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Martin L. – Das Luther-Musical
Von: Øystein Wiik und Gisle Kverndokk
Buch und Gesangstexte: Øystein Wiik
Musik: Gisle Kverndokk Deutsch: Carola Schiefke und Stephan Kopf
Uraufführung: 5. Juli 2008 (Erfurt, Domstufen-Festspiele)
Im Mittelpunkt des Musicals
Martin L. steht der Mensch Martin Luther in seiner Widersprüchlichkeit, geprägt von den Extremen seiner Zeit. In einem spannenden Bilderreigen sehen wir den jungen Erfurter Studenten, hin und
her gerissen zwischen Liebe, politischen Intrigen, einem starken Willen auf der einen und ebenso starken Zweifeln auf der anderen Seite. Langsam entwickelt er sich zum Revoluzzer, aus dem
später der Reformator wird.
Was war er für ein Mensch - Martin L., noch ohne den "großen" Namen? Die wenigen bekannten historischen Fakten aufgreifend, nutzt das Musical die
direkte und emotionale Wirkungsmöglich-keit des Genres, um eine eigene, teils fiktive Geschichte zu erzählen:
Martin, ein lebenslustiger und verliebter Student, zieht sich plötzlich
in die Einsamkeit des Klosters zurück. Von dort aus beginnt er für seine Überzeugung zu kämpfen: Martin L. erklärt der Weltmacht Kirche den Krieg und wird selbst zum Spielball der Politik.
Auf dem Weg zum Kaiser nach Worms gelingt es ihm, die Massen in bisher nie gesehener Weise zu begeistern. Nun ist er Störenfried und Retter in einem: Luther, der, politisch verfolgt, ins Exil
auf die Wartburg fliehen und zusehen muss, wie seine Ideen missbraucht werden – bis hin zur Begründung für einen Krieg. Doch Martin Luther, der "Showstopper der Weltgeschichte", wie
ihn Christoph Diekmann nannte, bleibt sich trotz aller Zweifel treu: "Hier stehe ich und kann nicht anders!"
Øystein Wiik Der Norweger Øystein Wiik erhielt
seine Ausbildung an der Staatlichen Theaterhochschule in Oslo sowie in Wien, Bologna und London. Als Sänger und Schauspieler trat er in zahlreichen Musiktheater-, Film- und
Fernsehproduktionen auf und hat an mehreren CD-Einspielungen mitgewirkt. Im Genre Musical spielte er Hauptrollen u.a. in "Les Misérables" (sowohl im Londoner West End als u.a. auch
in Oslo und Wien), "Jesus Christ Superstar", "Sweeney Todd" und "Evita". Schon während seiner Studienzeit fing Øystein Wiik an zu schreiben, zunächst für Revuen,
danach Kinderstücke und Liedtexte für verschiedene Interpreten. Zusammen mit dem Komponisten Gisle Kverndokk bildet Øystein Wiik das derzeit produktivste und erfolgreichste europäische
Autorengespann im Bereich Musical. Komplettiert wird das Team bei der Entwicklung seiner Stoffe durch Inger Schjoldager. Nach einer Ausbildung in London und Oslo arbeitete sie als
Schauspielerin an den wichtigsten Theatern Norwegens und beim Fernsehen. Sie war die erste Herausgeberin von Hörbüchern in Norwegen und für mehrere Jahre Leiterin der Jugendabteilung von
Polygram. Nach dem Erfolg von Sofies Welt 1998 folgte im Jahr 2001 Vincent van Gogh (in beiden Werken spielte Wiik auch die Hauptrolle). Ein Jahr später war die Uraufführung von
Gefährliche Liebschaften, dem, wiederum knapp ein Jahr später, das Musical Heimatlos folgte, das nach seiner Uraufführung im Oktober 2003 in Oslo zu einem der größten Musicalerfolge
Nordeuropas wurde. Wiik und Kverndokk wurden von der Norwegischen Nationaloper beauftragt, die Eröffnungsoper für das neue Opernhaus in Oslo zu schreiben: „Jorden Rundt“, nach Jule Vernes
Roman „In 80 Tagen um die Welt“ wird dort im Frühjahr 2008 uraufgeführt. Für die Domstufen in Erfurt arbeiten beide an "Martin L. - Das Luther Musical", das dort im Sommer 2008
uraufgefürt werden soll. Auch das nächste Musicalprojekt ist schon nahezu abgeschlossen: eine Musical-Comedy auf Basis der Kriminalgeschichten von "Dickie Dick Dickens" nach Rolf
und Alexandra Becker.
Gisle Kverndokk Geboren 1967 in Trondheim, ist Gisle Kverndokk einer der vielseitigsten Komponisten seiner Generation. Nach privatem Unterricht in
Musiktheorie und Komposition studierte er an der Staatlichen Musikakademie in Oslo und an der Julliard School in New York außer Komposition auch Orchesterleitung, Klavier und Flöte. Gisle
Kverndokk komponiert für nahezu alle Genres, wobei neben Vokal- Kammermusik- und Orchesterwerken das Musik- und Tanztheater ein Schwerpunkt in seinem Schaffen einnimmt. Die wichtigsten
Orchester Norwegens haben Werke von ihm aufgeführt. Die Uraufführung seines jüngsten Konzertwerks "Das Kristallkabiniett", einem Konzert für Violine, Klavier und Orchester, fand im
Februar 2003 durch die Osloer Philharmoniker statt. Schon im Alter von 15 Jahren komponierte er eine Radio-Oper im Auftrag des Norwegischen Rundfunks. Sein erstes abendfüllendes Bühnenwerk
"Der Falkenturm" (Libretto Erik Fosnes Hansen) kam 1990 auf die Bühne; die Kinderoper "Das Wundermittel" (George’s Marvellous Medicine) nach Roald Dahl entstand 1994 für
die Kristiansund Oper und wurde 1995 von der Norwegischen Komponisten-Vereinigung zum Werk des Jahres gewählt. Seine Radio-Oper "Bokken Lasson – stumbling success" gewann den Prix
Italia 2000. Im November 2005 hatte an der Norwegischen Nationaloper seine Oper "Den fjerde nattevakt" (Die vierte Nachtwache) nach dem Roman von Johan Falkberget Premiere, die von
Publikum und Presse enthusiastisch aufgenommen wurde und, als erste zeitgenössische Oper, weitere Aufführungsserien in Oslo erleben wird. Gemeinsam mit dem Librettisten Øystein Wiik bildet
Gisle Kverndokk das derzeit produktivste und erfolgreichste europäische Autorengespann im Bereich Musical. Komplettiert wird das Team bei der Entwicklung seiner Stoffe durch Inger
Schjoldager. Nach einer Ausbildung in London und Oslo arbeitete sie als Schauspielerin an den wichtigsten Theatern Norwegens und beim Fernsehen. Sie war die erste Herausgeberin von Hörbüchern
in Norwegen und für mehrere Jahre Leiterin der Jugendabteilung von Polygram. Nach dem Erfolg von Sofies Welt 1998 folgte im Jahr 2001 Vincent van Gogh. Ein Jahr später war die Uraufführung
von Gefährliche Liebschaften, dem, wiederum knapp ein Jahr später, das Musical Heimatlos folgte, das nach seiner Uraufführung im Oktober 2003 in Oslo zu einem der größten Musicalerfolge
Nordeuropas wurde. Wiik und Kverndokk wurden von der Norwegischen Nationaloper beauftragt, die Eröffnungsoper für das neue Opernhaus in Oslo zu schreiben: „Jorden Rundt“, nach Jule Vernes
Roman „In 80 Tagen um die Welt“ wird dort im Frühjahr 2008 uraufgeführt. Auch das nächste Musicalprojekt ist schon nahezu abgeschlossen: eine Musical-Comedy auf Basis der Kriminalgeschichten
von "Dickie Dick Dickens" nach Rolf und Alexandra Becker.
[© Felix Bloch Erben, Berlin]
Zur Produktion der Katakombe Frankfurt: In Kooperation mit der Evang.-luth. St. Paulsgemeinde, Frankfurt
Kulturpartner: Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Premiere: 21. Oktober 09
Inszenierung: Carola Moritz Regieassistenz: Birgit Reibel
Musikalische Leitung: Anna-Sophie Sattler Choreographie: Vivien van Deventer Musikproduktion: Brigitte Volkert Kostümstudio: Marie-Luise Macey
Licht und Ton: Folker Seipelt
Besetzung:
Martin Luther: Jürgen Amonath Jörg: Markus Dinhobl Ursula: Feicia Groh
Kieritz, Staupitz, Aleander, friedrich der Weise: Jan Reimitz Cotta, Karlstadt, Leo X, Spalatin: Gabriele Nickolmann Bunz, Abt, Münntzer: Biagio Satola
Steffen, Mönch, Narr, Volk: Andreas Püst Herold, Nonne, Volk: Francesca Franzke Äbtissin, Herold, Bolk: Elisabeth Thielicke
Martin L. Die Katakombe Frankfurt Martn Luther (knieend, Jürgen Amonath) und Ensemble Foto: Die Katakombe Frankfurt
Besprechung auf kulturfreak.de www.katakombe-frankfurt.de
Zur Produktion der Domstufen-Festspiele Erfurt:
Premiere: 5. Juli 08 (Uraufführung)
Musikalische Leitung
Philip Tillotson Regie: Matthias Davids Choreographie: Kurt Schrepfer Ausstattung: Knut Hetzer Chor: Andreas Ketelhut
Mit:
Martin: Yngve Gasoy-Romdal Jörg: Carsten Lepper Ursula: Petra Madita Kübitz Bunz / Tetzel: Fernand Delosch Steffen / Carlstadt:
Frank-Josef Winkels Caspar / Melanchthon: Ma´té Sólvom-Nagy Hans Luther / Friedrich der Weise: Axel Meinhardt Staupitz / von der Ecken: Michael Tews
Leo X: Charlie Serrano Georg / Spalatin: Frank Logemann Thomas Müntze: Matthias Sanders u.a.
www.domstufen.de
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