "Cyrano" in Schwäbisch Hall und Chefmaskenbildnerin
von "Les Misérables" in Duisburg und "Elisabeth" in Essen. Für Disney’s "Aida" war sie als Supervisor im Colosseumtheater in Essen tätig.
|
|
|
The Book of Mormon
Buch und Musik: Robert Lopez, Matt Stone und Trey Parker
Zur Produktion im New Yorker Eugene O'Neill Theatre:
Premiere: 24. März 11
(Previews ab 24. Februar 11))
Musikalische Leitung: Stephen Oremus Regie: Trey Parker und Casey Nicholaw Choreografie: Casey Nicholaw Bühnendesign:
Scott Pask Kostümdsign: Ann Roth Lichtdesign: Brian MacDevitt Tondesign: Brian Ronan Frisurendesign: Josh Marquette Dance Captain:
Graham Bowen
Premieren-Besetzung:
Price's Dad , Mission President: Lewis Cleale Cunningham's Dad, Ensemble: Kevin Duda
Elder Cunningham: Josh Gad (Standby: Jared Gertner) Nabalungi: Nikki M. James Elder McKinley, Moroni: Rory O'Malley Guard, Ensemble:
John Eric Parke, Tommar Wilson Mafala Hatimbi: Michael Potts Elder Price: Andrew Rannell Doctor, Ensemble: Michael James Scott Mormon, Ensemble:
Jason Michael Snow General: Brian Tyree Henry Mrs. Brown: Rema Webb
Ensemble:
Scott Barnhardt, Justin Bohon, Darlesia Cearcy, Asmeret Ghebremichael, Clark Johnsen, Benjamin Schrader, Brian Sears, Lawrence Stallings, Maia Nkenge Wilson
www.bookofmormonbroadway.com
|
|
|
Buddy - Das Musical
Von: Alan Janes Uraufführung: 12. Oktober 1989 (Plymouth, Theatre Royal)
Deutsche Erstaufführung: 17. Januar 1993 (Hamburg, Landestheater Altenburg) Premiere Essen: 8. Oktober 2009 (Colosseum-Theater, bis 31. Juli 2010)
Welterfolg BUDDY - DAS MUSICAL in NRW
BUDDY der Musical-Welterfolg über das Leben des
Rock 'n' Roll-Pioniers Buddy Holly, kommt ab Oktober für die Spielzeit 2009/2010 in die Metropole Ruhr. Im Rahmen einer Pressekonferenz der Ruhr Tourismus GmbH auf der ITB in Berlin, wurde
die neue Produktion für das Colosseum Theater Essen vorgestellt. "BUDDY - DAS MUSICAL ist ein tolles, bekanntes Stück mit mitreißender Musik, die alle begeistern wird! Ich freue mich
über diese neue Produktion für Essen. Nach dem großen Erfolg in Hamburg bin ich mir sicher, dass BUDDY - DAS MUSICAL auch im Ruhrgebiet eine große Fangemeinde finden wird", so Axel
Biermann, Geschäftsführer der Ruhrgebiet Tourismus Management GmbH (RTG). Die Originalproduktion aus dem Theater im Hamburger Hafen wird Nachfolger von ICH WILL SPASS! - DAS MUSICAL, das noch
bis zum 26. Juli in Essen zu sehen ist. Jürgen Schröder, Geschäftsführer des Colosseum Theaters zum Spielplanwechsel in Essen: "Wir freuen uns, dem Publikum in der Region einen ganz
besonderen Klassiker zu präsentieren. BUDDY - DAS MUSICAL hat schon überall auf der Welt Menschen begeistert und mitgerissen." Der Vorverkauf für BUDDY - DAS MUSICAL ist ab sofort
eröffnet.
 |
BUDDY - Die Buddy Holly Story im Colosseum Theater in Essen Foto: Stage Entertainment
BUDDY- DAS MUSICAL hat seit 1989 weltweit mehr als 20 Millionen Zuschauer begeistert. Allein während seiner sechsjährigen Spielzeit in Hamburg riss BUDDY - DAS
MUSICAL drei Millionen Zuschauer von den Sitzen. Das Musical von Alan Janes wurde auch international vom Publikum gefeiert, so unter anderem am New Yorker Broadway,
Londoner Westend, Australien und Kanada. Das Musical erzählt die kurze und packende Lebensgeschichte Buddy Hollys. Seine kompromisslose Leidenschaft für den Rock 'n'
Roll machte aus dem einfachen Jungen aus Texas einen umjubelten Weltstar. Mit seinem unverwechselbaren Sound schrieb er Musikgeschichte und beeinflusst die Musikwelt
bis heute. Gezeigt werden die wichtigsten Stationen auf seinem Weg zum Weltruhm: der erste Auftritt, die bahnbrechenden Studioaufnahmen in Nashville, der große Triumph im
New Yorker Apollo Theatre, die Begegnung mit seiner großen Liebe und seinen tragischen Tod bei einem Flugzeugabsturz auf seiner Tour mit Richie Valens und The Big Bopper.
Buddy Hollys Hits wie "Peggy Sue", "That'll Be The Day" und "Not fade away", sowie Richie Valens "La Bamba" und "Donna" sind nur einige der Highlights des Musicals. Die
Legende lebt weiter - und mit ihr der Rock 'n' Roll. [© Stage Entertainment]
|
|
|
nach oben
|
|
|