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Musical: 3 Musektiere
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Joop van den Ende/ Stage Entertainment präsentiert:
3 Musketiere - Das Musical
Musik & Liedtexte: Rob Bolland & Ferdi Bolland
Arrangements und zusätzliche Musik: Paul Bogoaev Buch: André Breedland nach dem Roman von Alexandre Dumas Mitarbeit Buch und zusätzliche Liedtexte: Gerard Cox
zusätzliche Liedtexte: Jan-Simon Minkema / Petra van der Eerden
Uraufführung: 30. März 2003 Nieuwe Luxor Theatre, Rotterdam (Niederlande) Regie und Dramaturgie:
Paul Eenens Choreographie: Stephen Mear Fecht-Choreografie: Malcolm Ranson Bühnenbild: Eric van der Palen Kostüme: Yan Tax Licht:
Reinier Tweebeeke Ton: Jeroen ten Brinke Musikalische Leitung: René op den Camp
3 Musketiere - Das Musical Foto: Stage Entertainment
Darsteller der Rotterdamer Premierenbesetzung:
d’ Artagnan: Bastiaan Ragas Milady de Winter: Pia Douwes Kardinaal Richeliu:
Stanley Burleson Athos: Henk Poort Porthos: Cees Geel Aramis: Rein Kolpa Constance: Tooske Breugem Koningin Anna: Ellen Evers
Koning Lodewijk XIII/Spreekstalmeester: Christo van Klaveren Lord Buckingham/Vader d’ Artagnan: Bart de Vries Rochefrt/Kamerheer: Ids van der Krieke
Deutschlandpremiere: 6. April 05 (Berlin) Stuttgart-Premiere: 17. November 06 (Derniere: 31. Januar 08)
En garde, Stuttgart - Das gesamte Ensemble von 3 Musketiere Foto: Stage Entertainment
Die Stuttgarter Hauptdarsteller:
D’Artagnan: Thomas Hohler (Bottrop, Deutschland) Milady de Winter:
Pia Douwes (Niederlande) Kardinal Richelieu: Ethan Freeman (USA) Athos: Marc Clear (Großbritannien) Porthos: Enrico De Pieri (Kiel, Deutschland) Aramis:
Jens Janke (Recklinghausen, Deutschland) Constance: Nadine Schreier (Hamburg, Deutschland) Königin Anna: Ann Christin Elverum (Norwegen) König Ludwig XIII:
Peter Stassen (Belgien) Rochefort: Daniele Nonnis (Italien) Herzog von Buckingham: Kevin Tarte (USA) James / Conférencier:
Stefan Poslovski (Karlsruhe, Deutschland) D’Artagnan alternierend: Rasmus Borkowski (Lübeck, Deutschland)
Folgende Rollen werden außerdem gespielt von:
D’Artagnan: Tobias Weis (Schwetzingen, Deutschland) Milady de Winter: Ann Christin Elverum (Norwegen), Helena Blöcker (Bad Godesberg, Deutschland) Kardinal Richelieu:
Marc Clear (Großbritannien), Peter Stassen (Belgien) Athos: Mark Riemer (USA) Porthos: Hannes Staffler (Italien), Alexander Bellinkx (Belgien) Aramis:
Tobias Weis (Schwetzingen, Deutschland), Mark Riemer (USA) Constance: Annemieke van Dam (Niederlande), Karen Selig (Murr, Deutschland) Königin Anna:
Anna Thorén (Schweden), Sabrina Harper (USA) König Ludwig XIII: Martin Schäffner (Deutschland), Artur Molin (Deutschland) Rochefort:
Paul Stampehl (Berlin, Deutschland), Jochen Schmidtke (Esslingen, Deutschland) Herzog von Buckingham: Hannes Staffler (Italien), Alexander Bellinkx (Belgien)
James / Conférencier: Maik Lohse (Wyk auf Föhr, Deutschland), Gerben Grimmius (Niederlande)
Das Ensemble
Alexander Bellinkx (Belgien) * Helena Blöcker (Bad Godesberg, Deutschland) * Michel Driesse (Niederlande) * Niklas-Philipp Gertl (Österreich) * Ivo Giacomozzi
(Italien) * Mona Graw (Münster / Westfalen) * Gerben Grimmius (Niederlande) * Sabrina Harper (USA) * David Hartland (Großbritannien) * Andrew Hill
(Großbritannien) * Michael John (Großbritannien) * Stéphane le Breton (Markranstädt, Deutschland) * Maik Lohse (Wyk auf Föhr, Deutschland) * Nikolaus Meder
(Augsburg, Deutschland) * Artur Molin (Deutschland) * Oliver Polenz (Karlsruhe, Deutschland) * Mark Riemer (USA) * Martin Schäffner (Deutschland) * Jochen
Schmidtke (Esslingen, Deutschland) * Joanna Shanks (Großbritannien) * Paul Stamphel (Berlin, Deutschland) * Michael Svensson (Flensburg, Deutschland) * Till
Schubert (Berlin, Deutschland) * Tressa Rose Schreiber (USA) * Karen Selig (Murr, Deutschland) * Hannes Staffler (Italien) * Anna Thorén (Schweden) * Michael
Toutountsidis (Stuttgart, Deutschland) * Kimberly Trees (Australien) * Amanda Thiele (Kanada) * Nina Susanne Ungerer (Stuttgart, Deutschland) * Katarina
Trinkewitzova (Slowakei) * Tobias Weis (Schwetzingen, Deutschland)
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Das "Duo Infernale" im Stück: Ethan Freeman (Kardinal Richelieu) und Pia Douwes (Milady de Winter) Foto: Stage Entertainment
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Für sie wurde in Stuttgart ein neues Duett geschrieben: Marc Clear (Athos) und Pia Douwes (Milady de Winter). Foto: Stage Entertainment
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Das Liebespaar in 3 Musketiere: Nadine Schreier (Constance) und Thomas Hohler (D'Artagnan). Foto: Stage Entertainment
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Die Berliner Hauptdarsteller:
D'Artagnan: Patrick Stanke Milady de Winter: Pia Douwes
Kardinal Richelieu: Uwe Kröger Athos: Marc Clear Porthos: Christian Schleicher Aramis: Mathias Sanders Constance:
Sabrina Weckerlin Königin Anna: Kristin Hölck König Ludwig XIII: Hans Piesbergen Rochefort: Cusch Jung Herzg von Buckingham:
Nikolas Gerdell James/Conferencier: Oliver Mülich
Das Ensemble
Maurizio Ariosto, Axel Baer, Eva-Maria Bender, Friedrich Bührer, Andrew Chadwick, Melissa Conner, Bart De Clerqc, Shane Dickson, Fanny Drenthe, Matthias
Dressel, Matteo Gastaldo, Simone Geyer, Gerben Grimmius, David Hartland, Marcus Hezel, Nobert Kohler, Britt Koole, Svenja Kühl, Marcel Meyer, Christopher
Morandi, Julia Müller, Susanna Panzer, Samuel Paul, Bridie Rack, Mark Riemer, Jochen Schmidtke, Wolfgang Schwingler, Patrick Stamme, Paul Stampehl, Kimberly
Trees, Tobias Weis, Katie Wood, Lachlan Youngberg, Mirjam Zipf
Das Orchester
Mihail Anton, Andreas Birnbaum, David Bürgers, Claudia Cecilia, Gregory Dinunzi, Dinar Enikeev, Stefanie Hölk, Alexander Hötzinger, Jens Jouvenal, Christoph Krane
, Winnie Kübart, Broder Kühne, Oliver Lüdecke, Michael Pappagallo, Bernhard Reichel, Katja Reinbold, David Reinhart, Susanne Rümpler, Dirk Schmigotzki, Benjamin
Schwenen, Marcus Sommer, Ariane Spiegel, Frank Struck, Markus Weißer, Almute Zwiener
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Die Rollen gemäß Castingausschreibung:
D'ARTAGNAN: Anfang 20, Idealistischer junger Mann, naiv und heißblütig, der alles dafür tut,
Musketier zu werden. Deckt mit Mut und Heldenhaftigkeit die Intrige gegen den König auf und wird durch die Aufnahme in die Riege der Musketiere belohnt. Die Ereignisse zwingen ihn, im
Schnelldurchlauf erwachsen zu werden.
CONSTANZE: Anfang 20, Kammerzofe und Vertraute von Königin Anna, ursprünglich aus ärmlichen Verhältnissen. Junge ehrliche Frau, die mit
offenen, etwas naiven Augen in die Welt blickt. Sie ist ein guter, vertrauensseliger Mensch auf der Suche nach jemandem, den sie lieben kann.
MILADY DE WINTER: 35-45, Attraktive
„Femme fatale", gerissen und intelligent. Eine Intrigantin, die ein gutes Urteilsvermögen und eine schnelle Auffassungsgabe besitzt. Ihr Verhältnis zu Männern ist von einer Hassliebe
geprägt: Sie braucht sie und wird von ihnen gebraucht. In der Vergangenheit wurde sie verletzt. Sie handelt zu selbstsicher und bezahlt ihr gefährliches Spiel mit dem Leben.
ATHOS:
45 +, Ehrenhafter Musketier adliger Herkunft. War früher mit seiner großen Liebe Milady verheiratet. Manchmal still und zurück gezogen, kämpft er mit Schuldgefühlen, er kann aber auch
hart, scharf und kalt sein. Athos erkennt sich in D'Artagnan wieder und nimmt sich ihm auf beinahe väterliche Weise an.
PORTHOS: Ende 30, Musketier. Er liebt das Essen, das
Trinken und die Frauen, ist herzensgut, aber auch hitzig, ziemlich eitel und einfältig. Er ist ein wilder Fechter mit großer Klappe, der seine Freunde immer wie ein Löwe verteidigen würde.
ARAMIS: 35-40, Musketier. Asketischer und vernünftiger Mann mit flatterhaften und dekadenten Zügen. Er wäre eigentlich lieber Mönch geworden, liebt die Frauen aber offenbar
doch mehr als Gott. Still, ruhig und manchmal passiv, dann plötzlich der Klarste und Intelligenteste der Drei.
KARDINAL RICHELIEU: 35-45, Hochgebildeter und großer Staatsmann
und Kirchenfürst. Erster Minister im Rat des Königs und damit tatsächlich der mächtigste Mann Frankreichs. Ein durchtriebener Intrigant mit glasklarem Ziel, unbeugsamen Willen und gnadenloser
List. Seine politischen Ziele stehen in ständigem Widerspruch zu seinem Glauben an Gott.
ANNA VON ÖSTERREICH: 30-35, Frau von Ludwig XIII, spanischer Herkunft. Wurde mit 14
Jahren mit Ludwig verheiratet. Fühlt sich fremd in Frankreich. Obwohl ihre Ehe nicht auf echter Liebe basiert, steht sie loyal zu ihrem Mann. Die Königin verfängt sich im Netz von Richelieus
Intrigen.
ROCHEFORT: 40, Anführer der Kardinalsgarde, gescheiter Raufbold, gottestreu. Richelieu absolut loyal ergeben und dessen wichtigster Vertrauter. Fühlt sich wichtiger
als er ist. Kann nicht ertragen, dass Milady ihm etwas zu befehlen hat.
KÖNIG LUDWIG XIII: 30-35, schwacher Staatsmann, der die Staatsgeschäfte weitgehend unter dem Einfluss von
Kardinal Richelieu führt, dessen Anwesenheit ihm allerdings stets großes Unbehagen bereitet. Er wurde mit Anna von Osterreich verheiratet, um die Beziehungen zwischen Frankreich und
Spanien zu verbessern. Eine Ehe ohne Liebe.
HERZOG VON BUCKINGHAM: 40 +, Intelligenter und kluger Staatsmann. Als Premierminister von England unterstützt er die
Hugenotten im Kampf gegen die Franzosen und ist Richelieu damit ein Dorn im Auge. Konnte seine Jugendliebe Anna nie vergessen und hegt noch immer die stille Hoffnung, er könnte ihr Herz
zurück erobern.
JAMES: 40, Kammerdiener von Buckingham. Eifersüchtig wie eine Ehefrau möchte er seinen Herrn am liebsten mit niemandem teilen. Sehr neugierig, ordnungs-
und sauberkeitsliebend.
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Wie die 3 Musketiere die Welt eroberten:
Wussten Sie, dass...?
...d’Artagnan keine fiktive Romanfigur ist, sondern tatsächlich
gelebt hat? Geboren wurde er um 1611 in Auch/Gascogne. 1673 verlor d’Artagnan in Maastricht während des Holländischen Krieges (1672-1678) sein Leben.
...“Die Drei Musketiere“ von
Alexandre Dumas als Serie angelegt waren? Jeder Teil erschien zunächst kapitelweise im Feuilleton der Zeitung „Le Siècle“, um hinterher als Roman herausgegeben zu werden. 1844 erschien das
Buch „Die Drei Musketiere“ als Erstling einer dreiteiligen Reihe. Die beiden Fortsetzungen sind „Zwanzig Jahre später“ (1845) und „Der Burggraf von Bragelonne“ (1847-1850). Der gesamte Zyklus
umfasst kaum vierzig Jahre von d’Artagnans Abreise nach Paris um 1644 bis zu seinem Tod 1673.
...sich Dumas gerne des sogenannten „Cliffhangers“ bediente? Er unterbrach jede Folge im
Feuilletonteil der Zeitung an so überraschender Stelle, dass die Leser das Erscheinen des nächsten Teiles kaum erwarten konnten. Dieses Stilmittel wird heute für „Soaps“ und
Fortsetzungsserien verwendet.
...der Titel „Die Drei Musketiere“ Verwirrung stiften sollte? Denn die drei Musketiere sind schließlich Athos, Portos und Aramis. In den Abenteuern liegt
die Betonung jedoch auf den Erlebnissen d’Artagnans, der zu Beginn noch kein Musketier ist. Warum hat Dumas als Titel nicht „D’Artagnan“ gewählt? Oder „Die Vier Musketiere“? Auf Rat seines
Herausgebers entschied er sich für den Titel „Die Drei Musketiere“, der irritieren und damit die Erzählungen noch mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken sollte.
...eine unzählige Fülle an Produkten – wie Käse, Energieriegel, Kleidermarken, Restaurants und Gerichte und Dartsvereine - nach d’Artagnan & Co. benannt sind?
...Denkmäler in Paris, Auch – d‘Artagnans Geburtsort in der Gascogne – und Maastricht – hier starb d’Artagnan - an den Musketier erinnern?
...der Roman „Die Drei Musketiere“ in mehr als 100 Sprachen erschien?
...es mehr als 80 Theaterbearbeitungen des Stoffes gibt?
...die erste Verfilmung des zeitlosen und beliebten Stoffes bereits 1898, die letzte im Jahr 2001 über die Kinoleinwände flimmerte?
Die bekanntesten Filme über die Abenteuer von d’Artagnan entstanden: - 1921 mit Douglas Fairbanks, “The Three Musketeers”,
- 1948 mit Gene Kelly und Lana Turner, “The Three Musketeers”, - 1973 mit Michael York, Richard Chamberlain, Faye Dunaway, Oliver Reed, Raquel Welch, Christopher Lee und Geraldine
Chaplin, “The Three Musketeers und The Four Musketeers”, - 1989 mit Michael York, Richard Chamberlain, Oliver Reed, “The Return of the Musketeers”,
- 1993 mit Charlie Sheen, Kiefer Sutherland, Tim Curry und Rebecca de Mornay, “The Three Musketeers”,
- 1998 mit Leonardo di Caprio, Gabriel Byrne, Jeremy Irons, John Malkovich, Gerard Depardieu, “The Man in the Iron Mask”,
- 2001 mit Tim Roth, Catherine Deneuve, Stephen Reau, “The Musketeers”. - Zur Zeit laufen die Dreharbeiten für einen TV-Zweiteiler mit Heino Ferch als Athos und Emanuelle Béart als Mylady
de Winter, der Ausstrahlungstermin steht noch nicht fest.
...1952 der Zeichentrickfilm „The Two Musketeers“ mit Tom und Jerry den Oscar gewann?
...1951 der Orden „Compagnie des
Mousquetaires d’Armagnac“ gegründet wurde? Die Gesellschaft wird derzeit von Herzog Aymeri de Montesquiou, einem direkten Nachfahren d’Artagnans, geleitet und hat weltweit 2.500 männliche
Mitglieder. Seit kurzem können auch Frauen Mitglieder werden. Die größte Compagnie befindet sich in Frankreich mit rund 800 Mitgliedern aus Politik, Kunst, Aristokratie und Industrie.
Dependancen bestehen auch in den Niederlanden, China, Japan, den USA, Norwegen und dem Senegal.
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Die Musketiere existieren noch heute Der „echte“ d‘Artagnan
Dass es sich bei d’Artagnan in Alexandre Dumas‘ „Die Drei Musketiere“ um
mehr als eine fiktive Romanfigur handelt, hat das populäre Werk beinahe vergessen lassen. Als Dumas seine Musketier-Triologie anlegte, stieß er auf die „Memoires de M. d’Artagnan“, verfasst
um 1700 von „Skandaljournalist“ Gatien Courtilz de Sandraz. In dieser fiktiven Autobiographie erschienen auch Athos, Porthos und Aramis. Dumas war fasziniert von den Musketieren und
verwendete sie schließlich für seine Abenteuerromane.
D’Artagnan, mit vollem Namen Charles de Batz de Castelmore d’Artagnan, wurde um 1611 in Auch/Gascogne als zweiter oder dritter
Sohn eines Junkers mit bescheide-nen Landgütern geboren. Erbte man als Erstgeborener nicht das Landgut, zog man in der Regel nach Paris, um dort eine Militärkarriere zu beginnen. 1622
gründete König Ludwig XIII. die „Compagnie des Mousquetaires du Roi“, seine persönliche, berittene und mit Musketen ausgerüstete Leibgarde. In der Größe schwankte die Compagnie im
Laufe der Jahre zwischen 100 und 320 Mitgliedern, vornehmlich rekrutiert aus Adeligen und Offizieren.
Auch d’Artagnan ging nach Paris, um Mitglied der Musketiere zu werden und brachte
es dort im Laufe der Jahre zum Kapitänleutnant, dem tatsächlichen Kommandanten der Musketiere. D’Artagnan war ein Ehrenmann, der Freund und Feind mit seinen Tugenden beeindruckte: So war er
höflich und außergewöhnlich treu, wusste aber auch seine Meinung zu vertreten. Das machte ihn zu einer einflussreichen Figur bei Hofe. Nach dem Tod von König Ludwig XIII. im Jahr 1643 führte
sein Sohn König Ludwig XIV., auch als Sonnenkönig bekannt, die Leibgarde weiter. Als die Franzosen am 25. Juni 1673 einen spektakulären Angriff auf eine Stellung an einem der Maastrichter
Stadttore (Holländischer Krieg 1672-1678) unternahmen, verlor d’Artagnan sein Leben. Ludwig XIV. entsandte vier Musketiere, um seinen Leichnam zu holen, doch auch sie kamen ums Leben.
Der historische und der fiktive d’Artagnan waren zwar gleichermaßen heldenhaft, doch der echte d’Artagnan war geradliniger und weniger leichtsinnig. Auch Athos, Porthos und Aramis existierten
tatsächlich, d’Artagnan und Porthos haben sich wahrscheinlich auch gekannt, doch nähere historische Tatsachen sind nicht bekannt. Der reale d’Artagnan war voll und ganz seiner Arbeit ergeben
und nicht auf Liebesabenteuer aus. Erst in späten Jahren ging er eine Vernunftehe ein, aus der zwei Söhne entstammten.
Die Musketiere leben bis heute weiter. 1951 wurde der Orden
„Compagnie des Mousquetaires d’Armagnac“ gegründet, der sich vor allem der Traditionspflege widmet. Geleitet wird die Gesellschaft derzeit von einem direkten Nachfahren d’Artagnans, Herzog
Aymeri de Montesquiou, einem bekannten französischen Politiker und Senator des Départements Gers im Südwesten Frankreichs. Weltweit zählt der Orden 2.500 männliche Mitglieder, seit kurzem
werden auch Frauen in die Gesellschaft aufgenommen. Die größte Compagnie befindet sich in Frankreich mit rund 800 Mitgliedern aus Politik, Kunst, Aristokratie und Industrie. Abteilungen
bestehen auch in den Niederlanden, China, Japan, den USA, Norwegen und dem Senegal.
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„3 MUSKETIERE“ – Das Erfolgsmusical auf CD
„...hitverdächtige Songs...“ findet Die Welt „...mitreißend und abenteuerlich...“ wertet der Berliner Kurier
„...Das Musical des Jahres!“ bringt es die BILD auf den Punkt
Auch die zahlreichen prominenten Premierengäste waren vor zwei Monaten tief beeindruckt von der Vorstellung des
46-köpfigen Ensembles in Berlin. Das weltberühmte Stück bietet in dieser Musical-Interpretation rasante Action, große Gefühle und mitreißende Songs. Die eingängige Musik stammt aus der Feder
der Erfolgskomponisten Bolland & Bolland, die mit Falcos „Rock Me Amadeus“ oder „Jeanny“ Weltruhm erlangten. Für die Berliner Aufnahme haben Deutschlands beliebtesten Musical-Stars wie
u.a. Uwe Kröger, Pia Douwes, Patrick Stanke und Newcomerin Sabrina Weckerlin jetzt die CD zur Show eingespielt.
Für alle, die ihren Tripp in die Hauptstadt Berlin noch nicht geplant
haben, gibt es also Trost: Das Album zum Musical 3 MUSKETIERE erschien am 27. Juni 2005 bei Sony BMG/ Ariola und ist jetzt im Handel erhältlich.
22 Titel von ursprünglich 31 wurden für
diesen „abenteuerlichen“ Silberling ausgewählt und wurden jetzt als CD veröffentlicht. Darunter auch die Ballade „Alles“, gesungen von Sabrina Weckerlin und dem d´Artagnan-Darsteller Patrick
Stanke. Im Frühjahr hielt das wunderschöne Stück bereits Einzug in die deutschen Singlecharts – den männlichen Part übernahm damals Pop-Artist Alexander. Außerdem mit dabei der
Musketier-Schwur „Einer für alle“ oder die hinreißende Ballade „Wer kann schon ohne Liebe sein?“, gesungen von den drei weiblichen Hauptdarstellerinnen.
Popsongs für das 17. Jahrhundert - die Komponisten Rob und Ferdi Bolland
Die Brüder Rob & Ferdi Bolland arbeiten schon seit ihrer Schulzeit in Den Haag als Komponisten. Für
Künstler wie Falco, Status Quo, Herman Brood und Nina Hagen haben sie Songs geschrieben und produziert. Im Laufe der Jahre verkauften die Brüder mehr als 50 Millionen Exemplare von ihren
Produktionen. Hits wie „Jeanny“ und „You’re in the army now“ stammen aus ihrer Feder. „Rock me Amadeus“ von Falco war 1986 die Nummer Eins in der American Billboard Hot 100, allein in den USA
gingen 2 Millionen Singles über den Ladentisch. Nach den vielen Top Ten-Hits im In- und Ausland erhielten die Brüder Bolland & Bolland mehr als 100 goldene und Platin-Schallplatten. 3
Musketiere war ihre erste Arbeit für ein Musical. Beide Künstler entwickeln inzwischen weitere Musical-Projekte.
Man kennt Sie als Komponisten bisher ausschließlich aus dem Pop-Bereich. Wie entwickelte sich ihre Arbeit an dem Musical 3 MUSKETIERE?
Rob Bolland: Erste Begegnungen mit dem Genre gab es durch das Musical „Falco meets Amadeus“, in dem unsere Falco-Songs verwendet wurden. Das hat Joop van den Ende auf die Idee
gebracht, uns wegen 3 MUSKETIERE zu fragen – und wir haben direkt begeistert zugesagt. Für 3 MUSKETIERE haben wir das erste Mal viele Monate ausschließlich an einer einzigen Produktion
gearbeitet, meist sind wir parallel in verschiedene Projekte involviert.
Ferdi Bolland: Die Arbeitsweise war neu für uns und spannend. Wir haben erste Fassungen des Buches bekommen und
dann die Songs geschrieben. Es gibt aber auch einige wenige Szenen die auf der Basis unserer Kompositionen entstanden – zum Beispiel der Kriegszug von Richelieu im zweiten Akt mit einer Art
Rap-Solo.
Ich denke, uns ist für 3 MUSKETIERE ein gelungener Mix aus Genretypischen Elementen und innovativen Stilrichtungen gelungen.
Als Komponisten-Duo haben Sie
zahlreiche, auch international erfolgreiche Songs geschrieben. Wie kann man sich die Zusammenarbeit zwischen Ihnen beiden vorstellen?
Ferdi Bolland: Wir arbeiten grundsätzlich
getrennt voneinander. Zwischen Rob und mir gab es schon immer einen gesunden Konkurrenzkampf, der unsere Fähigkeiten erst richtig zur Entfaltung bringt. Während ich struktureller an meine
Projekte herangehe, hat Rob einen spontanen und dynamischen Arbeitsstil.
Rob Bolland: Auch für 3 MUSKETIERE haben wir einzeln gearbeitet. Wir haben beide für alle Szenen unsere
eigenen Songs geschrieben – und die fielen tatsächlich recht unterschiedlich aus. Aus allen Titeln wurden dann nur die besten Kompositionen ausgewählt, unser persönlicher „Wettbewerb“ kommt
also ganz der Produktion zugute.
Welche musikalischen Neuerungen gibt es in der Inszenierung für Berlin?
Ferdi Bolland: Eine Eigenproduktion wie 3 MUSKETIERE hat den
Vorteil, das der kreative Prozess dynamisch ist und das Musical sich immer weiter entwickeln kann. Für Berlin haben wir sieben neue Titel komponiert, vier davon habe ich geschrieben.
Nachdem Ruth Deny und Wolfgang Adenberg das Buch und die Songs ins Deutsche übersetzt haben, war für uns zunächst der sprachliche „groove“ jedes Titels wichtig.
Rob Bolland: Das
Arrangement unserer Stücke komplettiert Michael Reed, der Supervisor für Orchestration & Music. Unsere Songs werden also mit einer ganz neuen Handschrift versehen. Natürlich haben wir mit
ihm die Ansätze zu den Titeln besprochen, bevor er an die Arbeit ging.
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© Texte: Stage Entertainment
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