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Musical: Der Kuss der Spinnenfrau

Kuss der Spinnenfrau (engl. Originaltitel: “Kiss of the Spider Woman”)

Musik:
John Kander
Liedtexte: Fred Ebb
Buch: Terrence McNally, nach dem Roman von Manuel Puig
Deutsche Übersetzung: Michael Kunze
Aufführungsrechte: Verlag Felix Bloch Erben, Berlin

Uraufführung: 20. Oktober 1992 (London, Shaftesbury Theatre)
Broadway-Premiere: 3. Mai 1993 (
Broadhurst Theatre, 922 Vorstellungen; sieben TONY-Awards, u.a. für das beste Musical und die beste Partitur)
Deutschsprachige Erstaufführung: 28. November 1993 (Wien, Raimund Theater)

Kuss der Spinnenfrau gilt neben Cabaret und "Chicago" als eine der gelungensten Arbeiten des Erfolgsduos John Kander und Fred Ebb. Die Uraufführungsinszenierung erlebte 922 Vorstellungen, und 1993 erhielt die Broadway-Produktion von Harold Prince sieben Tony Awards, darunter für das beste Musical und die beste Partitur.

In einer nicht näher bezeichneten lateinamerikanischen Diktatur sitzt der tuntige Schaufensterdekorateur Molina wegen Verführung eines Minderjährigen in Haft. Man konfrontiert ihn mit einem neuen Zellengenossen, dem hartgesottenen Widerständler Valentin. Folter und Demütigung bestimmen das Leben im Gefängnis. Molinas Devise zum Überleben lautet, sich eine schöne Scheinwelt herbeizuträumen. Nach anfänglicher Verweigerung lässt Valentin sich darauf ein. Während seine Sehnsucht der Geliebten Marta, der armseligen Kindheit und dem Sieg der Revolution gilt, steigert sich Molina in sentimentale Kinofantasien hinein. In deren Mittelpunkt steht immer die verführerische Diva Aurora, die in ihrer Rolle als Spinnenfrau zugleich auch tödliche Macht verkörpert.

Die Gefängnisaufseher belauern die zunehmende Annäherung Molinas und Valentins. Sie bieten Molina, der um seine kranke Mutter bangt, die vorzeitige Freilassung an, wenn er Valentin die Namen seiner Mitverschworenen entlockt. Valentin wiederum gibt Molinas Liebeswerben nach, um ihn in der Freiheit zu einem Botendienst zu bewegen. Das tragische Ende birgt gleichwohl den Sieg von Liebe, Würde und Fantasie über Verrat und Brutalität.

Das ernste Thema auf der Musicalbühne, seine Darstellung der Gefängnissituation in Kombination mit Showelementen, verfehlt seine Wirkung auf das Publikum nicht, wie die äußerst erfolgreichen Aufführungen der letzten Jahre zeigen. Die Musik wird bestimmt von lateinamerikanischen Rhythmen und konfrontiert den Glamour Molinas filmischer Träume mit der schmerzvollen Vergegenwärtigung von Angst, Gewalt und Liebessehnsucht.

 ©: Verlag Felix Bloch Erben

Song-Liste:

Prologue
Her Name is Aurora
Over the Wall I
Bluebloods
Dressing Them Up
I Draw the Line
Dear One
Over the Wall II
Where You Are
Marta
I Do Miracles
Gabriel's Letter
My First Woman
Morphine Tango
You Could Never Shame Me
A Visit
Morphine Tango
She's a Woman
Gimmie Love
Russian Movie
Good Times
The Day After That
Mama, It's Me
Anything for Him
Kiss of the Spider Woman
Lucky Molina
Only in the Movies

Zur Inszenierung des Theater Dortmund:

Premiere:
24. Januar 09

Musikalische Leitung: Ralf Lange
Inszenierung: Klaus-Dieter Köhler
Choreografie: Jürgen Heiss
Bühnenbild: Wolf Wanninger
Kostüme: Ruth Groß
Choreinstudierung: Granville Walker
Choreographie: Jürgen Heiss
Dramaturgie: Helene Sommer

Besetzung:
Molina:
Hannes Brock
Valentin: Andreas Wolfram
Aurora, die Spinnenfrau: Gilda Rebello
Molinas Mutter: Margareta Malevska / Johanna Schoppa
Marta: Vera Semieniuk
Gefängnisaufseher: KS Andreas Becker
Gabriel/Amnesty: Stephan Boving
1.Gefangener, Aurelio, ein anderer Gefangener: Bernhard Modes / Christian Pienaar*
2. Gefangener, Emilio: Thomas Günzler / Johannes Knecht*
3. Gefangener, Carlos: Hans Werner Bramer / Carl Kaiser*
4. Gefangener, Raymondo: Gerontij Cernysev / Georg Kirketerp*
5. Gefangener, Hernandez: Henry-Ryall Lankester / Darius Scheliga*
6. Gefangener, Rodriguez: Frederik Bergsma / Edward Steele
7. Gefangener, Fuentes: Michael-Silvan Scheel / Thomas Warschun
8. Gefangener, Paz: Min Lee / Martin Müller-Görgner
Esteban, Gefängniswärter: Simon Karsten
Marcos, Gefängniswärter: Raimund Wissing
Gefangene/Latinos: Ivaldo de Castro, Claudio Gustavo Romero, Maik Heinze, Ivica Novakovic, Alexey Gonzales, Michael Schnizler, Carlos Sampaio, Jason Sherri, Keigo Ueshima

* Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge
Änderungen vorbehalten

Vorstellungen Saison 2008/09:
Januar: 24., 31.,
Februar: 13., 20., 26.,
März: 06., 12., 18., 21., 25.
April: 13., 19., 26.
Juni: 01., 06.

Preise: 17,50 € - 41,80 €
Tickets und Information:  0180 - 5170 517 (EUR 0,12/Min.) oder unter
www.theaterdo.de und in allen bekannten Vorverkaufsstellen und Reisebüros.

Gilda Rebello 5_m

Aurora, die Spinnenfrau wird verkörpert von Gilda Rebello, die die Dortmunder Zuschauer schon aus Astor Piazollas „Maria de Buenos Aires“ und „West Side Story“ kennen. Sie begann ihre künstlerische Laufbahn in Rio de Janeiro, wo sie ihre Ausbildung in Tanz und Theater sowie Gesang in der ehemaligen Schule des Teatro Municipal und Escola de Musica Villa Lobos absolvierte. In Deutschland war sie u. a. vier Jahre am Folkwang Tanzstudio unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch engagiert, in deren Compagnie Tanztheater Wuppertal sie oftmals gastierte.
Als Musicaldarstellerin war sie u. a. in „Miami Nights“ am Ronacher Theater in Wien und am Capitol Theater Düsseldorf zu sehen, wo sie auch in „Cats“ als Booth-Sängerin mitwirkte. 2004 feierte sie große Erfolge als Anita in der „West Side Story“ am Theater Dortmund. Es folgten Auftritte im Musical „Aida“ in Essen, „The Life“ in Gelsenkirchen.
Zuletzt choreographierte sie „Little Shop of Horrors“ im Theater Kassel. Zu ihren Engagements in Europa zählten u. a. die solistische Mitwirkung beim „Jazz Bossa Nova Trio“, bei „Simpty Studios“ und in der Band „Soul United“.
2007 war sie beim Theater Dortmund als Maria in „Maria de Buenos Aires“ von Astor Piazzolla zu sehen. Sie war 2008 u.a. in Deutschland auf Tournee mit verschiedenen Musicals Shows. Ferner gab sie zahlreiche Konzerte mit ihrer eigenen Band mit selbst geschriebenen und komponierten Liedern beim Chill Out with Soul at Nikko in Düsseldorf. Zur Zeit bereitet sie ein Musikproduktion „Marathon Grooves“ unter der Leitung von Schauspieler Dieter Brandecker vor.

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