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Musical: Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär
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Walter Moers´ Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär
Uraufführung: 26. Oktober 2006 (Köln, Zeltpaläste des Käpt´n Blaubär)
Komposition und Konzeption: Martin Lingnau
Buch und Songtexte: Heiko Wohlgemuth
Inszenierung: Zapo Schwalbe Choreographie: Andrea Heil Bühnenbild, Projektion: Sam Madwar Kostüme:
Martina Feldmann Puppenbau: Carsten Sommer Figuren- und Kostümbau: Tom Haas / Maria Romanowska (matoArt)
Produzent: Folkert Koopmans
Projektmanagement & Projektleitung Marketing: Klaus Wilhelm Projektleitung Produktion: Christian Komorowski Künstlerisches Produktionsmanagement: Renate Gritschke
Regieassistenz: Florian Caspar Seibel 2. Regieassistenz: Musikproduktion: Claartje Karnatz Musikalische Einstudierung und Bühnenmusiker: Ferdinand von Seebach
Bühnenbildassistenz: Martina Stoian Kostümbildassistenz: Christian Luz Coaching Puppenspiel: Iris Schleuss Marketing und Vertrieb: Katja Meißner
Assistenz Projektmanagement: Harry Kühl Produktionsleitung Zelt & Location: Claudio Urban Technische Leitung Bühne: Eric Witzke
Ausstattungsleitung Bühne & Requisiten: Urmel Meyering Tondesign: Justus Kopanski Lichtdesign: Alexandra Ehrlitzer / Christian Sellin Requisite:
Thorsten Böning Ausstattungsassistenz: Nicole Bettinger Leitung Kostümwerkstatt Capitol Düsseldorf: Cheesha Gayden Leitung Maskenwerkstatt Capitol Düsseldorf:
Svetlana Jovic
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Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär Foto: Herbert Schulze
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Besetzung:
Blaubär: Björn Klein/ Sven Prüwer Prof. Dr. Nachtigaller: Stefan Stara alternierende Besetzung Prof. D
r.Nachtigaller, Groot, Stollentroll: Stefan Stara Wahnsinn, Yeti u. a.: Arthur Büscher Groot, Stollentroll u. a.: Nik Breidenbach Chemluth Havanna u. a.:
Oliver Parchment Ensemble: Tobias Roloff, Oliver Sekula, Oliver Pauli Swing: Pascal Illi Akrobatik: Benjamin Pfeiffer
Blaubärmädchen u. a.:
Jasmin Madwar Tratschwelle, Smeik u. a.: Pamela Zottele Tratschwelle, Fredda u. a.: Barbara Tartaglia 16 U, u.a.: Peggy Pollow Ensemble:
Jessie Roggemann, Janine Tippl, Daniela Grubert Swing: Jenny Winkler
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Tourplan 2006 - 2008:
Köln, Festplatz am Südstadion: 26. Oktober 06 bis Februar 07 Frankfurt, An der Jahrhunderthalle: 15. Februar 07 bis 1. April 07
Hamburg, Heiligengeistfeld: 5. Mai 07 bis 17. Juni 07 Berlin: 16. August 07 bis 30. September 07 München: 1. November 07 bis 30. Dezember 07 Stuttgart: 31. Januar 08 bis 16. März 08
Ticketpreise: von € 39,- bis € 79,-
Kinderermäßigung: 40% auf alle Preisklassen
Familienpaket: 2 Erw.+2 Kinder für 100,00 € (jeden Mittwoch 18.30 Uhr, nur über die Tickethotline oder an der Tageskasse)
Angebot für Schulklassen sind über die Tickethotline zu erfragen.
Tickethotline: 01805 - 85 38 86 (12 Cent/min.) Alle Preise sind Endpreise inklusive aller Gebühren und MwSt. Tickets: an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter der Tickethotline: 01805 - 85 38 86 und an der Tageskasse oder unter www.blaubaer-musical.de
Showdauer: ca. 2 Stunden inkl. ca. 20 Minuten Pause Einlass: 60 Minuten vor Showbeginn Fassungsvermögen: 1.400 Plätze im Hauptzelt
Veranstaltungen im Vorzelt bis zu 1.000 Personen möglich, separierbarer VIP-Bereich bei Spielbetrieb bis zu 700 Personen Special Offers: - AII-inclusive-Angebote (inkl. Getränke, Snacks, Programmheft u.a.) - Firmen-Events, Incentives im separaten VIP-Zelt (nach Absprache)
- Club Angebot (für Gruppe ab 50 Personen):
- Vorab: Bereitstellung einer Broschüre mit Infos über die Show für alle Teilnehmer
- Individuelle Betreuung vor, während und nach der Show (separates Catering, VIP-Bereich)
- Kostenlose DVD von den Highlights der Show mit Einbettung individueller Fotos der Gruppe für alle Teilnehmer
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Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär. Eine skurrile Reise in eine phantastische Welt
„Gelungenere Unterhaltung wird es in absehbarer Zeit schwerlich geben", urteilte die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die phantastischen Abenteuer eines blauen Bären. Einhellig begeistert zeigten sich Presse und Leser. Weit über 750.000 mal wurde der Roman Die 13 V2 Leben des Käpt'n Blaubär verkauft, mehr als dreißig Wochen hielt sich das Buch auf den Bestsellerlisten. Nach den Jahren der „Kindertümelei", so Walter Moers, sei sein Roman ein Versuch gewesen, den Käpt'n Blaubär wieder auf „Erwachsenenkurs" zu bringen. Tatsächlich hat sich der Blaubär von seiner ersten Erscheinungsgestalt als Lügen erzählender Opa beim WDR zu ganz neuen Höhen aufgeschwungen.
Der geradezu barock anmutende Titel bezeichnet ein Werk, in dem atemberaubende Hirngespinste und Phantastereien eines in sich geschlossenen Kosmos überborden. Walter Moers entführt in eine Welt abenteuerlicher Komik,
die ironisch und voller Witz ihr Spiel mit unserer Wirklichkeit treibt. „Seit dem Schaffen des alten Lügenbarons Karl Friedrich Freiherr von Münchhausen hat niemand mehr mit ähnlich
ausschweifender Phantasie die Winkel abendländischer Kultur durchforstet", urteilte die Süddeutsche Zeitung. Entstanden ist im Genre gängiger Abenteuer- und Fantasyliteratur der
Entwicklungsroman eines Blaubären. Nichts ist Moers heilig, alles
kann als Stoff für eine aberwitzige Idee dienen. Paten standen die Simpsons und Monty Python, Vorbilder lieferten Werke Michael Endes und Douglas Adams,
John Ronald Reuel Tolkiens und Jonathan Swifts, die Irrfahrten des Odysseus, Bibelsegmente sowie bekannte Filme von Spielberg und Lucas. Triefend vor Pseudowissenschaftlichkeit persifliert Moers jeglichen Anspruch zu belehren.
Mit scharfem Witz erzählt der Meister der Übertreibungen, der unermesslichen Steigerungen und
Mutationen einen satirischen Bildungsroman mit einer bizarren Figurenwelt.
Käpt'n Blaubär, der schlitzohrige Abenteurer auf den sieben Meeren der Phantasie, macht sich auf die Suche
nach dem Glück. Im legendären Atlantis hofft er, seinesgleichen und Freunde zu finden. Nach dem Motto „Das Leben ist zu kostbar, um es dem Schicksal zu überlassen", durchquert er
verwegen groteske Landschaften wie eine Wüste aus Zucker, einen bewohnten Tornado und den Kopf eines Riesen, wo ihm eine Schlechte Idee das Leben rettet. Wilde Zwergpiraten, geschwätzige
Tratschwellen, düstere Finsterbergtrolle und andere Zeitgenossen begegnen ihm auf seiner Reise durch das legendäre Zamonien. Unterstützung findet er bei dem kurzsichtigen Rettungssaurier Deus
X. Machina - der sich auf Rettungen in letzter Sekunde spezialisiert hat - und bei Prof. Dr. Abdul Nachtigaller, einem Eydeeten mit sieben Gehirnen, dessen Devise frei nach Francis Bacon
„Wissen ist Nacht!" lautet.
„Blaubärs Lebensroman ist rasante Literatur", so befand der Spiegel. Jetzt haben sich Kreative gefunden, die Walter Moers davon überzeugen
konnten, dass sie das scheinbar Unmögliche Wirklichkeit werden lassen können: Martin Lingnau und Heiko Wohlgemuth haben aus dem siebenhundert Seiten umfassenden phantastischen Werk eine
Bühnenfassung erarbeitet, ein Musical für Erwachsene. Inszeniert wird durch den Regisseur Zapo Schwalbe ein Buch, das vor Einfallsreichtum, unglaublichen Begebenheiten, skurrilen Figuren,
grimmig-ironischen Handlungswendungen und intellektuellen Haarspaltereien nur so strotzt. Wie einen Rausch erlebt man so auch die 13 Y2 Leben des Käpt'n Blaubär auf der Bühne. Die Zeltpaläste entführen den Besucher schon beim Betreten in eine Welt des verrückten Witzes. Atemberaubend öffnet sich die Bühne mit immer neuen Phantasiebildern in unglaublichen Dimensionen. Und so vielfältig wie die phantastischen Figuren, farbenprächtigen Kostüme und originellen Puppen ist die Musik von Martin Lingnau und Heiko Wohlgemuth: Rauhe Seemanns-Shanties, fetziger Swing, zauberhafte Balladen und wuchtige Orchesterklänge erzählen dem Besucher Geschichten aus einer fabelhaften Welt. Dabei bricht dieses Musical zuweilen ironisch mit der Tradition seines Genres, die Liebeslieder überdrehen von eingängigem Schmelz zu schrägen Dissonanzen, die Vermittlung neuer Inhalte findet neue Ausdrucksformen. Mit dem Käpt'n Blaubär kommt auf einer großen Bühne das Comedy Musical nach Deutschland, voller Witz und Esprit. Verwirklicht wird die Umsetzung des Romans eines deutschen Autors in einer Inszenierung, die ihre Ursprünge in den Traditionen des Theaters findet, bewegungsintensiv, voller ausgefallener Choreographien. Hierfür braucht es ganz besondere Darsteller: mit Lust am Neuen, Spaß an der Herausforderung, mit der Fähigkeit, Innovationen zu schaffen.
Die Macher des wahrscheinlich erlogensten Musicals der Welt haben einen ganzen Kosmos auf die Bühne gezaubert und ihren Teil zu der Unsterblichkeit des Lügengladiatoren Käpt'n Blaubär
beigetragen, denn, so Moers:
„Wenn in wer-weiß-wievielen Jahren irgendwas von mir übrig bleibt, dann wird das Käpt'n Blaubär sein. Ich halte ihn für das Gelungenste, was ich in die
Welt gesetzt habe."
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© Walter Moers
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Walter Moers - Der Schöpfer Der Moerssche Witz ist unerreicht und hat schon lange durch zahlreiche Werke Kultstatus erreicht.
Der 1957 in Mönchengladbach geborene Autodidakt gilt als der unumstritten größte Star in der deutschen Comicszene. Erste Berühmtheit erlangte Moers zunächst mit seinen Geschichten um den
Käpt'n Blaubär. Dann gewann das Kleine Arschloch eine breite Fangemeinde mit seiner Respektlosigkeit, die Verfilmung von 1997 lockte über drei Millionen Zuschauer in die Kinos. 1998
publizierte Moers den Skandalcomic Adolf- die Nazisau, mit dem er an die Grenzen des guten Geschmacks ging und Leser sowie Feuilleton begeisterte. 1991 log der Käpt'n zum ersten Mal im
öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Die Rechte an seiner Figur des Käpt'n Blaubär verkaufte Moers
1993 an den Ravensburger-Verlag, dieser gab sie an den WDR weiter. Hier spinnt der Käpt'n Blaubär seit nunmehr 15 Jahren mit großem Erfolg vor seinen kleinen Enkeln und Hein Blöd Seemannsgarn.
Mit der Verlegung der Figur in einen Roman unternahm Moers den Versuch, den Käpt'n „wieder etwas
mehr auf Erwachsenenkurs zu bringen". Nach fünfjähriger Schaffensphase erschien 1999 Die 13 ½
Leben des Käpt'n Blaubär. Über 750.000 mal verkaufte sich der Roman, über 30 Wochen stand er auf den Bestsellerlisten.
Der Zeichentrickfilm lockte 1,3 Millionen Besucher in die Kinos. Weitere Romane, die auf dem fiktiven
Kontinent Zamonien spielen, sind Ensel und Krete, Rumo & Die Wunder im Dunkeln sowie Die Stadt der träumenden Bücher. Zuletzt entstand der Kurzfilm Adolf, der Bonker.
Lange Zeit konnte niemand Walter Moers davon überzeugen, die Rechte an seinem Käpt'n Blaubär für
eine Musicalproduktion freizugeben. Erst Martin Lingnau und Heiko Wohlgemuth fanden mit ihrem Konzept, das sich eng an der Romanvorlage orientiert, sein Vertrauen.
So erfolgreich alle seine Figuren auch sind, der Blaubär ist Moers' Lieblingsgestalt. So etwas gelinge nur einmal im Leben, sagte er in einem Interview mit der Zeit, so
eine Figur mit „Ewigkeitscharakter".
Martin Lingnau und Heiko Wohlgemuth - Die Autoren des Musicals
Moersscher Humor in Ton und Wort Die Welt, die Walter Moers in den 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär erschaffen hat, explodiert geradezu vor Einfällen, Phantasie und vielseitiger Schöpfungskraft.
Diesen Facettenreichtum künstlerisch umsetzen zu können, sahen Martin Lingnau und Heiko Wohlgemuth als ein Geschenk an Komponist und Texter. Rockige Piraten
-Shanties, fetziger Swing, schmelzende Balladen und wuchtige Orchesterklänge erfüllen des Käptn's Zeltpaläste und erzählen von bizarren Erfindungen,
Entdeckungen, Prüfungen, Heldentaten und Katastrophen - weise und gelehrt, gemein und grausam, aber auch rührend und empfindsam und immer spannend.
Mit einer breiten Palette musikalischer Möglichkeiten haben die beiden Künstler den moersschen Humor eingefangen, seine Sprachgewandtheit und seinen Wortwitz auf der Bühne zum Leben erweckt.
Martin Lingnau - Komposition und Konzeption Geprägt wird die Inszenierung von einem der erfolgreichsten Musiktheaterautoren und Komponisten Deutschlands: Mehr als eine Million Besucher sahen die vielfach
ausgezeichneten Produktionen Martin Lingnaus. Seine Musicals Fifty Fifty, Villa Sonnenschein, Jostein Gaarders Orangenmädchen, Heiße Ecke und Swinging St.
Pauli/ Swinging Berlin werden in ganz Deutschland bejubelt. Außerdem zählt Martin Lingnau zu den Erfindern der Pension Schmidt, der erfolgreichsten deutschen
Bühnen-Soap-Opera. Allein in Hamburg werden im Sommer 2006 drei seiner Musicals gleichzeitig gezeigt. Als Pianist arbeitet er mit Künstlern wie Lucia Alberti und
Udo Lindenberg zusammen. Er schreibt Popsongs, komponiert für TV und Theater, wie etwa 2005 für die Inszenierung Dieter Wedels Ein besserer Herr an den
Hamburger Kammerspielen. Als künstlerisch-musikalischer Leiter ist er für das Hamburger Schmidt Theater, das Schmidts TIVOLI und SeeLive TIVOLI tätig.
Heiko Wohlgemuth - Buch und Songtexte Die Texte des Käpt'n Blaubär Musicals stammen von einem weiteren Multitalent: Heiko Wohlgemuth hat bereits zahlreiche Stücke verfasst. Größte Erfolge feierten
seine Werke Achtung. Selten. Die Comedian Harmonists, Heisse Ecke, Swinging St. Pauli/ Swinging Berlin, Pension Schmidt und Villa Sonnenschein. Als Schauspieler
und Comedian agierte er in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen. Auf der Theaterbühne stand er etwa für den Quatsch Comedy Club Berlin, das Metropol
Theater Wien, Schmidts Tivoli und das Schmidt Theater Hamburg. „Es war eine unglaubliche Herausforderung, diesen siebenhundert Seiten fassenden Roman, diesen
Quell an absurder Skurrilität, diesen überbordenden moersschen Kosmos in ein Bühnenstück zu verwandeln", so der Künstler. „Und jetzt denke ich während der
Proben oft: ´Wow - das wird noch viel besser, als alles, was ich mir jemals vorgestellt habe'."
Zapo Schwalbe - Der Regisseur Gemeinsam mit seinem Team hat sich Zapo Schwalbe an ein Abenteuer gemacht: die Umsetzung des phantastischen Romans Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär in
ein Musical. Die Aufgabe entspricht dem Multitalent. Als Schauspieler, Artist und Autor war Zapo Schwalbe bereits tätig, seine Profession ist das Regiefach. Nach
seiner Ausbildung in Frankreich und der Promotion in Deutschland wurde er Deutschlands jüngster Intendant am Landestheater Württemberg-Hohenzollern Tübingen
Reutlingen. Er hatte eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover inne, anschließend war er zehn Jahre lang Intendant in Essen. Als
Regisseur brachte er unter anderem das Musical Vom Geist der Weihnacht am Berliner Theater des Westens und im Musical Dome Köln auf die Bühne. Er inszenierte
eine vielbeachtete Fassung von Wilsons The Black Rider, die Rockoper Starmania und das mehrfach ausgezeichnete Musical Der Mann von La Mancha. An dem Stoff
Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär fasziniert ihn der deftige Wahn- und Katastrophenwitz:
„So turbulent wie der Stoff ist auch unsere Arbeit an dem Musical. Mein Theater ist sehr bewegungsintensiv, ich arbeite viel mit geradezu artistischen Elementen.
Meine Künstler müssen bereit sein für das Neue, sie müssen Freude haben am Experimentieren. Ich möchte keine glattgeschliffenen Darsteller auf der Bühne stehen
haben, sondern Individuen, echte Typen, die durch ihre Eigenarten das Werk Moers, seinen Witz, auf der Bühne lebendig werden lassen."
Andrea Heil - Die Choreographin Die ebenso originellen wie ungewöhnlichen Choreographien des Musicals entwickelte Andrea Heil. Ihre erfolgreiche Karriere als Tänzerin und Musicaldarstellerin
beschloss sie bei der Musicalproduktion Chicago am Berliner Theater des Westens. Seither entwirft sie vielfältige Choreographien für unterschiedliche Produktionen,
die sie immer wieder vor neue Herausforderungen stellen: So arbeitete sie etwa für Kofi Yakpos und Rainer Killius RAPsodie Schichtwechsel und Eduard Künnekes
Wahlkampf-Operette Herz über Bord an der Berliner Neuköllner Oper ebenso wie für eine Inszenierung der West Side Story zu den Ostseefestspielen 2005. Andrea
Heil leitete die choreographische Arbeit der Inszenierung Die Comedian Harmonists treffen Frau Luna im Berliner Theater am Kurfürstendamm; als Regisseurin und
Choreographin brachte sie das Musical Hair zu den Ostseefestspielen 2006 auf die Bühne. An den künstlerischen Nachwuchs gibt sie ihren Erfahrungsschatz als
Dozentin an der Universität der Künste, Berlin, weiter. In Vorbereitung stehen derzeit Choreographien für die neue Revue 2007 des Friedrichstadtpalasts.
Garsten Sommer - Der Puppenbauer Da sich die Inszenierung des Musicals nah an die Buchvorlage hält, stellt die Erschaffung dreidimensionaler Puppen und Figuren nach den Zeichnungen Walter Moers
eine besondere Herausforderung dar. Jahrelange Erfahrungen hat hierbei der Puppenbauer Garsten Sommer. Seit seinem dreizehnten Lebensjahr konstruiert er
Trickmodellpuppen. Er erschuf die Käpt'n-Blaubär-Puppe des WDR und die dreidimensionalen Figuren von Moers Kleinem Arschloch, Peppi sowie von dem Alten Sack.
Auch die Gummipolitiker der Gerd-Show erblickten in seinem Atelier das Licht der Welt. Sommer sieht es als besondere Herausforderung an, „dass die Figuren von
Walter Moers auf verschiedenen Ebenen wirken. Sie sind plakativ und provozierend, ironisierend, aber auch niedlich - und in jedem Fall durchweg ungewöhnlich".
Martina Feldmann - Kostümbildnerin Die Kostüme des Musicals werden von Martina Feldmann entworfen. Ihr ist es dabei besonders wichtig, den Schauspieler zu kennen, der sich in dem Kostüm in ein
anderes Wesen verwandeln wird, ihm genügend Raum für seine Bewegungen zu lassen. Eine enge Absprache zwischen ihr, dem Regisseur Zapo Schwalbe und
dem Bühnenbildner Sam Madwar ist unerlässlich: „Die Kostüme und Masken müssen in dem Rahmen wirken, in dem sie während des Bühnengeschehens stehen.
Außerdem müssen die technischen Umstände, wie zum Beispiel die Notwendigkeit schneller Kostümwechsel, schon in der Entwurfsphase mit bedacht werden."
matoArt Kostüm- und Figurenwerkstatt Erschaffen werden die Kostüme und größeren Figuren von dem Unternehmen matoArt. Kreativ überlegen die beiden Leiter Maria Romanowska und Tom Haass, wie
die Kostüme, Masken und Figuren technisch funktionieren, wie sie widerstandsfähig für viele hundert Aufführungen im Jahr gemacht werden können. Das Ergebnis
ist eine reiche Phantasiewelt, in der Darsteller, Wesen und Puppen, mannigfaltige Erfindungen aus Stoffen, Folien und Geweben den Moersschen Figurenkosmos zum Leben erwecken.
Sam Madwar - Der Bühnenbildner „Ich liebe das Rhetorische Walter Moers', das Überladende, Überbordende, Ausufernde - in der Inszenierung der ,13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär' kann sich ein
Bühnenbildner mit aller Phantasie und Kraft verwirklichen." Sam Madwar bringt ein ganzes Universum auf die Theaterbühne des Blaubär-Musical-Palastes. Neun
Werkstätten arbeiten an seinen phantastischen Entwürfen. Die grotesken Landschaften, die Käpt'n Blaubär auf seiner Reise durchquert, die bizarren
Naturerscheinungen sind an Vielfalt und abenteuerlichem Ideenreichtum nicht zu überbieten. Der Käpt'n durchquert den Kopf eines Riesen, er reist auf einem winzigen
Floß und auf dem größtvorstellbaren Sklavenschiff, er fliegt durch die Lüfte auf dem Rücken des gewaltigen, aber kurzsichtigen Rettungssauriers Deus X. Machina,
die Süße Wüste aus Zucker bezwingt er ebenso wie die Finsterberge und unendliche Labyrinthe. Möglich wird dies durch eine phantasievolle und technisch streng
durchdachte Kombination von Projektionen und Materialien, die vielfältig und unkonventionell eingesetzt werden.
Bei seiner Arbeit kommt Sam Madwar zugute, dass er bereits in Deutschland und Österreich selbst erfolgreich als Schauspieler auf der Bühne stand, als
Theaterphotograph, Musikvideoregisseur und Lichtdesigner wirkte, zahlreiche Stücke selbst inszenierte und auch eigene Werke verfasste, bis er seine wahre
Profession entdeckte: Als Bühnenbildner sieht und versteht er aufgrund seiner Erfahrungen die Bedürfnisse und Ansprüche aller Beteiligten. Somit ist auch seine
Arbeit steten Veränderungen unterworfen, flexibel muss er sich den kreativen Entwicklungen der Probenarbeiten anpassen:
„Wir schwappen in dem Entstehungsprozess von Welle zu Welle, den Stürmen ausgeliefert, ganz wie der Käpt'n Blaubär. Und wir hoffen, dass wir am Ende lebendig aus der Sache rauskommen."
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Flanieren im fernen Zamonien Blaubärs Musical Palast
Bereits im Foyer werden die Besucher des Käpt'n
Blaubär Musicals in die skurrile Welt des moersschen Humors entführt. Schauplatz ist Megather, das Kolosseum in Atlantis, in dem Käpt'n Blaubär seine unübertroffenen Triumphe als
Lügengladiator feiert. Die Gäste wandeln zwischen Romanillustrationen von Walter Moers. Als überdimensionale Wesen bevölkern seine Figuren die Wandelgänge des Amphitheaters, einen zamonischen
Marktplatz, in dem typische Speisen und Getränke der Region und viele schräge Geschenkartikel feilgeboten werden. Drei riesige Zelte umfasst Blaubärs Musical Palast. Allein das Hauptzelt
erhebt sich, auf einer Fläche von 2.000 m2, 14 Meter über die Zeltstadt. 150 Arbeiter sind allein für den Auf- und Abbau nötig. Für besondere Veranstaltungen kann das VIP-Zelt
gemietet werden. In siebzig Containern finden unter anderem Tischlerei, Schneiderei, Kostümwerkstätten, Büros, Gesang- und Probenräume, Aufenthaltsräume, Maskenateliers und Küchen Platz.
Zehntausende von Schrauben werden verarbeitet, mehrere 10.000 m2 Stoff verlegt. Die Auf- und Abbauten sowie der Transport von einem Gastspielort zum nächsten erfordern logistische Höchstleistungen. Organisiert wird das Ganze von Zeltbaumeister Claudio Urban. Als technischer Leiter betreute er bereits zahllose Festivals, seit drei Jahren ist er führend für den reibungslosen Ablauf der Palazzo Produktionen GmbH in Deutschland, Tschechien, Holland und Österreich tätig. Käpt'n Blaubär ist aber auch für ihn eine besondere Herausforderung, eines seiner bisher größten Projekte.
FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH - Ein Kurzportrait des Veranstalters
Dass die Verwirklichung des Musicals Die 13 ½ Leben des Käpt'n
Blaubär auf ein stabiles finanzielles Fundament gestellt werden konnte, ist dem Unternehmer Folkert Koopmans zu verdanken. Die 1990 von ihm gegründete FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH
zählt heute zu den führenden Veranstaltern in Europa. Das 50-köpfige Team erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 50 Millionen Büro. Neben der Planung und Durchführung bundes- und
europaweiter Tourneen und örtlicher Veranstaltungen im Musik- und Showsegment veranstaltet das in Hamburg ansässige Unternehmen sechs der populärsten Festivals in Deutschland. Jährlich
begeistern sie viele hunderttausend Musikfans. Stets auf der Suche nach neuen Künstlern und innovativen Projekten, hat das Unternehmen eine Vielzahl unterschiedlicher Showproduktionen ins
Leben gerufen: klassische Opern, aufgeführt in riesigen Stadien, Tanztheaterproduktionen und Dinnershows wie der Harald Wohlfahrt PALAZZO oder der Alfons Schuhbeck PALAZZO. Seit Juli 2000
gehört die FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH zu 50,2 % der Medusa Music Group GmbH, die ihrerseits eine Tochtergesellschaft der CTS Eventim AG ist. Als Projektleiter des Musicals Die 13 ½ Leben des Käpt'n
Blaubär agiert Klaus Wilhelm, der bereits für viele weitere Projekte der FKP Scorpio in leitender Position tätig war.
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Vom Blaubären zum Bestseller Die Erfolgsgeschichte
1991: Käpt'n Blaubär tritt zum ersten Mal mit großem Erfolg bei der Sendung mit der Maus in der ARD und den dritten Programmen auf.
1992: Der erste Auftritt im ARD-Morgenmagazin. Käpt'n Blaubär schaltet sich mit wohl dosierten Unwahrheiten als Kommentatorzwischen die Nachrichten. Nach 104 Folgen
„Seemannsgarn" erhält der Käpt'n seine erste Auszeichnung: Er wird mit dem Goldenen Spatz ausgezeichnet.
1993: Käpt'n Blaubär und Mein Blöd bekommen beim WDR ihre eigene Sendung: Im Oktober startet der Käpt'n Blaubär Club.
1994: Walter Moers erhält für den Käpt'n Blaubär die höchste deutsche TV-Auszeichnung: Den Adolf-Grimme-Preis.
1996:
Der deutsche Astronaut und bekennende Blaubär-Fan Reinhold Ewald nimmt die liebenswerte Schiffsratte Mein Blöd mit auf die russische Raumstation MIR.
1998:
Die Deutsche Post produziert eine Käpt'n-Blaubär-Briefmarke. Wert: 1,10 DM.
1999: Der Roman Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär erscheint. In Deutschland wird er bis heute
mehr als 750.000 mal verkauft. Über 30 Wochen ist das Buch auf den Bestsellerlisten. Lizenzen werden nach England, Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Holland, Dänemark, Norwegen,
Finnland, Tschechien, Slowenien, Japan, China, Südkorea und Taiwan verkauft. Käpt'n Blaubär- Der Film startet. Der Zeichentrickfilm lockt mehr als 1,3 Millionen Besucher in die Kinos. Er wird mit dem Deutschen Filmpreis für den besten Kinder- und Jugendfilm ausgezeichnet.
2002: Das Hörbuch zum Roman Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär, gelesen von Dirk Bach, erscheint bei Lido.
2003: Der Hamburger Theater-Verlag Whale Songs gibt den Impuls für die Umsetzung des Romans Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär in ein Musical. Walter Moers
ist von den ersten Entwürfen des Komponisten Martin Lingnaus und des Autoren Heiko Wohlgemuth überzeugt und gibt die Rechte frei. Als Produzenten gewinnt Whale Songs das Unternehmen FKP
Scorpio Konzertproduktionen GmbH.
2003: Der Komponist Martin Lingnau und der Texter Heiko Wohlgemuth beginnen mit der Arbeit an dem Musical Die 13 ½ Leben des Käpt'n
Blaubär. Dramaturgisch beraten werden sie von dem Regisseur Zapo Schwalbe.
2006: Weltpremiere des Musicals am 12. Oktober in Blaubärs Musical Palast in Köln. Der Eichborn Verlag
gibt eine Neuauflage des Romans zum Musical mit einer CD heraus.
Pressestimmen zum Buch:
„Dieser literarische Husarenstreich ist gelungen." DER SPIEGEL
„Der Blaubär-Roman, das ist Tolkien ohne die Gut/ Böse-Dichotomie und Michael Ende ohne esoterische Heilsbotschaften." DIE ZEIT
„Dieser wilden Jagd werden kleine Kinder
gerne zuhören, und Erwachsene werden sie gerne selber lesen. Der Altersgruppe dazwischen sollte unser Mitleid gelten, denn gelungenere Unterhaltung wird es in absehbarer Zeit schwerlich
geben." FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
„Walter Moers hat eine unglaublich komische und verblüffend einfallsreiche Mixtur aus Comic-Strip-Ästhetik und Sagenwelt, Augsburger
Puppenkiste und Mythologie, Fantasy und satirischem Gesellschaftsroman in der Tradition Swifts zusammengeflunkert, die lesesüchtig macht." FRANKFURTER RUNSCHAU
„Was haben
Karl Friedrich Freiherr von Münchhausen und Walter Moers gemeinsam? Seit den seligen Tagen des alten Lügenbarons hat niemand mehr mit ähnlich ausschweifender Fantasie die Winkel
abendländischer Kultur durchforstet." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
„Von den 13 ½ Leben des Käpt'n ist jedes für sich ein atemberaubendes Märchen, alle zusammen sind sie eine Art 1001 Nacht für kleine und große Blaubären."
WESTDEUTSCHE ALLGMEINE ZEITUNG
„Von Moral keine Spur, von Langeweile auch nicht." HAMBURGER MORGENPOST
„Ein epochales Buch. Auf gut 700 Seiten schafft Moers ein Universum." BRIGITTE
„Ein Buch voller phantastischer Geschöpfe und skurriler Abenteuer, das vor allem durch die Sprachgewandtheit und den Wortwitz seines Schöpfers überzeugt." SÜDWESTRUNDFUNK
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