Literatur über: Oper / Musiktheater
 

Neuheiten Herbst/Winter 2009:

Janácek_Briefe
Thema con variazioni: Leos Janácek Briefwechsel mit seiner Frau Zdenka und seiner Tochter Olga
Die Ausgabe umfasst über 600 Briefe aus dem Zeitraum von 1893 bis 1928. Schwerpunkte bilden dabei die Jahre der Krankheit bis zum Tod der Tochter Olga (1900–1903), der Erstaufführung der Její pastorkyňa/ Jenůfa in Prag (um 1916) sowie die letzten Lebensjahre Janáèeks (1925–1928). Die neuen Einblicke in die private Korrespondenz sind als Ergänzung der frühen Briefe an Zdenka aus Leipzig und Wien (1879/80) zu sehen und rücken das durch Zdenkas Memoiren entstandene einseitig negative Bild des Komponisten zurecht.
Janáèek zeigt sich in diesen Briefen rührend und zutiefst besorgt um das Wohlbefinden von Frau und Tochter. Zugleich erfährt man hochinteressante Details über die Hintergründe des Schaffensprozesses und bemerkt die unbändige Freude über die endlich einsetzende Anerkennung als Komponist in Prag. Dieser alles entscheidende Wendepunkt im Leben Janáèeks führte dazu, dass Max Brod das Werk und den Komponisten kennenlernen konnte und das Libretto der Oper Její pastorkyňa/ Jenůfa ins Deutsche übersetzte. Damit erst kam es zur Wiener Aufführung im Jahre 1918 und zur Verbreitung im deutschen Sprachraum. Ergänzt wird der Briefwechsel durch eine Zeittafel, ein Literaturverzeichnis sowie umfangreiche Erläuterungen, die das Verständnis der Zeitumstände und Personen erleichtern.

- Mit zahlreichen Abbildungen zur Lebenswelt des Komponisten
- Wertvolles Dokument für alle, die sich mit Janáèek beschäftigen möchten

Thema con variazioni: Leoš Janáèek. Briefwechsel mit seiner Frau Zdenka und seiner Tochter Olga
Übersetzt von Pamela Zurkirch und kommentiert von Jakob Knaus
Herausgegeben von der Leoš-Janáèek-Gesellschaft
ca. 368 Seiten mit ca. 37 Abbildungen;
gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7618-2127-5
ca. € 39,95 / CHF 71.90
Erscheint im November 2009

Gluck_EuropäerIrene Brandenburg (Hrsg.): Gluck, der Europäer; Gluck-Studien, Band 5
Der fünfte Band der Gluck-Studien versammelt 19 Vorträge eines Gluck-Symposions, das 2005 im Rahmen der ersten Nürnberger Gluck -Festspiele stattfand. Unter dem Motto Gluck, der Europäer präsentieren Wissenschaftler aus Europa und Amerika neue Erkenntnisse der Gluck-Forschung. So befasst sich die erste Sektion »Gluck in Italien« mit den weniger bekannten Bühnenwerken aus Glucks früher Schaffensphase in Oberitalien und aus seiner Zeit als wandernder Opernkapellmeister sowie mit den späteren Auftragswerken für verschiedene italienische Opernhäuser und Fürstenhöfe.
Die zweite Sektion »Gluck zwischen Wien und Paris« nimmt dabei die für beide kulturelle Zentren entstandenen Reformopern ebenso in den Blick wie das Thema Ballettreform und Glucks Beiträge zur Opéra comique. »Der junge Gluck« wiederum wird in der dritten Sektion gewürdigt, in der biografi sche, aber auch lokalhistorische Recherchen zu Glucks Kindheit und Jugendzeit in der Oberpfalz und Böhmen präsentiert werden.

Irene Brandenburg (Hrsg.): Gluck, der Europäer; Gluck-Studien, Band 5
Im Auftrag der Internationalen Gluck-Gesellschaft
ca. 350 Seiten mit Notenbeispielen und Abbildungen; kartoniert
ISBN 978-3-7618-2119-0
ca. € 44,95 / CHF 80.90
Erscheint im Oktober 2009

Händel-Jahrbuch 2009
Das Kernstück des Händel-Jahrbuches 2009 bilden die Referate der Händel-Konferenz 2008 in Halle/Saale. Zum Thema Geistliche Musik im profanen Raum präsentieren hier Musikwissenschaftler aus mehreren europäischen Ländern sowie aus den USA ihre neuesten Forschungsergebnisse über Händels Kompositionen geistlichen Inhalts, die für die Aufführung im Konzertsaal oder für einen weltlichen Anlass bestimmt waren. Darüber hinaus enthält das Jahrbuch den Festvortrag von Wolfgang Sandberger, zu dem Thema Händel Oratorien im ekstatisch kultischen Theater der 1920er Jahre, freie Forschungsbeiträge sowie kleine Berichte und Literaturempfehlungen.

Händel-Jahrbuch 2009
Herausgegeben von der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e.V. Internationale Vereinigung Sitz Halle/Saale
55. Jahrgang 2009
450 Seiten; kartoniert
ISBN 978-3-7618-1449-9
€ 69,– / CHF 124.00
Bereits erschienen

Nottelmann_MozartSohnKarsten Nottelmann: W. A. Mozart Sohn ~ Der Musiker und das Erbe des Vaters
Schon als Kind wurde ihm »Mozarts Geist« bescheinigt – tatsächlich stand Mozarts 1791 geborener Sohn Franz Xaver Wolfgang zeitlebens im Schatten des Vaters. Die vorliegende Studie untersucht nun erstmals umfassend sein Schaffen: Am Beispiel zentraler Gattungen und Werkgruppen wird die kompositorische Entwicklung jenes Musikers dargestellt, der als W. A. Mozart Sohn in Erscheinung trat, und es werden die Bedingungen aufgezeigt, unter denen sich diese Entwicklung vollzog. Zahlreiche neue Quellen geben Aufschluss über das musikalische und persönliche Umfeld von Mozarts Sohn in Wien und in seiner langjährigen Wahlheimat Lemberg. Das Werkverzeichnis im zweiten Teilband basiert auf dem vom Autor wieder entdeckten eigenhändigen Werkkatalog.

Karsten Nottelmann: W. A. Mozart Sohn ~ Der Musiker und das Erbe des Vaters
Schriftenreihe der Internationalen Stiftung Mozarteum
Salzburg, Band 14
Teilband 1 ca. 460 Seiten, Teilband 2 ca. 300 Seiten; gebunden
ISBN 978-3-7618-2164-0
ca. € 78,– / CHF 140.00
Erscheint im November 2009

 

 

Simone Galliat: Musiktheater im Umbruch. Studien zu den opere semiserie Ferdinando Paërs
Italienischer »Feuerkopf«, »naturalisierter Franzose«, »in seinem Fühlen deutscher Musikanschauung sehr nahe«, zweitrangiger »Kleinmeister«, »Held des Tages«: Das sind nur einige der Attribute, die Ferdinando Paër (1771–1839) in rund 200 Jahren Musikgeschichtsschreibung zugeordnet wurden. Den noch Ende der 1990er Jahre vielfach konstatierten Status »eines der am meisten vergessenen Komponisten« hat Paër mittlerweile abgelegt. Seine Stellung als wichtige und erfolgreiche Musikerpersönlichkeiten der Zeit um 1800, als bedeutender Mittler zwischen italienischer, französischer und deutscher Operntradition, scheint in der heutigen Musikwissenschaft außer Zweifel. Nach der Anzahl der Inszenierungen an seinen Wirkungsorten Wien, Dresden und Frankfurt zu urteilen, stand Paër an herausragender Stelle in der Hörergunst. In ihrer Dissertation geht Galliat Paërs »opere semiserie«, den ›halbernsten‹ Opern, die eine Verschmelzung von komischen und ernsten Aspekten anstreben, nach.

Simone Galliat: Musiktheater im Umbruch
Studien zu den opere semiserie Ferdinando Paërs
Kölner Beiträge zur Musikwissenschaft (KBMw), Band 11
Herausgegeben von Christoph von Blumröder und Wolfram Steinbeck
361 Seiten; kartoniert
ISBN 978-3-7649-2711-0
€ 39,95 / CHF 71.90
Bereits erschienen
Gustav Bosse Verlag


Musiktheater als ChanceAnja Oeck: Musiktheater als Chance. Peter Konwitschny inszeniert
Peter Konwitschnys Musiktheater berührt und rüttelt auf. Sein existentielles Engagement lässt sein Theater stark in uns wirken. Konwitschny weitet unseren Blick: Die allzu oft als privat verstandenen Opernsujets macht er zu gesellschaftlichen Angelegenheiten. So gibt er den Stücken ihre Trageweite zurück und legt ihre ursprünglichen Anliegen frei. Dass es ihm dabei immer um etwas Existentielles geht, überträgt sich in den Proben auf die Schaffenden und in den Aufführungen auf das Publikum. Seine Inszenierungen basieren auf langfristiger Vorbereitung, auf genauem Handwerk, Detailarbeit, Einsatz und Mut. Auf der Bühne sieht am Ende alles ganz leicht aus. Wie es dazu kommt, wie Konwitschny den Prozess vom Regieauftrag bis zur Aufführung gestaltet, beschreibt dieses Buch.

Anja Oeck, die bereits als Musikdramaturgin und Musikrezensentin der FAZ und dpa gearbeitet hatte, lernte Peter Konwitschny im Mai 2000 kennen. Sie begleitete den Opernregisseur über Jahre in Seminaren und Proben und beobachtete das Entstehen seiner Inszenierungen.

Das Buch enthält darüber hinaus ein Interview mit Peter Konwitschny, Texte von Bettina Bartz, Ruth Berghaus, Marlis Petersen, Albrecht Puhlmann, Gerd Rienäcker, Wolfgang Schöne, Jutta Wübbe, ein Inszenierungsverzeichnis sowie ein Verzeichnis der pädagogischen Tätigkeiten von Peter Konwitschny. Zahlreiche Fotos von Nikolaus Brade und anderen Fotografen veranschaulichen den Text.
ISBN 978-3-88331-122-7 224 S., ca. 50 schw.-w. u. 16 farb. Abb.
Geb. Ladenpreis: € 22 Hrsg. v. Akademie der Künste, Berlin, und Anja Oeck

Das Buch kann im Opernshop der Oper Leipzig, bei Anja Oeck direkt unter:
www.anjaoeck.de oder in jeder Buchhandlung bezogen werden. www.adk.de


Auswahl an Standardwerken:

Der Brockhaus Oper
Harenberg Opernführer
Reclams Opernführer
Rombachs Opernführer

BrockhausOperDer Brockhaus Oper
Komponisten, Werke, Sachbegriffe

»Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen«
(Arie der Königin der Nacht aus W. A. Mozarts »Zauberflöte«)

Ihnen ist langweilig? Gehen Sie doch mal wieder in die Oper! Von Liebe, Lust und Leidenschaft bis Wahnsinn, Mord und Totschlag wird hier alles geboten.

Sie haben keinen Begleiter? Brauchen Sie auch nicht, denn »Der Brockhaus Oper« beantwortet Ihnen zuverlässig alle Fragen zu Werken und ihren Komponisten, Sängern, Dirigenten, Regisseuren, Librettisten und Bühnenbildnern sowie zu bekannten Stoffen, berühmten Rollen und Arien, großen Opernhäusern und vielem anderen mehr.

Aus welcher Oper stammt die »Champagnerarie«? Wer wird in der »Zuhälter-Ballade« besungen? Wo hatte Maria Callas ihren letzten Auftritt? Wer komponierte den »Barbier von Sevilla«? Welches ist das bedeutendste Opernhaus der USA? Von den Anfängen der Oper vor rund 400 Jahren in Florenz bis hin zur zeitgenössischen Komposition wie Stockhausens Zyklus »Licht« finden Sie neben Sachartikeln, Personen- und Werksbeschreibungen zahlreiche spannende und interessante Hintergrundinformationen zu einzelnen Künstlern und Werken.

Ausgewählte Themen wie zum Beispiel »Opernregie im Wandel der Zeit«, »Die Bayreuther Festspiele« oder »Die politische Oper« werden in doppelseitigen Schwerpunktartikeln ausführlich besprochen.

1. Auflage (2002)
384 Seiten.
2.200 Stichwörter zu Opern, Komponisten, Interpreten, Librettisten, Rollen und Arienanfängen; 300 Fotos; 25 Porträtkästen zu bedeutenden Interpreten; 10 Sonderartikel zu zentralen Themen der Operngeschichte.
ISBN: 978-3-7653-2381-2
24,90 € (D), 25,60 € (A), 43.70 CHF

HarenbergOperHarenberg Kulturführer Oper
Der „Harenberg Kulturführer Oper“ entführt in die faszinierende Welt des Musiktheaters. Von „Aida“ bis „Zauberflöte“, von „Adam“ bis „Zimmermann“ erfährt man in diesem einzigartigen Opernführer alles zu den wichtigsten Komponisten und Werken aus 400 Jahren Operngeschichte. Mit seiner opulenten Bebilderung und den ausführlichen Informationen macht das Werk Lust auf den nächsten Opernabend!

ISBN: 978-3-411-76162-3
5., völlig neu bearbeitete Auflage (2006)
Werkbeschreibungen von 280 Opern, Biografien von mehr als 130 Komponisten, 450 Fotos, 100 Infokästen, 40 Tabellen, 800 diskografische Empfehlungen, Glossar.
50,00 € (D) / 51,40 € (A) / 84.80 CHF

 

 

ReclamOperReclams Opernführer
Von Fath, Rolf
Die Oper ist so lebendig wie selten zuvor: auf der Bühne, bei Festivals, im TV, auf Video und DVD. Reclams Beitrag zu dieser Lebendigkeit ist die neue, 38. Auflage des Opernführers, der um 18 neue Stücke erweitert wurde.
Neu aufgenommen wurden: Francesco Cavalli, La Callisto, Franz Schubert, Fierrabras, Robert Schumann, Genoveva, Léo Delibes, Lakmé, Alfredo Catalani, La Wally, Wilhelm Kienzl, Der Evangelimann, Gustave Charpentier, Louise, Karol Szymanowski, Król Roger, Viktor Ullmann, Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung, Helmut Lachenmann, Das Mädchen mit den Schwefelhölzern und Peter Eötvös, Trois Soeurs.
Ergänzt wurden die Artikel zu Berlioz’ Benvenuto Cellini, Lortzings Waffenschmied, Thomas’ Hamlet, Humperdincks Königskinder, Brittens Turn of the Screw und Death in Venice sowie Zimmermanns Weiße Rose.

38., erw. Aufl. Geb. Format 9,6 x 15,2 cm. 1056 S. 56 Farbabb.
ISBN: 978-3-15-010638-9
EUR (D): 18,90

RombachOperRombachs Opernführer
Csampai, Attila / Holland, Dietmar (Hg.)

Der „Opernführer“, herausgegeben von Attila Csampai und Dietmar Holland, ist nach wie vor das Standardwerk für den Opernliebhaber. Unübertroffen sind Genauigkeit, Fülle und Verständlichkeit der Informationen, die er zu den etwa 250 wichtigsten Opern der Musikgeschichte von Monteverdi bis Rihm bietet: Inhalt und Handlung, Kommentar, Erläuterung zur Wirkungsgeschichte und weitere Informationen zu Text, Uraufführung, Personal sowie biographische Porträts der Komponisten. Einmalig ist der Anhang mit Artikeln über die wesentlichen Librettisten der gesamten Operngeschichte von Rinuccini bis Enzensberger.

Die Herausgeber und ihre Autoren, die sämtlich zur Spitze des deutschsprachigen Musikjournalismus zählen, darunter Oswald Beaujean, Leo Karl Gerhartz, Ulrich Schreiber, Wolfgang Schreiber, Karl Schumann, Michael Stegemann, erweisen sich als glänzende Essayisten, die das einzelne Werk mit all seinen Facetten fakten- und kenntnisreich interpretieren. Lange vergriffen, liegt der „Opernführer“ nun in einer grundlegend überarbeiteten und erheblich erweiterten Neuausgabe vor, die der Entwicklung des Opernbetriebs Rechnung trägt: Hinzugekommen zum „klassischen Bestand“ der grundlegenden Opern von den Anfängen bis zur Gegenwart sind nun auch solche, die im Zuge von Wiederentdeckungen, „historischer Aufführungspraxis“ und Entwicklungen der Zeitgenössischen Musik ihren Weg in die Spielpläne gefunden haben. Auch die mediale Werkvermittlung auf CD und DVD wird gebührend berücksichtigt: Attila Csampai und Dietmar Holland haben die diskographischen Hinweise auf den neuesten Stand gebracht, der renommierte Opernexperte Kurt Malisch hat exklusiv für die Neuausgabe umfangreiche Empfehlungen zu den DVD-Opernaufnahmen zusammengestellt.

 „Beim ‚konventionellen’ Opernführer bleibt der von Attila Csampai und Dietmar Holland herausgegebene Band die erste Wahl.“ Jürgen Kesting, DIE WELT

 „Wer einen Opernführer sucht, der umfassend, aber dennoch kritisch, anspruchsvoll und verständlich informiert, wird mit diesem Buch weit kommen.“ Uwe Schweikert, Neue Musikzeitung

1.600 S., geb. 16 x 24 cm (2006)
ISBN 978-3-7930-9484-5
€ 38,00

 


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