Home
Besprechungen
Kontakt
Links
Literatur
Musical
News
Oper
Operette
Show & Event
Theater
TV Tipps

kulturfreak

Musical, Stückeinfos: A

AIDA - Das Musical

Musik:
Elton John
Texte: Tim Rice
Buch: Linda Woolverton

Uraufführung: 12. November 1999 (Spielzeit bis zum 9. Januar 2000, Chicago)
Broadway-Premiere: 23 März 2000 Palace Theatre (Previews ab 25. Feb. 2000)
Deutschsprachige Erstaufführung: 5. Oktober 03 (Colosseum Theater, Essen)
Produzent: Stage Entertainment in Zusammenarbeit mit Disney Theatrical Production
Spielzeit Essen bis: 24. Juli 2005

Auswahl an Auszeichnungen:
Tony Award 2000:
Beste Musik / Liedtexte (Elton John; Tim Rice)
Tony Award 2000: Beste weibliche Hauptrolle (Heather Headley)
Tony Award 2000: Bestes Bühnenbild (Bob Crowley)
Tony Award 2000: Bestes Lichtdesign (Natasha Katz)
Drama Desk Award 2000: Beste weibliche Hauptrolle (Heather Headley)
Drama League Award 2000: Beste weibliche Hauptrolle (Heather Headley)
Grammy Awards 2000: Bestes Musical Album (Aufnahme der Original Broadway-Cast, u.a. mit Heather Headley, Adam Pascal, Sherie Renée Scott)


Verdi würde staunen: In Zusammenarbeit mit Disney Theatrical Production produzierte die Stage Entertainment die Legende von AIDA und Radames auf moderne Weise – als Pop-/Rock-Musical.
AIDA basiert auf einer klassischen Liebesgeschichte in kriegerischen Zeiten, die schon Guiseppe Verdi 1869 zur gleichnamige Oper inspirierte. Verdis AIDA wurde am 24. Dezember 1871 in Kairo zur offiziellen Öffnung des Suez-Kanals erstmals aufgeführt. Die deutsche Erstaufführung erfolgte 1874 in Berlin. Für das Musical AIDA haben Elton John und Tim Rice die Legende sehr modern interpretiert.

Der Broadway-Hit erzählt die Geschichte der nubischen Prinzessin Aida, von Amneris, der Tochter des Pharaos, und dem Soldaten Radames, den beide Frauen lieben. Zu Zeiten der Pharaos regiert Ägypten mit eiserner Macht. Benachbarte Kulturen werden unterworfen, ihre Bevölkerung versklavt. Auch Nubien gerät ins Visier der Eroberer. Der ägyptische Kommandant Radames erobert das Land und verschleppt Aida, Prinzessin von Nubien, aus ihrer Heimat. Er ahnt nichts von ihrer königlichen Herkunft. Aida beeindruckt ihn durch ihr kämpferisches und mutiges Auftreten so, dass er sie als Sklavin seiner Verlobten Amneris schenkt. Eine Geschichte mit tragischem Ende nimmt ihren Lauf: Denn Aida und Radames verlieben sich ineinander, was Amneris nicht verborgen bleibt. Alle drei werden im Lauf der tragischen Verwicklungen zerrissen zwischen ihrer Liebe und politischem Pflichtgefühl. Aidas Vater wird von den Ägyptern gefangen genommen und Aida gefasst, als sie ihm zur Flucht verhelfen will. Radames steht vor der Wahl, sie gehen oder gefangen nehmen zu lassen. Seine Entscheidung zu Gunsten Aidas ist für beide schicksalshaft: Radames und Aida werden gefangen genommen und zum Tode verurteilt. Amneris befiehlt, dass die Liebenden auf grausame Weise zusammen sterben... [© Stage Entertainment]

Songliste:

Akt I
Jede Geschichte handelt von der Liebe
Wer viel wagt, der gewinnt
Ein fernes Land
Eine Pyramide mehr
Ich kenn dich
Mein Sinn für Stil
Wer viel wagt (Reprise)
Von einem Traum entführt
Mein Sinn für Stil (Reprise)
Manteltanz
Nicht ich, ich nicht
Durch das Dunkel der Welt
Die Sonne Nubiens


Akt II
Einen Schritt zu weit
So einfach, so schwer
Wie Vater, so Sohn
Radames Brief
Ich kann dich nicht verstehen (Reprise)
Sind die Sterne gegen uns?
Die Wahrheit
Durch das Dunkel der Welt (Reprise)
Von einem Traum entführt (Reprise)
Jede Geschichte handelt von der Liebe (Reprise)


Besprechungen auf kulturfreak.de:

Zur Premiere Oktober 03
Zum Castwechsel Oktober 04
Zur Tour 2006
Zur CD

Zur Inszenierung der Oper Chemnitz:

Premiere:
10. September 11 (Opernhaus Chemnitz)

Musikalische Leitung: Heiko Lippmann
Inszenierung: Matthias Winter
Choreografie: Lode Devos
Bühne und Kostüme: Walter Schütze
Choreinstudierung: Simon Zimmermann

Besetzung:

Aida:
Judith Lefeber
Radames: Christian Alexander Müller
Amneris: Bettina Mönch / Claudia Müller
Zoser: Steffen Friedrich
Mereb: Fehmi Göklü / Michael Heller
Nehebka: Claudia Müller / Sophie Becker
Pharao: Roland Glass
Amonasro: Thomas Mäthger
u. a.

Das Inszenierungsteam

Heiko Lippmann (Musikalische Leitung)
stammt aus Chemnitz, begann seine Karriere als Solorepetitor an den Bühnen der Stadt Gera und ist inzwischen ein gefragter Dirigent im Musicalbereich. Unter seiner Leitung liefen „Das Phantom der Oper“, „Cats“, „Der Glöckner von Notre Dame“, „Aida – Das Musical“ sowie „Jekyll & Hyde“ u. a. in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, München und Basel. An der Oper Chemnitz war er bereits als musikalischer Leiter des Musicals „Der kleine Horrorladen“ zu erleben. Daneben ist er als Arrangeur tätig und gilt als bewährter Begleiter von Musicalstars wie Hardy Rudolz, Katja Brauneis, Carolin Fortenbacher.

Matthias Winter (Inszenierung) studierte Gesang an der Musikhochschule in Leipzig. Danach erhielt er ein Engagement am Theater Gera. Dort gestaltete er zahlreiche große Bariton-Partien und führte Regie bei verschiedenen Musicals. Seit der Spielzeit 2001/2002 ist Matthias Winter an der Chemnitzer Oper fest engagiert. Hier war er in zahlreichen Opern-, Operetten und Musical-Rollen zusehen und inszenierte die Operette „Die Csárdásfürstin“ sowie die Musicals „Der kleine Horrorladen“, „FMA – Falco Meets Amadeus“, „West Side Story“, „Evita“ und „Ganz oder gar nicht“.

Lode Devos (Choreografie) begann im Alter von sieben Jahren seine Ballettausbildung am Königlichen Konservatorium in Kortrijk/Belgien und setzte sie an der Königlichen Ballettschule Antwerpen und der Mudra Schule von Maurice Béjart in Brüssel fort. Danach war er u. a. beim Béjart Ballet Lausanne als Solotänzer engagiert. Seit 1987 arbeitet Lode Devos auch als Choreograf, war von 2003 bis 2006 Co-Direktor und Choreograf am Tiroler Landestheater Innsbruck. Seit 2006 ist er Ballettdirektor der Theater Chemnitz und erarbeitete u. a. „Brel“, „Waits“, „Salon Rouge“, „Schwanensee“, „Sheherazade“ sowie „Melina Mercouri“ und schuf die Choreografien für „West Side Story“ und „Evita“.

Walter Schütze (Bühne und Kostüme) stammt aus Frankenberg an der Eder. Er war einige Jahre als Architekt tätig, bevor er ein Masterstudium im Fach Bühnen- und Kostümbild an der Technischen Universität Berlin absolvierte. Seit 2005 ist er als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner für Schauspiel, Oper, Operette und Musical tätig. Seine bisherigen Projekte führten ihn neben dem Theater Chemnitz auch an das Staatstheater Darmstadt, die Bühnen der Stadt Gera und das Landestheater Altenburg, das Theater an der Parkaue Berlin, das Mittelsächsische Theater Freiberg, das Pfalztheater Kaiserslautern und die Neue Oper Wien.

Die Hauptpartien

Judith Lefeber (Aida)
wurde in Manipal, im Bundesstaat Karnataka, Indien geboren und begann bereits mit vier Jahren ihre Ballett- und musikalische Ausbildung. Sie studierte an der Detmolder Musikhochschule Gesang sowie an der Folkwang Hochschule Gesang (Mezzospran) und Klavier. Nach ihrer Teilnahme an der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ erschien 2003 ihr Debütalbum „In my Dreams“. 2004 übernahm sie die Titelrolle im Musical „Aida“ von Elton John und Tim Rice im Colosseum Theater in Essen. Im gleichen Jahr veröffentlichte sie ihr zweites Album „In my Room“. 2006/2007 war sie bei der Musicaltournee-Produktion Musical Hautnah verpflichtet. 2009/2010 sang sie die Dionne in „Hair“ am Staatstheater Kassel sowie am Nationaltheater Mannheim.

Christian Alexander Müller (Radames) ist gebürtiger Chemnitzer. Seine Ausbildung erhielt er an den Hochschulen in Rostock und Weimar. Im Musicalrepertoire sang er u. a. Nick („Fame“) an der Oper Chemnitz (DE), Franz-Joseph („Elisabeth“), Radames („Aida“ von Elton John / Tim Rice) am Colosseum Theater Essen sowie Javert / Enjolras in Berlin, Chemnitz und Detmold. Der Durchbruch gelang ihm als Phantom der Oper zum 20-jährigen Jubiläum von Webbers Meisterwerk. In Wien begeisterte er als Victor Frankenstein im Musical Tryout von „Frankenstein“. 2008 eröffnete er mit Cornelia Drese in Dresden die Musicalwerkstatt „Oh-Töne“. Nach seinem Tony in der Chemnitzer und der Kieler „West Side Story“ wurde er bei den Bad Hersfelder Festspielen 2009 mit dem Zuschauerpreis für seine Interpretation der Rolle geehrt. In Chemnitz war er außerdem als Che und Magaldi in „Evita“ zu erleben. Seit 2011 hat er einen Lehrauftrag für Gesang an der Abteilung Musical der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.

Bettina Mönch (Amneris) wurde in München geboren und absolvierte am Konservatorium der Stadt Wien eine Ausbildung in den Bereichen Musical, Operette und Chanson. 2004 wurde sie als Amneris im Musical „Aida“ am Colosseum Theater Essen engagiert. In der Tourneeversion dieses Musicals stand sie anschließend als Erstbesetzung der Amneris bis zum Frühjahr 2007 u. a. in München, Berlin, Bremen, Basel und Bregenz auf der Bühne. Sie war als Lisa („Jekyll & Hyde“) am Saarländischen Staatstheater, als Ulla („The Producers“) am Ronacher in Wien und am Berliner Admiralspalast, als Lina Lamont („Singin’ in the Rain“) am Stadttheater Klagenfurt und an der Oper Graz, als Bianca („Kiss me, Kate“) am Salzburger Landestheater sowie als Irene („Crazy for you“) bei den Freilichtspielen Tecklenburg zu erleben. [© Städtische Theater Chemnitz gGmbH]

www.theater-chemnitz.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere
10. September 11

Musikalische Leitung: Vladislav Karklin
Inszenierung:
Johannes Reitmeier
Choreografie: Anthoula Papadakis
Bühne: Thomas Dörfler
Kostüme: Michael D. Zimmermann

Besetzung:

Radames:
Christopher Murray / Martin Pasching
Aida: Dominique Aref
Zoser:
Randy Diamond
Amneris:
Sigrid Brandstetter
Nehebka: Sarah Rögner
Mereb
: Andreas Wagner
Pharao
: Hans-Joachim Porcher
Amonasro
: Malte Godglück
Krieger
: Werner Volker Meyer
Wächter
: Klaus Riedelsheimer / Geoffrey Browne
Nubier
: Juri Lavrentiev
Nubierin
: Stephanie Eineder / Hanna Broström
u.a.

Besprechung auf kulturfreak.de

AIDA
Staatstheater Darmstadt
Zoser (Randy Diamond), Radames (Chris Murray), Ensemble
©
Barbara Aumüller


www.staatstheater-darmstadt.de

Zur Inszenierung der Clingenburg Festspiele

Premiere:
22. Juni 11

Regie: Marcel Krohn
Musikalische Leitung: Ralph Scheiner
Choreografie: Kerstin Bruhn
Assistenz: Petra Hofmann
Kostüm: Ulla Birkelbach
Maske: Grimeburo MANJA Raalte, Hannie und Gerard de Lobie
Licht und Technische Leitung: Sven Seidel
Ton: Horst Deller
Werkstätten und Bühnenbetreib: Frank Neumann und Herbert Klinger

Besetzung:

Aida:
Sidonie Smith
Radames: Sasha Di Capri
Amneris: Katja Wiesigkstrauch
Zoser: Hans Steunzer
Mereb: Eddie Jordan
Soldat: Karsten Kenzel
Amonasro: Hans Hirschmueller
Nehebka: Iris Wilk
Pharao: Kurt Spielmann
Dienerin: Lena Wischhusen
Krieger: Benedikt Ivo

Packende Liebesgeschichte mit tragischem Ende

Mit dem Musical „AIDA“ von Elton John haben die Clingenburg Festspiele in Klingenberg am Main offensichtlich genau das Interesse einer breiten Öffentlichkeit getroffen. Selten war die Nachfrage nach Eintrittskarten so groß. Die Freude der Verantwortlichen in Vorstand und Beirat ist entsprechend, denn diese Produktion ist die aufwändigste, die jemals auf der Clingenburg aufgeführt wurde.

Bereits im November hatten sich Schauspieler und Musical-Darsteller in mehreren Auditions dem Intendanten Marcel Krohn und dem neuen Musikalischen Leiter Ralph Scheiner vorgestellt. „Es war gar nicht so einfach“, so Marcel Krohn, „aus der Fülle der zum Teil hochkarätigen Bewerber die richtigen Darsteller für die verschiedenen Rollen auszuwählen. Die Darsteller müssen zum einen dem Charakter der Rolle entsprechen und zum anderen gut singen und schauspielern können.“ Die Entscheidungen sind jetzt getroffen, die Anstellungsverträge unterschrieben. Die Clingenburg Festspiele haben ein neues Ensemble mit internationalen Darstellern.

Die Premiere und die festlichen Premierenfeier mit Sektempfang und Festspielbüffet vor der Aufführung finden am 22. Juni 2011 statt. Bis zum 30. Juli 2011 sind insgesamt 25 Aufführungen geplant. 22 rockige, fetzige, balladenhafte Songs hat Elton John geschrieben. Das Ensemble wird von einem 15-köpfigen Orchester und 20-köpfigen Chor begleitet . Eintrittskarten gibt es zum Preis von 34 Euro bis 46 Euro. 

Vorverkauf
Eintrittskarten gibt es in der Tourist-Information der Stadt Klingenberg, Hauptstraße 26a, 63911 Klingenberg am Main, Telefon 09372 3040 und  921259, Telefax 09372 12354. Die Tourist-Information ist Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.
Eintrittskarten sind auch online unter 
www.clingenburg-festspiele.de und fü r alle Nachmittags- und Abendvorstellungen auch bei www.adticket.de sowie in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

www.clingenburg-festspiele.de

AIDA - Die Essener Besetzung (Okt. 03):

Aida:
Florence Kasumba, Oceana (alternierend), Dominique Aref, Ana Milwa Gomes
Radames: Mathias Edenborn, Patrick Stanke (alternierend), Mischa Mang, Petter Bjällö
Amneris: Maricel, Anke Fiedler (alternierend), Natascha Cecilia Hill, Dominique Aref
Zoser: Kristian Vetter, Eric Madsen, Mischa Mang
Mereb: Joel Karie, Sanny Roumimper, Nivaldo Alves, Reynaldo Rodriguez
Pharao: Lutz Ulrich Flöth, Eric Madsen, Mischa Mang
Amonasro: Daniel White, Walter Reynolds, Christofer van Beau

Ensemble:
Nivaldo Allves, Dominique Aref, Petter Bjällö, William Centurion, Christina Chong, Michelle Cornelius, Stacey Dore, Michael Eckel, Belinda Edwards, Matteo Gastaldo, Ana Milwa Gomes, Maria Graciano, Kevyn Haile, Melissa Hunte, Jimmy Laremore, Sarah Lasaki, Robert Pendilla, Sean Perkins, Laurie Reijs, Reynaldo Rodriguez, Sanny Roumimper, Nielson Soares, Chris Tanamal, Vanni Viscusi, Maria Wells, Kirsty Wright, Cora Wüthrich

Booth: Christopher van Beau, Natascha Cecilia Hill, Eric Madsen, Mischa Mang, Walter Reynolds

AIDA - Die Essener Besetzung (Okt. 04):

Aida: Judith Lefeber, Dominique Aref, Ana Milva Gomes, Maria Graciano
Radames: Bernhard Forcher, Patrick Stanke (alternierend) Retter Bjällö, Thomas Puskailer
Amneris: Maricel, Anke Fiedler (alternierend) Bettina Mönch, Dominique Aref
Zoser: Kristian Vetter, Alexander Bellinkx, Retter Bjällö
Mereb: Sean Parkins, Tabi Awan, Reynaldo Rodriguez
Pharao: Lutz Ulrich Flöth, Alexander Bellinkx
Amonasro: Daniel White, Mario Mariano, Walter Reynolds, Reynaldo Rodriguez

Ensemble:
Chris Apitius, Dominique Aref, Tabi Awan, Retter Bjällö, Stacey Dore, Michael Eckel, Belinda Edwards, Layla Garrett, Ana Milva Gomes, Maria Graciano, Luke Hallifax, Simon Hardwick, Ben Harris, Melissa Hunte, Carlen Keizer, Melissa Keys, Jimmy Laremore, Sarah Lasaki, Mario Mariano, Thomas Puskailer, Reynaldo Rodriguez, Dominic Shaw, Nielson Soares, Naomi Williams, Damian Winter Higgins, Kirsty Wright

Booth / Walking Cover:
Alexander Bellinkx, Retter Bjällö, Bettina Mönch, Walter Reynolds

Alexandra - Glück und Verhängnis eines Stars

Von:
Michael Kunze
Uraufführung: 15. Oktober 2011 (Berlin, Schlosspark Theater)

ALEXANDRA erzählt die Geschichte vom Aufstieg der jungen Folkloresängerin Doris Nefedov zur gefeierten "Stimme der Sehnsucht". Ihr tragisches Leben, ihre markanten Lieder und ihr mysteriöser Tod haben aus der Schlagersängerin Alexandra einem legendenumwehten Mythos gemacht
Die junge Folksängerin will unbedingt Karriere machen, ohne sich in ein Klischee pressen zu lassen. Doch beeinflusst von Sympathie und Bewunderung für erfahrene Männer, verwirrt und erschöpft vom Trubel der Populärität, lässt sie sich führen und manipulieren.
Erst die Liebe zu dem viel älteren Jaques, einem Mann, der nichts mit der Musikbranche zu tun hat, scheint die entscheidende Wendung zu ermöglichen. Mit seiner Hilfe will Alexandra ihre Zukunft endlich selbst gestalten. Doch dann erfährt sie, dass auch Jaques sie nur für eigene Zwecke benutzt. Jetzt will sie erst recht nur noch auf die eigene Stimme hören. Da endet ihr Leben durch einen unerklärbaren Autounfall. Mord oder Unglück?
Überlebt haben ihre Lieder, die auch noch rund 45 Jahre später den Zuhörer auf eigentümliche Art berühren: Zigeuner Junge, Mein Freund der Baum, Schwarze Balalaika und viele andere. [© att-agentur]

Zur Inszenierung des Berliner Schlossparktheaters:

Premiere:
15. Oktober 11 (Uraufführung)

Regie: Adelheid Müther
Musikal. Leitung: Dietmar Loeffler
Bühne: Matthias Karch
Kostüme: Suse Braun

Mit: Jasmin Wagner, Timothy Peach, Susanne Häusler, Anne Rathsfeld, Stephan Szasz, Harald Effenberg, Tilmar Kuhn, Dietmar Loeffler / Andreas Peschel (Piano), Ingo York / Jan Maihorn (Gitarre), Alexander Hetterle

alexandra_SchlossparktheaterBerlin

 

 

 

www.schlossparktheater.de

Anatevka
(Fiddler on the Roof)

Musical von: Jerry Bock (1928 - 2010)
Buch von: Joseph Stein (1912-2010)
Song-Texte von: Sheldon Harnick
nach der Erzählung von: Sholem Alejchem
mit besonderer Genehmigung von: Arnold Perl
Deutsche Fassung von: Rolf Merz
Uraufführung: 22. September 1964 (New York, Imperial Theater; mit Zero Mostel als Tevye; Produzent: Harold Prince, Regie & Choreographie: Jerome Robbins)
Deutschsprachige Erstaufführung: 1. Februar 1968 (Hamburg, Operettenhaus)

Zur Inszenierung der Burgfestspiele Bad Vilbel:

Premiere:
9. Juni 11

Regie: Egon Baumgarten
Musikalische Leitung: Thomas Lorey
Ausstattung: Thomas Pekny
Choreografie: Stephan Brauer

Besetzung:

Tevje:
Marco Jorge Rudolph
Golde: Marina Edelhagen
Zeitel: Dorothée Kahler
Hodel: Nina Vlaovic
Chava: Stephanie Marin
Jente, Heiratsvermittlerin: Inez Timmer
Mottel Kamzoi, Schneider: Oliver Heim
Perchik, Student: Udo Eickelmann
Fedja: Raphael Koeb
Lazar Wolf, Metzger: Heiko Stang
Motschach, Gastwirt: Axel Kraus
Rabbi: Thorsten Tinney
Mendel, sein Sohn: Sebastian Hammer
Wachtmeister: Axel Weidemann
Fiedler auf dem Dach: Benedikt Bach
Sprintze und Bielke, Töchter: Lina Eicke, Franziska Hinkel, Malin Hörl, Ina Reitz, Lara Schneider, Melanie Schubert, Andrea Geißler
Chor: Vil-BelCanto

Musiker:

Piano:
Thomas Lorey
1. Violine: Benedikt Bach
Cello: Heidrun Eberhard
Schlagzeug: Thomas Elsner
Kontrabass: Stefan Kreuscher
Klarinette: Heinz Lyko
Gitarre: Kai Picker
Trompete: Markus Privat
Flöte: Britta Roscher
Posaune: Andreas Weil

Besprechung auf kulturfreak.de

Anatevka
Burgfestspiele Bad Vilbel
vorne: Golde (Marina Edelhagen), Wachtmeister (Axel Weidemann), Tevje (Marco Jorge Rudolph); hinten: Ensemble
Foto: Eugen Sommer

"Wenn ich einmal reich wär", sinniert Tewje, der Milchmann. Obwohl - richtige Sorgen machen dem geplagten  Familienvater die heiratsfähigen Tächter, die sich ganz eigenwillig ihre Ehemänner selbst aussuchen. Das verstößt gegen die Tradition!

www.kultur-bad-vilbel.de

Zur Inszenierung des English Theatre Frankfurt/Drama Club:

Premiere:
20. August 10
Spielzeit bis: 29. August 10

Director: Michael Gonszar
Musical Directors: Rudi and Angela Federspiel
Choreography: André Koschyk
Set Designer: Michael Gonszar, Angela Federspiel, Jürgen Koss
Lighting Designer: Jürgen Koss
Sound Designer: David Gumpper
Costumes Assistant: Julia Stimpert
Props: Dirk Conrad

Cast:

Tevje, the dairyman: James Morgan
Golde, his wife: Stephanie Uhrlandt
Zeitel, 1. daughter: Jana Hess
Hodel, 2. daughter: Swana Rode
Chava, 3. daughter: Stina Heinrich
Shprintze, 4. daughter: Patricia Uhrlandt
Bielke, 5. daughter: Lisa Schirber
Jente, the matchmaker: Rebekka Viehl
MotteI, the tailor: Lasse Heinrich
Perchik, the student: Mike Marklove
Lazar Wolf, the butcher: Sebastian Polag
Mordcha, the innkeeper: Christopher Hock
Rabbi: Jürgen Stockhausen
Avram, the bookseller: Malte Sandstede
Nachum, the beggar: Mako Yamaoka
Oma Zeitel: Anna Ruth Wenz
Fruma-Sara: Rebekka Viehl
Constable: Niko Christahl
Fedja: Ferdinand Hieronymi
Russians: Matti Hönig, Malte Lammers, Bennet Seus
Shandel, Motel’s mother: Anna Ruth Wenz
Villagers from Anatevka: Vanessa Barros, Arpy Dartyan, Hannah Mansmann, Annika Meier-Gerßler, Miriam Lellek, Marie Scheurer
The Fiddler: Dina Ziethen

Orchestra:

Violin:
Christian Knust, Svenja Kohlmann, Johanna Franz, Alexandra Wiedner, Dina Ziethen, Miriam Lindert, Camilla Metz
Viola: Martin Metz, Daniela Hawlina-Hess
Violoncello: Nora Scheele, Robert Gufler; Marc Ziethen
Bass:  Fritz Hänel
Flute: Lea Vens-Capell, Sophia Waldvogel
Clarinet: Larissa Habbel, Carolin Müller
French Horn: Susanne Lorenz
Bass: Fritz Hänel
Trumpet: Eva Heiny, Karina Haas, Annika Hübner
Trombone: Juliane Tampe
Accordion: Matthias Goebel
Keyboard: Yvonne Pickmann
Drums: Sonja Lenhard, Leonhard Asal

Besprechung auf kulturfreak.de

Fiddler on the Roof
English Theatre Frankfurt ~ DramaClub production
Golde (Stephanie Uhrlandt)
Foto: Anja Kühn

A Bird May Love a Fish
Der Drama Club zeigt in Kooperation mit dem Gymnasium Oberursel das berühmte Musical Fiddler On The Roof

As the good book says “Each shall seek his own kind.” Which, translated means, a bird may love a fish, but where would they build a home together? (Tevye Act II , Sc 5)

Der Drama Club des English Theatre eröffnet in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Musik des Gymnasiums Oberursel/Ts. die Spielzeit 2010/11 mit “Fiddler On the Roof“. Das Musical entstand nach der Erzählung „Tevye, der Milchmann“ von Scholem Alejchem und wurde 1964 in New York uraufgeführt. Die Musik komponierte Jerry Bock, Das Buch ist aus der Feder von Joseph Stein, die Liedtexte schrieb Sheldon Harnick.

Das Musical, das in Deutschland unter dem Tiel „Anatevka gespielt und bekannt wurde, erzählt vom Leben einer jüdischen Familie, die stets von außen bedroht ist. „Fiddler On The Roof“ erlangte Weltruhm u.a. durch Lieder wie “Tradition”, “Matchmaker” und “If I were a Rich Man.”

Den historischen Hintergrund des Musicals bildet die unsichere politische Situation kurz vor Ende des Zarenreiches in Russland. Nicht nur die Revolution wirft ihre Schatten voraus, auch Judenpogrome nehmen zu. Die jüdische Bevölkerung muss ihre „Schtetl“ verlassen, sie steht vor einer ungewissen Zukunft. „Fiddler On The Roof“ reflektiert auf diese politische Situation in Russland aus der Perspektive der jüdischen Minderheit. Durch die Darstellung des Alltags einer jüdischen Familie auf dem Land entsteht ein lebendiges Bild der jüdisch-chassidischen Kultur, welche sich einerseits durch das strenge Einhalten orthodoxer Rituale und Traditionen auszeichnet, andererseits aber ebenso durch pragmatische Lebensweisheit und Lebenslust. Diese Aspekte prägen die historische und ethnische Grundsituation des Musicals.

Die Arbeit von Regisseur Michael Gonszar betont weniger den äußeren Aspekt der Verfolgung und der Vertreibung des jüdischen Volkes als einer ethnisch-religiösen Minderheit. Seine Inszenierung fokussiert das Allgemeine im besonderen Fall und arbeitet in Bühnenbild und Szene mit märchenhafter Stilisierung der Figuren, mit seltenen Bildern von Marc Chagall und Requisiten mit Zeichencharakter.

Sie untersucht eine grundsätzliche Frage: Wie sieht die Innenperspektive von Menschen aus, die in der Fremde leben, wo sie keine Wurzeln haben? Rückhalt bieten ihnen das Festhalten an Traditionen, an Religion und das strenge Einhalten religiöser Riten, das Bestehen auf klaren Familienhierarchien, genau definierten Normen und Werten aus der eigenen Kultur. Darauf, so scheint es, beruhen die Grundlagen, die es in der Fremde braucht, um sich zu Hause zu fühlen. Zumal in einer Fremde, die immer bedrohlicher wird. Doch notwendigerweise muss dieses Verhaftetsein im Alten zum Konflikt führen, kollidieren erwachende Gefühle und Träume einer jüngeren Generation mit dem Wunsch, im Beharren auf überkommenen Traditionen Stabilität zu wahren.

Der Generationenkonflikt , der sich im Musical darin zeigt, dass Kinder – in diesem Fall die drei ältesten Töchter Tevyes und Goldes - auch gegen den Willen der Eltern eigene Wege gehen, ist nur ein Aspekt der Komplexität des Anatevka-Stoffes. So liegt zum Beispiel die Tragik der Vater/Tevye-Figur eigentlich darin, dass er die politische Außensituation erst dann wahrnimmt, als der nicht gewollte Abschied von seinen Töchtern droht bzw. Realität wird. Mit der Erkenntnis, dass diese ihr eigenes Leben leben und neue Wege beschreiten wollen – auch jenseits der gelebten Tradition – geht einher das Eindringen der äußeren Wirklicheit in Form der Revolution und drohenden Judenpogrome. Der geschützte Raum der Familie, des Dorfes, erweist sich als Schein. Die Eltern müssen nicht nur ihre Kinder in eine Welt entlassen, in der sie keinen Einfluss mehr haben, sondern sich auch selbst Entwicklungen stellen, die ihr eigenes Leben aus den Fugen bringen.

Das Thema Abschied ist damit im Fiddler on the Roof zentral - Abschied als existentielle Grunderfahrung in all seiner Komplexität. Dazu gehören Schmerz, Hilflosigkeit und auch Haltlosigkeit, die entstehen können durch den Abschied oder Verlust von geliebten Menschen, von vertrauten Traditionen, von Träumen von materiellem Wohlstand oder auch den Abschied von den falschen Sehnsüchten, die die Armut erzeugt. Dazu gehört aber auch, dass Abschiede Bereitschaft zu Veränderungen herausfordern. Veränderungen im gesellschaftlichen Außen wie im privaten Innenraum, in denen auch die Chance auf etwas Neues liegt. Tevye, so schwer es ihm fällt, muss diese Erkenntnis aushalten und leben lernen. Der dreifach gesteigerte Schmerz über den Verlust der Töchter ist auch eine Chance. Es bleibt offen, ob Tevye sie annimmt. Mit dieser Frage ist das Schlusslied („Anatevka“) unterlegt.

Der Drama Club und die Kooperation mit dem Gymnasium Oberursel:
Seit 2005 hat sich der Drama Club des English Theatre mit seinen „Reach-Out Projects“ für Schulen und den Inszenierungen von Peter Shaffers „Equus“, Rob Johns „Living with Lady Macbeth“, „OLIVER!“ und Shakespeares „Romeo and Juliet“ einen Namen gemacht.
So werden Stückvorlagen ausgewählt, in denen es sowohl jugendliche als auch erwachsene Rollen gibt. Letztere werden immer von erwachsenen Schauspielern aus der freien Szene und mit Amateuren, die neu zum Drama Club kommen, besetzt. In den Jugendrollen zeigen Schüler und Studenten ihr Können und haben die Möglichkeit, in der Zusammenarbeit mit erfahrenen und professionellen Theaterleuten Bühnenerfahrung zu sammeln.
In den Erwachsenenrollen von „Fiddler On The Roof“ sind Schauspieler des Drama Clubs zu sehen, u.a. James Morgan als Tevye (zuletzt Wladimir in „Waiting for Godot“) Die meisten anderen Rollen werden vonSchüler des Gymnasiums Oberursel der Jahrgangstufen 9 -13 verkörpert. Im Rahmen einer Theater-Sommerferien-Akademie des English Theatre konnten sie ihre musikalischen Fähigkeiten weiter entwickeln, ihre Kompetenzen im Umgang mit der englischen Sprache stärken und sich als Musiktheater-Darsteller bewähren.
Die Kooperation des Drama Clubs des English Theatre mit dem Gymnasium Oberursel führte in der Vergangenheit bereits zur Aufführung der Musicals „Oliver“ (2006) und „Little Shop of Horrors“ (2008). In „Fiddler On The Roof“ sind manche Schüler schon zum dritten Mal dabei, andere haben noch nie auf der Bühne gestanden und sind stolz, neben erwachsenen und erfahrenen Schauspielern zu agieren.
Auch im Orchester spielt eine bunte Mischung von jungen Menschen zusammen mit erwachsenen Musikern und Musiklehrern. Das jüngste Orchestermitglied (Schlagzeug) ist 10 Jahre alt. Das Projekt wird musikalisch betreut von Angela Federspiel (Gesang) und Rudi Federspiel (Orchester), die ihre Schule in zwanzig Jahren intensiver musikpädagogischer Arbeit zu einer musikalischen Profil-Schule mit Fokus auf Musiktheater und Vorbild – Charakter in ganz Hessen entwickelt haben.
Das English Theatre Frankfurt ergänzt die kulturpädagogische Zusammenarbeit von „Theater und Schule“ gerne, nun bereits im 4. Jahr durch die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Michael Gonszar, dem technischen Direktor des English Theatre Jürgen Koss (hier verantwortlich für Bühnenbild und Licht), sowie professionellen Toningenieuren und Bildtechnikern. [© English Theatre Frankfurt]

www.english-theatre.de

Zur Inszenierung des Staatstheater Darmstadt:

Premiere:
12. Juni 10

Musikalische Leitung: Bartholomew Berzonsky
Inszenierung: John Dew
Choreografie: Anthoula Papadakis
Bühne: Heinz Balthes
Kostüme: José-Manuel Vázquez
Choreinstudierung: André Weiss

anatevka_02STDA_©BAumüller
Anatevka
Staatstheater Darmstadt
Chor, Tewje (Monte Jaffe)
Foto:
Barbara Aumüller

Besetzung:

Tewje
: Monte Jaffe
Golde
: Katrin Gerstenberger / Monika Mayer
Zeitel
: Anja Vincken (
Hodel, Oma Zeitel
: Margaret Rose Koenn
Chava
: Susanne Serfling
Sprintze
: Aki Hashimoto
Jente
: ephanie Theiß
Mottel Kamzoil: Lucian Krasznec
Perchik
: David Pichlmaier
Fedja
: Sven Ehrke
Mendel
: Stefan Steinbauer
Schandel: Gabriela Fliegel
Lazar Wolf: lte Godglück
Rabbi : Lawrence Jordan
Fruma Sarah
: Bernd Kaiser
Motschach
: Christopher Ryan / Tom Schmidt
Awra: Werner Volker Meyer 
Nachum: Radoslav Damianov
Jussel:
Alin Codreanu-Ariesanu
Wachtmeister:
Georg Heckel
Fiedler auf dem Dach
: Isabel Aguilera
Erster Mann: Wiktor Czerniawski
Erste Frau
: Barbara Haber
Zweite Frau: Gundula Schulte
Dritte Frau:
Florence Bonnefont
Bielke:
Lucia Hofmann | Franka Eiche | Olga Lavrentieva

Tänzer:
Lee Bamford, Simone Deriu, Daniel Gillard, Peter de Grasse, Wout Geers, László Kocsis, Celedonio Indalecio Moreno Fuentes, Leonardo Rodrigues Santos

www.staatstheater-darmstadt.de

Zur Inszenierung des Landestheater Coburg:

Premiere:
6. Februar 10

Musikalische Leitung: Georgios Vranos
Inszenierung und Choreografie: Claudio Bueno
Bühnenbild: Erwin Bode
Dramaturgie: Kathrin Liebhäuser / Christof Wahlefeld
Choreinstudierung: Stefan Meier
Kostüme: Ellen Haub

Besetzung:

Tevje:
Stephan Mertl
Golde: Elga Mangold
Zeitel: Anja Lenßen
Hodel: Ulrike Barz
Chava: Katrin Dieckelt
Jente, Heiratsvermittlerin: Gabriele König
Mottel Kamzoil, ein Schneider: Benjamin Savoie
Perchik, ein Student: Jason-Nandor Tomory
Fedja, ein junger Mann: Vivian Frey
Lazar Wolf: Hans-Peter Deppe
Polizeichef: Thomas Straus
Mordcha, Gastwirt: Helmut Jakobi
Rabbi: Niklaus Scheibli
Avram, Buchhändler: Martin Trepl
Nachum: Wolfgang Mühlenbeck
Oma Tzeitel, Goldes Großmutter: Kerstin Kluge
Fruma Sara, Kazar Wolfs erste Frau: Monika Tahal

Chor des Landestheaters Coburg
Ballett des Landestheaters Coburg
Statisterie des Landestheaters Coburg
Kinderstatisterie des Landestheaters

www.landestheater-coburg.de

Zur Inszenierung des Theater Trier:

Premiere:
8. November 08

Musikalische Leitung: Jens Bingert
Inszenierung: Peter Zeug
Choreographie: Sven Grützmacher | Peter Zeug
Ausstattung: Anita Rask-Nielsen
Dramaturgie: Dr. Peter Larsen

Besetzung:

Tevje | Milchmann:
Pawel Czekala
Golde | seine Frau: Dunja Rajter

Ihre Töchter:
Zeitel:
Eva Maria Günschmann
Hodel: Evelyn Czesla / Antonia Lutz
Chava: Silvia Lefringhausen
Bielke: Annika Konder / Annika Lintz
Shprintze: Melina Boden / Franca Rieff

Mottel Kamzoil | Schneider: Eric Rieger
Perschik | Student aus Kiew: Peter Koppelmann
Lazar Wolf | Fleischer: Jürgen Orelly
Fruma Sara | verstorbene Frau von Lazar Wolf: Vera Ilieva
Wachtmeister: Horst Lorig
Fedja | ein junger Russe: Alexander Ourth
Sascha | sein Freund: René Klötzer / David Scherzer
Jente | Heiratsvermittler: Sabine Brandauer
Motschach | Gastwirt: Tim Heisse
Avram | Buchhändler: Hak-Ill Kim
Rabbi: Wolfram Winter
Mendel | sein Sohn: Andrea Azzurrini
Nachum | Bettler: Sergej Snegirev
Oma Zeitel | verstorbene Großmutter von Golde: Hee-Gyong Jeong
Schandel | Mutter von Mottel: Cynthia Nay
Zwei Russen: Yurj Dolgopolov | Sergej Snegirev
Der Fiedler auf dem Dach: Andras Magyar

Opernchor und Extrachor des Theaters Trier
Tanztheater Trier
Philharmonisches Orchester der Stadt Trier
Statisterie des Theaters Trier

TheaterTrier_anatevka_0936_Friedemann Vetter _TheaterTrier
Anatevka
Theater Trier
Tevje (Pawel Czekala) und Golde (Dunja Rajter)
Foto: Friedemann Vetter, © Theater Trier

So ein bisschen sieht das russische Dörfchen Anatevka aus wie von Marc Chagall gemalt. Und tatsächlich geistern Motive aus seinen Bildern – vor allem natürlich der „Fiedler auf dem Dach“ – durch die Szenen. Doch die scheinbar beschauliche jüdische Welt ist im Umbruch und die seit Generationen gültige Tradition gerät durch zunehmende Pogrome in Gefahr. Doch der arme, aber lebenskluge Milchmann Tevje hat mit seinem humanen Weltwitz einen Weg gefunden, das Dasein dennoch zu meistern. Zwar gelingt es ihm nicht, seine fünf Töchter an wohlhabende Bewerber zu verheiraten, doch findet jede von ihnen ihr Glück. Für Tevje und seine Frau Golde bleibt dabei Wohlstand auch weiterhin nur ein Wunschtraum: „Wenn ich einmal reich wär’“ ...

Jerry Bocks Erfolgsmusical nach einer Erzählung des russisch-jüdischen Dichters Sholem Alejchem eroberte nach der Uraufführung in New York 1964 die Herzen der Welt. Das an zündenden Melodien reiche Stück gibt Einblicke in das jüdische Leben von einst – vor dem Hintergrund existentieller Bedrohung durch Antisemitismus und Verfolgung. Dabei zeigen sich die unzerstörbare Widerstandskraft und der Humor der jüdischen Lebensphilosophie, die auch den größten Katastrophen standhalten kann. Für die Rolle der Golde konnte die aus Kroatien stammende beliebte Sängerin Dunja Rajter gewonnen werden. [© Theater Trier]

www.theater-trier.de

Zur Inszenierung der Oper Hannover:

Premiere:
15. Oktober 06

Musikalische Leitung: Lutz de Veer
Inszenierung: David Mouchtar-Samorai
Bühne: Heinz Hauser
Kostüme: Urte Eicker
Chor: Dan Ratiu
Choreografie: Otto Pichler
Dramaturgie: Sylvia Roth

Besetzung:

Tevje:
Roland Wagenführer
Golde: Gertraud Wagner
Zeitel: Julia Grinjuk
Hodel: Dorothea Maria Marx
Chava: Hinako Yoshikawa
Jente: Carola Rentz
Mottel Kamzoil: Jörn Eichler
Perchik: Stefan Zenkl

Zur Inszenierung des Theater Braunschweig:

Premiere:
15. Februar 07

Musikalische Leitung: Georg Menskes
Inszenierung: G.H. Seebach
Bühne und Kostüme: Hartmut Schörghofer
Choreografie: Fabian Posca

Zur Inszenierung am Staatstheater am Gärtnerplatz (München):

Premiere: 23. Dezember 1991

Musikalische Leitung: Hans-Joachim Willrich
Nach einer Inszenierung von: Peter Baumgardt
Leitung der Wiederaufnahme: Ferdinand Hofmann
Bühne: Jörg Zimmermann
Kostüme: Sophia Schröck
Licht: Peter Schaffert / Richard Kornprobst
Chöre: Hans-Joachim Willrich
Choreographie: Rosita Steinhauser


Besetzung:

Tewje:
Pawel Czekala
Golde: Gisela Ehrensperger
Tzeitel: Rotraut Arnold
Hodel: Talia Or
Chawa: Ulrike Dostal
Oma Tzeitel: Erik Årman
Jente: Susanne Heyng
Motel Kamsoil: Michael Gann
Lasar Wolf: Jörg Simon
Fedja: Florian Mock
*Änderungen vorbehalten

www.staatstheater-am-gaertnerplatz.de

Zur Inszenierung des Theater Krefeld Mönchengladbach:

Inszenierung:
Matthias Kniesbeck
Musikalische Leitung: Jochen Kilian
Bühne: Monika Gora
Kostüme: Heike Keinath
Choreografie: Danielle Sasso
Dramaturgie: Vera Ring

Besetzung:

Tevje, ein Milchmann:
 Carsten Andörfer
Golde, seine Frau: Ines Krug
Zeitel: Esther Keil
Hodel: Judith C. Jakob als Gast
Chava: Nikola Norgauer
Jente, eine Heiratsvermittlerin / Oma Zeitel, Goldes Großmutter: Suly Röthlisberger
Mottel Kamzoil, ein Schneider: Stefan Diekmann
Schandel, seine Mutter /Fruma-Sara, Lazar Wolfs erste Frau: Kerstin Pajic-Dahl
Perchik, ein Student: Adrian Linke
Lazar Wolf, ein Metzger: Tobias Wessler (als Gast)
Motschach, ein Gastwirt: Joachim Henschke
Rabbi: Matthias Oelrich
Mendel, sein Sohn: Christopher Wintgens
Awram, ein Buchhändler: Sven Seeburg
Nachum, ein Bettler /Jussel, ein Hutmacher: Alexander Weichbrodt
Wachtmeister: Robert Brandt
Fedja, ein junger Mann: Paul Kaiser
Sascha, sein Freund: Tim Moritz Breyvogel
Der Fiedler auf dem Dach: N.N.
Sprintze, Bielke, zwei Jungen, Soldaten, Russen: Statisterie


Zum Inhalt:

Der Milchmann Tevje hat so einiges auszumachen mit seinem Gott, mit dem er immer wieder mal direkt ein Wörtchen reden muss: Nicht nur fünf Töchter hat der ihm zugedacht, sondern auch eine Menge Sorgen hat er ihm aufgebürdet: “Wenn ich einmal reich wär...“ - davon kann Tevje nur träumen. Wie soll ein Milchmann Geld verdienen, wenn sein Pferd lahmt? Wie soll ein Vater die ehrwürdigen Traditionen einer jüdischen Familie aufrechterhalten, wenn seine Töchter plötzlich anfangen, sich ihre Männer selbst auszusuchen, und aus Liebe heiraten wollen?

Und überhaupt, die Welt ist ziemlich aus den Fugen geraten im kleinen ukrainischen Dörfchen Anatevka: Wo sonst die alltäglichen Freuden und Leiden der Liebesgeschichten, Hochzeiten, Geburten und Beerdigungen den Gang des Lebens bestimmt haben, werden die jüdischen Familien plötzlich von Hass und Gewalt bedroht und am Ende sogar dazu gezwungen, ihre Heimat Anatevka aufzugeben. Tevje lässt sich nicht unterkriegen, denn da ist ja noch Onkel Abraham in Amerika...

Vor der Uraufführung von “Anatevka“ 1964 glaubte kaum jemand, dass diese Dramatisierung jiddischer Geschichten von Sholem Alejchem ein Erfolg auf der Musicalbühne werden könnte: kein Glamour, keine glitzernde Show mit bunten Kostümen. Aber der Humor und die Lebenswärme dieser Figuren haben alle Pessimisten glänzend widerlegt. [Q. & ©: Theater Krefeld - Mönchengladbach]

Anton - Das Mäusemusical

Von:
Gertrud und Thomas Pigor
Musik: Jan Fritsch 
Uraufführung: 28. November 2004 (Konstanz, Theater Konstanz)
Österreichische Erstaufführung: 4. Dezember 08 (Wien, Theater der Jugend)

Zur Inszenierung des Wiener Theater der Jugend:

Premiere:
4. Dezember 08
Weitere Vorstellungen: täglich außer sonntags bis 24. Jänner 2009

Regie: Markus Felkel
Bühne: Andreas Lungenschmid
Kostüme: Polly Matthies
Licht: Lukas Kaltenbäck
Komposition und Arrangements: Klaus Erharter
Choreographie: Sabine Bartosch-Ziegler
Mit: Peter Kratochvil, Robert G. Neumayr, Josefin Platt, Bettina Reifschneider, Markus Schöttel sowie Klaus Erharter, Sophie Hassfurther, Jakob Kovacic und Robert Pistracher

Renaissancetheater
7, Neubaugasse 36
Aufführungen ab 2. Dezember 2008
ab 6 Jahren

Anton: Und warum ist jetzt plötzlich Weihnachten?
Franz: Weihnachten ist so eine Art Hausputz. Und dann treffen sich plötzlich alle im Wohnzimmer, schenken sich gegenseitig das ganze unnütze Zeug und sagen ständig Frohes Fest, Frohes Fest, Frohes Fest, und das nennen sie dann Bescherung.
Anton:  Komisches Fest, dieses Weihnachten.
Gertrud und Thomas Pigor. Anton – Das Mäusemusical

Was braucht es mehr im Leben der Mäusebrüder Franz, Willi und Anton als ein altes Sofa zum Unterschlüpfen, eine sorgsame Spinne und das wunderbare Geigenspiel des kleinen Anton? Manchmal auch noch jede Menge an Glück, Zusammenhalt und Verstand! Denn die Idylle trügt. Oder anders gesagt, nirgends kann das Leben so brutal sein wie in einem Wohnzimmer, weiß Franz, der Älteste. Mausefalle, Staubsauger und überhaupt: Diese Menschen können das Mäusedasein im Nu in ein wahres Hundeleben verwandeln. Und dann ist guter Rat teuer!
Glücklicherweise steht jedoch Weihnachten vor der Tür, die friedvollste, duftendste und mäuseparadiesischste Zeit im Jahr.
Doch nicht diesmal! Eine Katastrophe reiht sich an die nächste: Zuerst bringen die Menschen die Kekse in Sicherheit, dann stellen sie eine riesige Mausefalle unter dem Sofa auf, völlig unerwartet kreuzt die nervig-anstrengende Mäuse-Tante Lizzy auf und – damit nicht genug – landet plötzlich auch noch der Wunschzettel eines dieser Menschenkinder auf dem Fußboden, worauf in großen Lettern prangt: “Liebes Christkind! Ich wünsche mir nichts sehnlicher als eine Katze!”
Gertrud und Thomas Pigor sowie Komponist Jan Fritsch erzählen frech, flott, keck und humorvoll die Dinge mal aus mäuseartiger Sicht – frei nach dem altbewährten Motto “Einer für alle, alle für einen!”, wenn es darum geht, den Feind zum Freund zu machen und die eigenen Lieben zu schützen.

Gertrud Pigor wird 1958 in Bad Neustadt/Saale geboren, studiert Philosophie und Bildende Kunst, arbeitet als Regieassistentin und entwickelt eine Vorliebe für Figuren- und Objekttheater. Seit 1996 ist sie als freie Regisseurin und Autorin tätig – hauptsächlich im Kinder- und Jugendtheaterbereich –, u.a. am Schauspielhaus Hamburg, am Theater Konstanz, am Staatstheater Saarbrücken, am Theater Kiel sowie am u\hof in Linz. Zu ihren bekanntesten Stücken zählen “Motte & Co“, “Zwei Monster” sowie “Die zweite Prinzessin”. 

Thomas Pigor, geboren 1956 in Alzey, ist Autor, Komponist und Musikkabarettist. Er verfasst Texte für Tim Fischer, Ina Müller sowie die Missfits und ist auch mit eigenen Bühnenprogrammen unterwegs – seit 1995 sehr erfolgreich mit Benedikt Eichhorn. Unter dem Namen “Pigor & Eichhorn” erhält das Kabarett- und Chansonduo zahlreiche Preise – darunter den Deutschen Kleinkunstpreis und den Österreichischen Kabarettpreis. 

Jan Fritsch kommt 1970 in Bremen zur Welt, ist gelernter Klarinettist und Saxophonist sowie Komponist und musikalischer Leiter in zahlreichen Theaterproduktionen. Seit 1994 steht er mit Projekten wie “Charles und Erika” und “Die Golden Flamingos” selbst auf der Bühne und begleitet musikalisch die Berliner Chansonniere Cora Frost. Seit 1995 ist er Mitglied der Künstlerkooperative “Hebebühne Hannover”. Neben “Anton – Das Mäusemusical” zeichnet er auch verantwortlich für die Musik der Kinderstücke “Die zweite Prinzessin” und “Frühstück mit Wolf”.

Markus Felkel, 1974 in Wien geboren, wendet sich nach – in eigenen Worten – “tristen und visionslosen” Semestern an der Wirtschaftsuniversität dem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie der Geschichte zu. Währenddessen arbeitet er an zahlreichen Theaterproduktionen mit Jugendlichen, nimmt an Regieworkshops teil, mitproduziert Multimediashows, wie “Godmania 2000”, und veröffentlicht in der Schriftenreihe “Maske und Kothurn”. Seit 2002 ist er am Theater der Jugend tätig, zunächst als Regieassistent, dann als Dramaturg. 2004 ist er für die Dramatisierung von Cornelia Funkes Roman “Herr der Diebe” verantwortlich, im darauffolgenden Jahr für eine Bearbeitung von Erich Kästners “Pünktchen und Anton”. In der vergangenen Saison gab er mit Lutz Hübners „Alles Gute“ sein Regiedebüt.

www.tdj.at

nach oben