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Musical, Stückeinfo: M

Das Mädchen Rosemarie

Regie, Buch und Liedtexte:
Dirk Witthuhn
Komponist und Arrangeur: Heribert Feckler
Nach den Motiven des Romans von: Erich Kuby

Uraufführung: 21. Januar 04 (Düsseldorf, Capitol-Theater, bis 2. Mai 04)
Premiere in Paderborn: 27. April 06 (Kammerspiele)


Kreativteam Düsseldorf:

Choreographie:
Paul Kribbe & James de Groot
Kostümbild: Christiane Luz
Lichtdesign: Peter Bothmann
Maskenbild: Erika Sternberg
Musikalischer Leiter: Heribert Feckler
Produzenten: Thomas Krauth & Andrea Friedrichs
Tondesign: Cedric Beatty

Kreativteam Paderborn:

Regie:
Helga Wolf
Ausstattung: Julia Burde
Musikalische Leitung: Gerhard Gemke


Knallrote Lippen, platinblonde Haare, unwiderstehliche Reize – Rosemarie Nitribitt weckt Männerphantasien. Blutjung und stadtbekannt erregte sie Ende der 50er Jahre die Gemüter: die unstillbare Begierde der Männer und die erbitterte Empörung der Frauen!

Der wahrgewordene Männertraum: erotisch, geheimnisvoll, lasziv und vor allem käuflich – Rosemarie Nitribitt. Deutschlands berühmteste Edelprostituierte verdrehte Ende der 50er Jahre prominenten Politikern und Wirtschaftsbossen reihenweise den Kopf. Und das mit Erfolg: Die Männerwelt lag der verruchten Lebedame zu Füßen. Sie war es, die die Spielregeln bestimmte und die Phantasie der Männer weckte. Ihren Reizen konnte kein Mann widerstehen. Wer sich auf sie einließ, spielte mit dem Feuer!

Ihr schillerndes Leben erregte Aufsehen, ihr rätselhafter Tod beherrschte wochenlang die Schlagzeilen der Medien. Doch Rosemaries Mörder wurde nie gefasst, der mysteriöse Mordfall nie aufgedeckt. Der geheimnisvolle Kriminalfall aus der Zeit des Wirtschaftswunders sorgt noch heute für Aufsehen und Spekulationen.

Ab 21. Januar 2004 war der erste große Gesellschaftsskandal der Nachkriegszeit als Musical im Düsseldorfer Capitol Theater zu sehen: “Das Mädchen Rosemarie”, eine Eigeninszenierung des Theaters nach Motiven des Romans von Erich Kuby, feierte in der intimen Atmosphäre des Clubs Weltpremiere.

Das Buch zu der dramatischen Geschichte wurde speziell für die Musical-Bühne geschrieben. Der Autor Dirk Witthuhn führt bei diesem Bühnenwerk außerdem Regie. Auch die Musik wurde eigens komponiert: Heribert Feckler, Komponist und Arrangeur, lässt die unbeschwerten Rhythmen der 50er Jahre wieder aufleben und kombiniert diese mit 30er-Jahre-Jazz, französischer Chansonkultur, vor allem aber erdigem Rock zu einer neuen, facettenreichen Mischung.

Foto: Stephanie Weiler

Rosemarie Nitribitt wurde von der Wahl-Düsseldorferin Anna Montanaro verkörpert – die 30-jährige, international renommierte Künstlerin glänzte bereits in Inszenierungen wie Grease, Cabaret und Chicago im Capitol Theater sowie dieses Jahr im Theatermusical Jekyll & Hyde im Kölner Musical Dome. Außerdem stand sie auch schon am Londoner Westend und am New Yorker Broadway auf der Bühne.

Die Rolle des Industriellen Konrad Hartog übernahm Bernhard Bettermann. Der renommierte Schauspieler wirkte bereits in zahlreichen Theater- und Fernsehproduktionen mit . Sein Kinodebüt feierte Bernhard Bettermann 1989 in dem Drama “All out”. Außerdem spielte er die Hauptrolle in dem Film “Soweit die Füße tragen”.

Verlockende Träume, gefährliche Spiele, heimliche Intrigen, verhängnisvolle Affären – “Das Mädchen Rosemarie” ist ein Blick hinter die Fassade der aufstrebenden deutschen Wohlstandsgesellschaft der fünfziger Jahre!

Die Düsseldorfer Besetzung:

Rosemarie Nitribitt:
Anna Montanaro
Konrad Hartog: Bernhard Bettermann
Alfons Bruster: Norbert Lamla
Bernhard Schmitt: Tom Zahner
Berta Endrikat: Karin Kern
Marga von Rahn: Christa Wettstein
Lilli: Brigitte Oelke

Ensemble Damen
Patricia Aulitzky (Ensemble, Cover Rosemarie Nitribitt
Patricia Hodel (Ensemble, Cover Lilli
Michaela Kaiser (Ensemble, Cover Berta Endrikat, Cover Rosemarie Nitribitt
Stefanie Kock (Ensemble, Cover Marga von Rahn)

Ensemble Herren
Carlo Lauber (Ensemble, Cover Alfons Bruster)
Hendrik Zietz (Ensemble, Cover Konrad Hartog)
Alexander Kerbst (Ensemble, Cover Konrad Hartog, Cover Bernhard Schmitt)

Swing
Christine Dechantsreiter & Beat L. Kilian


ANNA MONTANARO (Rosemarie Nitribitt)
Bereits mit 31 Jahren hat der Musicalstar nicht nur eine deutsche, sondern auch eine internationale Karriere vorzuweisen. Die gebürtige Gifhornerin absolvierte ihre Ausbildung an der Hamburger Stage School of Music, Dance and Drama und wurde sofort für die Züricher Aufführung von Cats und danach für verschiedene Rollen am Berliner Theater des Westens engagiert.
Erste Hauptrollen waren die “Rosalia" in der West Side Story am Nationaltheater Mannheim sowie die “Sandy" in der Düsseldorfer Inszenierung von Grease am Capitol Theater.
Bei der deutschsprachigen Erstaufführung von Chicago im Theater an der Wien verkörperte Anna die Rolle der “Velma Kelly" und bekam für ihre Darstellung enthusiastische Kritiken. Nach diesem Triumph erhielt sie die Rolle auch am Adelphi Theatre im Londoner Westend und im Rahmen der Deutschland-Premiere am Berliner Theater des Westens. 2001 feierte sie als “Velma Kelly" ihr Broadway-Debüt im New Yorker Shubert Theater. Sie ist die dritte deutsche Darstellerin, die je eine Hauptrolle am Broadway - der Wiege des Musicals - erhielt.
In Düsseldorf wurde Anna Montanaro als “Sally Bowles" in der Cabaret-Neuinszenierung des Capitol Theaters bejubelt. “Aurora" in Der Kuss der Spinnenfrau in St. Gallen und “Reno Sweeney" in Anything Goes am Stadttheater Klagenfurt zählen ebenfalls zu ihren Erfolgen. In ihrer Paraderolle “Velma Kelly" in Chicago stand sie im Winter 2001/2002 erneut im Düsseldorfer Capitol Theater auf der Bühne, wo sie im April 2002 auch ihr erstes Soloprogramm Anna Montanaro - Live präsentierte. Im Anschluss verkörperte sie die Rolle der “Maria Magdalena" im Rock-Musical Jesus Christ Superstar bei den Bad Hersfelder Festspielen. 2003 sah man Anna als Prostituierte “Lucy" in der Kölner Inszenierung von Jekyll & Hyde. Für ihre begeisternde Darstellung der “Lucy" wurde sie von den Lesern der Fachzeitschrift “musicals" zur Besten Hauptdarstellerin gekürt.
Anna freut sich sehr auf ihre Rolle als “Rosemarie Nitribitt" - eine Rolle, die Autor und Regisseur Dirk Witthuhn eigens auf sie zugeschnitten hat.

Bernhard Bettermann (Konrad Hartog)
Bernhard wurde 1965 in Paris geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Köln. Er besuchte von 1986 bis 1989 die Schauspielakademie Zürich und Workshops bei Robert Lepage. Es folgten zahlreiche Engagements an renommierten Bühnen in Deutschland und der Schweiz: unter anderem am Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Bonn, Residenz Theater München, an der Volksbühne Berlin sowie in Zürich am Theater an der Winkelwiese, Theater am Neumarkt und am Opernhaus Zürich. Seine ersten TV -Auftritte hatte Bernhard in den Serien Eurocops, Happy Holiday, und Alarmcode 112. Er war außerdem in SOKO 5113, Gegen den Wind, Stahlnetz - Der Spanner, Papa, ich hol' dich raus und in dem Mehrteiler Aeon - Countdown im All zu sehen. Auch in den Sendungen Die Callboys, Der Alte, Siska, Stubbe - von Fall zu Fall und in mehreren Folgen der Krimireihe Tatort konnte das Fernsehpublikum Bernhard bewundern. 1989 eroberte er in dem Drama All out erstmals die Kinoleinwand. Sechs Jahre später übernahm er in Das stille Haus die Hauptrolle, 1998 folgte Straight Shooter an der Seite von Katja Flint und Dennis Hopper. Im Jahr 2000 erregte er Aufsehen, als er im Kinofilm So weit die Füße tragen die Hauptrolle des deutschen Soldaten “Clemens Forell" spielte. Erzählt wird dessen Flucht aus einem sibirischen Kriegsgefangenenlager und seine drei Jahre dauernde Heimreise. Für diese Rolle wurde er bei dem Mailänder Filmfest 2002 als Bester Schauspieler geehrt.
Der vielseitige Sportler lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Sabina Schneebeli, und seinen zwei Söhnen in Zürich.

NORBERT LAMLA (Alfons Bruster)
Norbert studierte an der Essener Folkwang Hochschule und arbeitete zunächst als Schauspieler an deutschen Theatern, unter anderem in Bielefeld, Nürnberg und Essen. Als das Angebot aus Wien kam, die Rolle des “Javert" in der deutschsprachigen Erstaufführung von Les Misérables zu übernehmen, begann er, seine Gesangsausbildung zu intensivieren. Seit diesem Zeitpunkt ist er vornehmlich im Musical-Bereich tätig. Norbert blieb zunächst in Wien, wo er sich dem Publikum in den Musicals Freudiana, Kuss der Spinnenfrau und Elisabeth präsentierte. Danach spielte er den “Max von Mayerling" in der Wiesbadener Produktion von Sunset Boulevard, eine Rolle, die er auch in Melbourne/Australien bei der dortigen Erstaufführung des Musicals verkörperte. Danach war er als “Frollo" in Der Glöckner von Notre Dame in Berlin zu sehen. Gleichzeitig spielte Norbert den “Sweeney Todd" im gleichnamigen Musical in Mainz. Und während er hier in Düsseldorf schon den “Alfons Bruster" in DAS MÄDCHEN ROSEMARIE probte, sang er noch einige Vorstellungen der Saarbrücker Inszenierung von Les Misérables - wieder als “Javert". Seine Freizeit verbringt der Wahl-Elsässer “am liebsten, aber nicht nur" auf seinem Bauernhof in Frankreich.

TOM ZAHNER (Bernhard Schmitt)
Der gebürtige US-Amerikaner wuchs in England auf und ist Schweizer Staatsbürger. Nach dem Abitur lebte Tom in Kalifornien: als Mönch in einer katholischen Einsiedelei. Es folgte eine Schauspielausbildung am Berkeley Repertory Theater und der Londoner Webber-Douglas Academy of Dramatic Art. Zunächst als Tischler, dann als Schauspieler engagiert, begann er seine Karriere an den legendären Berliner Kammerspielen in der Rolle der “Hühnerbeine" von Baba Jagas Haus. Und auch auf der Neuen Deutschen Welle ritt er mit: als Sänger der vergessenen Berliner Band “Brutto Netto". In Trier, Saarbrücken, Heilbronn und Bielefeld war Tom als Schauspieler zu erleben. Am Musicaltheater konnte das Publikum Tom schon in vielen Rollen sehen: Er spielte “Sancho Panza" in Der Mann von La Mancha, “Pilatus" in Jesus Christ Superstar, “George" in La Cage Aux Folles und “Thénardier" in Les Misérables. Der Wahl-Düsseldorfer und Vater von drei Töchtern ist besonders stolz auf zwei Auszeichnungen: Das Theater-Festival in Edinburgh verlieh ihm für seine Jaques Brel-Interpretationen sowohl den “Fringe First" als auch den “Barclay's Bank Award für Best Musical in Britain". Tom Zahners Stimme ist auch auf vielen Hörspielen, CD-Roms, TV- und Radio-Spots zu hören. Tom steht gelegentlich in Köln bei Jekyll & Hyde auf der Bühne und in diesem Jahr am Opernhaus Bonn als “Tevje" in Anatevka.

KARIN KERN (Berta Endrikat)
Die gebürtige Schweizerin nahm bereits als Kind mit Begeisterung Tanzunterricht. Mit 17 Jahren verwirklichte sie ihren Traum und machte ihr Hobby zum Beruf: Karin ging an die Stage School of Music, Dance and Drama nach Hamburg. Bereits während ihres Studiums trat sie als “Hermia" in Shakespeares Komödie Ein Sommernachtstraum auf. Später war sie im Capitol Theater bei Grease und Godspell zu sehen. In Düsseldorf stand die 26-Jährige außerdem in Cabaret auf der Bühne und 2001 spielte sie im Musical -Theater Bremen “Crissy" in Hair. Außerdem verkörperte Karin ab und an die “Präsidentin" in dem 80er-Jahre-Musical Miami Nights. Bei der Eigenproduktion des Capitol Theaters wirkte sie darüber hinaus auch als Co-Autorin mit. Im Jahr 2003 folgte ein kurzer Ausflug an das Aachener Grenzlandtheater, wo Karin als “Conchita" in Ulf Dietrichs Casablanca engagiert war. Ihre Rolle in DAS MÄDCHEN ROSEMARIE führt die junge Künstlerin nun wieder nach Düsseldorf, wo sie den begeisterten Fans natürlich längst ein Begriff ist.

CHRISTA WETTSTEIN (Marga von Rahn)
Ihre Ausbildung zur Schauspielerin absolvierte die gebürtige Schweizerin an der Schauspielakademie Zürich. Neben Produktionen für Fernsehen und Rundfunk wurde sie an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen engagiert, so für die Rolle der “Irina" in Cechovs Drei Schwestern, “Hermia" in Shakespeares Ein Sommernachtstraum, “Lady Milford" in Schillers Kabale und Liebe, “Linda" in Woddy Allen's Play It Again, Sam oder “Polly" in Brechts Dreigroschenoper. Musicalerfahrung sammelte Christa mit der Titelrolle der “Evita" und als “Jaqueline" in La Cage Aux Folles. Nach Wien zog es sie, als sie dort die “Zirkusdirektorin" in Freudiana spielte. 1992 glänzte sie bei der Weltpremiere des Erfolgsmusicals Elisabeth im Theater an der Wien in der Rolle der “Herzogin Ludovica". Zu den weiteren Etappen zählte ein Solo-Abend, an dem Christa französische Chansons präsentierte, die Uraufführungen des Schauspiels “Große Fische, Kleine Fische" und des Musicals Sophies Welt. Darüber hinaus sah man sie in jüngster Zeit in Italien an den Vereinigten Bühnen Bozen als “Mrs. Peachum" in der Dreigroschenoper. Jetzt hat ihr Weg sie nach Düsseldorf geführt, wo Christa die “Marga" in DAS MÄDCHEN ROSEMARIE verkörpern wird.

BRIGITTE OELKE (Lilli)
Die Schweizerin begann schon als Kind ihre Gesangsausbildung bei Professor Kurt Pahlen und führte diese in St. Gallen, Bregenz, Wien und den USA fort. Nachdem sie das Schauspielstudium an der Stage School of Music, Dance and Drama erfolgreich absolvierte, wurde sie für zahlreiche Rollen engagiert. Sie spielte die “Hexe" in Into The Woods, “Anita" in der West Side Story, “Nicky" in Sweet Charity und “Crystal" in Der kleine Horrorladen. In Die Schöne und das Biest - Das deutsche Original gab sie die “Mathilde" und in der Wiener Welturaufführung von Roman Polanskis Tanz der Vampire wirkte sie in der Originalbesetzung mit. In der deutschen Erstaufführung von Jekyll & Hyde kreierte sie die Rolle der “Nellie" und überzeugte das Publikum in der Titelrolle der Evita ebenso wie als “Maria Magdalena" in Jesus Christ Superstar und als “Sally Bowles" in Cabaret.
Brigitte zeigte ihr außergewöhnliches Talent auch in zahlreichen Rock- und Pop-Projekten, u.a. in der Formation Lesley, Joy & Brigitte und der Single “Power Of Trust", mit der sie bei der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2001 den zweiten Platz belegte.

Allgemeine Informationen:

Der große Gesellschaftsskandal der Nachkriegszeit um “das Mädchen Rosemarie” inspirierte den Autor und Regisseur Dirk Witthuhn, die tragische Geschichte in Form eines Musicals in eine Bühnenfassung zu bringen. Schon 1958, also rund ein halbes Jahr nach dem Mord an dem stadtbekannten “Callgirl”, kam die Geschichte in die Kinos. “Das Mädchen Rosemarie” – Erich Kuby hatte das Buch verfasst, Rolf Thiele führte Regie. Nadja Tiller, Gerd Fröbe und Mario Adorf spielten in diesem Klassiker, der einer der größten Erfolge der Nachkriegszeit wurde und sogar in den USA einen “Golden Globe Award” erhielt. Noch im gleichen Jahr erschien der Roman zum Film: Erich Kuby veröffentlichte “Rosemarie – des deutschen Wunders liebstes Kind”. Der Schriftsteller und Publizist nahm das öffentliche “Phänomen” Rosemarie Nitribitt und den Mordfall zum Anlass, ein kritisches Zeitbild zu verfassen. 1996 gab es einen weiteren Film, dieses Mal im Fernsehen: “Das Mädchen Rosemarie”, unter der Regie von Bernd Eichinger, entpuppte sich als “Straßenfeger”. Erstklassige deutschsprachige Schauspieler gaben sich hier die Ehre: Nina Hoss, Till Schweiger, Hannelore Elsner, Katja Flint, Heiner Lauterbach und Mathieu Carrière. 1999, also rund 40 Jahre nach Rosemarie Nitribitts Tod, wurde der Fall erneut aufgerollt: Die Autorin Helga Dierichs erhielt erstmals Zugang zu den originalen Ermittlungsakten. In der TV-Dokumentation “Die großen Kriminalfälle. Rosemarie Nitribitt – Tod einer Hure” zeichnete sie an Hand der neuen Recherche -Ergebnisse ein detailliertes Bild vom damaligen Prozess und den Ermittlungen – und auch von der illustren Männergesellschaft aus den oberen Etagen, die Rosemaries Gunst zunächst gerne in Anspruch nahmen...

Jetzt ist die Geschichte um den mysteriösen Mord an der bekannten Frankfurter Lebedame zum ersten Mal als Musical auf der Bühne zu sehen – im Capitol Theater Düsseldorf!

Die Handlung in Kürze:

Frankfurt am Main in den 50er Jahren: Rosemarie Nitribitt wächst am Rande der Wohlstandsgesellschaft in ärmlichen Verhältnissen auf und träumt von einem luxuriösen Leben. Schon in jungen Jahren beginnt sie, als Prostituierte zu arbeiten. So lernt sie den reichen Industriellen Konrad Hartog kennen und verliebt sich in ihn. Schnell erliegt der verheiratete Mann Rosemaries Verführungskünsten und verschafft ihr den Zugang zu den oberen Zehntausend. Es scheint, als habe Rosemarie ihr Ziel erreicht... Kurze Zeit später begegnet sie Alfons Bruster, einem Geschäftspartner Konrad Hartogs, der bald zu einem weiteren zahlungskräftigen “Kunden” wird. Als Hartog herausfindet, dass er nicht Rosemaries einziger Liebhaber ist, beendet er eifersüchtig die Affäre. Neben den regelmäßigen Treffen mit Bruster verabredet sich Rosemarie jetzt auch mit dessen Bekannten Bernhard Schmitt. Dieser bietet ihr einen lukrativen Handel an: Er überredet Rosemarie, seine Geschäftspartner in ihrer Wohnung zu empfangen, ihnen interne Informationen zu entlocken und diese Gespräche heimlich aufzuzeichnen. Nach und nach erkennt Rosemarie, wie gefährlich das Spiel ist, mit dem sie ihr exklusives Leben finanziert...

Musikstücke

Akt l

ENGEL IM SCHWARZEN SL (Ensemble)
DIE HURE LÄUFT MIT GELD (Stripteasetänzerinnen)
DU BIST DER MANN (Rosemarie)
ROSEMARIE (Konrad Hartog)
MASKERADE (Marga und Konrad Hartog)
ATEMBERAUBENDES PAAR (Rosemarie & Hartog)
HERRENREITEREI (Ensemble)
KALTE WÄNDE (Alfons Bruster)
JUPITER OH JUPITER (Endrikat & Sekretärinnen)
SPIELREGELN (Rosemarie & Hartog)
HERZ AUS EISEN UND EIS (Rosemarie & Ensemble)

Akt ll

ZAUBERMAUS AUS TRIZONESIEN (Lilly und Ensemble)
PAS DE DEUX DER MACHT (Bernhard Schmitt)
BABY DOLL (Rosemarie und Ensemble)
BORDSTEINSCHWALBEN (Lilly und Ensemble)
ROSEMARIE (REPRISE) (Konrad Hartog)
WEISST DU NOCH-TANGO (Lilly und Elli)
UNSCHULD (Marga)
DIE NACHT (Rosemarie)
GUTE HUREN SIND DISKRET (Ensemble)

“Nichts Bessers darin ist,
denn fröhlich sein im Leben.”

Inschrift des Grabsteins von Rosemarie Nitribitt auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof

Der Mann, der Sherlock Holmes war
Ein Musical

Musik: Marc Schubring
Buch und Liedtexte: Wolfgang Adenberg
Nach dem gleichnamigen UFA-Film (Buch: R.A. Stemmle und Karl Hartl, Regie: Karl Hartl)
Uraufführung: 23. Januar 2009 (Dresden, Staatsoperette Dresden)

Zur Inszenierung der Staatsoperette Dresden:

Premiere:
23. Januar 09 (Uraufführung)

Musikalische Leitung: Christian Garbosnik
Inszenierung: Holger Hauer
Ausstattung: Christoph Weyers
Choreografie: Melissa King

Besetzung:

Morris Flynn
: Christian Grygas/Marcus Günzel
Mackie McMacpherson: Frank Ernst/Lutz Standop
Jane Berry: Constanze Eschrig/Monika Staszak
Mary Berry: Nadine Eisenhardt/Jeannette Oswald
Colette Ganymare: Agnes Hilpert/Bettina Weichert
Jules: Alexander Schafft/Johannes Weinhuber
Jacques: Florian Maser/Johannes Wollrab
Staatsanwalt/Kassierer/Schaffner/ Monsieur Jardin: Hans-Jürgen Wiese
Richter/Museumswärter/Mr. Crouch/Notar Lupin/Hotelgast: Hilmar Meier
Mr. Dimbleby/Schaffner/Polizeipräsident/Hotelportier: Christian Theodoridis

Ballett der Staatsoperette Dresden
Orchester der Staatsoperette Dresden


Im Jahr 1910 befindet sich London fest in der Hand des Verbrechens. Trotzdem ist die Arbeitslage für Privatdetektive ohne Renommee alles andere als rosig, wie Morris Flynn und Mackie McMacpherson am eigenen Leib erfahren müssen. Um endlich an Aufträge zu kommen, bedienen sie sich eines Tricks: Sie verkleiden sich als Sherlock Holmes und Dr. Watson und machen sich zur Weltausstellung nach Brüssel auf, wo sie im Kreise der Hautevolee jede Menge Aufträge vermuten. Der Plan geht auf, der legendäre Ruf eilt ihnen voraus, und bereits auf dem Weg nach Brüssel stechen sie ahnungslos in ein Wespennest. Allein von ihrem Anblick verunsichert, fliehen Verbrecher aus dem Zug: Morris und Mackie haben ihren ersten Fall, in den auch die überaus reizenden Damen Mary und Jane verwickelt sind. Doch dabei bleibt es nicht: In Brüssel werden sie von der Polizei gebeten, einem Fälscherring auf die Spur zu kommen, der die berühmtesten Exponate der Weltausstellung, die blauen Mauritius-Marken, durch Fälschungen ersetzt hat. Nach und nach wird klar, dass die Fäden bei einer überaus intelligenten Schwerverbrecherin zusammenlaufen, die das Duell mit dem berühmten Sherlock Holmes sucht. Morris und Mackie müssen all ihre Fähigkeiten einsetzen, um diese Herausforderung zu bestehen. Am Ende stehen sie allerdings selbst wegen Identitätsaneignung vor Gericht. Schaffen sie es trotzdem die Verbrecher hinter Gitter zu bringen und selbst in den Kreis der legendären Detektive aufgenommen zu werden?

Schubring, Marc
In Berlin geboren und aufgewachsen, begann Marc Schubring nach dem Abitur 1988 an der TU Berlin das Studium der Musikwissenschaft. 1989 verließ er seine Geburtsstadt, um bei Prof. Theo Brandmüller an der Hochschule für Musik und Theater des Saarlandes in Saarbrücken Komposition zu studieren. Seine Diplomarbeit Fletsch (Saturday Bite Fever) (Buch von Holger Hauer, Liedtexte von Wolfgang Adenberg) war gleichzeitig der Einstieg als Musicalautor und erlebte 1993 seine Uraufführung am Saarländischen Staatstheater, welches ihn daraufhin als Leiter der Schauspielmusik verpflichtete. Während dieser Tätigkeit entstanden zahlreiche Schauspielmusiken: "Käthchen von Heilbronn", "Der Kaufmann von Venedig", "Drei Schwestern", "Hase Hase", "Die Jungfrau von Orleans", "Mephisto", "Wurres" sowie das Kindermusical "Eine Woche voller Samstage".

Als musikalischer Leiter war Marc Schubring u.a. verantwortlich für Der Zauberer von Oss, "The Black Rider", "Mutter Courage und ihre Kinder", "Hair" und Lucky Stiff (Tot, aber glücklich). Sein Musical Cyrano de Bergerac wurde 1995 als Auftragswerk am Saarländischen Staatstheater uraufgeführt. Der Saarländische Rundfunk beauftragte ihn 1996 mit der Erstellung der Jingleformate für SR2 Kulturradio, für das er 1999 weitere Jingles im Auftrag komponierte und produzierte. Für die Städtischen Bühnen Osnabrück schrieb Marc Schubring die Kammeroper "nimmerlandmensch" nach Texten des Autisten Birger Sellin, die am 14. Mai 2000 uraufgeführt wurde und für die er den Publikumspreis der Stadt Osnabrück erhielt.

1999 kehrte der Berliner wieder in seine Heimatstadt zurück, wo am 12. November 2001 sein Musical "Emil und die Detektive" im Musical Theater am Potsdamer Platz Premiere feierte.

Seit 2004 lebt Schubring einen Teil des Jahres in New York, wo er Mitglied des renommierten BMI Lehman Engel Musical Theatre Workshops und der Dramatists Guild of America ist. Für den Berliner Friedrichstadpalast komponierte er einen Teil der Musik zur Revue „Rhythmus Berlin“ (2007), seine Kinderrevue "Der Zauberer von Camelot" hat dort im Oktober 2008 Premiere. Für die Staatsoperette Dresden, das Alte Schauspielhaus Stuttgart und New Yorker Bühnen entstehen momentan weitere Arbeiten.

Adenberg, Wolfgang
Wolfgang Adenberg wurde 1967 in Köln geboren. Er absolvierte eine juristische Ausbildung und arbeitete sieben Jahre lang als Rechtsanwalt und Justitiar, bis er sich ganz dem Schreiben widmen konnte.

Seine erste Musicalarbeit waren die Gesangstexte zum Musical Fletsch (Saturday Bite Fever) (Musik von Marc Schubring, Buch von Holger Hauer), das bereits 1993 auf der Bühne des Saarländischen Staatstheaters uraufgeführt wurde. Ebenfalls mit Marc Schubring schrieb er die Musicals Cyrano de Bergerac (1995) und "Emil und die Detektive" (2001). Mit dem 80er-Jahre-Musical "What a feeling!" gelang ihm 2002 der größte Erfolg in der Geschichte des Bonner Contra-Kreis-Theaters. Das Stück wurde als bestes Comedy-Musical des Jahres ausgezeichnet. Ähnlich große Beachtung errangen seine beiden Shows "Fred vom Jupiter" und "Swing Sisters".

Darüber hinaus adaptierte er die Romane "Herr der Diebe" und "Der kleine Wassermann" für die Bühne.

In den vergangenen Jahren konnte sich Wolfgang Adenberg zudem als einer der führenden deutschen Musicalübersetzer profilieren. So stammen u. a. die deutschen Fassungen von The Scarlet Pimpernel, The Wild Party, Lucky Stiff (Tot, aber glücklich), "3 Musketiere", 42nd Street, Out Of This World (Nicht von dieser Welt), "Pinkelstadt", "Die letzten 5 Jahre" und "Titanic" aus seiner Feder. Für das Musical "We will rock you" übertrug er einige der legendären Songs der Rockgruppe Queen ins Deutsche.

Felix Bloch Erben vertritt auch Wolfgang Adenbergs Übersetzung von Edmond Rostands Cyrano von Bergerac, die dem berühmten Stück mit ihrer zeitlos-poetischen Sprache neue Aktualität verleiht.

 [© Felix Bloch Erben, Berlin]

www.staatsoperette-dresden.de

Martin L. – Das Luther-Musical

Von:
Øystein Wiik und Gisle Kverndokk

Buch und Gesangstexte: Øystein Wiik
Musik: Gisle Kverndokk
Deutsch: Carola Schiefke und Stephan Kopf

Uraufführung: 5. Juli 2008 (Erfurt, Domstufen-Festspiele)

Im Mittelpunkt des Musicals Martin L. steht der Mensch Martin Luther in seiner Widersprüchlichkeit, geprägt von den Extremen seiner Zeit. In einem spannenden Bilderreigen sehen wir den jungen Erfurter Studenten, hin und her gerissen zwischen Liebe, politischen Intrigen, einem starken Willen auf der einen und ebenso starken Zweifeln auf der anderen Seite. Langsam entwickelt er sich zum Revoluzzer, aus dem später der Reformator wird.

Was war er für ein Mensch - Martin L., noch ohne den "großen" Namen? Die wenigen bekannten historischen Fakten aufgreifend, nutzt das Musical die direkte und emotionale Wirkungsmöglich-keit des Genres, um eine eigene, teils fiktive Geschichte zu erzählen:

Martin, ein lebenslustiger und verliebter Student, zieht sich plötzlich in die Einsamkeit des Klosters zurück. Von dort aus beginnt er für seine Überzeugung zu kämpfen: Martin L. erklärt der Weltmacht Kirche den Krieg und wird selbst zum Spielball der Politik. Auf dem Weg zum Kaiser nach Worms gelingt es ihm, die Massen in bisher nie gesehener Weise zu begeistern. Nun ist er Störenfried und Retter in einem: Luther, der, politisch verfolgt, ins Exil auf die Wartburg fliehen und zusehen muss, wie seine Ideen missbraucht werden – bis hin zur Begründung für einen Krieg. Doch Martin Luther, der "Showstopper der Weltgeschichte", wie ihn Christoph Diekmann nannte, bleibt sich trotz aller Zweifel treu: "Hier stehe ich und kann nicht anders!"


Øystein Wiik
Der Norweger Øystein Wiik erhielt seine Ausbildung an der Staatlichen Theaterhochschule in Oslo sowie in Wien, Bologna und London. Als Sänger und Schauspieler trat er in zahlreichen Musiktheater-, Film- und Fernsehproduktionen auf und hat an mehreren CD-Einspielungen mitgewirkt. Im Genre Musical spielte er Hauptrollen u.a. in "Les Misérables" (sowohl im Londoner West End als u.a. auch in Oslo und Wien), "Jesus Christ Superstar", "Sweeney Todd" und "Evita". Schon während seiner Studienzeit fing Øystein Wiik an zu schreiben, zunächst für Revuen, danach Kinderstücke und Liedtexte für verschiedene Interpreten.
Zusammen mit dem Komponisten Gisle Kverndokk bildet Øystein Wiik das derzeit produktivste und erfolgreichste europäische Autorengespann im Bereich Musical. Komplettiert wird das Team bei der Entwicklung seiner Stoffe durch Inger Schjoldager. Nach einer Ausbildung in London und Oslo arbeitete sie als Schauspielerin an den wichtigsten Theatern Norwegens und beim Fernsehen. Sie war die erste Herausgeberin von Hörbüchern in Norwegen und für mehrere Jahre Leiterin der Jugendabteilung von Polygram.
Nach dem Erfolg von Sofies Welt 1998 folgte im Jahr 2001 Vincent van Gogh (in beiden Werken spielte Wiik auch die Hauptrolle). Ein Jahr später war die Uraufführung von Gefährliche Liebschaften, dem, wiederum knapp ein Jahr später, das Musical Heimatlos folgte, das nach seiner Uraufführung im Oktober 2003 in Oslo zu einem der größten Musicalerfolge Nordeuropas wurde. Wiik und Kverndokk wurden von der Norwegischen Nationaloper beauftragt, die Eröffnungsoper für das neue Opernhaus in Oslo zu schreiben: „Jorden Rundt“, nach Jule Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“ wird dort im Frühjahr 2008 uraufgeführt. Für die Domstufen in Erfurt arbeiten beide an "Martin L. - Das Luther Musical", das dort im Sommer 2008 uraufgefürt werden soll. Auch das nächste Musicalprojekt ist schon nahezu abgeschlossen: eine Musical-Comedy auf Basis der Kriminalgeschichten von "Dickie Dick Dickens" nach Rolf und Alexandra Becker.

Gisle Kverndokk
Geboren 1967 in Trondheim, ist Gisle Kverndokk einer der vielseitigsten Komponisten seiner Generation. Nach privatem Unterricht in Musiktheorie und Komposition studierte er an der Staatlichen Musikakademie in Oslo und an der Julliard School in New York außer Komposition auch Orchesterleitung, Klavier und Flöte.
Gisle Kverndokk komponiert für nahezu alle Genres, wobei neben Vokal- Kammermusik- und Orchesterwerken das Musik- und Tanztheater ein Schwerpunkt in seinem Schaffen einnimmt. Die wichtigsten Orchester Norwegens haben Werke von ihm aufgeführt. Die Uraufführung seines jüngsten Konzertwerks "Das Kristallkabiniett", einem Konzert für Violine, Klavier und Orchester, fand im Februar 2003 durch die Osloer Philharmoniker statt. Schon im Alter von 15 Jahren komponierte er eine Radio-Oper im Auftrag des Norwegischen Rundfunks. Sein erstes abendfüllendes Bühnenwerk "Der Falkenturm" (Libretto Erik Fosnes Hansen) kam 1990 auf die Bühne; die Kinderoper "Das Wundermittel" (George’s Marvellous Medicine) nach Roald Dahl entstand 1994 für die Kristiansund Oper und wurde 1995 von der Norwegischen Komponisten-Vereinigung zum Werk des Jahres gewählt. Seine Radio-Oper "Bokken Lasson – stumbling success" gewann den Prix Italia 2000. Im November 2005 hatte an der Norwegischen Nationaloper seine Oper "Den fjerde nattevakt" (Die vierte Nachtwache) nach dem Roman von Johan Falkberget Premiere, die von Publikum und Presse enthusiastisch aufgenommen wurde und, als erste zeitgenössische Oper, weitere Aufführungsserien in Oslo erleben wird.
Gemeinsam mit dem Librettisten Øystein Wiik bildet Gisle Kverndokk das derzeit produktivste und erfolgreichste europäische Autorengespann im Bereich Musical. Komplettiert wird das Team bei der Entwicklung seiner Stoffe durch Inger Schjoldager. Nach einer Ausbildung in London und Oslo arbeitete sie als Schauspielerin an den wichtigsten Theatern Norwegens und beim Fernsehen. Sie war die erste Herausgeberin von Hörbüchern in Norwegen und für mehrere Jahre Leiterin der Jugendabteilung von Polygram. Nach dem Erfolg von Sofies Welt 1998 folgte im Jahr 2001 Vincent van Gogh. Ein Jahr später war die Uraufführung von Gefährliche Liebschaften, dem, wiederum knapp ein Jahr später, das Musical Heimatlos folgte, das nach seiner Uraufführung im Oktober 2003 in Oslo zu einem der größten Musicalerfolge Nordeuropas wurde. Wiik und Kverndokk wurden von der Norwegischen Nationaloper beauftragt, die Eröffnungsoper für das neue Opernhaus in Oslo zu schreiben: „Jorden Rundt“, nach Jule Vernes Roman „In 80 Tagen um die Welt“ wird dort im Frühjahr 2008 uraufgeführt. Auch das nächste Musicalprojekt ist schon nahezu abgeschlossen: eine Musical-Comedy auf Basis der Kriminalgeschichten von "Dickie Dick Dickens" nach Rolf und Alexandra Becker.

[© Felix Bloch Erben, Berlin]

Zur Produktion der Domstufen-Festspiele Erfurt:

Premiere:
5. Juli 08 (Uraufführung)

Musikalische Leitung Philip Tillotson
Regie: Matthias Davids
Choreographie: Kurt Schrepfer
Ausstattung: Knut Hetzer
Chor:  Andreas Ketelhut


Mit:

Martin:
Yngve Gasoy-Romdal
Jörg: Carsten Lepper
Ursula: Petra Madita Kübitz
Bunz / Tetzel: Fernand Delosch
Steffen / Carlstadt: Frank-Josef Winkels
Caspar / Melanchthon: Ma´té Sólvom-Nagy
Hans Luther / Friedrich der Weise: Axel Meinhardt
Staupitz / von der Ecken: Michael Tews
Leo X: Charlie Serrano
Georg / Spalatin: Frank Logemann
Thomas Müntze: Matthias Sanders
 u.a.


www.domstufen.de
 

Mary Poppins

Basierend auf den Geschichten von P.L. Travers und dem Walt Disney Film

Musik: Richard M. Sherman & Robert B. Sherman
Weitere Lieder von: George Stiles & Anthony Drewe
Basierend auf den Geschichten von: Pamela L. Travers

Das Creativteam für die Bühnenversion:

Regie:
Sir Richard Eyre
Co-Regie & Choreografie: Matthew Bourne
zusätzliche Choreografie: Stephen Mear
Bühnenbild & Kostüme: Bob Crowley
Licht: Howard Harrison
Ton: Andrew Bruce
Instrumentation: William David Brohn


Premiere: 14. Dezember 04 (London, Price Edward Theatre)
London-Derniere: 12. Januar 08

Broadwaypremiere: 14. November 06 (New Amsterdam Theatre)

Mary Poppins wurde in den 60ern bekannt durch die wunderschön umgesetzte Verfilmung der Kinderbücher von Pamela L. Travers, mit Julie Andrews als märchenhaftes Kindermädchen Mary Poppins, die im London der Jahrhundertwende (1900) den streng geführten viktorianischen Haushalt der Familie Banks verzaubert. Dieser Film gilt als Meisterwerk der Kombination von Real- und Trickszenen und ist sicherlich eines der besten Musicals der 60er Jahre.

Vierzig Jahre danach,gibt es jetzt eine Bühnenfassung des Musicals. Cameron Mackintosh (Produzent großer Musicals wie Cats, Phantom der Oper, Miss Saigon, Les Misérables...) und Walt Disney haben sich zusammen geschlossen, um dies zu ermöglichen.

Nach Voraufführungen in Bristol(Hippodrom) fand die Premiere im Londoner West End am 15. Dezember 04 statt. (Prince Edward Theater).

Die Besetzung:

Mary Poppins / Gavin Lee 'Bert' :
Laura Michelle Kelly
George Banks: David Haig
Winifred Banks: Linzi Hateley
Miss Andrew: Rosemary Ashe
Mrs Brill: Jenny Galloway
Bird woman: Julia Sutton
Park Keeper: Kevin Williams
Robertson Ay: Gerard Carey

Je fünf Sets von Kindern spielen die Rollen von 'Michael und Jane Banks'.

In Nebenrollen: Sarah Bayliss, Ian Burford, Ashley Day, Jye Frasca, Lewis Greenslade, Howard Jones, Sarah Keeton, Melanie La Barrie, Claire Machin, Matthew Malthouse, Stephen McGlynn, Tamara McKoy Patterson, Tim Morgan, Stuart Neal, Zak Nemorin, Terel Nugent, Lisa O'Hare, Pippa Raine, Louisa Shaw, Savannah Stevenson, Nathan Taylor, Philip Michael Thomas, Poppy Tierney, Agnes Vandrepote, Alan Vicary, Emma Woods und Andrew Wright.


Laura Michelle Kelly spielte zuletzt 'Hodel' in der Broadwayinszenierung von "Fiddler on the Roof" (Anatevka).
Davor triumphierte sie als 'Eliza Doolittle' in Cameron Mackintosh's Production von "My Fair Lady" im Londoner Theatre Royal Drury Lane, wo sie die Rolle mit riesigen Errfolg in den letzten sechs Monaten der Laufzeit spielte.
Desweiteren spielte sie im West-End:
- 'Sophie' in "Mamma Mia!"
- 'Eponine' in "Les Misérables"
- 'Swallow' in "Whistle Down the Wind"
- 'Belle' in "Disney's Beauty and the Beast"

Gavin Lee beendete gerade die Dreharbeiten bei "The Phantom of the Opera" und "Beyond the Sea". Er spielte Hauptrollen in
- "Peggy Sue Got Married"
- "Contact"
- "A Saint She Ain't"
und in der Royal National Theatre's Produktion von "Oklahoma!"
Seine Theaterarbeit umfaßt auch West End Produktionen wie
"Crazy For You"
"Me and My Girl" und "Bugsy Malone".
 

Mein Freund Wickie
Familien-Musical

Nach dem Buch von: Runer Jonsson und der Trickserie „Wickie und die starken Männer“.

Produzenten: Hubert Schober für FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH, Hamburg, in Kooperation mit CoWu Veranstaltungen GmbH & Co KG, Hamburg
Libretto: Josef Göhlen
Musik: Prof. Christian Bruhn
Regie: Dagmar Leding
Kostüme und Bühnenbild: Erika Landertinger
Arrangements: Volker Schwanke
Uraufführung: 15. November 2009 (Hamburg, Fliegende Bauten)
Darsteller: Die besten jungen Talente aus den Schauspiel- und Musical-Schulen der Republik!

Termine in Koproduktion mit Semmel Concerts:
Fr, 29.01.2010, 15.00 Uhr: Berlin (Admiralspalast)
Sa, 30.01.2010, 11.00 Uhr: Berlin (Admiralspalast)
So, 31.01.2010, 11.00 Uhr: Berlin (Admiralspalast)

Fr, 05.03.2010, 15.00 Uhr: Wien (Museumsquartier Halle E)
Sa, 06.03.2010, 11.00 Uhr: Wien (Museumsquartier Halle E)
So, 07.031.2010, 10.00 Uhr: Wien (Museumsquartier Halle E)

Die kompletten Tourdaten gibt es auf:
www.mein-freund-wickie.de

Eintrittskarten sind erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen, oder telefonisch unter der Semmel Concerts Ticket-Hotline 01805/ 57 00 99 (14 Cent / Minute, Mobilfunkpreise können abweichen) sowie im Internet unter
www.semmel.de.

Mein Freund Wickie
Foto: Semmel Concerts Veranstaltungsservice GmbH

 „Auf die Plätze, fertig, los – die Wikinger kommen…“
Wikinger sind groß, mit zotteligen Haaren und langen Bärten, in Felle gekleidet und mit einem Hörnerhelm auf dem Kopf – wilde Gesellen, rauf- und raublustig und dem Met nie abgeneigt.
Totaler Quatsch – weiß doch jedes Kind: Der perfekte Wikinger ist klein, von Natur aus eher ängstlich und auch nicht besonders stark. Dafür zeichnet er sich durch pfiffige Ideen und Erfindungsreichtum aus. Man muss eben nicht die größten Muskeln haben, um wirklich cool zu sein. Der „lebende“ Beweis dafür ist Wickie. Seit 1974 rettet der kleine Wikingerjunge mit den rotblonden Haaren auf der Mattscheibe mit seinen genialen Geistesblitzen seinem eher einfältigen Vater Halvar und dessen Horde das germanische Hinterteil – und gehört seitdem zu den Lieblingen in den deutschen Kinderzimmern. Ab dem 09. September ist Wickie nicht nur im TV, sondern auch auf der Kinoleinwand präsent, unter der Regie von Michael Bully Herbig. Aber es kommt noch besser: Im Herbst 2009 erlebt Wickie seine Abenteuer auch live auf der Bühne.

„Mein Freund Wickie“ heißt das Show-Musical, das seit dem 22. Oktober 09 in Deutschland auf Tournee ist. Neben Wickie sind natürlich auch seine Eltern Halvar und Ilva, seine Freundin Ilvie, die die Geschichte erzählt, Faxe, Snorre, Tjure, Gorm und viele andere Wikinger aus dem Dorf Flake mit dabei.

Und darum geht es in „Mein Freund Wickie“: Als bei einem der Raubzüge von Halvar und seinen Mannen mal wieder etwas schief geht und sie vom fürchterlichen Gröhl gefangen genommen werden, schlägt Wickies Stunde. Er ist der Einzige, der seinen Vater und die anderen Wikinger aus ihrer misslichen Lage retten kann. Und wieder beweist der clevere Junge, dass die richtige Idee fehlende Muskelkraft mehr als wett machen kann: Den Zeigefinger an der Nasenspitze reibend und „Ich hab´s“ ausrufend, kommt ihm der rettende Einfall und gemeinsam mit den Kindern und Frauen aus Flake macht er sich auf, seinen Vater und dessen Männer mit Verstand und List zu befreien. Wie er das genau anstellt, ist ab dem 22. Oktober in den Fliegenden Bauten in Hamburg zu sehen – und danach ab 05. Januar 2010 auf großer Tournee durch Deutschland und Österreich.

„Mein Freund Wickie“ ist eine liebevolle Inszenierung voller Abenteuer, Spannung, Witz, tollen Kostümen und noch mehr Musik. Genau das Richtige um in den Lieblingsausruf von Gorm einzustimmen: ENTZÜCKEND!

Die Personen hinter „Mein Freund Wickie“

Josef Göhlen (Libretto)
Josef Göhlen, der die inzwischen weltbekannte und beliebte Zeichen-trickserie „Wickie und die starken Männer“ initiiert hat, war nach seinem Studium Kinderprogrammchef des Hessischen Rundfunks (dort verant-wortete er u. a. Programme der Augsburger Puppenkiste, die Serie „Pippi Langstrumpf“ und den Spielfilm „Räuber Hotzenplotz“).
Später baute er das Kinderprogramm des ZDF mit Titeln wie „Wickie“, „Maja“, „Heidi“, „Captain Future“, „Timm Thaler“, „Nesthäkchen“, „Alf“, „Muppetshow“, „Die Simpsons“ und vielen weiteren aus.
Schließlich verließ Josef Göhlen den Sender nachdem er als Chef der Vorabendserien Titel wie „Landarzt“, „Forsthaus Falkenau“ oder „Lehrer Dr. Specht“ als feste Bestandteile des ZDF-Programms erfolgreich etabliert hatte.
Seitdem widmet er sich Projekten des WDR und Pro7 und wendet sich verstärkt dem Theater zu.

Prof. Christian Bruhn (Musik)
Christian Bruhn gilt neben Ralph Siegel als einer der besten und vor allem erfolgreichsten deutschen Unterhaltungskomponisten. Viele seiner Lieder sind Ohrwürmer und Evergreens.
Er war viele Jahre der „Hauskomponist“ (und Ehemann) von Katja Epstein und Mireille Mathieu, schrieb aber auch Songs für Peter Maffay oder Hape Kerkeling. Nicht nur „Zwei kleine Italiener“, „Wärst du doch in Düsseldorf geblieben“, „Marmor, Stein und Eisen bricht“ , „La Paloma Ade“, „Monsieur Dupont“, „Wunder gibt es immer wieder“ und viele andere Titel sind Generationen bekannt, ebenso wie seine Lieder und die Musik zu Fernsehserien wie „Heidi“, „Wickie“, „Captain Future“ oder „Timm Thaler“.
Zudem vertonte Christian Bruhn Textzyklen von Erich Kästner, James Krüss und Heinrich Heine oder schrieb die Bühnenmusik zu Shakespeares „Der Sturm“.

Dagmar Leding (Regie)
„Theater für Kinder ist nicht Erwachsenentheater im kleinen, sondern muss ganz von der Erlebnis- und Phantasiewelt der Kinder ausgehen“, sagt die Hamburger Regisseurin Dagmar Leding. Sie war am Bochumer Schauspiel, Theater Bremen sowie am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg tätig, wo sie mit namhaften Regisseuren wie Peter Zadek, Michael Bogdanov, Niels-Peter Rudolph und Götz Loepelmann zusammenarbeitete.
Götz Loepelmann, der Erneuerer des deutschen Kindertheaters, führte die gelernte Dramaturgin zur Regie. Inzwischen kann Dagmar Leding auf eine Reihe von hochgelobten Inszenierungen für Kinder wie „Pettersson und Findus“, „Die kleine Hexe“, „Der kleine Vampir“ oder „Pippi Langstrumpf“ zurückblicken. Zuletzt hat sie für die Feuchtwanger Kreuzgangspiele 2009 „Neues vom Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler auf die Bühne gebracht. Seit 2004 ist sie außerdem Dozentin für Theatergeschichte an der Joop van den Ende Academy in Hamburg.


Erika Landertinger (Kostüme und Bühnenbild)
Erika Landertinger studierte Bühnenbild und Regie am Salzburger Mozarteum.
Nach Engagements als Kostümbildnerin (u.a. am Schauspiel Bonn, am Schauspielhaus Bochum, in Amsterdam, Den Haag und Rotterdam) übernahm sie zwischen 1980 und 1983 die Ausstattungsleitung der Ruhrfestspiele Reck-linghausen. Seit 1983 zeichnete sie als freischaffende Kostümbildnerin für mehr als 200 Theaterproduktionen verantwortlich, u .a. in München (Kammerspiele, Residenztheater, Staatsoper), Hamburg (Schauspielhaus, Thalia Theater) und Wien (Burgtheater, Volksoper, Volkstheater, Wiener Festwochen), an den Staatstheatern in Stuttgart, Wiesbaden und Mainz, am Schauspielhaus Zürich sowie an weiteren Bühnen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden.
Als bildende Künstlerin hatte Erika Landertinger mehrere Einzelausstellungen. Seit 2003 ist sie Dozentin für Kostümbild an der Toneel Academie Maastricht.

Volker Schwanke (Arrangements)
Seit 2002 ist Volker Schwanke in Hamburg verantwortlich für die Musik von über zwanzig Theaterproduktionen, einem Spielfilm und drei Hörbüchern.
Er komponiert, arrangiert, kreiert Geräusche und akustische Atmosphären als Einspielungen, spielt diverse Instrumente und singt, steht oft selbst auf der Bühne als Musiker/Schauspieler und übernimmt die musikalische sowie tontechnische Leitung von Produktionen. All dies zusammen z.B. in Hesses „Steppenwolf“ (Inszenierung: Gil Mehmert), der bereits über 100mal gespielt wurde oder der Hip-Hop-Oper „Max & Moritz“ mit über 200 Vorstellungen. Davor stand er als Bassist schon über 4000 Mal europaweit auf der Bühne und arbeitete in renommierten Ton-Studios in Hamburg, Bremen, Köln, London, Kopenhagen und Los Angeles.
In den 1970ern machte er bereits im Alter von 16 Jahren Plattenaufnahmen mit Kraut-Rock-Größen wie Karl Allaut (Lindenberg), Alto Pappert (Kraan), Holger Czukay (Can) und spielte bei „Wolfsmond“ (ex. Rattles), bevor er seine Ausbildung zum Orchestermusiker in Bremen begann und verschiedene Künstler produzierte.
Zurück in Hamburg wirkte er als Darsteller und Musiker bei Musicals wie „Hair“, „Grease“ oder „Buddy Holly“, und bei eigenen Produktionen wie „Daddy Deep“ oder dem Stück „Nerf“, das den 1. Musical-Medien-Preis gewann.

Hubert Schober (Produzent)
Ursprünglich Sozialpädagoge, machte Hubert Schober in den 1990ern sein Hobby zum Beruf und wurde professioneller Konzertveranstalter und Produzent. Er produzierte zusammen mit Christian Berg „Oh, wie schön ist Panama“ und schickte die kleine Janosch-Geschichte fast drei Jahre lang erfolgreich durch Deutschland. Es folgten „Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer“ und in Eigenregie „Die Biene Maja“ bevor er sich der Produktion und europaweiten Vermarktung von chinesischen Circus- und Kampf-Shows widmete. 2006 etablierte er mit seinem Partner Winston Ruddle die erfolgreiche Show „Mother Africa“, die bis dato 250.000 Besucher gesehen (und lieben gelernt) haben. Sein Motto: „Qualität statt Quantität“.

[© Semmel Concerts Veranstaltungsservice GmbH]

Memphis – The Birth of Rock´n Roll

Buch:
Joe Dipietro
Musik & Liedtexte: David Bryan
Uraufführung: 23. September 2003 (Beverly, Massachusetts; North Shore Music Theatre)

Zur Produktion im New Yorker Shubert Theatre:

Premiere:
19. Oktober 09
Preview-Start: 23. September 09

MEMPHIS_Chad Kimball  Montego Glover ©Jason Bell(2)

Memphis
Shubert Theatre New York
Huey Calhoun (
Chad Kimball) und Felicia Farrell (Montego Glover)
© Jason Bell

Regie: Christopher Ashley
Choreographie: Sergio Trujillo
Music Producer/Music Supervisor: Christopher Jahnke
Bühnendesign: David Gallo
Kostümdesign: Paul Tazewell
Lichtdesign: Howell Binkley
Tondesign: Ken Travis
Co-Projections Design: Shawn Sagady
Haar- und Perückendesign: Charles G. LaPointe
Kampfszenen: Steve Rankin
Casting: Telsey + Company
Associate Choreographer: Kelly Devine
Orchestration: Daryl Waters
Music Director/Conductor): Kenny J. Seymour
Dance Arranger: August Eriksmoen
Music Coordinator: Michael Keller
Production Stage Manager: Arturo E. Porazzi
General Management: Alchemy Production Group LLC
Production Manager: Juniper Street Productions Inc.
Presse: The Hartman Group
Marketing: Type A


Besetzung:

Huey Calhoun: Chad Kimball
Felicia Farrell: Montego Glover
Gator: Derrick Baskin
Delray: J. BERNARD CALLOWAY
Bobby: James Monroe Iglehart
Mr. Simmons: Michael Mcgrath
Mamma: Cass Morgan

Ensemble: Jennifer Allen, Brad Bass, Tracee Beazer, Kevin Covert, Hillary Elk, Bryan Fenkart, Dionne Figgins, Rhett George, John Jellison, Sydney Morton, Vivian Nixon, John Eric Parker, Jermaine R. Rembert, Laquet Sharnell, Ephraim Sykes, Cary Tedder, Danny Tidwell, Daniel J. Watts, Katie Webber, Dan'yelle Williamson, Charlie Williams

Memphis

In der rauchigen Hallen- und Underground-Clubs in der US Stadt Memphis in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts, zu Zeiten der Segregation, verliebt sich ein junger weißer DJ Namens Huey Calhoun in alles, was er nicht darf: Rock and Roll und eine elektrisierende schwarzen Sängerin.
MEMPHIS ist eine Geschichte über die kulturelle Revolution, die ausbrach, als sich seine Vision mit ihrer Stimme verband und die Musik für immer veränderte...

MEMPHIS bietet eine völlig neue Partitur mit Musik von Bon Jovis Gründungsmitglied David Bryan und Songtexte von David Bryan und Joe DiPietro (Ich liebe dich, You're Perfect, Now Change), der auch für das Buch verantwortlich zeichnet.
Bryan und DiPietro haben bereits beim aktuellen preisgekrönten Off-Broadway-Hit „The Toxic Avenger“ zusammen gearbeitet.
MEMPHIS basiert auf einem Konzept des verstorbenen George W. George
(Produzent des Tony nominierten „Bedroom Farce“ und dem Film „My Dinner with Andre“), mit Regie des Tony-Award nominierten Christopher Ashley (Xanadu) und Choreografie von Sergio Trujillo (Jersey Boys).

Chad Kimball (Huey Calhoun)
Chad originated the role of Huey Calhoun in Memphis at the La Jolla Playhouse garnering the San Diego Critics Circle Award for Best Leading Male Performance in a Musical.  Later he reprised the role in his hometown of Seattle at the 5th Avenue Theatre.  Kimball was seen on Broadway as John Lennon in Lennon at the Broadhurst Theatre.  He donned the Guise of Milky-White in the Broadway revival of Into the Woods (also the Broadhurst) with Vanessa Williams.  Other Broadway appearances include The Civil War and Good Vibrations.  Kimball's Off Broadway appearances include Finian's Rainbow at The Irish Repertory Theatre, My Life with Albertine at Playwrights Horizons and Godspell at the York Theatre.  Regionally, Kimball was seen in Sweeney Todd at The Signature Theatre, Baby at Paper Mill Playhouse, and Chess as well as Little Fish at The Blank Theatre in Los Angeles.  Mr Kimball won the Bistro Award for his solo concert, which he reprised at Joe's Pub.  Kimball is a graduate of the Boston Conservatory.  www.chadkimball.com

Montego Glover (Felicia Farrell)
Born in Georgia and raised in Tennessee, Montego attended the Chattanooga School for the Arts and Sciences and continued on to receive her BFA with Honors in Music Theater from Florida State University. Ms. Glover made her Broadway debut in the roles of ‘Celie’ and ‘Nettie’ in The Color Purple. She has been privileged to travel around the country performing at the Geffen Playhouse, La Jolla Playhouse, Seattle’s 5th Ave Theatre, The Huntington Theater and Pittsburgh Civic Light Opera, among many others. Favorite roles include Sarah in Ragtime, Lorrell in Dreamgirls, Hermia in A Midsummer’s Night Dream , Aida in Aida for which she won an IRNE award for Best Actress in a Musical and TiMoune in Once on This Island for which she received a Helen Hayes Award Nomination. Montego is thrilled to have been with Memphis since its conception and has earned her third IRNE Award nomination for her role as well as a San Francisco Bay Area Theatre Critics Award Nomination for Best Female Performance in a Musical. TV: “Law and Order,” “Guiding Light,” “Wonderful World of Disney.” National and Regional Commercial Campaigns include Charmin, Subway, Verizon, Wishbone, Sony, Pepsi and Hershey’s. www.montegoglover.com

Derrick Baskin (Gator) is beyond excited to be reprising the role of “Gator,” which he originated at North Shore Music Theater and Theatreworks in Palo Alto. Truly a labor of love. Broadway Credits: Tony-nominated Alan Menken and Doug Wright’s Disney’s The Little Mermaid (Jetsam). The original Mitch Mahoney in …Spelling Bee (Drama desk award , Broadway.com award). Other credits: Aida (Mereb) at North Shore Music Theater, Smokey Joe’s Café (Adrian) at Pioneer Playhouse, Ragtime (Mathew Henson) at Weston Playhouse. TV credits: “59th Annual Tony Awards” and “The Today Show.” Derrick has a B.A. in biology from Hampton University. A New York resident, Derrick calls Yokota Air Base his home.

J. Bernhard Calloway (Delray Jones) is making his Broadway debut as Delray Jones in Memphis. J. Bernard has been with the piece since its conception and is elated to see Memphis make its way to Broadway. He was most recently seen as Henry in The Public Theatre's award winning off-Broadway hit The Good Negro. He is currently sharing the screen with "A" list stars Denzel Washington and John Travolta in the summer blockbuster The Taking of Pelham 123.

James Monroe Iglehart (Bobby) has been with this production since 2004 and is so ecstatic that it has finally made it to Broadway. James just finished playing the Lion in the wonderful production of the Wiz at New York City Center Summer Encores. His other credits are (Broadway) 25th Annual Putnam Spelling Bee, (Regional) It Ain't Nothing but the Blues (Theatreworks), Memphis (La Jolla Playhouse and 5th Ave Theatre) Smokey Joe's Cafe (American Musical Theatre San Jose), Sweeny Todd (Foothill Musical Theatre).  James is a member of the Hip Hop Improv group Freestyle Love Supreme.  James can also be seen on the educational kids television show The Electric Company as the Silent E soloist.

Michael McGrath (Mr. Simmons)
On Broadway he created the role of Patsy in Monty Python’s Spamalot for which he received both Tony and Drama Desk award nominations. Other Broadway credits include, Is He Dead, Wonderful Town, Little Me, Swinging on a Star (Theatre World Award winner, Drama Desk nom.) The Goodbye Girl, My Favorite Year, also Follies, The Boys from Syracuse and DuBarry Was a Lady at City Center Encores. Off- Broadway he appeared in the Groucho role in the only New York revival of the Marx Brothers musical The Cocoanuts. Also, The Butter and Egg Man, Game Show, Louisiana Purchase and Forbidden Broadway. He has numerous television credits including serving as side kick to Martin Short on “The Martin Short Show.” Recent films include Changing Lanes, The Interpreter, Ira and Abby and Whatever Works. 

Cass Morgan (Gladys Calhoun)
Broadway: Mary Poppins (original Birdwoman), Ring of Fire, Beauty and the Beast (Mrs. Potts), Capeman, The Human Comedy, Hair and Pump Boys and Dinettes (co-author).  Off-Broadway:  Includes The Immigrant (cast album), Violet (cast album), Floyd Collins (cast album) Inside Out (cast album), Merrily We Roll Along (revival, cast album), La Bohème (Musetta), at Joe Papp’s Public Theater. Regional Highlights: Memphis (5th Ave in Seattle, La Jolla Playhouse), original cast of The Immigrant (the musical), Best Little Whorehouse in Texas (Miss Mona) and 1776 (Abigail) North Carolina State theater. National tour of Cabaret (Frauline Schneider), American premier of Children of Eden at Mill Mountain Playhouse.  11 years with The New Harmony Project, a 2 week writers conference in Indiana, held each spring, to develop new works that celebrate the human spirit.

www.memphisthemusical.com

Miami Nights

Regie, Idee und Auswahl der Songtitel):
Alex Balga
Buch: Marcus Haseloff & Karin Kern (Mitarbeit am Buch)


Bühnenbild: Walter Schwab
Choreographie: Natalie Holtom
Kostüme: Cheesha Gayden
Lichtdesign: Jan Hüwel
Maske: Christina Jelen
Tondesign: Cedric Beatty
Regieassistenz/Resident Director: Gudrun Schade

Produzenten für die die Miami Nights GmbH: Thomas Krauth, Andrea Friedrichs & Michael Benner
Co-Produzent: Freddy Burger

Uraufführung: 3. März 2002 (Düsseldorf, Capitol Theater, Spielzeit bis 25. Januar 04)

Keine Konfektionsware von der Stange, sondern ein maßgeschneiderter Musical-Coup made in Düsseldorf
What a feeling!! “Miami Nights” hat Charme, Tempo und Klasse und strotzt vor Vitalität

Es hat Charme, es hat Witz, es ist schnell und farbenprächtig, kurzweilig und turbulent. Und ein Hit jagt den nächsten. Kurzum: Man/frau muss dieses Stück einfach mögen, wenn nicht sogar lieben. Und dabei hatten die Skeptiker im Premierenvorfeld von “Miami Nights” wieder einmal Hochkonjunktur, weil sie eben nur ein weiteres bewegungsintensives und anspruchsloses Gute-Laune-Stück nach Schema F, von denen es ja schon zur Genüge gab und gibt, erwarteten. Sie mussten sich von dem jungen Regie-Talent Alex Balga, Choreografin Natalie Holtom und den anderen Kreativen aus ihrem Dunstkreis (Buch: Marcus Haseloff; Bühnenbild: Walter Schwab; Kostümdesign: Cheesha Gayden; Musikalische Leitung: Heribert Feckler) eines Besseren belehren lassen. Letztere hatten, wie vor allem auch die Produzenten Thomas Krauth und Andrea Friedrichs, von Anfang an fest an ihr “Baby” geglaubt, wenngleich für den Außenstehenden zunächst etwas unersichtlich war, worauf sie ihre optimistischen Einschätzungen gründeten. Denn: Es konnte und sollte ja nicht darum gehen, das “Tanzmusical” neu zu erfinden. Vielleicht war es aber (höchste) Zeit, es neu zu definieren.

Ob die Helden nun Danny Zuko, Brutus T. Firefly oder Tony Manero heißen, sie hopsen sich die Seele aus dem Leib, haben im Kräftespiel zwischen Angebot und Nachfrage ihren Platz gefunden und bedienen einen real existierenden Markt. Oft ist das Resultat sogar ganz amüsant, doch bleibt, abgesehen von zweieinhalb Stunden zwangloser, mittelmäßig bis guter Unterhaltung, häufig wenig hängen. Und schon gar nicht (oder ganz, ganz selten) stellt sich dieses “Aha- und “Whow”-Erlebnis ein. Und jetzt noch eine Inszenierung nach diesem Strickmuster? Musste das wirklich sein? Die Antwort lautet eindeutig und entschieden “Ja”!

Keine Konfektionsware
“Miami Nights” ist keine Produktion von der Stange, keine Konfektionsware, die, weil’s vielleicht auch bequem ist, andernorts, am, Broadway oder im Westend, mal eben schnell eingekauft wurde. Hier ist alles Maßanfertigung – “made in Germany”. Der Erfolg, der sich bereits bei den der Welturaufführung vorgeschalteten Previews anhand der begeisterten Publikumsreaktionen abzeichnete, ist hart und ehrlich erarbeitet. Mit dieser Inszenierung hat Düsseldorf als Musical-Standort erneut an Gewicht zugelegt.
Nun hat das Capitol-Theater, das bis 1992 als Betriebshof der Rheinbahn diente, in seinem bisherige Dasein als Musen-Tempel ja noch nie Durchschnitts-Kost serviert. Ob “Grease”, die deutsche Erstaufführung von “Rent”, “Chicago, “Godspell”, “Cabaret” oder die “Rocky Horror Show”, es waren stets (ausgereifte) Meilensteine, die hier über die Rampe gingen. Und jetzt als (vorläufige) Krönung des Ganzen eine veritable Weltpremiere.
Man würde es sich zu einfach machen, die Zugkraft der neuen Produktion einzig und allein der Potenz ihrer Musik zuschreiben. Gut: Die Verantwortlichen haben sich ziemlich ungeniert in den Charts der wilden 80-er bedient und sich daraus die großen Abräumer herausgepickt. Das fängt bei Gloria Estefans “Conga” an, erstreckt sich über “I wanna dance with somebody” von Whitney Housten und “Timer after time” von Cindy Lauper und hört bei “What a feeling” von Irene Cara oder “Holding out for a Hero” von Bonnie Taylor noch lange nicht auf. Mag ja durchaus sein, dass allein diese Titel und ihre kalkulierte, zwangsläufige Assoziation mit so legendären Tanzfilmen wie “Dirty Dancing, “Footloose” oder “Fame” schon Eigendynamik und Zugkraft genug entwickeln, um die Besucher die Katze im Sack kaufen zu lassen. Das Publikum erlebt trotzdem noch sein blaues Wunder – im positiven Sinne.
All diese Mega-Hits wurden aufgepeppt und neu arrangiert und vor allem äußerst geschickt und mit sicherem Gespür in die Handlung eingepasst bzw. mit ihr verwoben. Auch diese Story rankt sich letztlich “nur” um ein großes Tanzturnier, das zu gewinnen die Protagonisten alles daran setzen. Insofern darf man bei einem solchen Sujet auch keinen falschen Ehrgeiz unterstellen, der vielleicht auf den literarischen Friedensnobelpreis schielt. Trotzdem: Das Buch von Autor Haseloff hebt sich wohltuend von dem gängigen Einheitsbrei anderer, ähnlich ausgerichteter Vorlagen ab, deren Verlauf und Ende alle irgendwie doch vorhersehbar sind und deshalb sehr oberflächlich wirken. “Miami Nights” hingegen steckt voller Humor und erfrischender Nuancen und beinhaltet andererseits doch einige überraschende Wendungen. Liebe, Eifersucht, Intrigen, Egoismus, übersteigerter Ehrgeiz, Herzschmerz, Lebensfreude, Lust und Frust wirken in ihrer Darstellung glaubhaft und eben nicht aufgesetzt.

Die Charaktere wurden sehr fein und anschaulich herausgearbeitet, wobei deren Agieren, sei es in Wort, Gesang oder Tanz, auch von immenser Detailversessenheit des Regisseurs und der Choreografin zeugen. Hier passt irgendwie alles zusammen. Die schwungvollen Bewegunsgabläufe und blitzschnellen Szenenwechsel in der Manier eines Video-Clips sind von zum Teil schwindelerregender Rasanz. Das Stück hat keine Anlaufschwächen, es geht gleich in die Vollen, von Null auf Hundert in wenigen Sekunden. Und dieses Tempo wird bis zum Schluss durchgehalten – was extreme Anforderung an die Akteure vor und hinter den Kulissen stellt. Der Funke springt vom ersten Moment an aufs Publikum über, sodass es im Auditorium nur so wippt und klatscht. 

Aber erst das knapp 30-köpfige Ensemble bringt die Zauberkraft und die erotisch aufgeladene Atmosphäre der in den tropisch-schwülen Gefilden Südfloridas angesiedelten Love-Story in seiner ganzen Bandbreite zur Blüte. Und man merkt sofort, dass die Künstler hier nicht eine Rolle abspulen, sondern mit Herz, Leib und Seele dahinter stehen. Das Spannungsfeld zwischen Gut und Böse, Hass und Liebe, Zickigkeit und Lasterhaftigkeit, Sucht, Erfolgszwang und Emotionen nutzen die Darsteller zur Entfaltung und individuellen Akzentuierung. Die gesamte Cast ist ambitioniert und hoch motiviert. Jeder einzelne Darsteller, und obliegt ihm/ihr noch ein so kleiner Part, ist vom Ehrgeiz beflügelt, das absolut Beste aus sich herauszuholen und zu geben.

Nicht nur vom Hit-Potential her gesehen, sondern auch personell dürfen sich die Macher des Stücks auf der todsicheren Seite wähnen. Allein die überragende und zauberhafte Karin Seyfried in der Rolle des kubanischen Popcorn-Aschenputtels, das sich zur Latino-Prinzessin Laura Gomez mausert, würde es herausreißen, wenn alle anderen schwach wären. Sind sie aber nicht.

Starkes Ensemble
Neben der charmanten Wienerin, die zuletzt als Stephanie Mangano in “Saturday Night Fever” auf der Bühne stand, aber schon bei “Elisabeth” in Wien, als “Belle” in “Die Schöne und das Biest” in Stuttgart sowie in Düsseldorf als “Sandy” in “Grease” Eindruck machte, darf hier erstmals die ganze Bandbreite ihres Talents ausspielen und zur Geltung bringen. Neben ihr ist der junge und smarte Hendrik Zietz als Turniertänzer “Jimmy Miller” die überragende Bühnenpersönlichkeit. Bei Gottschalks “Wetten, dass . . .” hatte er am Abend vor der Premiere, weil grippegeschwächt, noch gepasst, aber als es dann galt, war der “Danny Zuko i.R.” voll da.

Vital und intensiv
Das gilt samt und sonders für Paul Kribbe, einen der überragenden europäischen Musical-Stars. Dem abgehalfterten, whisky- und selbstverliebten Parketthengst und Miller-Widersacher “Roy Fire” verleiht der Niederländer, “nebenbei” selbst ein begnadeter Choreograf, soviel macho-haftige, komische Vitalität, dass es eine Freude ist, ihm zuzuschauen. Auf Sabine Schreittmiller, die zickige Intrigen-Queen des Abends – als solche geht sie zwar nicht über Leichen, so aber doch über gebrochene Fußknöchel ihrer Konkurrentinnen – trifft das in gleichem Maße zu. Ganz oben auf der Sympathie-Skala des Publikums stehen Marny Bergerhoff und Japheth Myers, die, privat ein Ehepaar, nun auch in den Miami Nights, wenn auch erst auf Umwegen, zueinander finden und daselbst erstmals gemeinsam im Rampenlicht stehen. Hut ab, mit welcher überschäumender Intensität und Spielfreude diese beiden ihre Nebenrollen auskleiden. Und das gilt auch für alle anderen, ob die nun Maria Jane Hyde, Gilda Rebello, Ferdi Antersijn oder Martin Christoph Rönnebeck heißen.
“Miami Nights” ist ein Ereignis und alles andere als eine mit heißer Nadel gestrickte Billigproduktion, was bei dem Mann (Thomas Krauth), der dahinter steht, auch nicht zu befürchten war. Es hebt sich wohltuend von inhaltlich ähnlichen Inszenierungen seiner Art ab. Das Stück dürfte dem Haus auf Monate hinaus eine hervorragende Auslastung bescheren, und das wäre allemal verdient. Auf dem Spielplan steht die Produktion zunächst bis Ende dieses Jahres, aber man weiß ja nie. Wenn sich die Nachfrage weiter so entwickelt, wie sie sich angelassen hat, dürfte es danach noch einmal in die Verlängerung gehen. Dann müssen die CATSen, die ja im Frühjahr 2003 hier Einzug halten sollten, eben noch etwas warten. Und selbst wenn die Miezen in der Erkrather Straße miauen, geht der Vollmond in Miami immer noch auf und das Stück auf Europatournee. The Rhythm Is Gonna Get You!

    Q. & ©: JÜRGEN HEIMANN
    Vielen Dank für die Verfügungstellung des Materials !
     

Die Handlung

1. Akt

Miami in den Achtzigern: Der erfolgreiche Turniertänzer Jimmy Miller und seine Freundin Jessica Diamond gewinnen die erste Runde des "Miami Nights Dance Contest". Doch schon nach dem ersten Siegestaumel kommt es zwischen den beiden zum Streit. Jimmy gibt daraufhin bekannt, nicht mehr mit Jessica tanzen zu wollen, und Jessica verkündet, künftig das Tanz-Parkett nur noch mit Roy Fire, Jimmys Erz-Rivalen, zu betreten.

Wütend streift Jimmy durch Miami. In einer Salsa-Bar im kubanischen Viertel trifft er auf Laura, die tagsüber im Tanzpalast Popcorn verkauft. Hier, in der Welt der leidenschaftlichen Salsa-Rhythmen, sieht er Laura in einem völlig neuen Licht. Begeistert bittet er sie, ihn mit diesem Tanz - Salsa - bekannt zu machen. Lauras Bruder Emilio passt dies gar nicht: Mit einem Amerikaner soll seine Schwester nicht tanzen. Und als Jimmy Emilio auch noch beleidigt, lernt er dessen Temperament kennen.

Allen Schwierigkeiten zum Trotz verbindet Jimmy und Laura die Liebe zum Tanz mehr und mehr. Unterdessen suchen Betty (Jimmys Mutter) und Mr. Bob (sein ehrgeiziger Tanzschul-Trainer) schon eine neue Partnerin für Jimmy. Doch der will nur noch Laura...

Mr. Bob träumt davon, Präsident des Tanzschul-Verbandes zu werden. Dazu müssen aber Jimmy und Jessica, seine Vorzeigeschüler, den Dance Contest gewinnen. Mr. Bob ist jedes Mittel recht, die beiden wieder zusammenzubringen. Mit einem Trick erreicht er, dass Jessica glaubt, nur mit Jimmy - und nicht mit Roy Fire - könne sie das Turnier gewinnen. Jessica will also nur einen Tanzpartner: Jimmy!

2. Akt

Doch beim nächsten Schautanzen kommt alles ganz anders. Jimmy stellt seine neue Partnerin vor: Es ist die Popcorn-Verkäuferin Laura! Mr. Bob und Betty sind - gelinde gesagt - entsetzt und verspotten sogar die Kubanerin. Verletzt und enttäuscht läuft Laura davon. Triumphierend zieht Jessica Jimmy auf die Tanzfläche. Doch dieser reißt sich los und folgt Laura, die bei ihren Freunden in Emilios Bar Trost sucht. Jimmy will Laura alles erklären, doch Emilio verwehrt es ihm. Ein Mann, der wie ein dressierter Hund Kunststücke vorführt und dies Tanzen nennt, sei seiner Schwester nicht würdig. Erst als Jimmy ihm deutlich machen kann, dass auch er das Gefühl fürs Tanzen im Herzen trägt, erlaubt Emilio die gemeinsame Teilnahme am Turnier.

Im Tanzpalast strickt Jessica währenddessen schon neue Intrigen, um die beiden auseinander zu bringen...
 

Mozart - Das Musical

Idee, Buch und Liedtexte:
Michael Kunze
Musik & Arrangements: Sylvester Levay

Uraufführung: 2. Oktober 1999 (Wien, Theater an der Wien)

Das Leading Team der Wiener Produktion:

Regie:
Harry Kupfer
Bühnenbild: Hans Schavernoch
Musical Staging: Dennis Callahan
Kostüme: Yan Tax
Tondesign: Tony Meola
Lichtdesing: Franz Peter David
Musikalische Leitung: Caspar Richter


Spielzeit Wien: 2. Oktober 99 bis 7. Mai 01
Spielzeit Hamburg: 21. September 01 bis Juli 02
Spielzeit München: 2. - 30. November 06
Spielzeit Plauen/Zwickau: 18. Januar - 21. Juni 08
Spielzeit Tecklenburg: ab 21. Juni 08
 

Das erste deutsche Repertoiretheater in dem MOZART! – DAS MUSICAL zu sehen war, ist das Theater Plauen-Zwickau:

Premiere:
18. Januar 08

www.theater-plauen-zwickau.de

Zur Produktion der Tecklenburger Freilichtspiele

Premiere:
21. Juni 08

Patrick Stanke rebelliert als „Mozart“ in Tecklenburg
Auch Ethan Freeman, Anne Welte, Karin Seyfried und Adrian Becker am Start

Die Tecklenburger Freilichtspiele haben, passend zum Vorverkaufsstart Anfang Dezember 07, die Besetzung für ihr mit Spannung erwartetes 2008-er Saisonhauptstück, „Mozart!“, bekannt gegeben. Nachdem es die Spatzen bereits von den Dächern des nur im Winter etwas verschlafenen wirkenden Kleinstädtchens gepfiffen hatten, ist es nun auch offiziell. Patrick Stanke wird die Haupt- und Titelrolle in der ersten Freilichtinszenierung dieses Meisterwerks von Sylvester Levay und Michael Kunze übernehmen.
Nach seiner überzeugenden Darstellung des Henry Jekyll und Edward Hyde in diesem Jahr schien der talentierte Wuppertaler für diesen Part, in dem der Norweger Ynge Gasoy-Romdal weiland in Wien und Hamburg ja ziemlich große Fußspuren hinterlassen hat, erste Wahl. Dies aber auch deshalb, weil Stanke bereits in einer anderen Mozart-Inszenierung, jener im Deutschen Theater in München, das rebellische Salzburger Musikgenie gegeben hatte – wenn auch ohne Perücke.

Aber auch die anderen Hauptrollen sind hochkarätig besetzt. Die Cast ist vom Feinsten und dürfte die Herzen vieler Musicalfans höher schlagen lassen. Kein Geringerer als Ethan Freeman, ein alter Tecklenburg-Veteran, wird, wie einst auch in der Neuen Flora in Hamburg, den Papa Leopold geben. Als großer, mächtiger Gegenspieler der Beiden in Gestalt des Fürstbischofs Colloredo tritt Marc Clear an, der spätestens seit seinem überzeugenden Debüt als Inspektor Javert vor zwei Jahren einen dicken Stein im Brett der Münsterländer hat. Zum zweiten Male in Tecklenburg dabei ist Karin Seyfried – diesmal als Mozarts Schwesterherz Nannerl. Der Österreicherin war hier 2007 in beiden Produktionen (Jekyll &Hyde“ und „Miami Nights“) als „Lisa“ bzw. „Laura Gomez“ ein glänzender Einstand geglückt.
Und Adrian Becker hat im Theater auf der Burg, egal in welcher Rolle, sowieso immer ein Heimspiel. Der Künstler aus Saarlouis schlüpft kommendes Jahr in die Rolle des Schikaneder. Anne Welte dürfte als Cäcilia Weber die richtige Frau am richtigen Ort sein. Wolfgang Höltzel ist als Graf Arco mit im Spiel, Michael Schüler übernimmt den Part des Fridolin Weber. Und die „Lucy“ dieses Jahres, Simone Geyer, singt „Irgendwo wird immer getanzt“. Sie spielt Mozarts Frau Constanze. Offen ist vorerst noch, wer es an den Ausläufern des Teutoburger Waldes „Gold von den Sternen“ regnen lässt. Auf die „Baronin von Waldstätten“ haben sich die Verantwortlichen noch nicht verständigen können.
Für die Regie (und Choreografie) der weltweit ersten Mozart-Open-Air-Inszenierung zeichnet Cusch Jung verantwortlich, jener Mann, der in diesem Jahr in Tecklenburg auch „Jekyll &Hyde“ so packend umgesetzt hatte. Die musikalische Gesamtleitung liegt in den bewährten Händen von Tjaard Kirsch, bei der Ausstattung wird Karin Alberti wieder ganz tief in ihre Trickkiste greifen.
Premiere von „Mozart“ ist übrigens am 21. Juni, während „Footloose“, das zweite große Stück der neuen Saison, am 1. August erstmals über die Bühne geht. Tickets können unter anderem unter der Hotline (05482) 220 gebucht werden. Weitere Infos unter www.freilichtspiele-tecklenburg.de. JÜRGEN HEIMANN

Mehr Info (externer Link)

Kein Aufguss, sondern ein völlig neuer Mozart: packend, dramatisch, atemberaubend, aufregend und voller Überraschungen
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Zur Hamburger Produktion -

Wir haben sie noch im Ohr und vor dem lesenden, staunend-ungläubigem Auge, die schmähenden Rundumschläge der stets besserwisserischen Kritik-Schickeria. Als Mozart! am 2. Oktober anno 1999 im Theater an der Wien an den Start ging, wurde die Inszenierung von den meisten Feuilleton-Artisten der großen Medien heftigst und übelst abgewatscht. Selbst die größte deutschsprachige Musical-Fachzeitschrift meinte nach krampfhafter Suche ziemlich viele Haare in der schmackhaften Suppe entdecken zu müssen. Ironie des Schicksals: Wenige Monate später musste deren Chefredakteur eben jene von ihm so gescholtene Produktion mit Preisen überhäufen und zum “Musical des Jahres 2000” ausrufen. Mozart! war bei der traditionellen Leser-Abstimmung in fünf von sieben Kategorien als Sieger hervorgegangen. Wieder einmal, so zeigte sich, hatten die Damen und Herren Rezensenten mit traumwandlerischer Sicherheit meilenweit am Geschmack des Publikums vorbeigeschrieben.

Ob sie daraus gelernt haben? In Hamburg erlebt der “charismatische Rebell” derzeit seinen zweiten Frühling. Am 21. September feierte das Kunze/Levay-Stück in der Neuen Flora als Nachfolger des Opern-Phantoms in seiner Deutschen Erstaufführung einen furiosen Einstand. Und seitdem ist das Auditorium Abend für Abend ausverkauft. Mozart! entwickelt sich erwartungsgemäß zum Hit. Er ist zu Stellas neuem Hoffnungsträger geworden – und dürfte die in ihn gesetzten Erwartungen allemal erfüllen. Es ist eine Geschichte, die es verdient, gehört, gesehen und gefühlt zu werden.

“Ein neuer Stern am deutschen Musical-Himmel” hatten die Macher im Vorfeld nicht gerade bescheiden getönt, aber damit keineswegs zu dick aufgetragen. Die Show, bei der wie ihn Wien Harry Kupfer Regie führt, ist ein einziges Fest für die Sinne. Atemberaubend, temporeich und stilsicher inszeniert und voller Überraschungen. Eine musical-ische Wundertüte voller brillanter Einfälle, die ebenso brillant umgesetzt werden. Da gibt es bombastische, opulente und effektvolle Ensemblenummern, aber auch Balladen, Soli und Duette voll zarter Schlichtheit – und beide sind dazu angetan, sich beim Publikum die Nackenhäarchen aufstellen zu lassen. Nicht nur “ein bissel für’s Hirn, und ein bissel für’s Herz”, sondern reichlich von beidem. Das geht unter die Haut.

Das (inzwischen weiterentwickelte) Konzept kann durchaus für sich in Anspruch nehmen, innovativ und experimentell zu sein. Das Stück ist eben kein langatmiger Historien-Schinken, sondern aufregend und fesselnd – eine Mischung aus dramatischem Theater und opernhafter, mit eingängigen und zündenden, rhythmischen und knalligen Pop- und Rock-Elementen angereicherter Musik. Diese Ingredienzien indes sind so neu nicht und wurden bereits bei vielen anderen Musicals mehr oder weniger glücklich vermengt. Hier jedoch, bei Mozart, entwickelt sich dadurch eine überzeugender und mitreißende Mix, der viel Ohrwurm-Trächtiges gebiert. Da ist Sylvester Levay in seinem Element. 

Angerührt haben diese würzige und bekömmliche Suppe die kreativsten Geister der europäischen Musical-Szene. Dass sie ein auf Erfolg abonniertes unschlagbares Team sind, haben Michael Kunze (Idee, Buch, Liedtexte) und Komponist Sylvester Levay ja bereits bei “Elisabeth” eindrucksvoll bewiesen. Und wenn dann, wie in Wien, Regisseur Harry Kupfer, Choreograf Dennis Callahan sowie Hans Schavernoch und Yan Tax (Ausstattung) mit im Boot sind, kann ja eigentlich auch nichts schiefgehen. Tut es auch nicht.

Neben den Stuttgarter Vampiren ist Mozart die zweite Produktion, die die Vereinigten Bühnen Wien gemeinsam mit Stella Entertainment auf dem deutschen Markt platziert haben. Das Stück wurde von der Donau an die Elbe transferiert, aber nicht als 1:1-Kopie. Gerade hier liegt eine wesentliche Stärke gegenüber vielen anderen internationalen Produktionen. Die kommen, ob in London, Paris oder New York, überall gleich und nach ein und demselben Muster gestrickt, daher, sind quasi statisch und in ihrer Form für sakrosankt erklärt. Nicht so die Werke Kunzes und Levays. Sie, ebenfalls Exportschlager, sollen sich, wünschen ihre geistigen Väter ausdrücklich, weiterentwickeln und den Gegebenheiten des jeweiligen Standortes angepasst werden.

Insofern ist auch der Hamburger Mozart kein alter, Wiener Hut, sondern irgendwie schon etwas Neues. Einige Szenen wurden gestrichen, andere sind hinzugekommen. Gleiches gilt für Partitur und Libretto. Levay und Kunze haben etliche neue Stücke beigesteuert – und das hat dem Ganzen gutgetan. Für Puristen unter den musicalischen Mozart-Fans vielleicht zunächst erst einmal gewöhnungsbedürftig, aber dann zündet es. Durch die mutigen Veränderungen ergeben sich neue inhaltliche Schwerpunkte, im ersten Akt noch mehr als im zweiten. Die Storyline wird schlüssiger, die Linie klarer. Die Figuren erhalten ein ganz anderes Gewicht. Viel deutlicher herausgearbeitet ist auch der Vater-Sohn-Konflikt. Leider wird es aber keine eigene CD-Einspielung geben.

Das Ensemble, eine erlesene, aus über tausend Bewerbern rekrutierte Darsteller-Riege, haucht dem Ganzen quirliges, pulsierenden und überzeugendes Leben ein, singt und tanzt mit vollem Stimm- und Körpereinsatz durch die 30 Szenen. Die Besetzungsliste liest sich wie das Who’s Who der europäischen Musical-Welt: Ethan Freeman als Leopold Mozart und Maricel als Constanze sind als personelle Pluspunkte der Show nur die Spitze des Eisbergs. Da geben sich Angelika Milster als Baronin von Waldstätten, Felix Martin als Fürsterzbischof Colloredo, Nicole Berendsen als Cäcilia Weber – und vor allem Yngve Gasoy-Romdal in der Titelrolle die Ehre.

Der norwegische Ur-Mozart aus Österreich hat seit seinen Wiener Tagen noch an Format und Ausdruckskraft gewonnen und ist als temperamentvoll-ungezügeltes Rebellen-Genie die beherrschende Figur auf der Bühne – und das nicht nur, weil es das Buch so will. Der charismatische Künstler mit seinem auffälligen Outfit lässt Mozart wie einen ungestümen Popstar erscheinen, kleidet seinen Part mit Spielwut und Kraftstimme aus und vereinigt vokale Power mit schauspielerischer Stärke. Es macht einfach Spaß, zu beobachten, wie dieses begnadete Talent die Nuancen und vielschichtigen Facetten der Persönlichkeit Mozarts umsetzt und auf der Bühne auslebt.

 Ein Stück ohne Schwächen, aber voller magischer Momente, packender Dramatik und intensiver Dichte. Und ein ungetrübtes Musicalvergnügen.             ©: JÜRGEN HEIMANN
 

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