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Musical: Marie Antoinette

Marie Antoinett - Das Musical

Musik:
Sylvester Levay
Text: Michael Kunze
Uraufführung: 2. November 2006 (Tokio, Imperial Garden Theater)
Europäische Erstaufführung: 30. Januar 2009 (Bremen; Theater Bremen im Musicaltheater Bremen)

© FreilichtspieleTecklenburgZur Inszenierung der Freilichtspiele Tecklenburg:

Premiere:
17. Juni 12

Besetzung der Hauptrollen:

Margrid Arnaud:
Sabrina Weckerlin
Marie Antoinette: Anna Thorén
Cagliostro: Yngve Gasoy-Romdal
Graf Axel von Fersen: Patrick Stanke
Herzog von Orléans: Marc Clear
Agnés Duchamps: Wietske van Tongeren

Sie ist eine der schillerndsten Figuren der Weltgeschichte: Marie Antoinette. Geboren als letztes Kind der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, erfährt sie eine strenge Erziehung und Vorbereitung auf eine mögliche Verheiratung aus politischen Gründen. Als Vierzehnjährige wird sie 1770 nach langen Verhandlungen an Frankreich „übergeben“ und von allen Kontakten nach Wien getrennt. Die Heirat mit dem Dauphin steht unter einem dunklen Stern, denn schon beim öffentlichen Volksfest anlässlich der Hochzeit kommt es zu einer Massenpanik mit weit über 100 Toten. Der französische Hof ist stark von Dekadenz geprägt und Marie Antoinette gerät schnell in den Strudel dieser Leichtlebigkeit, indem sie große Summen verspielt und für Luxus ausgibt, während das Volk in den Straßen hungert. Nach der Thronbesteigung 1774 gerät die junge Königin immer wieder in Intrigen und Affären, die zusammen mit ihrem Lebenswandel Hohn und Spott des Volkes hervorrufen. Mit der Französischen Revolution 1789 gerät ihre Welt völlig aus den Fugen, das Volk stürmt den Palast, die Königsfamilie wird eingekerkert. Im Jahr 1793 wird zuerst ihr Mann Ludwig XVI. hingerichtet, wenige Monate später stirbt sie nach einem großen Schauprozess auf der Guillotine.

Aus diesem Stoff machen Michael Kunze als Storydesigner und der Komponist Sylvester Levay ein großes Musical, das in einem gewaltigen Bilderbogen die Epoche von zwei Seiten zeigt: die Welt des Hofes und das Elend des Volkes. Parallel zum tragischen Untergang der Königin entwickelt sich der Aufstieg einer jungen Revolutionärin. Beide erkennen in den Wirren der Revolution, wie Menschlichkeit und Werte verloren gehen. Eine hochdramatische Geschichte, die der Komponist von ELISABETH und REBECCA in traditioneller, fast opernhafter Form mit großem Chor und Orchester umsetzt.

Für die erste Freilicht-Aufführung von MARIE ANTOINETTE haben die FreilichtSpiele Tecklenburg Spitzensolisten von allen großen Musicalbühnen zwischen Hamburg und Wien engagiert, um weiterhin ihren nationalen Standard zu halten, der diese Bühne zum führenden Sommertheater Deutschlands gemacht hat.

MARIE ANTOINETTE wird nach der Premiere am 23. Juni 2012 noch 19mal in Tecklenburg zu sehen sein. [© Freilichtspiele Tecklenburg]

www.buehne-tecklenburg.de

Zur Produktion des Theater Bremen::

Premiere: 30. Januar 09

Produzent: Hans-Joachim Frey
Inszenierung: Tamiya Kuriyama
Bühne: Jiro Shima
Kostüme: Frauke Schernau
Lichtdesign: Manfred Voss
Choreographie: Jacqueline Davenport
Projektleitung: Florian Kruse

Margrid Arnaud: Sabrina Weckerlin
Marie Antoinette: Roberta Valentini
altern. Marie Antoinette: Maricel
Cagliostro: Ethan Freeman
altern. Cagliostro: Marc Clear
Axel Fersen: Patrick Stanke
Louis XVI.: Tim Reichwein
Herzog von Orléans: Thomas Christ
Agnes Duchamps: Maike Switzer
Juliette Lapin: Bettina Meske
Dr. Guillotin: Daniele Nonnis
Rose Bertin: Sarah Schütz
Léonard: Oliver Heim
Charles Boehmer: Fernand Delosch
Madame Lamballe: Susanna Panzner
Madame de Polignac: Sonja Tièschky
Hébert: Norbert Kohler
Maximilien de Robespierre: Markus Düllmann

Perfekt: „Marie Antoinette“ kommt nach Bremen
Jetzt ist es perfekt: Das Musical „Marie Antoinette“ wird Ende Januar 2009 als Europäische Erstaufführung im Musicaltheater Bremen zu sehen sein. Dies verkündete der Generalintendant des Theater Bremen, Hans-Joachim Frey, im Oktober 07 der Presse, nachdem der Aufsichtsrat des Theaters einstimmig den entsprechenden Beschluss gefasst hatte.
„Wir haben frühzeitig die Entscheidung getroffen, an unserem Haus kein Musical mehr anzubieten, wenn es in der Stadt auch ein Musical-Theater gibt – es sei denn, wir machen es gemeinsam, und das ist jetzt der Fall“, sagte Frey: „Wir haben vom Aufsichtsrat bestätigt bekommen, dass es sich bei ‚Marie Antoinette’ um eines der am seriösesten finanzierten Kulturprojekte handelt und dass das Risiko auf ein absolutes Minimum reduziert worden ist.“ 
Frey betonte wie auch Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz (SPD), dass Details zum Projektmanagement und zu weiteren Partnern in einer späteren Pressekonferenz verkündet werden. Auch Musicaltheater-Chef Claus Kleyboldt zeigte sich froh über die Kooperation: „Unser Haus ist für eine solche Produktion optimal. Wir stehen voll hinter dem Projekt und dem neuen Partner.“
„Marie Antoinette“ – geschrieben vom Erfolgsduo Michael Kunze und Sylvester Levay („Elisabeth“) – war bislang nur in Japan zu sehen und dort ein Riesenerfolg. Der Regisseur Tamiya Kuryama zählt in Japan zu den ganz Großen seiner Zunft und inszenierte dort auch zahlreiche Schauspiel-Produktionen. Frey sagt über ihn: „Er hat in Japan den gleichen Stellenwert wie bei uns Peter Zadek und Claus Peymann zusammen.“ Beim Pressegespräch in Bremen berichtete Kuryama vom Einfluss, den Peter Stein auf seine Arbeit hatte. „Marie Antoinette“ gilt formal als „Musical-Drama“, das auch Schauspiel-Aspekte beinhaltet.


Aus den kulturfreak.de NEWS vom 1. September 08:

Bremen hat seine „Marie Antoinette“ gefunden
Sie ist jung. Sie ist schön. Sie ist „Marie Antoinette“: Roberta Valentini.
Zu ihrem 27. Geburtstag erhält die Musicaldarstellerin ein ganz besonderes Geschenk: Sie wird die titelgebende Hauptrolle im neuen Musical Marie Antoinette“ von Erfolgsautor Michael Kunze und dem preisgekrönten Komponisten Sylvester Levay spielen. Für Roberta Valentini, die bereits in großen Produktionen wie „Les Misérables“, „Jekyll & Hyde“ oder „Wicked – Die Hexen von Oz“ zu erleben war, ist es die erste Titelrolle.

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Marie Antoinette, Bremen
Roberta Valentini
Foto: Ingo Wagner

Auch ihre Kollegen, die den wichtigsten Rollen Gesicht und Stimme verleihen werden, sind eine Topbesetzung: Sabrina Weckerlin (Erstbesetzung Margrid Arnaud), Ethan Freeman (Erstbesetzung Cagliostro) und Patrick Stanke (Erstbesetzung Axel Fersen) konnten sich in einem harten Rennen gegen die namhafte Konkurrenz durchsetzen und werden ab dem 30. Januar 2009 die Zuschauer mit auf eine musikalische Zeitreise ins Paris des 18. Jahrhunderts nehmen.

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Marie Antoinette, Bremen
Roberta Valentini, Patrick Stanke, Sabrina Weckerlin und Ethan Freeman
Foto: Ingo Wagner

Seit Wochen diskutierten und spekulierten Musicalfans wer die Hauptrollen, insbesondere die der titelgebenden Figur, im neuen Kunze-Levay Musical besetzt. Mehr als 300 Bewerberinnen und Bewerber hatten sich im Mai diesen Jahres in spannenden Auditions der hochkarätigen Jury um Hans-Joachim Frey, seines Zeichens Generalintendant des Theater Bremen und Produzent des ersten Musicals als Sitdown-Produktion eines städtischen Theaters, präsentiert. Leicht gefallen kann der Jury die Entscheidung nicht sein. „Man kann sagen, dass die Hauptdarsteller aller großen Musicalproduktionen zu den Auditions da waren“, betont Hans-Joachim Frey stolz. „Das zeigt, wie begehrt die Rollen waren und wie erstklassig das Musical ist.“
Unter den kritischen Augen von Michael Kunze und Sylvester Levay hatten sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die 35 Hauptrollen und zahlreichen Nebenrollen zu beweisen. Selbst Tamiya Kuriyama, der für die Weltpremiere des Erfolgsmusicals in Tokio, Japan, für die Regie verantwortlich zeichnete und mit dieser Aufgabe nun erneut am Theater Bremen betraut ist, flog eigens für die Endausscheidungen der Auditions ein.

In Bremen laufen nun die Vorbereitungen auf Hochtouren und das Theater Bremen arbeitet zusammen mit seinen Partnern der Bremen Marketing GmbH (BMG), der Bremer Touristik Zentrale (BTZ) und der Hanseatischen Veranstaltungsgesellschaft (HVG) fieberhaft daran, sich auf den Besucheransturm vorzubereiten, der ab dem 30. Januar 2009 die Hansestadt treffen und Bremen wieder zum wichtigen Musicalstandort machen wird.

Während für Roberta Valentini mit ihrer ersten Hauptrolle ein Traum in Erfüllung geht, war Sabrina Weckerlin bereits als Constance in der deutschen Erstaufführung von „3 Musketiere“ zu sehen, in der auch Patrick Stanke als D’Artagnan zu erleben war. Ethan Freeman dürfte besonders den Bremer Musicalgängern in der Rolle des Dr. Jekyll/Mr. Hyde in Erinnerung geblieben sein.
In weiteren Hauptrollen sind Maricel, Marc Clear, Tim Reichwein, Thomas Christ, Maike Switzern in weiteren Rollen sind zu erleben: Bettina Meske, Daniele Nonnis, Sarah Schütz, Oliver Heim, Fernand Delosch, Susanna Panzner, Sonja Tièschky, Norbert Kohler und Markus Düllmann.

Karten für das Musical „Marie Antoinette“, das ab 30. Januar 2009 im Musicaltheater Bremen läuft, sind ab sofort telefonisch erhältlich über die regionalen Ticket -Hotlines 0421 -36 36 36 und 0421-365 33 33, die nationale Ticket-Hotline 01805-57 00 71 (0,14 Euro/Min a. d. dt. Festnetz, ggf. andere Mobilfunkpreise), online über
www.ma-bremen.de sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Vorstellungen und Preise
Premiere: Freitag, 30.1.2009, 20:00 Uhr
Vorstellungen vom 1. Februar - 31. Mai 2009 jeweils:
Dienstag-Freitag 20:00 Uhr; Samstag 15:00 + 20:00 Uhr, Sonntag: 18:00 Uhr
Ticketpreise von 37 bis 74 Euro


Synopsis & Musikstücke:

Prolog
Cagliostro, der Magier und ewige Meister der Illusion, erscheint. Er erinnert sich an glorreiche Tage, als er berühmt und bewundert war. Es war eine Zeit der Liebe und Lügen, der Intrige und Gier, erhabener Ideale und blutiger Grausamkeit – das Frankreich des 18. Jahrhunderts. Cagliostro ist ein Alchimist. Sein Prinzip ist: „Je geringer die Ursache, desto größer die Wirkung.“
Es ist das Jahr 1779. Beaumarchais, ein Bühnendichter, führt uns in das Frankreich Ludwigs des XVI. und Marie Antoinettes ein. Wir erfahren, dass der Herzog von Orléans einen Ball in seinem Pariser Palais gibt.

PROLOGUE (THE GREAT CAGLIOSTRO)

1. AKT
In den Straßen von Paris leiden die Menschen an Hunger und Armut. Ein Mädchen verkauft Veilchen. Ihr Name ist Margrid Arnaud. Ihre Initialen M. A. sind dieselben wie die Marie Antoinettes, doch ist das die einzige Ähnlichkeit zwischen der Königin und der Armen. Marie Antoinette ist die Tochter der Österreichischen Kaiserin und mit dem König von Frankreich, Ludwig XVI., vermählt. Margrid ist seit früher Kindheit ein bettelarmes Waisenkind. Beaumarchais, auf dem Weg zum Ball des Herzogs von Orléans, kauft Margrid einen Strauß Veilchen ab. Sie fragt ihn, warum die meisten Menschen im Elend leben müssen, während wenige Auserwählte in Luxus schwelgen. Beaumarchais bezahlt Margrid mit einer Münze. Zu spät bemerkt sie, daß er ihr Falschgeld gegeben hat.

ALL WE FEEL IS HUNGER
WHY SHE, WHY NOT I
ALL WE FEEL IS HUNGER
(REPRISE)
In der großen, von tausenden Kerzen erleuchteten Halle des Königspalastes, ist der Ball des Herzogs von Orléans in vollem Gange. Königin Marie Antoinette tanzt mit Fersen, einem jungen schwedischen Edelmann. Der Tanz wird von Margrid unterbrochen. Irgendwie ist es ihr gelungen, an den Wachen am Eingang vorbei zu Beaumarchais vorzudringen. Sie findet und konfrontiert ihn, und fordert Bezahlung. Dies lenkt Marie Antoinettes Aufmerksamkeit auf das zerlumpte, aufgebrachte Mädchen. Margrid wendet sich direkt an die Königin und fleht um Hilfe für die hungernden Armen von Paris. Marie Antoinette, angeheitert, tut Margrids Bitte mit einem Lachen ab.

LOOK AT HER
WHY DON’T THEY EAT THE CAKE?
Zurück auf der Straße sieht sie das Elend einer verhungernden Mutter. Sie hat ein schicksalhaftes Treffen mit Schwester Agnès, ihrer Lehrerin aus der Kinderzeit in der Klosterschule.

BLINDED BY A THOUSAND CANDLES
TURN, TURN
Im Palast zu Versailles arbeiten Rose Bertin, die Schneiderin der Königin, und ihr Friseur, Léonard, angestrengt daran, Marie Antoinette in die schönste Frau des Königreichs zu verwandeln. Als der Schatzminister die Königin warnt, verschwenderische Ausgaben zu vermeiden, reagiert Marie Antoinette aufgebracht. Sie verlangt von ihrem Mann, dem König, diesen Minister sogleich zu entlassen. Der König ist zu schwach, um die Forderung seiner Frau zu verweigern.

A PERFECT QUEEN
I’M SORRY
In seinem Labor ist Cagliostro damit beschäftigt, „aus Schmutz Gold zu machen“. Seine Magie führt Margrid zu Madame Lapin, die in Paris ein Freudenhaus namens „Hôtel d’Orléans“ führt.


GOLD OUT OF NOTHING AT ALL
Margrid folgt Madame Lapin zum Hôtel d’Orléans, wo sie Verpflegung und guten Rat erhält. Sie beschließt, bei ihrer Gönnerin zu bleiben und für sie zu arbeiten.

THE VOICE IN MY HEART
YOU GOT TO GIVE THEM WHAT THEY WANT
Antoinette und Fersen treffen einander heimlich. Sie lieben einander, doch werden sie niemals zusammen leben können. Cagliostro führt Margrid zum Herzog von Orléans. Der Herzog und Margrid haben etwas gemeinsam – beide hassen Marie Antoinette.


IF
In seiner privaten Schmiede in Versailles trifft König Ludwig XVI. Dr. Guillotin, der gekommen ist, seine neueste Erfindung, eine moderne Exekutionsmaschine, vorzustellen. Der König und Marie Antoinette, die nicht um ihr Schicksal wissen, sind vom Anblick der scharfen Klinge fasziniert. Der König macht einen Verbesserungsvorschlag.

DOCTOR GUILLOTIN’S MACHINE
Fünf Jahre später. Vor Notre Dame sieht die Menge Beaumarchais und einer Gruppe von Pantomimen zu, wie sie Marie Antoinette verhöhnen. Königliche Wachen zerren Madame Lapin durch die Menge zu einem erhöhten Exekutionsplatz und peitschen sie öffentlich aus. Margrid und Agnès werden Zeugen der grausamen Bestrafung. Margrid ist empört und gibt der Königin selbst die Schuld für diese Ungerechtigkeit. Nachdem das Auspeitschen beendet ist und die Wachen abgezogen sind, wendet sie sich an die Menge und ermutigt die Bürger von Paris für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen. Madame Lapin stirbt. Agnès rät Margrid, die Rache Gott zu überlassen.

PARCE QU’ELLE EST AUTRICHIENNE
THE VOICE IN MY HEART
GOD CARES FOR ALL
An einem Sommerabend trifft Marie Antoinette Fersen zum letzten Abschied. Er steht vor dem Aufbruch nach Nordamerika, wo er für die Unabhängigkeit Amerikas kämpfen will. Die Königin ist wegen Fersens Entscheidung am Boden zerstört. Er versichert sie seiner unabänderlichen Liebe. Fersen rät Marie Antoinette auch dem Leid des Volks mehr Interesse zu schenken. Als er Margrids Rede vor Notre Dame erwähnt, wird die Königin eifersüchtig und aufgebracht.

ALL I DO
LOVERS’ BICKERING
Der Herzog von Orléans, ein enger Verwandter des Königs, plant, das regierende Régime zu stürzen. Daher tut er alles, um dem Ruf Ludwigs XVI. und Marie Antoinettes zu schaden. Beaumarchais empfiehlt, Cagliostros Magie einzusetzen. Der Alchimist mixt ein tödliches Gift. Er manipuliert Kardinal de Rohan, seine Maitresse, Madame La Motte, und den Juwelier Boehmer und schmiedet das Komplott um die berühmte Halsband-Affäre.

I AM THE BEST
SEVEN WEIRD INGREDIENTS
15. August 1785. Im Palast von Versailles findet zu Mariä Himmelfahrt ein Königlicher Empfang statt. Boehmer nützt diese Gelegenheit, sich der Königin zu nähern, um sie an die Bezahlung des Halsbandes zu erinnern, da er meint, sie hätte es gekauft. Dies führt zur Aufdeckung der Halsband-Affäre. Kardinal Rohan gesteht, er hätte der Königin als Strohmann gedient, das Halsband in ihrem Auftrag gekauft und es ihr bei einem geheimen Treffen in ihrem Park übergeben. Die Königin bestreitet das kategorisch und bezichtigt den Kardinal der Lüge. Sie vermutet ein Komplott, um sie in Misskredit zu bringen und lässt Rohan verhaften. Margrid, die beim „Geheimen Treffen“ des Kardinals als Königin ausgegeben wurde, nützt die Gelegenheit, um Marie Antoinette des Mordes an Madame Lapin anzuklagen. Rohan erkennt Margrid als diejenige, die ihn betrogen hat. Sie wird ebenfalls verhaftet.

SOME DAY TO REMEMBER
(THE PHEASANTS’ PARADE)

II. AKT
31. Mai 1786. Die Menge wartet vor dem Justizpalast in Paris auf das Ergebnis im Halsbandprozess. Als Kardinal de Rohan erscheint und der Menge mitteilt, dass er freigesprochen wurde, beginnen alle, Marie Antoinette zu beschimpfen. Margrid, die auch aus dem Gefängnis entlassen wird, sagt dem Volk von Paris, dass es an der Zeit ist, die Königin loszuwerden. Agnès wirft Margrid vor, die Menge zur Rebellion angestachelt zu haben.

THE BELLS OF JUSTICE
Mai 1789. Am Tag der Eröffnungssitzung der Generalstände wird Marie Antoinettes kranker Sohn, der Dauphin Louis Josèphe, in einen gepolsterten Stuhl gesetzt, um dem feierlichen Umzug des Klerus, der Adeligen und Abgeordneten durch die Straßen von Paris beizuwohnen. Marie Antoinette glaubt, dass ihr Sohn die Monarchie retten wird. Doch er stirbt als die Regierungsmacht auf die Generalstände übergeht.

FRANCE ON PARADE
DAM DA DA DAM
TURN, TURN (REPRISE)
Weil Adel und Klerus jeden Schritt Richtung mehr Gerechtigkeit für die Bürger blockiert haben, hat die Menge in Paris die Bastille gestürmt. Die Französische Revolution hat begonnen. Margrid wird eine ihrer Führerinnen. Sie fordert die Wäscherfrauen an der Seine auf, ihren Männern und Söhnen beim Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit zu helfen und schlägt den Frauen von Paris vor, zum Palast des Königs in Versailles zu marschieren. Da die armen Frauen nichts weniger als begeistert sind, bietet der Herzog von Orléans ihnen Geld, wenn sie mitmarschieren.

WOMEN OF PARIS!
MONEY’S TALKING
In Versailles schreibt Marie Antoinette einen Brief an ihren Liebhaber Fersen. Plötzlich kommt die wütende Menge in den Palast und dringt in das Zimmer der Königin ein. Der Pöbel wird vom Herzog von Orléans angeführt. Er bringt die Königliche Familie nach Paris, wo sie im Tuileries-Palast unter Hausarrest gehalten werden.

THE ONLY THING I EVER DID RIGHT
SOMETHING’S WRONG
Im Geschäft der Rose Bertin sprechen die Leute über die abrupte Wende der politischen Situation.

THE PARIS CUT
Beim Treffen einer Gruppe radikaler Republikaner – des sogenannten Klubs der Jakobiner -, schlägt der Herzog von Orléans vor, Margrid zur Königin zu senden, wie man sagt als Dienerin, doch in Wahrheit um zu spionieren und über das Leben der Königlichen Familie zu berichten. Hinter den Kulissen zieht Cagliostro die Fäden.

REIGN OF TERROR
Margrid beginnt, bei ihrer Tätigkeit als Dienerin der Königin sie auszuspionieren. Fersen ist aus Amerika zurückgekehrt und es gelingt ihm, die Königin zu treffen. Er bereitet die Flucht nach Österreich vor. In der Nacht des 20. Juni 1791 schleicht die Königliche Familie aus dem Palast und verlässt Paris in einer Kutsche. Doch ihre Flucht wird entdeckt und endet in Varennes. Sie werden nach Paris zurückgebracht und sind nun Gefangene des Französischen Volks.

THE FLIGHT TO VARENNES
Die Königliche Familie wird im Turm des Tempels festgehalten. Margrid ist noch bei ihnen. Ludwig XVI. versucht, seinem Sohn seine Gefühle zu erklären. Margrid hört erstaunt, wie Marie Antoinette ein Lied singt, das sie von ihrer Mutter gelernt hat. Marie Antoinette bittet Margrid, Fersen einen geheimen Brief zu überbringen. Robespierre erklärt, dass Frankreich nicht länger eine Monarchie ist. Von nun ab sind der König und die Königin nur noch „Bürger“.

WHY CAN’T I JUST BE A SMITH
TURN, TURN (REPRISE 3)
PRINCESS LAMBALLE’S DEATH
Außerhalb des Tempels führt Orléans die rebellische Menge. Agnès ist aufgebracht über die Grausamkeiten des Revolutionskomitees im Namen der Freiheit. Sie steht den Rebellen gegenüber, die drohen, sie umzubringen. Margrid kommt gerade rechtzeitig, um ihre ehemalige Lehrerin zu retten. Nachdem die Menge abgezogen ist, nähert sich Fersen Margrid und fragt nach Marie Antoinettes Brief. Margrid möchte wissen, was die Königin geschrieben hat. Es stellt sich heraus, dass es schließlich kein Liebesbrief ist, sondern ein offizielles Ansuchen an fremde Heere, den König zu retten. Fersen ist schockiert. Er weiß, dass der Brief Hochverrat bedeutet, und er ist in den Händen einer Frau, die eine Feindin der Königin ist.

ONWARD, BROTHERS!
1792 wird Ludwig XVI. exekutiert.

THANK GOD, WE’RE ALL MAD
Margrid kann sich des Mitgefühls für die inhaftierte und verwitwete Marie Antoinette nicht erwehren. Um deren Verzweiflung zu lindern, lässt sie Fersen zu einem geheimen Treffen in den Tempel. Marie Antoinette bittet Fersen, sie zu vergessen. Beide wissen, dass sie einander niemals wieder sehen werden. Nach Fersens Besuch wird Marie Antoinettes kleiner Sohn, Louis Charles, seiner Mutter gewaltsam weggenommen. Margrid ist empört.

ALL I DO (REPRISE)
TAKING THE BOY
Am 15. Oktober 1793 steht Marie Antoinette wegen Verrats am Französischen Volk unter Anklage. Unter den Zeugen ist Margrid. Als sie in den Zeugenstand gerufen wird, leugnet sie, den verräterischen Brief je gesehen zu haben. Es scheint, als würde die frühere Königin von Frankreich freigesprochen werden. Doch ein Journalist, Hébert, bringt eine böse und abscheuliche Anklage vor. Margrid ist schockiert. Marie Antoinette antwortet mit einem Appell an alle Frauen im Gerichtssaal. Viele sind tief bewegt, doch die Mehrheit des Pöbels will Marie Antoinettes Tod.

OFF WITH HER HEAD!
Auf der Place de la Révolution in Paris, wartet eine blutdürstige Menge auf die Exekution der ehemaligen Königin von Frankreich. Die Atmosphäre ist beinahe feierlich. Margrid und Agnès sind unter den Schaulustigen als Marie Antoinette vom schäbigen Karren steigt. Sie stolpert und fällt. Die Menge bricht in brüllendes Gelächter aus, doch Margrid kniet nieder und reicht Marie Antoinette die Hand, um ihr aufzuhelfen. Sie sehen einander an, und Marie Antoinette nennt Margrid „Schwester“. Der Scharfrichter stößt Margrid weg und zerrt Marie Antoinette zum Schaffott. Als ihr Kopf in den Korb fällt, herrscht für einen Moment Totenstille. Dann beginnt die Menge zu singen. Der Pöbel glaubt, dass Blut für Freiheit fließen muß, doch Cagliostro, Beaumarchais und Agnès sind anderer Meinung. Margrid widerspricht allen. Sie glaubt, dass sich die Welt nur zum Besseren wendet, wenn wir lernen zu lieben und zu vergeben.

HER TIME IS UP
BLOOD MUST FLOW FOR LIBERTY! FREEDOM!



Tamiya Kuryama
Tamiya Kuryama, 1953 in Tokio geboren, schloss sein Studium der Literatur an der Wesada Universität ab. Er zählt zu den renommiertesten Regisseuren im asiatischen Raum und gilt als Meiser seines Fachs – vor allen Dingen auf dem Gebiet des Musiktheaters. Nach seiner Tätigkeit bei der Geino-Za Company und der Bungaku-Za Company, assistierte er Koichi Kimura, einem ebenfalls höchst anerkannten Regisseur des asiatischen Raums, bei zahlreichen Bühnenproduktionen.
1988 ging er als Stipendiat der Agentur für kulturelle Angelegenheiten zu Studien nach London. Nach seiner Rückkehr nach Japan war er als freier Regisseur tätig und erarbeitet eine große Bandbreite an Produktionen für kleine wie große Theater in allen erdenklichen Genres, von klassischem Schauspiel bis hin zum Musical. 1998 erhielt er den „Yomiuri Drama Award“ in der Kategorie „Bester Regisseur“. Es folgten zahlreiche weitere bedeutende Auszeichnungen. Im Juli 2000 übernahm er die Position des Künstlerischen Direktors am New National Theatre in Tokio, wo er im vergangenen Jahr „The Cherry Orchard“ inszenierte. Seine Aktivitäten nach Beendigung seiner Studien als staatlich geförderter Übersee-Student und nach seiner Rückkehr nach Japan waren bewundernswert und bezeichnend: In kurzer Zeit wurde er zur führenden Figur der japanischen Theaterwelt. Er inszenierte zahlreiche Werke verschiedener Gattungen – vom Schauspiel bis hin zum Musical. Sein Einfallsreichtum, der sich auch auf die Vorstellungskraft der Mitarbeiter auswirkt, ebenso wie sein logisch-nachvollziehbarer Inszenierungsstil sichern ihm das Vertrauen der Schauspieler. Es ist unnötig, hier zu erwähnen, dass seine Produktionen stets Bewunderung hervorrufen und er jedes Jahr aufs Neue Gewinner zahlreicher bedeutender Theaterpreise ist. Als er vor vier Jahren für das Amt des Künstlerischen Direktors am New National Theatre vorgeschlagen wurde, sagte man: „Kein anderer als Kuriyama kann diesen Job machen.“ Das zeigt eindeutig, wie anerkannt sein Charakter sowie sein kulturelles Niveau in Fachkreisen ist. Seitdem er dieses Amt bekleidet, steckt er alle Energie in den Austausch mit europäischen Theatermachern und lädt mit überaus großem Erfolg Aufführungen wie die des französischen „Le Theatre du Soleil“ oder die Produktion des „Hamlet“ in der Inszenierung Peter Steins nach Japan ein.
Herr Tamiya Kuriyama ist zum jetzigen Zeitpunkt einer der besten Regisseure Japans.

[© Texte: Theater Bremen]

www.theaterbremen.de www.ma-bremen.de

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