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Regietheater – Theaterregie: Zur Lage des deutschen Theaters
Joachim Kaiser, Ulrich Khuon, Peter Kümmel, Lars-Ole Walburg
Manfred Osten (Moderation)
„Wer Theater ansieht, wird es immer auf seine Verwertbarkeit für die Stunde, wird es jeweils auf eine Anwendbarkeit, auf seinen
aktuellen Nutzwert untersuchen müssen. Der kann ebenso im Vergnügen des Publikums liegen wie in der Bewußtmachung der
Wahrheit in klassischem oder modernem Gewand. Dieser Nutzwert des Schönen muß gesucht, muß gezeigt, muß augenfällig gemacht
werden.“ Friedrich Lufts Aufforderung von 1961 hat wenig an Aktualität eingebüßt. Grund und Anlass genug für eine
Standortbestimmung: Vier ausgewiesene Kenner des deutschen Theaters – Joachim Kaiser, Ulrich Khuon, Peter Kümmel und Lars-Ole
Walburg – diskutieren über das häufig gescholtene Regietheater, aktuelle Tendenzen auf den deutschen Bühnen sowie die Frage, ob
sich das Regietheater bereits überlebt hat. [© Verlag Theater der Zeit ]
Joachim Kaiser ist seit 1959 leitender Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung.
Ulrich Khuon ist Intendant am Deutschen Theater Berlin. Peter Kümmel gehört seit 2000 als Theaterkritiker zur Feuilleton - redaktion der ZEIT. Lars-Ole Walburg
ist Intendant und Regisseur am Schauspiel Hannover.
EDITION STIFTUNG SCHLOSS NEUHARDENBERG 11 Regietheater – Theaterregie
Zur Lage des deutschen Theaters Herausgegeben von Bernd Kauffmann Broschur mit ca. 60 Seiten Format 105 x 148 mm ISBN 978-3-940737-91-5 EUR 5,00 . CHF 9,00
Frank Hörnigk: In Masken geht die Zeit ~ Das Werk des Maskenbildners Wolfgang Utzt
Wolfgang Utzt ist eine Legende unter den Maskenbildnern. Als kongenialer Partner von Regisseuren wie Benno Besson, Friedo Solter,
Alexander Lang, Thomas Langhoff, Heiner Müller, Robert Wilson oder Jürgen Gosch war er über Jahrzehnte an vielen bedeutsamen
Inszenierungen des Deutschen Theaters in Berlin und an anderen Häusern beteiligt. Seine Masken, Figurinen, Grafiken und
Bildentwürfe haben deutsch-deutsche Theatergeschichte geschrieben. Sie verweisen auf eine ästhetische Dimension, einen
„Eigensinn“, die sie zu besonderen, ganz und gar solitären Zeichen und Ausdrucksformen einer Kulturgeschichte der Moderne machen.
Wolfgang Utzt, 1941 in Senftenberg geboren,1948 – 1956 Schule in Calau, 1960 Praktikant am Theater der Bergarbeiter in Senftenberg,
1960 – 1963 Ausbildung zum Maskenbildner am Deutschen Theater bei Herbert Zensch, 1973 Diplom für Maskenbild-Design an der
Hochschule für Bildende Künste Dresden, 1979 – 2003 Chefmaskenbildner am Deutschen Theater, Berlin.
Frank Hörnigk, geboren 1944, lehrte an der Humboldt-Universität zu Berlin Deutsche Literatur und Theatergeschichte; zahlreiche
Publikationen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Heraus - geber der Werke Arnold Zweigs und Heiner Müllers. [© Verlag Theater der Zeit ]
Frank Hörnigk In Masken geht die Zeit Das Werk des Maskenbildners Wolfgang Utzt Herausgegeben von der Stiftung Schloss Neuhardenberg Broschur mit ca. 200 Seiten
zweisprachig deutsch-englisch Format 220 x 235 mm ISBN 978-3-940737-80-9 ca. EUR 22,00 . CHF 37,00 erscheint im August 2010
Kurzenberger, Hajo: Jossi Wieler - Theater
»Jossi Wieler ist der leiseste, behutsamste und beharrlichste Aufklärer des deutschsprachigen Schauspiels.« Gerhard Jörder in Die
Zeit
»Er kann Menschen machen, … er kann eine Bühnenperson von der andren abgrenzen, ohne daß er das, was sie ausmacht,
definieren müßte«, schreibt Elfriede Jelinek über Jossi Wielers Theaterästhetik. Am offenen Geheimnis seiner Figuren arbeitet der Regisseur im Schauspiel wie in der Oper.
Wieler war maßgeblich an der erfolgreichen Theaterarbeit Frank Baumbauers beteiligt – in Basel, Hamburg und München. Seine Jelinek
-Inszenierungen schrieben Theatergeschichte. Der Regisseur vergegenwärtigt brisante Vergangenheit, erzählt über Menschen, indem
er ihr Sprechen, ihr Bewußtsein, ihr Verhalten mit ironischem Blick in Szene setzt. Von heute aus entdeckt er alte Stoffe und tradierte
Mythen. Daß sich die kritisch bürgerliche Weltsicht des Schweizers Jossi Wieler auch fremde (Theater)Kulturen anverwandeln kann, zeigte sich bei seinen Inszenierungen in Japan.
Am Beispiel wichtiger (inter)nationaler Aufführungen soll das Spezifische der Theaterarbeit Jossi Wielers sichtbar werden. Der
Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann setzt sich mit dem »Wieler-Stil« in frühen Arbeiten auseinander; Hajo Kurzenberger
schildert u. a. die Probenprozesse der Jelinek-Inszenierungen, und die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek schreibt über ihre persönliche
Wahrnehmung der Theaterarbeit Jossi Wielers. Der Beitrag seines langjährigen Dramaturgenpartners Tilmann Raabke setzt die Biographie des Regisseurs ins Verhältnis zu seinem szenischen Oeuvre.
Mit Beiträgen von Elfriede Jelinek, Renate Klett, Hajo Kurzenberger, Hans-Thies Lehmann, Tilman Raabke und Helene Varopoulou
Kurzenberger, Hajo: JOSSI WIELER – THEATER
240 Seiten erscheint Oktober 2010 Klappenbroschur, Fadenheftung ISBN 978-3-89581-226-2 24,90 €
Hinz, Melanie; Roselt, Jens: Chaos und Konzept ~ Proben und Probieren im Theater
»Always Start With A Blank Book.« Robert Wilson
Von der Klassikerinszenierung im Stadttheater bis zur Performance auf der Off-Bühne schaffen Proben die Grundbedingungen
kreativer Theaterarbeit. Das zeitgenössische Theater ist ohne Probe nicht denkbar, denn dort werden jene Prozesse initiiert,
strukturiert und koordiniert, welche die Ästhetik des Gegenwartstheaters erst möglich machen. Und wie im Theater gearbeitet wird,
sagt etwas über die Gesellschaft aus, für die und in der Theater gemacht wird.
Der Band stellt die Theaterprobe als Ort ästhetischer und gesellschaftlicher Arbeit in den Mittelpunkt. Theatermacher und
Wissenschaftler untersuchen die kreative Praxis der Probe und fragen nach deren theoretischen Grundlagen. Am Beispiel von
Inszenierungen ausgewählter Regisseure (u. a. Michael Thalheimer, Robert Wilson, Nicolas Stemann, Frank Castorf, Christoph
Schlingensief, René Pollesch) werden deren Arbeitsweisen im Probenprozeß analysiert. Daneben werden unterschiedliche Techniken und Verfahren des Probierens definiert und erläutert.
Mit Beiträgen von John von Düffel, Rolf Elberfeld, Kai van Eikels, Carl Hegemann, Jan Linders, Annemarie Matzke, Stephan Porombka,
Patrick Primavesi, Clemens Risi, Bernd Stegemann, Sandra Umathum und Sandro Zanetti u. a.
Hinz, Melanie; Roselt, Jens: Chaos und Konzept ~ Proben und Probieren im Theater
300 Seiten erscheint Oktober 2010 Fadenheftung, Broschur ISBN 978-3-89581-228-6 24,90 €
REALITY STRIKES BACK II: Tod der Repräsentation
Der Hunger nach Realität in den darstellenden Künsten hält an. Die aktuelle Inszenierungspraxis gegen die Illusionsästhetik des
Theaters sowie die Forderung nach Authentizität bringen immer neue Spielarten des Dokumentarischen oder der „Real(itäts)effekte“
(Roland Barthes) auf die Bühne. In der Gesellschaft des Spektakels und einer Welt der Virtualität wird der Repräsentationscharakter
des Spiels grundsätzlich in Frage gestellt. Im Kampf gegen die Macht der Bilder eröffnet das Theater neue Spielräume einer
differenzierten Wahrnehmung und Darstellung komplexer Realitätsverhältnisse.
„Reality strikes Back II“ – fragt nun: Wie lässt sich eine auch kritische Darstellung dieser „neuen Realitäten“ unter dem Vorzeichen der
Globalisierung mit einer radikalen Infragestellung der Ästhetik der „Repräsentation“ verbinden?
Der Band dokumentiert ein Symposium am Forum Freies Theater in Düsseldorf und wurde um weitere Beiträge ergänzt.
Mit Beiträgen von: Etel Adnan, Friedrich Kittler, Rabih Mroué, Frank Raddatz, Klaus Theweleit, Helena Waldmann, Samuel Weber, Stefan Winter, Beate West-Leuer u. a.
Kathrin Tiedemann ist Theaterwissenschaftlerin und Dramaturgin und seit 2004 künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Forum Freies Theater (FFT) in Düsseldorf.
Frank Raddatz ist Publizist und Dramaturg an zahlreichen Schauspielhäusern. [© Verlag Theater der Zeit ]
RECHERCHEN 70 Reality Strikes Back II: Tod der Repräsentation Herausgegeben von Kathrin Tiedemann und Frank Raddatz Broschur mit ca. 200 Seiten ca. 15 s/w-Abbildungen
Format 140 x 240 mm ISBN 978-3-940737-51-9 EUR 14,00 . CHF 24,50 erscheint im Oktober 2010
Lektionen 3: Schauspielen
Nach dem großen Erfolg von „Lektionen 1 Dramaturgie“ und „Lektionen 2 Regie“ erscheint jetzt der dritte Band von „Bernd
Stegemanns Fundamentalbüchern“ Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau
„Der Schauspieler ist von der unbändigen Lust getrieben, sich unaufhörlich in andere Menschen zu verwandeln, um in den anderen am
Ende sich selbst zu entdecken.“ Max Reinhardt hat sie treffend beschrieben, die Lust des Schauspielers an der Verwandlung, den
Traum, auf der Bühne zu stehen und die Zuschauer an seine Rolle glauben zu lassen. Ein Traumberuf, doch welche Fähigkeiten
brauche ich, um Schauspieler zu werden? Wie bewerbe ich mich an einer Schauspielschule und was lerne ich dort? In „Lektionen 3
Schauspielen“ vermitteln namhafte Lehrende der staatlichen Schauspielschulen die Grundlagen des Berufs, geben einen Überblick
über die wichtigsten Schauspielmethoden und erläutern alle Aspekte der Ausbildung.
Ergänzt wird der Band durch einen umfangreichen Anhang mit Informationen zur Aufnahme, zum Verlauf der Ausbildung und mit den Kontaktdaten der staatlichen Schauspielschulen.
Bernd Stegemann ist Chefdramaturg der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin und Professor für Dramaturgie und Theatergeschichte
an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. [© Verlag Theater der Zeit ]
Basiswissen für den Schauspieler-Beruf ~ Unentbehrlich für Studium und Beruf
Inhaltsübersicht: Schauspielen als Beruf, Schauspielmethoden, Schauspielausbildung, Aufnahmeprüfung, Improvisation,
Szenenstudium, Schauspielen, Sprechen auf der Bühne, Bewegung, Dramaturgie und Theatergeschichte für Schauspieler, Der
Schauspieler der Zukunft, Die staatlichen Schauspielschulen im deutschsprachigen Raum: Alle Informationen und Daten
Lektionen 3: Schauspielen
Herausgegeben von Bernd Stegemann Klappenbroschur mit ca. 350 Seiten Format 135 x 205 mm ISBN 978-3-940737-83-0 EUR 19,90 . CHF 33,90 erscheint im Oktober 2010
Katharina Wild: Schönheit ~ Die Schauspieltheorie Edward Gordon Craigs
Craigs Werk ermutigt dazu, die Frage nach Wert und Wesen der Schauspielkunst offen zuhalten
Als der Schauspieler und Regisseur Edward Gordon Craig 1908 den Tod des Schauspielers forderte, ging ein Aufschrei durch die
Theaterwelt. Bis heute gilt Craig mit seinen radikalen Theorien als Exzentriker, der viel zu bewegen vermochte, seine Visionen jedoch
nur in Ansätzen verwirklichen konnte. Dennoch hat sein Denken das Bild des Schauspielers grundlegend verändert. Kompromisslos
strebte Craig nach einer Erneuerung des Schauspielers und dessen Kunst im Zeichen der Schönheit. Einer Schönheit, die Schrecken und Grausamkeit genauso umfasst wie Harmonie
und Vollkommenheit, die die totale Selbstaufgabe des Schauspielers verlangt und zu einer völlig neuen, unpersönlichen Spielweise führt.
Katharina Wild zeichnet in ihrer Arbeit Craigs Schauspielerideal nach und beweist, dass es heute aktueller denn je ist. Vor allem
postdramatische Theaterformen zeichnen ein vergleichbares Bild vom Schauspieler jenseits herkömmlicher Verfahren der
Nachahmung. Katharina Wild, geboren 1975, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Germanistik an der Johann
Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, wo sie 2008 promovierte. Von 2001 bis 2003 war sie als Dramaturgin für Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit am Theater an der Ruhr in Mülheim tätig.
Edward Gordon Craig, geboren 1872 in England, war Schauspieler, Regisseur, Bühnenbildner. Er gilt als einer der wichtigsten
Theaterreformer des 20. Jahrhunderts. In dem Aufsatz „The Actor and the Über-Marionette“ von 1908 beschreibt er eine
überlebensgroße unbelebte Figur, welche den Schauspieler in einem zukünftigen Theater ersetzen soll. Craig starb in 1966 in Frankreich. [© Verlag Theater der Zeit ]
RECHERCHEN 80 Katharina Wild: Schönheit Die Schauspieltheorie Edward Gordon Craigs Broschur mit ca. 300 Seiten Format 140 x 240 mm
ISBN 978-3-940737-87-8 EUR 18,00 . CHF 30,90 erscheint im Dezember 2010
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