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Ludwig ²
Musik:
Christopher Franke und Konstantin Wecker Autor: Rolf Rettberg
Uraufführung: 11. März 2005 (Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen)
Regie:
Conall Morrison & Sylvia Hase Choreographie: Sylvia Hase Set- und Charakter-Designer: Michael Curry Arrangeur und Co-Komponist: Nic Raine
Dramaturg, künstlerischer Leiter: Dr. Klaus Naseband Verleger: Andreas Kirnberger
Ludwig², ein deutsches Musical realisiert von einem internationalen Team vor der malerischen Originalkulisse der Allgäuer Alpen und dem Schloss
Neuschwanstein, feierte am 11. März 2005 Welturaufführung im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen. Die Inszenierung erzählt die Geschichte des Märchenkönigs Ludwig
II. von Bayern: Das Stück beschreibt als Musical einen König, der lebenslang ein Kämpfer, ein visionärer Protagonist der Kunst, der Phantasie, des Pazifismus, der
Menschlichkeit, aber auch der modernen Technik war. Seine wichtigsten Lebensthemen spiegeln sich im Stück wieder: Schwere Kindheit, Liebe, Enttäuschung, Kunst, Musik,
Kriege, politische Enttäuschung, Wagner, seine architektonische Tätigkeit, der Verrat an ihm, sein Ende, der Politkrimi.
Das kreative Team: Conall Morrison, irischer Theater- und Musicalregisseur (Abbey-Theatre, Dublin), Rolf Rettberg, Autor (Hundertwasser Musical), Sylvia Hase, Regisseurin
(Shows für Disney & Universal Studios wie Shrek2), Michael Curry, einer der innovativsten Set- und Charakter Designer (König der Löwen, Eröffnungszeremonie der
Olympischen Spiele 1996 (Atlanta), Christopher Franke, Komponist, (Tangerine Dream; Filmmusik „Feuerteufel“ oder „Legend“), Konstantin Wecker, Komponist
(Filmkompositionen zu „Schtonk“ oder „Kir Royal“), Nic Raine, Co-Komponist, Arrangeur, Musikalischer Direktor (Dirigent u.a. Royal Philharmonic Orchestra, Filmmusik für Bond
-Filme, Orchestrierung für Paul Mc Cartney) und Dr. Klaus Naseband, Dramaturg (Intendant der Wormser Nibelungenfestspiele, Künstlerischer Direktor am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg).
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Die Hauptrolle spielte Jan Ammann
Ludwig² - Die Premierendarsteller:
Christine Kaufmann (Engel)
André Eisermann (Prinz Otto von Bayern)
Jan Ammann ("König Ludwig II. von Bayern")
wurde 1975 in Westfalen geboren. Während seiner Schulzeit in Herne machte er seine Gesellenprüfung als Möbeltischler und leistete Zivildienst als
Schwerstbehindertenbetreuer in Köln. Sein Studium der Musik absolvierte Jan Ammann bei Prof. Thomas Moser an der Hochschule für Musik und Theater in München. Besuche
zahlreicher Meisterkurse weltweit und ein Stipendium an der University of Houston verhalfen dem Bariton zu Hauptrollen in "West Side Story", "Of Mice and Men" und in "My fair
Lady". Parallel zu seinem Studium gab er Konzerte mit Liederabenden und sang in Oratorien und Opern.
Janet Marie Chvatal ("Sisi, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn")
wurde in Florida geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren bekam Janet Marie Klavierstunden, und mit 15 nahm sie Gesangsunterricht. Ihr Musikstudium an der Bostoner
Universität schloss sie mit summa cum laude ab, anschließend studierte sie Operngesang in Europa. Nachdem sie zwei internationale Gesangswettbewerbe gewonnen hatte,
studierte sie in Paris Koloratursopran bei Mady Mesplé und belegte Meisterkurse u. a. bei Leonard Bernstein.
Ihr Debut gab Janet Marie Chvatal anlässlich des 25. Geburtstags des Musicals THE FANTASTIKS, dem am längsten gelaufenen Musical am Broadway, in dem sie die Hauptrolle
spielte. Ihr erstes Engagement in Europa hatte sie in Wien, wo sie in der Hauptrolle Christine in Andrew Lloyd-Webbers PHANTOM DER OPER zwei Jahre lang zu sehen war.
Weitere Hauptrollen folgten in so bekannten Musicals und Opern wie SHOWBOAT, CANDIDE, HOFFMANN'S ERZÄHLUNGEN oder DER BARBIER VON SEVILLA.
Sie sang die Titelmelodien für Nike- und Adidas-Werbung und ist darüber hinaus auf zahlreichen Tonträger-Aufnahmen für SONY und BMG-Records zu hören.
Janet Marie Chvatal ist in Europa und in den USA gleichermaßen zu Hause. Hier wie dort gibt sie Solo-Konzerte, singt als Solistin mit Sinfonie-Orchestern und tritt gemeinsam mit
dem klassischen Gitarristen Scott Kritzer auf.
Norbert Lamla ("Bernhard von Gudden / Maximilian II. König von Bayern")
ist in Süddeutschland aufgewachsen.Sein Schauspielstudium absolvierte Norbert Lamla an der Essener Folkwang-Schule, seine Gesangsausbildung in Wien. Er stand auf den
wichtigen Bühnen in Wien sowohl wie in Düsseldorf und an den Staatstheatern in Mainz und Saarbrücken. Er spielte auf dem Theater ebenso wie im Musical grosse
Hauptrollen, wie den Zettel in EIN SOMMERNACHTSTRAUM, Mackie Messer in DIE DREIGROSCHENOPER, den Franz Moor in DIE RÄUBER oder den Danton in DANTONS TOD,
Javert in LES MISERABLES, Max in Bayern in ELISABETH und Frollo in DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME, um nur die wichtigsten zu nennen. Mit SUNSET BOULEVARD, wo er
den Max von Mayerling spielte, ging er bis nach Australien auf Tournee. In seinen Musical-Rollen kann man Norbert Lamla auch auf CD hören. Suzan Zeichner ("Sibylle")
ist Australierin. Ihr Studium "Bachelor of Creative Arts" am State College in Melbourne schloss sie mit Auszeichnung ab und ging danach nach Europa. In Wien wurde sie
Gründungsmitglied der Musical-Gruppe "By Chance", es folgten zahlreiche Engagements an wichtige Theater, wie u. a. ans Wiener Operettentheater, an die Wiener
Festwochen und an die Vereinigten Bühnen Wien. Hier spielte sie in LES MIESERABLES, im PHANTOM DER OPER, im KUSS DER SPINNENFRAU und sang die Titelrolle in
ELISABETH. Nach Jahren des Erfolgs in Europa zog es sie wieder in ihre Heimat, wo sie 2001 in Westaustralien zur Schauspielerin des Jahres gekürt wurde.
Christa Wettstein ("Ludovica, Herzogin in Bayern")
wurde in der Schweiz geboren. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Schauspielakademie Zürich und war seitdem in zahlreichen Theater- und Musical-Produktionen in grossen
Rollen zu sehen, wie z. B. in DREI SCHWESTERN, SOMMERNACHTSTRAUM, DER MENSCHENFEIND, KABALE UND LIEBE, FREUDIANA, DREIGROSCHENOPER, EVITA; EIN KÄFIG
VOLLER NARREN, in Woody Allens MACH'S NOCHMAL, SAM; ELISABETH und AMADEUS. Christa Wettstein spielte in TV-Serien wie EIN FALL FÜR ZWEI und wirkte bei CD-
und Rundfunkaufnahmen für Musicals der 30er Jahre mit.
Matthias Eschli („Prinz Otto von Bayern“)
wurde am 1977 in Ludwigshafen geboren. Sein Studium der Gesangspädagogik beendete er 2004 an der Musikhochschule in Mannheim. Seitdem wurde der Bariton, der auch
Schauspiel studierte, an zahlreiche Theater engagiert und hatte dort solistische Auftritte wie, um nur einige zu nennen, in DIE LUSTIGE WITWE am Nationaltheater Mannheim, in
der Oper DIDO UND AENEAS von Henry Purcell an der Kammeroper Mannheim oder er stellte sein Schauspieltalent als Oswald in Ibsens GESPENSTER am Stadttheater Heidelberg unter Beweis.
Marc Gremm ("Alfred Graf Dürckheim")
wurde 1971 in Kirchheim/Teck geboren. Zunächst studierte er für das Lehramt an Realschulen und machte sein Examen, entschied sich dann aber, Gesang zu studieren. Er
absolvierte seine Gesangsausbildung in New York, Kanada und in Hamburg und Stuttgart. Erste Bühnenerfahrungen sammelte er in Stuttgart und wurde für Musicals wie TANZ
DER VAMPIRE oder THE SECRET GARDEN engagiert. Auch für Solo-Auftritte in Musical-Galas wird der Bariton Marc Gremm häufig verpflichtet.
Suzan Zeichner („Sibylle“)
ist Australierin. Ihr Studium "Bachelor of Creative Arts"am State College in Melbourne schloss sie mit Auszeichnung ab und ging danach nach Europa. In Wien wurde sie
Gründungsmitglied der Musical-Gruppe "By Chance", es folgten zahlreiche Engagements an wichtige Theater, wie u. a. ans Wiener Operettentheater, an die Wiener
Festwochen und an die Vereinigten Bühnen Wien. Hier spielte sie in LES MIESERABLES, im PHANTOM DER OPER, im KUSS DER SPINNENFRAU und sang die Titelrolle in
ELISABETH. Nach Jahren des Erfolgs in Europa zog es sie wieder in ihre Heimat, wo sie 2001 in Westaustralien zur Schauspielerin des Jahres gekürt wurde.
Bruno Grassini („Schattenmann“)
ist in Brescia, Italien, geboren und aufgewachsen. Der Hohe Bariton spielte seine erste Hauptrolle schon während seines Studiums am Konservatorium der Stadt Wien, nämlich
Luigi Lucheni in ELISABETH am Theater an der Wien. Weiter folgten Hauptrollen wie Bilbo in DER HERR DER RINGE, Alfred in TANZ DER VAMPIRE unter der Regie von Roman
Polanski am Raimundtheater in Wien, Anatoly in CHESS, Jean-Michel in LA CAGE AUX FOLLES, Judas in JESUS CHRIST SUPERSTAR und die Titelrolle in JEKYLL & HYDE in
Wien und Köln. Bruno hat gerade sein Engagement in der Europa-Premiere des Musicals AVENUE X an der Wiener Kammeroper abgeschlossen, wo er die Rolle des Chuck
kreierte. Er ist in der CD-Aufnahme von ELISABETH von 1996 als Lucheni und von DER HERR DER RINGE als Bilbo zu hören.
Nils-Holger Bock („Lehrer / Erfinder“)
Wurde in Stade bei Hamburg geboren. Nach seiner Ausbildung als Flugzeugmechaniker arbeitete er lange Jahre auf der Lufthansa-Werft in Hamburg. Zum Singen kam er als
Quereinsteiger. Er nahm privat Gesangsunterricht, den er sich mit Auftritten in einer a-cappella-Band und als Country- und Westernsänger mit Waschbrett-Begleitung
finanzierte und absolvierte dann sein Gesangsstudium an der Musikhochschule in Hamburg. Noch während seines Studiums wurde er für das PHANTOM DER OPER an der
Neuen Flora Hamburg engagiert und war in Norddeutschland in Liederabenden und Kirchenkonzerten zu hören. 2001 war er am Potsdamer Platz in Berlin im GLÖCKNER VON NOTRE DAME engagiert.
Ludwig² - Die Macher:
1) Conall Morrison – Regisseur
Er gilt als der führende Kopf der jungen Regisseure in Irland. Und Conall Morrison ist über die grüne Insel hinaus auf allen britischen Inseln bekannt. Denn Conall Morrison (36)
hat als stellvertretender Direktor des Irish National Theatre, genannt Abbey Theatre, Stücke inszeniert, die sofort ans Royal National Theatre in London übernommen wurden –
eine Art königlichtheatralischer Ritterschlag seiner Arbeit an Patrick Kavanaghs „Tarry Flynn“ und Dion Boucicaults „The Colleen Bawn“. Aber auch die Feuerprobe jedes
Theater-Regisseurs hat der Ire Morrison bereits bestanden: Die Übernahme seiner Inszenierung von Brian Friels „The Freedom of the City“ übersprang nicht nur den Kanal der
Irischen See, sondern gleich den großen Teich – das Stück wurde in New York übernommen und seine Interpretation von Cameron Mackintoshs „Martin Guerre“ kam bis nach
Minneapolis und tourte durch die USA. Über die Vorraussetzung hinaus ein inspirierter Theaterregisseur zu sein, hat der Dubliner Morrison auch Erfahrungen im Bereich
Musical. Und hier nicht in Kleinproduktionen, sondern gleich im großen Maßstab einer „Riverdance“-Show.
Er wirkte mit keinem Geringeren als dem „Riverdance“-Macher Bill Whelan, arbeitete an dem Musical-Tanz-Projekt „Grace“ und zusätzlich an einer Adaption des Klassikers von
Jonathan Swift, „Gullivers Reisen“, für seinen Lebensmittelpunkt Dublin und das Irish National Theater. So ist Conall Morrison die erfahrene, kreative, junge Kraft, „Ludwig²“ auf
die Bühne zu bringen.
2) Rolf Rettberg – Autor
Er ist Bremer von Geburt, lebte in den 80er und 90er Jahren in Spanien und 1998 mit einem Lion-Feuchtwanger-Stipendium in der Tasche auch in der Exil- Villa Aurora des
deutschen Literaten in Pacific Pallisades - einem Nobel-Stadtteil von Los Angeles, wo auch Thomas Mann wohnte. Vor vier Jahren ehrte man Rolf Rettberg mit dem
Romstipendium der Stadt Wien. Denn Rettberg ist auch Wahl-Österreicher, mit einer Wienerin verheiratet und seit sieben Jahren österreichischer Staatsbürger. Kurz: Rolf
Rettberg (56) ist ein gebildeter europäischer Kosmopolit mit deutsch-österreichischer Verwurzelung. Studiert hat Rolf Rettberg Geschichte und Soziologie, ehe er eine
Ausbildung zum Buchhändler machte und in Madrid die Deutsche Buchhandlung sowie die Deutsch-Spanische Literatur- und Musikgesellschaft „Haendel&Company“ gründete.
Für Theaterbühnen hat Rettberg zahlreiche Stücke verfasst. Seinen größten Triumph feierte Rolf Rettberg in diesem Jahr mit der Premiere des großen „Hundertwasser“
-Musicals, dessen Text er schrieb, Konstantin Wecker komponierte die Musik. Diese erfolgreiche künstlerische Zusammenarbeit wird jetzt beim Musical-Projekt „Ludwig²“ fortgesetzt.
3) Sylvia Hase - Regisseurin und Choreografin
Musical ist mehr als eine Addition von Theater, Musik, Tanz und Gesang: Musical hat eine zusätzliche Dimension, die man „neudeutsch“ mit Eventcharakter und Entertainment
bezeichnen könnte. Vor allem diesen Aspekt wird die in Stuttgart geborene Regisseurin, Choreografin und Produzentin Sylvia Hase bei „Ludwig²“ einbringen. Dafür bringt die
Künstlerin ideale Erfahrungen mit: Denn seit 14 Jahren lebt und arbeitet Sylvia Hase da, wo das Spiel mit der Unterhaltung am perfektesten gespielt wird: In Los Angeles. Und
hier begann sie für den berühmtesten Unterhaltungskonzern der Welt zu arbeiten: Die Walt Disney Company. Hier hat sie große Show-Ereignisse wie die Präsentation des
„Königs der Löwen“ entworfen und durchgeführt und für Japan das Gleiche für die weltberühmte „Kleine Meerjungfrau“. Zwischen Madrid und Buenos Aires, zwischen
London und New York und weiter nach Rio hat sie die großen Premieren und Theaterveranstaltungen von Disneys „Glöckner von Notre Dame“, „Die Schöne und das Biest“
gestaltet. Zuletzt designte sie für die Universal Studios in Osaka eine Show basierend auf den erfolgreichen Filmen „Shrek“ und „Shrek 2“. Unabhängig von Disney arbeitete
Sylvia Hase an Großereignissen wie Präsentationen von Mercedes, Lexus oder Sony und entwarf Auftritte von Weltstars wie Carlos Santana, Elton John, Gloria Estefan oder
Beyonce. Für den Broadway hat sie – in Erinnerung an ihre deutschen Wurzeln – ein Musical basierend auf dem Grimm-Märchen „Rumpelstilzchen“ entwickelt. Für „Ludwig²“
wird Sylvia Hase noch einmal auf ihre deutsche Herkunft zurückkommen und in der bekannt bewährten Kombination mit dem Designer Michael Curry zusammenarbeiten, mit
dem sie gemeinsame Arbeiten an Projekten wie der Strauss-Oper „Ariane auf Naxos“ und Bartóks „Blaubarts Burg“ an der Los Angeles Opera verbinden.
4) Michael Curry – Set- und Charakter-Designer
Er kommt aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten - vor allem was das Showgeschäft anbelangt. Man kann mit Recht behaupten, dass vielleicht eine Milliarden Menschen
Michael Currys visuelle Visionen bereits erleben durften: Denn der Amerikaner aus Oregon hat die Eröffnungszeremonie der Jahrhundert- Olympischen Spiele gestaltet: 1996 in
Atlanta. Hierfür gewann er auch einen seiner Emmy Awards.
Schon zehn Jahre zuvor war die Welt sein Maßstab, als er der künstlerische Direktor der Weltausstellung, der Expo in Vancouver war. Ansonsten konnte man seine Design
-Kunst in Las Vegas bei der „Siegfried & Roy Show“ bestaunen, wo er so ziemlich alles entwarf, außer den weißen Tigerfellen. Sechs begehrte Tony Awards erhielt Curry für
seine Gestaltung der Puppen und Figuren des Broadway-Musical-Hits „Der König der Löwen“. In Europa war Michael Curry auch als Kostümbildner für Operninszenierungen
erfolgreich, so in der „Zauberflöte“ unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta in Florenz . Bei „Ludwig²“ wird er wieder mit Sylvia Hase, der Regisseurin,
zusammenarbeiten, mit der Curry gemeinsame Opernprojekte an der Los Angeles Opera verbinden. Mit Michael Curry ist ein Weltstar des Set-Designs am Werk, um „Ludwig²“
eine wunderbare Erscheinung auf Weltniveau zu geben.
5) Christopher Franke – Komponist
Ein geflügeltes Wort sagt: „Kunst kommt von Können!“ Und so ist Christopher Franke (51) mit seinem klassischen Musikstudium am Berliner Konservatorium, seiner Begeisterung
in den 70er Jahren für Avantgardmusiker wie John Cage und Karl-Heinz Stockhausen sowie seiner 18-jährigen Mitgliedschaft bei einer der wichtigsten Formationen für
elektronische Musik, „Tangerine Dream“, einer der kreativsten Komponisten, die sich für ein Musical-Projekt wie Ludwig² finden lassen. Mit der Formation „Tangerine Dream“ trat
Christopher Franke auf Tourneen in der ganzen Welt und an besonderen Orten auf, so in der gothischen Kathedrale im französischen Reims in oder im York Minster in England
sowie in einem römischen Amphitheater vor 14 000 Besuchern. Dass der Berliner Christopher Franke auch ein Händchen für eingängige, kommerzielle Musik hat – die aber
niemals flach ist – beweisen auch seine vielfältigen Engagements in Hollywood als Filmkomponist: William Friedkin, der Regisseur des „Exorzisten“ verpflichtete Christopher
Franke mit seiner Gruppe oder Michael Mann, der Regisseur von „Ali“ oder „Collateral“. 1984 komponierte „Tangerine Dream“ auch die Musik zur Stephen King-Verfilmung
„Feuerteufel“, 1985 zu Ridley Scotts („Alien“, „Blade Runner“, „Gladiator“) Film „Legend“ mit Tom Cruise.
In diesem Zusammenhang arbeitete Christopher Franke auch mit Bryan Ferry und Jon Anderson von der Gruppe „Yes“ zusammen. Insgesamt entstehen in diesen Jahren 36
Musik-Alben, von denen sieben die Goldene Schallplatte verliehen bekommen. 1987 trennt sich Christopher Franke von der Formation „Tangerine Dream“. Aufgrund von 12- bis
15-Stundentagen und einem verloren gegangenen Privatleben fühlt sich Franke ausgelaugt. Er geht nach Spanien und Amerika. Erfrischt und von neuem Tatendrang erfüllt
gründet Franke 1991 das Berlin Symphonic Film Orchestra (BSFO), um seine Vorstellungen von der Verbindung von elektronischer und klassisch-akustischer Musik zu
verwirklichen. Dieses künstlerische Ideal anspruchsvoller und moderner Musik bringt Christopher Franke als Komponist in das Musicalprojekt Ludwig² ein.
6) Konstantin Wecker – Komponist
Er ist vor allem zweierlei: Ein musikalisches Multitalent und ein Bayrisch- Münchnerisches Original – zwei ideale Voraussetzungen für das neue Musical- Projekt Ludwig².
Konstantin Wecker wurde am 1. Juni 1947 in München geboren, lernte schon mit fünf Jahren Klavier, mit acht begann er auch Geige zu spielen und trat später in Münchner
Kneipen mit seiner Gitarre auf, um sich sein Musikstudium an der Münchner Uni zu finanzieren. Der Durchbruch zum berühmten deutschen Liedermacher und Komponisten
gelang ihm 1976: „Weckerleuchten“ hieß die neue LP. Bereits ein Jahr später gelang der internationale Erfolg im deutschsprachigen Raum mit dem programmatischen Titel
„Genug ist nicht genug“ und einem seiner wichtigsten Songs: „Willy“. Seither füllt Wecker mit seiner Musik mühelos große Hallen, erhielt u.a. den Deutschen Schallplatten-, den
Tucholsky- und den Deutschen Kleinkunstpreis. In München betrieb er lange Zeit das bekannte „Musik-Kaffee Giesing“. Wecker schrieb zahlreiche Bücher, darunter
Gedichtbände wie den hochgelobten Band „Schmerzvoll lebendig“. Letzthin ist sein Roman „Der Klang der ungespielten Töne“ erschienen. Neben Hauptrollen in Kino- und
Fernsehfilmen schuf Wecker Filmkompositionen wie zu Helmut Dietls „Schtonk“ oder „Kir Royal“ und widmet sich in den letzten Jahren besonderen Musical-Produktionen, wie
dem von ihm komponierten „Hundertwasser“ (zu dem Rolf Rettberg den Text lieferte, der auch wieder der Texter von Ludwig²“ ist). All diese Aspekte machen Konstantin
Wecker zu einer Idealbesetzung als Komponist des neuen Ludwig²-Musicals. Wecker ist ein großer Musiker, der weiß was populär ist und wie man mit Texten umgehen kann.
Gleichzeitig lässt er sich nicht verbiegen, bleibt sich treu und bürgt damit für Qualität. 1996 heiratete er seine langjährige Freundin Annik, mit der er zwei Kinder hat. Bei einer
großen Umfrage wurde Wecker unter die zehn wichtigsten Münchner gewählt. Und musikalisch strahlt er - engagiert wie immer – weit darüber hinaus.
7) Nic Raine - Arrangeur und Co-Komponist
Musikalische Einfälle haben, die hat der Londoner Nic Raine als Komponist, ist die eine Sache, aus einer Melodie eine große Musik entstehen zu lassen eine Andere. Aber
gerade das ist die große Kunst von Nic Rain e. Nicht nur als Dirigent weltberühmter Orchester wie das Royal Philharmonic Orchestra, die Academy of St. Martin in the Fields
oder das Berliner Symphonieorchester. Sondern auch als vielseitiger musikalischer Arrangeur: für Pop-Bands wie Duran Duran oder Aha, für Filmmusik wie der Musik von Carl
Davis für Buster Keatons Meisterwerk "The General" oder in Zusammenarbeit mit John Barry die Musik für mehrere Bond-Filme. Und wer schon mal etwas vom "Liverpool
Oratorio" von Carl Davis und Paul McCartney gehört hat: hinter der Orchestrierung steht kein geringerer als Nic Raine, der auch für den Synthesizer-Heroen Jean Michel Jarre
dessen elektronische Klänge in Orchestermusik verwandelt. Neben Talent braucht es für diese Künste natürlich eine solide Ausbildung: So studierte Raine Klavier, Kontrabass
und Gitarre und das Instument, das gleich ein ganzes Orchester umfasst: Orgel. Dass Raines Musik nicht nur beim Publikum ankommt, sondern auch in Fachkreisen
hochgeschätzt ist, beweist seine Berufung als Gast-Professor an das Royal College of Music in London. Beim Musical "Ludwig²" wird Nic Raine dafür sorgen, dass die Musik
überwältigend und wie aus einem Guss klingt.
8) Dr. Klaus Naseband – Dramaturg, künstlerischer Leiter
Für viele ist bei Oper, Musical und Theater der Dramaturg das große unbekannte Wesen. Dabei sorgt gerade dieser Mann dafür, dass ein Stück auf der Bühne funktioniert:
angefangen von der Auswahl der Texte oft auch der Schauspieler und Künstler bis hin zu Regie-Konzepten. Nur wenige verfügen hier über eine langjährige und fundierte
Erfahrung wie Dr. Klaus Naseband (58).
Bevor er jetzt als Dramaturg und künstlerischer Leiter für das Festspielhaus Neuschwanstein gewonnen werden konnte, war der aus Hagen stammende Westfale Intendant
der Nibelungenfestspiele in Worms – ein heroisches Großprojekt wie es auch "Ludwig²" ist. "Bühnenerfahrung" im umfassenden Sinne bringt der promovierte Germanist und
Anglist von bedeutenden Häusern mit - wie dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, wo Naseband von 1993 bis 2000 künstlerischer Direktor war, so auch Jahre zuvor in
Bonn. Seine früheren Stationen waren künstlerischer Betriebsdirektor am Schauspielhaus Frankfurt und Chefdramaturg bei den städtischen Bühnen Nürnberg. Jetzt wird Dr.
Klaus Naseband dafür sorgen, dass "Ludwig²" richtig in Szene gesetzt wird.
9) Andreas Kirnberger - Verleger
Bei aller Kunst und vielen Künstlern braucht man immer auch eine Person, die den Laden zusammen- und Überblick behält. Umso schöner, wenn diese Person selbst ein
Künstler ist. Der Münchner Andreas Kirnberger (53) ist eigentlich Diplom-Architekt, aber auch klassisch ausgebildeter Violinist. Wenn er jetzt der Verleger des Musical-Projekts
"Ludwig II" ist, befähigt ihn dazu besonders aber seine Karriere als Musikproduzent, mit immer einem guten Händchen für den Erfolg: In der Geheimsprache der Pop-Branche
hatte Andreas Kirnberger den Titel eines A & R Chefs, was für "Artists and Repertoire" steht und die Spürhunde meint, die neue Stars und Songs suchen - und im Falle von
Andreas Kirnberger auch äußerst erfolgreich gefunden haben. So hat Andreas Kirnberger zum Beispiel Nena oder Rio Reiser oder die Band Münchner Freiheit entdeckt - und
natürlich unter Vertrag genommen, als Mitglied der internationalen Geschäftsführung von Sony Music Entertainment. Andreas Kirnberger war somit ein Motor der Neuen
Deutschen Welle, der auch Stars wie Jennifer Rush und die Ärzte künstlerisch betreute sowie Billy Joel und Bruce Springsteen. Nach seiner Tätigkeit bei Sony war Andreas
Kirnberger für Stars wie Robin Beck aktiv, ehe er 1996 seine eigene Firma mit den Standorten Frankfurt, Los Angeles, München und Berlin gründete.Seither hat Andreas
Kirnberger vor allem vielen Filmen den richtigen Ton gegeben - als Soundtrack-Produzent von Leinwanderfolgen wie "Aimee und Jaguar", "Der kleine Eisbär" mit dem Titelsong
der No Angels und "Bandits". Und wer "Die wilden Kerle" gesehen hat oder die Musik des Animationsmärchens "Lauras Stern" gehört hat, die Andreas Kirnberger zusammen
mit dem weltberühmten Filmkomponisten Hans Zimmer gemacht hat, weiß, wie man ein großes Publikum verzaubert und dabei auch noch darauf achtet, dass die Finanzen stimmen.
Ludwig² - Der Spielort
Der Spielort für das Musical Ludwig² ist das Festspielhaus Neuschwanstein und befindet sich in Füssen. Füssen hat ca. 14.000 Einwohner und gehört zum Landkreis Ostallgäu
, der rund 300.000 Einwohner zählt. Im benachbarten Landkreis Oberallgäu wohnen 150.000 Menschen, im Landkreis Unterallgäu 130.000. Das Allgäu gehört zum
Regierungsbezirk Schwaben (1,7 Millionen Einwohner) im Bundesland Bayern (12,4 Millionen Einwohner). Unweit der Stadt Füssen, in der benachbarten Gemeinde Schwangau
, befinden sich die weltbekannten Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.
Schloss Neuschwanstein gilt als touristisches Weltwunder: Von König Ludwig II. Ende des 19. Jahrhunderts allein für sich und die Einsamkeit erbaut, wurde es bereits sechs
Wochen nach dessen bis heute rätselhaftem Tod zur Besichtigung freigegeben. Seit den fünfziger Jahren wird das kunsthistorisch umstrittene Bauwerk von über einer Million
Menschen jährlich besucht. Nochmals rund eine Million Menschen fahren in den Schwangauer Ortsteil Hohenschwangau, in dem sich auch das gleichnamige zweite
Königsschloss befindet - somit locken allein die Königsschlösser jährlich rund zwei Millionen Menschen nach Schwangau und Füssen.
Das Festspielhaus Neuschwanstein wurde im Jahr 2000 als Musical Theater Neuschwanstein eröffnet und besteht aus einem Haupthaus für das amphitheatrische Auditorium
mit 1.382 Sitzplätzen, einem Bühnenhaus mit moderner, umfangreicher Bühnentechnik, einem Backstage-Bereich und großzügigen Foyer-Bereichen über drei Etagen, darunter
die Ludwigs Lounge & Bar. An das Haupthaus angeschlossen sind zwei Seitenflügel, in denen weitere logistische und gastronomische Einrichtungen untergebracht sind, dazu zählen:
- das Wirtshaus im Festspielhaus mit großem Biergarten im Garten - das Café im Festspielhaus mit großer Café-Dachterasse, - zwei Restaurants - ein Ladengeschäft
- mehrere Kassen- und Informationsschalter - die zentrale Garderobe für das Gesamthaus.
Die Architektur des Festspielhauses Neuschwanstein ist klassisch modern mit klaren Linien und Formen und orientiert sich an großen historischen Theaterbauten,
insbesondere an Gottfried Sempers Dresdner Oper. Die durch die beiden identischen Seitenflügel beiderseits des Haupthauses verstärkte Symmetrie entfaltet ihre Wirkung in
der besonderen Betonung der axialen Ausrichtung des Gesamtkomplexes auf Schloss Neuschwanstein.
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